Xiaomi Mi Band 4 taucht in der Zertifizierung auf

Xiaomi hat vor einigen Tagen erst bestätigt, dass man den Start des Mi Band 4 tatsächlich noch in 2019 plant und mittlerweile scheint man hier auch aktiver geworden zu sein, denn das Modell bzw. die Modelle haben die Bluetooth Zeritifizierung bekommen und das deutet in der Regel darauf hin, dass der Marktstart der Geräte gar nicht mehr so lange in der Zukunft liegt.

Bei AndroidAuthority schreibt man im Original dazu:

Interestingly, the regulatory filing shows two versions of the Mi Band 4: one with NFC support (XMSH08HM) and one without (XMSH07HM). However, it appears that both models will support Bluetooth 5.0, a nice step up over the Xiaomi Mi Band 3 which only supports Bluetooth 4.2. We know that the Mi Band 4 is going to come with at least one killer new feature. It’s possible that NFC support could be that feature, although it’s likely to be something more significant than that, such as an ECG sensor or a full-color display. Unfortunately, we don’t really have any idea yet what the new feature will be.

Die Vorgänger-.Version wurde im letzten Jahr im Sommer veröffentlicht und das wäre ein Termin, der auch in diesem Jahr denkbar erscheint. Mit etwas Glück muss man also auf die neuste Version Xiaomi Mi Band 4 gar nicht mehr so lange warten.

Leider gibt es in der Zeritifizierung aber nur wenige Hinweise auf die weiteren technischen Details des Mi Band 4. Es soll zwar die zwei Versionen geben (eine mit NFC und eine ohne), aber darüber hinaus bleibt offen, welche Neuerungen und welchen Sensoren Xiaomi in der neusten Version verbauen wird. Viele Nutzer wünschen sich vor allem, dass die bekannten Dienste wie Google Pay endlich unterstützt würden – ob sich das aber mit dem Mi Band 4 erfüllen wird bleibt offen, denn Xiaomi hat bisher offiziell noch keine Details zu den neuen Modelle bekannt gegeben.

Bild: Xiaomi Mi Band 3

 

Huawei Watch 2 2018 – alles bleibt gleich, bis auf die eSIM

Wie es aussieht arbeitet Huawei derzeit an einer neuen Version für die Huawei Watch 2. Allerdings sollte man nicht zu viel erwarten, denn stimmen die Informationen von Evan Blass (und er ist meistens recht zuverlässig), dann wie die 2018er Version der Huawei Watch genau die Vorgänger-Version sein, nur mit einer zusätzlichen eSIM Karten. Über diese könnte man, wenn die deutschen Anbieter es unterstützen, spezielle Datentarife auf die Uhr buchen, so dass diese auch unabhängig von einem Handy bzw. Smartphones ins mobile Netz gehen kann. Ob und mit welchen Anbietern Huawei hier zusammen arbeiten wird, ist aber noch unklar. Insgesamt werden eSIM Angebote derzeit ohnehin eher widerwillig angeboten und es ist teilweise noch recht komplex, die Tarife auf die Uhr zu buchen.

Blass schreibt zur Huawei Watch 2 2018 im Original:

https://twitter.com/evleaks/status/996015771712131072

Allerdings hatten wie die eSIM bereits für die originale Huawei Watch erwartet und Anfang 2017 dazu geschrieben:

Interessant ist vor allem die Ankündigung, dass die neue Smartwatch wohl über eine eingebaute Simkarte verfügen soll. Diese eSIM System waren Anfang 2016 groß angekündigt worden, im Laufe des Jahres hatte sich in diesem Bereich wenig getan. Die Anzahl der Modelle, die über eine eigene Simkarte verfügen, ist nach wie vor sehr überschaubar. Daher ist es erfreulich, wenn Huawei zumindest bei einigen Varianten der neuen Huawei Watch 2 wieder auf diese Technik setzt. Damit wäre die Uhr auch ohne ein Handy einsetzbar und die vielen smarten Funktionen ließen sich auch ohne Koppelung an WLAN oder ein Smartphone nutzen. Allerdings würde dann für die Uhr wohl auch ein weitere Handyvertrag notwendig werden.

Das hatte sich so nicht bestätigt, daher bleibt offen, wie es in 2018 mit der Huawei Watch 2 aussehen wird. Auf der anderen Seite bräuchte Huawei keine neue Version der Uhr heraus zu bringen, wenn sich auch bei der eSIM nichts ändert. Von daher ist die Hoffnung, dass es doch ein weiteres Modell mit eSIM geben könnte.

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Huawei Band 2 Pro – ab Ende August in Deutschland zu haben

Der Trend zu Fitnessarmbänder hält auch 2017 an und Huawei wird ab Ende August den Nachfolger des Huawei Band in Deutschland in die Läden bringen. Das Unternehmen setzt dabei vor allem wieder auf Sensorentechnik und hat verschiedene System im neuen Band vereint. Unter anderem werden die Herzfrequenz und auch das Schlafverhalten des Trägers überwacht und auch dokumentiert. Dazu gibt es auch Beschleunigungssensoren und eine Infrarot-Schnittstelle. Das Huawei Band 2 Pro ist dazu wasserdicht – zumindest bis 5ATM. Tauchen sollte man damit also nicht.

Der Fitness Tracker ist gerade einmal 21 Gramm leicht und 19,7 mm breit und schmiegt sich aufgrund des weichen Kunststoffarmbandmaterials bequem um das Handgelenk – der Edelstahlrahmen um das PMOLED-Display sorgt für das gewisse Extra. Auch die Funktionen können sich sehen lassen! Das HUAWEI Band 2 Pro trackt bei Sportarten wie Walken, Laufen, Schwimmen (wasserdicht bis zu 5 ATM) und Fahrradfahren Distanz, Herzfrequenz und Geschwindigkeit. Eigenständiges GPS liefert genaue Ergebnisse und die Kombination aus Infrarotsensoren und Herzfrequenzmesser misst nach jedem Lauf die VO2max. Läufer können darüber hinaus eigene Trainings-Pläne erstellen und ihre Ergebnisse auswerten – dies funktioniert mithilfe des professionellen Laufalgorithmus von FIRSTBEAT.

Besonders nützlich: Das HUAWEI Band 2 Pro verfügt über einen PPG-Herzfrequenzmesser mit verschiedenen Modi. Im „Daily Mode“ wird der Herzschlag beispielsweise durchgehend alle 30 Minuten gemessen, im „Sport Mode“ sekündlich. Mithilfe der innovativen HUAWEI TruSleepT-Technologie, die von der DBION Harvard Medical School zertifiziert wurde, können Anwender zudem ihre Schlafgewohnheiten tracken und auswerten. Dazu gibt es wertvolle Tipps zur Verbesserung der Schlafqualität – somit steht der optimalen Ruhephase nach dem Training nichts mehr Wege.

Das Band 2 arbeitet dabei sowohl mit Android als auch mit iOS zusammen und kann damit mit den meisten Geräten auf dem Markt genutzt werden. Notwendig sind dabei entweder Android 4.4 oder iOS 8.

Beim Akku verspricht das Unternehmen eine Laufzeit von bis zu 21 Tagen, so dass man das Band nicht häufig nachladen muss. Dazu soll der Akku bereits in 90 Minuten wieder komplett geladen sein.

Der neue Fitness Tracker von Huawei soll ab Ende August zur Verfügung stehen und 99 Euro kosten. Er ist zumindest zum Start nur mit einem schwarzen Band zu haben – ob später noch weitere Farben folgen werden lässt Huawei offen.

Jawbone: Entwicklung und Herstellung von Wearables geht weiter

Die Gerüchte um ein mögliches Aus von Jawbone als Unternehmen und Hersteller haben sich als falsch heraus gestellt. Wie das Unternehmen mitgeteilt hat, basierte die Meldung auf einer falschen Darstellung eines Reporters. Man wolle auch weiterhin im Bereich der Wearables aktiv sein.

Im Original der Meldung heißt es:

Um es eindeutig klarzustellen, Jawbone wird sich weiterhin mit großer Hingabe und Begeisterung der Entwicklung und Herstellung innovativer Wearable Produkte widmen. Selten war das Unternehmen so über kommende Produkte und Entwicklungen begeistert, und wird diese zu gegebener Zeit präsentieren. Das bestehende Inventar wird durch interne Geschäftsprozesse und strategischen Produktlebenszyklen verwaltet. An dieser Situation hat sich nichts geändert und Jawbone wird auch weiterhin alle auf dem Markt befindlichen Produkte unterstützen.

Damit dürfte es auch zukünftige Produkte im Wearables Bereich von Jawbone geben, was man genau für die nähere Zukunft plant, wurde aber leider nicht mit geteilt.

Update: Wearables-Hersteller Jawbone vor dem Aus?

Jawbone vor dem Aus? – Die wirtschaftliche Situation von Jawbone scheint zunehmend schlechter zu werden. Das Unternehmen ist in erster Linie bekannt geworden durch Fitness-Tracker und Lautsprecher für den mobilen Bereich. Allerdings ist der Wettbewerb in diesem Bereich zunehmend härter geworden und das scheint Jawbone vor Schwierigkeiten zu stellen.

Bereits Ende 2015 musste das Unternehmen etwa 15 Prozent der Mitarbeiter entlassen um die Kosten zu senken. Das scheint aber nicht gereicht zu haben, denn mittlerweile wurde angeblich auch die komplette Produktion gestoppt. Schimanke.com schreibt dazu:

Wie Tech Insider berichtet, hat Jawbone inzwischen die Produktion sämtlicher aktueller Produkte gestoppt und die verbliebenen Lagerbestände der Fitnesstracker zum Spottpreis an einen nicht weiter genannten Reseller verkauft, um überhuapt vorerst arbeitsfähig zu bleiben. Fortune ergänzt in diesem Zusammenhang, dass Jawbone zudem auch einen Käufer für seine Lautsprechersparte suche.

Das wären deutliche Einschnitte und falls diese Sanierung nicht funktioniert wäre das wohl das Aus für Jawbone.

Sollte der Verkauf Erfolg haben, will man sich aber in Zukunft auf den Bereich der Wearables konzentrieren und versuchen, hier wieder in einen profitablen Bereich zu kommen.

UPDATE:

Derzeit kursieren diverse fehlerhafte Berichterstattungen in den Medien, die mutmaßen, dass Jawbone sich vom Wearable Markt zurückziehen oder sogar vollständig aus dem Geschäft aussteigen wird. Diese Berichte sind eindeutig falsch. Sie stammen aus einer unrechtmäßigen Unterstellung eines Reporters innerhalb eines Blog-Posts für eine digitale Publikation, die vornehmlich Technologie, Wissenschaft, Innovation und Kultur behandelt. Das Unternehmen Jawbone wurde zu dieser spezifischen Unterstellung im Vorhinein der Veröffentlichung nicht kontaktiert. Der verantwortliche Reporter hat eine ‚Korrektur‘ bezugnehmend auf die unwahren Implikationen veröffentlicht. Allerdings konnte der Schaden durch die schnelle Verbreitung über weitere Medien nicht verhindert werden. Wir beabsichtigen dieses Missverständnis aufzuklären und werden jede einzelne Publikation kontaktieren und das Geschriebene korrigieren.

Um es eindeutig klarzustellen, Jawbone wird sich weiterhin mit großer Hingabe und Begeisterung der Entwicklung und Herstellung innovativer Wearable Produkte widmen. Selten war das Unternehmen so über kommende Produkte und Entwicklungen begeistert, und wird diese zu gegebener Zeit präsentieren. Das bestehende Inventar wird durch interne Geschäftsprozesse und strategischen Produktlebenszyklen verwaltet. An dieser Situation hat sich nichts geändert und Jawbone wird auch weiterhin alle auf dem Markt befindlichen Produkte unterstützen.

Im Hinblick auf Rechtsstreitigkeiten hat Jawbone keine Instanzen oder ähnliches ‚verloren‘, das Unternehmen freut sich auf jegliche Rechtsbehelfe, die von der Justiz gewährt werden.

via

Pebble 2 und Pebble Time 2 vorgestellt

Pebble hat gestern die neusten Versionen der Pebble Smartwatches vorgestellt und auch ein „Ultra-Wearable“ mit dem Namen Pebble Core.

Die Neuerungen bei den Modellen sind dabei in erster Linie technischer Natur. Die Pebble 2 wurde gegenüber der originalen Pebble Smartwatch optisch nur wenig verändert. Das Gehäuse ist aus Kunststoff, es gibt ein Schwarz-Weiß Display (e-Paper) und das Display wird mit Gorilla-Glas geschützt. Die  Akkulaufzeit beträgt sieben Tage. Der Preis soll 99 Dollar betragen.

Die Pebble Time 2 hat ein farbiges e-Paper Display und ein Gehäuse aus Metall. Die Akkulaufzeit beträgt hier sogar 10 Tage, der Preis liegt bei 169 Dollar.

Als große Neuerung gibt es bei beiden Modellen aber nun einen Pulsmesser, dazu kommt ein Mikrofone und ein Aktivitätssensor. Die Puls-Messung erfolgt dabei opto-elektronisch, das Prinzip kennt man beispielsweise auch von der Apple Watch. Dazu werden beiden Geräte auch wieder sowohl mit Android als auch mit iOS kompatibel sein.

Die größte Neuerung ist aber wohl Pebble Core. Das Unternehmen hat damit einen reinen Fitnesstracker auf den Markt gebracht, der komplett ohne Uhr auskommt. Das kleine GErät hat dabei GPS, WLAN und sogar ein Mobilfunk-Modul. Mit dem Gerät lassen sich zurückgelegte Entfernungen messen und auch die Location weiter geben. Dafür gibt es ein spezielles Notruf System. Dazu soll der kleine Sensor mit den gängigen Fitness Apps zusammen arbeiten.

Die Pebble 2 soll bereits ab September 2016 verschickt werden, auf die Pebble Time 2 muss man etwas länger warten, hier soll die AUslieferung im November 2016 beginnen.

Wie immer sucht das Unternehmen für die neuen Projekte per Kickstarter Unterstützer. Die Kampagne dazu gibt es hier:

Das Finanzierungsziel ist allerdings wieder bereits deutlich erfüllt. Man hatte 1 Millionen Dollar geplant, mittlerweile sind bereits fast 6 Millionen Dollar zusammen gekommen.

Die neuen Modelle im Video

Apple Watch: 1,5 Millionen verkaufte Exemplare in Q1 2016

Bei IDC hat man die aktuellen Zahlen für die Smartwatch-Verkäufe im ersten Quartal 2016 zusammen gestellt und Apple landet mit der Apple Watch bei den reinen Smartwatches auf Platz 1 mit ca. 1,5 Millionen verkauften Exemplaren. Samsung liegt mit deutlichem Abstand dahinter, das Unternehmen kann bei den Uhren nur 700.000 Stück absetzen. Insgesamt war im ersten Quartal 2016 fast jede zweite verkaufte Smartwatch eine Apple Watch.

Das Ranking bei den Smartwatch Verkäufen Q1 2016:

  • Apple: 1,5 Millionen verkaufte Exemplare
  • Samsung: 700.000 verkaufte Exemplare
  • Motorola: 400.000 verkaufte Exemplare
  • Huawei: 200.000 verkaufte Exemplare
  • Garmin: 100.000 verkaufte Exemplare

Allerdings sollte man diese Zahlen etwas mir Vorsicht genießen, denn Apple hat nach wie vor keine separaten Verkaufszahlen für die Smartwatch veröffentlicht. Die Zahlen von IDC beruhen damit auf den Schätzungen von Analysten und sind daher auch mit einem entsprechenden Unsicherheitsfaktor behaftet. Allerdings ist der Abstand zu den anderen Anbietern bei den Verkaufszahlen so groß – auch Abweichungen nach unten würden am Ranking so schnell nichts ändern.

Dazu hat man sich bei IDC auf reine Smartwatch-Angebote bezogen und Waerables wie Fitnessarmbändern in ein eigenes Ranking gepackt. Die großen Konkurrenten Fitbit und Xiaomi sind also in diesem Ranking gar nicht mit einbezogen.

IDC hat aber auch dafür Zahlen bereit gestellt. Fitbit hat beispielsweise im ersten Quartal 4,8 Millionen Wearables verkauft, bei Garmin sind es immerhin 3,7 Millionen Stück. Apple läge dann auf Platz 3 mit 1,5 Millionen Expemplaren.

Quelle: IDC

HTC Vive – gute Verkaufszahlen zum Start

die neue VR Brille von HTC scheint durchaus gut bei den Kunden anzukommen. Während es im Smartphone Bereich mit den Verkaufszahlen nicht so rund läuft, scheint zumindest der VR Bereich für HTC positiver zu funktionieren.

Mitarbeitet von HTC twitterten dazu auch die ersten Zahlen:

Es ist nicht genau bekannt, auf was sich die Zahlen von 15.000 Einheiten beziehen. Möglicherweise haben sich ganz viele Nutzer auf die Brille gestürzt, die schon monatelang auf das VR Gerät gewartet haben. Daher ist es durchaus möglich, dass nach dem ersten Ansturm die Zahlen deutlich nach unten gehen werden.

Trotzdem ist das erst mal eine Hausnummer. Immerhin wird das Gerät für knapp 800 Dollar verkauft und ist damit deutlich teurer als die Konkurrenz. Das scheint aber zumindest die Kunden nicht abzuhalten, sich für das Vive zu entscheiden.

Stiftung Warentest: Fitness-Armbänder unter der Lupe

Seit einigen Jahren wächst der Trend der Fitnessarmbänder. Für das Jahr 2015 prognostizierten Experten rund 46 Millionen verkaufte Exemplare. Den Anfang machte die Firma Polar. Bereits 2007 veröffentlichte das finnische Unternehmen eine Armbanduhr, welche körperliche Aktivitäten messen und aufzeichnen konnte. Das Pionierprodukt konnte jedoch nicht die Erwartungen erfüllen.

Heutzutage steigern Fitnessarmbänder und Smartwatches die Motivation zu einem aktiven und gesunden Lebenstil. In diesem Zusammenhang veröffentlichte die Stiftung Warentest einen Bericht zu diesen Geräten. Die Verbraucherorganisation hat zwölf Geräte getestet. Im Folgenden werden die Testurteile näher erläutert.

Herzfrequenzmessung über Brustgurt

Garmin Vivosmart belegt in dieser Kategorie mit 2,3 (Gut) den ersten Platz. Das Gerät misst sowohl Schritte als auch Distanzen sehr genau. Zudem kann die Schrittlänge individuell eingegeben werden. Demgegenüber ist das Display nicht immer gut zu lesen.

Auf dem zweiten Platz befindet sich das Polar Loop-Gerät. Das Armband erhält die Bewertung 2,6 (Befriedigend). Dank des Brustgurts ist die Pulsmessung äußerst präzise. Die Distanzangaben sind jedoch ungenau. Die Erstinstallation kann nur am Computer durchgeführt werden.

Integrierte Herzfrequenzmessung

Mit einer 2,7 (Befriedigend) kann sich die Samsung Gear Fit durchsetzen. Das Armband kann ohne App genutzt werden. Bei der Schrittzählung arbeitet das Gerät exakt. Die Herzfrequenzangaben sind hingegen unpräzise. Zudem ist die Nutzung in Verbindung mit GPS von einem Galaxy-Smartphone möglich. Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass das Gear Fit die kürzeste Baterrielaufzeit aller getesteten Geräte hat.

Das Fitbit Charge HR belegt mit 3,6 (Ausreichend) den zweiten Rang. Die Handhabung ist gut und es liegt angenehm am Handgelenk. Die Herzfrequenmessung ist ungenau. Des Weiteren überträgt die Android-App Mail-Adressen, ohne den Nutzer darauf hinzuweisen.

Vorsicht ist bei dem Jawbone UP3 geboten. Die Tester fanden eine überhöhte Menge des Weihmachers DEHP in dem Armband. Zusätzlich drückten die Elektroden und das Band ging häufig auf. Die Herzüberwachung ist kaum gegeben,d a lediglich der Ruhepuls gemessen wird.

Ohne Herzfrequenzmessung

Auch in dieser Kategorie belegt ein Produkt von Garmin Platz 1. Die Vivofit erzielte die besten Ergebnisse im kompletten Test. Die Handhabung ist unkompliziert und die Apps sind ansprechend gestaltet. Schritte beziehungsweise Distanzen werden äußerst präzise festgehalten. Auch bei diesem Modell ist möglich, die Schrittlänge individuell einzugeben. Insgesamt erhält das Garmin Vivofit-Armband das Testurteil 2,0 (Gut).

Die Silbermedaille in dieser Kategorie sichert sich das Xiaomi Mi Band. Es ist sehr leicht und verfügt über keine Bedienungselemente. Es ist extrem schlicht gestaltet und lässt sich daher ohne Smartphone kaum benutzen. Dennoch ist die Schrittzählung gut. Das Armband erhält das Qualitätsurteil 3,1 (Befriedigend).

Bedauerlicherweise erhält ein weiteres Produkt die Note 4,6 (Mangelhaft). Das Jawbone UP2 misst die Schritte und Distanzen genau. Dennoch fanden die Tester eine erhöhte Menge des giftigen Weichmachers DEHP in dem Armband.

Jawbone vs. Fitbit: Kampf um die Vorherrschaft am Handgelenk geht vor Gericht

Bei den Marktanteilen sind die Claims im Bereich der Fitnessarmbänder und Wearables deutlich verteilt: Fitbit kommt nach den aktuellen Zahlen von IDC auf einen Anteil von fast 35 Prozent bei den Verkäufen, Jawbone liegt mit den eigenen Produkten deutlich abgeschlagen bei 5 Prozent Marktanteil. Auf dem Markt gibt es also bereits einen Gewinner – nun geht der Kampf auch auf juristischer Ebene weiter.

Grund dafür sind Patentverletzungen, die Jawbone beim Konkurrenten ausgemacht haben will. In der Klageschrift heißt es, dass Fitbit ein Patent für eine Wellness-App verletzen würde, die mit den Daten eines Fitnessbandes arbeiten soll. Das klingt wenig spektakulär, könnte aber durchaus gravierende Auswirkungen haben, denn Jawbone möchte mit dieser Angelegenheit unter anderem auch die  International Trade Commission (ITC) einschalten. Das könnte im schlimmsten Fall für Fitbit ein Importverbot für den US-amerikanischen Markt bedeuten. Fitbit selbst reagierte weitgehend gelassen auf die Klage und wies in erster Linie daraufhin, dass das Unternehmen selbst mehr als 200 Patente in diesem Bereich besitzt und sich daher keine Schuld bewusst ist.

Die Klage ist bereits der zweite juristische Schritt von Jawbone gegen Fitbit. Im Mai hatte Jawbone Klage eingereicht weil Mitarbeiter mit sensiblen Unternehmensinformationen zu Fitbit gewechselt sein sollen.

Für den deutschen Markt dürfte die Klage vorerst keine Auswirkungen haben, derzeit betrifft sie nur den Markt in den USA. Es könnte aber durchaus sein, dass die Klagen auch weiter ausgeweitet werden. Das erinnert sehr an die umfangreichen juristischen Auseinandersetzungen zwischen Apple und Samsung vor einigen Jahren als es um die Vorherrschaft auf dem Smartphone Markt ging. Im Bereich der Fitnessarmbänder ist der Markt noch lange nicht so groß und so umsatzstark, die ersten Klagen zeigen aber bereits, dass hier die Verteilungskämpfe in vollem Gange sind. Problematisch könnte das für die Kunden werden, wenn es wirklich ein Verkaufsverbot geben sollte und dann wichtige Produkte nicht mehr verfügbar sind. Dazu kommt, dass dieses juristische Aggressivität natürlich auch kleinere Unternehmen abschreckt, die dann eventuell ihre innovativen Lösungen nicht auf den Markt bringen.