Zu smarte Smart-TV? Samsung wehrt sich gegen Schummel-Vorwürfe

Energie-Schummelei – Zu smarte Smart-TV bei Samsung? – Sind die SmartTV von Samsung möglicherweise zu clever? Nach einem Bericht des englischen Guadion deuten bisher unveröffentlichte Laborergebnisse darauf hin, dass die Geräte unter Testbedingungen deutlich weniger Energie verbrauchen als im normalen Betrieb. Das ist in Zeiten der VW-Abgas-Affaire natürlich ein echtes Problem, kein Hersteller möchte in die Schmuddelecke mit den Schummelkindern abgeschoben werden.

Daher weht sich Samsung auch entschieden gegen diese Vorwürfe. Im hauseigenen Blog erklärt das Unternehmen, die Unterschiede lägen an der sogenannten Motion-Lighting Funktion. Diese wäre standardmäßig aktiv und soll bei Bewegungen auf dem Bildschirm die Helligkeit reduzieren. Das spart Energie, allerdings nicht nur unter Testbedingungen sondern eben auch im realen Betrieb der Geräte. Wörtlich heißt es da:

Motion lighting is not a setting that only activates during compliance testing. On the contrary, it is a default setting which works both in the lab and at home; delivering energy savings and helping us to reduce our environmental impact. Motion lighting was introduced in 2011 across all our TVs as part of a range of features we have developed to help reduce the environmental impact of our TV technology. We are immensely proud of these technologies and look forward to innovating further in this area.

Interessanterweise sind bei Samsung trotz dieser Technik die Normverbräuche oft deutlich höher als bei der Konkurrenz. Wenn das Unternehmen hier also schummeln würde, hätte man es zumindest nicht sehr gut gemacht. Trotzdem deuten die Ergebnisse darauf hin das es Nachbesserungsbedarf bei den Tests und den Richtlinie dazu gibt. Bisher ist vollkommen unklar ob eine solche Technik wie bei Samsung erlaubt oder bereits verpönt oder sogar verboten ist. Prinzipiell sollte man aber gerade bei Energieverbrauch genau hin schauen. TV Geräte machen oft ein Zehntel des Energieverbrauchs eines Haushaltes aus, zu hohe Kosten schlagen da direkt auf die Haushaltskasse durch.

Video: Die neue Huawei Smartwatch im Hands-On

Huawei hat auf der IFA 2015 auch (endlich) die Smartwatch vorgestellt. Die Uhr ist mit einerm Verkaufspreis von 400 Euro derzeit die teureste Android-Smartwatch, kombiniert aber dafür auch die Vorteile anderer Modelle. So gibt es ein rundes AMOLED-Display (kennt man bisher in erster Linie von der LG Watch Urbane) mit dem klassischen Äußeren der Moto 360. Damit wirkt die Uhr insgesamt sehr zurückhaltend und dürfte von vielen auf den ersten Blick gar nicht als Smartwatch wahrgenommen werden. Etwas auffälliger ist die Gold-Version (Kostenpunkt bei 800 Euro), die allerdings eher durch das Material in den Blickpunkt gerät.

Video: Die Huawei Smartwatch im ersten Hands-On

Apple TV Streaming wohl erst 2016, neue Hardware noch in diesem Jahr

Nach dem Start von Apple Music hatten viele damit gerechnet, das auch der TV-Streaming-Dienst von Apple bald an den Start geht. Das scheint sich allerdings noch etwas zu Verzögern denn noch gibt es Probleme mit den Lizenzen und die Verhandlungen mit den Rechteinhabern zögern sich hin. Gerade die großen Sender und Plattformen wie CBS, 21st Century Fox und NBC machen in diesem Zusammenhang noch Probleme und man scheint noch keine Einigung gefunden zu haben.

Dazu scheint auch die Hardware noch nicht für das TV Streaming bereit zu sein, die Infrastruktur von Apple muss noch aufgerüstet werden um das TV Streaming auch in der Realität umsetzen zu können.

Im Endkundenbereich könnte es aber bereits schneller gehen, so soll Bereich im September ein App Store für die Apple TV Geräte vorgestellt werden und es soll auch neue Hardware für Endkunden geben, die ebenfalls noch 2015 auf den Markt kommen könnte.

Video: Apple Watch mit iOS 9 und WatchOS 2.0

Auf der WWDC hat Apple nicht nur die neusten Version von iOS 9 und OS X 10.11 vorgestellt sondenr auch die aktuelle Version von WatchOS 2. Bei 9to5mac haben sie die Gelegenheit genutzt und die neusten Versionen gleich mal installiert und ausprobiert.

Neu ist dabei unter Anderem:

  • mehr Funktionen für Siri
  • neue Features für Apple Pay
  • neue Watch-Faces

Apple Watch mit iOS 9.0 und watchOS 2.0 im Video:

Samsung Smart TV per DVB-T gehackt

Das Magazin PlusMinus hat in der ARD am Mittwoch einen interessanten Beitrag veröffentlicht, bei dem ein modernen Smart TV über das digitale Antennensignal gehackt wurde. Dabei wurden von extern sowohl die Kamera als auch das Mikrofon des TV-Gerätes übernommen. PlusMinus schreibt dazu:

Wie ein Fernsehturm sendet der Laptop von Benjamin Michele ein DVB-T- Signal an die TV-Geräte in seiner Nähe. Der Fernseher kann nicht erkennen, dass das Signal manipuliert  ist und verbindet sich mit einem falschen Server. Von jetzt an hat Benjamin Michele die volle Kontrolle über den Smart-TV.

Das hört sich erst mal merkwürdig an, denn ein Antennensignal ist per se nicht wirklich gefährlich und sollte keinen direkten Zugang oder Manipulationsmöglichkeiten im Gerät ermöglichen. Allerdings ist DVB-T nicht nur ein einfaches Antennensignal sondern sendet auch zusätzliche Informationen und Anweisungen mit. Diese dienen in erster Linie dazu den Video-Text Nachfolger HbbTV zu steuern und beispielsweise wird auch übermittelt, wo ich das TV Gerät die Inhalte für HbbTV holen kann. An dieser Stelle liegt das Problem: wird dieses Signal manipuliert und ein falscher Server angegeben, ist über diese Verbindung ein Zugriff auf das TV Gerät möglich.
Angeblich hat Samsung mittlerweile bei fast allen TV diese Möglichkeit beseitigt, es besteht aber bei anderen Herstellern nach wie vor die Gefahr, dass auf diese Weise Zugriffe möglich sind. Die Süddeutsche schreibt dazu:
Das Demonstrationsgerät mit der Schwachstelle, die die Forscher ausgenutzt haben, stammte vom Marktführer Samsung. Michéle ist sich aber sicher, dass auch andere Hersteller mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Samsung hat die Schwachstelle inzwischen auch für die meisten seiner Fernseher beseitigt.
Eine Liste von betroffenen oder sicheren geräten gibt es leider nicht. Als Nutzer kann man relativ wenig tun um sich gegen diese Zugriffe abzusichern, es besteht nur die Möglichkeit, den TV vom Internet zu trennen. Dann können auch keine (möglicherweise manipulierten) Inhalte mehr nachgeladen werden. Allerdings ist der Fernseher dann auch nicht mehr wirklich smart.
Die Gefahr scheint im Übrigens nur relevant zu sein, wenn der Fernseher per DVB-T Signale empfängt. Das ist aber mittlerweile kaum noch der Fall, es nutzen so weniger Zuschauer DVB-T das dieser Dienst abgeschaltet werden soll. Für die meisten Nutzer dürfte diese Lücke also kein Problem sein.