Windows 10 Creators Update – Rollout gestartet

Wie angekündigt hat Microsoft ab sofort den Rollout der nächsten größeren Windows 10 Version gestartet. Ab sofort erhalten also die Nutzer von Windows 10 die neuste Version des Betriebssystems. Der Rollout erfolgt dabei allerdings in Wellen – nicht jeder enthält die neue Version sofort. Es kann durchaus noch einige Tage dauern, bis das Creators Update auf dem eigenen Rechner ankommt.

Den Startpunkt für die Einrichtung des Creators Update bildet das neue und detaillierte Setup bei der Konfiguration von Datenschutzeinstellungen, welches Kunden mehr Transparenz und Kontrolle für den Privatsphärenschutz in Windows 10 ermöglicht. Bereits bestehende Windows 10 PCs erhalten Benachrichtigungen, ihre Datenschutzeinstellungen entsprechend des neuen Setups zu überprüfen. Im Rahmen der Neuinstallation von Windows 10 oder beim Neukauf eines PCs erhalten Kunden ebenfalls ein optimiertes Menü, welches die bestehenden „Express-Einstellungen“ ersetzen wird.

Zusätzlich zum verbesserten Datenschutz-Setup und der vereinfachten Konfiguration im Bereich der Telemetrie-Daten veröffentlicht Microsoft erstmals eine komplette Liste über die gesammelten Diagnose- und Nutzungsdaten der Konfigurationsstufe „Standard“ und stellt eine detaillierte Zusammenfassung über die Daten bereit, welche auf den vorhandenen Diagnoseebenen erhoben werden. Darüber hinaus ist Microsoft bestrebt sicherzustellen, dass Windows 10 mit der General Data Protection Regulation (GDPR) der EU konform ist, wenn diese im Jahr 2018 in Kraft tritt. 

Außerdem gibt es nun einen zentralen Ort für die Verwaltung der integrierten Sicherheits-Features. Das Windows Defender Security Center bietet Anwendern eine Übersicht zu vorhandenen Lösungen. Es besteht dabei aus fünf Bereichen: Antiviren-Schutz, Geräteperformance, Firewall und Netzwerkschutz, App- und Browserkontrolle sowie Sicherheitseinstellungen für Familien. 

Geschäftskunden erhalten für Windows Defender ATP erweiterte Möglichkeiten zur Erkennung und Untersuchung von Angriffen auf das Firmennetzwerk sowie bei der anschließenden IT-Sanierung. Hierzu zählen Sensoren für Angriffe auf den Arbeitsspeicher, eine erhöhte Intelligenz im Windows Security Center über Alarme auf Basis eigener Indikatoren und neue Abhilfemaßnahmen bei bereits erfolgten Angriffen. Zudem schützt die neue Funktion „Mobile Application Management“ sensible Unternehmensdaten auf persönlichen Geräten von Mitarbeitern, auch wenn diese gerade nicht in eine bestehende Mobile-Device-Management-Lösung eingebunden sind. 

Windows 10 – Creators Update kommt offiziell im April

Bisher war noch unklar, wann Microsoft das neuste Update von Windows 10 auf den Markt bringen wird. Unter dem Namen Creators Update hat das Unternehmen dabei viele Neuerungen zusammengestellt, die Windows 10 erweitern sollen. Gestern hat Microsoft nun den Schleier gelüftet und den Termin für den Rollout bekannt gegeben. Das Windows 10 Creators Update soll weltweit ab dem 11. April zur Verfügung stehen. Wahrscheinlich werden aber nicht alle Rechner sofort an diesem Tag das Update bekommen. Stattdessen wird man wohl wieder darauf setzen, das Update in Wellen zu veröffentlichen. Es kann also auch duchaus noch einige Tage länger dauern, bis man die neusten Features von Windows 10 testen kann.

Das Unternehmen hat darüber hinaus auch einen Blick auf die neuen Funktionen und Features gegeben, die mit dem Update kommen sollen. Die Liste ist dabei lang:

  • 3D-Technologie für Windows 10. Das Creators Update bringt die 3D-Technologie auf Windows 10 Devices. So lassen sich 3D-Grafiken leicht erstellen, bearbeiten und teilen – beispielsweise über die neue Paint 3D App. Gleichzeitig wird 3D in weiteren, bestehenden Applikationen wie Power Point oder Microsoft Edge verfügbar. Über die Community Remix3D.com können Nutzer ihre individuell erstellten 3D-Objekte teilen, erhalten Zugang zu einer umfassenden Bibliothek mit 3D-Grafiken und tauschen sich mit anderen Nutzern aus.
  • Erweiterter Zugang zu Mixed Reality. Über das Creators Update werden neue Erfahrungen auf Windows 10 Hardware möglich, welche die Grenze zwischen physischer und virtueller Welt verschwimmen lassen. Hersteller wie Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo werden später in diesem Jahr die weltweit ersten, Windows Mixed Reality-fähigen Headsets mit dem Creators Update zu kostengünstigen Preisen ausliefern. Über eingebaute Sensoren erlauben die neuen Headsets das sogenannte Inside-Out-Tracking, mit dem das Zubehör ganz leicht installiert werden kann und schnell freie Bewegungen ermöglicht – ohne vorab externe Marker oder Sensoren in der Wand zu installieren. Die neuen Geräte werden mit umfassenden Windows Mixed Reality Apps erscheinen, die Entwickler über aktuell verfügbare Windows Mixed Reality Developer Kits kreieren.
  • Spiele-Streaming und Game Mode. Die neue Streaming-Plattform Beam ermöglicht das leichte sowie interaktive Streaming von Spielen. Dabei sorgt Beam für ein neues Spieleerlebnis, indem es den Zuschauern erlaubt, das Geschehene aktiv zu beeinflussen und mit den Spielern in Echtzeit zu interagieren. Der neue Game Mode ermöglicht die Zuordnung von zusätzlichen Grafik- und Prozessor-Ressourcen für Spiele, was für eine verbesserte Spielperformance auf Windows 10 PCs sorgt. Die Spieler profitieren so beispielsweise durch bessere Frameraten. Einmal in den Systemeinstellungen aktiviert, lässt sich der Modus für jedes Spiel nutzen.
  • Mehr Flexibilität beim Update-Prozess. Anwender haben künftig mehr Optionen beim Timing der Update-Installation. Eine neue Benachrichtigung informiert über die Verfügbarkeit von Updates und bietet Nutzern unterschiedliche Wahlmöglichkeiten. So können die Anwender im Fenster das Timing für die Installation selber individuell festlegen, indem sie ein für sie passendes Datum und eine Uhrzeit eingeben. Alternativ lässt sich die Installation über den „Snooze“-Button aber auch schnell und ohne weitere Eingaben (um drei Tage) verschieben.
  • Optimierte Privatsphäreneinstellungen. Das Creators Update kommt mit einem verbesserten Setup bei der Konfiguration von Datenschutzeinstellungen in Windows 10, welches die bestehenden „Express-Einstellungen“ ersetzt. Die optimierte Nutzererfahrung erleichtert Kunden zukünftig vor allem die individuelle Konfiguration und zeigt die wichtigsten Privatsphäreneinstellungen auf einen Blick. Gleichzeitig vereinfacht Microsoft die Konfiguration im Bereich der Diagnose- und Nutzungsdaten. So werden die aktuell vorhandenen drei Konfigurationsstufen auf die zwei Optionen „Einfach“ und „Vollständig“ reduziert – die ehemalige Stufe „Erweitert“ entfällt. Nicht zuletzt reduziert Microsoft mit dem Creators Update die Menge an gesammelten Diagnose- und Nutzungsdaten, wenn die Stufe „Einfach“ ausgewählt ist.
  • Windows Defender Security Center. Die neue Übersicht bietet Nutzern einen zentralen Ort für die Verwaltung der integrierten Sicherheits-Features. Dort erhalten Anwender eine Übersicht zu vorhandenen Lösungen und kontrollieren, welche Schutzfunktionen eingesetzt werden. Das Windows Defender Security Center besteht dabei aus fünf Bereichen: Antiviren-Schutz, Geräteperformance, Firewall und Netzwerkschutz, App- und Browserkontrolle sowie Sicherheitseinstellungen für Familien.
  • Effizienter Surfen und Lesen mit Microsoft Edge. Microsofts Browser erhält eine große Anzahl neuer Erweiterungen. Ein effizienteres Tab-Management bietet eine bessere Übersicht geöffneter Fenster – beispielsweise durch das Anlegen von Tab-Gruppen. Zudem kommt Edge mit einer Optimierung für das Lesen im Browser. Kunden erhalten ein vielfältiges Angebot an E-Books im Windows Store und lesen diese über Microsoft Edge auf ihren Windows Devices.
  • Nachtlicht, Mini-View und Remote Lock: Neue Funktionen auf Basis von Nutzer-Feedback. Neben größeren Neuheiten beinhaltet das Creators Update auch viele kleinere, hilfreiche Funktionen, die auf den Wunsch der Nutzer integriert wurden. So ermöglicht die Nachtlicht-Funktion einen besseren Schlaf über ein reduzierteres Bildschirmlicht. Über das Mini-View-Feature erhalten Anwender ein separates kleines Fenster für parallele Aktivitäten, das immer im Vordergrund bleibt – beispielsweise um TV-Shows laufen zu lassen oder einen Skype-Call fortzuführen, während man gleichzeitig etwas Anderes tut. Über Remote Lock lässt sich Windows Hello auf einem Windows 10 PC mit dem eigenen Handy verbinden und aktiviert automatisch den Lock-Screen, sobald sich der Nutzer vom Rechner entfernt.
  • Vorinstallierte Apps nutzen innovative Technologien. In der Fotos-App wird mit dem Creators Update das Zeichnen auf Fotos und Videos möglich. Grundlage hierfür ist die in Windows 10 integrierte Technologie der digitalen Tinte. Windows Ink erlaubt über die digitale Stifteingabe auch eine vereinfachte Navigation in der Karten-App, zum Beispiel durch das natürliche Einzeichnen von Routen, das Markieren von Zielen oder das leichte Messen von Distanzen zwischen zwei Orten. Die Groove-App bietet Kunden ein Device-übergreifendes Musikerlebnis – ob auf Windows, iOS oder Android-Geräten, sowie auf der Xbox. Über die Anwendung Filme & TV lassen sich 4K-Videos und neue 360-Grad-Inhalte anschauen. Die vorinstallierten Apps laufen dabei nicht nur auf PCs, sondern sind auch für weitere Plattformen wie die Xbox oder Windows Mixed Reality vorbereitet.
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8 Zoll Top-Phablet mit Windows 10 – KS-PRO soll 2017 kommen

Topmodelle mit Windows 10 als Betriebssystem an Bord muss man derzeit mit der Lupe suchen. Microsoft wollte angeblich mit neuen Surface Phones diesen Bereich abdecken, aber bisher gibt es noch keine Infos, ob und wann eventuell neue Modelle kommen.

In diese Lücke will nun ein neues Unternehmen vorstoßen. Khiron-Sigma sitzt in London und hat auf Indiegogo einen Crowdfunding-Kampagne gestartet, um zwei neue Phablets mit 8 Zoll Bildschirm und unter anderen Windows 10 als Betriebssystem auf den Markt zu bringen. Geplant sind dabei:

  • KS-PRO mit Windows 10
  • KN-PROID mit Android 7

Ansonsten sind die Modelle baugleich.

Bei der Technik setzt das neue Unternehmen dabei auf die besten Komponenten, die es derzeit am Markt gibt. So soll ein Snapdragon 835 Prozessor für die Power sorgen (der unter anderem auch das Galaxy S8 antreiben wird) und dazu gibt es satte 8GB RAM und 128GB als als interner Speicher. Die Batterie ist mit 10.307mAh auch sehr großzügig dimensioniert.

Dazu (man kann es auf dem Bild gut erkennen) wird es ein klappbares Konzept geben. Die Geräte können im zusammengeklappten Zustand als normales Smartphone genutzt werden. Wer mehr schreiben möchte, kann sie aber auch aufklappen und hat dann eine feste QWERTZ-Tastatur zur Verfügung. Dieses Konzept macht die Phablets aber natürlich auch etwas dicker – das KS Pro soll mit 1,6cm fast doppelt so dick sein wie normale Smartphones.

Die Geräte sollen dabei Ende 2017 bzw. Anfang 2018 auf den Markt kommen. Das Unternehmen schreibt dazu:

We believe that it is time for a class defining UMPC to emerge, tablets do not let you create in the same way as a computer does, now that mobile processing is powerful enough to run applications such as photoshop flawlessly without any code change Kmade the decision to produce and release the KS-PRO at CES2018

Preislich kann man sich aktuell am Crowdfunding beteiligen und bekommt die Geräte daher ab 450 Dollar. Das ist für die verbaute Technik ein wirklich guter Preis.

Allerdings ist bisher noch nicht sicher, ob die Modelle wirklich in die Produktion gehen werden. Die Hersteller haben ein Ziel von 300.000 Dollar gesetzt, die erreicht werden müssen, damit die Fertigung der Modelle beginnt. Davon sind bisher etwa 60.000 Euro erreicht – knapp 100 Unterstützer haben sich für die Kampagne gefunden. Es ist also noch ein relativ weiter Weg, bis das Ziel der Kampagne erreicht sein wird, allerdings läuft die Ausschreibung auch noch einen Monat. Wer sich dafür interessiert, kann hier beim Crowdfunding mitmachen.

Bleibt zu hoffen, dass die Macher ihr Ziel erreichen und es damit Ende 2017 wirklich ein neues interessantes Modell mit Windows 10 als Betriebssystem geben wird. Dazu ist es natürlich auch wünschenswert, dass es nicht zu Verzögerungen beim Bau der Modelle kommt. Man erinnere sich hier nur an die Turing Phone Geschichte, bei denen die Kunden fast ein Jahr länger als angekündigt warten musste, bis die Modelle fertig waren – und auch dann gab es massive Qualitätsprobleme. Bei KS PROID und KS PRO weist das Unternehmen aber darauf hin, dass man bereits Erfahrung drin hat, solche Produkte in den Markt zu bringen und das macht zumindest Hoffnung, dass man die Zeitpläne wird einhalten können.

 

 

Update: Bundesamt warnt vor Lücken in Windows 10 und Virenscanner

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine neue technische Warnung veröffentlicht, da vor wenigen Tagen neue Sicherheitslücken in Windows veröffentlicht wurden, die Angriffe auf alle Windows Versionen ermöglichen, selbst wenn man einen Virenscanner aktiv hat. Der Schutz wird dabei einfach ausgehebelt. Das BSI stuft das Risiko durch diese neue Lücke als hoch ein und schreibt dazu in der Warnung:

Eine gravierende Sicherheitslücke in Microsoft Windows, die sich unter anderem auf viele Programme zum Schutz vor Schadsoftware auswirkt, ermöglicht es einem Angreifer ein System dauerhaft unter seine vollständige Kontrolle zu bringen. Eine Schwachstelle in Microsofts Betriebssystem Windows ermöglicht es einem Angreifer, der zu irgendeinem Zeitpunkt direkten Zugriff auf ein System hatte, bösartigen Schadcode in Programme zu injizieren und ein System dadurch vollständig unter seine Kontrolle zu bringen. Zu den betroffenen Programmen zählen u.a. die verbreitetsten Antivirus-Programme, die eigentlich zum Schutz vor derartigen Bedrohungen gedacht sind. Sicherheitsupdates sind derzeit leider noch nicht verfügbar.

Die Liste der betroffenen Systeme ist dabei lang:

–   Avast Antivirus Free bis einschließlich 12.3 (siehe Update)
–   Avast Antivirus Pro bis einschließlich 12.3 (siehe Update)
–   Avast Internet Security bis einschließlich 12.3 (siehe Update)
–   Avast Premier bis einschließlich 12.3 (siehe Update)
–   AVG Anti-Virus bis einschließlich 17.1 FREE
–   AVG Internet Security bis einschließlich 17.1
–   AVG Ultimate bis einschließlich 17.1
–   Avira Free Security Suite bis einschließlich 15.0
–   Avira Internet Security Suite bis einschließlich 15.0
–   Avira Optimization Suite bis einschließlich 15.0
–   Avira Total Security Suite bis einschließlich 15.0
–   Bitdefender Antivirus Plus bis einschließlich 12.0
–   Bitdefender Internet Security bis einschließlich 12.0
–   Bitdefender Total Security bis einschließlich 12.0
–   Trend Micro Antivirus+ Security bis einschließlich 11.0
–   Trend Micro Internet Security bis einschließlich 11.0
–   Trend Micro Maximum Security bis einschließlich 11.0
–   Microsoft Windows
–   Microsoft Windows 7
–   Microsoft Windows 8.1
–   Microsoft Windows 10
–   Microsoft Windows Vista
–   Microsoft Windows XP

Leider gibt es derzeit noch keinen wirklichen Schutz vor dieser Bedrohung, da Microsoft bisher noch kein Sicherheitsupdate veröffentlicht hat, dass diese Lücke schließen könnte. Das BSI empfiehlt daher derzeit nur, im Auge zu behalten, wenn Sicherheitsupdates für die Virenscanner und Windows 10 selbst veröffentlicht werden und diese so schnell wie möglich zu installieren.

Update: AVAST hat mittlerweile reagiert und bekannt gegeben, dass man die Lücke wohl schon vor einiger Zeit gefixt hat. Damit sind zumindest die Produkte aus diesem Jahr nicht betroffen. Das Statement im Original:

Ondrej Vlcek, Avast’s CTO and General Manager of the Consumer Business:

“We were alerted by Cybellum last year through our Bug Bounty program to a potential self-defense bypass exploit. We implemented the fix at the time of reporting and therefore can confirm that both the Avast and AVG 2017 products, launched earlier this year, are not vulnerable. It is important to note that the exploit requires administrator privileges to conduct the attack and once that’s the case, there are numerous other ways to cause damage or modify the underlying operating system itself. Therefore, we rate the severity of this issue as „low“ and Cybellum’s emphasis on the risk of this exploit to be overstated.“

Windows 10 – Updates zukünftig auch bei gebührenpflichtigen Verbindungen

Das neue Winwdows 10 Creators Update bringt eine ganze Reihe von neuen Features und Funktionen mit sich. Einige davon sind aber durchaus auch kritisch zu sehen und könnten den Nutzern über kurz oder lang Probleme bereiten. Die neue Struktur der Updates wird dann dahingehend geändert, dass kritische Updates auch eingespielt werden, wenn dies unter Umständen Kosten verursacht.

Aktuell ist in den meisten Systemen voreingestellt, dass Updates nur dann eingespielt werden, wenn eine feste Internet-Verbindung (beispielsweise per WLAN) besteht. In den Systemeinstellungen findet sich dazu der Hinweis:

Verfügbare Updates werden automatisch herunergeladen und installiert, sofern keine (gebührenpflichtige) getaktete Verbindung genutzt wird.

Damit entstehen durch ein Update (das durchaus auch mal mehrere 100MB umfassen kann) keine Kosten, wenn auf einmal extrem viel Datenvolumen übertragen wird. Das ändert sich nun mit dem Creators Update. Im aktuellen Build 15058, der bereits alle Features des Creators Update enthält, gibt es als neuen Hinweis nun „Es werden nur die Updates automatisch heruntergeladen, die zur weiteren reibungslosen Ausführung von Windows erforderlich sind.“. Damit kann Microsoft in Zukunft kritische Updates auch dann automatisch herunter laden und einspielen lassen, wenn dies Kosten verursacht. Das Unternehmen hat diese Änderung mittlerweile auch gegenüber winsupersite.com bestätigt:

Update: I heard back from Microsoft and was provided this from a spokesperson:

“We don’t plan to send large updates over metered connections, but could use this for critical fixes if needed in the future.”

Not a lot of clarity about bandwidth that might get used so this is an area we will have to keep an eye on.

Das betrifft natürlich vor allem mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets mit Windows 10 und einem mobile Internet-Zugang an Bord. Hat man für diese Modelle keine Datenflatrate gebucht, kann es bei einem Update der Version schnell teuer werden, denn solche Updates können zukünftig auch über das Mobilfunk-Netz geladen werden.

Was gibt es Neues bei Windows 10?

Unter anderem gibt es ein neues System namens Compact Overlay, mit dem man Apps als zusätzliches Fenster über dem eigentlichen Content einblenden kann. Damit wird es auch ohne zwei Bildschirm möglich, Spielen zu spielen und gleichzeitig ein Video einzublenden. Allerdings muss die App diese Technik unterstützen, welche Apps das können werden, ist bisher noch nicht bekannt.  Microsoft schreibt dazu:

Some tasks don’t require the user’s full attention but is perfect to leave at the corner of the screen so we’re introducing a new compact overlay mode for UWA app developers. When an app window enters compact overlay mode it’ll be shown above other windows so it won’t get blocked. The best part is that compact overlay windows work just like normal windows in all other ways so app developers can tailor the experience with what they already know.

Dazu wird es auch eine Funktion geben, die leidgeprüfte Nutzer schon länger erwarten: man kann zukünftig Windows Updates um bis zu 35 Tage verschieben. Man kommt also auch mit der neuen Version nicht um das Update herum, aber zumindest muss man nicht mehr hilflos vor dem Rechner sitzen, wenn das Update startet, sondern kann es auf einen Zeitpunkt legen, der zu keinen Ausfällen führt.

Windows 10 – Update erkennt einige Smartphones nicht mehr

Das aktuelle Windows 10 Update sorgt bei einigen Nutzern für Probleme, denn nach dem Einspielen der neusten Version wurden in manchen Fällen angeschlossene Handys, Smartphones und andere portable Geräte nicht mehr erkannt. Betroffen ist dabei das System-Update mit der Bezeichnung Microsoft – WPD – 2/22/2016 12:00:00 AM – 5.2.5326.4762 die in der Regel am 8. März ausgeliefert wurde. Allerdings wurde dieser Treiber nicht in jedem Fall ausgeliefert, je nach Rechner kann es auch sein, dass man ihn nicht hat – dann gibt es natürlich auch keine Probleme.

Microsoft selbst hat den Fehler mittlerweile bestätigt. In der Mitteilung des Unternehmens heißt es:

An incorrect device driver was released for Windows 10, on March 8, 2017, that affected a small group of users with connected phones or portable devices.  After installation, these devices are not detected properly by Windows 10, but are affected in no other way. We removed the driver from Windows Update the same day, but if the driver had already installed, you may still be having this issue.

Wer prüfen möchte, ob er auch von der fehlerhaften Version betroffen ist, kann dies einfach unter Einstellungen => Update und Sicherheit => Updateverlauf tun. Dort sollte für den 8. März im besten Falle kein Update aufgeführt sein. Falls doch, hat man wahrscheinlich die fehlerhafte Version bereits installiert und dann kann es zu Problemen bei der Erkennung von Handys und Smartphones kommen.

Was kann man tun wenn man betroffen ist?

Microsoft gibt es ganze Reihe von Lösungsmöglichkeiten an. In der Regel ist es dabei am einfachsten, das System auf einen Zeitpunkt vor dem Update zurück zu setzen und dann die korrekten Updates einzuspielen. Das Unternehmen schreibt dazu:

Method 1: Use a System Restore Point

  1. Press Windows Key + R to bring up Run.
  2. In Run, type rstrui and then press OK.
  3. If a system restore point is available, it will show in System Restore.  Follow the steps to restore your system to a point prior to the March 8 install of this driver.

Method 2: Roll back the device driver and remove from system

Part 1: Roll back the driver (When finished, you must complete Part 2 or the incorrect driver will reinstall)

  1. Press Windows Key + X and then choose Device Manager in the menu.
  2. Look for the device with a yellow and red mark next to it.  It should be your phone or other connected device.
  3. Press-and-hold or right-click on the device and choose Update Driver Software.
  4. You may need to reboot and reconnect the device. If so, follow these steps again to get back to the driver update.
  5. Select Browse my computer for driver software.
  6. Choose Let me pick from a list of available drivers on my computer.
  7. Check Show compatible hardware, select MTP USB Device, and then choose Next.
  8. Finish the install and reboot your PC. Verify that the mobile device is detected.

Part 2: Prevent the driver from reinstalling

  1. Press Windows Key + X, and in the menu click on Command Prompt (Admin), and then choose Yes on the prompt.
  2. Type pnputil.exe -e and hit Enter.  This will list installed device drivers.
  3. Scroll through the list looking for the description that matches the one in the below example (except for the .inf file’s published name).  Make a note of the .inf file name associated.  It should be something like oem##.inf with a one or two digit number after the oem in the name, and have the Driver date and version as shown in the following example:

Example:
Published name :            oem42.inf

Driver package provider :   Microsoft

Class :                     Portable Devices

Driver date and version :   02/22/2016 5.2.5326.4762

Signer name :               Microsoft Windows Hardware Compatibility Publisher

     4. Now type pnputil.exe -d oem##.inf where the ## is the number in the file name noted below.  Example: oem62.inf.

     5. Hit Enter and the incorrect driver is now deleted from your system.  When you disconnect and reconnect your device, it should not   reinstall the incorrect driver.

Windows 10 – neue Werbung im Explorer

Unter Windows 10 gibt es schon länger kleine Popups am unteren Bildschirmrand, die beispielsweise darauf hinweisen, dass man sich doch eine neuere Version von Microsoft Office kaufen könnte. Mittlerweile geht das Unternehmen immer mehr dazu über, auch an anderen Stellen Produktplatzierungen zu implementieren. So berichten ersten User im englischsprachigen Raum davon, dass im normalen Datei-Explorer unter Windows Werbehinweise erscheinen. Im Beispiel wird Werbung für OneDrive angezeigt und derzeit scheint Microsoft auf diese Weise auch nur die eigenen Produkte zu bewerben.

Das Unternehmen hat diese Neuerung mittlerweile auch eingeräumt. Bei TheVerge wird Microsoft wie folgt zitiert:

In an email to The Verge, Microsoft said that the OneDrive pop-up is a “tip” and that notifications can be stopped altogether if someone chooses. “The new tips notifications within the File Explorer in Windows 10 were designed to help Windows 10 customers by providing quick, easy information to enhance the experience relative to storage and cloud file management,” a spokesperson said. “That said, with Windows 10 customers can easily opt out of receiving these notifications if they choose.”

Allerdings geht Microsoft nicht von Werbung aus, die angezeigt wird. Stattdessen schreibt das Unternehmen von Tipps und Benachrichtigungen, die natürlich nur dazu gedacht sind, die Nutzer-Erfahrung zu verbessern.

Auf Reddit hat ein Nutzer bereits ein Bild von so einer Werbeeinblendung gepostet: (Tall_Ships_for_Life)

Die neuen Werbeeinblendungen lassen sich auch abschalten. Allerdings sind die entsprechenden Einstellungen dafür recht tief in den Optionen des Explorers versteckt. Sehr einfach macht es Windows 10 den Verbrauchern also nicht, die lästige Werbung loszubekommen.

Insgesamt kann man diese neue Form der Monetarisierung von Windows 10 durchaus auch kritisch hinterfragen. Kunden zahlen immerhin viel Geld für eine Lizenz (ob direkt bei Kauf des Betriebssystem oder indirekt beim Kauf eines PC) und können deshalb an sich auch erwarten, ein Programm zu bekommen, das ohne Werbung läuft. Die meisten Nutzer gehen auch sicher noch davon aus, dass sie ein werbefreies Produkt bekommen und nicht noch mit Anzeigen genervt werden.

Zukünftig wird es sicher auch hinterfragt werden, ob und wie zulässig es ist, dass Microsoft die Monopolstellung von Windows 10 dazu nutzt um eigenen Produkte zu bewerben und Mitbewerber (noch?) keinen Zugang zu diesem System haben. Gerade Konkurrenten wie Dropbox oder auch Google würde sicher ihre Dienste in diesem Bereich auch sehr gerne den Nutzer präsentieren. Bleibt also abzuwarten, wie die Konkurrenz des Unternehmens auf diese neue Form der Nutzer-Benachrichtigung reagieren wird.

Windows 10 Creators Update – Smartphones kommen erst später dran

Das Creators Update von Windows 10 soll das erste Feature Update für das Betriebssystem in 2017 werden und erweitert Windows 10 um einige neue Features und Neuerungen. Allerdings scheint es auch diesmal so, als würde das Update gestaffelt angeboten werden. Zuerst werden die neuen Funktionen daher auf den Desktop-Varianten erscheinen und erst danach gibt es dieses Update auch für Windows 10 mobile. Wer ein Smartphone mit Windows 10 Betriebssystem hat, wird also noch etwas länger warten müssen.

Ein Sprecher von Microsoft bestätigte diese Vorgehensweise gegenüber dem Newsportal Softpedia. „Das erste Update wird für den Desktop sein, aber andere Versionen werden erst danach verfügbar sein“, so der Sprecher.

Das weckt bei vielen Windows 10 mobile Nutzern schlechte Erinnerungen. Immerhin dauerte es nach Einführung von Windows 10 noch viele Monate, bis die entsprechende Version auch für den mobilen Einsatz auf Handys und Smartphones zur Verfügung stand. Daher gibt es natürlich auch nach dieser Ankündigung Bedenken, dass die mobilen Geräte erst mit großer Verzögerung auf die Neuerungen zurück greifen können. Wie lange es dauern wird, bis das neuste Update von Windows 10 auch mobil zu Verfügung stehen wird, ist leider nicht bekannt. Bisher gibt es auch noch keinen offiziellen Termin für das Rollout des Creators Update. Die optimistischsten Prognosen gehen dabei von März aus – ein Bestätigung von Microsoft gibt es dafür aber leider noch nicht.

Was ist neu im Windows 10 Creatires Update?

Unter anderem gibt es ein neues System namens Compact Overlay, mit dem man Apps als zusätzliches Fenster über dem eigentlichen Content einblenden kann. Damit wird es auch ohne zwei Bildschirm möglich, Spielen zu spielen und gleichzeitig ein Video einzublenden. Allerdings muss die App diese Technik unterstützen, welche Apps das können werden, ist bisher noch nicht bekannt.  Microsoft schreibt dazu:

Some tasks don’t require the user’s full attention but is perfect to leave at the corner of the screen so we’re introducing a new compact overlay mode for UWA app developers. When an app window enters compact overlay mode it’ll be shown above other windows so it won’t get blocked. The best part is that compact overlay windows work just like normal windows in all other ways so app developers can tailor the experience with what they already know.

Dazu wird es auch eine Funktion geben, die leidgeprüfte Nutzer schon länger erwarten: man kann zukünftig Windows Updates um bis zu 35 Tage verschieben. Man kommt also auch mit der neuen Version nicht um das Update herum, aber zumindest muss man nicht mehr hilflos vor dem Rechner sitzen, wenn das Update startet, sondern kann es auf einen Zeitpunkt legen, der zu keinen Ausfällen führt.

Im Spiele Bereich gibt es auch noch eine weitere Verbesserung. Die Game Bar wurde verbessert und umfasst nun 52 weitere Spiele*, die man mit der neuen Version im Vollbild-Modus spielen kann.

Interessant ist auch ein neues System mit der Bezeichnung Dynamic Lock. Damit wird der PC automatisch gesperrt, wenn ein verbundenes Bluetooth Gerät für mehr als 30 Sekunden außer Reichweite ist. Diese Funktion ist aber auch abschaltbar, man kann sich als Nutzer also entscheiden, ob man diese Funktion nutzen möchte oder auch nicht.

Windows 10 – sicher surfen: das sind die Tipps der Stiftung Warentest

Windows 10 – sicher surfen: das sind die Tipps der Stiftung Warentest – Die deutsche Verbraucherorganisation hat sich in der März-Ausgabe 2017 mit dem Thema Internetsicherheit, beziehungsweise mit dem Abwehren von Hacker-Attacken befasst. Der Artikel beschäftigte sich zum einen mit den Zielen der Hacker und zum anderen mit entsprechenden Schutzmaßnahmen. Das Internet nimmt in unseren Alltag mittlerweile eine omnipräsente Rolle ein, denn mit dem Smartphone oder iPhone ist man nur einen Klick entfernt vom World Wide Web. Das Checken der E-Mails, Online-Banking oder online einkaufen sind zu einer Art Gewohnheit geworden. Jedoch sind auch Hacker an diesen Daten interessiert.

Ziele der Hacker

Die drei wichtigsten Ziele, die Hacker gegenüber privaten Nutzern verfolgen: Betrug mit geklauten Zugangsdaten, Erpressung und Missbrauch durch Ressourcenklau.

Betrug mit Zugangsdaten

Wenn Hacker in den Besitz von Passwörtern zu Online-Shops oder Bezahldiensten wie Paypal gelangen, dann können diese ungehindert – auf Kosten des Datendiebstahlopfers – einkaufen. Die Ware lassen die Betrüger beispielsweise an eine Packstation liefern, welche sie mit ebenfalls geklauten Zugangsdaten öffnen. Des weiteren können Hacker mit ergaunerten Passwörtern von Verkaufs- und Kleinanzeigenportalen unter den Namen ahnungsloser Nutzer betrügerische Angebote einstellen. Die Zahlungen für die nicht existierenden Waren leiten diese an gekaperte Paypal-Konten weiter. Zudem sind E-Mail-Konten ein begehrtes Ziel der Hacker, da sich mithilfe der Funktion „Passwort vergessen“ somit Zugang zu weiteren Konten verschafft werden kann.

Erpressung

Mithilfe von Schadprogrammen sperren Hacker den Nutzer aus dem eigenen Rechner aus und verlangen Lösegeld. Wer nicht zahlt, kommt nicht mehr an die Daten seiner Festplatte. Diese Art der Erpressung wird auch „Ransomware“ genannt – vom englischen „Ransom“ für Lösegeld.

Missbrauch zu kriminellen Zwecken

Das Ziel der Hacker ist es möglichst viele private Rechner zu kapern. Dabei bringen die Angreifer Tausende von PCs, Routern oder andere internetfähigen Geräten unter ihre Kontrolle und schalten sie zu einer Art Armee zusammen. Solche sogenannten Bot-Netze verbreiten Schadprogrammen, ferngesteuerte Spam-Nachrichten oder führen erpresserische Angriffe auf Webseiten von Behörden oder Unternehmen durch. Die Webseiten werden mit Zigtausenden Anfragen „bombardiert“, bis diese unter dem Ansturm zusammenbrechen.

Schutzmaßnahmen vor Hacker-Angriffen

Die nachfolgend aufgelisteten Maßnahmen ermöglichen einen größeren Schutz vor solchen Angriffen. Die meisten Maßnahmen sind bereits bekannt, jedoch vernachlässigt man diese gerne aus Gründen der „Bequemlichkeit“. Das A und O ist weiterhin eine Sicherheitssoftware gegen Viren und Co. Diese Programme spüren bösartige Schadprogramme frühzeitig auf  und verhindern bereits deren Installation. Des weiteren ist es ratsam neben den Antivirus-Programm auch andere Software zu aktualisieren. Viele Schadprogramme machen sich Sicherheitslücken in Betriebssystemen oder Anwendungsprogrammen zunutze, beispielsweise im Internetbrowser. Sobald solche Lücken bekannt sind, werden diese vom Software-Anbieter mit sogenannten „Patches“ gestopft. Deswegen ist es unerlässlich die Software auf dem neuesten Stand zu halten.

Hacker nutzen neben technischen Lücken auch die menschliche Schwächen aus: Neugier, Angst, Bequemlichkeit. Mit diesen Trick versuchen die Betrüger, dass der Nutzer selbst die Schadsoftware installiert oder selbstständig seine Zugangsdaten verrät. Dies geschieht meist über gefälschte e-Mails, Warnmeldungen oder durch Links zu gefälschten Webseiten, dabei gilt es wachsam gegenüber solchen Fälschungen zu sein und ein gesundes Misstrauen zu haben.

Eine weitere Maßnahme sind sichere Passwörter: „12345“, „qwertz“ oder „Passwort“ gehören nicht dazu. Ein sicheres Passwort besteht aus mindestens acht Zeichen und enthält Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Diese sind schwer zu merken, deswegen ist es hilfreich sich einen beliebigen Satz oder eine Liedzeile ausdenken und davon jeweils die Anfangsbuchstaben zu nehmen. So lässt sich beispielsweise aus dem Satz: „Dieses sichere Passwort errät unter Garantie niemand“ die Abkürzung „DsPeuGn“ machen. Ersetzt man dann einige Buchstaben durch ähnliche aussehende Zahlen und fügt noch Sonderzeichen ein, so kommt man zu einem sehr sicheren Passwort wie: „D5P+eu6n“. Nichtsdestotrotz ist es unerlässlich verschiedenen Passwörter für verschiedene Konten oder Dienste zu nutzen. Es wäre mehr als ärgerlich, sollten Hacker an  E-Mailzugangsdaten gelangen und  – aufgrund des selben Passwortes – zugleich Zugriff auf beispielsweise den Account von Facebook, Twitter, Amazon, ebay oder Netflix erhalten. Darüber hinaus ist es empfehlenswert in regelmäßigen Abständen Sicherheitskopien zu erstellen, somit ist man zwar nicht gegen die Hacker-Angriffe gefeit. Jedoch würde sich der Schaden im Falle eines Angriffs in Grenzen halten. Falls die Festplatte den Geist aufgibt oder man tatsächlich durch Ransomware erpresst wird, einfach das letzte Backup des Laufwerks einspielen, und alles ist wie vorher.

Fazit

Die Gefahr Opfer eines Hacker-Angriffs ist nicht von der Hand zu weisen, zumal bereits große Unternehmen betroffen wurde. Erinnert sei dabei an den Hackerangriff auf die Telekom 2016 oder den Hackerangriff auf Yahoo 2014. Insbesondere im letzten Fall es wichtig -sofern man direkt davon betroffen ist  – gleich sein Passwort zu ändern. Wer sich jedoch an die empfohlenen Maßnahmen hält, ist zunächst sehr gut geschützt, obgleich es keinen hundertprozentigen Schutz gibt.

Windows 10 soll bald eSIM unterstützen

Integrierte Simkarten, die fest in Geräte verbaut werden, waren 2016 ein interessantes Ansatz, bei dem sich bisher aber leider wenig getan hat. Es gibt nach wie vor nur sehr wenige Modelle auf dem Markt, die eSIM überhaupt unterstützen und auch die Auswahl der Tarife ist vergleichsweise gering. Das könnte sich nun ändern, denn Microsoft und der Simkarten hersteller Gemalto wollen in diesem Bereich zusammen arbeiten und damit soll Windows 10 zukünftig eSIM unterstützen können. Microsoft hatte diesen Schritt bereits in Aussicht gestellt, nun scheint man auch offiziell so weit zu sein.

Im Original heißt es dazu:

Gemalto and Microsoft have teamed up to make this advance a reality for end users to have a secure and ubiquitous connectivity experience. Gemalto’s On-Demand Connectivity subscription management solution, together with Windows 10 native eSIM support enable consumers to seamlessly manage the connectivity experience of their devices. 

The eSIM is designed to be remotely provisioned by mobile network operators with subscription information and is globally interoperable across all carriers, device makers and technology providers implementing the specification. This technology will serve as the framework devices of all shapes and sizes use to connect to operator networks. The first wave of devices with this technology is expected to be available to consumers this holiday 2017. 

Die Definition von eSIM:

e-SIM Karten sind fest verbaute Simkarten, die sich über das Handy, Smartphone oder Tablet mit Tarifen verschiedener Anbieter programmieren lassen.

In der Praxis kann man sich das so vorstellen, dass es zukünftig unter Windows 10 und Windows 10 mobile einen neuen Bereich in den Einstellungen geben wird, über den man die eSIM konfigurieren und steuern kann. So kann man dann wohl direkt unter Windows einen passenden Tarif buchen oder auch wieder deaktivieren. Dazu ist keine neue Simkarte notwendig, sondern die benötigten Daten für den Tarif und den Anbieter werden direkt auf der elektronischen Simkarte im Gerät gespeichert. Dazu wird es aber natürlich notwendig sein, dass die Hersteller diese Möglichkeit auch nutzen und eSIM Systeme in die PC, Laptops und Tablets integrieren. Bisher ist es oft noch daran gescheitert, so gibt es bisher noch kein Handy, dass über eine eSIM verfügbt.

Mit der Unterstützung durch Windows 10 wäre aber der Markt für diese Simkarten aber natürlich mit einem Schlag sehr groß und damit entsprechend attraktiv. Wenn Windows 10 wirklich diese Unterstützung bekommt, dürfte dies also ein wichtiger Fortschritt für die eSIM werden.

Allerdings haben beide Unternehmen noch nicht bekannt gegeben, wann genau diese neue Funktion unter Windows 10 Einzug halten soll. Im Creators Update, dass wohl in den nächsten Wochen live gehen wird, dürfte die eSIM Unterstützung auf jeden Fall noch nicht mit enthalten sein. Microsoft hat hierfür schon die finale Testversion frei gegeben, die alle neuen Features enthält. Ein neuer Berich für eSIM Systeme war nicht mit dabei. Allerdings hat das Unternehmen angekündigt, dass es gegen Ende 2017 noch ein weitere Update mit neuen Funktionen geben soll. Möglicherweise ist dass dann auch bereits der Zeitpunkt, zu dem die eSIM Tauglichkeit von Windows 10 live gestellt wird. Eine Bestätigung dafür gibt es aber seitens der Unternehmen noch nicht, es könnte durchaus auch sein, dass man darauf bis 2018 warten muss.