Gigaset Smart Doorbell One X im Test

Gigaset Smart Doorbell One X im Test – Gigaset hat den Bereich Smart Home für sich entdeckt und bietet unter dem Namen Gigaset Smart Doorbell ONE X eine smarte Türklingel für 169.99 Euro an. Das Unternehmen schreibt selbst zu diesem Ansatz:

„Diese Entwicklung birgt enorme Wachstumschancen für uns“, sagt Franka Abraham, Senior Product Manager bei Gigaset. „Erst im letzten Jahr haben wir deshalb unsere erste smarte Außenkamera und die neue Generation der Smart Camera für den Innenbereich vorgestellt. Jetzt bringen wir diese Technologie an die Haustür und verheiraten sie mit der Türklingel.“

In diesem Test haben wir und die Gigaset Smart Doorbell One X genauer angeschaut und prüft, was die Klingel kann.

Das Konzept hinter der Gigaset Smart Doorbell One X

Die Smart Doorbell wird an Stelle einer normalen Türklingel installiert und bringt einige smarte Funktionen an die Haustür. Wichtigster Unterschied: die Doorbell hat eine Videokamera installiert (Blickfeld horizontal 115 Grad und vertikal 57 Grad) und auf diese Kamera kann per App zugegriffen werden. Man kann mit der App sehen, wann jemand klingelt und dann auch direkt nachschauen, wer vor der Tür steht. Das funktioniert auch von außerhalb – man kann daher auch von extern sehen wer zu Hause vor der Tür steht. Dazu ist auch ein Mikrofon und ein Akku verbaut, daher kann man sich mit den Besuchern auch unterhalten.

Eine extra Batterie oder ein separater Stromanschluss für die smarte Türklingel ist nicht notwendig. Man kann das Gerät ganz normal am Anschluss der normalen Klingel betreiben. An der Verkabelung muss daher nichts geändert werden. Umgekehrt bedeutet ein Stromausfall dann aber auch, dass die Klingel außer Betrieb ist. Einen extra Akku gibt es leider nicht. Es gibt auch noch kostenpflichtige Zusatzpakete, dann kann auch direkt etwas aufgenommen werden.

Eine bereits bestehende Klingel kann ebenfalls genutzt werden, man kann die Doorbell daher auch recht einfach in bestehende Klingelanlagen integrieren.

Installation und Einsatz der Smart Doorbell

Die smarte Türklingel wird wie eine normale Klingel angeschlossen. Die Rückseite bietet die normalen Anschlüsse und man kann die Gigaset Klingel daher sehr einfach in eine bestehende Anlage einfügen und den normalen Klingeltaster damit ersetzen.

Danach muss die Klingel noch ins WLAN gebracht werden. Man benötigt also auch einen WLAN Zugang für die Klingel.

Im Test war das Kamerabild solide uns stabil, hatte aber eine leichte Verzögerung von einigen Sekunden. Das hat den Einsatz jedoch nicht weiter gestört. Es gibt auch einen Nachtsichtmodus, der kam im Test aber kaum zum Einsatz, da die Klingel meistens ohnehin nur dort eingesetzt wurde, wo es (automatisch) Licht gab.

Insgesamt war die Installation und auch die Einrichtung über die App sehr einfach und machte keine Probleme.

Der Bewegungsmelder lässt sich bei Bedarf auch sehr einfach konfigurieren und man kann auch sehr simpel die Bereiche festlegen, die überwacht werden sollen. Es muss also nicht immer auf jeden Bewegung reagiert werden.

Ein Kritikpunkt im Test war das Design. Es gibt die Gigaset Doorbell One X derzeit nur in Kunststoff. Gerade für den Einsatz draußen (auch überdacht) wäre eine Edelstahl-Variante durchaus schön gewesen, das sieht wertiger aus und macht insgesamt einen besseren Eindruck. Aber Gigaset scheint noch weitere Versionen der smarten Türklingel zu planen, eventuell wird es ja auch eine Version mit Edelstahl-Optik geben.

Werden Daten gespeichert?

Generell wird die Datenübertragung nur aktiv, wenn per App auf die Klingel zugegriffen wird. Dann können auch Daten in der Cloud gespeichert werden, aber wenn dann nur mit kostenpflichtigen Abo. In der Regel wird also nichts gespeichert, bei Alarm sind aber Aufzeichnungen mit einer Speicherdauer bis 2 Tagen möglich.

Testbericht: Honor MagicBook 15 2021 – Leistungsupdate für die MagicBook Reihe

Testbericht: Honor MagicBook 15 2021 – Leistungsupdate für die MagicBook Reihe – Honor hat für das Honor MagicBook 15 eine neue Version herausgebracht und aktualisiert das Notebook daher in einigen Bereichen auf den Stand von 2021. Es ist auch das letzte Modell, das in Zusammenarbeit mit Huawei entstanden ist. Mittlerweile ist Honor selbstständige und keine Tochtermarke mehr, daher werden künftige Laptops wohl auch eigenständiger ausfallen. Preislich gesehen bleibt das Gerät aber im gleichen Segment, man muss etwa 950 Euro für den Laptop bezahlen und dafür kann man dann schon einiges erwarten. Wir haben uns die neuen Modelle im Test angesehen und geschaut, was die Modelle leisten und wo es Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

Die Performance der neuen MagicBook 15 Modelle

Die größte Neuerung beim 2021 MagicBook 15 dürfte der neue Intel Core i5 Prozessor sein. Der Tiger-Lake-Chip ersetzt den bisherigen MD Ryzen-4000-Prozessor und arbeitet mit einer Iris Xe Graphics G7 80EUs Grafikkarte zusammen. Der Chip taktet bis maximal bis zu 4,2 GHz und arbeitet mit 4 Kernen.

Das Unternehmen schreibt zur Leistung:

Die neuen HONOR MagicBooks sind mit dem neuesten Intel Core i5-1135G7-Prozessor der Generation erhältlich, der die Leistung auf ein neues Niveau habt. Die brandneue Intel Iris Xe-Grafik bewältigt auch anspruchsvolle, komplexe Aufgaben und bietet neben 16 GB DDR4-Dual-Channel-RAM (MagicBook 15) bzw. 8 GB DDR4-Dual-Channel-RAM (MagicBook 14) und 512 GB großem Speicherplatz ein intensiveres Spielerlebnis und eine höhere Geschwindigkeit für Designer und Kreative bei der Verarbeitung von Multimediadateien wie Fotos, Videos und dem Einsatz verschiedener Bearbeitungssoftware.

Die Performance der neuen MagicBook 15 ist damit erwartungsgemäß gut, aber ein wirklichen Speedboost bringt der neue Prozessor nicht. In der Praxis gibt es keine direkt spürbaren Vorteile zur Version aus dem Vorjahr. Im Akkubetrieb ist die Leistung ohnehin reduziert, wenn merkt man die volle Power der Geräte also nur mit Netzanschluss.

Design und Verarbeitung beim Honor MagicBook 15 2021

Im Test hatten wir die Space Grey Variante der Modelle und man kann es auf den Bilder leicht sehen – neben grau hat Honor als Akzentfarbei ein leichtes Blau verbaut. Der Schriftzug und die Kanten schimmern leicht in Blau. Generell wird das Modell aber sehr klassisch und hat keine Ähnlichkeit mit den auffälligen Rückseiten, die man von einigen Honor Smartphones her kennt. Damit wirkt das MagicBook eher unauffällig aber dennoch hochwertig.

Bei der Verarbeitung gibt es Licht und Schatten. Generell ist das Gerät gut verarbeitet und sowohl das Scharnier (bei anderen Geräten oft ein Schwachpunkt) und auch das Case selbst machen keine Probleme. Das Finish ist aber recht empfindlich was Fingerabdrücke betrifft und die Auflagebereiche sind recht glatt. Man rutscht daher beim Schreiben recht einfach weg. Die Tastatur selbst ist eher mau. Die Tasten haben keinen großen Spielraum und geben kaum Feedback. Für Vielschreiber ist das also eher keine gute Wahl. Eine Beleuchtung für die Tastatur fehlt auch leider – das könnte man bei diesem Preis durchaus erwarten.

Die verbaute Kamera ist ein nettes Gimmick. Honor hat die Kamera nicht am oberen Bildschirmrand verbaut, sondern in der Mitte der Funktionstasten. Mit einem Druck klappt die Taste nach oben und gibt die Kamera frei. So sieht man sehr gut, ob die Kamera gerade aktiv ist oder nicht – ein sehr interessante Lösung.

Die ausgeklappte Kamera in der Mitte der F-Tasten

Das Display des Honor MagicBook 15

Das Display des MagicBook 15 bringt eine 15,6 Zoll Diagonale mit und hat ein 16:9 Seitenverhältnis. Die Auflösung liegt bei 1.920 x 1.080 Pixeln (FullHD). Dazu ist das Display entspiegelt, was sich beim Einsatz draußen positiv bemerkbar macht. Im Vergleich zum Vorjahr hat man das Display aber überarbeitet, viele der Kritikpunkte des Vorgänger-Modells finden sich bei der 2021er Version nicht mehr.

Bei Sonnenlicht merkt man aber, dass die Helligkeit ruhig etwas höher hätte ausfallen können und auch der Kontrast hat Luft nach oben – für den Preis wäre hier also auch etwas mehr Leistungs beim Display durchaus zu erwarten gewesen. Insgesamt macht der Bildschirm aber eine solide Arbeit und vor allem in den Innenräumen gibt es nichts zu meckern.

Unser Fazit: Sehr solides Modell, Highlights fehlen

Das Update aus dem letzten Jahr ist auf jeden Fall gelungen. Vor allem die Leistung der neuen MagicBook kann überzeugen und wer viel Power für wenig Geld möchte, ist beim Honor MagicBook 15 2021 auf jeden Fall richtig. Die gute Akkulauzfzeit ist ebenfalls ein Pluspunkt. Auch die Anschlüsse sind erwähnenswert, man findet mehr Steckplätze als bei vielen anderen Modellen.

Kritik gibt es vor allem für die Tastatur und das Display. In beiden Bereichen kann das Honor MagicBook 15 2021 nicht mit der Konkurrenz mithalten. Hier sollte man bei zukünftigen Modellen also auf jeden Fall nachbessern.

Testbericht realme GT – Snapdragon 888 Prozessor zum Kampfpreis

Testbericht realme GT – Snapdragon 888 Prozessor zum Kampfpreis – Den ersten Eindruck von den Modellen gibt es hier, nun hatten wir die Geräte knapp 2 Wochen im Test und damit ein besseres Bild von den Geräten. Den Anspruch Topmodell merkt man dabei bereits bei der Verpackung. Die ist beim realme GT gleich mal 50 Prozent größer als bei den normalen realme 8 Modellen, obwohl die Geräte selbst gar nicht viel größer sind.

Zur Einordnung muss man wissen, dass die realme GT Modelle von etwas mehr als 400 Euro zu haben sind. Damit sind die Geräte mit die billigsten Modelle mit dem aktuellen Snapdragon 888 Prozessor auf dem Markt und natürlich musste das Unternehmen dafür an anderer Stelle sparen. Wo genau man Abstriche machen muss und wie schnell die GT Smartphones wirklich sind, wollen wir hier im Test klären.

Das Design und die Verarbeitung beim realme GT

Beim Design kann das realme GT mit den anderen Topmodellen auf dem Markt mit halten. Es gibt ein modernes Punchhole Display mit Öffnung für die Kamera in der linken oberen Ecke und und die Rückseite wird dominiert vom rechteckigen Kameramodul. Die gelbe Variante hat dazu eine aufgewertete Rückseite: es gibt veganes Leder als Material und dieses wird durch einen glatten schwarzen Streifen unterbrochen. Das fühlt sich nicht nur gut an, sondern ist auch ein echter Hingucker. Die anderen Farbversionen sehen leider nicht ganz so spektakulär aus, man kann sich daher durchaus vorstellen, dass die gelben Versionen besonders gut laufen. Zur Rückseite der anderen Modelle können wir an der Stelle damit natürlich nichts sagen, aber die Kunstleder-Rückseite kann auf jeden Fall überzeugen.

Generell gibt es bei Verarbeitung, Haptik und Optik wenig Kritik – realme hat hier alles richtig gemacht.

Der Snapdragon 888 Prozessor und die Performance der realme GT

Herzstück der realme GT Modelle ist der Snapdragon 888 Prozessor, der auch im Galaxy S21 und dem OnePlus 9 zum Einsatz kommt. Es gibt zwar bereits den Nachfolger, aber der 888 ist nach wie vor mit der schnellsten Prozessor, den man im Android Bereich bekommen kann. Erunterstützt von Haus aus 5G und die GT Modelle können daher auch das 5G Netz nutzen. Die Testergebnisse sehen entsprechend gut aus:

Die Testergebnisse des realme GT – Quelle

Zum Vergleich: das Galaxy S21 ultra kommt mit gleichem Prozessor nur auf Werte von 3127 Punkten im Multicore Test und auf 942 Punkte im Single Core Test.

Damit liegen die Geräte auf jeden Fall im Spitzenfeld bei den aktuellen Topmodellen im Android Bereich und das merkt man auch bei der Benutzung. Auch bei grafikintensiven Spielen und viel Rechenleistung geht den Smartphones so leicht nicht die Puste aus und man merkt lediglich an der Wärmeentwicklung, dass da richtig hart gearbeitet wird.

Akku und Laufzeit beim realme GT

Im realme GT ist ein zweiteilige Akku mit 4.500 mAh verbaut und dieser lässt sich 65 Watt aufladen. Drahtloses Laden gibt es aber leider nicht.

Man kann den Akku kabelgebunden erfreulich schnell wieder aufladen, aber die Laufzeit und die Ausdauer der Modelle ist tatsächlich mit der größte Kritikpunkt. Im Vergleich mit einem Galaxy S21+ (4.800mAh) verloren die GT etwa doppelt so schnell die Akkuleistung und mussten entsprechend auch doppelt so oft nachgeladen werden. Das ist für den Einsatz in der Praxis nicht ganz unwesentlich, auch wenn der GT Akku dann schneller wieder voll war. In anderen Test war oft von zu wenig Akku Kapazität die Rede, das konnten wir hier leider nicht testen. Die vergleichsweise kürzere Laufzeit ist aber auf jeden Fall ein Manko und bei kommenden Modellen solle realme hier nacharbeiten.

Die Kamera beim realme GT

Die Kamera hat einen Hauptsensor mit 64 Megapixel und liegt damit nicht ganz in dem Bereich, den beispielsweise Xiaomi schafft. Die Aufnahmen sind dennoch vergleichsweise gut und die Farben sind recht intensiv mit einen Hang ins Knallige.

Bei schlechtem Licht oder auch im Gegenlicht bekommt die Kamera aber Probleme. Man merkt an der Stelle, dass auf der Kameratechnik beim realme GT nicht der Fokus lag. Dennoch kann man mit der Kamera gute Aufnahmen machen, auch wenn es für professionelle Bilder bessere Geräte auf dem Markt gibt.

Betriebssystem und Bedienung

Als Betriebssystem arbeitet das realme GT mit Android 11 und der Real UI 2.0 Benutzeroberfläche. Beim Start der Modelle hat man aber den normalen Android Einrichtungsprozess und auch die Bedienung unterscheidet sich nicht grundlegend von anderen Android Modellen. Beim GT ist allerdings einige Bloatware direkt zum Start installiert, allerdings nicht übermäßig viel und man kann die zusätzlichen Apps auch alle löschen. Insgesamt reagiert das GT sehr schnell und flüssig – hier merkt man den schnellen Prozessor.

Unser Fazit zum realme GT

Das realme GT ist ein richtig interessanter Gerät für alle Nutzer, die Wert auf Speed legen. Bilder bekommt man die Snapdragon 888 Performance derzeit nicht. Kritik gibt es vor allem bei der Laufzeit der Smartphones und beim Laden – ein Topmodell hätte durchaus auch drahtloses Laden verdient gehabt. Dagegen kann vor allem das Design der Racing Yellow Modelle überzeugen, so viel Mut zur Farbe haben nur wenige andere Hersteller.

realme 8 vs realme 8 5G im Test – so schlagen sich die Modelle

realme 8 vs realme 8 5G im Test – so schlagen sich die Modelle – realme macht es den Kunden nicht ganz leicht. Zuerst wurde das realme 8 pro auf den Markt gebracht, dann erst folgte mit Abstand das normale realme 8 und mittlerweile gibt es auch eine realme 8 pro Version. Den Test zum realme 8 pro gibt es hier, in diesem Artikel wollen wir die beiden normalen Modelle näher anschauen und zeigen, wo die Unterschiede, Stärken und die Schwächen liegen.

Generell sind beide Modelle im Bereich von unter 200 Euro angesiedelt. realme 8 und 8 5G sind also vor allem für Nutzer konzipiert, die wenig Geld für die Smartphones ausgeben wollen. Daher sind auch keine Topleistungen bei den Smartphones zu erwarten – stattdessen ist immer die Frage, wie viel Technik das Unternehmen für dieses Geld anbieten kann.

Das Konzept ist dabei recht klar: realme bietet eine 5G Version des realme 8 an und macht diese (im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern) nicht teurer als die normale Version, sondern rüstet die Technik etwas ab um 5G zu vergleichbaren Preisen bieten zu können. Man merkt dies beispielsweise am Bildschirm. Beide Modelle bieten 1080 x 2400 Pixel, aber das normale realme 8 bietet ein AMOLED Display, das 5G dagegen ein normales IPS Display (wenn auch mit 90Hz). Im direkten Vergleich merkt man den Unterschied sehr gut, das normale realme hat die bessere Darstellung mit klaren Farben.

Generell bekommt man also beim realme 8 5G den 5G Zugang, muss dafür aber bei der restlichen Technik Abstriche machen.

MagicUI als Benutzeroberfläche

Auf beiden Modelle läuft neben Android 11 die MagicUI Benutzeroberfläche von realme. Diese arbeitet schnell und unterscheidet sich nur vergleichsweise wenig vom normalen Android. Man findet sich also ohne größere Probleme zu Recht. Allerdings bringen beide Geräte dann doch recht viel Bloatware mit. Es gibt also eine ganze Reihe von vorinstallieren Apps wie Amazon Video, die Booking.com App oder auch Youtube Video (man kann die Apps aber löschen). Die Smartphones sind also bereits recht voll, wenn man sie in Betrieb nimmt, dabei macht es keine Unterschied, ob man das realme 8 oder das 8 5G nutzt.

Die Leistungen der Modelle im Überblick

Beim Prozessor unterscheiden sich die Modelle: in der 5G Version werkelt der Dimensity 700 5G von Mediatek, im normalen realme 8 Modell kommt der Helio G95 Prozessor ebenfalls von Mediatek zum Einsatz. Einen Unterschied bei den Leistungsdaten im Test macht das aber nicht, auch beim Handling war kein Unterschied zu bemerken. Beide Modelle liefern also vergleichbare Power.

realme 8 5G im Leistungstest
realme 8 im Leistungstest

Die Kamera bei realme 8 und 8 5G

realme verbaut in den Geräte immer gute Technik, die Qualität der Aufnahmen ist aber oft nicht so gut, wie es die technischen Daten erwarten ließen. Das merkt man auch bei realme 8 und 8 5G. Beide Modelle machen gute Aufnahmen, vor allem beim Zoom und bei schlechterem Licht gibt es aber schnell Probleme. Technisch gibt es die bessere Kamera ganz klar im realme 8 – der 64MP Hauptsensor macht eine gute Arbeit. Die Aufnahmen des normalen Modells wirken natürlich und schärfer. Wer gerne Fotos macht, sollte also besser zum realme 8 greifen.

Akku und Aufladung der realme 8 Serie

Beide Modelle bieten eine Akku mit sehr ordentlichen 5.000mAh. Trotz AMOLED Display reicht das mehr als aus, um die Geräte über den Tag zu bringen, im Test liefen die Modelle zwei Tage ohne Nachladen ohne Probleme, auch wenn wir etwas mehr Leistung abgerufen haben.

Bei der Ladetechnik punkte das normale realme. Es wird eine Aufladung mit 30 Watt unterstützt, in der 5G Version sind es nur 18 Watt. Das ist das in der Praxis schon ein Unterschied: das normale Reale schafft eine halbe Akkuladung in unter einer halbe Stunde, das 5G braucht etwa 50 Prozent länger. Voll geladen ist das realme 8 in etwas mehr als einer Stunde, beim realme 8 5G waren es regelmäßig mehr als 1,5 Stunden. Die 5G Geräte verbringen also deutlich mehr Zeit am Ladegerät.

Fazit: realme 8 oder realme 8 5G

Die beiden Modellen machen ein Fazit in dem Fall ziemlich einfach. Das realme 5G ist für alle Nutzer interessant, die mit 5G Speed surfen wollen und dafür nicht zu viel ausgeben möchten. Wer kein 5G braucht, ist dagegen beim normale realme 8 besser beraten, dort gibt es die bessere Kamera, das schickere Design und vor allem das schnellere Aufladen.

Die technischen Daten von realme 8 und realme 8 5G im Überblick

Modellrealme 8 5G
RAM4 GB/8 GB, DRE
ProzessorMediaTek Dimensity 700 5G
Display90 Hz Ultra Smooth, 6,5 Zoll
Kameras48 MP Nightscape Kamera,
B&W Porträt Linse,
4cm Macro Linse,
16 MP Frontkamera 
Akku & Ladetechnik5000 mAh, 18 W USB C 
Design8.5 mm schlank, 185 g leicht,
Dynamic Speed Light Design in
Supersonic Blue & Supersonic Black
Betriebssystemrealme UI 2.0, basierend auf Android 11
Modellrealme 8
RAM4 GB/8 GB LPDDR4x dual-channel
ProzessorHelio G95
DisplaySuper AMOLED, 6,4 Zoll
Kameras64 MP Quad Kamera
Akku & Ladetechnik5000 mAh, 30W Dart Charge
DesignInfinite Bold Design 
Betriebssystemrealme UI 2.0, basierend auf Android 11

Doppeltest: Moto G10 und G30 im Vergleich

Doppeltest: Moto G10 und G30 im Vergleich – Motorola hat mit den neuen Moto G10 und G30 zwei neue Geräte im Einsteiger-Bereich auf den Markt gebracht. Das Motorola G10 kostet dabei 149.99 euro, für das Motorola G30 zahlt man 179.99 Euro. Man hätte die Smartphones wohl auch G10 und G10 pro nennen können, denn an sich sind sie weitgehend baugleich, Motorola hat sich aber für die unterschiedlichen Zahlen entschieden. Wir haben die Geräte hier im Doppelttest um zu schauen, wo die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten liegen und auch, welche Stärken es bei beiden Modellen gibt.

Moto G10 und G30 im Vergleich



Man sieht bereits auf den ersten Blick, dass es beim Design recht wenige Unterschiede zwischen den Modellen gibt. Das setzt sich auch auf der Rückseite so fort. Ohne Kennzeichnung würde man kaum erkennen, welches Modelle man in der Hand hält.

Insgesamt wirken die Modellen durchaus schick, das Notch Display hat man aber mittlerweile bei sehr vielen Geräten – wirklich abheben können sich G10 und G30 damit also nicht. Dazu fallen die Ränder um das Display doch recht dick aus.

Auf der Rückseite gibt es das rechteckig abgesetzte Kameramodul. Das sieht modern aus, findet sich aber mittlerweile auch bei vielen Geräten und auch in dieser Preisklasse – absetzen können sich Moto G10 und G30 daher nicht, sie fallen aber auch nicht negativ auf.

Die Rückseite des Moto G10 ist dabei wellenförmig strukturiert. Das fühlt sich ungewohnt, aber nicht unangenehm an. Leider merkt man aber doch in der Hand, dass die Rückseite aus Kunststoff ist. Beim Moto G30 gibt es diesen Effekt nicht, stattdessen setzt das Unternehmen auf einen Farbverlauf, der etwas an Perlmutt erinnert. Insgesamt hat sich Motorola Mühe gegeben, die Rückseite schick zu gestaltet, man merkt aber dennoch den Kunststoff der Rückseite.

Das Display beim Moto G10 und G30

Beim Display gibt es zwischen den beiden Modellen keine Unterschiede. Beide Geräte nutzen ein 6,5-Zoll-LC-Display mit einer HD+-Auflösung mit 1600 x 720 (269 ppi). Beim Moto G30 gibt es dabei 90Hz, die Moto G10 Modelle unterstützen nur 60Hz. In der Praxis macht das aber selten einen Unterschied, vor allem wenn man nicht beide Geräte nicht direkt nebeneinander liegen hat, wird man das etwas softere Scollen kaum bemerken..

Man merkt dabei, dass LCD Technik eingesetzt wird, die Farben sind nicht ganz so kräftig, wie man es von AMOLED Display gewohnt ist. Insgesamt machen beide Display aber eine solide Job und es gibt wenige Kritikpunkt, vor allem, wenn man die Preisklasse im Hinterkopf hat.

Betriebssystem und Nutzung von Moto G10 und G30

Beim Betriebssystem kommt Android 11 in Verbindung mit dem My UX Betriebssystem von Motorola zum Einsatz. Da beide Modelle auf die gleiche Ausstattung setzen, gibt es an der Stelle auch keine Unterschiede.

Insgesamt ist das System sehr aufgeräumt und bringt nur wenige zusätzliche Apps mit. An sich wurde nur die Moto App und Youtube sowie Youtube Music installiert, der Rest sind die normalem Android Systemapps. Bloatware gibt es also bei Moto G10 und G30 erfreulicherweise nicht.

My UX ist dabei sehr nah am normalen Android, wer bereits mit einem Android Handy gearbeitet hat, wir sich auch auf den neuen Motorola Modellen schnell zurecht finden. Größere Umstellungen sind für Android Nutzer damit also nicht notwendig, auch wer von einer älteren Android Version auf die Android 11 Version von Moto G10 und G30 umsteigt, wird keine Probleme haben.

Beide Modelle haben dazu ein IP52 Rating bei der Schutzklasse. Das bedeutet zwar keinen kompletten Wasserschutz, aber zumindest ein wasserabweisendes Design. Wie weit das geht, haben wir nicht getestet, weil wir die Modelle auch wieder abgeben mussten.

Kein schnelles Laden beim Moto G10

Bei Modelle bieten einen vergleichsweise großen Akku mit 5.000mAh und damit ausreichend Leistung für mehrere Tage der Nutzung. Beim Laden hat Motorola aber leider etwas gespart. Das Moto G30 biete zwar schnelles Laden mit bis zu 15 Watt, beim Moto G10 gibt es diese Technik aber leider nicht. Der Akku hält daher zwar lange durch, ist aber auch recht lange wieder aufzuladen und die Geräte sollten schon die Nacht am Ladegerät verbringen, damit der Akku wieder voll ist. Das schnellere Laden ist dabei ein echter Argument für die G30 Version – mittlerweile ist man gar nicht mehr gewohnt, dass der Akku so langsam lädt.

Unser Fazit zum Moto G10 und G30

Motorola hat wieder viel Technik in die Modelle gepackt und bietet damit solide Modelle für vergleichsweise wenig Geld an. Im Vergleich zwischen den beiden Geräten hätten wir uns für das Moto G10 einen etwas schnellere Prozessor und vor allem Schnellladen für den Akku gewünscht. Der Aufpreis für das Moto G30 lohnt sich daher an der Stelle wirklich, weil man im tagtäglichen Einsatz dafür wirkliche Vorteile bekomme. Im Zweifel würden wird uns daher für das Moto G30 entscheiden.

Die technischen Daten im Vergleich

 Motorola Moto G10Motorola Moto G30
Software:
(bei Erscheinen)
Android 11.0
Display:6,50 Zoll
720 × 1.600, 270 ppi
Bedienung:Touch, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner
SoC:Qualcomm Snapdragon 460
4 × Kryo 240 Gold, 1,80 GHz
4 × Kryo 240 Silver, 1,80 GHz
11 nm, 64-Bit
Qualcomm Snapdragon 662
4 × Kryo 260 Gold, 2,00 GHz
4 × Kryo 260 Silver, 1,80 GHz
11 nm, 64-Bit
GPU:Adreno 610
RAM:4.096 MB
LPDDR4X
4.096 MB
LPDDR4X
Variante
6.144 MB
LPDDR4X
Speicher:64 GB (erweiterbar)128 GB (erweiterbar)
1. Kamera:48,0 MP
LED, AF
64,0 MP
LED, AF
2. Kamera:8 MP (ƒ/2,2, 1,12 µm) | 118°-Ultra-Weitwinkel
3. Kamera:2 MP (ƒ/2,4, 1,75 µm) | Makro-Vision-Kamera
4. Kamera:2 MP (ƒ/2,4, 1,75 µm) | Tiefensensor
1. Frontkamera:13,0 MP
Display-Blitz
GSM:GPRS + EDGE
UMTS:HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE:Advanced
5G:Nein
Weitere Standards:USB Typ C
SIM-Karte:Nano-SIM, Dual-SIM
Akku:5.000 mAh
fest verbaut
Größe (B×H×T):76,0 × 165,0 × 9,00 mm
Gewicht:180 g200 g
Preis:149,99 €179,99 € / 189,99 €

realme 7 5G – Update nicht nur in Sachen 5G

realme 7 5G – Update nicht nur in Sachen 5G – realme hat die normalen realme 7 und auch das Reale 7 pro (hier unser Test zum realme 7 pro) bereits vorgestellt. Nun gibt es noch ein Update, denn das Unternehmen bietet mittlerweile auch eine 5G Version des normalen realme 7 an. Die Geräte punkten damit vor allem über den Preis. Das realme 7 5G ist für unter 250 Euro zu haben und damit eines der günstigsten 5G Smartphones, die man derzeit auf dem deutschen Markt bekommen kann. Daher lohnt sich ein Blick, was man für dieses Geld bekommt und auch, auf was man beim realme 7 5G verzichten muss.

Die Highlights der neuen Modelle:

  • der Bildschirm hat eine Bildwiederholungsrate von 120Hz (ist allerdings ein LCD Bildschirm) – damit nutzt das realme 7 5G ein Feature aus der Oberklasse im Einsteigerbereich
  • verbaut ist eine Quadkamera mit einem 48MP Hauptsensor, das ist in dieser Preisklasse eher selten
  • der Sensor für die Fingerabdrücke findet sich seitlich am Display und nicht mehr auf der Rückseite
  • die Aufladung des Akku erfolgt mit 30 Watt und damit sehr schnell, der Akku ist mit 5.000mAh auch vergleichsweise groß

Das Design und die Verarbeitung beim realme 7 5G

Bei Design setzt realme auf jeden Fall auf bekannte Werte. Wie beim Vorgänger gibt es ein Display mit Punch.-Hole. In diesem Jahr arbeitet aber nur eine normalen Selfiekamera mit einem Objektiv auf der Vorderseite. Die Öffnung fällt daher auch kleiner aus. Auf der Rückseite ist es umgekehrt. Das realme 7 5G hat ein rechteckiges Kameramodul, das deutlich breiter ausfällt als im Vorjahr. Unterschiede zum normalen realme 7 gibt es nicht, äußerlich erkennt also niemand, welche Version man nutzt.

Das unterschiedliche Finish auf der Rückseite ist auf jeden Fall ein Hingucker und hebt die Modelle von vielen anderen Geräten auf dem Markt ab. Mit sehr einfachen Mitteln hat realme hier wirklich interessante Effekte geschaffen. Ansonsten ist die Rückseite sehr aufgeräumt, der Fingerabdruck Sensor ist beispielsweise im Power-Button verbaut und braucht daher keinen Platz auf der Rückseite. Leider ist die Rückseite aus Kunststoff gefertigt und nicht aus Glas. Das fühlt sich nicht so wertig an wie bei den Topmodellen, aber dafür liegt auch der Preis deutlich niedriger und die Modelle sind etwas leichter.

Wirklich positiv ist der Fingerabdruck-Sensor. Man sieht bereits, dass dieser nicht auf der Rückseite verbaut ist und stattdessen findet man den Sensor im Power-Button an der Seite. Beim realme 7 pro wurde er sogar im Display verbaut, dafür hat es in der normalen Version allerdings nicht gereicht.

5G beim realme 7 5G

Der 5G Empfang ist natürlich das Highlight der neuen Geräte. Man kann damit sehr günstig in den 5G Bereich einsteigen, wobei man neben dem passenden Netzausbau vor Ort natürlich auch noch einen 5G Handytarif braucht (der meistens auch etwas teurer ist). Einschränkung bei der 5G Nutzung gibt es aber nicht. Die realme 7 5G unterstützen die Bänder n1/n3/n5/n7/n8/n20/n28/n38/n40/n41/n77/n78. Die in Deutschland wichtigen Bänder n1, n28 n77 und n78 werden damit komplett unterstützt und man kann die Modelle für alle Netze und mit allen 5G Tarifen nutzen. Im Test hatten wir auch keine Probleme mit 5G, die Geräte haben sich klaglos eingewählt, die Geschwindigkeiten waren aber eher mau – das lag aber nicht am realme 7, sondern am Netzausbau vor Ort.

Für die 5G Nutzung steht ein hybrider Simkarten-Schacht zur Verfügung. Dort kann man 2 Simkarten oder einen Sim und eine Speicherweiterung nutzen. eSIM wird leider nicht unterstützt, NFC ist aber mit an Bord.

Speed und Performance beim realme 7 5G

Für die Power im realme 7 5G sorgt der neue Mediatek Dimensity 800U Prozessor und dieser bringt nicht nur 5G Unterstützung mit, sondern auch richtig viel Leistung. Die Bedienung ist nicht nur flüssig, sondern richtig schnell und auch größere Apps bringen kaum Verzögerungen. Im Geekbench Leistungstest schneiden die Modelle auch richtig gut ab und liegen teilweise sogar besser als das realme 7 pro. Konkurrenten bei der Leistung sind beispielsweise die teureren Huawei P40 lite oder das Mi 10 lite von Xiaomi oder beispielsweise auch das OnePlus Nord. Spitzenleistungen wie bei den Topmodellen sollte man aber natürlich dennoch nicht erwarten – trotzdem kann das realme 7 5G in Sachen Power punkten.

Die Kamera

realme setzt auch beim realme 7 5G wieder auf einen Hauptkamera mit 4fachen Objektiv. Der Hauptsensor hat 48MP, dazu gibt es ein Weitwinkel-Objektiv mit 8MP und 2 weitere Sensor mit 2MP. Letztere kann man wie bei den anderen realme 7 Modellen auch ignorieren.

Die Aufnahmen selbst sind gut und haben keine größeren Schwächen, bei wenig Licht schaltet sich aber die AI schnell zu und dann kommt es zum Verrauschen. Für den Preisbereich ist die Kamera aber absolut okay und auch die Frontkamera liefert ordentlich ab.

realme UI als Betriebssystem

Für die Benutzeroberfläche setzt realme auf die eigene realme UI, die mit Android 10 kommt (Android 11 wird leider nicht angeboten). Die Oberfläche wirkt etwas aufgeräumter und reduzierter als normales Android, die bekannten Funktionen sind aber alle vorhanden. Bloatware gibt es erfreulicherweise wenig – Facebook, WPS Office und Game Space sind aber vorinstalliert. Unterschiede bemerkt man aber beispielsweise bei der Kamera-App. realme hat hier direkt eine Texterkennung und einen Super-Makro Modus mit eingebaut. Die gibt es in der originalen Kamera-App von Android so nicht.

Und Test-Fazit zum realme 7 5G

Das realme 7 pro bietet alles in allem ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und wer aktuell ein 5G Smartphone sucht, wird kaum ein bessere Modell zu einem vergleichbaren Preis finden. Stärken sind neben 5G auf jeden Fall der starke Prozessor und auch die gute Laufzeit mit schnellem Laden. Das gibt es so in diesem Preisbereich selten.

Kritik gibt es für das Display. Die Helligkeit kann mit AMOLED Bildschirmen nicht mithalten und daher wirken die Farben vergleichsweise blass und reduziert. Ansonsten gibt es aber kaum etwas zu kritisieren an den Geräten.

Das Datenblatt des realme 7 5G

Testbericht: Gigaset GS4 – viele individuelle Features

Testbericht: Gigaset GS4 – viele individuelle Features – Gigaset hat im November gleich zwei neue Modelle auf den Markt gebracht: Gigaset GS3 und GS4. Die teuere Version ist dabei das GS4 und dieses Modell ist auch wieder Made in Germany. Dieses Modell hatten wir auch im test um zu prüfen, wie gut sich die neue Version im Vergleich zu den Vorgängern und zur Konkurrenz schlägt.

Gigaset hat mit den neuen GS3 und GS4 einiges anders gemacht. Der Name wurde geändert und ist nun kürzer und prägnanter, im Vergleich zum Gigaset GS290 ist aber vor allem der Preis niedriger ausgefallen. Das Gigaset GS4, das wir hier testen, kostet nur noch 229 Euro und ist damit nochmal 20 Euro billiger als die bisherigen GS290 Modelle.

Design und Verarbeitung des Gigaset GS4

Beim Design setzt Gigaset auf ein relativ schlichtes Äußeres. Es gibt wenige Effekt auf der Rückseite und auch die Vorderseite ist Sachlich gehalten. Dafür setzt das Unternehmen mit den Buttons interessante Akzente. Sowohl Schriftzug, Powerbutton als auch der Rand für den Fingerabdruck-Sensor auf der Rückseite sind in einem Rot-Gold Ton gehalten und haben daher einen sehr edlen Effekt, vor allem beim schwarzen Gerät.

Die Rückseite lässt sich dazu auf Wunsch (gegen 15 Euro Aufpreis) bei der Bestellung mit einem eigenen Bild gravieren. Bei unserer Testversion war das leider noch nicht machbar, daher können wir zur Qualität in dem Fall nichts schreiben.

Dazu gibt es kein abgesetztes Kamera-Modul. Die Kameras sind direkt im Gehäuse integriert und stehen auch nicht hervor. Es gibt also keinen Kamera-Buckel auf der Rückseite. Das ist ein interessantes Merkmal, das man so derzeit nur bei wenigen aktuellen Smartphones findet.

Die Rückseite des Gigaset GS 4 (schwarz) mit abgesetzten Buttons

Die Vorderseite nutzt ein Notch-Design, das man mittlerweile vor vielen anderen Geräten her kennt. Das ist okay, wirkt aber nicht mehr unbedingt absolut fortschrittlich, bei anderen Modellen findet man hier inzwischen auch bereits Punch-Hole Display ohne Notch und dafür mit einer Öffnung. Das ist aber bis zu einem gewissen Punkt auch Geschmackssache.

Wechselbarer Akku

Die Akkulaufzeit ist entspricht den Angaben und ist entsprechend lang.. Wir mussten es im Test nicht ein einziges Mal nachladen, weil der Akku zu leer geworden wäre. Letztendlich kam das Gerät nur ans Netz, weil wir das Laden und vor allem das kabellose Nachladen prüfen wollte. Dieses wird immerhin mit 15 Watt unterstützt und sorgt dafür, dass auch wieder recht schnell neue Energie in den Akku kommt.

Nicht mehr alltäglich: das Gigaset GS4 bietet einen wechselbaren Akku. Man kann als Kunden die Rückseite abnehmen und einen neuen Akku nutzen, wenn der alte Akku keine Leistung mehr bringen sollte. Dazu kann man den inneren Teil der Rückseite am rechten unteren Ende anheben und dann vorsichtig lösen. Das gibt es so kaum noch bei anderen Modelle und es wurde dazu eine Lösung gefunden, wie man die Rückseite stabil verbauen und dennoch wechselbar machen kann.

Betriebssystem und Leistung beim Gigaset GS4

Wie üblich bei Gigaset und sehr positiv: die Geräte kommen mit einem sauberen Android ohne Bloatware. Es gibt also nur die üblichen Android Apps und keine weiteren Anwendungen, die man wahrscheinlich ohnehin nicht brauchen würde. Man kann daher mit dem Gigaset GS4 starten, ohne erst aufräumen zu müssen.

Die Leistung im Leistungstest ist solide, aber erwartungsgemäß gibt es keine Höchstleistungen. Das ist für den Preis aber auch gar nicht zu erwarten. Im normalen Einsatz reagiert das GS4 aber schnell und ohne Verzögerungen, auch die Apps starten schnell – für den normalen Einsatz ist der Prozessor also absolut ausreichend dimensioniert. Im Test rangiert das Modell etwas unter dem Niveau eines Galaxy A51 und ist damit absolut konkurrenzfähig.

Gigaset GS4 Score bei Geekbench

Beim Display gibt es einen 6,3 Zoll Bildschirm mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln. Es kommt ein LCD Display zum Einsatz, 90 oder 120Hz Technik gibt es nicht. Die Auflösung ist allgemein recht scharf und schnell, viel zu meckern gibt es nicht. Oberhalb des Display ist eine Status LED verbaut. Benachrichtigungen werden so auch optisch angezeigt, das ist auch nur noch bei wenigen Modellen zu finden.

Die verbaute 3fach Kamera ist solide, man sollte aber keine Höchstleistungen erwarten. Vor allem bei schlechteren Lichtverhältnissen kommt die Kamera schnell an ihre Grenzen. Andere Hersteller haben in diesem Preisbereich bereits deutlich bessere Kamerasysteme verbaut, allerdings greifen Kamerafans wohl ohnehin zu den teureren Modellen.

Made in Germany

Im Gegensatz zum G3 ist das G4 wieder „Made in Germany“ und wird von Gigaset im Werk im nordrhein-westfälischen Bocholt designt und produziert. Das Unternehmen ist damit weiterhin der einzige Hersteller im Smartphone Bereich, der auf deutsche Produktion setzt. Die Fertigung erfolgt komplett in Deutschland und auch die Zulieferer sitzen vielfach in Deutschland, wenn es um die Verpackung usw. geht.

Unser Test-Fazit zum Gigaset GS4

Das Gigaset GS4 ist eine interessante Weiterenwicklung des Gigaset Konzeptes bei den Smartphones und bietet solide Technik in einem vergleichsweise günstigen Preisbereich. Das Unternehmen punkte neben dem „Made in Germany“- Ansatz vor allem durch den wechselbaren Akku und die individualisierbare Rückseite. Das sind Features, die man so bei anderen Smartphones kaum findet. Vor allem Fans von wechselbaren Akkus finden hier endlich wieder eine Alternative.

Die technischen Daten des Gigaset GS4 im Überblick

  • Display 16,00 cm (6,30 Zoll) IPS Auflösung: 1 080 x 2 340 Pixel (409 ppi)
  • Betriebssystem Android 10
  • CPU MediaTek, Octa-Core (64 Bit) mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher (Erweiterbar durch microSD-Card um bis zu 512 GB)
  • Verbindungen: EDGE, HSPA+ (42,00 MBit/s), LTE, WLAN, Bluetooth
  • Mobilfunk (MHz) GSM 850, 900, 1800, 1900 UMTS 900, 2100 LTE 800, 850, 900, 1800, 2100, 2600
  • SIM-Kartentyp: Nano-SIM
  • Hauptkamera Triple-Kamera: 13,0 Megapixel + 5,0 Megapixel + 2,0 Megapixel
  • Front-Kamera 8,0 Megapixel
  • Akku: 4300mAh, Standby 240 Stunden (UMTS) Nutzung 25 Stunden (UMTS)
  • Abmessungen 157,0 mm x 75,0 mm x 9,8 mm
  • Gewicht 206,0 g

Testbericht: realme 7 pro – richtig viel Leistung für 300 Euro

Testbericht: realme 7 pro – richtig viel Leistung für 300 Euro – realme hat mit dem realme 7 und dem 7 pro Nachfolger für die sehr erfolgreiche realme 6 Reihe auf den Markt gebracht. Wir hatten ein realme 7 pro zum Testen und konnten daher schauen, ob die neuen Smartphones an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen können.

Das Design und die Verarbeitung beim realme 7 pro

Bei Design setzt realme auf jeden Fall auf bekannte Werte. Wie beim Vorgänger gibt es ein Display mit Punch.-Hole. In diesem Jahr arbeitet aber nur eine normalen Selfiekamera mit einem Objektiv auf der Vorderseite. Die Öffnung fällt daher auch kleiner aus. Auf der Rückseite ist es umgekehrt. Das realme 7 pro hat nun ein rechteckiges Kameramodul, das deutlich breiter ausfällt als im Vorjahr.

Das unterschiedliche Finish auf der Rückseite ist auf jeden Fall ein Hingucker und hebt die Modelle von vielen anderen Geräten auf dem Markt ab. Mit sehr einfachen Mitteln hat realme hier wirklich interessante Effekte geschaffen. Ansonsten ist die Rückseite sehr aufgeräumt, der Fingerabdruck Sensor ist beispielsweise im Display verbaut und braucht daher keine Platz auf der Rückseite. Leider ist die Rückseite aus Kunststoff gefertigt und nicht aus Glas. Das fühlt sich nicht so wertig an wie bei den Topmodellen, aber dafür liegt auch der Preis deutlich niedriger und die Modelle sind etwas leichter.

Wirklich positiv ist der Fingerabdruck-Sensor. Man sieht bereits, dass dieser nicht auf der Rückseite verbaut ist und stattdessen findet man den Sensor im Display. Das realme 7 pro ist damit eines der günstigsten Modelle, die man mit dieser Technik bekommen kann. Der Sensor reagiert auch recht schnell, kann aber beim Speed nicht ganz mit den Topmodellen mithalten. Dennoch findet man hier ein Oberklasse-Feature in einem Mittelklasse-Modell.

Display und Prozessor

Das Display hat wie im Vorjahr eine Auflösung von2.400 x 1.080 Pixel und eine Größe von 6,4 Zoll (etwas kleiner als im Vorjahr). Etwas merkwürdig: beim normalen realme 7 gibt es ein 90Hz Display, beim realme 7 pro sind es nur 60Hz. Dafür bekommt man AMOLED Technik. realme hatte im Vorfeld die Fans gefragt, was ihnen wichtiger ist und daher hat man sich für dieses Setup entschieden. Im Einsatz merkt man die 60Hz kaum, das Scrolling ist im Vergleich etwas ruckeliger, aber das fällt an sich nur auf, wenn man wirklich zwei unterschiedliche Modelle zum Vergleich hat. Kritik gibt es wenig: die Farbdarstellung ist sehr gut und die Auflösung scharf.

Für die Leistung sorgt der Snapdragon 720G Prozessor. Dieser bietet gute Leistungen, aber keine Höchstwerte. Auch 5G wird nicht unterstützt. Im Performance-Vergleich schlagen sich die realme 7 pro solide, allerdings gibt es zu diesem Preis auch bereits Hersteller mit mehr Leistung. Dafür muss man dann aber auf andere Punkte verzichten. Das realme 7 pro bietet also nicht die höchste Performance in diesem Preisbereich, aber dafür insgesamt ein starkes Paket.

Für die Nutzung der Modelle reichen 4G Simkarten und man kann zwei Handykarten nebeneinander betreiben. Dazu gibt es auch noch eine Erweiterung des Speichers. eSIM wird leider nicht unterstützt, man braucht beim realme 7 pro also immer normale Plastik-Simkarten.

Kamerasetup – guter Hauptsensor, Schwächen bei den anderen Objektiven

Den Sony IMX 682 Sensor mit 64 Megapixeln Auflösung kennt man bereits aus anderen Modellen und auch im realme 7 pro macht er einen guten Job. Die Objektive sind dabei wie folgt aufgestellt:

  • Hauptkamera: 64 MP Sony IMX 682, f/1.8, 26mm (wide), 1/1.73″, 0.8µm, PDAF
  • Ultraweitwinkel: 8MP Hynix HK846, f/2.3
  • Makro: 2MP OmniVision OV02B, f/2.4
  • Bokeh: 2MP GalaxyCore GC02K0

Dazu gibt es es eine Selfie-Kamera mit 32 Megapixeln. Die Telekamera vom Vorgänger wurde leider nicht übernommen.

Insgesamt gibt es bei der Kamera dabei wenig zu meckern. Die normalen Aufnahmen sind scharf, haben auch bei wenig Licht kaum Probleme und die Farben sehen im normalen Modus durchaus natürlich aus. Die Frontkamera hat dagegen einige Probleme mit den Farben und schwankt häufig zwischen zu viel und zu wenig Dynamik im Bild. Das Ultraweitwinkel-Objektiv hat auch Schwächen, vor allem die niedrige Auflösung von 8MP macht sich immer wieder bemerkbar. Wer schöne Aufnahmen für die Wohnung machen will, kommt bald an die Pixelgrenze.

Aufladung mit satten 65 Watt

Das realme 7 pro bringt einen 4.500mAh Akku mit. Damit fällt der Akku im Pro-Modell etwas kleiner aus als im normalen Modelle (5.000mAh), aber dafür kann das Pro mit 65 Watt laden. Oneplus hat das beim neuen OnePlus 8T mit vergleichbarer Technik hinbekommen: der Akku wird in zwei Teile aufgesplittet und diese kann man dann mit jeweils etwas mehr als 30 Watt laden. So ist das Handy schnell voll, ohne das der Akku oder die Akkus zu stark belastet werden. Das OnePlus 8T ist aber doppelt so teuer – realme bringt also hier Premium-Aufladen in einen Preisbereich unter 300 Euro.

In der Praxis funktioniert die Aufladung dabei wirklich gut. Nur wenige Minuten am Ladegerät bringen gleich um die 10 Prozent neue Akkuladung und voll ist der Akku in etwa mehr als einer halben Stunde. Das passt auch zu den Herstellerangaben.

realme UI als Betriebssystem

Für die Benutzeroberfläche setzt realme auf die eigene realme UI, die mit Android 10 kommt (Android 11 wird leider nicht angeboten). Die Oberfläche wirkt etwas aufgeräumter und reduzierter als normales Android, die bekannten Funktionen sind aber alle vorhanden. Bloatware gibt es erfreulicherweise nicht. Unterschiede bemerkt man aber beispielsweise bei der Kamera-App. realme hat hier direkt eine Texterkennung und einen Super-Makro Modus mit eingebaut. Die gibt es in der originalen Kamera-App von Android so nicht.

Unser Fazit zum realme 7 pro

Das realme 7 pro ist eine guter Fortsetzung der 6er Reihe, wobei die Weiterentwicklung doch vergleichsweise gering ausfällt. Ein Wechsel vom 6er auf die 7er Generation lohnt sich daher nicht wirklich. Insgesamt hat realme wieder sehr viel Technik und einige Premium-Features in die Geräte gepackt und vor allem das 65 Watt Aufladen und der Sensor für die Fingerabdrücke im Display sind Highlights in diesem Preisbereich. Wer also nach einem Handy für um die 300 Euro sucht, kann mit dem realme 7 pro wenig falsch machen. Etwas schade ist das fehlende 5G. Das hätte die Geräte auf jeden Fall noch deutlicher zukunftsfähig gemacht.

Die technischen Daten des realme 7 pro

Abmessungen:160,9 x 74,3 x 8,7 mm
Gewicht:182 g
Akkukapazität:4500 mAh
Display-Größe:6,4 Zoll
Display-Technologie:AMOLED
Bildschirm:2400 x 1080 Pixel (411 ppi)
Kamera vorne:32 Megapixel
Kamera hinten:64 Megapixel
Android-Version:10
Simkarte:NanoSIM, keine eSIM
RAM:8 GB
Interner Speicher:128 GB
Wechselspeicher:microSD
Konnektivität:LTE, NFC, Bluetooth

OnePlus 8T im ersten Test – das kann die neue T-Klasse

OnePlus 8T im ersten Test – das kann die neue T-Klasse – OnePlus hat wieder ein T-Modell vorgestellt und bietet damit vor Weihnachten ein Update für die normalen OnePlus 8 Modelle. Es gibt aber auch einige Abweichungen zum vergangenen Jahr, denn ein Pro-Modell gibt es in diesem Jahr nicht. OnePlus bietet als von der T-Serie 2020 nur ein Modell an und zwar das OnePlus 8T. Auch eine Sonderedition (wie die McLaren Editionen im letzten Jahr) gibt es leider nicht. Dabei wurde beim neuen OnePlus 8T vor allem das Design verändert, aber auch bei der Technik der neuen Modelle gibt es einige Updates.

UPDATE: Das neue Modell ist ab sofort auch offiziell im Handel und kann daher bei den bekannten Händlern oder auch direkt bei OnePlus erworben werden.

Spannend ist dabei vor allem wieder der Preis. Die Modelle kosten in der günstigsten Version 599 Euro. Das ist zwar kein wirklich billiges Smartphone mehr, aber doch noch weit entfernt von den Kosten anderer Topmodelle und dennoch hat OnePlus wieder richtig viel Technik in die neuen OnePlus 8T gepackt.

Die Unterschiede zwischen dem OnePlus 7T und dem OnePlus 8T

Design und Verarbeitung des OnePlus 8T

Die Geräte sind wie gewohnt top verarbeitet und fühlen sich auch entsprechend wertig an. Die Rückseite ist beim OnePlus 8T diesmal matt ausgefallen und das Kameramodul sitzt nicht mehr mittig. Stattdessen gibt es einen rechteckigen Kamera-Bereich in der linken oberen Ecke. Das kennt man bereits von anderen Anbietern und scheint derzeit Trend zu sein.

Die Geräte sind genau so groß wie beispielsweise die OnePlus 7T Modelle aus dem letzten Jahr. Das Display ist aber nun flach und daher wirkt der Bildschirm im direkten Vergleich etwas kleiner, weil er eben nicht mehr um die Kanten herum reicht. Auch die Ränder fallen mehr auf – bei curved Displays ist einfach der Rand nicht ganz so deutlich auf der Vorderseite zu sehen. Das fällt aber nur dann wirklich auf, wenn man die Geräte nebeneinander hält und ist der Preis, den man für ein flaches Display ohne abgerundete Kanten zahlen muss. Fans von Flat-Display wird das sicher nicht stören.

Abrundungen gibt es dagegen weiterhin auf der Rückseite. Auf diese Weise liegen die Smartphones besser in der Hand und man kann sie trotz der Größe immer noch gut greifen. Das OnePlus 8T setzt also nur auf ein halbes Flat-Design: das Display ist flach, die Rückseite hat abgerundete Kanten.

Das Display ist auch wieder ein Highlight und bietet satte Farben und durch die 120Hz Technik wieder ein angenehmes Scrollen. Die Geräte unterstützen auch wieder ein Always-On Display, das sich unterschiedlich konfigurieren lässt. Zukünftig soll auch noch ein Canvas Modus für dieses Display kommen, bei dem stilisiert das Hintergrundbild zu erkennen ist. Bis zum Test war diese Funktion aber noch nicht implementiert.

Die Kamera und die Qualität der Bilder

Das OnePlus 8T setzt wieder auf den bekannten Sony IMX586 Sensor, bietet 5 Objektive und macht alles in allem sehr gute Bilder. Im Vergleich kommt die Kamera aber nicht mit dem OnePlus 8 pro mit, hier macht sich der bessere Sensor in den Pro-Modellen dann doch bemerkbar. Die 4 Objektive sind an sich auch nur 3,5 Objektive, denn der Monochrome Sensor arbeitet nur zusammen mit der Hauptkamera und kann keine eigenen Aufnahmen machen.

Insgesamt gibt es aber am Kamerapaket wenig zu meckern. Die Bilder und auch Videos fallen seh gut aus, auch bei wenig Licht gibt es gute Aufnahmen und Nachtaufnahem sind mittlerweile automatisch möglich. ei den Videos hat OnePlus eine Bokeh Funktion eingebaut, die automatisch den Hintergrund weich zeichnet. Das funktioniert auch sehr gut und bietet interessante neue Möglichkeiten.

Aufladung

Bei der Aufladung geht OnePlus einen interessanten neuen Weg. Die Geräte bieten WarpCharge 65 und damit Aufladen mit 65 Watt. Dazu wurde der Akku in zwei Teile aufgeteilt, so dass zwei Akkus gleichzeitig geladen werden können. Auf diese Weise ist eine hohe Aufladegeschwindigkeit möglich, ohne die Geräte und den Akku zu stark zu belasten.

In der Praxis ist das auch wirklich sehr angenehm. Die Geräte laden richtig schnell und man kann auch in wenigen Minuten nochmal 10 oder 15 Prozent Akku nachladen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn man das Aufladen vergessen hat und nochmal schnell etwas Akku zulegen will. OnePlus selbst spricht davon, dass der Akku in nur 39 Minuten voll geladen ist.

Nicht über all Spitzentechnik

Im Vergleich zu OnePlus 8 pro muss man leider aber auch einige Abstriche machen. So gibt s für die OnePlus 8T Modelle kein drahtloses Laden und der Speicher lässt sich auch nicht erweitern. Auch bei der Kamera muss man im Vergleich zum Oneplus 8 pro einige Abstriche machen, aber ansonsten fällt die Listen mit Kritikpunkten erfreulich kurz aus.

Unser Test-Fazit zum Oneplus 8T

Oneplus hat die Oneplus 8 Modelle mit einem soliden Update versorgt und bietet nun auch für Fans von flachen Displays einen gute Alternative an. Vor allem das Design wurde aufgebessert und auch das neue Schnellladen ist eine sinnvolle Verbesserung. Dazu gibt es natürlich auch wieder 5G, so dass sich ein Wechsel von den älteren Modellen wirklich lohnen kann und der Preis ist nach wie vor ein Pluspunkt für OnePlus, denn das Gesamtpaket findet man sonst zu diesem Preis bei keinem anderen Anbieter.

Der Marktstart für die neuen Geräte soll der 20. Oktober sein.

Die technischen Daten der neuen Modelle

  • Display: 6,55 Zoll, OLED mit 120 Hz, 1.080 x 2.400 Pixel, Seitenverhältnis 20:9
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 865 5G bis 2,84 GHz
  • RAM/Speicher: 8/ 12 GB LPDDR4 ; 128/256 GB UFS 3.1
  • Betriebssystem: Android 11 mit OxygenOS 11
  • Kameras (Rückseite):
    • Hauptkamera: 48 Megapixel, Blende F/1,7, OIS/EIS
    • Ultraweitwinkel: 16 Megapixel, Blende F/2,2, 123 Grad
    • Makrooptik: 5 Megapixel
    • Monochrom Sensor: 2 Megapixel
  • Frontkamera: 16 Megapixel
  • Video: 4K 30/60 fps, 1080p 240 fps
  • Konnektivität: Bluetooth 5.1, USB-C (3.1), NFC, WiFi 6, Dual-SIM (nano)
  • Akku: 4.500 mAh, Schnellladen mit 65 Watt
  • Größe: 161 x 74 x 8 Millimeter
  • Gewicht: 188 Gramm
  • Fingerabdruck-Sensor: im Display
  • Farben: Aquamarine Green, Lunar Silver

Honor 9A im Test – Budget Smartphone mit Budget Technik

Honor 9A im Test – Budget Smartphone mit Budget Technik – onor verstärkt und erneuert mit dem Honor 9A den eigenen Einsteiger-Bereich und liefert ein Smartphone für 130 Euro. Dafür kann man natürlich nicht viel Technik erwarten, wir haben trotzdem nachgeschaut, was Honor verbaut hat und für wen sich das neuen Honor 9A lohnt – oder auch nicht.

Keine Google Dienste mit an Bord

Ein sehr wichtiger Punkt: Das Honor 9A hat keine Google Services mehr mit vorinstalliert und damit auch keinen Playstore mehr. Das liegt aber weniger an den geringen Kosten für das Modell, sondern am US Embargo gegen Huawei, das auch Honor betrifft. Das Unternehmen darf diese Dienste nicht mehr nutzen und setzt stattdessen auf die neue App Gallery zur Installation von Drittanbieter-Apps. Das klappt für die gängigsten Apps auch ganz gut, aber nach wie vor sind nicht alle Apps aus dem Playstore verfügbar. Dazu muss man dann die sogenannte „App-Suche“ bemühen, mit denen man die APK von weniger bekannten Apps finden und separat installieren kann. Das ist aber dann schon etwas mehr Aufwand als über den Playstore, aber auch nicht wirklich kompliziert.

Design und Verarbeitung beim Honor 9A

Das Notch Design ist okay, wirkt aber durch den eher dicken Rahmen schon leicht veraltet. Auch in dem Preisbereich gibt es mittlerweile Modelle, die mit weniger Rand auskommen. Insgesamt ist das Design aber stimmig und die Verarbeitung gut. Die Smartphones fassen sich gut an und liegen gut in der Hand – die Plastik-Rückseite fällt kaum auf.

Mit 6,3 Zoll Display gehört es mittlerweile schon mit zu den kompakten Modellen. Leider ist die Auflösung eher solide als gut – mit 1.600 x 720 Pixel löst der Bildschirm nicht sehr hoch auf. Das merkt man aber im normalen Einsatz kaum.

Die Farbe spielt dabei nur bei der Rückseite und dem Rahmen eine Rolle. Das Display und der Bildschirmrand sind bei allen Versionen schwarz. Wir hatten im Test die mintgrüne-Version und die Rückseite war richtig schick. Das spiegelnde Finish war dazu recht robust gegenüber Fingerabdrücken. Ein ständiges Nachpolieren war also nicht notwendig (aber dennoch in untegelmäßigen Abständen zu empfehlen).

Blick von unten: Klinke-Anschluss und microUSB-Stecker

Technik und Kamera beim Honor 9A

Beim Akku kann das Honor 9A punkten, denn das Smartphone hat richtig viel Leistung verbaut. Der Akku bietet 5000mAh und das sorgt für lange Laufzeiten. Leider ist kein schnelles Aufladen mit verbaut, so dass man die Geräte lange nutzen kann, aber dann auch lange warten muss, bis der Akku wieder voll ist. Teilweise hat es mehr als drei Stunden gedauert, bis der Akku im Test wieder aufgeladen war.

Im Bereich der Kamera sieht das Modul sehr eindrucksvoll aus und erinnert an die Topmodelle von Huawei und Samsung. Die AI-Dreifach-Kamera kann allerdings bei der Qualität nicht mithalten und liefert solide Aufnahmen, aber keine wirklich überragende Qualität. Bei schlechtem Licht geht die Aufnahmequalität dazu rapide nach unten.

Für die Performance sorgt der MediaTek Helio P22 Achtkern-Prozessor. Das ist sicher okay, aber auch hier wäre nach oben noch Luft gewesen. Im täglichen Einsatz hat man häufiger das Gefühl, dass der Prozessor bereits an seine Grenzen kommt.

Ein besonderer Kritikpunkt: Honor hat beim Honor 9A kein modernes USB C verbaut, sondern einen alten MicroUSB Anschluss. Das wirkt kaum noch zeitgemäß. Nutzer mit alten Kabeln dürfte es freuen, weil sie so diese weiter nutzen können, von einem Handy in 2020 kann man aber auch einen modernen Anschluss erwarten.

Fazit zum Honor 9A im Test

Die Vorteile des Honor 9A

  • großer Akku mit langer Laufzeit
  • gutes Handling und Größe
  • echte Dual-Sim und extra Speichererweiterung
  • 3,5mm Kopfhöreranschluss

Die Nachteile des Honor 9A

  • kein schnelles Laden
  • Micro-USB Anschluss
  • Prozessorleistung eher mäßig
  • keine FullHD Auflösung

Ganz klar, das Honor 9A punktet neben dem Preis mit dem großen Akku, NFC und dem vergleichsweise kompakten Design. Man muss aber vor allem bei der Technik an vielen Stellen Abstriche machen, die bei Geräten für 50 Euro mehr bereits vorhanden sind. Von daher sind die Geräte tatsächlich eher für die preisbewussten Nutzer interessant, die nach Modellen im Preisbereich von 150 bis 200 Euro suchen und die Handys dennoch als Daily Driver nutzen wollen. allerdings ist hier die Konkurrenz groß – wirklich abgrenzen kann sich das Honor 9A in diesem Bereich nicht.