realme GT NEO 2 im Test – mehr als erwartet

rrealme GT NEO 2 im Test – mehr als erwartet – realme hat das realme GT NEO 2 (RMS3370) im November offiziell in den Handel gebracht und wir hatten die Gelegenheit, die Modelle näher unter die Lupe zu nehmen. Preislich liegen die neuen Smartphones bei um die 450 Euro, im Sale bis Ende des Monats sind die neuen Geräte sogar ab 349 Euro zu haben. Dafür bekommt man relativ viel Technik, muss aber auch einige Kompromisse machen. Das Pro- und Kontra haben wir hier im Artikel zusammengefasst.

Das Konzept der realme GT Neo 2

Das realme GT NEO 2 ist als Midrange Smartphone im oberen Bereich der Mittelklasse konzipiert und bietet daher in einigen Bereichen Topmodell-Features, in anderen nicht. So gibt es beispielsweise nicht den Snapdragon 888 Prozessor (der im normalen realme GT zum Einsatz kommt), sondern den etwas darunter angesiedelten Snapdragon 870 5G. Dieser erlaubt auch den Zugriff auf die 5G Netzbereiche, kommt aber an die Performance der Topprozessoren nicht ganz heran. Im ersten Eindruck merkt man das aber nicht, die realme GT NEO 2 reagieren schnell und flüssig. Das gute Display mit 120Hz ist auf jeden Fall ein Pluspunkt der neuen Modelle.

Das Unternehmen schreibt selbst zur Technik:

Unter der besonderen Oberfläche liegt außerdem einer der besten Prozessoren seines Segments:  ein Qualcomm® Snapdragon™ 870 5G. Er verfügt nicht nur über die höchste CPU-Taktfrequenz, sondern auch über den höchsten AnTuTu-Score aller Prozessoren in seiner Preis-/Leistungsklasse. Bekannt ist der Snapdragon 870 5G vor allem für seine ausgereifte und gut ausbalancierte Leistung und liefert konstant ein beeindruckendes und flüssiges Nutzererlebnis im realme GT NEO 2.

Ein Update erhält auch eine weitere GT-eigene Technologie: Der GT Mode 2.0 steigert und optimiert die Gaming Power des realme GT NEO 2, in dem nicht nur die CPU-Leistung sondern auch die Touch-Sampling-Rate deutlich erhöht wird. Darüber hinaus ist das realme GT NEO 2 mit dem ersten 120Hz E4 AMOLED HDR10+ Display ausgestattet, das mit einer Touch-Sampling-Rate von 600 Hz und einer Spitzenhelligkeit von 1300 Nits den Branchenstandard neu definiert.

Das Design punkte wieder mit einer interessanten Oberfläche auf der Rückseite mit Farbverlauf. Unser Testexemplar war die blaue Version – der Farbton ist aber eher dezent gehalten. Interessant: Das Kameramodul ist verspiegelt. Das bietet interessante Effekte beim Anschauen und man sieht dies bei anderen Modellen eher selten. Generell liegt das realme GT NEO 2 hochwertig in der Hand und kann vom Design her durchaus mit den Flaggschiffen der anderen Marken mithalten. Die Vorderseite der neuen Modelle setzt auf ein Punch-Hole Design mit einer Öffnung für die Kamera in der linken oberen Ecke. Besonders Akzente setzt das Unternehmen mit dem Design der Front aber nicht.

Die Verpackung macht ebenfalls einen hochwertigen Eindruck, dazu hat realme ein Ladegerät und eine extra Schutzhülle beigelegt. Vor allem das Ladegerät muss man mittlerweile mit erwähnen, einige andere Anbieter verzichten inzwischend darauf.

Performance und Prozessor im realme GT NEO 2

Für die Power in den neuen Modellen sorgt der Snapdragon 870 SoC. Dieser ist nominell etwas schwächter als der Snapdragon 888 im normalen realme GT. Im Test hat uns aber die Performance positiv überrascht. Man merkt bei der Bedienung und der Nutzung keine wirkliche Unterschiede zwischen den Modellen und auch bei grafikslastingen Spielen und Anwendungen kommt der Snadragon 870 SoC nicht an seine Grenzen. In den Leistungstests bei Antutu und auch bei Geekbench bemerkt man die Unterschiede, im realen Einsatz dagegen nicht.

realme hat bei den Modellen auch eine Dampf-Kühlung mit verbaut. Das mag die guten Resultate erklären, denn die Abwärme bremts damit den Prozessor nur minimal aus.

realme GT NEO 2 – Leistungsdaten auf Top-Niveau

Die Software des GT NEO 2 im Test

Im Bereich Software arbeiten die Smartphones mit Android 11 und damit bekommt man die neuste Android Version direkt mitgeliefert. Dazu läuft realme UI 2 auf den Modellen und die Oberfläche wirkt insgesamt wieder aufgeräumt und klar. Leider installiert realme auch beim realme GT NEO 2 wieder einige Bloatware mit, so finden sich neben den normalen Adroid Apps auch einige weitere Apps vorinstalliert. realme hat es aber mit den zusätzlichen Apps definitiv nicht übertrieben.

Im Gerät selbst sind zwei Simkarten Slots verbaut und diese Unterstützen auch 5G. Leider gibt es aber keine eSIM an Bord. NFC ist aber natürlich mit dabei.

Die Kamera im realme GT NEO 2 Test

Die Hauptkamera auf der Rückseite der Modelle bietet ein Objektiv mit 64MP Auflösung und einer f/1.8 Blende. Daneben gibt es auch einen 8 Megapixeln (f/2.3-Blende) und eine Makro-Kamera mit 2MP und f/2.4-Blende. Letztere ist aber eher Beiwerk, wirklich sinnvolle Funktionen für die Kamera haben wir im Test nicht finden können. Damit bekommt man aber ein etwas besseres Kamerasetup als beim originalen Realme GT. Das realme GT Master Edition bietet im Test aber das bessere Setup.

Die Aufnahmen sind dabei solide, können aber mit den Bildern und Videos der Topmodelle nicht mithalten. Die kamera fasst 4 Pixel zusammen und daher sind maximale Aufnahmen mit 16MP möglich. Die Aufnahmen sind ziemlich farbig und haben eine hohe Dynamik – teilweise wirken sie schon etwas zu stark aufgehübscht und damit nicht mehr natürlich. Fehlt das Licht, bekommt der Sensor schnell Probleme. Die Bilder wirken dann schnell verrauscht, aber das GT NEO 2 bringt einen Nachmodus mit, der genau dafür optimiert ist. Insgesamt wäre aber eine Bildstabilisierung nicht schlecht gewesen, so muss man sich auf die Software verlassen und deren Fähigkeiten, eventuellen Wackler auszugleichen.

Die Frontkamera macht ebenfalls einen eher soliden Job. Die Aufnahmen sind bei gutem Licht auch hier okay, die hohe Dynamik der Hauptkamera fehlt hier aber, stattdessen wirken die Aufnahmen eher etwas flau. Auch hier ist Dunkelheit wieder ein Problem: wenn das Licht schlechter wird, nimmt auch die Qualität der Aufnahmen deutlich ab.

Die Kamera-App selbst reagiert schnell und hat viele Modi, mit denen man die Bilder unterschiedlich belichten lassen kann, auch ein Scanner ist mit an Bord.

Der Portraitmodus des GT Neo 2

Der Akku und die Aufladung des realme GT NEO 2 im Test

realme hat in den neuen Modellen einen großen Akku mit 5.000mAh verbaut der in unserem Test ohne Probleme und auch unter hoher Belastung über den Tag kam. Damit punktet das Gerät auch im internen Vergleich, denn so viel Akku bietet bisher kein anderes Smartphone der GT Serie.

Die Aufladung erfolgt per Kabel mit 65 Watt. Dazu ist der Akku wieder in zwei Zellen aufgeteilt um diese Leistung unterstützen zu können. realme gibt dabei 39 Minuten für eine komplette Aufladung an, im Test konnten wir diese Werte mit dem mitglieferten Netzteil tatsächlich erreichen.

Abzüge gibt es dagegen für das Weglassen der drahtlosen Aufladung. Man kann die Modelle nur per Kabel aufladen und das ist für ein Modell im Preisbereich von 450 Euro dann doch etwas wenig.

Unser Fazit im zum Test des realme GT NEO 2

Das realme GT NEO 2 kann im Test vor allem durch den Akku, das Display und die Kamera punkten. Man bekommt hier Premium-Qualität (bei der Kamera nicht ganz) zu einem moderaten Preis. Leider muss man aber auch Abstriche machen. Das betrifft vor allem das drahtlose Aufladen aber auch die fehlende IP Zertifizierung. In dem Preisbereich gibt es starke Kpnkurrenz und für 50 Euro weniger bekommt man bei anderen Modellen durchaus vergleichbar technische Werte. Wahrscheinlich sinken die Preise des GT Neo 2 aber recht schnell und dann ist das Smartphone eine echte Alternative.

Die Preise des realme GT NEO 2

realme GT NEO 2 (8GB + 128GB)NEO Grün, NEO Schwarz, NEO BlauEarly Bird: 369,99 € (16. bis 29.11.2021)Regulär (UVP): 449,99 €Unter anderem bei Amazon, realme, Expert, Otto, Conrad, Notebooksbilliger, Cyberport, Aldi Talk, Galaxus, Expert, MediaMarkt
realme GT NEO 2 (12GB + 256GB)NEO Grün, NEO Schwarz, NEO BlauEarly Bird: 449,99 € (16. bis 29.11.2021)Regulär (UVP): 549,99 €Unter anderem bei Amazon, realme, Expert, Otto, Conrad, Notebooksbilliger, Cyberport, Aldi Talk, Galaxus, Expert, MediaMarkt

Gigaset GS5 im Testbericht – was kann das Smartphone „made in Germany“?

Gigaset GS5 im Testbericht – was kann das Smartphone „made in Germany“? – Das Gigaset GS4 kam bei den Kunden sehr gut an und daher bringt das Unternehmen relativ schnell und noch vor Weihnachten einen Nachfolger, der in einigen Bereichen deutlich überarbeitet wurde. Im Vergleich zu anderen Herstellern punktet Gigaset wieder mit bekannten Stärken. Die Fertigung der Modelle erfolgt im nordrhein-westfälischen Bocholt, daher wirbt das Unternehmen mit der Bezeichnung „Made in Germany“.

Das Unternehmen schreibt selbst zum neuen Modell:

Ein scharfes und helles Display, kabelloses Laden, NFC, ein starker, austauschbarer Akku und dann noch hergestellt in Deutschland – die Medien waren sich einig: Von der CHIP bis zur Welt, von der Computer Bild bis zum SAT.1-Frühstücksfernsehen bekam das im letzten Jahr vorgestellte Gigaset GS4 viel Anerkennung. Nun ist mit dem GS5 das 2021er Modell da. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. „Die Messlatte für das GS5 hing hoch“, so Jörg Wissing, Senior Product & Business Development Manager bei Gigaset. „Das GS4 war ein Volltreffer. Deshalb haben wir alles Gute beibehalten und konsequent weiterentwickelt. Vor allem auf das neue Kamerasystem sind wir stolz.“

Mit 299 Euro ist das Gigaset GS5 dabei eher im Bereich der Mittelklasse-Modelle angesiedelt und wir haben getestet, was man für diese Geld alles bekommt.

Design, Display und Rückseite beim Gigaset GS5

Das Konzept der austauschbaren Rückseite kennt man bereits vom Gigaset GS4. Man kann wie bei älteren Modellen die Rückseite entfernen und den Akku austauschen. Auch die Simkarten werden darüber eingelegt, einen separate Slot dafür gibt es nicht. Das Konzept bemerkt man direkt beim Öffnen der Verpackung, denn das Gigaset GS5 fühlt sich recht leicht an. Das liegt vor allem daran, dass man den Akku erst einsetzen muss. Das kennt man von aktuellen Geräten gar nicht mehr. Die Rückseite selbst lässt sich eher schwer öffnen. Gigaset schreibt in der Anleitung, dass man dazu per Fingernagel einen kleine Aussparung links unten Anheben soll. Wir haben nach einige Versuchen dann doch lieber einen kleinen Schraubenzieher genommen, weil die Gefahr eines abgebrochenen Fingernagels recht groß war. Die Rückseite sitzt also recht fest – das hat dann natürlich auch den Vorteil, dass man kaum etwas davon merkt, wenn sie wieder geschlossen ist.

Gigaset GS5 mit abnehmbarer Rückseite und wechselbarem Akku

Ebenfalls recht ungewöhnlich: Gigaset legt eine ausgedruckte Anleitung bei. Diese ist war nicht sehr umfangreich, erklärt aber beispielsweise die Inbetriebnahme der Modelle und das Öffnen der Rückseite. So etwas lösen viele andere Anbieter nur noch online. Ein Ladegerät gibt es ebenfalls, bei anderen Zugaben ist Gigaset eher knausrig. Es gibt keine Schutzhülle und keine Kopfhörer. Das Unternehmen konzentriert sich also auf das Wesentliche bei den Geräten.

Deutliche Verbesserungen bei der Kamera

Die Kamera sieht auf den ersten Blick wie ein Rückschritt aus. Statt drei Objektiven bietet das Gigaset GS5 nur zwei Linsen. Das Hauptobjektiv bietet aber nun 48 Megapixel Auflösung (F1.8) und damit 3mal mehr als beim GS4. Dazu gibt es ein weiteres Objektiv mit einer Auflösung von 8MP für Ultraweitwinkel- oder Makroaufnahmen. Die Objektive sind dabei ohne Rahmen verbaut und ragen auch nicht aus der RAückseite heraus. Das Gigaset GS5 ist damit eines der wenigen Modelle, die eine glatte Rückseite ohne Kamera-Bump anbieten.

Die Kameraqualität ist dabei solide und man merkt das Update im Vergleich zum GS4. Die 8MP Kamera fällt dagegen deutlich ab und ist wirklich nur für Schnappschüsse geeignet. Generell bekommt man hier natürlich keine Top-Kamera verbaut, aber für den normalen Einsatz ist das Setup mehr als geeignet. Lediglich bei schlechterem Licht bekommt auch das Hauptobjektiv recht schnell Probleme.

Prozessor und Performance beim Gigaset GS5

Den Helio G85 Prozessor von MediaTek kennt man bereits von einigen anderen Modellen. Er bietet 8 Kerne: vier leistungsstärkere ARM Cortex A75 mit 2,0 GHz und vier energiesparendere ARM Cortex A55 mit 1,8 GHz. Insgesamt ist der Prozessor aber eher ein Mittelklasse-Modell, das durchaus Leistung bietet, mit den Top-SoC auf dem Markt aber nicht mithalten kann. Das merkt man auch im Leistungstest. Bei Geekbench überspringt der Prozessor recht easy die Marke von 1.000 Punkten im Multi-Core Test, im Single Core Test liegt der Wert bei etwas mehr als 300 Punkten.

In der Praxis liefert der Helio G85 eine gute Performance. Das Gerät reagiert schnell und Apps sind ebenfalls ohne größere Zeitverzögerung geöffnet. Schnellere Spiele werden allerdings nicht so gut unterstützt, an der Stelle kommt der Helio G85 recht schnell an die Grenzen. Insgesamt scheint der Prozessor eher auf Ausdauer optimiert zu sein und nicht auf Höchstleistungen.

Das Gigaset GS5 (Modellnummer E940-2796-00) im Geekbench Leistungstest

System und Sim Karten beim Gigaset GS5

Erfreulich ist, das man beim Gigaset GS5 ein echtes Dual-Sim Modell mit extra Steckplatz für die SD Karte (bis zu 512GB) bekommt. Dazu gibt es NFC, nur auf eSIM muss man bei den Modellen leider verzichten. Die Kopfhörer kann man aber direkt anschließen, es gibt eine 3,5mm Klinkenbuchse bei den Modellen. Dazu bieten die GS5 auch eine LED für Benachrichtigungen, oft haben selbst teurere Modelle diese bereits wegrationalisiert.

Als Software läuft auf den Geräten Android 11 mit dem Sicherheitsupdate von August 2021. Sehr erfreulich: Gigaset hält sich mit Bloatware zurück, man bekommt also außer den unvermeidlichen Android Apps keine weiteren Apps aufgespielt. Das ist in dem Preisbereich nicht unbedingt selbstverständlich und freut sicher alle, die gerne ein schlankes und aufgeräumtes Betriebssystem haben möchte.

Sicherheitsupdates garantiert Gigaset beim GS5 für weitere 3 Jahre, dazu gibt es Unternehmen die Garantie, dass man Android 12 für das GS5 bekommen wird. Wann genau das Update zur Verfügung steht, wurde aber nicht kommuniziert.

Etwas schade: das Gigaset GS5 ist ein reines 4G Handy und bietet noch keinen Zugang zu den 5G Netzen in Deutschland. Bei anderen Anbietern bekommt man zu diesem Preis bereits 5G Geräte, aber Gigaset hat hier die Prioritäten auf andere Punkte gesetzt. 5G Nutzung ist also mit dem Gigaset GS5 keine Option.

Unser Test-Fazit zum Gigaset GS5

Das Gigaset GS5 punktet mit dem wechselbaren Akku und der Produktion in Deutschland. Dies bietet derzeit kein anderes Gerät auf dem Markt. Darüber hinaus bietet es eher solide Technik und einen großen Akku – andere Modelle sind hier aber in der Regel besser ausgestattet (vom Akku abgesehen). Das Kamera-Update ist auf jeden Fall gelungen. Wer auf 5G verzichten kann und auch kein Hochglanz Phone braucht, kann beim Gigaset GS5 aber an sich wenig verkehrt machen.

Gigaset Smart Doorbell One X im Test

Gigaset Smart Doorbell One X im Test – Gigaset hat den Bereich Smart Home für sich entdeckt und bietet unter dem Namen Gigaset Smart Doorbell ONE X eine smarte Türklingel für 169.99 Euro an. Das Unternehmen schreibt selbst zu diesem Ansatz:

„Diese Entwicklung birgt enorme Wachstumschancen für uns“, sagt Franka Abraham, Senior Product Manager bei Gigaset. „Erst im letzten Jahr haben wir deshalb unsere erste smarte Außenkamera und die neue Generation der Smart Camera für den Innenbereich vorgestellt. Jetzt bringen wir diese Technologie an die Haustür und verheiraten sie mit der Türklingel.“

In diesem Test haben wir und die Gigaset Smart Doorbell One X genauer angeschaut und prüft, was die Klingel kann.

Das Konzept hinter der Gigaset Smart Doorbell One X

Die Smart Doorbell wird an Stelle einer normalen Türklingel installiert und bringt einige smarte Funktionen an die Haustür. Wichtigster Unterschied: die Doorbell hat eine Videokamera installiert (Blickfeld horizontal 115 Grad und vertikal 57 Grad) und auf diese Kamera kann per App zugegriffen werden. Man kann mit der App sehen, wann jemand klingelt und dann auch direkt nachschauen, wer vor der Tür steht. Das funktioniert auch von außerhalb – man kann daher auch von extern sehen wer zu Hause vor der Tür steht. Dazu ist auch ein Mikrofon und ein Akku verbaut, daher kann man sich mit den Besuchern auch unterhalten.

Eine extra Batterie oder ein separater Stromanschluss für die smarte Türklingel ist nicht notwendig. Man kann das Gerät ganz normal am Anschluss der normalen Klingel betreiben. An der Verkabelung muss daher nichts geändert werden. Umgekehrt bedeutet ein Stromausfall dann aber auch, dass die Klingel außer Betrieb ist. Einen extra Akku gibt es leider nicht. Es gibt auch noch kostenpflichtige Zusatzpakete, dann kann auch direkt etwas aufgenommen werden.

Eine bereits bestehende Klingel kann ebenfalls genutzt werden, man kann die Doorbell daher auch recht einfach in bestehende Klingelanlagen integrieren.

Installation und Einsatz der Smart Doorbell

Die smarte Türklingel wird wie eine normale Klingel angeschlossen. Die Rückseite bietet die normalen Anschlüsse und man kann die Gigaset Klingel daher sehr einfach in eine bestehende Anlage einfügen und den normalen Klingeltaster damit ersetzen.

Danach muss die Klingel noch ins WLAN gebracht werden. Man benötigt also auch einen WLAN Zugang für die Klingel.

Im Test war das Kamerabild solide uns stabil, hatte aber eine leichte Verzögerung von einigen Sekunden. Das hat den Einsatz jedoch nicht weiter gestört. Es gibt auch einen Nachtsichtmodus, der kam im Test aber kaum zum Einsatz, da die Klingel meistens ohnehin nur dort eingesetzt wurde, wo es (automatisch) Licht gab.

Insgesamt war die Installation und auch die Einrichtung über die App sehr einfach und machte keine Probleme.

Der Bewegungsmelder lässt sich bei Bedarf auch sehr einfach konfigurieren und man kann auch sehr simpel die Bereiche festlegen, die überwacht werden sollen. Es muss also nicht immer auf jeden Bewegung reagiert werden.

So installiert man die Gigaset Smart Doorbell | Smart Home Tutorial

Ein Kritikpunkt im Test war das Design. Es gibt die Gigaset Doorbell One X derzeit nur in Kunststoff. Gerade für den Einsatz draußen (auch überdacht) wäre eine Edelstahl-Variante durchaus schön gewesen, das sieht wertiger aus und macht insgesamt einen besseren Eindruck. Aber Gigaset scheint noch weitere Versionen der smarten Türklingel zu planen, eventuell wird es ja auch eine Version mit Edelstahl-Optik geben.

Werden Daten gespeichert?

Generell wird die Datenübertragung nur aktiv, wenn per App auf die Klingel zugegriffen wird. Dann können auch Daten in der Cloud gespeichert werden, aber wenn dann nur mit kostenpflichtigen Abo. In der Regel wird also nichts gespeichert, bei Alarm sind aber Aufzeichnungen mit einer Speicherdauer bis 2 Tagen möglich.

Testbericht: Honor MagicBook 15 2021 – Leistungsupdate für die MagicBook Reihe

Testbericht: Honor MagicBook 15 2021 – Leistungsupdate für die MagicBook Reihe – Honor hat für das Honor MagicBook 15 eine neue Version herausgebracht und aktualisiert das Notebook daher in einigen Bereichen auf den Stand von 2021. Es ist auch das letzte Modell, das in Zusammenarbeit mit Huawei entstanden ist. Mittlerweile ist Honor selbstständige und keine Tochtermarke mehr, daher werden künftige Laptops wohl auch eigenständiger ausfallen. Preislich gesehen bleibt das Gerät aber im gleichen Segment, man muss etwa 950 Euro für den Laptop bezahlen und dafür kann man dann schon einiges erwarten. Wir haben uns die neuen Modelle im Test angesehen und geschaut, was die Modelle leisten und wo es Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

Die Performance der neuen MagicBook 15 Modelle

Die größte Neuerung beim 2021 MagicBook 15 dürfte der neue Intel Core i5 Prozessor sein. Der Tiger-Lake-Chip ersetzt den bisherigen MD Ryzen-4000-Prozessor und arbeitet mit einer Iris Xe Graphics G7 80EUs Grafikkarte zusammen. Der Chip taktet bis maximal bis zu 4,2 GHz und arbeitet mit 4 Kernen.

Das Unternehmen schreibt zur Leistung:

Die neuen HONOR MagicBooks sind mit dem neuesten Intel Core i5-1135G7-Prozessor der Generation erhältlich, der die Leistung auf ein neues Niveau habt. Die brandneue Intel Iris Xe-Grafik bewältigt auch anspruchsvolle, komplexe Aufgaben und bietet neben 16 GB DDR4-Dual-Channel-RAM (MagicBook 15) bzw. 8 GB DDR4-Dual-Channel-RAM (MagicBook 14) und 512 GB großem Speicherplatz ein intensiveres Spielerlebnis und eine höhere Geschwindigkeit für Designer und Kreative bei der Verarbeitung von Multimediadateien wie Fotos, Videos und dem Einsatz verschiedener Bearbeitungssoftware.

Die Performance der neuen MagicBook 15 ist damit erwartungsgemäß gut, aber ein wirklichen Speedboost bringt der neue Prozessor nicht. In der Praxis gibt es keine direkt spürbaren Vorteile zur Version aus dem Vorjahr. Im Akkubetrieb ist die Leistung ohnehin reduziert, wenn merkt man die volle Power der Geräte also nur mit Netzanschluss.

Design und Verarbeitung beim Honor MagicBook 15 2021

Im Test hatten wir die Space Grey Variante der Modelle und man kann es auf den Bilder leicht sehen – neben grau hat Honor als Akzentfarbei ein leichtes Blau verbaut. Der Schriftzug und die Kanten schimmern leicht in Blau. Generell wird das Modell aber sehr klassisch und hat keine Ähnlichkeit mit den auffälligen Rückseiten, die man von einigen Honor Smartphones her kennt. Damit wirkt das MagicBook eher unauffällig aber dennoch hochwertig.

Bei der Verarbeitung gibt es Licht und Schatten. Generell ist das Gerät gut verarbeitet und sowohl das Scharnier (bei anderen Geräten oft ein Schwachpunkt) und auch das Case selbst machen keine Probleme. Das Finish ist aber recht empfindlich was Fingerabdrücke betrifft und die Auflagebereiche sind recht glatt. Man rutscht daher beim Schreiben recht einfach weg. Die Tastatur selbst ist eher mau. Die Tasten haben keinen großen Spielraum und geben kaum Feedback. Für Vielschreiber ist das also eher keine gute Wahl. Eine Beleuchtung für die Tastatur fehlt auch leider – das könnte man bei diesem Preis durchaus erwarten.

Die verbaute Kamera ist ein nettes Gimmick. Honor hat die Kamera nicht am oberen Bildschirmrand verbaut, sondern in der Mitte der Funktionstasten. Mit einem Druck klappt die Taste nach oben und gibt die Kamera frei. So sieht man sehr gut, ob die Kamera gerade aktiv ist oder nicht – ein sehr interessante Lösung.

Die ausgeklappte Kamera in der Mitte der F-Tasten

Das Display des Honor MagicBook 15

Das Display des MagicBook 15 bringt eine 15,6 Zoll Diagonale mit und hat ein 16:9 Seitenverhältnis. Die Auflösung liegt bei 1.920 x 1.080 Pixeln (FullHD). Dazu ist das Display entspiegelt, was sich beim Einsatz draußen positiv bemerkbar macht. Im Vergleich zum Vorjahr hat man das Display aber überarbeitet, viele der Kritikpunkte des Vorgänger-Modells finden sich bei der 2021er Version nicht mehr.

Bei Sonnenlicht merkt man aber, dass die Helligkeit ruhig etwas höher hätte ausfallen können und auch der Kontrast hat Luft nach oben – für den Preis wäre hier also auch etwas mehr Leistungs beim Display durchaus zu erwarten gewesen. Insgesamt macht der Bildschirm aber eine solide Arbeit und vor allem in den Innenräumen gibt es nichts zu meckern.

Unser Fazit: Sehr solides Modell, Highlights fehlen

Das Update aus dem letzten Jahr ist auf jeden Fall gelungen. Vor allem die Leistung der neuen MagicBook kann überzeugen und wer viel Power für wenig Geld möchte, ist beim Honor MagicBook 15 2021 auf jeden Fall richtig. Die gute Akkulauzfzeit ist ebenfalls ein Pluspunkt. Auch die Anschlüsse sind erwähnenswert, man findet mehr Steckplätze als bei vielen anderen Modellen.

Kritik gibt es vor allem für die Tastatur und das Display. In beiden Bereichen kann das Honor MagicBook 15 2021 nicht mit der Konkurrenz mithalten. Hier sollte man bei zukünftigen Modellen also auf jeden Fall nachbessern.

Testbericht realme GT – Snapdragon 888 Prozessor zum Kampfpreis

Testbericht realme GT – Snapdragon 888 Prozessor zum Kampfpreis – Den ersten Eindruck von den Modellen gibt es hier, nun hatten wir die Geräte knapp 2 Wochen im Test und damit ein besseres Bild von den Geräten. Den Anspruch Topmodell merkt man dabei bereits bei der Verpackung. Die ist beim realme GT gleich mal 50 Prozent größer als bei den normalen realme 8 Modellen, obwohl die Geräte selbst gar nicht viel größer sind.

Zur Einordnung muss man wissen, dass die realme GT Modelle von etwas mehr als 400 Euro zu haben sind. Damit sind die Geräte mit die billigsten Modelle mit dem aktuellen Snapdragon 888 Prozessor auf dem Markt und natürlich musste das Unternehmen dafür an anderer Stelle sparen. Wo genau man Abstriche machen muss und wie schnell die GT Smartphones wirklich sind, wollen wir hier im Test klären.

Das Design und die Verarbeitung beim realme GT

Beim Design kann das realme GT mit den anderen Topmodellen auf dem Markt mit halten. Es gibt ein modernes Punchhole Display mit Öffnung für die Kamera in der linken oberen Ecke und und die Rückseite wird dominiert vom rechteckigen Kameramodul. Die gelbe Variante hat dazu eine aufgewertete Rückseite: es gibt veganes Leder als Material und dieses wird durch einen glatten schwarzen Streifen unterbrochen. Das fühlt sich nicht nur gut an, sondern ist auch ein echter Hingucker. Die anderen Farbversionen sehen leider nicht ganz so spektakulär aus, man kann sich daher durchaus vorstellen, dass die gelben Versionen besonders gut laufen. Zur Rückseite der anderen Modelle können wir an der Stelle damit natürlich nichts sagen, aber die Kunstleder-Rückseite kann auf jeden Fall überzeugen.

Generell gibt es bei Verarbeitung, Haptik und Optik wenig Kritik – realme hat hier alles richtig gemacht.

Der Snapdragon 888 Prozessor und die Performance der realme GT

Herzstück der realme GT Modelle ist der Snapdragon 888 Prozessor, der auch im Galaxy S21 und dem OnePlus 9 zum Einsatz kommt. Es gibt zwar bereits den Nachfolger, aber der 888 ist nach wie vor mit der schnellsten Prozessor, den man im Android Bereich bekommen kann. Erunterstützt von Haus aus 5G und die GT Modelle können daher auch das 5G Netz nutzen. Die Testergebnisse sehen entsprechend gut aus:

Die Testergebnisse des realme GT – Quelle

Zum Vergleich: das Galaxy S21 ultra kommt mit gleichem Prozessor nur auf Werte von 3127 Punkten im Multicore Test und auf 942 Punkte im Single Core Test.

Damit liegen die Geräte auf jeden Fall im Spitzenfeld bei den aktuellen Topmodellen im Android Bereich und das merkt man auch bei der Benutzung. Auch bei grafikintensiven Spielen und viel Rechenleistung geht den Smartphones so leicht nicht die Puste aus und man merkt lediglich an der Wärmeentwicklung, dass da richtig hart gearbeitet wird.

Akku und Laufzeit beim realme GT

Im realme GT ist ein zweiteilige Akku mit 4.500 mAh verbaut und dieser lässt sich 65 Watt aufladen. Drahtloses Laden gibt es aber leider nicht.

Man kann den Akku kabelgebunden erfreulich schnell wieder aufladen, aber die Laufzeit und die Ausdauer der Modelle ist tatsächlich mit der größte Kritikpunkt. Im Vergleich mit einem Galaxy S21+ (4.800mAh) verloren die GT etwa doppelt so schnell die Akkuleistung und mussten entsprechend auch doppelt so oft nachgeladen werden. Das ist für den Einsatz in der Praxis nicht ganz unwesentlich, auch wenn der GT Akku dann schneller wieder voll war. In anderen Test war oft von zu wenig Akku Kapazität die Rede, das konnten wir hier leider nicht testen. Die vergleichsweise kürzere Laufzeit ist aber auf jeden Fall ein Manko und bei kommenden Modellen solle realme hier nacharbeiten.

Die Kamera beim realme GT

Die Kamera hat einen Hauptsensor mit 64 Megapixel und liegt damit nicht ganz in dem Bereich, den beispielsweise Xiaomi schafft. Die Aufnahmen sind dennoch vergleichsweise gut und die Farben sind recht intensiv mit einen Hang ins Knallige.

Bei schlechtem Licht oder auch im Gegenlicht bekommt die Kamera aber Probleme. Man merkt an der Stelle, dass auf der Kameratechnik beim realme GT nicht der Fokus lag. Dennoch kann man mit der Kamera gute Aufnahmen machen, auch wenn es für professionelle Bilder bessere Geräte auf dem Markt gibt.

Betriebssystem und Bedienung

Als Betriebssystem arbeitet das realme GT mit Android 11 und der Real UI 2.0 Benutzeroberfläche. Beim Start der Modelle hat man aber den normalen Android Einrichtungsprozess und auch die Bedienung unterscheidet sich nicht grundlegend von anderen Android Modellen. Beim GT ist allerdings einige Bloatware direkt zum Start installiert, allerdings nicht übermäßig viel und man kann die zusätzlichen Apps auch alle löschen. Insgesamt reagiert das GT sehr schnell und flüssig – hier merkt man den schnellen Prozessor.

Unser Fazit zum realme GT

Das realme GT ist ein richtig interessanter Gerät für alle Nutzer, die Wert auf Speed legen. Bilder bekommt man die Snapdragon 888 Performance derzeit nicht. Kritik gibt es vor allem bei der Laufzeit der Smartphones und beim Laden – ein Topmodell hätte durchaus auch drahtloses Laden verdient gehabt. Dagegen kann vor allem das Design der Racing Yellow Modelle überzeugen, so viel Mut zur Farbe haben nur wenige andere Hersteller.

realme 8 vs realme 8 5G im Test – so schlagen sich die Modelle

realme 8 vs realme 8 5G im Test – so schlagen sich die Modelle – realme macht es den Kunden nicht ganz leicht. Zuerst wurde das realme 8 pro auf den Markt gebracht, dann erst folgte mit Abstand das normale realme 8 und mittlerweile gibt es auch eine realme 8 pro Version. Den Test zum realme 8 pro gibt es hier, in diesem Artikel wollen wir die beiden normalen Modelle näher anschauen und zeigen, wo die Unterschiede, Stärken und die Schwächen liegen.

Generell sind beide Modelle im Bereich von unter 200 Euro angesiedelt. realme 8 und 8 5G sind also vor allem für Nutzer konzipiert, die wenig Geld für die Smartphones ausgeben wollen. Daher sind auch keine Topleistungen bei den Smartphones zu erwarten – stattdessen ist immer die Frage, wie viel Technik das Unternehmen für dieses Geld anbieten kann.

Das Konzept ist dabei recht klar: realme bietet eine 5G Version des realme 8 an und macht diese (im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern) nicht teurer als die normale Version, sondern rüstet die Technik etwas ab um 5G zu vergleichbaren Preisen bieten zu können. Man merkt dies beispielsweise am Bildschirm. Beide Modelle bieten 1080 x 2400 Pixel, aber das normale realme 8 bietet ein AMOLED Display, das 5G dagegen ein normales IPS Display (wenn auch mit 90Hz). Im direkten Vergleich merkt man den Unterschied sehr gut, das normale realme hat die bessere Darstellung mit klaren Farben.

Generell bekommt man also beim realme 8 5G den 5G Zugang, muss dafür aber bei der restlichen Technik Abstriche machen.

MagicUI als Benutzeroberfläche

Auf beiden Modelle läuft neben Android 11 die MagicUI Benutzeroberfläche von realme. Diese arbeitet schnell und unterscheidet sich nur vergleichsweise wenig vom normalen Android. Man findet sich also ohne größere Probleme zu Recht. Allerdings bringen beide Geräte dann doch recht viel Bloatware mit. Es gibt also eine ganze Reihe von vorinstallieren Apps wie Amazon Video, die Booking.com App oder auch Youtube Video (man kann die Apps aber löschen). Die Smartphones sind also bereits recht voll, wenn man sie in Betrieb nimmt, dabei macht es keine Unterschied, ob man das realme 8 oder das 8 5G nutzt.

Die Leistungen der Modelle im Überblick

Beim Prozessor unterscheiden sich die Modelle: in der 5G Version werkelt der Dimensity 700 5G von Mediatek, im normalen realme 8 Modell kommt der Helio G95 Prozessor ebenfalls von Mediatek zum Einsatz. Einen Unterschied bei den Leistungsdaten im Test macht das aber nicht, auch beim Handling war kein Unterschied zu bemerken. Beide Modelle liefern also vergleichbare Power.

realme 8 5G im Leistungstest
realme 8 im Leistungstest

Die Kamera bei realme 8 und 8 5G

realme verbaut in den Geräte immer gute Technik, die Qualität der Aufnahmen ist aber oft nicht so gut, wie es die technischen Daten erwarten ließen. Das merkt man auch bei realme 8 und 8 5G. Beide Modelle machen gute Aufnahmen, vor allem beim Zoom und bei schlechterem Licht gibt es aber schnell Probleme. Technisch gibt es die bessere Kamera ganz klar im realme 8 – der 64MP Hauptsensor macht eine gute Arbeit. Die Aufnahmen des normalen Modells wirken natürlich und schärfer. Wer gerne Fotos macht, sollte also besser zum realme 8 greifen.

Akku und Aufladung der realme 8 Serie

Beide Modelle bieten eine Akku mit sehr ordentlichen 5.000mAh. Trotz AMOLED Display reicht das mehr als aus, um die Geräte über den Tag zu bringen, im Test liefen die Modelle zwei Tage ohne Nachladen ohne Probleme, auch wenn wir etwas mehr Leistung abgerufen haben.

Bei der Ladetechnik punkte das normale realme. Es wird eine Aufladung mit 30 Watt unterstützt, in der 5G Version sind es nur 18 Watt. Das ist das in der Praxis schon ein Unterschied: das normale Reale schafft eine halbe Akkuladung in unter einer halbe Stunde, das 5G braucht etwa 50 Prozent länger. Voll geladen ist das realme 8 in etwas mehr als einer Stunde, beim realme 8 5G waren es regelmäßig mehr als 1,5 Stunden. Die 5G Geräte verbringen also deutlich mehr Zeit am Ladegerät.

Fazit: realme 8 oder realme 8 5G

Die beiden Modellen machen ein Fazit in dem Fall ziemlich einfach. Das realme 5G ist für alle Nutzer interessant, die mit 5G Speed surfen wollen und dafür nicht zu viel ausgeben möchten. Wer kein 5G braucht, ist dagegen beim normale realme 8 besser beraten, dort gibt es die bessere Kamera, das schickere Design und vor allem das schnellere Aufladen.

Die technischen Daten von realme 8 und realme 8 5G im Überblick

Modellrealme 8 5G
RAM4 GB/8 GB, DRE
ProzessorMediaTek Dimensity 700 5G
Display90 Hz Ultra Smooth, 6,5 Zoll
Kameras48 MP Nightscape Kamera,
B&W Porträt Linse,
4cm Macro Linse,
16 MP Frontkamera 
Akku & Ladetechnik5000 mAh, 18 W USB C 
Design8.5 mm schlank, 185 g leicht,
Dynamic Speed Light Design in
Supersonic Blue & Supersonic Black
Betriebssystemrealme UI 2.0, basierend auf Android 11
Modellrealme 8
RAM4 GB/8 GB LPDDR4x dual-channel
ProzessorHelio G95
DisplaySuper AMOLED, 6,4 Zoll
Kameras64 MP Quad Kamera
Akku & Ladetechnik5000 mAh, 30W Dart Charge
DesignInfinite Bold Design 
Betriebssystemrealme UI 2.0, basierend auf Android 11

Doppeltest: Moto G10 und G30 im Vergleich

Doppeltest: Moto G10 und G30 im Vergleich – Motorola hat mit den neuen Moto G10 und G30 zwei neue Geräte im Einsteiger-Bereich auf den Markt gebracht. Das Motorola G10 kostet dabei 149.99 euro, für das Motorola G30 zahlt man 179.99 Euro. Man hätte die Smartphones wohl auch G10 und G10 pro nennen können, denn an sich sind sie weitgehend baugleich, Motorola hat sich aber für die unterschiedlichen Zahlen entschieden. Wir haben die Geräte hier im Doppelttest um zu schauen, wo die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten liegen und auch, welche Stärken es bei beiden Modellen gibt.

Moto G10 und G30 im Vergleich



Man sieht bereits auf den ersten Blick, dass es beim Design recht wenige Unterschiede zwischen den Modellen gibt. Das setzt sich auch auf der Rückseite so fort. Ohne Kennzeichnung würde man kaum erkennen, welches Modelle man in der Hand hält.

Insgesamt wirken die Modellen durchaus schick, das Notch Display hat man aber mittlerweile bei sehr vielen Geräten – wirklich abheben können sich G10 und G30 damit also nicht. Dazu fallen die Ränder um das Display doch recht dick aus.

Auf der Rückseite gibt es das rechteckig abgesetzte Kameramodul. Das sieht modern aus, findet sich aber mittlerweile auch bei vielen Geräten und auch in dieser Preisklasse – absetzen können sich Moto G10 und G30 daher nicht, sie fallen aber auch nicht negativ auf.

Die Rückseite des Moto G10 ist dabei wellenförmig strukturiert. Das fühlt sich ungewohnt, aber nicht unangenehm an. Leider merkt man aber doch in der Hand, dass die Rückseite aus Kunststoff ist. Beim Moto G30 gibt es diesen Effekt nicht, stattdessen setzt das Unternehmen auf einen Farbverlauf, der etwas an Perlmutt erinnert. Insgesamt hat sich Motorola Mühe gegeben, die Rückseite schick zu gestaltet, man merkt aber dennoch den Kunststoff der Rückseite.

Das Display beim Moto G10 und G30

Beim Display gibt es zwischen den beiden Modellen keine Unterschiede. Beide Geräte nutzen ein 6,5-Zoll-LC-Display mit einer HD+-Auflösung mit 1600 x 720 (269 ppi). Beim Moto G30 gibt es dabei 90Hz, die Moto G10 Modelle unterstützen nur 60Hz. In der Praxis macht das aber selten einen Unterschied, vor allem wenn man nicht beide Geräte nicht direkt nebeneinander liegen hat, wird man das etwas softere Scollen kaum bemerken..

Man merkt dabei, dass LCD Technik eingesetzt wird, die Farben sind nicht ganz so kräftig, wie man es von AMOLED Display gewohnt ist. Insgesamt machen beide Display aber eine solide Job und es gibt wenige Kritikpunkt, vor allem, wenn man die Preisklasse im Hinterkopf hat.

Betriebssystem und Nutzung von Moto G10 und G30

Beim Betriebssystem kommt Android 11 in Verbindung mit dem My UX Betriebssystem von Motorola zum Einsatz. Da beide Modelle auf die gleiche Ausstattung setzen, gibt es an der Stelle auch keine Unterschiede.

Insgesamt ist das System sehr aufgeräumt und bringt nur wenige zusätzliche Apps mit. An sich wurde nur die Moto App und Youtube sowie Youtube Music installiert, der Rest sind die normalem Android Systemapps. Bloatware gibt es also bei Moto G10 und G30 erfreulicherweise nicht.

My UX ist dabei sehr nah am normalen Android, wer bereits mit einem Android Handy gearbeitet hat, wir sich auch auf den neuen Motorola Modellen schnell zurecht finden. Größere Umstellungen sind für Android Nutzer damit also nicht notwendig, auch wer von einer älteren Android Version auf die Android 11 Version von Moto G10 und G30 umsteigt, wird keine Probleme haben.

Beide Modelle haben dazu ein IP52 Rating bei der Schutzklasse. Das bedeutet zwar keinen kompletten Wasserschutz, aber zumindest ein wasserabweisendes Design. Wie weit das geht, haben wir nicht getestet, weil wir die Modelle auch wieder abgeben mussten.

Kein schnelles Laden beim Moto G10

Bei Modelle bieten einen vergleichsweise großen Akku mit 5.000mAh und damit ausreichend Leistung für mehrere Tage der Nutzung. Beim Laden hat Motorola aber leider etwas gespart. Das Moto G30 biete zwar schnelles Laden mit bis zu 15 Watt, beim Moto G10 gibt es diese Technik aber leider nicht. Der Akku hält daher zwar lange durch, ist aber auch recht lange wieder aufzuladen und die Geräte sollten schon die Nacht am Ladegerät verbringen, damit der Akku wieder voll ist. Das schnellere Laden ist dabei ein echter Argument für die G30 Version – mittlerweile ist man gar nicht mehr gewohnt, dass der Akku so langsam lädt.

Unser Fazit zum Moto G10 und G30

Motorola hat wieder viel Technik in die Modelle gepackt und bietet damit solide Modelle für vergleichsweise wenig Geld an. Im Vergleich zwischen den beiden Geräten hätten wir uns für das Moto G10 einen etwas schnellere Prozessor und vor allem Schnellladen für den Akku gewünscht. Der Aufpreis für das Moto G30 lohnt sich daher an der Stelle wirklich, weil man im tagtäglichen Einsatz dafür wirkliche Vorteile bekomme. Im Zweifel würden wird uns daher für das Moto G30 entscheiden.

Die technischen Daten im Vergleich

 Motorola Moto G10Motorola Moto G30
Software:
(bei Erscheinen)
Android 11.0
Display:6,50 Zoll
720 × 1.600, 270 ppi
Bedienung:Touch, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner
SoC:Qualcomm Snapdragon 460
4 × Kryo 240 Gold, 1,80 GHz
4 × Kryo 240 Silver, 1,80 GHz
11 nm, 64-Bit
Qualcomm Snapdragon 662
4 × Kryo 260 Gold, 2,00 GHz
4 × Kryo 260 Silver, 1,80 GHz
11 nm, 64-Bit
GPU:Adreno 610
RAM:4.096 MB
LPDDR4X
4.096 MB
LPDDR4X
Variante
6.144 MB
LPDDR4X
Speicher:64 GB (erweiterbar)128 GB (erweiterbar)
1. Kamera:48,0 MP
LED, AF
64,0 MP
LED, AF
2. Kamera:8 MP (ƒ/2,2, 1,12 µm) | 118°-Ultra-Weitwinkel
3. Kamera:2 MP (ƒ/2,4, 1,75 µm) | Makro-Vision-Kamera
4. Kamera:2 MP (ƒ/2,4, 1,75 µm) | Tiefensensor
1. Frontkamera:13,0 MP
Display-Blitz
GSM:GPRS + EDGE
UMTS:HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE:Advanced
5G:Nein
Weitere Standards:USB Typ C
SIM-Karte:Nano-SIM, Dual-SIM
Akku:5.000 mAh
fest verbaut
Größe (B×H×T):76,0 × 165,0 × 9,00 mm
Gewicht:180 g200 g
Preis:149,99 €179,99 € / 189,99 €

realme 7 5G – Update nicht nur in Sachen 5G

realme 7 5G – Update nicht nur in Sachen 5G – realme hat die normalen realme 7 und auch das Reale 7 pro (hier unser Test zum realme 7 pro) bereits vorgestellt. Nun gibt es noch ein Update, denn das Unternehmen bietet mittlerweile auch eine 5G Version des normalen realme 7 an. Die Geräte punkten damit vor allem über den Preis. Das realme 7 5G ist für unter 250 Euro zu haben und damit eines der günstigsten 5G Smartphones, die man derzeit auf dem deutschen Markt bekommen kann. Daher lohnt sich ein Blick, was man für dieses Geld bekommt und auch, auf was man beim realme 7 5G verzichten muss.

Die Highlights der neuen Modelle:

  • der Bildschirm hat eine Bildwiederholungsrate von 120Hz (ist allerdings ein LCD Bildschirm) – damit nutzt das realme 7 5G ein Feature aus der Oberklasse im Einsteigerbereich
  • verbaut ist eine Quadkamera mit einem 48MP Hauptsensor, das ist in dieser Preisklasse eher selten
  • der Sensor für die Fingerabdrücke findet sich seitlich am Display und nicht mehr auf der Rückseite
  • die Aufladung des Akku erfolgt mit 30 Watt und damit sehr schnell, der Akku ist mit 5.000mAh auch vergleichsweise groß

Das Design und die Verarbeitung beim realme 7 5G

Bei Design setzt realme auf jeden Fall auf bekannte Werte. Wie beim Vorgänger gibt es ein Display mit Punch.-Hole. In diesem Jahr arbeitet aber nur eine normalen Selfiekamera mit einem Objektiv auf der Vorderseite. Die Öffnung fällt daher auch kleiner aus. Auf der Rückseite ist es umgekehrt. Das realme 7 5G hat ein rechteckiges Kameramodul, das deutlich breiter ausfällt als im Vorjahr. Unterschiede zum normalen realme 7 gibt es nicht, äußerlich erkennt also niemand, welche Version man nutzt.

Das unterschiedliche Finish auf der Rückseite ist auf jeden Fall ein Hingucker und hebt die Modelle von vielen anderen Geräten auf dem Markt ab. Mit sehr einfachen Mitteln hat realme hier wirklich interessante Effekte geschaffen. Ansonsten ist die Rückseite sehr aufgeräumt, der Fingerabdruck Sensor ist beispielsweise im Power-Button verbaut und braucht daher keinen Platz auf der Rückseite. Leider ist die Rückseite aus Kunststoff gefertigt und nicht aus Glas. Das fühlt sich nicht so wertig an wie bei den Topmodellen, aber dafür liegt auch der Preis deutlich niedriger und die Modelle sind etwas leichter.

Wirklich positiv ist der Fingerabdruck-Sensor. Man sieht bereits, dass dieser nicht auf der Rückseite verbaut ist und stattdessen findet man den Sensor im Power-Button an der Seite. Beim realme 7 pro wurde er sogar im Display verbaut, dafür hat es in der normalen Version allerdings nicht gereicht.

5G beim realme 7 5G

Der 5G Empfang ist natürlich das Highlight der neuen Geräte. Man kann damit sehr günstig in den 5G Bereich einsteigen, wobei man neben dem passenden Netzausbau vor Ort natürlich auch noch einen 5G Handytarif braucht (der meistens auch etwas teurer ist). Einschränkung bei der 5G Nutzung gibt es aber nicht. Die realme 7 5G unterstützen die Bänder n1/n3/n5/n7/n8/n20/n28/n38/n40/n41/n77/n78. Die in Deutschland wichtigen Bänder n1, n28 n77 und n78 werden damit komplett unterstützt und man kann die Modelle für alle Netze und mit allen 5G Tarifen nutzen. Im Test hatten wir auch keine Probleme mit 5G, die Geräte haben sich klaglos eingewählt, die Geschwindigkeiten waren aber eher mau – das lag aber nicht am realme 7, sondern am Netzausbau vor Ort.

Für die 5G Nutzung steht ein hybrider Simkarten-Schacht zur Verfügung. Dort kann man 2 Simkarten oder einen Sim und eine Speicherweiterung nutzen. eSIM wird leider nicht unterstützt, NFC ist aber mit an Bord.

Speed und Performance beim realme 7 5G

Für die Power im realme 7 5G sorgt der neue Mediatek Dimensity 800U Prozessor und dieser bringt nicht nur 5G Unterstützung mit, sondern auch richtig viel Leistung. Die Bedienung ist nicht nur flüssig, sondern richtig schnell und auch größere Apps bringen kaum Verzögerungen. Im Geekbench Leistungstest schneiden die Modelle auch richtig gut ab und liegen teilweise sogar besser als das realme 7 pro. Konkurrenten bei der Leistung sind beispielsweise die teureren Huawei P40 lite oder das Mi 10 lite von Xiaomi oder beispielsweise auch das OnePlus Nord. Spitzenleistungen wie bei den Topmodellen sollte man aber natürlich dennoch nicht erwarten – trotzdem kann das realme 7 5G in Sachen Power punkten.

Die Kamera

realme setzt auch beim realme 7 5G wieder auf einen Hauptkamera mit 4fachen Objektiv. Der Hauptsensor hat 48MP, dazu gibt es ein Weitwinkel-Objektiv mit 8MP und 2 weitere Sensor mit 2MP. Letztere kann man wie bei den anderen realme 7 Modellen auch ignorieren.

Die Aufnahmen selbst sind gut und haben keine größeren Schwächen, bei wenig Licht schaltet sich aber die AI schnell zu und dann kommt es zum Verrauschen. Für den Preisbereich ist die Kamera aber absolut okay und auch die Frontkamera liefert ordentlich ab.

realme UI als Betriebssystem

Für die Benutzeroberfläche setzt realme auf die eigene realme UI, die mit Android 10 kommt (Android 11 wird leider nicht angeboten). Die Oberfläche wirkt etwas aufgeräumter und reduzierter als normales Android, die bekannten Funktionen sind aber alle vorhanden. Bloatware gibt es erfreulicherweise wenig – Facebook, WPS Office und Game Space sind aber vorinstalliert. Unterschiede bemerkt man aber beispielsweise bei der Kamera-App. realme hat hier direkt eine Texterkennung und einen Super-Makro Modus mit eingebaut. Die gibt es in der originalen Kamera-App von Android so nicht.

Und Test-Fazit zum realme 7 5G

Das realme 7 pro bietet alles in allem ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und wer aktuell ein 5G Smartphone sucht, wird kaum ein bessere Modell zu einem vergleichbaren Preis finden. Stärken sind neben 5G auf jeden Fall der starke Prozessor und auch die gute Laufzeit mit schnellem Laden. Das gibt es so in diesem Preisbereich selten.

Kritik gibt es für das Display. Die Helligkeit kann mit AMOLED Bildschirmen nicht mithalten und daher wirken die Farben vergleichsweise blass und reduziert. Ansonsten gibt es aber kaum etwas zu kritisieren an den Geräten.

Das Datenblatt des realme 7 5G

Testbericht: Gigaset GS4 – viele individuelle Features

Testbericht: Gigaset GS4 – viele individuelle Features – Gigaset hat im November gleich zwei neue Modelle auf den Markt gebracht: Gigaset GS3 und GS4. Die teuere Version ist dabei das GS4 und dieses Modell ist auch wieder Made in Germany. Dieses Modell hatten wir auch im test um zu prüfen, wie gut sich die neue Version im Vergleich zu den Vorgängern und zur Konkurrenz schlägt.

Gigaset hat mit den neuen GS3 und GS4 einiges anders gemacht. Der Name wurde geändert und ist nun kürzer und prägnanter, im Vergleich zum Gigaset GS290 ist aber vor allem der Preis niedriger ausgefallen. Das Gigaset GS4, das wir hier testen, kostet nur noch 229 Euro und ist damit nochmal 20 Euro billiger als die bisherigen GS290 Modelle.

Design und Verarbeitung des Gigaset GS4

Beim Design setzt Gigaset auf ein relativ schlichtes Äußeres. Es gibt wenige Effekt auf der Rückseite und auch die Vorderseite ist Sachlich gehalten. Dafür setzt das Unternehmen mit den Buttons interessante Akzente. Sowohl Schriftzug, Powerbutton als auch der Rand für den Fingerabdruck-Sensor auf der Rückseite sind in einem Rot-Gold Ton gehalten und haben daher einen sehr edlen Effekt, vor allem beim schwarzen Gerät.

Die Rückseite lässt sich dazu auf Wunsch (gegen 15 Euro Aufpreis) bei der Bestellung mit einem eigenen Bild gravieren. Bei unserer Testversion war das leider noch nicht machbar, daher können wir zur Qualität in dem Fall nichts schreiben.

Dazu gibt es kein abgesetztes Kamera-Modul. Die Kameras sind direkt im Gehäuse integriert und stehen auch nicht hervor. Es gibt also keinen Kamera-Buckel auf der Rückseite. Das ist ein interessantes Merkmal, das man so derzeit nur bei wenigen aktuellen Smartphones findet.

Die Rückseite des Gigaset GS 4 (schwarz) mit abgesetzten Buttons

Die Vorderseite nutzt ein Notch-Design, das man mittlerweile vor vielen anderen Geräten her kennt. Das ist okay, wirkt aber nicht mehr unbedingt absolut fortschrittlich, bei anderen Modellen findet man hier inzwischen auch bereits Punch-Hole Display ohne Notch und dafür mit einer Öffnung. Das ist aber bis zu einem gewissen Punkt auch Geschmackssache.

Wechselbarer Akku

Die Akkulaufzeit ist entspricht den Angaben und ist entsprechend lang.. Wir mussten es im Test nicht ein einziges Mal nachladen, weil der Akku zu leer geworden wäre. Letztendlich kam das Gerät nur ans Netz, weil wir das Laden und vor allem das kabellose Nachladen prüfen wollte. Dieses wird immerhin mit 15 Watt unterstützt und sorgt dafür, dass auch wieder recht schnell neue Energie in den Akku kommt.

Nicht mehr alltäglich: das Gigaset GS4 bietet einen wechselbaren Akku. Man kann als Kunden die Rückseite abnehmen und einen neuen Akku nutzen, wenn der alte Akku keine Leistung mehr bringen sollte. Dazu kann man den inneren Teil der Rückseite am rechten unteren Ende anheben und dann vorsichtig lösen. Das gibt es so kaum noch bei anderen Modelle und es wurde dazu eine Lösung gefunden, wie man die Rückseite stabil verbauen und dennoch wechselbar machen kann.

Betriebssystem und Leistung beim Gigaset GS4

Wie üblich bei Gigaset und sehr positiv: die Geräte kommen mit einem sauberen Android ohne Bloatware. Es gibt also nur die üblichen Android Apps und keine weiteren Anwendungen, die man wahrscheinlich ohnehin nicht brauchen würde. Man kann daher mit dem Gigaset GS4 starten, ohne erst aufräumen zu müssen.

Die Leistung im Leistungstest ist solide, aber erwartungsgemäß gibt es keine Höchstleistungen. Das ist für den Preis aber auch gar nicht zu erwarten. Im normalen Einsatz reagiert das GS4 aber schnell und ohne Verzögerungen, auch die Apps starten schnell – für den normalen Einsatz ist der Prozessor also absolut ausreichend dimensioniert. Im Test rangiert das Modell etwas unter dem Niveau eines Galaxy A51 und ist damit absolut konkurrenzfähig.

Gigaset GS4 Score bei Geekbench

Beim Display gibt es einen 6,3 Zoll Bildschirm mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln. Es kommt ein LCD Display zum Einsatz, 90 oder 120Hz Technik gibt es nicht. Die Auflösung ist allgemein recht scharf und schnell, viel zu meckern gibt es nicht. Oberhalb des Display ist eine Status LED verbaut. Benachrichtigungen werden so auch optisch angezeigt, das ist auch nur noch bei wenigen Modellen zu finden.

Die verbaute 3fach Kamera ist solide, man sollte aber keine Höchstleistungen erwarten. Vor allem bei schlechteren Lichtverhältnissen kommt die Kamera schnell an ihre Grenzen. Andere Hersteller haben in diesem Preisbereich bereits deutlich bessere Kamerasysteme verbaut, allerdings greifen Kamerafans wohl ohnehin zu den teureren Modellen.

Made in Germany

Im Gegensatz zum G3 ist das G4 wieder „Made in Germany“ und wird von Gigaset im Werk im nordrhein-westfälischen Bocholt designt und produziert. Das Unternehmen ist damit weiterhin der einzige Hersteller im Smartphone Bereich, der auf deutsche Produktion setzt. Die Fertigung erfolgt komplett in Deutschland und auch die Zulieferer sitzen vielfach in Deutschland, wenn es um die Verpackung usw. geht.

Unser Test-Fazit zum Gigaset GS4

Das Gigaset GS4 ist eine interessante Weiterenwicklung des Gigaset Konzeptes bei den Smartphones und bietet solide Technik in einem vergleichsweise günstigen Preisbereich. Das Unternehmen punkte neben dem „Made in Germany“- Ansatz vor allem durch den wechselbaren Akku und die individualisierbare Rückseite. Das sind Features, die man so bei anderen Smartphones kaum findet. Vor allem Fans von wechselbaren Akkus finden hier endlich wieder eine Alternative.

Die technischen Daten des Gigaset GS4 im Überblick

  • Display 16,00 cm (6,30 Zoll) IPS Auflösung: 1 080 x 2 340 Pixel (409 ppi)
  • Betriebssystem Android 10
  • CPU MediaTek, Octa-Core (64 Bit) mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher (Erweiterbar durch microSD-Card um bis zu 512 GB)
  • Verbindungen: EDGE, HSPA+ (42,00 MBit/s), LTE, WLAN, Bluetooth
  • Mobilfunk (MHz) GSM 850, 900, 1800, 1900 UMTS 900, 2100 LTE 800, 850, 900, 1800, 2100, 2600
  • SIM-Kartentyp: Nano-SIM
  • Hauptkamera Triple-Kamera: 13,0 Megapixel + 5,0 Megapixel + 2,0 Megapixel
  • Front-Kamera 8,0 Megapixel
  • Akku: 4300mAh, Standby 240 Stunden (UMTS) Nutzung 25 Stunden (UMTS)
  • Abmessungen 157,0 mm x 75,0 mm x 9,8 mm
  • Gewicht 206,0 g

Testbericht: realme 7 pro – richtig viel Leistung für 300 Euro

Testbericht: realme 7 pro – richtig viel Leistung für 300 Euro – realme hat mit dem realme 7 und dem 7 pro Nachfolger für die sehr erfolgreiche realme 6 Reihe auf den Markt gebracht. Wir hatten ein realme 7 pro zum Testen und konnten daher schauen, ob die neuen Smartphones an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen können.

Das Design und die Verarbeitung beim realme 7 pro

Bei Design setzt realme auf jeden Fall auf bekannte Werte. Wie beim Vorgänger gibt es ein Display mit Punch.-Hole. In diesem Jahr arbeitet aber nur eine normalen Selfiekamera mit einem Objektiv auf der Vorderseite. Die Öffnung fällt daher auch kleiner aus. Auf der Rückseite ist es umgekehrt. Das realme 7 pro hat nun ein rechteckiges Kameramodul, das deutlich breiter ausfällt als im Vorjahr.

Das unterschiedliche Finish auf der Rückseite ist auf jeden Fall ein Hingucker und hebt die Modelle von vielen anderen Geräten auf dem Markt ab. Mit sehr einfachen Mitteln hat realme hier wirklich interessante Effekte geschaffen. Ansonsten ist die Rückseite sehr aufgeräumt, der Fingerabdruck Sensor ist beispielsweise im Display verbaut und braucht daher keine Platz auf der Rückseite. Leider ist die Rückseite aus Kunststoff gefertigt und nicht aus Glas. Das fühlt sich nicht so wertig an wie bei den Topmodellen, aber dafür liegt auch der Preis deutlich niedriger und die Modelle sind etwas leichter.

Wirklich positiv ist der Fingerabdruck-Sensor. Man sieht bereits, dass dieser nicht auf der Rückseite verbaut ist und stattdessen findet man den Sensor im Display. Das realme 7 pro ist damit eines der günstigsten Modelle, die man mit dieser Technik bekommen kann. Der Sensor reagiert auch recht schnell, kann aber beim Speed nicht ganz mit den Topmodellen mithalten. Dennoch findet man hier ein Oberklasse-Feature in einem Mittelklasse-Modell.

Display und Prozessor

Das Display hat wie im Vorjahr eine Auflösung von2.400 x 1.080 Pixel und eine Größe von 6,4 Zoll (etwas kleiner als im Vorjahr). Etwas merkwürdig: beim normalen realme 7 gibt es ein 90Hz Display, beim realme 7 pro sind es nur 60Hz. Dafür bekommt man AMOLED Technik. realme hatte im Vorfeld die Fans gefragt, was ihnen wichtiger ist und daher hat man sich für dieses Setup entschieden. Im Einsatz merkt man die 60Hz kaum, das Scrolling ist im Vergleich etwas ruckeliger, aber das fällt an sich nur auf, wenn man wirklich zwei unterschiedliche Modelle zum Vergleich hat. Kritik gibt es wenig: die Farbdarstellung ist sehr gut und die Auflösung scharf.

Für die Leistung sorgt der Snapdragon 720G Prozessor. Dieser bietet gute Leistungen, aber keine Höchstwerte. Auch 5G wird nicht unterstützt. Im Performance-Vergleich schlagen sich die realme 7 pro solide, allerdings gibt es zu diesem Preis auch bereits Hersteller mit mehr Leistung. Dafür muss man dann aber auf andere Punkte verzichten. Das realme 7 pro bietet also nicht die höchste Performance in diesem Preisbereich, aber dafür insgesamt ein starkes Paket.

Für die Nutzung der Modelle reichen 4G Simkarten und man kann zwei Handykarten nebeneinander betreiben. Dazu gibt es auch noch eine Erweiterung des Speichers. eSIM wird leider nicht unterstützt, man braucht beim realme 7 pro also immer normale Plastik-Simkarten.

Kamerasetup – guter Hauptsensor, Schwächen bei den anderen Objektiven

Den Sony IMX 682 Sensor mit 64 Megapixeln Auflösung kennt man bereits aus anderen Modellen und auch im realme 7 pro macht er einen guten Job. Die Objektive sind dabei wie folgt aufgestellt:

  • Hauptkamera: 64 MP Sony IMX 682, f/1.8, 26mm (wide), 1/1.73″, 0.8µm, PDAF
  • Ultraweitwinkel: 8MP Hynix HK846, f/2.3
  • Makro: 2MP OmniVision OV02B, f/2.4
  • Bokeh: 2MP GalaxyCore GC02K0

Dazu gibt es es eine Selfie-Kamera mit 32 Megapixeln. Die Telekamera vom Vorgänger wurde leider nicht übernommen.

Insgesamt gibt es bei der Kamera dabei wenig zu meckern. Die normalen Aufnahmen sind scharf, haben auch bei wenig Licht kaum Probleme und die Farben sehen im normalen Modus durchaus natürlich aus. Die Frontkamera hat dagegen einige Probleme mit den Farben und schwankt häufig zwischen zu viel und zu wenig Dynamik im Bild. Das Ultraweitwinkel-Objektiv hat auch Schwächen, vor allem die niedrige Auflösung von 8MP macht sich immer wieder bemerkbar. Wer schöne Aufnahmen für die Wohnung machen will, kommt bald an die Pixelgrenze.

Aufladung mit satten 65 Watt

Das realme 7 pro bringt einen 4.500mAh Akku mit. Damit fällt der Akku im Pro-Modell etwas kleiner aus als im normalen Modelle (5.000mAh), aber dafür kann das Pro mit 65 Watt laden. Oneplus hat das beim neuen OnePlus 8T mit vergleichbarer Technik hinbekommen: der Akku wird in zwei Teile aufgesplittet und diese kann man dann mit jeweils etwas mehr als 30 Watt laden. So ist das Handy schnell voll, ohne das der Akku oder die Akkus zu stark belastet werden. Das OnePlus 8T ist aber doppelt so teuer – realme bringt also hier Premium-Aufladen in einen Preisbereich unter 300 Euro.

In der Praxis funktioniert die Aufladung dabei wirklich gut. Nur wenige Minuten am Ladegerät bringen gleich um die 10 Prozent neue Akkuladung und voll ist der Akku in etwa mehr als einer halben Stunde. Das passt auch zu den Herstellerangaben.

realme UI als Betriebssystem

Für die Benutzeroberfläche setzt realme auf die eigene realme UI, die mit Android 10 kommt (Android 11 wird leider nicht angeboten). Die Oberfläche wirkt etwas aufgeräumter und reduzierter als normales Android, die bekannten Funktionen sind aber alle vorhanden. Bloatware gibt es erfreulicherweise nicht. Unterschiede bemerkt man aber beispielsweise bei der Kamera-App. realme hat hier direkt eine Texterkennung und einen Super-Makro Modus mit eingebaut. Die gibt es in der originalen Kamera-App von Android so nicht.

Unser Fazit zum realme 7 pro

Das realme 7 pro ist eine guter Fortsetzung der 6er Reihe, wobei die Weiterentwicklung doch vergleichsweise gering ausfällt. Ein Wechsel vom 6er auf die 7er Generation lohnt sich daher nicht wirklich. Insgesamt hat realme wieder sehr viel Technik und einige Premium-Features in die Geräte gepackt und vor allem das 65 Watt Aufladen und der Sensor für die Fingerabdrücke im Display sind Highlights in diesem Preisbereich. Wer also nach einem Handy für um die 300 Euro sucht, kann mit dem realme 7 pro wenig falsch machen. Etwas schade ist das fehlende 5G. Das hätte die Geräte auf jeden Fall noch deutlicher zukunftsfähig gemacht.

Die technischen Daten des realme 7 pro

Abmessungen:160,9 x 74,3 x 8,7 mm
Gewicht:182 g
Akkukapazität:4500 mAh
Display-Größe:6,4 Zoll
Display-Technologie:AMOLED
Bildschirm:2400 x 1080 Pixel (411 ppi)
Kamera vorne:32 Megapixel
Kamera hinten:64 Megapixel
Android-Version:10
Simkarte:NanoSIM, keine eSIM
RAM:8 GB
Interner Speicher:128 GB
Wechselspeicher:microSD
Konnektivität:LTE, NFC, Bluetooth