Honor 9A im Test – Budget Smartphone mit Budget Technik

Honor 9A im Test – Budget Smartphone mit Budget Technik – onor verstärkt und erneuert mit dem Honor 9A den eigenen Einsteiger-Bereich und liefert ein Smartphone für 130 Euro. Dafür kann man natürlich nicht viel Technik erwarten, wir haben trotzdem nachgeschaut, was Honor verbaut hat und für wen sich das neuen Honor 9A lohnt – oder auch nicht.

Keine Google Dienste mit an Bord

Ein sehr wichtiger Punkt: Das Honor 9A hat keine Google Services mehr mit vorinstalliert und damit auch keinen Playstore mehr. Das liegt aber weniger an den geringen Kosten für das Modell, sondern am US Embargo gegen Huawei, das auch Honor betrifft. Das Unternehmen darf diese Dienste nicht mehr nutzen und setzt stattdessen auf die neue App Gallery zur Installation von Drittanbieter-Apps. Das klappt für die gängigsten Apps auch ganz gut, aber nach wie vor sind nicht alle Apps aus dem Playstore verfügbar. Dazu muss man dann die sogenannte „App-Suche“ bemühen, mit denen man die APK von weniger bekannten Apps finden und separat installieren kann. Das ist aber dann schon etwas mehr Aufwand als über den Playstore, aber auch nicht wirklich kompliziert.

Design und Verarbeitung beim Honor 9A

Das Notch Design ist okay, wirkt aber durch den eher dicken Rahmen schon leicht veraltet. Auch in dem Preisbereich gibt es mittlerweile Modelle, die mit weniger Rand auskommen. Insgesamt ist das Design aber stimmig und die Verarbeitung gut. Die Smartphones fassen sich gut an und liegen gut in der Hand – die Plastik-Rückseite fällt kaum auf.

Mit 6,3 Zoll Display gehört es mittlerweile schon mit zu den kompakten Modellen. Leider ist die Auflösung eher solide als gut – mit 1.600 x 720 Pixel löst der Bildschirm nicht sehr hoch auf. Das merkt man aber im normalen Einsatz kaum.

Die Farbe spielt dabei nur bei der Rückseite und dem Rahmen eine Rolle. Das Display und der Bildschirmrand sind bei allen Versionen schwarz. Wir hatten im Test die mintgrüne-Version und die Rückseite war richtig schick. Das spiegelnde Finish war dazu recht robust gegenüber Fingerabdrücken. Ein ständiges Nachpolieren war also nicht notwendig (aber dennoch in untegelmäßigen Abständen zu empfehlen).

Blick von unten: Klinke-Anschluss und microUSB-Stecker

Technik und Kamera beim Honor 9A

Beim Akku kann das Honor 9A punkten, denn das Smartphone hat richtig viel Leistung verbaut. Der Akku bietet 5000mAh und das sorgt für lange Laufzeiten. Leider ist kein schnelles Aufladen mit verbaut, so dass man die Geräte lange nutzen kann, aber dann auch lange warten muss, bis der Akku wieder voll ist. Teilweise hat es mehr als drei Stunden gedauert, bis der Akku im Test wieder aufgeladen war.

Im Bereich der Kamera sieht das Modul sehr eindrucksvoll aus und erinnert an die Topmodelle von Huawei und Samsung. Die AI-Dreifach-Kamera kann allerdings bei der Qualität nicht mithalten und liefert solide Aufnahmen, aber keine wirklich überragende Qualität. Bei schlechtem Licht geht die Aufnahmequalität dazu rapide nach unten.

Für die Performance sorgt der MediaTek Helio P22 Achtkern-Prozessor. Das ist sicher okay, aber auch hier wäre nach oben noch Luft gewesen. Im täglichen Einsatz hat man häufiger das Gefühl, dass der Prozessor bereits an seine Grenzen kommt.

Ein besonderer Kritikpunkt: Honor hat beim Honor 9A kein modernes USB C verbaut, sondern einen alten MicroUSB Anschluss. Das wirkt kaum noch zeitgemäß. Nutzer mit alten Kabeln dürfte es freuen, weil sie so diese weiter nutzen können, von einem Handy in 2020 kann man aber auch einen modernen Anschluss erwarten.

Fazit zum Honor 9A im Test

Die Vorteile des Honor 9A

  • großer Akku mit langer Laufzeit
  • gutes Handling und Größe
  • echte Dual-Sim und extra Speichererweiterung
  • 3,5mm Kopfhöreranschluss

Die Nachteile des Honor 9A

  • kein schnelles Laden
  • Micro-USB Anschluss
  • Prozessorleistung eher mäßig
  • keine FullHD Auflösung

Ganz klar, das Honor 9A punktet neben dem Preis mit dem großen Akku, NFC und dem vergleichsweise kompakten Design. Man muss aber vor allem bei der Technik an vielen Stellen Abstriche machen, die bei Geräten für 50 Euro mehr bereits vorhanden sind. Von daher sind die Geräte tatsächlich eher für die preisbewussten Nutzer interessant, die nach Modellen im Preisbereich von 150 bis 200 Euro suchen und die Handys dennoch als Daily Driver nutzen wollen. allerdings ist hier die Konkurrenz groß – wirklich abgrenzen kann sich das Honor 9A in diesem Bereich nicht.

Honor Choice Earbuds im Test

Honor Choice Earbuds im Test – Honor hat mit Honor Choice eine neue Marke gestartet und bietet die Honor Choice MOECEN TWS Earbuds (so der volle Name) als erstes Produkt dieser Marke an. Das Unternehmen setzt damit zunehmend auch auf Zubehör rund um Handys und Smartphones herum und will zukünftig ein komplettes Ökosystem aus eigenen Produkten dieser Reihe anbieten. Die Geräte arbeiten dabei auch mit anderen Smartphones zusammen – man braucht also nicht unbedingt ein Honor Handy für die Nutzung. Bluetooth reicht vollkommen aus, egal welches Gerät dahinter sitzt.

Honor hat mit den Magic Earbuds bereits eigene InEar-Kopfhörer im Angebot. Preislich gesehen gibt es schon mal einen deutlichen Unterschied. Die Choice Earbuds kosten nur 38,99 Euro und sind damit deutlich billiger als die Magic Earbudy oder die EarPods von Apple, bei denen man nochmal 100 Euro mehr rechnen kann. Mittlerweile sind die Honor Choice Buds sogar noch etwas billiger geworden und liegen bei Amazon im Preisbereich ab etwa 32 Euro.

Für viele Nutzer stellt sich daher die Frage: wie viel Qualität bekommt man für das Geld und was kann man von den Honor Choice Earbuds erwarten?

Wirklich gut verarbeitet: die Earbuds und die Box

Verarbeitung der Honor Choice MOECEN TWS Earbuds

Sowohl die Verpackung als auch die Verarbeitung machen bei den Honor Choice Modellen einen sehr guten Eindruck. Vor allem die Box ist stabil, fässt sich gut an und öffnet leicht. Hier kann man kaum Qualitätsunterschiede zu den teureren Modellen feststellen. Auch beim Öffnen gibt es keine Kritikpunkt – Honor hat in dieser Hinsicht einen guten Job gemacht.

Man merkt das auch an der Schutzklasse: trotz des günstigen Preises haben die Modelle eine IP54 Zertifizierung und sind daher gegen Sprühwasser geschützt. Das ist vor allem wichtig, wenn man die Earbuds auch beim Sport draußen mitnehmen will.

Der Tragekomfort ist in Ordnung. Es gibt mehrere Größen an Ohrpolstern und sie sitzen leicht und auch nach mehreren Stunden gibt es keine Probleme, allerdings hatte wie die Probleme, dass bei zu schnellen Bewegungen die Hörer leicht rutschten. Gerade beim Sport kann das ein Problem werden – das hängt aber wohl auch davon ab, wie gut die Ohrpolster zu den eigenen Ohren passen.

Sound und Klang bei den Honor Choice Earbuds

Beim Sound können die Honor Choice Buds leider nicht mit den Topmodellen mithalten. Der Klang ist zwar okay, aber für Hifi-Fans wohl etwas zu wenig lebendig und auch der Bass bleibt eher verhalten. Bei Videos gibt es erfreulicherweise keine Verzögerung zwischen Sound und Bild, an der Stelle gibt es bei günstigeren Modellen leider oft Probleme – bei Honor hat man sie aber nicht.

Man kann die Hörer auch als Headset verwenden und darüber beispielsweise telefonieren. Das klappt auhc ganz gut, aber die Qualität kommt nicht an ein richtiges Headset heran, allein weil das Mikro doch recht weit vom Mund entfernt ist. Geräuschunterdrückung ist aber mit an Bord.

Nutzungsdauer und Akku

Honor selbst spricht von einer „kombinierte Musikwiedergabe von 24 Stunden“. Das wäre ein sehr guter Wert, aber hier sind Aufladungen in der Box mit gemeint. Mit voll geladenen Earbuds kommt man auf etwa 6 Stunden Laufzeit und diese haben wir im Test auch immer wieder erreicht. Dazu kann man die Buds in der Box immer wieder nachladen – das klappt etwa 3 Mal vollständig und das entspricht den Herstellerangaben. Man kommt also aufgeladen recht weit und kann durch die Lautstärke auch noch etwas mehr herausholen.

Insgesamt bekommt man bei den Honor Choice Earbuds ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und wirklich viel Qualität für einen vergleichweise niedrigen Preis. An die Highend-Modelle auf dem Markt kommen die Buds aber nicht heran.

Positive Punkte:

  • sehr günstiger Preis
  • solide Laufzeit
  • gute Tonqualität aber keine Spitzenleistungen
  • sehr gute Verarbeitung
  • einfache Bedienung

Kritipunkte sind:

  • keine Lautstärke Regelung an den Kopfhörern
  • niedrige maximale Lautstärke
  • Tonqualität beim Telefonieren eher niedrig
  • keine Top-Tonqualität
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Redmi Note 9 Pro im Test – reicht es wieder für Spitzenplätze in der Mittelklasse?

Redmi Note 9 Pro im Test – reicht es wieder für Spitzenplätze in der Mittelklasse? – Das Redmi Note 8 pro bekam viel Lob ausgesprochen, weil die Modelle sehr viel Technik zu einem günstigen Preis geboten hatten. Nun gibt es mit dem Redmi Note 9 pro einen Nachfolger und wir haben getestet, ob das Unternehmen auch hier wieder punkten kann.

Preislich gesehen liegen die Modelle derzeit je nach Anbieter im Bereich zwischen 220 und 250 Euro. Das Redmi Note 9 Pro ist also ein klassisches Modell in der unteren Mittelklasse und tritt an gegen beispielsweise das Samsung Galaxy A41 oder das Gigaset GS290. Beim Test muss man daher natürlich auch den Preis berücksichtigen – man kann von Geräten für unter 250 Euro nicht die gleichen Leistungen erwarten wie von den Topmodellen mit Preisen von über 1.000 Euro.

Entsprechend hat Redmi auch den Ansatz für das Note 9 Pro gewählt: die Geräte sind keine Technologieträger mit neuen Entwicklungen, stattdessen gibt es die bekannte Technik (und davon viel) zu einem vergleichsweise günstigen Preis.

UPDATE: Deals gibt es auch dazu

Xiaomi Redmi Note 9 Pro (128 GB) für 39 € + crash Allnet Flat (5 GB mit 21,6 Mbit/s) für 12,99 € monatlich

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Design und Verarbeitung beim Redmi Note 9 pro

Beim Design gibt es wenig zu Meckern. Das Note 9 pro setzt auf ein Punchole-Design mit Öffnung im Display für die Kamera. Die Öffnung ist mittig angebracht und stört kaum. Vergleichbare Designs kennt man vor allem von Topmodellen und daran orientiert sich das Note 9 pro auch.

Die Rückseite wird vom großen Kameramodul dominiert. Dieses ist zentral angebracht und wirkt damit etwas stimmiger als die linkslastigen Kamerabereiche beispielsweise bei den Samsung-Modelle. Das ist aber sicher Geschmackssache.

Insgesamt wirkt das Design und auch die Verarbeitung wertig und wer die Geräte nicht kennt, hätte wohl Probleme zu bestimmen, ob es nun ein 250 Euro Handys ist oder ehe 450 Euro kostet.

Rückseite des Rdmit 9 pro mit dominierenden Kameramodul

Die Kamera im Redmi Note 9 Pro

Die neue 4fach Kamera ist eine der Stären der Modelle und in diesem Preisbereich durchaus erwähnenswert. Es gibt derzeit kaum andere Modelle für unter 250 Euro, die nicht nur eine 4fach Kamera bieten, sondern auch noch einen 64MP Hauptsensor. Mittlerweile dürfte bekannt sein, das Megapixel noch keine Aufnahmequalität ausmachen, aber zumindest beim Note 9 pro passt das Setup. Die Aufnahmen mit der Hauptkamera sind schnell und scharf und wirken natürlich.

Die Kameratechnik:

  • 64.0MP, f/1.89, Phasenvergleich-AF, LED-Blitz, Videos @2160p/30fps, Videos @720p/960fps (Kamera 1); 8.0MP, f/2.2, Weitwinkelobjektiv (Kamera 2); 5.0MP, f/2.4, Makroobjektiv (Kamera 3); 2.0MP, f/2.4, Tiefenschärfe (Kamera 4)
Aufnahme mit den Standard-Einstellungen (leider mit Wasserzeichen)

Schwieriger wird es bei schlechterem Licht. Dann bekommt man relativ schnell verrauschte Aufnahmen, aber im Vergleich mit anderen Geräten in diesem Preisbereich machen die Modelle dennoch eine gute Figur. Mit den Lowlicht-Aufnahmen der Topmodelle kann man die Geräte aber natürlich nicht vergleichen.

Weitere Pluspunkte beim Redmi Note 9 pro

Die gute Technik setzt sich auch außerhalb der Kamera fort. Das Redmi Note 9 pro bietet ein Dual Sim System mit zwei echten Simkartenslot und zusätzlich einem Slot für Micro-SD Karten. eSim werden aber leider nicht unterstützt. Dafür gibt es NFC für das kontaktlose Bezahlen und der Akku wurde auf 5020mAh aufgerüstet. Das Note 9 pro unterstützt dazu auch schnelles Aufladen mit bus zu 30 Watt – man bekommt den großen Akku also recht schnell wieder aufgeladen. Drahtloses Laden wird aber leider nicht angeboten.

Interessant ist der Sensor für den Fingerabdruck. Günstigere Modelle haben diese Technik oft noch auf der Rückseite verbaut, bei den Topmodellen findet man die Sensoren direkt im Display. Redmi geht an der Stelle einen Zwischenweg und hat den Sensor direkt an der Seite im Power-Button mit verbaut. Das klappt in der Praxis auch recht gut und die Modelle lassen sich darüber recht schnell entsperren.

Beim Betriebssystem gibt es das aktuelle Android 10 in Verbindung mit der MIUI Benutzeroberfläche. Die normalen Google Dienste und auch Google Play sind installiert – Einschränkungen wie bei Huawei oder Honor gibt es bei den Modellen nicht.

Kritikpunkte

Nicht so schön: das MiUI 11 Betriebssystem bringt gleich eine ganze Menge an Apps mit. Es gibt neben den unvermeidlichen Google Apps gleich noch Spiele, Shops, Netflix usw. Von Haus aus sind also bereits viele Apps vorinstalliert – ein schlankes System sieht anders aus.

Kein Beinbruch aber ungewohnt: die Kamera fügt standardmäßig ein Wasserzeichen bei den Bildern ein (kennt man auch von anderen Geräetn). Das sieht nicht so toll aus, lässt sich aber abschalten – wenn man die Einstellungen für das Wasserzeichen in der Kamera-App findet.

Noch ein Ärgernis: das Handy ist recht anfällig für Fingerabdrücke und zieht auch gerne Staub an. Die Abdrücke sind vor allem auf der Rückseite ein Problem, weil sie auf dem reflektierenden Finish sehr auffällig sind – man ist also immer mit Putzen beschäftigt. Eine Hülle ist daher in jedem Fall ratsam.

Fazit zum Redmi Note 9 Pro im Test

Man kann es sicher aus dem Testbericht herauslesen: es gibt wenig zu kritisieren beim Redmi Note 9 pro und recht viel positives. Wer nach einem Smartphones unter 300 Euro sucht, kann hier bedenkenlos zugreifen, denn so viel Technik gibt es bisher bei keinem anderen Modell auf dem Markt. Vor allem mit der Kamera und der Akkulaufzeit können die Modelle punkten. Wir würden allerdings mittlerweile eher die grüne Variante mit der matten Rückseite nehmen – das Putzen der glänzenden Rückseite ist auf die Dauer doch etwas ermüdend.

Gigaset GX290 im Test – robustes Arbeitstier mit Extrem-Akku

Gigaset GX290 im Test – robustes Arbeitstier mit Extrem-Akku – Gigaset hat mit dem GX290 ein Handy auf den Markt gebracht, das nach eigenen Angaben „für extreme Umgebungsbedingungen in Beruf, Freizeit und Outdoor“ geeignet sein soll. Grund genug, sich das neue Smartphones für etwas weniger als 300 Euro genauer anzuschauen und zu Testen, ob es hält, was es verspricht. Immerhin ist es auch eines der teuersten Geräte, die man aktuell bei Gigaset bekommen kann und daher sind die Erwartungen an das GX290 durchaus hoch.

Weitere Testberichte von Gigaset Geräten gibt es hier: Gigaset GS290 Test | Gigaset GS 190 Test | Gigaset GS110 Test

Das Gigaset GX290 im Test

Das Erste, was beim GX290 auffällt, wenn man es aus der Packung nimmt, ist das Gewicht. Die Smartphones wiegen 279 Gramm und sind damit richtig schwer – bereits beim Anfassen wird klar, dass man es hier mit einem sehr robusten Gerät zu tun hat. Hier merkt man auch den Akku: 6.200mAh sind größere und schwerer als die Akkus in anderen Geräten und das macht sich dann natürlich sowohl bei den Maßen als auch beim Gewicht bemerkbar.

Neben dem Akku hat das Gewicht und auch die Größe der Modelle auch noch einen anderen Grund: Beim Body setzt Gigaset bei GX290 auf einen mit Metallrahmen verstärktes Zwei-Komponenten TPU Spritzguss-Gehäuse. Das liest sich nicht nur sehr stabil, sondern fühlt sich auch so an und man hat den Eindruck, als könne man mit dem Smartphone unbeschadet Nägel in die Wand hämmern (das wurde aber nicht getestet). Insgesamt glaubt man dem Gerät auf jeden Fall, dass es auch mit extremen Anforderungen zurecht kommt.

Solides und verschraubtes Schutzgehäuse

Unabhängig vom Gewicht und der Größte der Modelle hat Gigaset dennoch Wert auf das Design gelegt. Das GX290 ist also kein hässlicher Klotz, den man verstecken muss, sondern sieht auch durchaus schick aus. Die Rückseite mit den gebogenen Linien, die farblich abgesetzt sind, erinnert dabei etwas an die Black Shark Modelle. Insgesamt wirkt das Modell durchaus wertig und fasst sich auch so an.

Die Front ist dagegen eher normal. Es gibt ein Notch-Design mit Kamera im oberen Bereich, aber dennoch fallen die Ränder vergleichsweise groß aus. Auch ohne die extra Schutzhülle ist der Rand des Bildschirms noch recht deutlich und weit vom einem randlosen Display entfernt. Das können andere Anbieter in diesem Preisbereich besser, andererseits braucht es für Stabilität auch viel Rand und daher kann auch Gigaset diesen nicht einfach weglassen.

Der Fingerabdruck-Sensor befindet sich als separate Einheit auf der Rückseite. Es gibt mittlerweile viele Modelle, die diesen bereits im Display integriert haben, beim GX290 ist das leider nicht der Fall. Der Sensor reagiert dafür aber recht schnell, hat aber wie die meisten Sensoren Probleme, wenn die Finger nass oder verdreckt sind. Im Outdoor-Bereich sollte man daher eventuell auf eine andere Entsperr-Möglichkeiten setzen.

Stylische Rückseite beim GX290

Richtig viel Power: der Akku beim GX290

Mit 6.200mAh übertrifft der Akku die meisten anderen Handys auf dem Markt und verspricht lange Laufzeiten. Das hat sich im Test auch so bestätigt, wir kamen selbst bei häufiger Nutzung an die 3 Tage ohne Nachladen aus. Man kann den Akku auch als Powerbank für andere Geräte nutzen, das wird automatisch erkennt.

Nachteil: mit Geräten ohne Schnellladefunktion dauert das Laden recht lange und ist nur zu empfehlen, wenn man wirklich Zeit hat. Mitgeliefert wird allerdings ein 9V 2A Schnellladegerät und damit kann man den Akku in 3 Stunden voll laden. Wir hatten allerdings einige Mühe, die Akku in annehmbarer Zeit leer zu bekommen, das volle Laden konnten wir daher nur einmal testen. Hier bemerkt man auch die eher geringe Auslösung des Display – diese braucht auch entsprechend weniger Strom zur Beleuchtung der Pixel.

Anschlüsse komplett abgedeckt

Gigaset setzt auch beim GX290 wieder auf einen USB C Anschluss und dazu gibt es noch einige andere Features, die man in dieser Preisklasse nicht immer findet. Um den Anspruch an die Outdoor-Tauglichkeit zu unterstützen haben die Geräte ein IP68 Zertifizierung und sind damit Wasser- und Staubgeprüft. Sie unterstützen auch drahtlose Aufladung und es ist ein NFC Chip mit an Bord, so dass man auch mobil bezahlen kann

Kritikpunkte sind Display und Kamera

Gigaset hat viel Wert auf den Schutz der Modelle gelegt – bei der Technik muss man dagegen einige Abstriche machen. Das Display bietet beispielsweise zwar 6,1 Zoll an, die Auflösung liegt aber nur bei 1560 x 720 Pixeln. Das ist dann doch etwas wenig und lässt Bilder teilweise etwas unscharf aussehen. Die Pixeldichte liegt daher auch nur bei 283ppi.

Der MediaTek Helio P23 Octa-Core MT6763 Prozessor macht durchaus sein Arbeit, reagiert aber recht unwillig, wenn es um größere Leistungen geht. ür Highspeed und Games sind die Geräte daher nur bedingt geeignet, für die normale Nutzung reicht die Leistung aber vollkommen aus.

Das trifft so auch auf die Kamera zu. Die Bilder haben Schnappschussqualität, aber bei schlechtem Licht und schnellen Bewegungen bemerkt man die geringe Auflösung. Auch der Start der Kamera dauert vergleichsweise lang und macht unvorbereitete Aufnahmen schwierig.

Als Betriebssystem gibt es Android 9. Das ist etwas schade, denn andere Modelle haben bereits Android 10. E gibt bisher auch kein Update auf Android 10 und die Sicherheitsupdates sind auf dem Stand vom Januar 2020 – auch da könnte man nachbessern.

Das Test-Fazit beim Gigaset GX290

Das X290 hält genau das, was es verspricht: man bekommt ein robuster Smartphones für den Einsatz unter extremen Bedingungen und mit dem großen Akku auch noch ein Arbeitstier mit wirklich überdurchschnittlicher Ausdauer. Es gibt also genau das, was man von einem Outdoor- und Arbeitshandy erwarten würde.

Abstriche muss man dagegen bei der anderen verbauten Technik machen. Hier kommt das GX290 nicht an andere Modelle im gleichen Preisbereich heran, aber das war wohl auch nie das Ziel der Modelle.

Update: mittlerweile sind die Modelle mit fast 50 Euro Rabatte bei Amazon zu haben. Der Preis liegt nur noch bei 249 Euro.

Die technischen Daten des GX290

  • Stabiles 6,1“ 19,5:9 HD+ V-Notch Display mit Corning Gorilla Glas 3
  • Langlebiger 6200 mAh Akku mit 9V 2A PE+ Schnellladefunktion über USB Typ-C
  • Leistungsstarker Octa-Core Prozessor mit 4G LTE mit VoLTE und VoWiFi
  • 13 MP (SONY Sensor) + 2 MP Dual Hauptkamera mit ArcSoft® Optimierung und 8 MP Frontkamera
  • IP68 Wasser- und Staubgeprüft
  • NFC (Near Field Communication)
  • Wireless Charging bis zu 15W

1&1 TV und TV Box im Test – Schwächen vor allem bei der Bedienung

1&1 TV und TV Box im Test – Schwächen vor allem bei der Bedienung – 1&1 bietet zu den eigenen Internet-Anschlüssen mittlerweile auch TV an. Man kann also direkt das Fernsehen von 1&1 buchen mit allen bekannten Sendern (und einigen zusätzlichen Angebote) und braucht dann keine Antennen oder ein Fernsehkabel mehr. Der Empfang funktioniert per Internet, daher nennt 1&1 dieses Angebote auch IP-TV. 1&1 schreibt selbst dazu:

Um Internet-Fernsehen nutzen zu können, benötigen Sie ein Empfangsgerät wie die 1&1 TV-Box. Diese erhalten Sie bei Ihrer Bestellung von 1&1 Digital-TV automatisch mit dazu. Verfügen Sie bereits über einen Amazon Fire TV-Stick, über Apple TV oder über Google Chromecast, können Sie Internet-TV auch direkt per App auf den entsprechenden Receivern einrichten.

In unserem Test haben wir 1&1 TV mit der originalen TV Box des Unternehmens genutzt. Die Erfahrungen und Testergebnisse beziehen sich also darauf.

1&1 TV Box Quelle: 1&1

Einfach Einrichtung der TV Box

Der Einstige bei 1&1 TV ist relativ einfach. Man bekommt die Zugangsdaten für das Angebot zugeschickt und nach einigen Tagen trifft dann auch die TV Box ein. Diese schließt man an den TV und den Strom an und verbindet sie mit dem Internet. In unserem Fall haben wir WLAN genutzt. Danach kann man mit der Einrichtung beginnen und an sich beschränkt sich dieser Schritt darauf, die Zugangsdaten einzugeben. Danach erfolgt eine automatische Einrichtung und man kann das TV nutzen. Das geht sehr einfach und schnell und dürfte auch mit wenig technischen Kenntnissen umsetzbar sein.

Bedienung mit Abzügen

Minuspunkte gibt es bei der Steuerung, Menüführung und Bedienung allgemein. Das Nutzerinterface wirkt nicht ganz rund und hat einige kleinere Hakeligkeiten. Das beginnt bereits bei der Einrichtung. Die Fernbedienung hat zwar ein Nummerfeld, dieser kann aber bei der Eingaben von WLAN-Passwort, Nutzername und TV-Passwort nicht verwendet werden. Wer auf lange und sichere Passwörter setzt, muss also mit der virtuellen Tastatur ziemlich lange hin und her kurven, bis die Daten alle hoffentlich richtig hinterlegt sind.

Eine Möglichkeit, die Sender zu sortieren, gibt es nicht. Im entsprechenden Menü sind auch keine Hinweise hinterlegt die weiter führen würden.Erst später sind wir durch Zufall auf die Favoritenlisten gestoßen. Diese kann man frei zusammen stellen und dann in den Einstellungen die Favoriten als Senderliste auswählen. Dann hat man eine eigens zusammen gestellte Liste. Wirklich intuitiv ist dieser Zugang aber nicht.

Zuverlässigkeit bei 1&1 TV

Für einen TV Anbieter ist die Zuverlässigkeit sehr wichtig. Niemand möchte am Abend oder über das Wochenende auf das Fernsehprogramm verzichten und wenn die Kindersendungen nicht wie gewohnt laufen, kann schnell der Haussegen schief hängen.

In unserem Test (der etwa drei Monate lief) gab es in dieser Hinsicht nichts zu meckern. In dieser Zeit gab es keinen größeren Ausfall. Man sollte aber dennoch im Hinterkopf behalten, dass 1&1 TV vom Internet abhängig ist. Wenn es immer wieder Probleme mit dem Netz und dem Kabel gibt, wird man auch mit diesem TV wenig Freude haben. Konkret: wenn das Internet schlecht oder langsam ist, sollte man von diesem Angebot eher Abstand nehmen. Das trifft dann aber allgemein auf IP TV zu und nicht nur auf das TV Angebot von 1&1.

Negativ bei 1&1 TV dagegen: Immer wieder musste die TV Box neu gestartet oder auf Werkseinstellungen zurück gesetzt werden. Das ist dann allerdings nervig, weil die neue Eingabe der Nutzerdaten doch nicht ganz so einfach ist. Dazu ist es sehr ärgerlich, wenn mit beim Fußball plötzlich die Übertragung weg ist und man die Box komplett neu einrichten muss (inklusive dem Suche der Zugangsdaten). Unabhängig davon lief die Box aber zuverlässig.

Noch ein Problem waren kleinere Aussetzer. Dann reagierte die Box nicht mehr auf die Fernbedienung und auf den Knopf am Geräte und musste komplett vom Strom getrennt werden. Das Bild war dann eingefroren. Dieser Fall kam durchaus häufiger vor (einmal pro Woche) und wir hatten das Gefühl, dass es passierte, wenn man zu häufig nacheinander Signale schickte. Wer also zu schnell mit der Fernbedienung ist, überfordert das Gerät schnell.

Das Test Fazit zur 1&1 TV Box

Insgesamt ist das 1&1 TV Angebot ein guter und günstiger Ersatz für normales TV und überall dort, wo es keine Antenne oder Satelliten-Schüssel gibt. Das Angebot ist umfangreich und hat die bekannten Sender, es gibt moderne Funktionen wie Time-Shift und die Bedienung ist einfach.

Die Hardware in Form der TV Box hat allerdings einige Schwächen bei der Bedienung und der Zuverlässigkeit. Hier sollte 1&1 bei einer kommenden Version dringend auf mehr Stabilität wert legen, denn die häufigen Ausfälle und Neustarts sind jedesmal ein Ärgernis.

Video: 1&1 TV installieren

 

Gigaset GS190 im Test – Viel Akku zum kleinen Preis

Gigaset GS190 im Test – Viel Akku zum kleinen Preis – Gigaset hat zu Ende des Sommer das GS190 vorgestellt und bietet damit ein sehr interessanter Gerät im Einsteiger-Bereich an, das vor allem mit dem Preis-Leistungsverhältnis punkten kann. Die Modelle sind ab 169 Euro zu haben und bieten dennoch beispielsweise einen großen Akku mit 4.000mAh und entsprechend gute Ausdauern in der täglichen Nutzung.

Die Vorteile, die sich im Test heraus kristallisiert haben:

  • moderner USB C Anschluss (allerdings nur USB C 2.0)
  • Dual Sim mit zwei Nano-Simkarten + echtem drittem MicroSD-Karten Slot
  • Schnellladen möglich

Das Design des Gigaset GS190

Wir hatten zum Testen das GS190 in Titanium Grey und die Geräte wirkten damit unauffällig aber schick. Die Vorderseite wird durch das große Display dominiert, das auf eine gute Screen-Body-Ration kommt und auf ein Notch-Design am oberen Rand setzt. Der untere Rand fällt aber im Vergleich zu vielen anderen Modellen dann doch noch recht groß aus. Das merkt man aber nur, wenn das Display aktiv ist.

Die Rückseite enthält die Dual Lens Kamera, den LED Blitz und den Fingerabdruck Scanner. Im Vergleich zu früheren Modellen ist sie nicht mehr abnehmbar. Dadurch wirken die Geräte kompakter und auch hochwertiger, allerdings ist damit ein schneller Akkuwechsel oder eine andere Farbe für die Rückseite auch nicht mehr möglich.

Insgesamt liegen die Modelle recht gut in der Hand, neigen nicht zum Wegrutschen, haben aber auch kein wirklich einzigartiges Design, dass die Modelle aus der Masse der Geräte herausheben würde.

Großer Akku mit schnellem Laden

Den großen Akku des Gigaset GS190 hatten wir bereits angesprochen und mit 4.000mAh ist es wirklich mehr als ausreichend für die Geräte dimensioniert. Dazu unterstützt das Gerät schnelles Laden mit 5V/2A und damit kann man den großen Akku deutlich schneller laden. Gigaset selbst schreibt von 2,7 Stunden für eine komplette Ladung, wir lagen im Testen bei etwa 3 Stunden. Das ist durchaus okay, allerdings gibt es mittlerweile auch Geräte auf dem Markt, bei denen das schneller geht. Die sind dann aber auch deutlich teurer.

Das GS190 kann auch als Powerbank genutzt werden. Dank OTG (USB On The Go) Technik besteht die Möglichkeit für einen umgekehrten Ladevorgang und damit kann man mit dem GS190 andere Geräte aufladen.

Die Technik im Gigaset GS190

Das GS190 ist weniger für Höchstleistungen konzipiert, sondern mehr für den tagtäglichen Einsatz und damit den Marathon statt dem Sprint. Daher ist die Technik und der Prozessor auch vergleichsweise gering dimensioniert.

Das Unternehmen schreibt selbst im Blog zur verbauten Technik in den Modellen:

Im neuen Gigaset GS190 arbeitet der Mediatek Helio 22 MT6761 Quad Core Prozessor mit 2.0 GHz und sorgt mit 64-Bit-Architektur für ausreichend Leistung bei allen Anwendungen. Die vier ARM Cortext-A53 Kerne sorgen in Verbindung mit der PowerVR GE6300 GPU, die bis zu 660 MHz leisten kann, für eine reibungslose Grafikdarstellung von Gaming bis Streaming. 2 GB Arbeitsspeicher runden das Leistungspaket ab.

In der Praxis läuft das Gerät damit flüssig, allerdings sollte man natürlich keine Höchstleistungen erwarten. Vor allem grafikintensive Apps sind daher nicht zu empfehlen und auch wenn man große Menüs öffnen (beispielsweise ein Einstellungen) und damit viele zu Laden ist, dauert es gefühlt länger als bei anderen Geräten mit etwas mehr Power.

Das Gigaset GS190 setzt auf Android One

Als Betriebssystem kommt beim GS190 von Anfang an Android One zum Einsatz. Das System basiert dabei auf Android 9.0 und ist ansonsten ein unverändertes Android. Im praktischen Einsatz gibt es daher auch kaum Unterschiede zu einer normalen Android Version, wer bereits einmal mit Android gearbeitet hat, wird sich auch bei Android One ohne Probleme zurecht finden, viele Nutzer bemerken nicht einmal den Unterschied.

Allerdings ist bei Android One die Gestensteuerung voraktiviert. Das kann für Irritationen sorgen, weil es damit die drei Buttons am unteren Rand nicht mehr gibt. Wer damit ein Problem hat, kann aber problemlos auch wieder auf die bekannte Steuerung zurück wechseln:

  1. Öffne die Einstellungen.
  2. Scrolle  nach unten zum Menüpunkt System und tippe darauf.
  3. Wählt den Menüpunkt Bewegungen.
  4. Tippe auf die Option Auf Startbildschirmtaste nach oben wischen.
  5. Schiebe den Regler nach links um die Gestensteuerung zu deaktivieren und dann steht wieder die bekannte Steuerung zur Verfügung.

Ein großer Vorteil von Android One: es gibt wenig Bloatware. Man findet daher auf den Modellen nur die vorinstallieren Apps und sonst nichts.

Die Kamera im GigaSet GS190

Standardmäßig ist die Android One Kameraapp installiert und das bedeutet vergleichsweise wenige Funktionen. Es gibt Verschönerungseffekte und durch die Dual Lens Kamera auch die Möglichkeit, mit Tiefenunschärfe (Bokeh) zu arbeiten.

Unabhängig davon macht die Kamera aber einen solide Job. Die 13MP Kamera macht ordentliche Aufnahmen, Probleme gibt es bei schlechtem Licht oder zu viel Licht – dann schafft es der Automodus oft nicht, die Einstellungen richtig gut anzupassen bzw. wird einfach die Leistungsgrenze der Kamera erreicht. Für Schnappschüsse ist die Kamera daher okay, wer mehr Ansprüche hat, wird sicher früher oder später an die Grenzen der Technik im GS190 kommen.

Unser Fazit im Test zum Gigaset GS190

Das GS190 kann vor allem im Preis-Leitsungsverhältnis punkten und hat die Stärken beim Akku (sowohl durch die Größe als auch durch die Schnellladung) als auch beim Design. Wer wenig Geld ausgeben möchte, bekommt mit dem GS190 dennoch ein schickes Modell, das durchaus aktuell wirkt und auch mit teureren Modellen beim Aussehen mithalten kann.

Abzüge gibt es dagegen bei der Technik. Der Prozessor ist für Gamer zu gering dimensioniert und die Kamera ist auch eher für den Hobbybereich gedacht. In beiden Bereichen merkt man, dass man bei diesem günstigen Preis an bestimmten Stellen Abstriche machen muss.

Prinzipiell gilt aber: Das GS190 ist ein solides Gerät für den täglichen Einsatz, mit viel Ausdauer und ohne Spitzenleistungen.

 

 

Honor 20 pro im Test – viel Licht, aber auch Schatten beim neuen Topmodell

Honor hat dem neuen Honor 20 noch ein Premium-Modell zur Seite gestellt. Das Honor 20 pro ist mehr als 100 Euro teurer und bietet dafür einige zusätzliche Funktionen und Technik. Ob sich der Aufpreis lohnt und wie sich die Modelle im Vergleich mit anderen Topmodellen schlagen, haben wir hier im Test zusammen gestellt

Was bekommt man zusätzlich beim Honor 20 pro?

Das Honor 20 pro bietet 2GB mehr RAM und auch den doppelten internen Speicher. Dazu ist der Akku 250mAh größer und man bekommt andere Farben die teilweise (je nach eigenem Geschmack) durchaus besser aussehen.

Der größte Unterschied dürfte aber bei der Kamera liegen. Durch den Tele-Sensor im Honor 20 pro bekommt man einen höheren optischen Zoom und neue Funktionen bei der Kamera, die es so im normalen Honor 20 nicht gibt.

Keine Unterschiede gibt es beim Display. Sowohl die Größe als auch für Auflösung ist gleich. Dafür hat das Honor 20 pro ein Objektiv bei der Hauptkamera mehr (das 8MP Teleobjektiv) und auchbeim RAM und dem internen Speicher gibt es beim Honor 20 pro mehr Leistung. Dazu ist auch der Akku bei der Pro-Version etwas größer (3.750mAh zu 4.000mAh) Keine Unterschiede gibt es dagegen bei der Frontkamera.

Das Design der neuen Modelle

Honor setzt auch beim Honor 20 pro auf eine Kombination von einem Display mit wenig Rand und Öffnung  für die Frontkamera und einer glänzenden Rückseite. Das wirkt modern und ist in dieser Modellreihe neu – eine wirklich eigene Formsprache von Honor gibt es aber nicht. Die Modelle sehen bis auf die Farbgebung der Rückseite aus wie viele andere Modelle mit diesem Design auch.

Neu ist auch der abgesetzt Power-Button. Dieser ist leicht ins Gehäuse versenkt, so dass man beim Tasten eine recht deutliche Lücke am Rand findet. Das fällt optisch kaum auf, hilft aber sehr gut, wenn man mit den Fingern den Schalter sucht, da man so die Power.-aste viel besser findet. Der licht versenkten Button ist also auf jeden Fall ein Pluspunkt. Eher negativ dagegen: auch beim Honor 20 pro ist der Fingerabdruck Sensor nicht ins Display integriert, sondern findet sich im Powerbutton wieder. Damit ist dieser abgesetzte Button wichtig für das Entsperren der Geräte und das erklärt auch, warum ihn Honor so eingebaut hat, das er einfach zu finden ist. Allerdings muss man sagen, dass andere Topmodelle hier weiter gehen und den Sensor direkt ins Display integriert haben.

Die Rückseit wird dominiert vom großen Kameramodul. Dieses nimmt viel Raum ein und lässt sich kaum übersehen. Die vielen Objektive müssen natürlich irgendwo untergebracht werden, aber es wird wohl Zeit für eine schönere Lösung, denn ein wirklicher Hingucker ist die Rückseite mit der Technik trotz der neuen Finish-Varianten nicht.

Die Performance beim Honor 20 pro

Sowohl Honor 20 als auch Honor 20 pro setzen auf den Kirin 980 Prozessor der unter anderem aus dem Mate 20 und dem Huawei P30 bekannt ist. Dazu gibt es 8GB RAM und 256GB internen Speicher. Der Chipsatz wurde dabei bereits 2018 vorgestellt und dieses Alter merkt man dem Prozessor auch etwas an – mittlerweile gibt es einige Android-Chipsätze, die deutlich mehr Leistung bieten.

In der Praxis merkt man diesen Unterschied beispielsweise zum Samsung Galaxy S10 aber kaum. Das Honor 20 pro reagiert schnell und ohne Verzögerungen auf Eingaben, Apps werden schnell geöffnet und Spiele usw. sind ohne Probleme nutzbar. Die Unterschiede in den Benchmarks sind also im normalen Betrieb kaum wahrnehmbar.

Der Fortenite Skin

Man mag öffentlich kaum zugeben, dass man ein Honor 20 hat, denn dann kommen sofort die Anfragen nach dem Skin und ob man diesen noch braucht. Das scheint daher für Spieler des Games durchaus einen interessante Sache zu sein, für alle anderen ist das aber nur nervig. Unser Tipp: auf keinen Fall online zugeben, so ein Modell zu haben …

Kamera

Im Mittelpunkt der Überarbeitung des neuen Honor 20 pro stand auf jeden Fall die Kamera und man merkt das beim Einsatz auch direkt. Die Kamera kann in fast allen Bereichen überzeugen und hat im praktischen Einsatz kaum Schwächen. In den DxOmark Test hat sie auch aus dem Stand eine Bewertung von 111 Punkten geholt und liegt damit nur knapp hinter Huawei P30 pro und Galaxy S10 5G (jeweils einen Punkt mehr). Im Profi-Bereich kommen einige Funktionen nicht ganz mit dem Huawei P30 pro mit (vor allem bei Videos und Zeitlupen), aber für den gehoben Anspruch an eine Kamera ist die Qualität der Aufnahmen mehr als ausreichend.

Schön bei der Kamera: der neue AI-Button, den man auch bereits vom Huawei P30 kennt. Damit kann man sehr schnell und einfach die umfangreiche AI Unterstützung für die Aufnahmen ausschalten und so mit manuellen Einstellungen arbeiten. Das war bei Vorgänger-Modellen noch recht tief im Menü versteckt. Allerdings gibt es noch viele andere Funktionen wie beispielsweise der Umgang mit den Rohbildern, die automatisch geregelt werden und auf die man daher direkt aus der Aufnahme heraus kaum Zugriff hat. Das wäre auf jeden Fall noch ein Punkt für Optimierung.

Der Zoom im Hoor 20 pro ausprobiert:

Kamera Honor 20 pro - normale Aufnahme
Kamera Honor 20 pro – normale Aufnahme

Kamera Honor 20 pro - Weitwinkel
Kamera Honor 20 pro – Weitwinkel

Kamera Honor 20 pro - 3fach Zoom
Kamera Honor 20 pro – 3fach Zoom

 

Kamera Honor 20 pro - 5fach Zoom
Kamera Honor 20 pro – 5fach Zoom

Welche Kritikpunkte gibt es beim Honor 20 pro?

Ein Knackpunkt bei den Modellen ist der Preis. Honor hatte im letzten Jahr die Honor 10 für 399 Euro auf den Markt gebracht. In diesem Jahr ist das normale Honor 20 gleich 100 Euro teurer und kostet 499 Euro, das Honor 20 pro liegt sogar noch höher und kostet über 600 Euro. In diesem Preisbereich bekommt man aber auch bereits die Topmodelle von Samsung und Huawei. Dazu fehlen einige Funktionen, die man von anderen Topmodellen her kennt. Den Fingerabdruck-Sensor im Power-Button hatten wir bereits erwähnt, aber es gibt beispielsweise auch kein drahtloses Laden und die IP Zertifizierung fehlt auch. Das mögen Details sein, aber im Bereich der Topmodelle kann man so etwas schon erwarten.

Zwar hat das Honor 20 pro vor allem bei der Kamera einige Vorteile im Vergleich zum Galaxy S10 und dem Huawei P30, aber dennoch werden sicher viele Nutzer fragen, ob es sich wirklich lohnt auf das Honor 20 pro umzusteigen, wenn es preislich keinen Vorteil mehr gibt. Mit den anderen Premium-Versionen von anderen Herstellern kann das Honor 20 pro daher vor allem bei der Kamera mithalten und ruft dafür aber dennoch ähnliche Preise auf.   Mit Preisen von 50 Euro weniger hätte man diese Diskussion umgehen können.

Technische Daten des Honor 20 pro

Technische DatenHonor 20Honor 20 Pro
ProzessorHuawei HiSilicon Kirin 980 mit Dual-NPUHuawei HiSilicon Kirin 980 mit Dual-NPU
Display6,26 Zoll All View-Display, 2.340 x 1.080 Pixel, 412 ppi6,26 Zoll All View-Display, 2.340 x 1.080 Pixel, 412 ppi
RAM6 Gigabyte8 Gigabyte
Gerätespeicher128 Gigabyte256 Gigabyte
Akku3.750 Milliamperestunden4.000 Milliamperestunden
Hauptkamera48 MP (f.1.8) + 16 MP Superweitwinkel (f/2.2) + 2 MP Tele (f.2.4) + 2 MP Makro (f/2.4)48 MP (f.1.8) + 16 MP Superweitwinkel (f/2.2) + 8 MP Tele (f.2.4) + 2 MP Makro (f/2.4)
Frontkamera32 Megapixel, f/2.032 Megapixel, f/2.0
Maße & Gewicht154,25mm (L) x 73,97mm (B) x 7,87mm (T), 174g154,60 mm (L) x 73,97 mm ( B ) x 8,44mm ( T ), 182g
BetriebssystemAndroid 9.0 PieAndroid 9.0 Pie
Fingerabdruckscannerseitlich im Power-Buttonseitlich im Power-Button
FarbenMidnight Black, Sapphire BluePhantom Black, Phantom Blue

Gigaset GS110 im Test – was kann das neue Gigaset für etwas mehr als 100 Euro?

Gigaset hat mit dem neuen GS110 ein neues Smartphone aus dem Einsteiger-Bereich vorgestellt und bietet die neuen neuen Modelle ab 119 Euro an. Damit tritt das Unternehmen gegen eine ganze Reihe von Konkurrenten an, denn beispielsweise auch Wiko mit dem neuen Wiko Y80, Xiaomi oder auch Honor haben Einsteigermodelle in einem vergleichbaren Preisbereich.

Gigaset schreibt zu dem neuen Modell im Original:

Ob Smartphone-Erstbesitzer, Handy-Dauerverlierer oder wechselfreudiger Trendsetter – die Einsteiger-Smartphones von Gigaset liefern viel Leistung zu einem attraktiven Preis und sehen dabei auch noch gut aus. So sind für das neue Gigaset GS110 Wechselschalen in den nicht alltäglichen, stylischen Farben British Racing Green, Azure Blue und Titanium Grey erhältlich. Auch der Akku ist austauschbar und kann im Falle eines Falles leicht ersetzt werden.

Was genau die neuen Modelle können und welche Vor- und Nachteile es gibt, gibt es hier im Test nachzulesen.

Design und Haptik

Das Gerät setzt dabei sowohl auf eine abnehmbare Rückseite als auch auf einen wechselbaren Akku. Das ist durchaus erwähnenswert, denn auch in diesem Preisbereich gibt es oft bereits Unibody-Modelle, bei denen das nicht der Fall ist. Die Rückseite lässt sich auch vergleichsweise einfach wechseln. Es ist nur wenig Druck notwendig – das ist ein deutlich Unterschied zu früheren Gigaset Modellen in diesem Preisbereich, die oft recht fingernagelmordend waren. Wechselschalen mit anderen Farben waren in unserer Packung leider nicht mit enthalten, diese muss man sich wohl extra kaufen, wenn man die Geräte auch in anderen Farben nutzen möchte.

Beim Design setzt Gigaset auf ein Notch Design. Es gibt eine kleine Aussparung mittig am oberen Rand, in dem die Selfie-Kamera untergebracht ist. Ansonsten gibt es erfreulich wenig Rand und die Modelle sind trotz des 6,1 Zoll Display auch nicht deutlich größer geworden.

Durch das Notch Display wirken die Geräte dazu sehr aktuell und machen den Eindruck, dass es sich hier durchaus auch um ein teureres Modell handeln könnte. Das Display ist allerdings ziemlich anfällig für Fingerabdrücke (im Gegensatz zur Rückseite) – hier könnte eine Folie aber Abhilfe schaffen um nicht ständig polieren zu müssen.

Leistung und Power beim Gigaset GS110

Im Leistungstest bei Geekbench sehen die Werte durchaus gut aus. Die Geräts sind schneller als die älteren GS160 oder GS170 und selbst das schon etwas ältere Topmodelle GS370 kommt damit nicht mit. Das Unternehmen hat hier also einen Prozessor verbaut, der dem Preis mehr als angemessen ist. In der Praxis macht sich das auch angenehm bemerkbar, die Bedienung ist flüssig und Apps oder auch die Kamera öffnen sich vergleichsweise schnell. Mit den Topmodellen auf dem Markt kann der Prozessor aber natürlich nicht mithalten. Dazu gibt es nur 1GB RAM. Das wirkt etwas mager, aber in der Praxis bemerkt man dies eher selten.

Die Kamera im GS110

Bei der Kamera setzt Gigaset auf ein einfacher Modell mit einer Linse. Mit der 8 MP Hauptkamera und 5 MP Frontkamera kommen dazu Sensoren mit eher durchschnittlicher Auflösung zum Einsatz, bei der Hauptkamera gibt es aber immerhin einen Autofokus.

In der Praxis funktioniert der Autofokus auch recht gut, die Bildqualität ist aber nur bei gutem Licht wirklich überzeugend. Wenn es weniger Licht gibt, lässt auch die Qualität der Aufnahmen recht schnell nach, auch bei Übergängen von Licht zu Schatten hatte unser GS110 im Test Probleme. Softwaremäßig ist zwar auch ein Nachtmodus vorhanden, dieser hat aber auch keine deutlich besseren Ergebnisse geliefert.

Dazu fehlt ein Porträt Modus, der bei vielen Nutzer sehr beliebt ist, aber so ein Modus lässt sich ohne zweites Objektiv kaum realisieren. Auch hier muss man aber natürlich wieder den Preis im Hinterkopf behalten. Das GS110 ist sicher kein Fotohandy, bietet aber solide Aufnahmen in diesem Preisbereich und Schnappschüsse und Ähnliches sind damit ohne Probleme möglich. Über die Frontkamera kann man dazu auch die Geräte entsperren.

USB-C Anschluss

Sehr erfreulich: in den Modellen ist ein moderner USB C Anschluss verbaut. Das ist in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich und oft findet man gerade bei den günstigeren Modellen noch den älteren Micro-USB Anschluss. Das Gigaset GS110 ist hier auf jeden Fall auf der Höhe der Zeit.

Leider muss man aber sagen, dass der Anschluss selbst eher wackelig verbaut war. Möglicherweise ist das nur ein Problem bei unserem Modell, aber wenn man das GS mit angeschlossenem Stecker bewegte, kam es durchaus vor, dass die Verbindung verloren wurde. Das sollte an sich nicht sein – vor allem bei der Aufladung ist es wichtig sich darauf verlassen zu können, dass der Anschluss die gesamte Zeit funktioniert.

Ebenfalls erfreulich: das Gigaset GS110 kommt mit einem 3-fach-Kartensteckplatz. Man kann also sowohl 2 Nano-Simkarten gleichzeitig nutzen und auch noch zusätzlich eine Micro-SD Speicherkarte. Das ist nicht immer selbstverständlich, bei vielen Geräten muss man sich zwischen 2. Sim oder SD Karte entscheiden, einige Modelle bieten auch gar keinen SD Platz mehr an.

Android 9 ohne Bloatware

Das GS110 läuft auf dem aktuellen Android 9 in der Go-Edition und setzt dabei auf ein reines Android ohne größere Veränderungen durch das Unternehmen. Konkret bedeutet dies, dass Gigaset keine eigenen Apps aufgespielt hat und man lediglich die Standardausstattung direkt von Google bekommt. Es gibt also keine Bloatware oder Ähnliches, die das Betriebssystem vollmüllen und langsam machen. Das ist sehr erfreulich, denn bei den preisgünstigen Geräten findet man leider auch immer wieder Modelle, die bereits von Haus aus mit viel vorinstallierter Software kommen.  Hier macht das GS110 auf jeden Fall eine gute Figur.

Dazu ist die Go-Edition von Android speziell darauf ausgelegt, auch mit etwas schwächerer Hardware arbeiten zu können und das erklärt möglicherweise die durchaus flüssige Bedienung und die gute Ergebnisse in den Leistungstests. Ansonsten sind die Unterschied zu einem normalen Android eher gering – wer bereits Android kennt wird sich also auch auf dem Gigaset GS110 ohne größere Probleme zurecht finden.

Fazit: So schlägt sich das GS110 im Test

Das Gigaset GS110 ist ein sehr reduziertes Smartphone im unteren Preisbereich, dass sich vor allem auf das wesentliche konzentriert und keine Spielereien mitbringt. Man bekommt ein frisches Design und einen gutes Prozessor, dazu Android 9 go in der aktuellen Version ohne Schnickschnack. Minuspunkte gibt es in Teilen für die Verarbeitung (vor allem beim Anschluss) und bei der Kamera. Vor allem im Kamerabereich sind andere Hersteller besser. Wer aber ohnehin Aufnahmen nicht im Fokus hat, findet hier ein solides Smartphones mit vergleichsweise viel Technik für wenig Geld.

Motorola One Vision – Testbericht und die Erfahrungen mit dem neuen Modell

Motorola One Vision – Testbericht und die Erfahrungen mit dem neuen Modell – den Brand Motorola hat man schon seit einiger Zeit nicht mehr gehört oder diesen als bedeutenden Smartphone-Anbieter gesehen. Vermutlich liegt es daran, dass das Unternehmen sich seit 2011 spaltete – in Motorola Mobility und Motorola Solutions -, wobei das erstere seit 2014 offiziell dem Technikgiganten Lenovo gehört. Jedoch erscheinen auch weitere Neuerungen unter dem besagten Namen. Zu diesen gehört auch der vor kurzem erschienene Motorola One Vision Smartphone. Wie sich dieser in Bereichen von Multifunktionalität, Leistung und Design zeigt, erfahren die Leser im folgenden Beitrag.

Das Display des Motorola One Vision

Hat man die gelieferte Box geöffnet, wird einem als erstes die Größe von One Visions Display auffallen. Bei dieser handelt es sich um einen 6,3 Zoll großen Bildschirm mit einer „Cinemavision-FullHD+“ Funktion und, wie der Name und das Aussehen schon verraten mögen, kann man auf dem Gerät Filme und Videos in überzeugenden Format und Qualität ansehen . Auch lässt sich die Helligkeit sehr leicht einstellen, wobei man bei dem ersten Einschaltvorgang aufpassen müssen, vor allem, wenn man sehr sensible Augen hat, denn da „strahlt“ das Handy wortwörtlich.

Einstellungen und Sicherheit beim Motorola One Vision

Wird das Gerät zum ersten Mal aktiviert, wird man durch eine lange Liste von Einstellungen begleitet – Sprachen, Datum, Accounts etc. Jedoch verläuft der gesamte Prozess nicht sehr lange, da man an jedem Punkt verständliche und überschaubare Erklärungen zu jeder einzelnen Funktion erhält. Außerdem, und das mag für viele Nutzer sogar bedeutender sein, kann man die meisten von diesen einfach umgehen. Eine Option, die man jedoch nicht ignorieren sollte, ist der Fingerabdrucksensor – nur einer der vielen Sensormöglichkeiten des Smartphones, zu welchen auch Näherungssensor, Beschleunigungssensor und Umgebungslichtsensor gehören. Obwohl man auch hier die Wahl hat, das Gerät später mit einem Code oder Muster sperren zu können, wäre die Fingerabdruckerkennung ein wichtiger Schritt in Richtung der Privatsicherheit. Auch an dieser Stelle wird der Nutzer durch alle Einstellungsbereiche dieser Option begleitet. Die Face-Unlock-Option ist ebenso einstellbar.

Die Kamera beim Motorola One Vision

Eine der ersten Aktivitäten, die man an dem One Vision ausprobieren will, ist die Kamera. Diese ist mit einer 48 MP Rück- und 25 MP Frontkamera ausgestattet und erzeugt dadurch Bilder von bester Qualität. Nicht nur, dass die Fotos detailreich gemacht werden – darüber hinaus ist der Vorgang von Fotoshooting ebenso bequem und einfach gestaltet. Aber auch professionelle Kameranutzer dürfen sich an dem Smartphone erfreuen: neben den gewöhnlichen Bildoptionen wie Nachtmodus, besteht eine zahlreiche Auswahl an farbenreichen und spezifischen Modi. Zu diesen gehören Cinemagraph, 360-Grad-Panorama, manueller und Porträt Modus, Aktivbild, Farbspot, Wasserzeichen, Live-Filter und andere. Auch verhilft der hochauflösender Zoom dem Inhaber von One Vision die wichtigsten Kleinigkeiten in bester Auflösung aufzunehmen. Will man neben Bildern auch Videoaufnahmen machen, so erfolgt es in einer Qualität bis zu 60fps. Die gespeicherten Videos kann man dann auf dem beträchtlichen Bildschirm in einer Auflösung von 1080 x 2520ppi in Full-HD+ genießen.

Der Akku des Motorola One Vision

Im Test zeigte sich auch der Akku von One Vision als belastbar und effektiv. Es wurden mehrere Anwendungen gleichzeitig gestartet, man konnte dabei Musik hören, im Nachhinein Videos abspielen, ohne dass sich die Ladung schnell verbrauchen würde. An dieser Stelle muss man jedoch darauf achten, dass die „Akku-Erfahrung“ in verschiedenen Fällen variieren kann. So schreibt das Unternehmen, dass man für 7 Stunden Nutzungszeit das Smartphone nur 15 Minuten lang laden muss. Selbstverständlich werden hier einige Faktoren, welche das Aufladen verlangsamen können – zum Beispiel angeschalteter W-LAN oder Bluetooth -, nicht erwähnt. Folgende Information findet man darüber auf der offiziellen Seite des Anbieters:

„Akku muss weitgehend entladen sein, Laderate verlangsamt sich mit zunehmender Ladung. Ladegerät in manchen Märkten separat erhältlich. Alle Angaben zur Akku-Laufzeit sind Annäherungswerte, die auf einem durchschnittlichen Benutzerprofil basieren, das sowohl Nutzungs- als auch Standby-Zeiten berücksichtigt. Die tatsächliche Akkuleistung kann abweichen und hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. Signalstärke, Netzwerk- und Geräteeinstellungen, Temperatur, Akkuzustand und Nutzungsmuster.“

Der Speicher des Motorola One Vision

Inzwischen kann man bei der Großzahl von verkauften Geräten davon ausgehen, dass diese genug Speicher aufweisen. Dasselbe lässt sich auch über Motorola One Vision sagen. Bei dem Smartphone hat man neben den 128 GB internen Speichers die Möglichkeit diesen zu erweitern. Mit einer MicroSD Karte kann man sich zusätzlich bis zu 2 TB Speicher holen, sodass man eine Unmenge an Bildern, Videos und anderen Dateien deponieren kann, ohne sich Sorgen über belegten Platz zu machen.

Leistung und Preis

Auch zeigte sich die Aufführung von One Vision im Test von einer positiven Seite. Die Befehle werden ohne Verzögerung ausgeführt, Ladezeiten sind gering, was man auch von heutigen Geräten mittlerer Preisklasse erwarten darf. Was die Kosten betrifft, so kann man Motorola One Vision schon für 299,99 Euro bestellen. Bei dem Erwerb des Smartphones kann man auch zwischen zwei Farben wählen – blau und bronze – und das Gerät so an persönliche Nutzungsbedingungen anpassen.

Weiteren Features und Informationen

Zu weiteren Möglichkeiten von One Vision gehören die sogenannten Gesten-Funktionen. Bei diesen kann man unter anderem den Schnellauslöser oder Eintasten-Steuerung bedienen, um dadurch längere Optionspfade zu vermeiden. Mit dem intelligenten Display, welches ganz bequem die Nachrichtenanzeige oder Musiksteuerung darstellt, erfolgt der Umgang mit dem Gerät angenehm und schnell. Ebenso trägt dazu das Android One Betriebssystem bei und sorgt ständig für höhere Produktivität mit monatlichen Updates, welche neben der Sicherheit auch die Leistung verbessern. Ein Aspekt an welchen man sich vielleicht zunächst gewöhnen müsste, ist der Gewicht von One Vision. Mit 181 g macht sich das Smartphone in der einen Hand bemerkbar und ist ungefähr paar Gramm schwerer als der iPhone XS. Für den Preis von rund 300 Euro bietet One Vision von Motorola jedoch eine überaus überzeugende Erfahrung an und überzeugt mit Funktionalität und Leistung.

Gigaset GS280 im Test – unsere Erfahrungen mit dem neuen Handy von Gigaset

Gigaset 280 im Test – unsere Erfahrungen mit dem neuen Handy von Gigaset – Gigaset setzt mittlerweile immer mehr auf Handys und Smartphones, die in Deutschland endgefertigt werden und das GS280 ist ein neues Modell aus dieser Reihe. Die Geräte sollen dabei für 249 Euro zu haben sein und das macht deutlich, dass es sich beim GS280 eher um ein Gerät aus dem Einsteigerbereich oder der unteren Mittelklasse handelt. Daher sollte man auch kein Topleistungen erwarten – die Modelle überzeugen eher mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis.

Als Kurzfassung: Gigaset hat beim GS280 viel richtig gemacht und an wichtigen Stellen nachgebessert. Das Gigaset ist ein Akku-Kraftpaket und vor allem das Design die Wertigkeit der Modelle wurde deutlich nach oben geschraubt. Dazu gibt es lange Laufzeiten und einen USB-C Anschluss.

Das Design des Gigaset 280

Man merkt das Upgrade der Modelle bereits beim Anfassen. Frühere Modelle  von Gigaset (vor allem in den unteren Preisbereichen) fühlten sich oft deutlich nach Plastik an (unter anderem auch das GS185 aus dem letzten Jahr). Beim Gigaset GS280 setzt das Unternehmen nun auf einen Unibody und damit wirken die Geräte stabiler und hochwertiger – sie liegen einfach besser in der Hand. Allerdings lässt sich natürlich auf diese Weise auch der Akku nicht mehr wechseln, die Geräte sind insgesamt nicht mehr zu öffnen. Daher liegt mittlerweile auch ein Öffner dabei, mit dem man das Simkartenfach öffnen kann – auch das ist neu im Vergleich zu älteren Gigaset Modellen.

Das Design ist wenig aufregend. Andere Modelle in diesem Preisbereich setzen bereits auf ein Notch-Design mit kleinen Rändern. Beim GS280 sind sowohl die Ränder oben und unter recht deutlich ausgeprägt und auch sonst erinnern die Modelle eher an klassische Smartphones. Einen physischen Button gibt es aber nicht. Im Gerät ist ein Display mit 5.7 Zoll verbaut. Durch die größeren Ränder ist das Smartphone aber fast so groß wie andere Modelle mit 6 Zoll Display und kleineren Rändern.

Herzstück ist aber natürlich der Akku. Preisbewußte Nutzer legen oft auf viel Akkupower wert und daher hat Gigaset hier einen Akku mit 5.000mAh verbaut. Das ist richtig viel Power für diese Preisklasse und darüber hinaus gibt es auch schnell QuickCharge 3.0 – man kann den Akku also auch schnell aufladen (per USB Typ C). Gigaset selbst schreibt, dass man den vollen Akku in etwa 2,5 Stunden geladen hat, in unseren Tests hat es in der Regel etwas länger gedauert, bis der Akku voll war – die Abweichung war aber nicht wesentlich. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Geräte schnelles Laden unterstützen, denn sonst würde es sehr lange dauern, bis der Akku geladen ist. Mit vollem Akku kommt man dabei durchaus lange hin. Wir haben die Modelle etwa eine Woche getestet, dabei war nur einmal eine Aufladung auf volle Leistung  notwendig. Der große Akku und der Anschluss machen es dazu möglich, die Modelle als Powerbank zu verwenden und andere Geräte damit aufzuladen.

Softwareseitig sind beim GS 280 vergleichsweise wenige Apps an Bord. Bei anderen Herstellern sind vor allem die preiswerten Modelle oft mit Bloatware beladen – das ist hier nicht der Fall. Lediglich die Gigaset App ist zusätzlich vorinstalliert, aber das stört nicht weiter.

Die Leistung des Gigaset GS280

Wie bereits oben geschrieben ist das Gigaset GS280 kein Topmodell und das sieht man vor allem auch bei der Performance der Modelle. Der Octa-Core Prozessor mit 4GB Arbeitsspeicher liefert eher solide Arbeit und keine Spitzenwerte und daher ordnet sich das Gerät im Leistungstest bei Antut und Geekbench Benchmark auch eher im unteren Drittel ein. Man sollte aber auch nicht verschweigen, dass es in dem Preisbereich bereits Handymodelle gib, die deutlich schneller sind.

In der Praxis merkt man diese Leistungsdaten aber kaum. Das Gerät reagiert prompt auf Eingaben, Apps öffnen sich schnell und auch der Wechsel zwischen den Apps geht ohne größere Verzögerung. Es gab in unserem Test auch keine Fehler oder Probleme – wir konnte jederzeit damit arbeiten ohne das Apps abgestürtzt sind oder sich aufgehangen haben. Das Gerät läuft also stabil und solide – nur Highend Anwendungen sollte man besser meiden. Das gilt auch für viele moderne Spiele mit 3D Grafik – an der Stelle bemerkt man dann schon, dass dem Prozessor recht schnell die Puste ausgeht. Allerdings ist das in dem Preisbereich auch kaum anders zu erwarten.

Kritik beim Gigaset GS280

Im Test gab es aber auch zwei deutliche Kritikpunkte: Gigaset liefert die GS280 Modelle derzeit nur mit Android 8.1 aus. Das bedeutet, man bekommt bei den Geräten noch nicht einmal Android aus dem letzten Jahr, sondern aus 2017. Anderer Hersteller sind (auch in diesem Preisbereich) da deutlich aktueller und setzen bereits auf Android 9. Gigaset verspricht zwar, dass „Sicherheitsupdates zeitnah nach der Bereitstellung von Google implementiert werden“, aber das betrifft nur die Sicherheitsupdates und nicht die System-Versionen. Wann es also ein neueres Android für das Gigaset GS280 geben wird, bleibt offen.

Dazu haben die Modelle kein NFC an Bord. Einen entsprechenden Chip gibt es nicht und damit fehlt den Geräten beispielsweise die Möglichkeit zum mobilen Bezahlen per Google Pay und anderen Diensten. Das ist schade, denn immer mehr Anbieter und Lösungen für das Bezahlen mit Handy und Smartphone kommen auf den Markt. Die Nutzer des GS280 profitieren davon leider aber nicht.

Unser Fazit zum Gigaset GS280

Gigaset hat beim GS280 viel richtig gemacht und an wichtigen Stellen nachgebessert. Vor allem die Wertigkeit der Modelle wurde deutlich nach oben geschraubt. Dazu gibt es lange Laufzeiten (mit Quickcharge) und endlich auch einen USB-C Anschluss. Das ist schon richtig viel Leistung für den Preis von knapp 250 Euro.

Negativ fallen Android 8.1 als eher ältere Version des Betriebssystems auf. Dazu könnte der Prozessor unter Volllast etwas schneller sein und NFC wäre auf jeden Fall eine Bereicherung für die Geräte gewesen. Wer darauf verzichten kann, findet mit dem Gigaset GS280 auf jeden Fall ein solides Kraftpaket für den täglichen Einsatz.

Die technischen Daten des neuen Gigaset GS280

  • 5,7″, 18:9 Full HD plus IPS Display*, rahmenlose Vision, 2,5D Glas
  • 5000 mAh Lithium Polymer Akku mit QC3.0 Schnellladung
  • Face ID und Fingerprint Sensor mit Multi-Funktionen
  • Qualcomm Octa-Core Prozessor mit 4G LTE, unterstützt VoLTE und VoWiFi
  • 13 MP Front Kamera und 16 MP PDAF Hauptkamera
  • 3 GB Arbeitsspeicher und 32 GB interner Speicher
  • Dual-SIM (2 Nano-SIM Karten) plus eine MicroSD-Karte
  • USB Type-C mit On-The-Go Funktion
  • Pure AndroidTM 8.1 Oreo