Gigaset GS110 im Test – was kann das neue Gigaset für etwas mehr als 100 Euro?

Gigaset hat mit dem neuen GS110 ein neues Smartphone aus dem Einsteiger-Bereich vorgestellt und bietet die neuen neuen Modelle ab 119 Euro an. Damit tritt das Unternehmen gegen eine ganze Reihe von Konkurrenten an, denn beispielsweise auch Wiko mit dem neuen Wiko Y80, Xiaomi oder auch Honor haben Einsteigermodelle in einem vergleichbaren Preisbereich.

Gigaset schreibt zu dem neuen Modell im Original:

Ob Smartphone-Erstbesitzer, Handy-Dauerverlierer oder wechselfreudiger Trendsetter – die Einsteiger-Smartphones von Gigaset liefern viel Leistung zu einem attraktiven Preis und sehen dabei auch noch gut aus. So sind für das neue Gigaset GS110 Wechselschalen in den nicht alltäglichen, stylischen Farben British Racing Green, Azure Blue und Titanium Grey erhältlich. Auch der Akku ist austauschbar und kann im Falle eines Falles leicht ersetzt werden.

Was genau die neuen Modelle können und welche Vor- und Nachteile es gibt, gibt es hier im Test nachzulesen.

Design und Haptik

Das Gerät setzt dabei sowohl auf eine abnehmbare Rückseite als auch auf einen wechselbaren Akku. Das ist durchaus erwähnenswert, denn auch in diesem Preisbereich gibt es oft bereits Unibody-Modelle, bei denen das nicht der Fall ist. Die Rückseite lässt sich auch vergleichsweise einfach wechseln. Es ist nur wenig Druck notwendig – das ist ein deutlich Unterschied zu früheren Gigaset Modellen in diesem Preisbereich, die oft recht fingernagelmordend waren. Wechselschalen mit anderen Farben waren in unserer Packung leider nicht mit enthalten, diese muss man sich wohl extra kaufen, wenn man die Geräte auch in anderen Farben nutzen möchte.

Beim Design setzt Gigaset auf ein Notch Design. Es gibt eine kleine Aussparung mittig am oberen Rand, in dem die Selfie-Kamera untergebracht ist. Ansonsten gibt es erfreulich wenig Rand und die Modelle sind trotz des 6,1 Zoll Display auch nicht deutlich größer geworden.

Durch das Notch Display wirken die Geräte dazu sehr aktuell und machen den Eindruck, dass es sich hier durchaus auch um ein teureres Modell handeln könnte. Das Display ist allerdings ziemlich anfällig für Fingerabdrücke (im Gegensatz zur Rückseite) – hier könnte eine Folie aber Abhilfe schaffen um nicht ständig polieren zu müssen.

Leistung und Power beim Gigaset GS110

Im Leistungstest bei Geekbench sehen die Werte durchaus gut aus. Die Geräts sind schneller als die älteren GS160 oder GS170 und selbst das schon etwas ältere Topmodelle GS370 kommt damit nicht mit. Das Unternehmen hat hier also einen Prozessor verbaut, der dem Preis mehr als angemessen ist. In der Praxis macht sich das auch angenehm bemerkbar, die Bedienung ist flüssig und Apps oder auch die Kamera öffnen sich vergleichsweise schnell. Mit den Topmodellen auf dem Markt kann der Prozessor aber natürlich nicht mithalten. Dazu gibt es nur 1GB RAM. Das wirkt etwas mager, aber in der Praxis bemerkt man dies eher selten.

Die Kamera im GS110

Bei der Kamera setzt Gigaset auf ein einfacher Modell mit einer Linse. Mit der 8 MP Hauptkamera und 5 MP Frontkamera kommen dazu Sensoren mit eher durchschnittlicher Auflösung zum Einsatz, bei der Hauptkamera gibt es aber immerhin einen Autofokus.

In der Praxis funktioniert der Autofokus auch recht gut, die Bildqualität ist aber nur bei gutem Licht wirklich überzeugend. Wenn es weniger Licht gibt, lässt auch die Qualität der Aufnahmen recht schnell nach, auch bei Übergängen von Licht zu Schatten hatte unser GS110 im Test Probleme. Softwaremäßig ist zwar auch ein Nachtmodus vorhanden, dieser hat aber auch keine deutlich besseren Ergebnisse geliefert.

Dazu fehlt ein Porträt Modus, der bei vielen Nutzer sehr beliebt ist, aber so ein Modus lässt sich ohne zweites Objektiv kaum realisieren. Auch hier muss man aber natürlich wieder den Preis im Hinterkopf behalten. Das GS110 ist sicher kein Fotohandy, bietet aber solide Aufnahmen in diesem Preisbereich und Schnappschüsse und Ähnliches sind damit ohne Probleme möglich. Über die Frontkamera kann man dazu auch die Geräte entsperren.

USB-C Anschluss

Sehr erfreulich: in den Modellen ist ein moderner USB C Anschluss verbaut. Das ist in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich und oft findet man gerade bei den günstigeren Modellen noch den älteren Micro-USB Anschluss. Das Gigaset GS110 ist hier auf jeden Fall auf der Höhe der Zeit.

Leider muss man aber sagen, dass der Anschluss selbst eher wackelig verbaut war. Möglicherweise ist das nur ein Problem bei unserem Modell, aber wenn man das GS mit angeschlossenem Stecker bewegte, kam es durchaus vor, dass die Verbindung verloren wurde. Das sollte an sich nicht sein – vor allem bei der Aufladung ist es wichtig sich darauf verlassen zu können, dass der Anschluss die gesamte Zeit funktioniert.

Ebenfalls erfreulich: das Gigaset GS110 kommt mit einem 3-fach-Kartensteckplatz. Man kann also sowohl 2 Nano-Simkarten gleichzeitig nutzen und auch noch zusätzlich eine Micro-SD Speicherkarte. Das ist nicht immer selbstverständlich, bei vielen Geräten muss man sich zwischen 2. Sim oder SD Karte entscheiden, einige Modelle bieten auch gar keinen SD Platz mehr an.

Android 9 ohne Bloatware

Das GS110 läuft auf dem aktuellen Android 9 in der Go-Edition und setzt dabei auf ein reines Android ohne größere Veränderungen durch das Unternehmen. Konkret bedeutet dies, dass Gigaset keine eigenen Apps aufgespielt hat und man lediglich die Standardausstattung direkt von Google bekommt. Es gibt also keine Bloatware oder Ähnliches, die das Betriebssystem vollmüllen und langsam machen. Das ist sehr erfreulich, denn bei den preisgünstigen Geräten findet man leider auch immer wieder Modelle, die bereits von Haus aus mit viel vorinstallierter Software kommen.  Hier macht das GS110 auf jeden Fall eine gute Figur.

Dazu ist die Go-Edition von Android speziell darauf ausgelegt, auch mit etwas schwächerer Hardware arbeiten zu können und das erklärt möglicherweise die durchaus flüssige Bedienung und die gute Ergebnisse in den Leistungstests. Ansonsten sind die Unterschied zu einem normalen Android eher gering – wer bereits Android kennt wird sich also auch auf dem Gigaset GS110 ohne größere Probleme zurecht finden.

Fazit: So schlägt sich das GS110 im Test

Das Gigaset GS110 ist ein sehr reduziertes Smartphone im unteren Preisbereich, dass sich vor allem auf das wesentliche konzentriert und keine Spielereien mitbringt. Man bekommt ein frisches Design und einen gutes Prozessor, dazu Android 9 go in der aktuellen Version ohne Schnickschnack. Minuspunkte gibt es in Teilen für die Verarbeitung (vor allem beim Anschluss) und bei der Kamera. Vor allem im Kamerabereich sind andere Hersteller besser. Wer aber ohnehin Aufnahmen nicht im Fokus hat, findet hier ein solides Smartphones mit vergleichsweise viel Technik für wenig Geld.

Motorola One Vision – Testbericht und die Erfahrungen mit dem neuen Modell

Motorola One Vision – Testbericht und die Erfahrungen mit dem neuen Modell – den Brand Motorola hat man schon seit einiger Zeit nicht mehr gehört oder diesen als bedeutenden Smartphone-Anbieter gesehen. Vermutlich liegt es daran, dass das Unternehmen sich seit 2011 spaltete – in Motorola Mobility und Motorola Solutions -, wobei das erstere seit 2014 offiziell dem Technikgiganten Lenovo gehört. Jedoch erscheinen auch weitere Neuerungen unter dem besagten Namen. Zu diesen gehört auch der vor kurzem erschienene Motorola One Vision Smartphone. Wie sich dieser in Bereichen von Multifunktionalität, Leistung und Design zeigt, erfahren die Leser im folgenden Beitrag.

Das Display des Motorola One Vision

Hat man die gelieferte Box geöffnet, wird einem als erstes die Größe von One Visions Display auffallen. Bei dieser handelt es sich um einen 6,3 Zoll großen Bildschirm mit einer „Cinemavision-FullHD+“ Funktion und, wie der Name und das Aussehen schon verraten mögen, kann man auf dem Gerät Filme und Videos in überzeugenden Format und Qualität ansehen . Auch lässt sich die Helligkeit sehr leicht einstellen, wobei man bei dem ersten Einschaltvorgang aufpassen müssen, vor allem, wenn man sehr sensible Augen hat, denn da „strahlt“ das Handy wortwörtlich.

Einstellungen und Sicherheit beim Motorola One Vision

Wird das Gerät zum ersten Mal aktiviert, wird man durch eine lange Liste von Einstellungen begleitet – Sprachen, Datum, Accounts etc. Jedoch verläuft der gesamte Prozess nicht sehr lange, da man an jedem Punkt verständliche und überschaubare Erklärungen zu jeder einzelnen Funktion erhält. Außerdem, und das mag für viele Nutzer sogar bedeutender sein, kann man die meisten von diesen einfach umgehen. Eine Option, die man jedoch nicht ignorieren sollte, ist der Fingerabdrucksensor – nur einer der vielen Sensormöglichkeiten des Smartphones, zu welchen auch Näherungssensor, Beschleunigungssensor und Umgebungslichtsensor gehören. Obwohl man auch hier die Wahl hat, das Gerät später mit einem Code oder Muster sperren zu können, wäre die Fingerabdruckerkennung ein wichtiger Schritt in Richtung der Privatsicherheit. Auch an dieser Stelle wird der Nutzer durch alle Einstellungsbereiche dieser Option begleitet. Die Face-Unlock-Option ist ebenso einstellbar.

Die Kamera beim Motorola One Vision

Eine der ersten Aktivitäten, die man an dem One Vision ausprobieren will, ist die Kamera. Diese ist mit einer 48 MP Rück- und 25 MP Frontkamera ausgestattet und erzeugt dadurch Bilder von bester Qualität. Nicht nur, dass die Fotos detailreich gemacht werden – darüber hinaus ist der Vorgang von Fotoshooting ebenso bequem und einfach gestaltet. Aber auch professionelle Kameranutzer dürfen sich an dem Smartphone erfreuen: neben den gewöhnlichen Bildoptionen wie Nachtmodus, besteht eine zahlreiche Auswahl an farbenreichen und spezifischen Modi. Zu diesen gehören Cinemagraph, 360-Grad-Panorama, manueller und Porträt Modus, Aktivbild, Farbspot, Wasserzeichen, Live-Filter und andere. Auch verhilft der hochauflösender Zoom dem Inhaber von One Vision die wichtigsten Kleinigkeiten in bester Auflösung aufzunehmen. Will man neben Bildern auch Videoaufnahmen machen, so erfolgt es in einer Qualität bis zu 60fps. Die gespeicherten Videos kann man dann auf dem beträchtlichen Bildschirm in einer Auflösung von 1080 x 2520ppi in Full-HD+ genießen.

Der Akku des Motorola One Vision

Im Test zeigte sich auch der Akku von One Vision als belastbar und effektiv. Es wurden mehrere Anwendungen gleichzeitig gestartet, man konnte dabei Musik hören, im Nachhinein Videos abspielen, ohne dass sich die Ladung schnell verbrauchen würde. An dieser Stelle muss man jedoch darauf achten, dass die „Akku-Erfahrung“ in verschiedenen Fällen variieren kann. So schreibt das Unternehmen, dass man für 7 Stunden Nutzungszeit das Smartphone nur 15 Minuten lang laden muss. Selbstverständlich werden hier einige Faktoren, welche das Aufladen verlangsamen können – zum Beispiel angeschalteter W-LAN oder Bluetooth -, nicht erwähnt. Folgende Information findet man darüber auf der offiziellen Seite des Anbieters:

„Akku muss weitgehend entladen sein, Laderate verlangsamt sich mit zunehmender Ladung. Ladegerät in manchen Märkten separat erhältlich. Alle Angaben zur Akku-Laufzeit sind Annäherungswerte, die auf einem durchschnittlichen Benutzerprofil basieren, das sowohl Nutzungs- als auch Standby-Zeiten berücksichtigt. Die tatsächliche Akkuleistung kann abweichen und hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. Signalstärke, Netzwerk- und Geräteeinstellungen, Temperatur, Akkuzustand und Nutzungsmuster.“

Der Speicher des Motorola One Vision

Inzwischen kann man bei der Großzahl von verkauften Geräten davon ausgehen, dass diese genug Speicher aufweisen. Dasselbe lässt sich auch über Motorola One Vision sagen. Bei dem Smartphone hat man neben den 128 GB internen Speichers die Möglichkeit diesen zu erweitern. Mit einer MicroSD Karte kann man sich zusätzlich bis zu 2 TB Speicher holen, sodass man eine Unmenge an Bildern, Videos und anderen Dateien deponieren kann, ohne sich Sorgen über belegten Platz zu machen.

Leistung und Preis

Auch zeigte sich die Aufführung von One Vision im Test von einer positiven Seite. Die Befehle werden ohne Verzögerung ausgeführt, Ladezeiten sind gering, was man auch von heutigen Geräten mittlerer Preisklasse erwarten darf. Was die Kosten betrifft, so kann man Motorola One Vision schon für 299,99 Euro bestellen. Bei dem Erwerb des Smartphones kann man auch zwischen zwei Farben wählen – blau und bronze – und das Gerät so an persönliche Nutzungsbedingungen anpassen.

Weiteren Features und Informationen

Zu weiteren Möglichkeiten von One Vision gehören die sogenannten Gesten-Funktionen. Bei diesen kann man unter anderem den Schnellauslöser oder Eintasten-Steuerung bedienen, um dadurch längere Optionspfade zu vermeiden. Mit dem intelligenten Display, welches ganz bequem die Nachrichtenanzeige oder Musiksteuerung darstellt, erfolgt der Umgang mit dem Gerät angenehm und schnell. Ebenso trägt dazu das Android One Betriebssystem bei und sorgt ständig für höhere Produktivität mit monatlichen Updates, welche neben der Sicherheit auch die Leistung verbessern. Ein Aspekt an welchen man sich vielleicht zunächst gewöhnen müsste, ist der Gewicht von One Vision. Mit 181 g macht sich das Smartphone in der einen Hand bemerkbar und ist ungefähr paar Gramm schwerer als der iPhone XS. Für den Preis von rund 300 Euro bietet One Vision von Motorola jedoch eine überaus überzeugende Erfahrung an und überzeugt mit Funktionalität und Leistung.

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Gigaset GS280 im Test – unsere Erfahrungen mit dem neuen Handy von Gigaset

Gigaset 280 im Test – unsere Erfahrungen mit dem neuen Handy von Gigaset – Gigaset setzt mittlerweile immer mehr auf Handys und Smartphones, die in Deutschland endgefertigt werden und das GS280 ist ein neues Modell aus dieser Reihe. Die Geräte sollen dabei für 249 Euro zu haben sein und das macht deutlich, dass es sich beim GS280 eher um ein Gerät aus dem Einsteigerbereich oder der unteren Mittelklasse handelt. Daher sollte man auch kein Topleistungen erwarten – die Modelle überzeugen eher mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis.

Als Kurzfassung: Gigaset hat beim GS280 viel richtig gemacht und an wichtigen Stellen nachgebessert. Das Gigaset ist ein Akku-Kraftpaket und vor allem das Design die Wertigkeit der Modelle wurde deutlich nach oben geschraubt. Dazu gibt es lange Laufzeiten und einen USB-C Anschluss.

Das Design des Gigaset 280

Man merkt das Upgrade der Modelle bereits beim Anfassen. Frühere Modelle  von Gigaset (vor allem in den unteren Preisbereichen) fühlten sich oft deutlich nach Plastik an (unter anderem auch das GS185 aus dem letzten Jahr). Beim Gigaset GS280 setzt das Unternehmen nun auf einen Unibody und damit wirken die Geräte stabiler und hochwertiger – sie liegen einfach besser in der Hand. Allerdings lässt sich natürlich auf diese Weise auch der Akku nicht mehr wechseln, die Geräte sind insgesamt nicht mehr zu öffnen. Daher liegt mittlerweile auch ein Öffner dabei, mit dem man das Simkartenfach öffnen kann – auch das ist neu im Vergleich zu älteren Gigaset Modellen.

Das Design ist wenig aufregend. Andere Modelle in diesem Preisbereich setzen bereits auf ein Notch-Design mit kleinen Rändern. Beim GS280 sind sowohl die Ränder oben und unter recht deutlich ausgeprägt und auch sonst erinnern die Modelle eher an klassische Smartphones. Einen physischen Button gibt es aber nicht. Im Gerät ist ein Display mit 5.7 Zoll verbaut. Durch die größeren Ränder ist das Smartphone aber fast so groß wie andere Modelle mit 6 Zoll Display und kleineren Rändern.

Herzstück ist aber natürlich der Akku. Preisbewußte Nutzer legen oft auf viel Akkupower wert und daher hat Gigaset hier einen Akku mit 5.000mAh verbaut. Das ist richtig viel Power für diese Preisklasse und darüber hinaus gibt es auch schnell QuickCharge 3.0 – man kann den Akku also auch schnell aufladen (per USB Typ C). Gigaset selbst schreibt, dass man den vollen Akku in etwa 2,5 Stunden geladen hat, in unseren Tests hat es in der Regel etwas länger gedauert, bis der Akku voll war – die Abweichung war aber nicht wesentlich. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Geräte schnelles Laden unterstützen, denn sonst würde es sehr lange dauern, bis der Akku geladen ist. Mit vollem Akku kommt man dabei durchaus lange hin. Wir haben die Modelle etwa eine Woche getestet, dabei war nur einmal eine Aufladung auf volle Leistung  notwendig. Der große Akku und der Anschluss machen es dazu möglich, die Modelle als Powerbank zu verwenden und andere Geräte damit aufzuladen.

Softwareseitig sind beim GS 280 vergleichsweise wenige Apps an Bord. Bei anderen Herstellern sind vor allem die preiswerten Modelle oft mit Bloatware beladen – das ist hier nicht der Fall. Lediglich die Gigaset App ist zusätzlich vorinstalliert, aber das stört nicht weiter.

Die Leistung des Gigaset GS280

Wie bereits oben geschrieben ist das Gigaset GS280 kein Topmodell und das sieht man vor allem auch bei der Performance der Modelle. Der Octa-Core Prozessor mit 4GB Arbeitsspeicher liefert eher solide Arbeit und keine Spitzenwerte und daher ordnet sich das Gerät im Leistungstest bei Antut und Geekbench Benchmark auch eher im unteren Drittel ein. Man sollte aber auch nicht verschweigen, dass es in dem Preisbereich bereits Handymodelle gib, die deutlich schneller sind.

In der Praxis merkt man diese Leistungsdaten aber kaum. Das Gerät reagiert prompt auf Eingaben, Apps öffnen sich schnell und auch der Wechsel zwischen den Apps geht ohne größere Verzögerung. Es gab in unserem Test auch keine Fehler oder Probleme – wir konnte jederzeit damit arbeiten ohne das Apps abgestürtzt sind oder sich aufgehangen haben. Das Gerät läuft also stabil und solide – nur Highend Anwendungen sollte man besser meiden. Das gilt auch für viele moderne Spiele mit 3D Grafik – an der Stelle bemerkt man dann schon, dass dem Prozessor recht schnell die Puste ausgeht. Allerdings ist das in dem Preisbereich auch kaum anders zu erwarten.

Kritik beim Gigaset GS280

Im Test gab es aber auch zwei deutliche Kritikpunkte: Gigaset liefert die GS280 Modelle derzeit nur mit Android 8.1 aus. Das bedeutet, man bekommt bei den Geräten noch nicht einmal Android aus dem letzten Jahr, sondern aus 2017. Anderer Hersteller sind (auch in diesem Preisbereich) da deutlich aktueller und setzen bereits auf Android 9. Gigaset verspricht zwar, dass „Sicherheitsupdates zeitnah nach der Bereitstellung von Google implementiert werden“, aber das betrifft nur die Sicherheitsupdates und nicht die System-Versionen. Wann es also ein neueres Android für das Gigaset GS280 geben wird, bleibt offen.

Dazu haben die Modelle kein NFC an Bord. Einen entsprechenden Chip gibt es nicht und damit fehlt den Geräten beispielsweise die Möglichkeit zum mobilen Bezahlen per Google Pay und anderen Diensten. Das ist schade, denn immer mehr Anbieter und Lösungen für das Bezahlen mit Handy und Smartphone kommen auf den Markt. Die Nutzer des GS280 profitieren davon leider aber nicht.

Unser Fazit zum Gigaset GS280

Gigaset hat beim GS280 viel richtig gemacht und an wichtigen Stellen nachgebessert. Vor allem die Wertigkeit der Modelle wurde deutlich nach oben geschraubt. Dazu gibt es lange Laufzeiten (mit Quickcharge) und endlich auch einen USB-C Anschluss. Das ist schon richtig viel Leistung für den Preis von knapp 250 Euro.

Negativ fallen Android 8.1 als eher ältere Version des Betriebssystems auf. Dazu könnte der Prozessor unter Volllast etwas schneller sein und NFC wäre auf jeden Fall eine Bereicherung für die Geräte gewesen. Wer darauf verzichten kann, findet mit dem Gigaset GS280 auf jeden Fall ein solides Kraftpaket für den täglichen Einsatz.

Die technischen Daten des neuen Gigaset GS280

  • 5,7″, 18:9 Full HD plus IPS Display*, rahmenlose Vision, 2,5D Glas
  • 5000 mAh Lithium Polymer Akku mit QC3.0 Schnellladung
  • Face ID und Fingerprint Sensor mit Multi-Funktionen
  • Qualcomm Octa-Core Prozessor mit 4G LTE, unterstützt VoLTE und VoWiFi
  • 13 MP Front Kamera und 16 MP PDAF Hauptkamera
  • 3 GB Arbeitsspeicher und 32 GB interner Speicher
  • Dual-SIM (2 Nano-SIM Karten) plus eine MicroSD-Karte
  • USB Type-C mit On-The-Go Funktion
  • Pure AndroidTM 8.1 Oreo

 

Das kleinste Handy der Welt im Test: Zanco Tiny T1

Zanco hat das Tiny T1 explizit als kleinstes Handy der Welt konzipiert und mit 46×21 Millimetern Abmessung ist es derzeit tatsächlich das kleine Seriengerät, dass man auf dem Markt bekommen kann. Ursprünglich wurden die Modelle auf Kickstarter angeboten, aber leider gab es juristische Probleme, so dass es nie zu einer Auslieferung kam. Zanco bietet das Tiny T1 aber mittlerweile offiziell an, auch wenn der Preis inzwischen deutlich höher liegt. Wer sich jetzt fragt, wofür man so ein Modell braucht: Zanco hat gleich eine ganze Reihe von Use-Cases zusammen gestellt:

  • It’s the ‘must have’ gadget of 2018 – If you’re a gadget geek, you have got to have this! 
  • It’s an ideal backup or emergency phone! – It’s so small you can keep in your bag, pocket or glove compartment as a secondary phone.
  • It’s so damn cute! 
  • The perfect novelty gift – What do you buy someone who’s got everything? 
  • Use it when you need to travel light – The tiny t1 is perfect for joggers, runners, walkers, cyclists and those who take part in extreme sports because it’s so compact it can go in any size pocket.
  • It’s great as a backup on a night out and any occasion where you don’t want to carry a bulky phone but still want the reassurance of staying connected. 
  • It’s a great conversation starter, as soon as you take the tiny t1 out, you’ll be the talk of the pub, office or classroom. 
  • Overseas travel – The Zanco tiny t1 is so small it can go wherever you go.

Wir haben uns das Modell man näher angeschaut und auch samt Simkarte getestet – vielleicht gleich zu Anfang: man sollte keine großen Finger haben, sonst wird die Bedienung wirklich zur Qual …

Die Packung ist ebenfalls recht klein geraten. Es ist nicht einmal Platz für ein Ladegerät, stattdessen gibt es nur ein USB-zu-MircoUSB Kabel, mit dem man die Geräte an alle USB Ports laden kann.

Die Technik im Tiny T1

Für den Einsatz in der Praxis benötigt man eine Nano-Simkarte, die seitlich in das Gerät geschoben wird. Das klappt erstaunlicherweise ganz gut, ist aber dennoch eine ziemliche Fummelei und erfordert im besten Fall einen Fingernagel, mit dem man die Simkarte an ihren Platz bugsieren kann. Die Entsperrung der Simkarten-PIN hat bei uns nicht funktioniert (Anzeige war immer „Fehler“), trotz korrekter PIN wollte das Zanco die Sim nicht entsperren. Wir mußten daher einen Umweg gehen und die PIN der Handykarte in einem anderen Handy abschalten, erst dann ließ sich das Gerät mit Simkarte nutzen. Falls jemand ähnliche Probleme mit dem Tiny T1 hat, ist das auf jeden Fall ein gangbarer Weg, auch wenn die Entsperrung an sich auch direkt im Tiny möglich sein sollte.

Handhabung

Die Handhabung ist dagegen etwas hakelig. Zum eine sind (nachvollziehbarer Weise) die Tasten recht klein geraten, so dass man sich konzentrieren muss um die richtige Taste zu erwischen. Dazu ist das Gerät selbst im Liegen nicht sehr stabil und neigt zum kippen. Man braucht daher an sich immer zwei Hände: mit der einen Hand hält man das Gerät fest und mit der anderen tippt man auf die Tastatur.

Dazu fehlt dem Gerät eine Bedienungsanleitung. Im Test hatten wir bereits Probleme, die Geräte einzuschalten, weil die Tasten nicht zusätzlich gekennzeichnet waren. Daher hat es einige Versuche gedauert, bis wir die richtige Taste für das Anschalten gefunden hatte. Gleiches gilt für die Bedienung: es ist eher mühselig, sich durch die Menüs zu suchen, weil das Display klein ist und teilweise auch die Menüpunkte nicht vollständig angezeigt werden. Wer also nicht weiß, wo sich eine Funktion verbirgt, muss teilweise mühsam suchen.

Im Internet gibt es mittlerweile erfreulicherweise viele Videos zu den wichtigsten Funktionen – man kann also nachschauen, was wo zu finden ist. Eine Anleitung wäre dennoch die bessere Wahl gewesen.

IPhone 6s im Vergleich mit dem Tiny T1

Klingeltöne und Benachrichtigungen

Bei so einem kleinen Gerät könnte man vermuten, dass auch der Lautsprecher eher klein ausfällt und das Gerät daher Probleme haben wird, sich bemerkbar zu machen. Das Gegenteil ist allerdings der Fall: Zanco hat beim Tiny T1 einen durchaus leistungsfähigen Lautsprecher verbaut und die Geräte haben dadurch durchaus laute Klingeltöne und auch SMS werden bemerkbar angekündigt.

Der Sound ist natürlich eher wenig ausgewogen: die Töne klingen allgemein eher schrill und blechern.  Man merkt an der Stelle, dass kaum Platz für Resonanz in den Geräten ist. Auf der anderen Seite kann man das Tiny T1 damit auf keinen Fall überhören, sondern es macht sich wirklich bemerkbar.

Das Handys als Gesprächsstoff

Eines bekommt man mit dem Tiny T1 auf jeden Fall: Aufmerksamkeit. Man kann das teuerste Smartphone mit haben, nichts erreicht aber das Interesse, das einem mit dem Zanco entgegenschlägt. In der Regel glauben viele erst gar nicht, dass es sich um ein reales Handy handelt, wollen es auf jeden Fall auch mal selbst in die Hand nehmen und oft muss man auch einfach mal anrufen oder einen Anruf annehmen um zu zeigen, das es wirklich funktioniert. Wer Rufnummern tauschen will, hat mit dem Zanco Tiny T1 auf jeden Fall ein Ass im Ärmel.

Laufzeit und Akku

An sich scheint das Zanco Tiny T1 kaum Energie zu verbrauchen, denn das Display ist wirklich klein und es gibt an Bord kaum weitere Verbraucher. Auf der anderen Seite ist der Akku mit 200mAh dann doch sehr klein ausgefallen (was aber natürlich auch den Maßen des Handys geschuldet ist). Im Einsatz kommt man daher selbst bei geringer Nutzung selten über 2 Tage ohne Nachladen aus und auch im Standby sollte man spätestens nach 4 Tagen wieder nachladen um die Geräte aktiv zu halten.

Unser Fazit zum Tiny T1

Das Zanco Tiny T1 ist ein lustiger Gag, aber auch nicht mehr. Das Gerät kann in erster Linie zu Telefonieren genutzt werden und auch dafür dient es nur bedingt, da man immer zwischen Ohr und Lautsprecher wechseln muss. SMS machen noch weniger Spass. Dazu ist auch der Einsatz als Notfallhandy eher fraglich, denn der Akku hält dafür einfach nicht lang genug.

Als 40 Dollar Gadget wäre es daher wirklich interessant gewesen. Für die aktuellen 80 bis 90 Euro fehlt aber einfach ein richtiger Zweck und als Gag allein ist es damit zu teuer.

Video: Das Zanco Tiny T1 im Review

Technische Daten im Überblick

  • 300 Telefonbuch Einträge möglich
  • Speicher für 50 SMS
  • Nano Sim Slot
  • 12.5mm OLED Display (64 x 32 Pixel)
  • Micro USB Ladeanschluss

HTC Exodus 1 im Test – was kann das neue Krypto-Handy von HTC?

HTC Exodus 1 im Test – was kann das neue Krypto-Handy von HTC? – HTC hatte 2018 kein gutes Jahr und die Umsätze mit den normalen Handys und Smartphones sind (erneut) drastisch eingebrochen. Daher liegen auf dem HTC Exodus 1 viele Erwartungen, denn das Handy bedeutet mit dem Krypto-Funktionen einen neuen Ansatz bei HTC, der hoffentlich wieder mehr Kunden von den Geräten überzeugt. Die Frage ist daher, ob das Exodus 1der neue Heiland ist, der HTC wird retten können oder nicht.

Wir hatten das Gerät jetzt etwas mehr als 1 Woche im Test und konnten uns so ein Bild vom neuen Modell machen. Große Überraschungen blieben dabei aus.

Ganz grundsätzlich: Die technische Basis ist daher das HTC U12 plus und daher sollte man sich auch nicht wundern, wenn die technischen Leistungen weitgehend identisch sind. HTC hat hier also in erster Linie ein bestehendes Gerät mit weiteren Funktionen ausgestattet aber das HTC U12+ als Plattform ist ja auch keine schlechte Wahl.

Speed und Performance beim HTC Exodus 1

Bei der Leistung setzt das HTC Exodus 1 auf den Snapdragon 845 Prozessor und man scheint bei der Optimierung alles richtig gemacht zu haben, denn die Geräte liegen in den Benchmarks in der Regel bei den Top5 der Android Geräte auf dem Markt – teilweise sogar noch vor dem auf Leistung getrimmten OnePlus 6.

In der täglichen Bedienung mehr man diese Leistung dabei durchaus, das Geräte reagiert sehr schnell auf Eingaben und Anforderungen. Apps werden schnell geöffnet und das gilt auch für Kamera und Browser. Die gute Leistung ist also nicht nur ein theoretischer Wert im Benchmark, sondern macht sich auch in der tagtäglichen Nutzung bemerkbar. Sehr deutlich kann man sagen, dass das HTC Exodus 1 derzeit mit das schnellste Gerät bei Bedienung und Nutzung ist, das wir in der Redaktion haben. Die kommenden Geräte in 2019 werden wahrscheinlich noch schneller sein, aber auch mit dem HTC Exodus macht man bei Speed nichts verkehrt.

Die Kamera im HTC Exodus 1

Das Gerät verfügt über 4 Kameras: Sowohl auf der Front als auch auf der Rückseite gibt es jeweils eine Dual Lens Kamera und die Qualität ist durchaus vorzeigbar. Im DXOmark Test liegen die Geräte beispielsweise mit 103 Punkten auf Platz 3 der aktuellen Bestenliste und nur iPhone XS max und das Huawei P20 pro kommen auf bessere Werte bei der Kamera.

Im Test konnten wir das so bestätigen, die Aufnahmen sind wirklich gut und die Kamera reagiert schnell und solide. Auch die Voreinstellungen sind brauchbar, auf KI Funktionen wie bei anderen Geräten muss man aber weitgehend verzichten. Unabhängig davon konnten wir aber auch mit den normalen Voreinstellungen sehr gute Aufnahmen machen, der Profi-Modus erlaubt dann aber noch deutlich mehr Optimierungen.

Sowohl bei den Details als auch auf die Entfernung sind die Aufnahmen wirklich sehr gut und lediglich bei geringem Licht gibt es erste Probleme. Mit der Qualität des Huawei P20 pro können die Bilder aber natürlich nicht mit halten, die Kamera ist aber auch nicht unbedingt im Fokus der Exodus 1 Geräte.

Einige Beispielbilder des HTC Exodus 1

Das Design des HTC Exodus 1

Auch das Design des HTC Exodus 1 kennt man bereits vom HTC U12 plus her und daher gibt es auch hier wenig Überraschungen. Der Eindruck des Gerätes bleibt aber zwiegespalten: die Rückseite mit dem halbtransparenten Deckel und dem Blick auf die Technik (auch wenn der teilweise geschönt ist) sieht wirklich gut aus und zieht zumindest die Blicke auf sich. Im Vergleich zum HTC U12+ scheint man sogar noch etwas mehr Technik sichtbar gemacht zu haben. Die Front dagegen ist eher langweilig. HTC setzt auf vergleichsweise große Ränder und sowohl am oberen und unteren Rand ist so viel Platz wie man es von anderen Handys in diesem Preisbereich an sich nicht mehr gewöhnt ist. Im besten Fall lässt man das Handy also immer mit der Rückseite nach oben liegen – auf diese Weise kann es seine Stärken am besten ausspielen.

Rückseite nach oben hilft auch bei einem anderen Problem: wie bei vielen anderen aktuellen Geräte ist die Rückseite sehr glatt und etwas abgerundet – die Geräte neigen daher dazu, von Tischen zu rutschen, wenn man nicht aufpasst. Daher sollte man entweder ein Case verwenden, dass nicht ganz so rutschig ist, oder die Modelle immer auf das Display legen, dann gibt es diese Schwierigkeiten auch nicht.

Ansonsten gibt es in Sachen Verarbeitung kaum etwas zu meckern. Das Exodus 1 liegt gut in der Hand, hat eine hohe Schutzklasse (IP68) und die Rückseite ist in Sachen Fingerabdrücke nicht ganz so anfällig wie befürchtet. Durch die Sense Edge Technik (der Rand ist druckempfindlich und man kann damit Aktionen auslösen) wirkt das Modell aber etwas dicker als die Konkurrenz und bei verschiedenen Buttons bewegt sich teilweise auch der Sense Edge Bereich mit. Das ist ungewohnt und man befürchtet erstmal, dass sich etwas gelöst hat und defekt ist, obwohl es an sich nur der druckempfindliche Bereich ist. Mit der Zeit bemerkt man dies aber gar nicht mehr.

Die Krypto-Fähigkeiten des HTC Exodus 1

Besonderes Augenmerk haben wir natürlich auf den Einsatz mit Kryptowährungen gelegt, denn immerhin ist dies das Feature, mit dem HTC die Geräte herausstellt. Tatsächlich finden sich auf den Modellen gleiche eine ganze Reihe von Features in diesem Bereich:

  • das Gerät wird gleich von Anfang an verschlüsselt. Das kann an sich jedes moderne Android-Handy, aber beim HTC Exodus 1 wird dies direkt bei der Einrichtung der Geräte durchgeführt (und lässt sich auch nicht abbrechen)
  • die Zion Wallet App ist verlinkt und man kann diese direkt auf dem Gerät zum Speicher der eigenen Crypto-Einheiten nutzen. Die Software nutzt dabei eine Kombination aus Software und Hardware um die Coins zu speichern und zu schützen. Hier wird wahrscheinlich der Sicherheitsbereich des Snapdragon 845 genutzt (Secure Processing Unit aka SPU), auf den Android keinen Zugriff hat – das wirkt durchaus durchdacht.
  • daneben gibt es noch eine App, mit der man die aktuellen Kurse der Währungen verfolgen kann.

Die Zion Wallet wurde dabei mit einem weiteren Merkmal ergänzt: Wallets haben immer das Problem, dass sie in der Regel so sicher sind, dass auch ein Besitzer keinen Zugriff mehr hat, wenn er die Zugangsdaten vergessen hat. HTC baut daher für die Zion App noch eine Art Recovery ein, die man nutzen kann, falls man die Zugangsdaten doch nicht mehr haben sollte. Man kann ein sogenanntes Social Key Recovery einrichten, mit dem man den Zugriff auf das Wallet wieder herstellen kann, wenn der Schlüssel verloren gegangen sein sollte. Damit sind die Coins nicht verloren, auch wenn man den Schlüssel vergisst. Wenn das Handy verloren geht, sind aber natürlich auch die Coins in jedem Fall weg und die neue Form der Recovery ist unter Umständen auch eine Möglichkeit für Dritte, zu versuchen, Zugang zu bekommen.

Das Unternehmen schreibt dazu:

HTC has developed a unique Social Key Recovery mechanism in case your phone is lost or stolen, or you forget your keys. It is an easy and secure way to recover keys lost in the hardware. It also ensures that HTC does not hold your keys in a central location at any point – you maintain full custody at all times. HTC allows you to pick a few trustworthy contacts, and each one of those must download a key management app. Your seed then gets split using a secret sharing algorithm and is sent to the trusted contacts. Should the need arise, you can successfully regain access to your funds.

Abgesehen davon ist das HTC Exodus 1 ein ganz normales Android Handy, das ein paar mehr Apps an Bord hat als andere Handys. Wer diese Angebote ignoriert, kann das Exodus 1 auch als einfaches Smartphone nutzen. Man kann beispielsweise auch den normalen Google Play Store nutzen – die Fähigkeiten von Blockchains und anderen Methoden der Authentifizierung werden also nicht genutzt. Man hat eher das Gefühl, das Krypto hier eher als Marketing eingebaut wurde ohne einen wirklichen Mehrwert zu bieten.

Interessant ist dagegen ein Punkt bei der Wiederherstellung des Zugriffs. Wallets haben immer das Problem, dass sie in der Regel so sicher sind, dass auch ein Besitzer keinen Zugriff mehr hat, wenn er die Zugangsdaten vergessen hat. HTC baut daher für die Zion App noch eine Art Recovery ein, die man nutzen kann, falls man die Zugangsdaten doch nicht mehr haben sollte.

HTC macht den Kauf des Exodus schwer

Den Krypto-Ansatz merkt man allerdings an einer Stelle dann doch deutlich: beim Kauf. HTC bietet das exodus 1 derzeit nicht gegen normale Währung an, sondern man muss es mit Bitcoins. Litecoins oder Etherum kaufen. Wer keine dieser Krypto-Währungen hat, kann die Geräte leider nicht bestellen. Das ist natürlich eine recht hohe Hürde, denn wahrscheinlich werden nur wenige Kunden wirklich die Infrastruktur haben, um schnell entsprechende Coins kaufen zu können und es werden sich auch nur wenige Nutzer dafür extra ein Wallet usw. einrichten.

Das Unternehmen schränkt den Kauf der Geräte also vor allem auf Krypto-Nutzer ein. Ein wirkliches Problem ist das aber nicht, denn für den normalen Verbraucher steht mit dem HTC U12+ natürlich ein vergleichbares Gerät zur Verfügung, dass man auch mit neuen Euro kaufen kann.

Unser Fazit zum HTC Exodus 1

Nach einiger Zeit mit dem HTC Exodus 1 fällt das Fazit zum neuen Geräte gemischt aus. Der Ansatz mit dem Krypto-Handy als Marketing ist durchaus interessant, aber nicht wirklich zu Ende gedacht. Die Geräte zielen dank des Kaufes in Krypto-Währungen vor allem auf Fans aus diesem Bereich und die werden durch die eher überschaubaren Krypto-Fähigkeiten des Modells wohl eher enttäuscht sein. Die Ausstattung richtet sich eher auf Einsteiger in diesem Bereich, diese werden allerdings durch den Kaufpreis in BTC, ETH oder LTC auf eine harte Probe gestellt. Von daher bleibt offen, wer genau die Zielgruppe des neuen Modells sein soll. Durch den doch recht volatilen Kurs der Währungen kann man aber durchaus auch ein Schnäppchen machen.

Unabhängig vom Kypto-Ansatz ist das HTC Exodus 1 ein solides Gerät. Beim Design gibt es aber durchaus Kritikpunkte und auch der Akku könnte besser sein, aber es ist schnell, hat eine gute Kamera und eine hohe Schutzklasse, die es recht unanfällig bei der täglichen Nutzung macht. Ob das aber rechen wird, um die Geräte wirklich an den Kunden zu bringen, bleibt zu bezweifeln, denn diese Punkte findet man auch bei anderen Anbietern und Herstellern und damit ist das HTC ein Gerät, dass sich vor allem durch den Krypto-Ansatz aus der Masse heraushebt und der ist leider nicht ganz so weit entwickelt, wie man das eventuell erwartet hätte.

Ganz konkret scheint das HTC Exodus 1 leider nicht der Heiland zu sein, der HTC aus der Krise führen wird – hier fehlt einfach die Eigenständigkeit der Geräte und auch ein Feature, dass für den Massenmarkt wirklich attraktiv ist und das man bei anderen Anbietern so nicht findet.

Die technischen Details des HTC Exodus 1

  • Speicher: 128 GB Festspeicher
  • RAM: 6 GB
  • Betriebssystem: Android 9 Oreo
  • Prozessor: Snapdragon 845 Mobile Plattform von Qualcomm
  • Staub- und wasserdicht (Schutzklasse IP68 – bis zu 30 Minuten in 1,5 Meter Wasser)
  • Bildschirm: 6“ (15,24 cm) Quad HD+ Display* mit 18:9-Verhältnis
  • Kamera: 12 + 16 MP Dual-Hauptkamera mit hochwertigem Zoom; 8 MP Dual-Frontkamera mit natürlichem Bokeh Effekt und 4k Videoaufnahmen mit 60 FPS
  • Akku: 3.500 mAh
  • Kosten: 0,15 BTC oder 4,78 ETH (schwankt je nach Kurs)

Video: das HTC Exodus 1

 

Neffos N1 im Test – was kann das 250 Euro Handy?

Neffos ist als Marke auf dem deutschen Markt noch eher unbekannt, aber hinter den Smartphones steht TP Link. Das Unternehmen produziert unter anderen viele Router für den Internet-Anschluss und dürfte daher den meisten Kunden mehr sagen als die Marke Neffos an sich. Allerdings möchte der Anbieter auch im Bereich der Handys und Smartphones Fuß fassen und hat daher eigene Modelle auf den Markt gebracht. Wir haben das aktuelle Neffos N1 (unverbindliche Preisempfehlung bei etwa 250 Euro) getestet und geprüft, was das Handy kann.

Das Design beim Neffos N1

Neffos setzt beim N1 auf ein eher klassisches Design. Es gibt abgerundete Kanten und ein Metallgehäuse, dass sich gut anfasst und auch gut in der Hand liegt. Allerdings wirkt das Gerät nicht mehr ganz frisch. Das Neffos N1 ist zwar gut verarbeitet und weist keine größeren Mängel auf, im Vergleich zu den aktuellen Modellen mit wenig Rand fallen aber doch die sehr großen Ränder oben und unten auf. Wo andere Hersteller nur noch auf eine kleine Aussparung (Notch) setzen, hat das Neffos einen breiten oberen Rand, der neben der Technik sogar noch Platz für den Logo Schriftzug bietet. Das wirkt leider nicht mehr Up-To-Date.

Die Rückseite sieht dagegen interessanter aus. Der Streifen mit der Kamera hebt sich gut ab und es gibt (durchaus eine Ausnahme in dem Bereich) keine hervorstehenden Kamera-Objektive. Die Rückseite ist also glatt und eben. Wer keine Kamera-Buckel mag, findet hier eine interessante Alternative.

Im Test wurden die Geräte aber trotz der großen Ränder immer recht positiv bewertet. Dritte, die das Gerät noch nicht kannten, waren in der Regel überrascht, dass der Preis nur bei 250 Euro lag, durch das Aussehen und die Haptik wurden die Neffos N1 meistens teurer eingeschätzt. Das zeigt, dass die Verarbeitung durchaus stimmt und man mit dem Metallbody viel richtig gemacht hat. Eine eigene Formsprache gibt es aber nicht – am Design kann man also eher schlecht erkennen, dass es sich speziell um ein Neffos handelt.

Das Display selbst ist 5,5 Zoll und löst mit 1920 × 1080 Pixel auf. Damit haben die Geräte eine Pixeldichte von 402ppi und das ist durchaus okay, vor allem, wenn man den Preis beachtet.

Interessant: TP-Link setzt beim Neffos N1 auch auf einen Hardware-Schalter am linken Rand, mit dem sich die Modelle stumm schalten lassen. Das kennt man auch vom OnePlus und Nutzer dieser Modelle dürften sich beim Neffos daher gleich heimisch fühlen.

Als  Anschluss gibt es eine USB C Buchse. Damit setzt TP Link bereits auf die moderne Form des Anschlusses. Das ist durchaus erwähnenswert, denn in vielen anderen Modellen in diesem Preisbereich gibt es lediglich einen alten microUSB Anschluss.

Die Leistung beim Neffos N1

Für die Leistung sorgt bei den Geräten ein Helio-P25-Chip von Mediatek. Das ist zwar kein Topmodell, aber ein durchaus schneller Prozessor, der ausreichend Leistung bietet. Im Leistungstest bei Geekbench (Geekbench 4) erreicht das Neffos N1 knapp 1000 Punkte im Single Core Test und etwa 4.000 Punkte im Multi Core Test. Die Geräte liegen damit im Bereich des Samsung Galaxy S6. Die aktuellen Topmodelle sind natürlich deutlich schneller, aber für den Preisbereich ist die Leistung durchaus okay.

Die Kamera im Neffos N1

TP-Link setzt bei der Kamera auf der Rückseite auf ein Dual Lens System mit zwei Objektiven. Dabei kommen zwei 12 Megapixel Objektive zum Einsatz und das Unternehmen verspricht zur Qualität der Aufnahmen einiges:

Das Neffos N1 ist mit einer atemberaubenden 12MP + 12MP Dual-Kamera ausgestattet, die einen professionellen Bokeh-Effekt erzielt, den bisher nur große DSLR-Kameras erreichen konnten. Durch das Hervorheben des Motivs und das Verschwimmen lassen des Hintergrunds, entstehen in Sekundenschnelle professionelle Porträts in Studioqualität.

Der Bokeh Effekt ist tatsächlich sehr stabil und erfasst recht gut, was Vordergrund und was Hintergrund ist, an die Technik von Apple und Huawei kommt man aber dennoch nicht heran. Es gibt immer mal Bereiche, die nicht korrekt erfasst werden und dann hat man entweder auch im Vordergrund Teile, bei denen es Unschärfe gibt oder der Hintergrund ist in Teilen auch noch scharf. Selbst mit Probieren und mehrmaligen Aufnahmen kann man das leider nicht in jedem Fall beheben.

Insgesamt ist die Hauptkamera aber in dem Preisbereich durchaus gut aufgestellt und liefert solide Aufnahmen. Auch bei schlechtem Licht gibt es noch recht gute Bilder.

Kritik und ein Fazit zum Neffos N1

Etwas ärgerlich sind die Rückgriffe auf die Technik aus dem letzten Jahr. So kommt als Betriebssystem Android 7.1.1 zum Einsatz. Ein Update auf die neuste Android 8 Version steht (noch) nicht zur Verfügung. Auch die Sicherheitsupdates sind von Anfang 2018 und damit nicht mehr unbedingt auf den neusten Stand. Mittlerweile sind die Kunden in dem Bereich anspruchsvoller geworden, denn sie haben gemerkt, das regelmäßige Updates der Geräte durchaus ein wichtiger Punkt sind. Daher sollte das Unternehmen an der Stelle vielleicht nochmal nachbessern und ein Update zumindest auf Android 8 nachschieben.

Auch beim Bildschirm merkt man dies etwas, denn das Gerät bietet zwar ein 5,5 Zoll Display aber ohne 18:9 Format, wie man es bei den meisten anderen Modellen her kennt.

Wer mit diesen Einschränkungen leben kann, findet mit dem Neffos N1 ein sehr günstiges Gerät in der Mittelklasse, dass durchaus auch mit einigen teureren Geräten mithalten kann. Etwas mehr Individualität und das eine oder andere zusätzliche Feature könnten aber auf jeden Fall nicht schaden um die Smartphones von den Modellen der Konkurrenz abzugrenzen.

Video: Neffos N1 im Video-Test

 

 

 

Gigaset GS370 im Test – was leistet das teuerste Gigaset Smartphone?

Gigaset hat das neue GS370 am 16. November vorgestellt und wir haben das Gerät in den letzten Tagen ausführlich getestet. Das Modell war dabei im täglichen Einsatz als Handy und damit gibt es einen guten Blick auf die Stärken und die Schwächen des Gerätes. Zur Einordnung muss man sagen, dass der Preis des Gigaset GS 370 mittlerweile bei etwa 270 Euro liegt und das Modell damit das teuerste Smartphone aus der eigenen Produktion des Unternehmens ist. Damit fällt die Ausrede des Preises bei einigen Punkten weg – allerdings muss man auch sehen, dass die Topmodelle mittlerweile mehrere hundert Euro mehr Kosten. Das iPhone X ist beispielsweise sogar bis zu 1000 Euro teurer – entsprechend sollte man auch die Ansprüche an das Gerät formulieren.

Design und das neue Gehäuse

Beim Design hat Gigaset auch beim GS370 keine Experimente gemacht. Das Gerät ist von außen weitgehend kontrastlos, die Ecken sind abgerundet und auch die Kanten haben wieder eine leichte Abrundung. Das kennt man bereits von den Gigaset-Vorgänger Modellen. Die Rückseite wird nun von der Dual Lens Kamera dominiert, die im oberen Bereich zu finden ist und dazu sind die Antennenbändern im oberen und unteren Bereich der Rückseite etwas abgehoben – darüber hinaus gibt es bis auf den Scanner für den Fingerabdruck (mittig im oberen Drittel) auch auf der Rückseite keine weiteren Kontraste. Im Vergleich zu den Vorgänger gibt es beim Design nur eine auffällige Kleinigkeit: die Powertaste ist mit einem roten Rand versehen. Insgesamt wirken die Geräte damit erfreulich zurückhaltend. Das muss man natürlich mögen, aber wer sich damit anfreuden kann, findet beim GS370 ein Gerät, das vergleichsweise neutral und unauffällig bleibt.

Nimmt man die Geräte dagegen in die Hand, wird der Unterschied zum Vorgänger sofort deutlich. Bisher hatte das Unternehmen lediglich auf Gehäuse aus Kunststoff gesetzt. Beim GS370 kommt zum ersten Mal Metall als Material zum Einsatz und das macht sich sofort positiv bemerkbar. Die Geräte fassen sich wertig an und liegen gut in der Hand. Auch bei den Vorgänger hatte man die Oberfläche bearbeitet – der Eindruck des GS370 bei der Haptik ist aber aufgrund der besseren Materialien trotzdem um Längen besser.

Die neue Wertigkeit des GS370 schlägt sich auch an anderer Stelle nieder. Mußte man bei den Vorgänger-Modellen noch fingernagelmordend die Rückseite aufstemmen, wenn man die Simkarte einlegen oder wechseln wollte, gibt es nun ein bequemes Schubfach samt Öffner an der Seite, wie man es auch von den Modellen der Konkurrenz gewohnt ist. Gigaset verabschiedet sich also auch auf diese Weise von der Einsteiger-Klasse.

Die Technik im Gigaset GS370

Bei der Technik wurde ebenfalls im Vergleich zu den aktuellen Modellen zugelegt. Für die Leistung sorgt ein MTK 6750T Prozessor, der auf 3G RAM mit 32GB Speicher oder 4GB RAM mit 64GB Speicher (GS370+) zurück greifen kann. Die Modelle bieten dazu echtes Dual Sim Modell mit zwei Simkarten Slots und zusätzlich einen dritten Slot für die SD Karte (mit bis zu 128GB Speicher). Wie bei den Vorgängern gibt es wieder einen Fingerabdruck-Sensor auf der Rückseite, der wieder bis zu 5 Abdrücke speichern kann.

Bei der Performance gibt es Fortschritte, aber natürlich keine Topleistungen. Man sieht bereits am Screnshot vom Geekbench Benchmark, dass die Geräte mit den aktuellen Topmodellen nicht mithalten können. Das ist aber auch gar nicht zu erwarten gewesen. Im täglichen Einsatz bemerkt man diese Unterschiede aber kaum. Das GS370 reagiert sehr schnell auf alle Befehle und Eingaben und hatte auch mit vielen geöffneten Apps kaum Probleme. Gößere Grafikanwendungen und schnelle Spiele sind dagegen nicht das Revier des GS370.

Die Kamera beim GS370

Die Dual Lens Kamera war bei der Vorstellung der neuen Geräte eine echte Überraschung, denn bisher gab es diese Modelle in diesem Preisbereich nur selten. Damit bieten die Modelle nun auch Funktionen wie die Hintergrund-Unschärfe. Diese muss man allerdings selbst einstellen und sie funktioniert nicht so gut, wie man es von Apple, Huawei und anderen Anbietern in diesem Bereich her kennt. Es wird grob gesagt immer ein (einstellbarer) Bereich scharf gestellt, der Rest bleibt unscharf. Das ist immer etwas ungenau, da meistens mehr scharf bleibt, als man eigentlich haben möchte.

Beim normalen Einsatz gibt es allerdings wenig zu meckern, die Kamera macht solide Bilder, lediglich bei wenig Licht gibt es schnell ein Farbrauschen.

Android 7.0 auf den Modellen

Bei der Software kommt beim Gigaset GS370 Android 7.0 zum Einsatz. Das ist ein wenig enttäuschend, denn immerhin ist der Nachfolger Androi 8 Oreo bereits seit einigen Monaten auf dem Markt und daher war die Hoffnung durchaus da, dass die neuen Modelle gleich mit Android 8 ausgeliefert werden. Allerdings hat das Unternehmen angekündigt, dass es hier im ersten Halbjahr 2018 ein Update geben soll, so dass ab dann auch Android 8 auf den GS370 Modellel zur Verfügung stehen wird. Einen genauen Termin dazu gibt es aber noch nicht.

Ein weiterer Punkt: Gigaset setzt auf dem Modell ein reines Android ein. Es gibt also keine Veränderungen durch den Hersteller und das Unternehmen hat (sehr erfreulich) auch darauf verzichtet, eigene Apps vorzuinstallieren. Es gibt lediglich die Giagset App als Handbuch auf dem Gerät – ansonsten ist der Speicher erfreulich leer (bis auf die Android-Standard-Anwendungen).

Akkulaufzeit

Für den Einsatz in der Praxis ist auch immer wichtig, wie lange die Geräte ohne Nachzuladen durchhalten und welchen Zeitraum sie an der Ladestation verbringen müssen. Im Giagset GS370 ist ein 3.600mAh Akku verbaut und damit hat das Gerät im Vergleich zum GS270 (immerhin 5.000mAh) etwas weniger Ausdauer. Allerdings ist der Akku im Vergleich mit anderen Modellen aus dem Bereich trotzdem recht großzügig dimensioniert. Beispielsweise gibt es im Galaxy A3 2017 nur einen Akku mit 2350mAh und im größeren A5 beträgt die Leistung des Akku auch nur 3.000mAh. Das GS370 hat hier also deutliche Vorteile und auch beim normalen Arbeiten merkt man das durchaus: die Geräte halten den Tag über gut durch und können daher ohne Nachladen durchaus für 24 Stunden genutzt werden.

Unser Fazit zum Gigaset GS370

In der Gesamtbetrachtung des Modells muss man natürlich den Preis doch wieder mit einbeziehen und insgesamt hat es das Unternehmen geschafft ein sehr interessantes Smartphone im Bereich der unteren Mittelklasse auf den Markt zu bringen. Mit Dual Lens Kamera und Metallbody kann es durchaus mit den anderen Geräten auf dem Markt mit halten und setzt durch die Kamera sogar noch einen neuen Standard für diesen Preisbereich. Schade ist dagegen, dass es mit Android 7 noch nicht die neuste Betriebssystem-Version gibt – aber das soll sich 2018 schnell ändern.

Gigaset GS 170 – das neue deutsche Smartphone im Test

Gigaset GS 170 – das neue deutsche Smartphone im Test – Gigaset ist der letzte deutsche Anbieter, der unter dem eigenen Label Smartphones auf dem Markt bringt. Bereits Ende 2017 hatte man mit dem GS160 ein Einsteiger-Geräte vorgestellt und nun gibt es mit dem GS170 eine verbesserte Version. Preislich bewegt sich das Modell dabei im Bereich von 149 Euro und daher sollte man was die Technik betrifft, auch nicht wirklich viel erwarten. Wir hatten das Gerät in den letzten Tagen im Test gehabt und waren trotzdem recht zufrieden mit der Leistung.

Das Design

Wer sich wundert, dass man auf den Bildern vom GS170 relativ wenige Details sieht: das ist so geplant. Die Vorderseite sieht im ausgeschalteten Zustand fast komplett einheitlich Schwarz aus. Lediglich im oberen Bereich gibt es mit dem Lautsprecher und der Kamera zwei Punkte, bei denen die Oberfläche durchbrochen ist. Ansonsten ist die Vorderseite glatt, spiegelnd und schwarz. Das zieht Fingerabdrücke geradezu an, erfreulicherweise ist das GS170 aber etwas weniger anfällig für diese Abdrücke als es noch der Vorgänger war.

Mehr Details gibt es auf der Rückseite. Diese besteht (wie beim Vorgänger auch) aus Kunststoff, ist aber etwas aufgeraut, so dass man sie besser halten kann und sie sich auch nicht ganz nach Plastik anfühlt. Kamera und der Fingerabdruck Sensor sind mit silbernen Rand vom Rest abgetreten, dazu gibt es den Gigaset Schriftzug in Silber. Insgesamt wirkt die Rückseite damit durchaus stylisch und macht auf jeden Fall keinen billigen Eindruck.

Das Gigaset GS 170 in der Praxis

Die erste Hürde gab es bereits beim Einlegen des Akku und der Simkarte. Die Rückseite ist sehr fest verbaut und weist keine wirklichen Hinweise auf, wie man sie öffnet. Auch die Anleitung gibt keine weiteren Tipps. Daher war sehr viel Kraft und sehr viel Fluchen (bis hin zu abgebrochenen Fingernägeln) notwendig, um die Abdeckung zu entfernen. Das war auch bereits beim Vorgänger ein Problem, hier könnte Gigaset durchaus noch nacharbeiten.

Ebenfalls vom Vorgänger übernommen ist die Anordnung des Anschlusses. Dieser sitzt nicht mittig, sondern ist etwas nach links verschoben. Das ist an sich kein Problem, stört aber etwas, wenn man die mittigen Anschlüsse anderer Modelle gewohnt ist. Einige Ladestationen funktionieren dann leider auch nicht mehr, weil man das Gerät nicht korrekt einsetzen kann.

Interessant ist der Fingerabdruck Sensor. Dieser ist auf der Rückseite angebracht und arbeitet relativ fix. In diesem Preisbereich sind solche Sensoren immer noch eher die Ausnahme, daher ist uns dies eine extra Erwähnung wert. Dazu hat der Sensor ein interessantes Feature: man kann einzelne Finger bestimmten Apps zuordnen. Je nachdem, mit welchem Finger man das Gerät entsperrt, wird dann sofort die entsprechende App gestartet.

Im normalen Gebrauch ist das Handy auch ausreichend schnell. Der MediaTek 6737 Prozessor leistet solide Arbeit und schafft die normalen Aufgaben sehr gut. Spitzenleistung und maximale Grafik sollte man aber nicht erwarten – das ist in dem Preisbereich aber auch gar nicht der Anspruch.

Die Kamera im Gigaset GS170

Die Hauptkamera nutzt im GS170 13 Megapixel, die Selfiecam schafft nur eine Auflösung von 5MP. Insgesamt ist die Kamera aber eher ein Schwachpunkt im Gerät: die Aufnahmen sind nur bei ideale Lichtverhältnissen gut und fangen bereits bei etwas zu wenig Licht an deutlich zu verrauschen. Die Kamera selbst bietet viele Features, unter anderem sind auch HDR Aufnahmen möglich. Insgesamt reicht die Kamera für normale Schnappschüsse aus, wer allerdings gerne gute Fotos macht und auf Qualität wert legt, ist an dieser Stelle eher falsch.

Android 7 im Gerät

Bei der Software setzt Gigaset wieder auf Android und erfreulicherweise ist direkt eine weitgehend unveränderte Version von Android 7 aktiv. Der Stand der Sichereitsupdates ist dabei Mai 2017 – auch dies ist recht aktuell. Man bekommt also trotz des günstigen Preises ein Gerät mit dem aktuellen Android. Das ist nicht bei allen Anbietern der Fall und es gibt eine Reihe von teureren Modellen, die noch mit Android 6 arbeiten.

Unser Fazit zum Gigaset GS170

Gigaset hat auch mit diesem Modell ein solides Paket für die telekommunikative Grundversorgung zusammen gestellt. Das GS 170 ist durchaus ansehnlich und leistet auch genug fü den normalen Gebrauch. Der Fingerabdruck Sensor ist dazu ein Feature, das man bei vielen teureren Modellen noch nicht findet.  Für 149 Euro bekommt man also ein Paket ohne große Schwächen und mit viel Handys fürs Geld.

Honor 8 Pro im Test – viel Technik und viel Ausdauer für wenig Geld

Honor 8 Pro im Test – viel Technik für wenig Geld – Honor hat mit dem neuen 8 pro kein komplett neues Handy auf den Markt gebracht. Stattdessen hat man das bestehende Honor 8 deutlich verbessert und erweitert – greift in vielen Bereichen aber auch auf die bekannte Technik zurück. Trotzdem hat es das Unternehmen geschafft, ein Topmodell auf den Markt zu bringen, das vor allem beim Preis überzeugen kann und deutlich unter den Kosten für andere Modelle mit vergleichbarer Technik liegt.

Es richtet sich also vor allem an Nutzer, die preisbewusst denken, aber trotzdem nicht auf die aktuelle Technik verzichten wollen. Ob dieser Spagat gelungen ist, klären wir im nachfolgenden Testbericht.

 Honor 8 Pro – Design und Verarbeitung

Bei Äußeren hat man sich beim Honor 8 Pro gleich an zwei Vorbildern orientiert. Das Design selbst hat deutlich Ähnlichkeit mit den aktuellen iPhone Modellen. Vor allem die Kanten und die Abrundungen zeigen deutlich, dass man sich hier wohl an Apples Topmodell orientiert hat. Die Haptik und die Verarbeitung des Gehäuses erinnert dagegen frappierend an das Huawei P10.

Beim Design setzt das Modell aber leider noch auf große Ränder. Die fast randlosen Galaxy S8 und LG G6 sehen deutlich moderner aus. Das könnte einigen Kunden eventuell problematisch erscheinen.

Mit 5,7 Zoll Display ist das Gerät relativ groß. Bei kurzen Fingern ist bereits die Bedienung des Fingerabdruck Sensors (mittig auf der Rückseite) ein Problem. Dafür sind die Geräte aber sehr dünn und fallen mit 6.9 Millimetern weniger dick aus als die meisten Mitbewerber. Ebenfalls sehr erfreulich: die Kamera ist eben in der Rückseite integriert. Ein Buckel für die Kamera gibt es beim Honor 8 Pro also nicht.

Insgesamt ist die Verarbeitung sehr gut und entspricht dem, was man von einem Topmodell erwartet. Mit den anderen Modellen kann das Honor 8 Pro in jedem Fall gut mithalten.

Abstriche muss man dagegen bei der Robustheit der Geräte machen. So fehlt beispielsweise die IP-Zertifizierung für höhere Schutzklassen. Das Honor 8 pro ist damit weder gegen Staub noch Wasser zusätzlich geschützt. Dazu ist das Display auch nur mit Gorilla Glas 3 geschützt – mittlerweile gibt es schon neuere Versionen, die noch mehr Schutz bieten. In den ersten beiden Wochen der Nutzung gab es zwar keine Vorkommnisse, bei denen wir mehr Schutz gebraucht hätten, für die dauerhafte Nutzung wäre es aber schön gewesen, wenn Honor die Modelle etwas mehr abgesichert hätte.

Bis auf den Schutz gibt es aber gerade beim Display wenig zu meckern. Der Bildschirm ist hell und löst gestochen scharf auf. Die hohe Pixelanzahl (2560 x 1440 Pixel) macht sich vor allem bei VR-Anwendungen bemerkbar, wenn der Bildschirm geteilt wird und dann jeweils auf einer Hälfte ein Bild gezeigt werden muss.

Die Performance und Leistung

Bei der Leistung setzt Honor auf den neuen Kirin 960 Octa-core (4x 2.4 GHz + 4x 1.8 GHz) der auch im Huawei P10 seinen Dienst tut und dazu auf 6GB RAM. Dieses Setup verspricht gute Leistungen und tatsächlich kann das Honor 8 Pro im Benchmark durchaus mit den anderen Topmodellen mit halten.

In praktischen Einsatz fällt vor allem eines auf: Das Honor 8 pro ist wirklich schnell. Das bezieht sich in dem Fall nicht auf Benchmark-Daten, sondern auf die Reaktionszeit bei der Bedienung. Apps öffnen sich wirklich blitzschnell und man mag gar nicht glauben, dass man dabei wirklich die App komplett öffnet und nicht nur aus dem Hintergrund holt. In der Praxis gibt es faktisch keine Ladezeit für die Apps. Der Einsatz von Kirin 960 Prozessor samt Mali-G71 GPU und Vulkan Unterstützung macht sich hier deutlich bemerkbar.

Akku

Ein weiterer großer Vorteil in der Praxis ist der Akku. Obwohl das Gerät nur knapp 7 Millimeter dick ist, hat es Honor geschafft, hier einen Akku mit 4.000mAh einzubauen. Zum Vergleich: im Huawei P10 ist der Akku nur 3.200mAh groß und auch das Galaxy S8 kommt nur auf eine Akku Leistung von 3.000mAh. In Verbindung mit den stromsparenden Funktionen von Android 7 hat das Honor 8 pro damit eine Laufzeit, die deutlich über der anderer Modelle liegt. Im Text kamen wir durchaus 2 Tage ohne Nachladen aus – bei normaler Nutzung.

Dazu hat Honor eine Schnellladefunktion verbaut. Damit lässt sich der Akku schneller laden als mit normalen Ladegeräten, allerdings scheint die Funktion etwas langsamer zu sein als bei den Modellen der Konkurrenz. Das kann aber natürlich auch am großen Akku liegen – 4.000mAh laden sich einfach nicht so schnell auf wie kleinere Akkus.

Die Kamera im Honor 8 Pro

Dual Sim Kamera – ohne Leica Schriftzug

Bei der Kamera setzt Honor wieder auf ein Dual Lens System. Dabei werden zwei Bildsensoren vom Typ Sony IMX286 genutzt. Ein Sensor ist dafür für Schwarz-Weiß Kontraste zuständig, der andere liefert das passende Farbbild dazu. In Kombination sollen so deutlich besser Bilder entstehen.

In der Praxis ist das Ergebnis allerdings unterschiedlich. So setzen sowohl Samsung Galaxy S7 und auch das S8 auf eine Kamera ohne Dual Lens Technik und um Vergleich sind die Bilder trotzdem besser. Das Huawei P10, das ebenfalls auf Dual Lens (mit Leica Technik) setzt, bietet ebenfalls bessere Aufnahmen, allerdings sind die Unterschiede zum Honor 8 Pro sehr gering. Wer nicht zufällig beiden Aufnehmen vergleicht, wird einzeln in diesem Fall wohl kaum einen Unterschied fest stellen.

Die Frontkamera bietet 8 Megapixel f2.0 und macht ebenfalls solide Aufnahmen. Im Test fanden vor allem die vielen Möglichkeiten zur Gestaltung der Selfies Anklang. Gerade mit den Beauty-Einstellungen kann man viel Zeit verbringen.

Insgesamt liefert das Honor 8 pro also durchaus gute Aufnahmen ab. Für die besten Plätze im Feld der Topmodelle reicht es aber nicht.

Honor 8 Pro – die technischen Daten

  • 5,7 Zoll Display*, 2560 x 1440 QuadHD-Auflösung, 515 ppi
  • Kirin 960 Octa-core (4x 2.4 GHz + 4x 1.8 GHz)
  • 6 GB RAM, 64 GB ROM
  • Android* 7 (Nougat)
  • EMUI 5.1
  • 12MP+12MP-Dualkamera
  • USB-OTG
  • 184 Gramm

Unser Fazit zum Honor 8 Pro

Honor wollte mit dem Honor 8 Pro in neue Dimensionen durchstarten und hat es auch geschafft – nicht nur was die Größe der Modelle betrifft. Auch beim Design, der Verarbeitung und der Technik kann die Marke mittlerweile mit den bekannten Topmodellen auf dem Markt mit halten.

Den größten Vorteil hat das neue Honor 8 Pro aber sicher durch den Preis. Die Smartphones sind ab 549 Euro zu haben und liegen damit unter dem Preis das Huawei P10 und deutlich unter den Kosten für ein Galaxy S8. Dafür bekommt man aber vergleichbare Technik und muss kaum Abstriche machen. Daher ist das Honor 8 Pro zumindest aktuell für uns der Preis/Leistungssieger bei den Topmodellen im Bereich von über 500 Euro. Möglicherweise muss es sich früher oder später dem neuen OnePlus 5 geschlagen geben – derzeit bekommt man diese Kombination aus Technik und Leistung zu diesem Preis bei keinem anderen Anbieter.

Testbericht: Samsung LED View Cover EF-NG935 für Galaxy S7 edge, schwarz

Testbericht: Samsung LED View Cover EF-NG935 für Galaxy S7 edge, schwarz – Als ich vor ca. drei Monaten gefragt wurde, ob ich für appdated.de das LED View Cover EF-NG935 von Samsung teste, passte das gerade super. Eine Ecke der „preiswerten“ Handyhülle meines neues Samsung Galaxy 7 Edge war bereits nach einem Monat abgebrochen. Da ich auch meine Samsung Gear-VR-Brille nutze, sollte die Hülle es auch ertragen können, dass zweimal im Monat das Handy raus und wieder rein gesteckt wird.

Das offizielle Zubehör von Samsung sah richtig schick aus. Die Hülle aus schwarzem Kunstleder mit einem Einsteckfach für Visitenkarten lag hauteng am Handy an, war aber flexibel genug für die Herausnahme des Smartphones. Aussparungen für Funktionstasten machten jederzeit die mühelose Bedienung möglich. Das Display schaltete automatisch ein und aus, wenn die Hülle geöffnet und geschlossen wurde und nach dem Schließen leuchtete wie von Zauberhand durch eine vorher nicht sichtbaren LED-Matrix, die durch Induktion mit Energie versorgt wurde, die aktuelle Zeit auf.

Diese Hülle versprach noch weitere tolle Sonderfunktionen. Ich würde es jetzt nicht gerade ein „interaktives Erlebnis“ nennen wie Samsung, aber ok: man konnte der Kontaktliste aussagekräftiger Symbole zuteilen und sah dann z.B. auf der Hülle das Bild eines stilisierten Jungen aufleuchten, wenn der Bruder anrief, dem ich das Bild zugeteilt hatte. Die aufleuchtende Matrix zeigte die wichtigsten Ereignisse, Anrufe und eingegangene Nachrichten an und machte mein Telefon zu einem Hingucker, gleichzeitig hatte ich aber auch eine elegante Hülle mit schlichtem Design.

Da sie mit einem aktuellen Preis von 59,90 € auf der offiziellen Seite von Samsung zu den höherpreisigen Handyhüllen gehört (die aktuelle Preisrecherche zeigt, dass viele Händler sie mittlerweile zum halben Preis anbieten), so fielen natürlich auch die negativen Aspekte auf. Es fehlte ein brauchbarer Magnetverschluss, um die Hülle richtig zu schließen. Anfangs blieb die Hülle erst nach längerem Umklappen geschlossen. Bei einem Sturz wäre der Display kaum geschützt worden. Das sollte für mich die Hauptaufgabe einer Handyhülle sein.

Der Hauptkritikpunkt: die LED-Matrix erzeugt zwar wirklich einen „Wow-Effekt“ für einen ziemlich hohen Preis. Umso mehr ärgert der Funktionsausfall ohne erkennbaren Auslöser bereits nach knapp zwei Monaten. Es folgte eine tagelange Suche nach der Ursache. Alle Tipps, die irgendwo zu finden waren, habe ich befolgt, um die Lichter, an die ich mich bereits gewöhnt hatte, wieder zum Leuchten zu bringen. Nach längerer Recherche fiel auf, dass auch die Bewertungen anderer Nutzer in vielen Fällen negativ ausfielen und wir offensichtlich die gleiche Erfahrung machten:

„nach nicht allzu lange Zeit funktioniert es nicht mehr!“, „Was bleibt ist die Hülle ohne LED Matrix – und dann ist dieses Produkt einfach zu teuer!“, „Eigentlich eine gute Idee, aber wenig Anzeigen möglich. Nach knapp 3 Monaten ist jetzt die Anzeige ausgefallen. Damit ist der ´Hingugger´ natürlich nur noch ein Cover wie jedes andere und damit viel zu teuer. Schade, war ne gute Idee.“ „Leider ist nach nicht einmal 2 Monaten Gebrauch diese Funktion ausgefallen. Woran es liegt weiß ich nicht, aber die LEDs funktionieren einfach nicht mehr. Jetzt ist es noch eine normale, super sitzende Hülle für einen ziemlich hohen Preis. Schade.“

Dies hätte ich von einem so hochpreisigen Cover nicht erwartet. Offensichtlich scheint es sich um ein Konstruktionsproblem zu handeln, wenn die LEDs der Cover reihenweise ausfallen. Ich bin wirklich ein Fan von Samsung, aber wenn auch schon das letzte Flaggschiff, dass Galaxy Note, spektakulär vom Markt genommen werden musste weil eine Produktion ohne eingebaute Mängel nicht möglich war, dann überlege ich schon, meine eigenen Präferenzen zu überdenken.

Fazit:

Die Hülle war zu Beginn des Tests mit fast 60 Euro wirklich hochpreisig. Der Look und Nutzen schien jedoch den hohen Preis zu rechtfertigen. Die LED Anzeige war, so lange sie funktionierte, ein schönes Gimmik. Das Cover hätte viel besser gefallen, wenn man es an einem Punkt hätte schließen könnte.

Wenn ich es positiv formulieren möchte, dann war das Produkt leider noch nicht ausgereift. Bereits nach zwei Monaten zeigte die LED Matrix nichts mehr an. Die Rezensionen anderer Nutzer machen deutlich, dass das hier getestete Model kein „Montagsprodukt“ war, sondern die LED-Lichter in den Hüllen reihenweise ihren Geist aufgaben. „Made in Vietnam“ muss ja zwangsläufig nicht gleich etwas Negatives bedeuten. Die Sorgfalt für die Lebensdauer der Produkte sollte bei einem höheren Preis selbstverständlich sein. Ständige Qualitätsprobleme helfen nicht gerade dabei, dass Samsung ein ernsthafter Konkurrent für Apple wird. Das gilt sowohl für die Smartphones, als auch für die dazugehörigen Gadgets, auf denen der Markenname deutlich zu lesen ist.

So leider nicht zu empfehlen.