Test: Microsoft Designer Bluetooth Desktop – Tastatur und Maus

Test: Microsoft Designer Bluetooth Desktop – Tastatur und Maus – Das neue Designer Bluetooth Desktop des Konzerns Microsoft ist ab sofort auch in Deutschland erhältlich. Zuvor konnte bereits die Bluetooth-Maus separat bestellt werden. Das komplette Bundle, bestehend aus Tastatur und Maus, kann für ca. 100 Euro im Handel erworben werden. Der folgende Produktbericht wurde bereits mit der neuen Tastatur geschrieben.

Design und Funktionen

Beim ersten Auspacken wird deutlich, dass die Tastatur mit einer Höhe von 1,5 Zentimetern sehr Flach ist. Derzeit ist im Produktportfolio von Microsoft keine flachere Alternative zu finden. Der Korpus an sich ist ca. 5 Millimeter dick. Die Tastatur misst eine Länge von 389,2 Millimetern. Die Breite beträgt 112,2 Millimeter. Beim Anheben der Tastatur wird deutlich, dass diese schwerer ist als erwartet. Sobald die Batterieren eingesetzt sind, bringt die Tastatur ein Gewicht von 406 Gramm auf die Waage. Trotz der geringen Maße sind alle wichtigen Tasten auf der Tastatur wiederzufinden. Auch ein Nummernblock ist vorhanden. Durch die Funktions-Taste („Fn“) lassen sich die „F“-tasten aktivieren. Alternativ können diese für Multimediaanwendungen, wie die Lautstärkeregulation, verwendet werden. In der Fn-Taste ist ein kleines weißes LED verbaut, welches leuchtet, falls die Taste aktiviert ist.

Die Maße der Maus liegen bei 60,1 Millimeter mal 107,1 Millimeter. Interessant erscheint der Aspekt, dass das Design der Maus sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder ausgerichtet ist. Der Verschluss des Batteriefaches ist im Innern mit einem Magneten versehen. Mit einem einfachen Druck lässt sich der Verschluss zwar öffnen, im geschlossen Zustand bleibt dieser jedoch fest unter der Maus sitzen.

Bluetooth 4.0 zwingend erforderlich

Microsoft wirbt damit, dass das Designer Bluetooth Desktop sowohl mit Windows (8 / 8.1 / RT) als auch mit OS X (ab 10.10) und Android (ab 4.4) kompatibel ist. Beim ersten versuch des Anschlusses an einen herkömmlichen Computer zeigte sich, dass ein Bluetooth 4.0-Adapter zwingend notwendig ist. Ansonsten wird sowohl die Tatstatur als auch die Maus nicht erkannt. Kompatible Smartphones finden beide Geräte auf Anhieb. Damit kann man beispielsweise auch das Android Handy per Maus steuern – eine interessante Erfahrung. Sofern Tastatur und Maus vom Computer erkannt werden, ist die Einrichtung sehr einfach. Nach der Installation muss der Nutzer mit der Tastatur einen Code eingeben, welche auf dem Bildschirm erscheint.

Minimalismus bedeutet auch Verzicht auf einige Funktionen

Obwohl die Tastatur kleine und minimalistisch gestaltet ist, wirkt sie äußerst hochwertig. Das Schreibgefühl ist ebenfalls sehr angenehm. Die Nutzung der Tasten erinnert an den so genannten Chiclet-Stil. Ergonomie-Einstellungen werden bei der Tastatur vergeblich gesucht. Demnach besteht keine Möglichkeit den Winkel der Tastatur einzustellen. Auch eine Handballenauflage ist nicht vorhanden.

Auch das Design der Maus ist minimalistisch gehalten. Dem entgegen steht die technische Ausstattung. In diesem Zusammenhang setzt Microsoft auf die neue BlueTrack Technology. Nach Angaben des Konzerns ermöglicht diese eine Nutzung auf nahezu allen Unterlagen. Vor allem für Smartphone- und Tablet-Nutzer könnte dies Vorteile verschaffen. Dank der Kompatibilität mit Android und OS kann somit jederzeit das Smartphone beziehungsweise Tablet zu einem Minicomputer umgebaut werden.

Testbericht: Virtual Reality mit der VR One von ZEISS

In virtuelle Welten eintauchen und somit das Gefühl haben hautnah im Geschehen zu sein, eben wie in der Realität – Bereits möglich oder doch nur ein ferner Traum der Zukunft? Tatsächlich rückt das Thema Virtual Reality immer stärker in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesse. Vorreiter und Hoffnungsträger sind die VR-Brillen von Oculus, die erstmals im August 2014 auf der weltweit größten Computerspielmesse Gamescom vorgestellt wurden. Mittlerweile ziehen weitere Tech-Unternehmen mit eigenen VR-Modellen nach und wir haben uns (wie angekündigt) die VR One vorgenommen und ein wenig getestet.

Was ist Virtual Reality?

In Virtual Reality werden in Echtzeit, Darstellungen und gleichzeitig die eigene Wahrnehmung zur Wirklichkeit. Möglich macht das, eine interaktive, virtuelle Umgebung bei der jedoch spezielle Ausgabegeräte (bspw. VR-Brillen) benötigt werden. Mit der zugehörigen Software wird der VR-Effekt erzeugt.

vr-one
VR One mit zwei Handy-Einschüben

Die VR One von ZEISS – VR for Everyone

Als Unternehmen, welches weltweit führend im Bereich der Optik ist, stellt auch ZEISS seine eigene VR-Brille mit dem Namen VR ONE dem VR-Markt vor. Dabei wird das eigene Smartphone, mittels einer ausgeklügelten Optik und Mechanik, in eine VR-Brille umgewandelt und das erstaunlich günstig: Bereits ab 99 Euro, ist das VR-Headset von ZEISS für den Heimgebrauch erhältlich, bisher aber nur im Online-Verkauf.

Alles was man für den VR-Genuss noch zusätzlich braucht, ist ein Smartphone mit einer Displaygröße zwischen 4,7 und 5,2 Zoll, eine geeignete VR-App und ein sogenanntes Tray, eine Art passforme Hülle, in der später das Smartphone eingesetzt wird.

Im Test – Die VR ONE von ZEISS

Bevor man in den VR-Genuss mithilfe der VR ONE von ZEISS kommt, sollte zuerst das passende Smartphone zur Hand sein. Denn zum Lieferset der VR ONE gehören jeweils ein Tray (Passhülle) für das Smartphone Samsung Galaxy S5 oder das Computer Aided Design-Daten zur eigenen Herstellung von Musterbauteilen (Rapid Prototyping) der Trays, mithilfe von 3D Druck, für weitere Smartphones veröffentlicht. Spätere Modelle sollen jedoch in Planung sein und zudem Computer Aided Design-Daten zur eigenen Herstellung von Musterbauteilen (Rapid Prototyping) der Trays, mithilfe von 3D Druck, für weitere Smartphones von ZEISS veröffentlicht werden.

VR ONE -Tray und Passgenauigkeit

Wer keinen 3D-Drucker zur Hand hat, der behelfe sich mit eigenen Ideen bei kleineren Modellen, denn das Smartphone muss lediglich im Tray Halt finden und solange, der Display des Smartphone unbedeckt bleibt, sind der Fixierung des Smartphone im Tray keine Grenzen gesetzt. Im Test reichte lediglich ein bisschen Zellstoff, um die Lücke im Tray zu füllen. Fand aber nur Anwendung beim Samsung Galaxy S3, der Tray für das iPhone 6 passte hingegen wie angegossen. Die Passgenauigkeit verblüffte und hielt das iPhone 6 fest, egal wie man das Tray bewegte. Das Einsetzen und das Herausnehmen des Smartphone ist relativ einfach: Das Smartphone einfach in die Hülle setzen und später wieder heraus drücken.

Die Auswahl an VR-Apps und Qualität

Sobald das Smartphone in die Hülle passt, wird zur Funktion unbedingt eine VR-Software (Suche nach: cardboard VR) benötigt. Diese lässt sich sowohl im App-Store, als auch im Google play Store downloaden. Hier fiel auf das im Store für Android deutlich mehr Apps zur Auswahl stehen, als im App-Store von Apple. Dennoch stehen in beiden Stores eine ganze Reihe kostenloser Anwendungen zur Auswahl. Im Test tauchte man in eine ferne Ozeanwelt ab, streifte mit Dinosauriern durchs Gebüsch, gruselte sich in einem Horrorhaus, schoss in einem Gehirn rote Neuronen ab oder blickte sich einfach sanft durch Landschaftsbilder.

Die VR ONE – So geht es und so fühlt es sich an

Nachdem man das Smartphone, in die Hülle gesetzt oder fixiert hat, gilt es erst einmal die App zu starten und vor allem den Sound anzustellen. Dabei wird der Tray mit dem Smartphone seitlich in die VR-Brille vorsichtig eingeschoben. Selbstverständlich liegt bei der VR ONE auch eine Anleitung dabei, jedoch erschließt sich das Prinzip fast von allein. Denn die VR ONE ist lediglich nur das Ausgabegerät, eben einfach eine Brille zum Aufsetzen. Der Rest macht das Smartphone mit der VR-App. Extra Einstellungen braucht man deswegen nicht vorzunehmen, denn die “Eyebox” der VR ONE ist so groß, dass sie die Pupillendistanz von mehr als 90 Prozent der Bevölkerung abdeckt. Zudem lässt sich beim Aufsetzen, die Brille am Kopf mit den Schlaufen festmachen, sodass diese nicht verrutscht. Der weiche Schaumstoff und der Platzhalter für die Nase, sorgen außerdem für ein sehr angenehmes Tragekomfort.

Nach dem Aufsetzen der VR-One, schaut man durch den durchsichtigen Frontschild nun direkt auf den Display des Smartphone und das ohne durch äußere Lichteinflüsse abgelenkt zu werden. Die VR ONE hält „dicht“ und das Sichtfeld passt sich automatisch dem Smartphone-Display an. Dann der virtuelle Raum direkt vor dem Auge, der erste „Ah-Effekt“ folgt und damit die Frage, nach erstem zögerlichen hin- und herblicken, wie steuert man? Die Steuerung läuft hierbei über die Blickrichtung und wie lange ein bestimmter Blickpunkt fixiert wird. Klingt einfach, braucht aber zuerst etwas Orientierung und Übung. Je nach App, muss man sich mit dem Kopf mehr oder minder drehen und wenden. Das Gefühl sich in einem Raum zu befinden, kommt schließlich nicht von ungefähr.

Die VR-App, die im Text am meisten beeindruckte, war eine Art Rollercoaster-Game (erhältlich im App Store) im menschlichen Gehirn, auf der man entlang von Nervenbahnen auf rote Neuronen schoss. Sehr bald, war man im virtuellen Raum eingedrungen und hielt Ausschau nach den roten Nervenknoten. Für einen kurzen Moment war man im Spiel völlig versunken und musste mit regen Kopfbewegungen den Raum durchsuchen. Als das Spiel endete und einem die ermittelte Punktzahl zu einem weiteren Versuch animierte, hatte man durchaus das Gefühl gehabt, für einen Moment in einer anderen Realität abgetaucht zu sein. Und das Trotz der vorhandenen Pixel im Bild, die je nach App schwächer und stärker ausfallen können. Ein ganz klares Bild, konnte im Allgemeinen jedoch nicht dargestellt werden. Das ist mitunter auch der hohen Auflösung der VR ONE geschuldet.

Fazit: Die VR ONE ist für den Heimgebrauch eine durchaus interessante Erfahrung, ob es sich jedoch lohnt, so viel Geld für einen doch relativ kurzen Spaß auszugeben, bleibt erst einmal abzuwarten. Entwickelt sich jedoch der VR-Markt in seinen Anwendungsmöglichkeiten für VR-Brillen (bspw. Qualität der cardborad VR-Apps) weiter, dann ist der Kauf durchaus seinen privaten Spaß wert.

HTC 8X im ausführlichen Testbericht

Die letzten Wochen hatte ich die Möglichkeit das aktuelle HTC Flaggschiff „HTC 8X“ ausführlich zu testen. Dies ist mit eines der ersten Windows Phone 8 Smartphones und zusammen mit dem Nokia Lumia 920 sicher einer der interessantesten Bewerber des neuen Microsoft Betriebssystems. Dies war das erste Mal, dass ich es für längere Zeit mit einem Windows Phone zu tun hatte und ich war direkt von Beginn an davon fasziniert. Man merkt sehr schnell, dass hier sehr viel mehr auf das Design geachtet wurde als bei den konkurrierenden Betriebssystemen. Das Gerät wurde uns freundlicherweise von getgoods.de für diesen Zeitraum zur Verfügung gestellt.

Design und Verarbeitungsqualität

Die Verarbeitungsqualität ist HTC typisch in der obersten Liga. Das Gerät fühlt sich rundum griffig und stabil an, da die Rückseite abgerundet und leicht gummiert ist. Im Gegensatz zu Plastik oder Glas kann man es so selbst mit etwas feuchten Fingern sicher halten. Das Display ist mit seinen 4,3″ zwar groß aber dennoch gut zu bedienen und auch die kapazitiven Tasten an der unteren Frontseite lassen sich gut drücken. Die Hardware Knöpfe fühlen sich sehr hochwertig an, aber sind wegen ihrer flachen Bauweise nicht sehr stark zu spüren. Insbesondere die Lauter/Leiser Taste ist nicht immer eindeutig zu fühlen und muss manchmal „auf Glück“ gedrückt werden.

Das Design des Gerätes ist sehr schlicht gehalten. Insbesondere die mir vorliegende schwarze Variante ist sehr unauffällig aber dennoch gut aussehend. Wer es etwas ausgefallener mag kann auch zu Lila, Gelb oder Orange greifen. Die Vorderseite bleibt zwar größtenteils schwarz, aber da HTC die Gehäusefarben genau auf die Farben der Live-Tiles abgestimmt hat ist das Aussehen bei aktiviertem Display ein echter Hingucker. Die Kamera und der Lautsprecher sind nicht spürbar verbaut und stören somit auch nicht in der Handhabung.

Technische Daten und Lieferumfang

Das HTC 8X ist mit einem Qualcom Snapdragon S4 Dual-Core Prozessor mit 1,5 GHz und 1 GB RAM Ausgestattet. Der interne Speicher hat eine Größe von 16 GB und ist leider nicht erweiterbar. Das Super LCD2 Display hat Diagonale von 4,3 Zoll und löst mit 1280 x 720 Pixel auf. Natürlich wird es auch durch Gorilla Glas 2 geschützt. Die Hauptkamera besteht aus einem 8 Megapixel BSI Sensor und die Frontkamera kann Weitwinkel-Fotos mit 2,1 Megapixel aufnehmen. Es ist sogar mit beiden Kameras möglich 1080p Videoaufnahmen zu machen. Der 1800 mAh große Akku ist leider auch in dem 8X fest verbaut und folgt somit leider dem allgemeinen Trend. Mit 130 Gramm liegt das Gerät angenehm in der Hand. Bluetooth, WLAN, HSPA+ und NFC kann das Gerät zur drahtlosen Datenübertragung verwenden.

Das Smartphone selbst wird in einer schicken weißen Box verkauft. In ihr befinden sich neben einer Kurzanleitung und diversen anderen Zetteln auch eine Mini-CD mit einem ausführlichen Handbuch, ein SIM-Karten Entferner, ein USB Kabel samt Netzteil und ein HTC Headset.

Display

Das Kernstück des Smartphones ist das 4,3 Zoll große LCD2-Display. Es bietet eine Auflösung von 720 x 1280 Pixel, was zusammen mit der Displaydiagonale eine Pixeldichte von 342 ppi ergibt. Damit hat das 8X eine der momentan höchsten Pixeldichten im Smartphone Bereich überhaupt. Das iPhone 5 bietet hier 326 ppi und das Nexus 4 320 ppi.

Die Farbwiedergabe des Displays ist sehr ausgewogen. Farben werden kräftig dargestellt, aber wirken trotzdem sehr natürlich. Im Vergleich mit den Displays des Nexus 4 und des Samsung Galaxy Nexus ist der Unterschied klar erkennbar. Die Farben wirken wesentlich kräftiger als auf dem IPS Display des Nexus 4, aber wirken viel natürlicher als auf dem S-AMOLED Display des Galaxy Nexus.

Somit kann das HTC 8X auch in der Kategorie Display mit einer hohe Schärfe und brillianten Farbwiedergabe punkten und muss sich keineswegs vor der Konkurrenz verstecken.

Performance

Das Smartphone lief bei mir die meiste Zeit über ohne Ruckeln und alle Funktionen ließen sich schnell bedienen. Die Soft- und Hardware harmonieren offensichtlich gut miteinander und lassen eine sehr flüssige Bedienung zu. Insgesamt gesehen stürzen Apps von Drittherstellern zwar häufiger ab, als beispielsweise beim iPhone, jedoch muss man auch den Umstand eines komplett neuen Betriebssystems mit einbeziehen. Spätestens wenn sich Windows Phone 8 weiter verbreitet werden die App-Programmierer dieses neue Standbein sicher noch weiter in ihren Fokus rücken und für noch stabiliere Applikationen sorgen.

Die vorinstallierten Programme liefen alle einwandfrei und haben meist sehr kurze oder gar nicht merkliche Ladezeiten, da sich die Programme stets mit einer „wischenden“ Animation öffnen. Das ganze Betriebssystem wirkt im Gesamtbild einfach etwas flüssiger als bei der Konkurrenz.

Die Performance des mobilen Internet Explorers ist im Vergleich zu konkurrierenden Smartphones sehr hoch. Das HTX 8X erreichte bei mir im Sunspider 0.9.1 JavaScript Benchmark im Schnitt einen Wert von 901,9 ms und übertrifft damit sogar noch das iPhone 5, welches für den Benchmark etwa 914 ms benötigt. Das Nexus 4 braucht mit dem etwas langsamen Chrome Browser eine stolze Zeit von 1984,5 ms, in dem Dritthersteller Browser Boat Browser schafft das Nexus 4 den Test immerhin noch in einer Zeit von 1468,6 ms. Das mobile Surfen geht somit ziemlich flott und auch das scrollen auf Webseiten ist ohne Ruckler möglich.

Software

Als eines der erstem Smartphones auf dem Markt läuft auf dem HTC 8X das neue Betriebssystem Windows Phone 8. Der Homescreen zeigt die sogenannten Live Tiles, welche man etwa als eine Mischung aus App-Verknüpfung und Widget nezeichnen kann. Apps können auf ihren Live Tiles einige Daten anzeigen, zum Beispiel die aktuelle Uhrzeit, das Datum, die anzahl ungelesener Mails oder aktuelle Kalendereinträge. Jede dieser Kacheln kann dabei eine von drei Größen haben und trägt die in den Optionen eingestellte Hintergrundfarbe. Somit ist der Homescreen nicht wie beispielsweise in Android aus verschiedenfarbigen Objekten zusammengemischt, sondern hat stets eine vorherrschende Farbe.

Wischt man auf den nächsten Bildschirm erscheint eine alphabetische Liste mit allen installierten Apps und Einstellungen. Von dieser Liste aus lassen sich auch neue Apps als Live Tile auf den Homescreen hinzufügen. Da Windows Phone 8 den Fokus hauptsächlich auf den Homescreen und die App Liste legt, bekommt man als Nutzer eine sehr gute Übersicht. Man wird nicht von zu vielen Möglichkeiten überfordert und das ganze System wirkt stets homogen. Selbst die meisten Apps haben das klassische Windows Phone Design und man kommt so in den Genuß eines komplett durchgestylten Smartphone Betriebssystems, welches optisch den Konkurrenten Android und iOS weit vorraus ist.

Durch das noch ziemlich junge Betriebssystem WP8 sind manche Apps von Drittherstellern leider noch nicht optimal angepasst und stürzen etwas häufiger ab als bei anderen Smartphones, jedoch kommen auch hier in den meisten Fällen langsam die Updates. Ein positiver Punkt ist die starke Integration von Online-Konten. So lassen sich direkt über die Systemeinstellungen Outlook, Hotmail, GMail, Facebook, Twitter, LinkedIn und weitere Accounts einrichten. Die Nachrichten App macht davon direkten Gebrauch und verbindet SMS nahtlos mit Facebook und Windows Live Nachrichten. Und Neuigkeiten aus Twitter und Facebook werden auch von diversen Apps direkt genutzt.

Über die Integrierte Suchfunktion lässt sich nicht nur das Internet via Bing auf Webseiten, Bilder und Videos durchsuchen, es ist auch direkt eine Musikerkennung ähnlich Shazam integriert. Des Weiteren kann man auch mithilfe der Kamera Texte erfassen und automatisch in andere Sprachen übersetzen lassen. Die automatische Übersetzung funktioniert jedoch nicht immer optimal – hier sollte Microsoft noch nachbessern. Wenn man den Windows Knopf für eine Sekunde gedrückt hält bekommt man auch eine Sprachsteuerung geliefert. Diese ist jedoch noch weit von der Funktionalität von Siri oder Google Now entfernt, aber kann immerhin einfache Befehle, wie eine bestimmte Person anrufen, ausführen.

Das Angebot von Apps ist im Vergleich zu den Konkurrenten wesentlich geringer. Im Windows Phone 8 Store finden sich aber dennoch schon die wichtigsten Programme. WhatsApp, Twitter, Facebook und Co sind bereits vorhanden, über den DB Navigator kann man seine Zugverbindung heraussuchen und auch einige gut gemachte Spiele lassen sich schon herunterladen. Wenn man also nicht täglich die neusten Apps haben möchte und sich mit den wichtigsten Programmen zufrieden geben kann, sollte man auch mit der noch etwas kleinen Auswahl von Windows Phone 8 zurecht kommen können.

Die Software ist über das gesamte System stets sehr homogen in Design und Bedienung, was insbesondere bei Android oft nicht der Fall ist. Microsoft hat in diesem Punkt wirklich gute Arbeit geleistet.

Kamera

Die Kamera des HTC 8X lässt sich entweder über das Menü oder den seitlich angeordneten Kameraknopf starten. Letzteres funktioniert auch, wenn das Handy gesperrt ist, wodurch man das Handy zum Fotografieren vorher nicht erst noch entsperren muss. Die Hauptkamera schießt Fotos mit bis zu 8 Megapixel Auflösung und wird von einem LED Blitz unterstützt. Aus dem Standby braucht die Kamera zum Start etwa zwei Sekunden, wenn das Smartphone bereits aktiviert ist nur etwa eine Sekunde. Der Autofokus ist schnell und auch die Auslöseverzögerung benötigt nur eine kurze Zeit. Durch diese Eigenschaften gelingen somit auch schnelle Schnappschüsse und man braucht keine Angst haben einen besonderen Moment durch eine zu langsame Kamera zu verpassen.

Neben der guten Geschwindigkeit ist die Qualität der Bilder ebenfalls gut. Die Fotos werden scharf und die Bildqualität kann überzeugen. Dank LED Blitz und BSI Sensor sind gelingen sogar Bilder in dunklerer Umgebung, in sehr dunkler Umgebung hat man jedoch ein deutlich sichtbares Bildrauschen. Auch bei Videoaufnahmen fokussiert sich die Kamera schnell und liefert stets ein klares Bild mit einer hohen Qualität. Die Kamera kann man auf jeden Fall zu einer der Besten in aktuellen Smartphones zählen.

Die Frontkamera unterscheidet sich ein wenig von denen der Konkurrenz. Sie hat mit 2,1 Megapixel eine sehr hohe Auflösung, mit der sogar 1080p Videos gemacht werden können. Außerdem ist es eine Weitwinkel-Kamera mit der man sehr gut Fotos von sich oder sogar Gruppen machen kann. Oft sind die Bilder durch den Weitwinkeleffekt sogar sehr viel interessanter, als die der Hauptkamera und ich wünsche mir sogar, dass auch andere Hersteller solche Frontkameras verbauen würden.

Audioqualität

Das HTC X8 wird mit Beats Audio ausgeliefert. Diese Software soll für einen besseren Klang mit Kopfhöhrern sorgen. Durch das aktivieren dieser Funktion wird der Klang verstärkt und deutlich kräftiger. Vor Allem bei bassbetonten Liedern wie beispielsweise Treading Water von Alex Clare kann man von Beats Audio profitieren. Wenn man dies allerdings noch mit bassbetonten Kopfhöhrern kombiniert bekommt man manchmal sogar eine Spur zu viel Bass. Natürlich lässt sich die Funktion in den Einstellungen auch deaktivieren und man bekommt dann eine sehr ausgewogene Audio Wiedergabe. Der Anschluss für den Kopfhörer befindet sich auf der Oberseite, wodurch man die Kopfhörer auch in der Hosentasche oder einer Schutzhülle bequem einstöpseln kann.

Der eingebaute Lautsprecher sticht besonders durch eine hohe Lautstärke hervor. Im Vergleich zu anderen Smartphones hat HTC wirklich hier ein wirklich kräftiges Modell eingebaut. Allein der „Schlitz“ um den Ton durch das Gehäuse zu lassen ist geschätzt sechsmal so groß wie bei dem Nexus 4. Dazu kommt, dass auch der Klang für einen Handy Lautsprecher ziemlich ausgewogen ist und nicht man selbst tiefere Töne recht relativ gut wiedergeben kann. Der vorhandene MP3 Player hat jedoch ein kleines Manko, denn leider ist es nicht Möglich bei Liedern direkt zu einer bestimmten Stelle zu springen. Wer gerne Sets oder längere Musikstücke hört muss so relativ lange den Vorspulknopf gedrückt halten und es ist nicht gerade sehr bequem bei einem Lied auf exakt eine bestimmte Stelle zu springen. Diese Bedienungsprobleme solltem im musikalischen Alltag allerdings eher wenige Probleme bereiten. Wer also ein Smartphone mit einem guten Klang haben möchte, macht beim 8X sicher nichts falsch.

Akkulaufzeit

Mit dem fest verbauten 1800 mAh Akku konnte meist einen guten Tag auskommen. Bei normaler Nutzung mit E-Mails abrufen, im Internet surfen und ein paar Fotos schießen war der Akku abends nie komplett leer und musste nicht frühzeitig an die Steckdose. Wenn ich das Smartphone in der Nacht allerdings nicht aufgeladen habe, war der Akku am morgen fast komplett entladen oder bereits leer. Für ein gut ausgestattetes Smartphone ist dies eine angemessene Akkulaufzeit, welche bei meiner Nutzung im guten Mittelfeld liegt.

HTC 8X und Nokia Lumia 920 im Vergleich

Fazit

Wenn man auf eine große App-Auswahl verzichten kann und man mit den wichtigsten Funktionen eines Smartphones zufrieden ist, kann man ohne Bedenken zum HTC 8X greifen. Das Gerät macht einen rundum guten Eindruck und es gibt keine größeren Probleme. Das Software Konzept unterscheidet sich merklich von Android oder iOS, ist jedoch sehr viel schöner gestaltet und lässt sich nach einem kurzen Umgewöhnen auch flink und sicher bedienen. Microsoft und HTC haben eine tolle Arbeit geleistet und haben eine echte Alternative zu den bisher etablierten Smartphones auf den Markt gebracht. Wäre dieses Gerät zu demselben Preis wie das Nexus 4 auf dem Markt, würde ich mir als eigentlicher Android Nutzer auf jeden Fall überlegen vielleicht zu dem 8X zu wechseln. Die im Vergleich zu aktuellen Android Flaggschiffen ist die etwas geringere Größe auch ein Argument für Leute mit etwas kleineren Händen und da der Stil oft über der reinen technischen Funktionalität steht könnte ich mir vorstellen, dass insbesondere weibliche Käuferinnen mit diesem Smartphone glücklich werden können.

Hochwertiges Ledersleeve für das MacBook Pro Retina von germanmade.

Ich war lange Zeit auf der Suche nach einem hochwertigen sowie gut aussehendem Sleeve für mein 15-Zoll MacBook Pro Retina und habe einiges auf dem Markt ausprobiert. Die deutsche Firma germanmade. hat aber nun endgültig meine Suche beendet und eine ideale Schutzhülle für mein MacBook hervorgebracht. Das Sleeve wird in Deutschland in Handarbeit gefertigt und besteht aus einem Qualitativ hochwertigen und sehr strapazierfähigen Rindsleder. Innen kommt natürliches und anthrazitfarbenes Wollfilz zum Einsatz, so dass eine ausreichende Schutzschicht vorhanden ist. Nach einer gewissen Zeit gleitet das MacBook auch ohne Probleme in und aus der Hülle.

Durch einen beidseitigen Klettverschluss wird das MacBook in der Hülle behalten und kann nicht einfach so aus dem Sleeve rutschen. Dabei ist die Lasche so positioniert, dass man immer noch an die wichtigsten Anschlüsse des Gerätes rankommt und ebenfalls auch noch aufladen kann. Zudem schützt der Verschluss auch noch die eine Seite vor Stößen. Dadurch wird eine perfekte Kombination aus Schutz und Erreichbarkeit der Anschlüsse gewährleistet.

Die Verarbeitung des Produktes kann in jeder Hinsicht überzeugen und vermittelt ein richtiges Premium-Gefühl, dass sich wiederum auch auf den Preis auswirkt. Die Naht besteht aus einem roten Faden, der farblich perfekt zu dem Vintage-Look passt und einen netten Kontrast bietet.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich sehr zufrieden mit dem Ledersleeve für mein 15 Zoll MacBook Pro Retina bin und es nie wieder hergeben werde. Durch die ausgesprochen hohe Qualität werde ich wohl auch noch die nächsten Jahre oder sogar Jahrzehnte mit der Hülle verbringen können, denn das Ganze ist nicht nur zeitlos gestaltet, sondern auch top verarbeitet.

Neben den vier verschiedenen Lederfarben gibt es wie bei den anderen Produkten von germanmade auch die Möglichkeit eine individuelle Prägung mitzubestellen. So besitzt man nicht nur ein ausgesprochen gelungenes Ledersleeve, sondern gleichzeitig auch noch ein Unikat. Für dieses kleine Extra muss man aber zusätzlich einen Aufpreis von 10 Euro zahlen.

Ansonsten steht die Schutzhülle direkt im Onlineshop von germanmade zur Verfügung und kann zu einem Preis von 79,95 Euro erworben werden. Daneben gibt es aber auch die Ledersleeves für jedes iPhone, iPad und auch noch für andere MacBook-Modelle. Mitte November wird auch für das neue 13-Zoll MacBook Pro Retina ein passendes Sleeve auf den Markt kommen. Einfach mal reinschauen, es lohnt sich definitiv. Alternative sind auch einige Produkte des Herstellers bei Amazon verfügbar.

Zum Schluss noch eine kleine Ankündigung. Nächste Woche werde ich nochmals über die deutsche Manufaktur berichten, denn netterweise wird mir und demzufolge auch meinen Lesern ein Rabattcoupon von 10 Prozent zur Verfügung gestellt, denn jeder verwenden kann. In diesem Sinne viel Spaß mit den Sleeves von germanmade.

Update:
Wie versprochen folgt nun der Gutscheincode, der euch auf das gesamte Sortiment von Germanmade. einen Rabatt in Höhe von 10 Prozent gibt. Während der Bestellung eines der zahlreichen Schutzhüllen einfach den Code „AppDated“ angeben und ihr erhaltet die erwähnte Vergünstigung. Viel Spaß!

Samsung Galaxy Note 2: Mein Eindruck, Testbericht und Fazit

Einführung

Ich habe mir das Samsung Galaxy Note 2 bereits auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin näher betrachtet und war anfangs sehr skeptisch. Die Größe des Gerätes hat mich ziemlich abgeschreckt und trotz der zahlreichen Funktionen mit denen das Smartlet ausgestattet ist, konnte ich mir das Gerät im alltäglichen Einsatz nicht vorstellen. Bislang habe ich hauptsächlich Geräte im 4-Zoll-Bereich im Einsatz gehabt und die Umstellung auf das größere Display war nicht gerade einfach. Nach kurzer Eingewöhnungsphase macht das riesige Display aber sehr viel Laune und liegt trotzdem ziemlich gut in der Hand. Mittlerweile habe ich das Smartphone lieben gelernt und bin von den Alleinstellungsmerkmalen und auch der Größe des Displays begeistert. In dem Gerät steckt aber nicht nur ein enormer Bildschirm, sondern auch die neuste Hardware. Ein Quad-Core-Prozessor mit 1,6 GHz, 2 Gigabyte Arbeitsspeicher und die neuste Android-Version machen das Samsung Galaxy Note 2 wohl zum Spitzenreiter des Smartphone-Bereiches. Zusätzlich wurde auch die Akkukapazität auf ein neues Level gebracht und versorgt das Phablet bis zu drei Tage mit Strom. Es gibt wenig Kritikpunkte bei diesem Gerät, aber mann muss sich natürlich vorher genau überlegen, ob man ein solch großes Smartphone haben möchte. Eine Einhandbedienung ist nicht wirklich gegeben und unterwegs kann die Größe ab und an stören. Nichtsdestotrotz ist das Samsung Galaxy Note 2 ein richtiges Highlight, welches durchaus überzeugen kann. Auf diesem Weg möchte mich auch bei getgoods.de bedanken, die mir das Smartphone zur Verfügung gestellt haben.

Design und Abmessungen

Das 5,5 Zoll große Display ist natürlich die offensichtlichste Neuerung des Gerätes und bestimmt den ersten Eindruck. Man kann es nicht anders sagen, es ist einfach riesengroß und vermittelt ein unvergleichbares Feeling. Das Design orientiert sich am aktuellen Flaggschiff Galaxy S3 des südkoreanischen Unternehmens, weißt jedoch einige Unterschiede auf. Im Vergleich zum S3 ist das Gerät rechteckiger geformt und beinhaltet weniger Rundungen. Ansonsten kommt ein Gehäuse aus Polycarbonat, also Kunststoff, zum Einsatz und die Kanten sind entsprechend abgerundet, damit das Gerät trotz der enormen Größe gut in der Hand liegt. Aber auch die Verarbeitung des Smartlets überzeugt. Das überdimensionierte Smartphone ist 80,5 x 151,1 x 9,4 mm groß, wiegt aber für diese Größe sehr angenehme 180 Gramm, welches ein gutes Gefühl in der Hand erzeugt. Ich konnte die graue Farbversion des Gerätes testen und finde, dass das Galaxy Note 2 in dieser Variante sogar noch edler aussieht als das Samsung Galaxy S3 und einen sehr wertigen Eindruck vermittelt.

Technische Spezifikationen des Samsung Galaxy Note 2

  • Android 4.1.1 mit Touchwiz UX-Oberfläche
  • 1,6GHz 4412-Exynos-Quad-Core-Prozessor
  • 5,5 Zoll HD-Super AMOLED-Display (1280 x 720 Pixel)
  • 16GB, 32GB oder 64GB Speicher (erweiterbar per microSD-Karte)
  • 2GB RAM
  • 8 Megapixel-Kamera mit LED-Blitz
  • 1,9 Megapixel-Frontkamera (720p-Videoaufnahme)
  • Bluetooth 4.0, WLAN, NFC DLNA, micro-USB (per MHL HDMI möglich)
  • GSM/ GPRS/ EDGE: 850 / 900 / 1800 / 1900 MHz; 3G (HSPA+ 21Mbps): 850 / 900 / 1900 / 2100 MHz; LTE: abhängig von der Region (in Europa voraussichtlich nicht)
  • 50GB Dropbox-Speicher
  • 3.100 mAh Akku
  • 180 Gramm
  • 80,5 x 151,1 x 9,4 mm
  • Drucksensitiven S-Pen
  • 599 Euro

Hardware und Performance

Oben haben wir schon kurz die technischen Spezifikationen aufgeführt, aber man sollte noch mal detailliert auf die phänomenale Hardware eingehen. Samsung setzt beim Galaxy Note 2 den bewährten „Exynos 4412“-Prozessor ein, der über vier Kerne verfügt und mit 1,6 GHz getaktet ist. In Kombination mit den zwei Gigabyte Arbeitsspeicher bringt das Smartphone eine enorme Performance, welche ihres Gleichen sucht. Im Android-Bereich kann man unbestritten sagen, dass es sich hierbei um die beste Ausstattung handelt. Spiele, Apps und natürlich auch das Betriebssystem selbst laufen immer flüssig und es sind keinerlei Ruckler zu spüren. Auch leistungsaufwendigere Aufgaben und das Multitasking gehen geschwind von der Hand und bringen den Prozessor nicht in Schwitzen. Bei den Benchmarks muss sich das Gerät ebenso wenig verstecken und erreicht ohne Probleme die Spitze der Charts. Im Hinblick auf die Abmessungen und den verfügbaren Platz für die Hardware ist es allerdings auch kein Wunder.

Als interner Speicher sind 16 Gigabyte verbaut, welche aber zum Glück mit Hilfe einer microSD-Karte um bis zu 64 Gigabyte erweitert werden können. Das Display verfügt über eine Bildschirmdiagonale von 5,5 Zoll und löst mit 1280×720 Pixel auf. Auf der Rückseite befindet sich eine 8 Megapixel Kamera inklusive LED-Blitz und ansonsten noch ein Lautsprecher sowie der S Pen. Die Frontseite enthält die Hörmuschel, die Notification LED, einen Annäherungssensor, einen Lichtsensor und eine 1,9 Megapixel Kamera.

Akku

Samsung hat auf dem Unpacked Event bereits angekündigt, dass jeder mit der Akkulaufzeit zufrieden sein wird und hat die Erwartungen an das Smartlet somit ziemlich hoch gesetzt. In meinen persönlichen Tests konnten die Südkoreaner diese Erwartungen sogar noch übertreffen. Der 3100 mAh große Akku bietet eine enorme Laufzeit, die man bislang von keinem Smartphone kennt. Bei normaler Nutzung konnte ich das Samsung Galaxy Note 2 bis zu zwei Tage lang nutzen und ist somit der perfekte Begleiter im Alltag, auf Reisen sowie Geschäftsterminen. Bei einer sparsamen Bedienung könnte man sogar drei Tage erreichen. Dies erinnert einen an die Vor-Smartphone Zeit, als man sein Handy noch nicht zwangsweise jeden Abend aufladen musste.

Display

Samsung hat dem neuen Galaxy Note 2 nicht nur ein größeres Display mit 5,5 Zoll verpasst, sondern auch die Technologie dahinter um einiges verbessert. Das Vorgängermodell, aber auch das Samsung Galaxy S3 besitzen alle ein Display mit einer Pentile-Matrix, die pro Pixel nur jeweils zwei Subpixel besitzt und somit eine korrekte Farbwiedergabe sowie eine perfekte Schärfe nicht gewährleistet wird. Im neuen Smartlet kommt eine RGB-Matrix zum Einsatz, bei der jeder Pixel über drei Subpixel verfügt. Somit kann das Display trotz der eher geringen Pixeldichte von 267ppi durchaus überzeugen und übertrumpft sogar das Samsung Galaxy S3. Trotz der Auflösung von 1280 x 720 Pixeln ist das Display sehr scharf und kann nicht deshalb auch nicht unbedingt kritisiert werden. Die Helligkeit hat ebenfalls zugenommen und auch der Weißwert im Super-AMOLED-Display hat sich merklich verbessert. Insgesamt war ich sehr von dem Display beeindruckt, denn trotz der geringen Auflösung hinsichtlich der Bildschirmdiagonalen konnte Samsung essentielle Eigenschaften optimieren und einen Schritt voran gehen. Darüber hinaus wurde auch die drucksensitive Schicht verbessert und unterstützt jetzt 1000 verschiedene Druckstärken. Somit kann der S-Pen auf dem Display noch präziser arbeiten und funktioniert tadellos.

Kamera

Für mich persönlich ist die Kamera ein wichtiger Bestandteil eines Smartphones und beeinflusst meine Kaufentscheidung enorm. Beim Samsung Galaxy Note 2 hat das südkoreanische Unternehme ganze Arbeit geleistet und eine hervorragende Kamera verbaut. Auf der Rückseite befindet sich eine Kamera mit 8 Megapixel, die neben sehr guten Fotos auch noch Videos in Full-HD aufnehmen kann. Die Frontkamera besitzt dagegen eine Auflösung von 1,9 Megapixel und ist primär für Videotelefonie gedacht.

Im Vergleich zum Samsung Galaxy S3 wurde die Kamera sogar noch verbessert und schießt etwas bessere Fotos. Die Farben wirklich deutlich ausgewogener, der Kontrast als auch die Farbsättigung wirken durch die RGB-Matrix sehr natürlich. Durch den verbesserten Prozessor wurde auch die Geschwindigkeit beim Schießen der Fotos minimal angehoben.

Samsung hat im Galaxy Note 2 aber nicht nur das Kamera-Modul optimiert, sondern auch die zugehörige Software. Die grundlegenden Funktionen sind bereits vom Galaxy S3 bekannt, aber zwei Besonderheiten hat das Smartlet aber dennoch. Die so genannte „Beste Gesichter“-Funktion hat mich von Anfang an begeistert und ist ein kleines Highlight bei dem Smartphone. Mit Hilfe dieser Kameraeinstellung können Gruppenbilder in vierfacher Ausführung aufgenommen werden. Im Nachhinein stehen dann die Gesichter der vier Bilder zur Verfügung und man kann auswählen, welche Aufnahme am gelungensten war. Die Software setzt die besten Bilder automatisch zusammen, so kann man innerhalb weniger Sekunden das perfekte Gruppenfoto auf die Beine stellen.

Aber nicht nur beim Fotografieren hat Samsung eine besondere Funktion mit reingepackt, denn auch bei der Videofunktion steht eine „Zeitlupen“-Einstellung zur Verfügung, mit der man 120 Bilder in der Sekunde aufnehmen kann und somit kann eine Szene verlangsamt werden, um zum Beispiel einen Wassereffekt zu verdeutlichen. Der einzige Nachteil der Funktion ist die relativ niedrige Videoauflösung von 720 x 480 Pixeln. Nichtsdestotrotz ist die Auflösung für den normalen Gebrauch durchaus passabel und stellt eine weitere Besonderheit des Galaxy Note 2 dar.

S-Pen

Der S-Pen ist neben dem Display das wohl größte Highlight des Smartlets, durch den sich das Smartphone auch gegenüber der Konkurrenz absetzt. Samsung hat mit dem Note den Stylus zurückgebracht und mit tollen Funktionen ausgestattet, die im Alltag ziemlich nützlich sind. Der kleine Stift befindet sich in einer Aussparung im Note, die sich im rechten unteren Bereich befindet. Ohne Probleme kann der Stift herausgezogen werden, kann aber nur in einer Richtung wieder eingeführt werden. Durch verschiedene Software-Funktionen, die ich im späteren Verlauf noch erläutern werde, bringt der S-Pen einen Mehrwert mit und ist das Alleinstellungsmerkmal des Gerätes.

Software

Die Hardware alleine ist nicht entscheidend für ein gelungenes Smartphone. Das Betriebssystem spielt nämlich die eigentlich wichtigste Rolle bei der Benutzung des Gerätes und ist maßgeblich für die Benutzerfreundlichkeit verantwortlich. Das Samsung Galaxy Note 2 kommt bereits mit der Android-Version 4.1.1 Jelly Bean in die Hände der Kunden und ist somit fast auf dem neusten Stand. Das südkoreanische Unternehmen hat im Wechsel auf Android 4.0 einen großen Sprung gemacht und die eigene Oberfläche komplett überholt. TouchWiz Nature UX punktet durch ein frisches Design, innovative Funktionen und eine sehr gute Performance. Ebenfalls wurden unnötige Animationen entfernt und die Oberfläche wirkt nicht mehr so überladen, wie zuvor. Im Vergleich zur vergangenen TouchWiz-Version also ein enormer Fortschritt. Insgesamt kann die Oberfläche durch eine einfache Bedienung und eine flüssige Wiedergabe der Animationen sowie sonstigen Interaktionen auftrumpfen.

In dem System des Smartlets hat Samsung die bereits bekannten Funktionen aus dem Galaxy S3 implementiert und zusätzlich noch mit einigen Neuerungen erweitert. In Kombination mit dem beigelegten Stylus stehen die ein oder anderen Features zur Verfügung, die das Smartphone aufwerten und eine einzigartige Bedienung ermöglichen.

Multi Window

Multi Window war nicht von Anfang an beim Samsung Galaxy Note 2 vorhanden und wurde erst nach einigen Tagen durch ein Update auf das Gerät gebracht. Diese neue Funktion kann über den Zurück-Button aktiviert werden, in dem man die Taste länger gedrückt hält. Danach wird eine Leiste mit verschiedenen Apps auf der linken Seite angezeigt, von der man Anwendungen entweder auf den oberen oder unteren Bereich ziehen kann. Somit könnten zwei verschiedene Apps parallel geöffnet werden. In der linken Leiste können beliebige Apps hinzugefügt, entfernt oder umsortiert werden. In der Mitte befindet sich weiterhin ein Regler, mit dem man die Fenstergröße anpassen kann, aber auch die Position der Apps kann mit einem einzigen Klick getauscht werden. Insgesamt läuft die Funktion sehr flüssig und kann durchaus nützlich sein. So kann man beispielsweise bequem im Internet surfen und währenddessen ein YouTube Video anschauen.

Air View

Mit Air View wird eine kleine Vorschau von Bildern in einem Ordner angezeigt, sobald man den S-Pen für etwa eine Sekunde darüber hält, dabei wird der Bildschirm nicht berührt. Der S-Pen muss nur ungefähr einen Zentimeter über dem Display schweben, so dass ein blauer Punkt angezeigt wird. Neben der Galerie wird auch beim Abspielen von Videos ein kleines Vorschaubild an der jeweiligen Stelle angezeigt, wo der Stylus die Zeitleiste überfliegt. Darüber hinaus kann die Funktion ebenfalls bei Kalendereinträgen oder Mails verwendet werden, um eine Vorschau des Textes zu erhalten.

Schnellbefehle

Die Schnellbefehle werden durch ein Zeichnen einer vertikalen Linie von unten nach oben geöffnet und bieten die Möglichkeit verschiedene Aktionen durchzuführen. Mit dem S-Pen kann somit ganz einfach eine Google-Suche gestartet werden, in dem man den zum Beispiel “? Samsung“ schreibt. Eine Google-Map-Anfrage kann man einfach durch „! Darmstadt“ initiieren oder einen Anruf durch „# Moritz“ starten. Mit verschiedenen Shortcuts können allerhand Aktionen durchgeführt werden.

S-Pen-Anwendungen

Samsung hat aber nicht nur einige nette Funktionen für den S-Pen eingebaut, sondern auch komplette Apps ins Leben gerufen, um die Einsatzmöglichkeiten des Stylus optimal zu nutzen. Mit Hilfe von S Note können Notizen angefertigt werden, Sachen gezeichnet oder mathematische Formeln eingesetzt werden. Aber auch gezeichnete Wörter können in Null Komma nix in richtigen Text umgewandelt werden. Zusätzlich kann auch jeder beliebige Teil des Bildschirms mit einem Knopfdruck auf den S-Pen ausgeschnitten werden. Danach kann der Ausschnitt gespeichert, verschickt oder in S Note eingefügt werden, um das Bild dort zu bearbeiten.

Fazit

Das Samsung Galaxy Note 2 ist sicherlich ein außergewöhnliches Smartphone, aber trotz seiner vielen positiven Eigenschaften, ist das Gerät nicht für jedermann geeignet. Die Größe spielt hier eine maßgebliche Rolle und man sollte sich vorher überlegen, ob man sich mit einem 5,5 Zoll großem Display anfreunden kann. Ich persönlich muss zugeben, dass ich mich daran gewöhnen konnte, aber ich für meinen Alltag doch eher ein handlicheres Smartphone bevorzuge. Zumal ich zahlreiche Funktionen des Smartlets nicht sonderlich genutzt habe und den S-Pen, trotz der innovativen Features, nicht in meinem Workflow einbauen konnte. Aber das ist wie gesagt nur meine persönliche Erfahrungen, ansonsten kann ich das Galaxy Note 2 jedem empfehlen. Die Hardware, das Display und auch die Software sind technisch auf höchstem Niveau und machen einen sehr guten Eindruck. Die beeindruckende Akkulaufzeit ist das Sahnehäubchem des Smartlets und hat neue Maßstäbe gesetzt.

Jawbone Big Jambox: Bluetooth-Lautsprecher im Test

Im letzten Jahr konnte Jawbone bereits mit dem kleinen Exemplar der Jambox für Aufmerksamkeit sorgen und durch hervorragende Verarbeitung kombiniert mit einem sehr gutem Klang bei der Kundschaft punkten. Im August hat der amerikanische Konzern den großen Bruder der Jambox auf den Markt gebracht und das Gerät konsequent weiterentwickelt. Der 299 Euro teure Lautsprecher mit Bluetooth-Anbindung und zusätzlicher Freisprechfunktion bietet einen außerordentlich guten Klang und kann in der Preiskategorie durchaus überzeugen. Natürlich gibt es günstigere Exemplare, aber für eine gewisse Qualität muss man bekanntlich zahlen. Ich konnte die Big Jambox nun eine Woche genauer unter die Lupe nehmen und habe meinen Eindruck zu der Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit sowie dem Klang in einem kleinen Testbericht niedergeschrieben.

Lieferumfang

Neben des Lautsprechers selbst kann Jawbone auch mit dem restlichen Lieferumfang punkten. Der relativ große Lieferumfang verfügt über ein 3,5mm-Flachbandkabel, um MP3-Player, Smartphones oder andere Abspielgeräte mit der Jambox ohne Bluetooth zu verbinden. Somit kann man die Akkulaufzeit des jeweiligen Gerätes und der Box sparen. Ebenfalls steht ein MicroUSB-Kabel zur Verfügung, mit dem man die Firmware der Jambox über den PC/Mac aktualisieren kann. Natürlich gibt es auch ein zugehöriges Ladegerät. Im Gegensatz zur kleineren Version fehlt hier allerdings eine beiliegende Tasche.

Verarbeitung und Design

Für den Preis wird eine ordentliche Verarbeitung erwartet, die Jawbone definitiv erfüllen kann. Durch die gummierten Seiten und Stoppeln auf der Unterseite wirkt die Lautsprecherbox sehr hochwertig und bietet einen rutschfesten Halt. Die Knöpfe, die ebenfalls aus Gummi bestehen, sowie die Anschlüsse sind optimal gefertigt. Beim Design setzt Jawbone auf ein Metallgitter, welches in den Farben weiß, rot, grau oder schwarz erhältlich ist. Die Kombination aus Gummi und Metall macht jedenfalls einen gelungenen Eindruck und gefällt mir persönlich sehr gut. Die Verarbeitungsqualität und die verbauten Materialien wirken sich auch auf das Gewicht aus und das Gerät wiegt dadurch stolze 1,23 Kilogramm. Das Gewicht und die Abmessungen von 25,6 x 8 x 9,3 Zentimetern vermindern allerdings etwas die Portabilität. Man sollte sich also vorher Gedanken machen, ob man mit der Größe klar kommt oder sich vielleicht doch für die kleinere Variante der Jambox entscheidet. Im Rucksack lässt sich die Box jedenfalls relativ gut transportieren, aber für meine Umhängetasche ist sie leider ein bisschen zu groß.

Bedienung und Einrichtung

Die Einrichtung ist relativ einfach. Bei der ersten Instandnahme muss man die Jambox mit dem jeweiligen Abspielgerät paaren, somit erkennen sich die beiden Geräte in Zukunft über Bluetooth und verbinden sich automatisch. Dafür muss man nur den Paaren-Knopf drücken und zum Beispiel im Smartphone Bluetooth aktivieren. Danach wählt man die Big Jambox von Jawbone aus und stellt somit eine Verbindung her. Jetzt wird der komplette Sound auf die Boxen gestreamt. Als zusätzliche Funktion steht eine Freisprechfunktion zur Verfügung. Falls ein Anruf auf dem Smartphone ankommt, kann man über die J-Taste auf der Box den Anruf entgegennehmen und über das eingebaute Mikrofon kann man sogar direkt mit Hilfe der Box telefonieren. Darüber hinaus kann man über die Taste auch Siri unter iOS oder S Voice auf dem Samsung Galaxy S3 bzw. Galaxy Note 2 starten, um Sprachbefehle auszuführen. Es ist auch möglich zwei Geräte gleichzeitig mit der Jambox zu verbinden. Neben der Bluetooth-Verbindung kann man den Sound auch über das beigelegte 3,5mm-Kabel an die Jambox übertragen. Das spart natürlich bei beiden Geräten Akku und ermöglicht eine längere Laufzeit.

Es wäre allerdings wünschenswert, wenn die Verbindung in Zukunft über die „Bluetooth Core“-Funktion hergestellt werden kann. Dadurch würde ein Paaren überflüssig werden und Geräte in der Nähe würden automatisch von der Jambox registriert werden. Als Alternative könnte man auch NFC dafür verwenden.

Klang und Akku

Der Sound der Big Jambox ist in jedem Fall beeindruckend. Er ist klar und kann durch eine hohe Lautstärke überzeugen. Im Vergleich zur kleineren Variante, sieht man was das zusätzliche Volumen alles bewerkstelligen kann. Den Bass kann man allerdings nicht mit einem vollwertigen Subwoofer vergleichen. Das ist natürlich auch kein Wunder, aber bei maximaler Lautstärke kann der Bass zu einem blechernen Klang führen, den man jedoch durch den so genannten „Live Audio“-Modus umgehen kann. Der Modus sorgt für ein dreidimensionales Hörerlebnis, das nicht nur realitätsnah und detailtreu ist, sondern auch noch einen atemberaubenden Sound bietet. Solch eine Qualität ist man eigentlich nur von teuren Kopfhörern gewöhnt, aber Jawbone hat diese Qualität auf eine kleine Lautsprecherbox gebracht. Eine geniale Leistung, die jedoch die maximale Lautstärke etwas verringert. Ich bin kein richtiger Experte, kann aber sagen, dass ich bislang immer mit dem Klang zufrieden war und durch die hohe Lautstärke kann man auch ohne Probleme eine kleine Party schmeißen. In Kombination mit der überragenden Akkulaufzeit kann die Feier auch die ganze Nacht gehen. Jawbone hat diesbezüglich in den technischen Spezifikationen eine Akkulaufzeit von 15 Stunden angegeben. Bei meinen persönlichen Tests konnte ich ungefähr 13 Stunden lang Musik über die Big Jambox hören, allerdings habe ich hierfür meistens das 3,5mm-Kabel verwendet, um den Akku meines iPhones zu schonen. Es könnte also sein, dass die Laufzeit bei einer Übertragung über Bluetooth etwas kürzer ausfällt. In beiden Fällen ein mehr als passabler Wert.

Fazit

Mein Fazit fällt durchweg positiv aus. Die Verarbeitung, das Design und der Funktionsumfang haben mich von Anfang an beeindruckt. Die Software kann spielend einfach auf dem neusten Stand gebracht werden und bringt in regelmäßigen Abständen auch einige Verbesserungen mit sich. Der Klang im „Live Audio“-Modus ist einzigartig und keine andere portable Box konnte solch einen Sound generieren. Die Größe des Gerätes ist aber nicht unbedingt optimal und man muss für die genannten Vorteile auch Abstriche im Gewicht machen. Als weiterer Schmerzpunkt muss man sich den Preis anschauen. Mit 299 Euro befindet sich die Big Jambox nicht gerade im preisgünstigen Segment und ist im Premiumbereich angesiedelt. Insgesamt kann ich die Big Jambox aber in jedem Fall empfehlen.

iPhone 5: Fazit, Erwartungen und mein Testbericht

Resümee und Erwartungen

Monatelang habe ich die Gerüchteküche rund um das neue iPhone verfolgt und meine Erwartungen an das Gerät waren dementsprechend hoch. Die endlosen Spekulationen haben ihren Dienst geleistet und auch bei mir die Vorfreude geweckt. Zusätzlich haben sich auch die Analysten auf die nächste iPhone-Generation gestürzt und es bereits nach kurzer Zeit als das größte Upgrade in der Geschichte des Apple-Smartphones angekündigt. Abermillionen verkaufte Geräte wurden prophezeit und die unterschiedlichen Einschätzungen haben den Druck auf das kalifornische Unternehmen ins Unermessliche getrieben.

Die Stunden nach der offiziellen Vorstellung haben das Unausweichliche hervorgebracht. Eine herbe Enttäuschung ging durch die Medienwelt, es fehlte das gewisse Etwas, ein Killer-Features, über welches andere Smartphone nicht verfügen. Es würde nur eine langweilige Evolution darstellen und ohne Steve Jobs könnte Apple keine Innovationen mehr darbieten. Aber wie bei jedem Apple-Produkt sagen die medialen Resonanzen wenig über den tatsächlichen Erfolg aus und knapp fünf Tage nach dem Verkaufsstart konnte das Unternehmen aus Cupertino wiedermal neue Rekorde einfahren. Mehr als zwei Millionen Vorbestellungen und insgesamt fünf Millionen verkaufte Geräte wurden am ersten Wochenende erzielt. Im Vergleich zum Vorgänger eine deutliche Steigerung, die natürlich zeigt, dass man den kalifornischen Konzern nicht abschreiben sollte.

Allerdings gab es natürlich auch einige Schwächen, die man nicht bestreiten kann. In diesem Jahr haben sich nämlich die meisten Gerüchte über das neue Apple-Smartphone bewahrheitet und die Überraschungen während der Keynote natürlich auf ein Minimum reduziert. Zusätzlich haben auch einige weitere Problematiken für große Kritik beim neuen iPhone gesorgt. Kurz nachdem die ersten Geräte ausgepackt wurden, ist schon das erste „Gate“ entstanden. Zahlreiche Kunden haben über Kratzern auf ihren iPhones berichtet, die sogar mehrfach aufgekommen sind. Jedoch nicht genug des Guten. Die verschlechterte Karten-App, der lichtdurchlässige Rahmen, die schlechte W-Lan-Konnektivität und auch die gelbstichigen Display haben in den letzten Tagen für Furore gesorgt. Bei jedem iPhone wird bis ins kleinste Detail nach Fehlern gesucht und jede Kleinigkeit wird natürlich entsprechend aufgebauscht. Aber sei es drum. Die meisten Benutzer, und so auch ich, sind insgesamt sehr zufrieden.

Mein erster Eindruck

Pünktlich am 21. September gegen nachmittags wurde mir mein Gerät vom Hermes-Boten übergeben und somit konnte ich im Gegensatz zu den zahlreichen anderen Apple-Fans im Warmen auf mein iPhone warten und musste mich nicht stundenlang vor einen Apple Store begeben. Beim Auspacken gab es keinerlei große Überraschungen. Es war bereits vorher bekannt, dass Apple keinen Adapter für den älteren 30-Pin-Stecker mitpacken wird und das einzig Neue für mich war mein begleitendes Unboxing-Video. Allerdings war das Gewicht des neuen iPhones ein kleines Highlight. Das Gerät ist im Vergleich zu den Vorgängermodellen viel leichter, aber im Gegensatz zu vielen anderen Meinungen, finde ich persönlich das Gewicht sehr gut und es mindert definitiv nicht die Wertigkeit des iPhones. Das gewählte Material spricht natürlich für sich. Das Aluminium in Verbindung mit dem Glas vermittelt einen Qualitativ hochwertigen Eindruck und gefällt mir ausgesprochen gut.

Design

Das langgezogene Display bestimmt natürlich das neue iPhone 5 und ist auch im ersten Moment der größte Unterschied zu den Vorgängermodellen. Das Unternehmen aus Cupertino hat erstmalig die Displaygröße verändert und dabei den Bildschirm nur in der Länge erweitert, aber weiterhin auf die gleiche Breite gesetzt. Dadurch wird immer noch eine komfortable Bedienung mit einer Hand gewährleistet. Zusätzlich ist das Gerät merklich dünner geworden und punktet darüber hinaus mit dem erwähnten Gewichtsverlust. Abgerundet wird das Ganze durch das Unibody-Gehäuse aus Aluminium und Glas, welches dem iPhone 5 ein elegantes und einmaliges Aussehen verleiht. Der Aluminium-Rahmen wird bei der Produktion mit einem Diamanten abgeschliffen und bekommt dadurch leicht glänzende Kanten, die das Gerät veredeln. Auf den zweiten Blick hat sich also doch einiges getan beim Design und es unterscheidet sich in einigen wichtigen Dingen von der vorherigen iPhone-Generation. Für mich persönlich sind die Veränderungen im äußerlichen Bereich ausreichend und mir gefällt das Design immer mehr. Übrigens noch eine Randnotiz, bei meinem weißen iPhone 5 konnte ich nach dem Auspacken keinerlei Macken oder Kratzer entdecken.

Zusätzlich gibt es auch noch andere Unterschiede, die nicht unbedingt etwas mit dem Design zu tun haben, aber trotzdem das Aussehen des neuen Apple-Smartphones prägen. Auf der Frontseite hat sich die neue FaceTime HD-Kamera in die Mitte zentriert und befindet sich nicht mehr wie gewohnt links von der Hörmuschel. Auch die Kopfhörerbuchse hat sich vom oberen Ende an die Unterseite verschoben. Daneben befindet sich nun auch der neue Lightning-Anschluss, der den bisherigen 30-Poligen-Stecker ersetzt und beidseitig eingeführt werden kann. Positiv anzumerken ist, dass das neue Lightning-Kabel trotz der geringen Größe sehr stabil in dem Anschluss steckt. Auf der Unterseite des iPhone 5 wurde aber auch der Lautsprecher- beziehungsweise das Mikrofondesign überarbeitet. Es gibt jetzt keine Einbuchtunggen mehr, sondern die beiden Komponenten liegen nun nicht mehr offen und gut geschützt hinter einem Aluminiumgitter. Der Power-Button befindet sich immer noch an der selben Stelle und wurde nicht sonderlich verändert. Die linke Seite beherbergt natürlich die Laustärkenknöpfe und den Stummschalter, auf der rechten Seite findet man den Slot für die Nano-SIM.

Technische Daten

  • Größe 123,8 x 58,6 x 7,6 mm
  • Gewicht 112 Gramm
  • Bildschirm 4 Zoll IPS-Display im 16:9 Format
  • Auflösung 1136 x 640 Pixel
  • Prozessor A6 Dual-Core-CPU mit dynamischer Taktfrequenz von bis zu 1,3 GHz
  • Arbeitsspeicher 1 Gigabyte
  • Verbindungen LTE im Telekom-Netz (nur 1800 Frequenz), 802.11a/b/g/n Wi-Fi (802.11n 2,4 GHz und 5 GHz), UMTS, EDGE, HSPA+, HSUPA, HSDPA, GPRS, DC-HSDPA, Bluetooth 4.0
  • Speicherplatz 16, 32, 64 GB
  • Rückkamera 8 Megapixel, LED-Blitz, Rückwärtig belichteter Sensor, Gesichtserkennung, Hybrid-IR-Filter, ƒ/2.4 Blende, Panorama, Objektiv mit 5 Elementen, 1080p-HD-Videos Frontkamera 1,2 Megapixel, 720p-Videos
  • Sensoren 3-Achsen-Gyrosensor, Beschleunigungssensor, Annäherungssensor, Umgebungslichtsensor
  • Angegebene Akkuzeiten Sprechzeit: 8 Stunden mit 3G, Surfdauer: 8 Stunden mit 3G, zehn Stunden mit WLAN, Standby: Bis 225 Stunden
  • Betriebssystem iOS 6
  • Preise 16 GB Speicher: 679 Euro, 32 GB: 789 Euro, 64 GB: 899 Euro

Prozessor & Performance

Nicht nur äußerliche Merkmale sind dem Kunden wichtig, sondern auch die inneren Werte spielen heutzutage immer mehr eine größere Rolle. Im Gegensatz zum Vorgängermodell hat sich in der sechsten iPhone-Generation einiges getan und Apple hat eine Rundumerneuerung der Hardware durchgeführt. Der Prozessor ist wohl die größte Neuerung des Systems. Die CPU ist erstmalig eine Eigenentwicklung von Apple, die nicht auf einem vordefinierten ARM-Design basiert. Die Kalifornier haben sich den Befehlsatz der ARMv7-Architektur lizenziert und ein eigenes Chip-Design entwickelt. Auf diesem Weg konnte Apple die CPU perfekt auf die Software sowie die restliche Hardware abstimmen und erzielt dadurch eine sehr gute Performance. Die CPU beinhaltet zwei Kerne, die jeweils dynamisch mit bis zu 1,3GHz getaktet werden können. Im Standby-Modus oder bei leistungsschwachen Prozessen können aber die Kerne auch auf 600 MHz runtergetaktet werden, um den Akkuverbrauch zu minimieren. Aber nicht nur die CPU hat ein Upgrade bekommen, sondern auch der Grafikprozessor. Hier kommt der SGX543MP3 von PowerVR zum Einsatz, der aus drei Prozessorkernen besteht und jeweils mit 266 MHz betrieben wird.

Der Leistungszuwachs ist natürlich auch im System selbst bemerkbar und hat mich positiv überrascht. Apps, Anhänge und auch Webseiten öffnen sich schneller als bisher, aber auch leistungshungrige Prozesse, wie das Exportieren von Videos oder das Öffnen von großen Keynote-Dateien, werden schneller durchgeführt. Ebenfalls unterstützt der A6-Prozessor die Kamera im neuen iPhone und erlaubt eine schnellere Aufnahme von Bildern. Im Allgemeinen hat die Performance des kompletten Betriebssystems zugenommen und generell profitieren jegliche Anwendungen von dem neuen Prozessor.

Display

Wie bereits erwähnt hat Apple auch beim Display einige signifikante Neuerungen vollbracht und erstmalig eine andere Bildschirmgröße verbaut. Bislang hat das Unternehmen aus Cupertino gänzlich auf ein 3,5 Zoll großes Display gesetzt. Im neuen iPhone 5 hingegen wurde der Bildschirm in die Länge gezogen, um eine Größe von 4 Zoll und einen 16:9 Format zu gewährleisten. Dabei wurde, wie schon oben erwähnt, dass Display nicht in der Breite verändert und bleibt dadurch weiterhin sehr handlich. Ich persönlich komme immer noch sehr gut an den oberen Bildschirmrand und auch an alle Knöpfe des Gerätes. Im Vergleich zu der Android-Konkurrenz gefällt mir der Formfaktor des Apple-Smartphones viel besser und ist aus meiner Sicht die perfekte Balance zwischen Handlichkeit und größerem Display. Allerdings ist das natürlich eine rein persönliche Meinung und zahlreiche Kunden präferieren einen größeren Bildschirm.

Ansonsten beinhaltet das Gerät eine Auflösung von 1136 x 640 Pixel und verfügt daher über eine Pixeldichte von 326 ppi. Mit diesem Wechsel müssen nun auch die zahlreichen Programme im App Store angepasst werden, um die neue Auflösung zu unterstützten. Die beliebtesten Apps sind bereits mit dem iPhone 5 kompatibel und nutzen die zusätzliche Fläche des Displays. Jedoch wurde eine Mehrzahl der Apps und vor allem Spiele noch nicht aktualisiert und werden mit schwarzen Balken oben und unten dargestellt, damit die Nutzung nicht sonderlich eingeschränkt ist. Nach mehr als drei Wochen ist das natürlich ziemlich ärgerlich und in Zukunft werden auch sicherlich nicht alle Anwendungen ein Update erhalten. Die Wichtigsten werden aber garantiert nicht außen vor bleiben.

Neben der neue Auflösung und der Größe hat Apple auch eine neue Technologie für das Display eingesetzt. Die so genannte In-Cell-Technologie vereint die berührungsempflindlichen Sensoren mit dem Glas und gewährleisten somit eine dünnere Bauweise. Darüber hinaus hat sich auch einiges an der Helligkeit, der Farbsättigung und beim Kontrast getan. Die Farbsättigung hat sich laut den Angaben von Apple um 44 Prozent erhöht und im direkten Vergleich mit dem Vorgänger ist der Unterschied auch definitiv sichtbar. Die Farben wirken kräftiger und entsprechen nun dem sRGB-Standard. Das Kontrastverhältnis wurde nun auf 800:1 angehoben und die Helligkeit entspricht 500 dc/m2. Im täglichen Gebrauch verwende ich meistens nur die Hälfte der Helligkeit, das reicht mir persönlich vollkommen aus. Zudem ist das Ganze auch noch stromsparend.

Interner Speicher

Der interne Speicher des iPhones bleibt weiterhin unangetastet und wird nur in den Varianten 16 GB, 32 GB sowie 64 GB zur Verfügung stehen. Das Unternehmen aus Cupertino hat auch bei dieser Generation auf einen microSD-Karten-Slot verzichtet und kann nur mit dem vorhanden Speicher genutzt werden. In den Zeiten von Apps mit Retina-Auflösung, FullHD-Filmen, massenhaft Fotos und vielem mehr sollte man sich also vorher genau überlegen, wie viel Platz man auf seinem iPhone benötigt. Ich persönlich habe mich für die 16 GB Version entschieden, denn meine Daten liegen hauptsächlich in der Dropbox und können von dort auch ohne Probleme unterwegs abgerufen werden. Fotos werden automatisch über Photo Streams auf meine anderen Geräte synchronisiert und können somit regelmäßig vom iPhone gelöscht werden. Meine Musik wird über iTunes Match auf meine Geräte gestreamt, die bei akutem Platzmangel auch wieder gelöscht werden können. Ansonsten habe ich selten FullHD-Videos auf meinem iPhone, da ich hierfür mein iPad verwende. Wie ihr seht, hängt die Entscheidung sehr stark von eurer Benutzung ab. Ich haben außer Apps nur wenig multimedialen Content auf meinem Gerät und komme daher mit der kleinsten Speichervariante gut aus.

Konnektivität und Gesprächsqualität

Um überhaupt das neue iPhone 5 einrichten und nutzen zu können, muss eine neue SIM-Karte her. Durch die dünnere Bauweise hat Apple hierbei auf den neuen NanoSIM-Standard gesetzt. Genau wie damals beim iPhone 4 wurde hier wieder als erstes Unternehmen auf diesen Standard gesetzt. Diese Entscheidung wurde wieder von Einigen verhöhnt, allerdings hat bereits der Wechsel auf die MicroSIM gezeigt, dass auch andere Hersteller auf den Zug aufspringen werden und spätestens im nächsten Jahr auch auf die NanoSIM setzen werden. Bei meinem Anbieter war der Wechsel zur kleineren SIM-Karte mit keinen Problemen verbunden und zwei Tage nach der Beantragung habe ich die NanoSIM in meinem Briefkasten vorgefunden. Insgesamt finde ich den Wechsel nicht unbedingt schlimm, ich nehme meine SIM-Karte nicht andauernd aus dem Gerät, daher ist die einmalige Fummelei auch erträglich.

Insgesamt gibt es das iPhone 5 in drei verschiedenen Varianten, um den schnellen Mobilfunkstandard LTE auch möglichst weltweit zu unterstützen. Eine CDMA-Variante und zwei GSM-Versionen gibt es auf dem Markt. Die zwei GSM-Modelle unterscheiden sich in den unterstützen LTE-Frequenzen und werden dadurch in verschiedenen Regionen vermarktet. Hierzulande kann das iPhone 5 allerdings nur mit der 1800 MHz Frequenz kommunizieren, die es zum einen nur bei der deutschen Telekom gibt und zum anderen nur in Großstädten verfügbar ist. Somit können leider nur wenige Besitzer von der schnelleren Bandbreite mit bis zu 100 Mbit/s profitieren. Die restlichen Nutzer können allerdings auf HSPA+ sowie DC-HSDPA zurückgreifen und erreichen somit auch eine maximale Geschwindigkeit von bis zu 42 Mbit/s. Hinsichtlich der insgesamt schlechten Verfügbarkeit von LTE werden größtenteils die Höchstwerte nie erreicht und auch der Netzbetreiber Vodafone vermarktet sein Netz „nur“ mit einer maximalen Geschwindigkeit von 50 Mbit/s. Aus diesem Grund setze ich persönlich lieber auf einen Vertrag mit einer vollen HSPA+ Leistung und kann in ganz Deutschland mit bis zu 21 Mbit/s surfen. Das reicht mir persönlich aus.

Neben der mobilen Internetverbindung ist aber auch die Hauptaufgabe, das eigentliche Telefonieren, ein wesentlicher Bestandteil des Smartphones. Die damit verbundene Sprachqualität wurde zum Glück auch beim iPhone 5 optimiert und ist sogar auch im E-Plus-Netz ziemlich gut. Zusätzlich hat Apple noch ein drittes Mikrofon verbaut, um die Umgebungsgeräusche herauszufiltern. Dadurch sind auch Gespräche in lauten Lokalitäten möglich. Außerdem unterstützt das neue Apple-Smartphone den AMR-Wideband-Codec, der die so genannten HD-Voice-Telefonate ermöglicht. Bei Telefonaten soll so ein breiteres Frequenzspektrum wiedergegeben und die Qualität der Sprachtelefonie verbessert werden. Allerdings wird die verbesserte Übertragung momentan nur von der deutschen Telekom unterstützt, andere Netzbetreiber müssen sich also mit der herkömmlichen Übertragungsqualität zufriedenstellen. Mein einziger Verbesserungswunsch betrifft die Klarheit der Gespräche bei den herkömmlichen Telefonaten.

Neben der Verbesserung des mobilen Datenverkehrs wurde aber auch die heimische W-Lan-Konnektivität aktualisiert. Das neue iPhone kann nun nicht nur mit 2,4 GHz-, sondern auch mit der 5 GHz-Frequenz kommunizieren. Dadurch können bis zu 150 Mbit/s im eigenen W-Lan übertragen werden, wenn der Router auch Dual-Channel unterstützt. Einige Benutzer haben von W-LAN-Problemen berichtet, bei denen keine Verbindung aufgebaut werden kann oder die Konnektivität sporadisch abbricht. Ich persönlich konnte Derartiges nicht feststellen und bin mit der Geschwindigkeit zufrieden. In meinem eigenen W-Lan komme ich auf bis zu 40 Mbit/s, da mein Router leider nicht den Dual-Channel-Standard unterstützt.

Ansonsten vermisse ich leider einen NFC-Chip, der in Kombination mit der neuen Apple-App Passbook reichlich Potential und Einsatzzwecke mitgebracht hätte. Allerdings könnte Apple in Zukunft komplett auf die NFC-Technologie verzichten und möglicherweise auf das Core Bluetooth Framework setzen, welches die Möglichkeit anbietet Funksignale über Bluetooth 4.0 (Low-Energy) zu empfangen und zu senden. Anhand der Stärke des Signals könnte man eine Verbindung zweier nahegelegener Geräte herstellen und Daten über WiFi-Direct austauschen. Auch ein Bezahlungssystem wäre über diese Kommunikationsschnittstelle möglich und gleichzeitig noch sicherer als über NFC. Momentan wird dieses Potential nicht ausgenutzt, aber ich hoffe das Apple in der nächsten iOS-Iteration nicht nur die Oberfläche etwas aufpeppt und interaktive Symbole einführt, sondern auch einige Lösungen für die Kommunikation mit anderen Geräten vorstellt.

Lightning-Anschluss

Es gibt ja bekanntlich nicht nur die kabellose Übertragung von Daten, sondern auch die Kabelgebundene. In den alten iPhone-Generation hat Apple dabei auf einen Dock-Connector mit 30 Pins gesetzt, der nun nach 10 Jahren Einsatz in Rente gehen muss. Abgelöst wird der traditionelle Anschluss vom so genannten Lightning-Connector, der nicht nur 80 Prozent kleiner ausfällt als der Vorgänger, sondern auch beidseitig in das iPhone eingesteckt werden kann. Grund für die Umstellung ist der gewonnene Platz, der für die dünnere Bauweise des neuen Apple-Smartphones erforderlich war. Apple setzt beim Lightning-Anschluss nur noch auf 9 Pins, die lediglich digitale Signale übermitteln können. Dabei werden allerdings Video-Signale sowie die Funktion „iPod-Out“ nicht mehr unterstützt. Bei iPod-Out wurde aber lediglich die Ansteuerbarkeit aus dem Funktionsumfang des Anschlusses entfernt, die Audioausgabe funktioniert weiterhin. Die Kalifornier haben bereits bekannt gegeben, dass es ein spezielles Kabel in Zukunft geben wird, um Video-Signale über HDMI oder VGA zu senden.

Darüber hinaus birgt der neue Anschluss auch noch einige andere Problematiken, denn Besitzer mit teuren Docking- oder Audio-Stations müssen unter dem Connector-Wechsel leiden. Natürlich bietet Apple einen passenden Adapter für diese Fall an, aber theoretisch müsste man für jedes Zubehör einen separaten Adapter kaufen und leider kosten die Dinger stolze 29 Euro. Außerdem kann momentan noch gar kein Adapter erstanden werden, denn der Lieferzeitraum steht immer noch auf Oktober und bislang sind noch keine Versandbestätigungen aufgetaucht. Zusätzlich leidet auch die Zubehörindustrie unter diesem Wechsel. Aktuell verfügen nämlich nur das neue iPhone, iPod touch und der iPod nano über den Lightning-Anschluss. Die anderen iOS-Geräte, zum Beispiel das iPad 3, iPhone 4S und iPod touch 4G, besitzen immer noch den alten Dock-Connector. Somit müssen die Hersteller theoretisch zweigleisig fahren, um jeden Kunden mit ihrem Zubehör zu erreichen. Ein schwieriges und vor allem kostenspieliges Unterfangen, das sich womöglich auch auf die Preise auswirken kann.

Akkuverbrauch

Apple gibt beim neuen iPhone einen Standbybetrieb von 225 Stunden und eine Sprechzeit von bis zu 8 Stunden an. Dafür sorgen soll ein 1440 mAh Akku, der mit 3,8 V betrieben wird. In der Realität ist die Akkulaufzeit natürlich bei jedem Benutzer verschieden und ist von mehreren Faktoren abhängig. Zum einen verbrauchen Ortungsdienste einen Haufen Akku, aber auch Push-Benachrichtigungen und Apps, die noch im Hintergrund aktiv sind, saugen an der Batterie. Außerdem ist die Laufzeit auch noch sehr von dem Empfang anhängig. Bei andauernd wechselnder Netzqualität benötigt das iPhone deutlich mehr Strom und knabbert an den Akkureserven.

Insgesamt hat sich im Vergleich zum iPhone 4S nicht viel geändert. Man muss das Smartphone täglich aufladen, aber in meinem Alltag komme ich ganz locker über den Tag, obwohl ich ständig in Twitter, Facebook und im Internet aktiv bin. Mails und RSS-Feeds werden regelmäßig gecheckt und für zwischendurch gibt es auch mal ein kleines Spielchen. Insgesamt nutze ich mein iPhone sehr intensiv und trotzdem hält der Akku immer durch. Interessant ist auch noch, dass die letzten Prozentzahlen sogar noch ein Stück länger durchhalten als sonst. Mit einem sparsamen Verhalten kann man noch ungefähr 1-2 Stunden erreichen. Ansonsten muss man auch positiv anmerken, dass das Aufladen des Akkus sehr schnell vonstatten geht und nur etwas mehr als eine Stunde benötigt.

Nichtsdestotrotz ist der Akkuverbrauch nicht optimal gelöst und definitiv ausbaufähig. Bei intensiver Nutzung sieht man manchmal die Prozente dahinschwinden und muss auch schon vor dem Abend die Steckdose suchen. In der nächsten Generation sollte Apple entweder energieeffizientere Hardware verbauen oder endlich mal auf einen größeren Akku setzen.

Kamera

Natürlich hat Apple auch bei der Kamera Hand angelegt und einige Verbesserungen implementiert. Die rückseitige Kamera verfügt weiterhin über 8 Megapixel, die meiner Meinung nach auch vollkommend ausreichend sind und nun einen Schutz aus Saphirglas besitzt, der die Linse vor Kratzern schützen soll. Zusätzlich wird nun auch der A6-Prozessor herangezogen, um die Aufnahme von Videos und Bildern zu unterstützen. Das macht sich in verschiedenen Bereichen bemerkbar, zum einen hat sich die Bildstabilisierung im Videobereich um einiges verbessert und zum anderen können nun auch Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen aufgenommen werden. Zusätzlich steht nun die Möglichkeit zur Verfügung, während der Videoaufnahme auch Fotos zu schießen. Aber auch die allgemeine Geschwindigkeit der Kamera-App wurde erheblich verbessert. Beim Starten der Anwendung, beim Fokussieren, Abdrücken oder Speichern merkt man den Unterschied zum Vorgänger deutlich. Insgesamt bringt der neue Prozessor mehr Neuerungen mit sich, als die Kamera selbst. Hierbei war es maßgeblich die Herausforderung für Apple die Qualität der Kamera beizubehalten, obwohl ungefähr 18 Prozent an der Größe eingespart werden mussten. Das haben die Kalifornier jedenfalls mit Bravur gelöst und eine hervorragende Kamera eingebaut.

Originalgröße

Meiner Meinung nach konnte Apple auch bei der Bedienung der Kamera punkten, denn durch die wenigen Optionen und die Einfachheit muss man vor dem Schießen von Fotos nicht an irgendwelche Einstellungen denken. Die Kamera übernimmt jegliche Feinheiten und passt sich an die jeweilige Situation an. Die Bildstabilisierung, Gesichtserkennung, Makrofunktion oder auch der Nachtmodus wird somit automatisch aktiviert. Das kann natürlich auch ein Nachteil sein, wenn man unbedingt die Optionen zur Verfügung haben möchte, aber für die meisten Benutzer ist das eine Erleichterung. Zusätzlich können die Lautstärkeknöpfe auch als Auslöser verwendet werden, dass funktioniert einwandfrei und man verdeckt durch seine Finger auch nicht die Linse.

Originalgröße

Neben den automatischen Funktionen, die man nicht weiter beeinflussen kann, gibt es aber auch noch die HDR- und die neue Panoramafunktion. Die HDR-Funktion kann mich nicht sonderlich überzeugen, da ich aber auch höhere Qualitäten von meiner Canon EOS 550d gewöhnt bin und dort regelmäßig Serienbilder für HDR-Bilder aufnehmen. Die Funktion hat mich noch nie sonderlich auf dem iPhone gereizt und die neue Generation hat das auch nicht aufgefrischt. Dahingegen bin ich von der Panoramafunktion, die in iOS 6 vorgestellt wurde, total begeistert. Die Bedienung ist intuitiv und sehr simpel gehalten. Sobald man den Auslöser gedrückt hat, dreht man sich langsam nach rechts oder links und versucht die Pfeilspitze auf der angezeigten Linie zu halten. Die Bilder werden automatisch geschossen und direkt im Anschluss zusammengesetzt. Allerdings bekommt man mit Hilfe der Panoramafunktion keine 360-Grad-Drehung hin und muss sich mit einem vordefinierten Bereich zufriedenstellen. Das Result kann aber definitiv überzeugen und im Vergleich zu anderen Apps von Drittanbietern sind die entstandenen Panoramas in voller Auflösung vorhanden. Die Bilder sind im Schnitt 16 Megabyte groß und verfügen maximal über eine Auflösung von 10800 × 2332 Pixel. Somit können die Fotos auch ohne Probleme in größeren Formaten ausgedruckt werden.

Originalgröße

Neben Bildern besitzt die Kamera natürlich auch eine Videofunktion, die mir bislang positiv aufgefallen ist. Aufnahmen können in Full-HD erstellt werden und verfügen über eine sehr gute Bildqualität. Die Tonqualität hatte in einigen Tests zu wünschen übrig gelasssen, aber anscheinend hatte ich ein Mikrofon zugehalten. Im unteren Video kann gut erkannt werden, dass dieses Mal der Ton auch nicht von schlechten Eltern ist. Das dritte Mikrofon auf der Rückseite tut nicht nur seinen Dienst bei der Geräuschfilterung, sondern auch bei der Videoaufnahme.

Nicht zu verachten ist auch die Facetime HD Kamera auf der Vorderseite, die hat nun endlich ein nennenswertes Upgrade erhalten und besitzt 1,2 Megapixel. Videos können in 720p aufgenommen werden und im Vergleich zu der Vorgängergeneration ist ein erheblicher Fortschritt zu sehen. Die Frontkamera macht durchaus akzeptable Bilder, die sehr scharf wirken. Allerdings wird die Kamera am häufigsten für Facetime oder Skype verwendend.

Zu guter Letzt möchte ich noch kurz auf die violetten Linsenreflexionen eingehen, die entstehen, wenn man das iPhone gegen eine starke Lichtquelle hält. Wenn sich das Gegenlicht am Rand des Fotos befindet, dann kommen solche Reflexionen zustande. Das kann entweder bei Tageslicht, aber auch bei Nachtaufnahmen vorkommen, welches in gewissen Situation ziemlich nervig sein kann. Um den Effekt zu reduzieren kann man einfach den Aufnahmebereich etwas verändern, damit die Lichtquelle nicht mehr am Rand zu sehen ist. Man muss aber bedenken, dass andere Smartphones und kleinere Digitalkameras auch mit solchen Problem zu kämpfen haben.

Software

Neben der Hardware des neuen iPhone ist auch die Software entscheidend für die Nutzung des Smartphones. Einen Tag vor dem offiziellen Markstart hat Apple auch das neue Betriebssystem iOS 6 veröffentlicht. Obwohl die neue Version einige neuen Funktionen mitgebracht hat, ist der Fortschritt im Vergleich zur Vorgängerversion nicht sonderlich groß. Apple hat jedoch sehr viel unter der Haube gewerkelt, die Performance verbessert, Entwicklungsschnittstellen hinzugefügt und auch die Stabilität verbessert. Allerdings kann iOS 6 nicht unbedingt vom Funktionsumfang punkten und Apple hat keinerlei innovative Neuerungen in der neuen Version vorgestellt.

Einige wichtige Verbesserungen sollte man aber dennoch nicht verschweigen und kurz mal anschneiden. Hier möchte ich aber nicht auf jedes kleinste Detail eingehen, sondern nur die netten oder vielleicht auch negativen Änderungen hervorheben. Nach der Twitter-Integration in iOS 5 ist auch Facebook nun ein fester Bestandteil des Betriebssystems. Die Integration unterstützt allerdings nur die Apps von Apple und zusätzlich können Nachrichten direkt über das Notification Center abgesendet werden. Tweets und Facebook-Posts sind somit in null Komma nichts abgesetzt. Durch die erweiterte Teilen-Funktion im Browser können auch Webseiten durch verschiedene Dienste verschickt werden. Es ist allerdings ärgerlich, dass Apple nicht andere sehr etablierte Dienste wie Instagram, Tumblr, Instapaper oder andere Apps integriert hat. Man könnte auch einfach eine entsprechende Entwicklerschnittstelle zur Verfügung stellen und auch den Benutzer selber entscheiden lassen, welche Dienste man verwenden möchte und welche nicht.

Hinsichtlich der Benachrichtigungen hat sich auch etwas getan und Apple hat definitiv eine sinnvolle Erweiterung in das System gebracht. Insgesamt funktionieren die Push-Notifications immer noch vorzüglich und kommen zuverlässig täglich bei mir an. Ab und an können die zahlreichen Benachrichtigungen, von wem auch immer, auch mal nerven, hierfür hat Apple die „Nicht stören“-Funktion eingeführt. Damit können jegliche Meldungen, die nicht erwünscht sind, systemweit ausgeschaltet werden, entweder für einen vordefinierten Zeitraum oder über den zugehörigen Schalter in den Einstellungen. Als Notfallplan kann aktiviert werden, dass Anrufe von Favoriten nicht blockiert werden oder das Anrufe, die zwei mal hintereinander stattfinden, durchgelassen werden. Es wäre jedoch wünschenswert, dass man die Option auch für spezielle Apps ausschalten könnte und sogar Profile für unterschiedliche Situationen erstellen könnte.

Der beliebte Sprachassistent namens Siri wurde auch angetastet und hat jetzt einen erweiterten Funktionsumfang erhalten. Neben dem Öffnen von Apps, Posts über Facebook absenden oder auch Twittern, sind nun auch Funktionen, die bisher nur in den Vereinigten Staaten zur Verfügung standen, in Deutschland verfügbar. Siri gibt nun Auskunft über Geschäfte, Restaurants oder auch Tankstellen in der Umgebung. Sämtliche Lokalitäten können nun über den Sprachassistenten abgefragt werden. Außerdem informiert dich Siri nun über das aktuelle Filmprogramm im Kino oder über die letzten Fußballspiele und deren Ergebnisse in der Bundesliga. Insgesamt habe ich auch das Gefühl, dass mich der Assistent besser versteht und mit mehr Abwandlungen von Sätzen zurecht kommt. Für den täglichen Gebrauch bringt das natürlich einen Mehrwert. Ich persönlich verwende Siri aber nur zum Anrufen von Kontakten, sonst nicht.

Jetzt kommen wir wohl zur umstrittensten Funktion in iOS 6. Die neue Karten-App von Apple. Die letzten Tage und Wochen haben endlose Kritik auf das kalifornische Unternehmen herabgerieselt und Tim Cook hat sich sogar in Folge dessen persönlich bei den Kunden für die schlechte Karten-Qualität entschuldig. Allerdings muss ich sagen, dass die App mir persönlich vollkommen ausreicht und gar nicht so schlecht abschneidet. In manchen Gebieten, muss ich eingestehen, kann man die Apple Maps vergessen, denn hier fehlen zum einen wichtige Points of Interest, aber auch der Detailgrad der Karten lässt zu Wünschen übrig.

Die Karten-App aus dem Hause Cupertino birgt aber auch Vorteile und hat endlich eine native Navigation in das System gebracht. Lange Zeit mussten iOS-Besitzer auf Apps von Drittanbietern zurückgreifen, weil sich Google vor der Implementierung der Funktion gesträubt hat. Aus diesem Grund ist Apple mit Tom Tom eine Kooperation eingegangen und hat eine eigene Navigation auf die Beine gestellt, die für die meisten Zwecke auch vollkommend ausreichend ist. Nebenbei kann hier auch wieder Siri verwendet werden, um die Navigation zu verwenden. Außerdem können auch die vektorbasierenden Karten überzeugen, durch die weniger Traffic verbraucht wird und auch im Offline-Modus über einen gewissen Bereich ohne Probleme funktioniert. Zusätzlich gibt es auch noch die neuen 3D Karten in Apple Maps, die für mich eher nur eine Spielerei darstellen und im alltäglichen Gebrauch wahrscheinlich nicht sonderlich produktiv sind. Zumal auch nur eine handvoll Städte in der dritten Dimension zur Verfügung stehen. Alles in allem hat der Dienst großes Potential, welches Apple auch auf Hochtouren aufbaut und in täglichen Updates verbessert.

Apple hat aber auch dem eigenen App Store eine Rundumerneuerung verpasst, die an einigen Ecken und Kanten noch etwas unausgereift wirkt. Außerdem hat auch die Performance nachgelassen und kann mit der alten Version nicht mithalten. Der Aufbau der individuellen App-Seite finde ich gelungen und bringt einen Mehrwert, auch die Highlight-Sektion kann überzeugen, ist übersichtlich und etwas moderner gestaltet. Die Suche kann man allerdings vergessen. Hier werden die gefundenen Apps nur noch einzeln angezeigt und beinhalten nur einen Screenshot. Es ist sehr mühsam sich durch die Suche zu bewegen und nicht gerade komfortable gelöst. Dagegen wurde aber endlich die Passwortabfrage verbessert, welche nicht mehr bei Updates durchgeführt wird.

Durch die höhere Auflösung in Kombination mit dem größeren Display gibt es aber natürlich auch spezifische Neuerungen, die nur das iPhone 5 betreffen. Das wohl öffentlichste ist die fünfte Zeile auf dem Homescreen, die vor allem bei ordnungsaffinen Menschen sehr gut ankommt. Im ersten Moment musste ich erst mal nachdenken, welche zusätzlichenApps jetzt auf die erste Seite kommen sollen, aber mittlerweile möchte ich die fünfte Zeile nicht mehr missen. Passend dazu können jetzt auch bis zu 16 Apps in einem Ordner verstaut werden.

Die neue Auflösung mit seinen 1136 x 640 Pixeln hat aber auch Probleme mitgebracht. Sämtliche Applikationen im App Store unterstützen nur eine Auflösung von 960 x 640 Pixeln und werden im neuen iPhone mit schwarzen Balken oben und unten angezeigt. Entwickler müssen ihre Apps auf das größere Display anpassen, damit die ganze Fläche verwendet werden kann. Der Prozess kann einige Zeit benötigen und möglicherweise werden einige Apps niemals angepasst. Allerdings wurden die beliebtesten Anwendungen bereits aktualisiert und unterstützen die höhere Auflösung. Ausnahmen bestätigen aber bekanntlich die Regel, denn ich warte immer noch auf eine neue Version von WhatsApp.

Fazit

Das iPhone 5 ist für mich eines der besten Smartphones, die momentan erhältlich sind, wenn nicht sogar das beste Smartphone auf dem Markt überhaupt. Nicht nur das die Verarbeitung des Gerätes einen bisher nicht dagewesenen Standard erreicht hat, auch das neue Design überzeugt durch ein modernes und edles Auftreten. Die Hardware wurde komplett auf den neusten Stand gebracht. Prozessor, Display, Arbeitsspeicher, Kamera und jedes kleinste Bauteil hat Apple aktualisiert sowie neu angeordnet. Die Kombination aus Hardware und Software ist bisher unerreichbar und birgt einen enormen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

Neben den kleineren und zum Teil auch sporadischen Problemen mit der schlechte LTE-Abdeckung, mangelhaften WLAN-Empfang oder den Macken im Aluminiumgehäuse, kann das iPhone 5 durch ein perfektes Display, einer enormen Performance, sehr guter Fotoqualität und einer vernünftigen Akkulaufzeit auftrumpfen. Nicht nur dass dadurch der Preis etwas gerechtfertigt wird, man muss bedenken, dass der Wiederverkaufswert bei den iPhones auch nach Jahren noch sehr hoch liegt. Ein Wertverlust wie bei den Android-Smartphones ist somit nicht gegeben.

Für mich persönlich fällt aber die Empfindlichkeit des Randes negativ ins Gewicht, denn die mit Diamanten abgeschliffene Kante kann schon durch kleinste Stöße beschädigt werden. Man sollte also behutsam mit seinem Gerät umgehen und möglicherweise eine Schutzhülle verwenden. Ich persönlich nutze das iPhone 5 jedoch ohne irgendwelchen Schutz und habe noch keinerlei Kratzer oder andere Schäden.

Die Frage ist natürlich,für zahlreiche iPhone-Besitzer, ob sich der Umstieg auf die neuste Generation lohnt. Das größere Display spielt natürlich hierbei eine große Rolle und zusätzlich auch die verbesserte Performance. Im Vergleich zum iPhone 4, älteren Modellen oder auch Neueinsteigern, kann ich den Umstieg beziehungsweise den Kauf definitiv empfehlen. Falls ihr ein iPhone 4S besitzt, würde es sich nur wegen des größeren Display lohnen.

Zusammenfassend kann man jedoch sagen, dass das iPhone 5 nicht nur eine doppelte Leistung mit sich bringt, die ihres Gleichen sucht, sondern auch ein edleres und enorm wertigeres Design erhalten hat. Das Zusammenspiel mit der Software ist einzigartig auf dem Markt und so auch das Aussehen des Gerätes. Ein wenig enttäuscht bin ich darüber, dass Apple kein neues großes Features im iPhone 5 präsentierten konnte, obwoh man das Gesamtpaket als eigentliches Highlight betrachten kann. Die Komponenten sind aufeinander abgestimmt bis in letzte Detail und das spürt man natürlich auch bei der Anwendung. Nichtsdestotrotz wird es Zeit, dass Apple einen Schritt vorwärts geht und neue Innovativen hinsichtlich der Software hervorbringt.

Vorgestellt: Schutzhülle Otterbox Commuter und Defender

Der Wert von Handys hat in den letzten Jahren immer weiter zugenommen und auf Grund der großen Displays sowie dünnen Bauweise nutzen die meisten Leute eine Schutzhülle. Zu den bekannteren Herstellern solcher Hüllen zählt die amerikanische Firma Otterbox. Diese sind quasi das Gegenteil von billiger China Ware und schützen die Smartphones ziemlich gut. Der Schutz ist dem Design der Hülle eher vorangestellt, so sind die Hüllen zwar stabil, aber nicht unbedingt die stylischsten auf dem Markt. Sie werden für sehr viele Apple-, Android-, Blackberry- und Nokia-Smartphones und -Tablets hergestellt. Otterbox hat uns die beiden meist verkauften Modelle Commuter und Defender für einen kleinen Test am Samsung Galaxy Nexus zur Verfügung gestellt.

Otterbox Commuter
Die Commuter ist die Standard-Hülle der Firma. Sie besteht aus einer an dem Handy anliegenden Silikon- und einer darüber liegenden Hartplastik-Hülle. Eine durchsichtige Hülle für das Display ist ebenfalls mitgeliefert, sie deckt jedoch wirklich nur das Display ab. Die verglasten Ober- und Unterseiten bleiben leider ohne Schutz. Wie dies bei anderen Handymodellen gelöst ist, kann ich nicht sagen. Für das Galaxy Nexus ist es aber nicht unbedingt die beste Lösung.

Die Vorderseite wird komplett von etwa 1 Millimeter rundum vorstehendem Silikon geschützt und kann somit auch mal Frontal auf den Boden fallen, ohne dabei dabei gleich einen Displayschaden erwarten zu müssen. Seitlich und an der Rückseite befindet sich die Plastikhülle und an allen Ecken sind nochmals etwas dickeres Silikon vorhanden. So sollte das Handy beim Fallen stets ein wenig vom Silikon abgefangen werden. Das Plastik bietet einen zusätzlichen Schutz, ist aber leider sehr glatt. Es liegt zwar gut in der Hand, könnte aber bei schwitzigen Händen und leichtem Griff auch aus der Hand rutschen.

Die seitlichen Knöpfe bestehen aus Silikon und müssen etwas fester als ohne Hülle gedrückt werden. Die Anschlüsse sind von Silikon bedeckt, welche man problemlos zur Benutzung wegklappen kann. Natürlich sind die Kamera, der Lautsprecher und beide Mikrofone frei. Die Hülle ist mit 37 Gramm noch recht leicht.

Otterbox Defender
Die Defender ist die stärkste Hülle des Herstellers. Sie bietet wirklich einen enormen Schutz, ist dafür aber natürlich auch auftragend. Mit ihr habe ich wirklich keine Angst das Handy fallen zu lassen, was ich bisher von keiner anderen Schutzhülle behaupten konnte. Die Verarbeitung ist auch sehr gut, sie liegt jedoch viel besser in der Hand als die Commuter.

Die Hülle besteht aus drei Teilen: Eine vordere und eine hintere Hartplastik und eine ziemlich dicke äußere Silikon Hülle. Die vordere Hülle hat direkt eine Schutzfolie für das Display integriert. Diese ist fest mit dem Plastik verbunden und lässt sich nicht entfernen. Zusätzlich wird noch eine vierte sehr dicke vierte abnehmbare Hülle mitgeliefert, welche mit einer Gürtelhalterung versehen ist (siehe Video). Die Gürtelhalterung lässt sich um 360° drehen und rastet dabei in 15° Schritten ein. Die äußere Hülle kann man an der Rück- und Vorderseite des Handys befestigen und mit der Gürtelhalterung kann man das Handy auch seitlich aufstellen und so beispielsweise auf dem Schreibtisch einen Film sehen.

Da sich die Silikonschicht außen befindet liegt das Handy jederzeit sicher in der Hand ohne jegliche Rutschgefahr. Die Knöpfe lassen sich leicht drücken und auch hier sind die Anschlüsse wieder mit einem wegklappbaren Stück Silikon geschützt. Egal wie das Handy runterfällt – die Hülle wird es abfangen. Die große Stabilität macht die Hülle natürlich recht dick und lässt sie 61 Gramm wiegen. Zusammen mit der vierten Hülle wiegt sie sogar ganze 128 Gramm. Die Frontfolie wirkt zwar recht dick aber ist dementsprechend auch nicht 100% Transparent. Die Farben sind zwar noch kräftig, jedoch ist das Display nicht mehr ganz so scharf wie ohne Hülle. Dies ist auf jeden Fall ein negativ Punkt, der sehr gute Schutz überwiegt diesen Nachteil jedoch spielend.

Beide Hüllen bieten guten Schutz für das Smartphone, die Commuter ist wegen der rutschigen Rückseite jedoch nicht unbedingt die erste Wahl. Wer eine extrem sichere Schutzhülle sucht, bei der das Smartphone auch das ein oder andere Mal runterfallen kann, ist mit der Defender sehr gut beraten. Der Amazon Preis für Otterbox Cummuter für das iPhone 5 beträgt zur Zeit etwa 25 Euro, die Defender kostet 37 Euro. Bei dem Samsung Galaxy S3 muss man 23 beziehungsweise 36 Euro hinlegen.

Zu guter letzt noch ein kleines Video, in dem man beide Hüllen genauer sehen kann.

Samsung Galaxy Nexus und iPhone 4S im Vergleich

Mittlerweile ist das Galaxy Nexus ein paar Tage in Deutschland erhältlich und nach unserem ausführlichen Testbericht, wollen wir das neue Google-Smartphone mit dem iPhone 4S vergleichen. Dafür haben wir die Kamera der beiden Geräte genauer unter die Lupe genommen und zahlreiche Funktionen auf beiden Smartphones getestet.

Dazu zuerst eine Vergleichstabelle mit den reinen technischen Daten:

Galaxy NexusiPhone 4S
Display:4,65″ HD Super-AMOLED Display, 1280 * 720 Pixel, 316 ppi3,5″ Retina Display (LCD) 960 * 640 Pixel, 326 ppi
Gewicht:135 Gramm140 Gramm
Prozessor:1,2 GHz Dual Core-Prozessor800 MHz Dual Core-Prozessor
Speicher:16 GB Speicher, 1 GB Arbeitsspeicher (RAM)16 GB / 32 GB / 64 GB, 512 MB Arbeitsspeicher (RAM)
Kamera:5 MP Kamera mit ständig aktivem Autofokus, LED Blitz / Videolicht, 1,3 MP Frontkamera, Video Aufnahmen in 1080p8 MP Kamera mit Autofokus, LED Blitz, 0,3 Megapixel Frontkamera, Video Aufnahmen in 1080p mit Bildstabilisierung

Von den technischen Daten scheint das Galaxy Nexus – bis auf die Kamera – dem iPhone 4S überlegen zu sein. Doch wie inzwischen jeder wissen sollte, macht auch die Software einen erheblichen Teil moderner Smartphones aus. Dazu haben wir ein Vergleichsvideo mit verschiedenen Funktionen erstellt und auch die Videoaufnahme der beiden Smartphones miteinander verglichen.

In unserem Vergleichsvideo haben wir die Neustart-Geschwindigkeit (Bootzeit) miteinander verglichen, die Kamerageschwindigkeit, die Spracherkennung zum Schreiben von Texten, die Browser-Geschwindigkeit und wir haben dasselbe Spiel auf beiden Handys angespielt. Im großen und ganzen gibt es zwischen beiden in den wichtigsten Bereichen keine großen Unterschiede. Hauptsächlich die Spracherkennung funktioniert beim iPhone merklich besser als bei der Google-Variante.

Als nächstes haben wir die Videoaufnahme beider Geräte verglichen. Wir haben drei Szenen jeweils mit beiden Handys gleichzeitig gefilmt. Unser erstes Video zeigt eine Stadtszene, das zweite Pferde und das dritte Filmchen einen Bach. Die Farben des Galaxy Nexus wirken natürlicher und satter. Beim iPhone 4S fällt die Bildstabilisierung auf – die Videos ruckeln merklich weniger und wirken ruhiger.

Natürlich haben wir auch die Fotoqualität miteinander verglichen. Dafür wurden mehrere Vergleichsfotos mit dem jeweiligen Gerät erstellt. Auf den ersten Blick fällt sofort die verschiedene Farbgebung auf. Das iPhone 4S hat einen wärmeren Farbton als das Galaxy Nexus, welches die Farben etwas kälter darstellt.

Links: iPhone 4S - Rechts: Galaxy Nexus

Unter genauer Betrachtung kann schnell erkannt werden, dass das iPhone 4S einen Vorteil gegenüber der Kamera des Galaxy Nexus hat. Die Fotos sind schärfer und haben ein geringeres Bildrauschen. Der Ausschnitt vom Galaxy Nexus wirkt im vergleichsweise verwaschen.

Links: iPhone 4S - Rechts: Galaxy Nexus

Bei diesem Beispiel kann sehr gut der Farbunterschied zwischen den Geräten erkannt werden. Außerdem sieht man das die Tiefenschärfe beim iPhone 4S besser wiedergegeben wird, welches durch die kleinere Blende des Objektives bewerkstelligt wird.

Links: iPhone 4S - Rechts: Galaxy Nexus

Auch bei diesem Ausschnitt kann gut erkannt werden, dass das iPhone 4S einen Vorsprung gegen über dem Galaxy Nexus hat. Die Bilder vom iPhone 4S wirken detaillierter und schärfer. Dagegen verschwimmen beim Galaxy Nexus etwas die Details im Bild und es ist eine leichte Unschärfe zu erkennen.

Links: iPhone 4S - Rechts: Galaxy Nexus

Im Endeffekt sind beide Smartphones sehr ähnlich in ihrer Leistung und Software-Qualität, weshalb man bedenkenlos zu beiden Handys greifen kann. Entscheidend wird wohl nur die eigene Einstellung zu den Firmenphilosophien sein. Will man ein offenes System mit etwas weniger Apps, sollte man das Nexus nehmen. Wenn man ein von Apple kontrolliertes System haben möchte, welches dafür eine größere App-Auswahl anbietet, sollte man zum iPhone 4S greifen.

Wenn ihr weitere Vergleiche wünscht, schreibt einfach ein Kommentar. Wir werden es dann nachreichen.

Zu guter Letzt wollen wir euch noch ein paar Impressionen des Galaxy Nexus und des iPhone 4S präsentieren. So kann man sehr gut die äußeren Unterschiede zwischen ihnen erkennen.

Samsung Galaxy Nexus – Ausführlicher Testbericht [Update: Zusätzliches Video-Review]

Lange mussten wir warten, doch seit Mittwoch Nachmittag konnte man es in Filialen der Firma Media Markt kaufen: Das Samsung Galaxy Nexus. Wir hatten das Glück in einem Media Markt nahe Frankfurt ein Gerät ergattern zu können und haben es einem ausführlichen Test unterzogen. Zu Beginn: Der Lautstärke-Bug wurde in der Deutschland Version bereits gefixt.

Für alle Käufer direkt der Hinweis: Media Markt wollte für das Gerät 629 Euro haben. Erst nach einem Vergleich mit dem Internetpreis (Amazon.de) und etwas Nachdruck bekamen wir das Gerät letztendlich doch für 539 Euro – und damit am ersten Tag des Verkaufs in Deutschland.

Das Review ist in folgende Punkte gegliedert:

  • Technische Daten
  • Der äußere Eindruck
  • Auf einen Blick – Design, Technik und Ice Cream Sandwich
  • Ein Auge auf die Kamera
  • Google erfindet seine Apps neu
  • Video Review (Update: Jetzt Drei Teilig)
  • Gesamteindruck
  • Nachtrag (SMS, Navigation, Massenspeicher)

Technische Daten

Damit alles seine Richtigkeit hat, liste ich hier erstmal die wichtigsten offiziellen technischen Daten der deutschen Version des Galaxy Nexus auf.

Akku:Li-Ion (1750 mAh)
Display:4,65″ HD Super-AMOLED Display (1280 * 720 Pixel)
Gewicht:135 Gramm
Datenverbindungen:Bluetooth 3.0, WLAN 802.11 a/b/g/n, Wi-Fi Direct, HSPA+ (bis zu 21 MBit/s), NFC
Prozessor:1,2 GHz Dual Core-Prozessor
Speicher:16 GB Speicher, 1 GB Arbeitsspeicher (RAM)
Kamera:5 MP Kamera mit ständig aktivem Autofokus, LED Blitz / Videolicht, 1,3 MP Frontkamera, Video Aufnahmen in 1080p
Sonstiges:Benachrichtigungs LED, 2 Mikrofone, Beschleunigungssensor, Gyroskop, Kompass, Annäherungs- und Lichtsensor, Barometer

Der äußere Eindruck

… täuscht zwar gerne, jedoch ist bei dem Galaxy Nexus nicht der Fall. Der erste Eindruck des Gerätes ist wortwörtlich groß. Die gesamte Vorderseite besteht fast nur aus einem Display. Das Handy liegt gut in der Hand, denn es ist ergonomisch geformt und ist fast schon ein Handschmeichler. Die Rückseite ist leicht geriffelt; dies fühlt sich gut an und bietet etwas mehr halt als eine glatte Oberfläche.

Das Smartphone ist mit 4,65″ natürlich recht groß. Es lässt sich aber dennoch gut bedienen, auch wenn man es unter Umständen etwas anders in der Hand halten muss als kleinere Modelle. Menschen mit kleinen Händen sollten das Handy daher vor dem Kauf lieber einmal in die Hand nehmen. Im Normalfall sollte es aber keine Probleme bereiten.

Das Handy hat eine sehr glatte, leicht gebogene Form. Dadurch kann es nicht nur angenehm gehalten werden, sondern hat auch ein ansprechendes Design, welches sich von den meisten anderen Smartphones unterscheidet. Alles wirkt sehr stabil und durchdacht. Auch die Haptik ist gelungen – obwohl das Handy zum Großteil aus Kunststoff besteht, hat man in der Hand kein billiges Gerät und das Material mindert definitiv nicht den guten Eindruck. Besonders die geriffelte Rückseite fühlt sich gut an.

Neben dem Bildschirm hat das Handy folgende Merkmale: Die Kamera mitsamt LED-Blitz, die Lautsprecheröffnung, der Kopfhörer-Anschluss, der Micro-USB-Anschluss, die Höhrer-Lautsprecher, die Lautstärke-Regler, die drei „Docking-Pins“ und der Power Knopf. Alle sind sehr klein sowie unauffällig verbaut und stören daher nicht in der Bedienung. Selbst der Micro-USB Anschluss wirkt durch die Größe des Handys noch winziger als in anderen Modellen.

Das Gewicht von 135 Gramm ist angenehm spürbar. Bei einem Gerät dieser Größe vermutet man etwas mehr Gewicht, jedoch ist es schwer genug um „etwas in der Hand zu halten“ aber leicht genug, um in der Hosentasche nicht zu stören.

Auf einen Blick – Design, Technik und Ice Cream Sandwich

Das Display ist riesig – liefert ein sehr scharfes und deutliches Bild. Dank der hohen Pixelanzahl eignet es sich gut zum lesen von Texten oder Webseiten und ansehen von Bildern oder Videos. Mit 1280 x 720 Pixeln hat es eine ähnlich hohe Auflösung wie viele Computermonitore vor 10 Jahren. Wenn man nun auch noch bedenkt, dass es sich nicht um ein (ordinäres) LC-Display handelt, sondern um ein Super-AMOLED-Display, muss so mancher schon erste Freudentränen unterdrücken. Der Bildschirm ist grandios.

Obwohl das Display nicht die AMOLED+ Technik bietet, sind aufgrund der hohen Pixeldichte von 316 ppi keine einzelnen Pixel oder Subpixel zu erkennen. Das Bild ist stets scharf und die Farben leuchten wesentlich kräftiger als bei normalen LCDs. Da es momentan fast das einzige Modell weltweit mit einem solchen Bildschirm ist, ist dies schon einer der Hauptargumente für das Handy.

Anfangs etwas ungewöhnlich sind jedoch die fehlenden Knöpfe. Diese werden an der Unterseite des Displays angezeigt und bei Bedarf – zum Beispiel wenn ein Video im Vollbildmodus abspielt – auch ausgeblendet. An diese Art der Steuerung muss man sich kurz gewöhnen, aber das dadurch gewachsene Display bietet natürlich einen großen Vorteil gegenüber anderen Handys.

Android wurde komplett überarbeitet und unterscheidet sich grundlegend von den alten Android 2.x Versionen. Grob könnte man sagen es wurde Android mit Tron Legacy und einem Hauch Windows Phone 7 gemischt und das neue Design danach mit viel Benutzerfreundlichkeit serviert. In jede Funktion wurde der neue Stil integriert – die normalen Apps von Drittherstellern wirken dadurch fast altbacken. Android sieht jetzt nicht mehr nur funktionell, sondern wirklich schön aus. Die Farben Grün und Grau der alten Versionen sind jetzt durch Schwarz und Blau ersetzt worden. Als wäre das nicht genug, hat Google sogar eine eigene Schriftart namens Roboto designt.

Die Apps werden jetzt nicht mehr in einer Scroll-Liste dargestellt, sondern auf Seiten angezeigt. Die Widgets sind ebenfalls dorthin verschoben worden. Endlich gehört auch ein gutes Kalender-Widget zur Standardausstattung – dies musste man vorher oft mit Widgets aus dem Market nachbessern.

Das Nexus hat noch eine fast schon in Vergessenheit geratene, technische Besonderheit: Die Benachrichtigungs LED. Diese dient der Information des Nutzers bei neuen SMS, entgangenen Anrufen, neuen Emails… ohne das Display einschalten zu müssen. Obwohl diese LED bereits im ersten Android Handy überhaupt – dem T-Mobile G1 (von HTC) – verbaut war, schien sie in der Zwischenzeit fast in Vergessenheit geraten zu sein. Besonders Samsung hatte konsequent auf die LED verzichtet. Daher ist es umso erfreulicher sie endlich wieder zu haben.Ebenfalls neu ist die Möglichkeit den mobilen Traffic zu überwachen und das Datennetz bei Überschreitung eines monatlichen Limits automatisch zu deaktivieren.

Die LED blinkt bei jeder Benachrichtigung Weiß, es ist aber eine Multicolor LED. Wenn eine App es unterstützt kann man sie somit auch in andere Farben blinken lassen. Die LED befindet sich mittig unter dem Display.

Über Face Unlock wurde im Vorfeld ebenfalls viel berichtet. Diese Sicherheitsfunktion entsperrt das Smartphone nur, wenn die Frontkamera das Gesicht ihres Besitzers erkennt. Sollte ein anderer versuchen das Handy zu entsperren, wird er nicht erkannt und wird zur PIN Eingabe aufgefordert.

In unserem Test hat dies vorbildlich funktioniert. Habe ich mein Gesicht der Frontkamera entgegengestreckt war das Handy in weniger als einer Sekunde entsperrt. Als der liebe Herr Kollege in die Kamera blickte, verweigerte sich das Nexus ihm und verlangte einen PIN. Möglicherweise erkannte das Nexus einen reinen Apple-Fan und wollte sich daher nicht entsperren, oder die Erkennung funktioniert tatsächlich! (Achtung, Ironie).

Mit meinem Facebook-Foto wollte sich die Kamera allerdings nicht entsperren lassen, obwohl ich keine wirklichen Unterschiede zwischen dem Foto und meinem aktuellen Aussehen feststellen konnte. Dies kann zwei Dinge bedeuten: Entweder ist die Erkennung doch gut genug um ein echtes Gesicht von einem Foto unterscheiden zu können oder die Erkennung funktioniert so schlecht, dass sie unter anderen Lichtverhältnissen oder mit anderer Kleidung ihren Besitzer nicht mehr erkennt.

Wir hoffen auf den ersten Fall, aber raten sicherheitshalber lieber davon ab, Face Unlock als Sicherheitssperre zu benutzen. Es ist eine lustige Spielerei, aber bietet scheinbar keine große Sicherheit.

Ein Auge auf die Kamera

Die Kamera ist noch ein Highlight des Handys. Dies liegt jedoch nicht an der Auflösung (5MP) oder der Bildqualität (welche gut, aber nicht überragend ist), sondern an der Geschwindigkeit. Der Start der Kamera aus dem Lockscreen heraus benötigt etwa eine Sekunde. Danach ist die Kamera sofort einsatzbereit.

Sobald man jetzt auf den Auslöser drückt werden die Bilder ohne merkliche Verzögerung geschossen, sind gespeichert und die Kamera steht direkt für neue Fotos bereit. Der ganze Vorgang braucht geschätzt cirka 1/10 Sekunde! Die Kamera hat auch einen sehr schnellen Autofokus, welcher sich ständig, unabhängig vom Auslöser, scharf stellt. Das Ganze geschieht schneller als bei der größten Konkurrenz, dem iPhone 4S. Wir haben es getestet!

Die Kamera LED ist überraschend hell für ein Smartphone. Natürlich kann sie nicht mit einem kleinen Xenonblitz mithalten, sie sollte jedoch für die meisten Schnappschüsse genügen. Bei ausreichender Helligkeit kann man mit der Kamera jedoch sehr schöne Bilder schießen.

Zur Nachbearbeitung von Fotos gibt es jetzt diverse Filter, welche man auf seine Bilder anwenden kann. Sie dienen sowohl der Bildverbesserung, bei nicht optimal gelungenen Bildern, als auch einfach den Effekten. Die Filter sind zwar nicht so gut wie bei „der“ iPhone Foto-App Instagram, können sich für eine native Bildbearbeitung jedoch sehen lassen.

Wir haben eine Collage mit den Effekten zusammengestellt. Die schönsten Effekte sind unserer Ansicht nach „Cross-Entwickl.“ oben in der Mitte und „Lomo“ unten Links.

Die Kamera macht natürlich auch Videos im 1080p Format. Diese wirken für einen so kleinen Sensor sehr scharf und gut. Dazu werden verschiedene Live Effekte geliefert. Wenn diese aktiviert sind, kann die Kamera beispielsweise während dem filmen per Gesichtserkennung dem gefilmten Menschen eine große Nase oder einen kleinen Kopf machen. Dies ist natürlich mehr eine Spielerei, als wirklich eine produktive Funktion – aber es macht Spaß und das soll dieses Handy ja machen.

Auch die Panorama-Foto-Funktion ist mit von der Partie. Auch wenn sie Google als große Neuerung angekündigt hat, gibt es sie eigentlich schon seit dem Samsung Galaxy S und ist zumindest für mich eher ein alter Hut. Aber dennoch ist es natürlich eine sehr schöne Funktion, welche automatisch sehr schöne Panoramen erstellt. Man muss die Kamera lediglich starten und langsam über die Landschaft ziehen – den Rest erledigt die Software und erstellt daraus ein Panorama.

Die Panoramen haben zwar kleine Ungereimtheiten, aber sind für die Urlaubserinnerung perfekt geeignet. (Hier klicken, um das Originalbild herunterzuladen)

Google erfindet seine Apps neu

Nicht nur Android wurde erneuert, sondern auch die Google eigenen Apps. Alle wurden an den neuen Google-Stil angepasst und benutzerfreundlicher gestaltet.

Der Kalender hat zum Beispiel eine Pinch-to-Zoom Funktion. Somit werden die Termine nicht nur starr angezeigt, sondern man kann die Ansicht, je nachdem wie viele Termine man hat, ändern. Die Umgewöhnungszeit sollte hier nicht sehr lange dauern, der Kalender ist wirklich sehr gut gelungen.

Mit dazu geliefert wird, wie bereits erwähnt, ein neues Kalender-Widget. Endlich hat es Google geschafft ein anständiges Kalender-Widget einzufügen! Man sieht jetzt nicht nur den nächsten Termin, sondern hat eine richtige Terminliste. Außerdem kann man innerhalb des Widgets durch seine Termine scrollen. Dies ist sehr gut gelungen.

Google Mail wurde auch komplett umgestaltet. Jede Aktion wird jetzt über die neuen Buttons ausgeführt, daher muss man sich erst einmal daran gewöhnen. Leider gibt es keine Textbeschreibung, weshalb ich aus Versehen direkt einige Mails archiviert hatte. Der Knopf mit dem geschlossenen Briefumschlag steht für „Als ungelesen markieren“ – auch dies muss man erst einmal herausfinden. Es werden ab jetzt automatisch die Mails der letzten 30 Tage auf dem Gerät gespeichert, um sie auch offline lesen zu können. Dies ist sehr sinnvoll, da zuvor nur ein paar Mails im Cache waren und man stets eine Internetverbindung gebraucht hat.

Mail hat sicher sinnvolle Verbesserungen erhalten, aber der Benutzer „leidet“ hier etwas während der Umgewöhnungsphase. Der Übergang von Textoptionen zu Piktogrammen ist ungewohnt, aber sieht dafür immerhin sehr gut aus.

Google Music hat natürlich auch ein Update bekommen. Da die Beta Phase des gleichnamigen Dienstes in den USA jetzt beendet wurde, wurde die App natürlich komplett auf das Streaming von seinem Google Account ausgelegt. Nutzer außerhalb der USA können theoretisch nicht streamen, jedoch kann man in unserem Artikel nachlesen, wie man auch außerhalb der USA Music nutzen kann.Die Galerie wurde auch einer kompletten Neugestaltung unterzogen. Die mit Android 2.x eingeführte 3D Gallerie wurde komplett entfernt und durch Design, welches an Kacheln beziehungsweise Windows Phone 7 erinnert, ersetzt. Bilderordner werden genau so dargestellt wie die eigentlichen Bilder (siehe Screenshot). Das ganze sieht sehr gut aus und man hat sich in kürzester Zeit an die Umgestaltung gewöhnt. Die Teilen-Funktion von Bildern wurde ebenfalls neu gemacht und vereinfacht.

Natürlich kann auch auf dem Gerät gespeicherte Musik abgespielt werden. Dies funktioniert natürlich problemlos und wurde neben dem neuen Design nicht großartig verändert.

Video Review (Drei Teilig)

Gesamteindruck

Ich hatte hohe Erwartungen an das Samsung Galaxy Nexus und ich muss sagen, dass sie nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen wurden! Bisher hatten wir kein Android in den Händen, welches die Animationen so flüssig wie geschmolzene Butter abspielt und dabei voll Multitasking fähig ist. Der Arbeitsspeicher scheint nie vollkommen gefüllt zu werden und selbst wenn eine App nicht geöffnet ist, wird sie fast ohne Verzögerung gestartet. Das Galaxy Nexus ist mit Sicherheit das momentan beste Android Smartphone auf dem Markt und kann selbst dem iPhone 4S Paroli bieten. Denn erstmals kann Android nicht nur mit „Vorsprung durch Technik“ punkten – Android 4.0 ist endlich eine so ausgereifte Version, dass man nun auch als Android Nutzer stolz sagen kann „Das Beste oder nichts“.

Solltet ihr Fragen zu Software, Programmen oder Bugs haben, schreibt einfach ein Kommentar. Wir werden die Antwort nachreichen.

Nachtrag

In diesen Bereich kommen alle Updates von Fragen zu dem Galaxy Nexus.

SMS App

Die SMS Funktion wurde sehr schön gestaltet, bietet aber keine besonderen Funktionen, SMS eben. Auf dem Screenshot ist auch einer der neu gestalteten Android Smileys zu sehen, welche sich zum Beispiel auch in Google Talk wiederfinden.

Navigation / GPS

Die Navigations-Funktion ist noch die Gewohnte. Die Geschwindigkeit der App und der GPS-Lokalisierung ist aber sehr hoch. Vor allem im Vergleich zu meinem letzten Handy, dem Samsung Galaxy S, ist die Navigation wesentlich schneller geworden. Wenn GPS generell aktiviert ist, hat das Handy innerhalb von Sekunden den genauen Standort und fängt sofort mit der Navigation an. Auch wenn man anders fährt als es das Navi vorgibt, passt es sich innerhalb von Sekunden an. Dies bin ich vom Samsung Galaxy S definitiv nicht gewohnt – hier brauchte es teilweise Minuten um die aktuelle Position zu finden.

Akku-Laufzeit

Heute war der erste Tag, an dem ich das Galaxy Nexus komplett ohne Ladekabel getestet habe. Das Handy hält bis jetzt etwas über 12 Stunden durch, ist inzwischen aber auch fast leer. Ich habe das Handy bis auf eine 3-Stündige Pause die ganze Zeit in der Hand gehabt und alle möglichen Funktionen getestet. Ich denke bei normaler Nutzung wird der Akku noch etwas länger halten und bin daher mit der Akkulaufzeit recht zufrieden. Länger könnte es natürlich immer sein, aber das ist ein generelles Problem aller Smartphones.

Laut der eigenen Statistik sind fast 50% des Akkuverbrauches heute allein auf den Bildschirm zurückzuführen. An zweiter Stelle steht das Android OS, mit einem Anteil von 23%.

Die Akkuladezeit beträgt mit dem mitgelieferten Ladekabels 2 Stunden. Dabei war das Handy eingeschaltet, hatte WLAN aktiviert und es wurde ein paar Mal Google Talk benutzt.

Dateiübertragung: Galaxy Nexus an einen Windows PC anschließen

Dem Galaxy Nexus fehlt das Protokoll, um vom Computern als Massenspeicher erkannt zu werden (wie zum Beispiel ein USB Stick). Dies ist aufgrund des nicht getrennten Speichers zwischen Apps und Daten der Fall. Als Alternative bietet das Nexus die Protokolle MTP (Mediengerät, zum Beispiel manche MP3 Player) und PTP (Kamera) an.

Dies hat natürlich einigen Nutzern Kopfzerbrechen bereitet, was natürlich sehr verständlich ist. Ich habe heute das MTP Protokoll an einem Windows 7 PC ausprobiert: Es funktioniert fast als wäre es ein USB Stick. Man kann jede Datei wie gewohnt mit dem Explorer übertragen, jedoch gibt es bei Nicht-Mediendateien eine Warnung, dass das Gerät sie vielleicht nicht abspielen kann. Mit Linux habe ich es auf die schnelle noch nicht hinbekommen, für Apple bietet Google eine eigene Software unter http://www.android.com/filetransfer/ an.

Galaxy Nexus wurde erkannt: Man öffne es mit dem Windows Explorer
Man fügt seine Dateien ganz normal auf das Telefon. Auch Ordner erstellen etc ist möglich
Vom Computer getrennt sieht man: Die Dateien sind wohlbehalten auf das Handy gelangt