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Simkarten – Nano, Micro oder eSIM – das sollte man zur Technik von Sim wissen

Simkarten – Nano, Micro oder eSIM – das sollte man zur Technik von Sim wissen – Eine Simkarte ist die Verbindung zwischen der Hardware (also einem Handy, Smartphone* oder auch Tablet) und dem Mobilfunk-Netz des jeweiligen Anbieters. Man findet auf der Simkarte die IMSI (Identifikationsnummer der Simkarte) gespeichert, mit der ein Anbieter eine Sim identifizieren kann. Darüber lässt sich dann auch zuordnen, welchen Tarif und welche Leistungen der Nutzer einer Simkarte abrufen kann. Man sollte dies nicht mit der IMEI verwechseln – die IMEI ist die Identifikationsnummer des Handys, die INSI die Nummer der Karte.

Teilweise sind aber zusätzlich noch korrekte Einstellungen (APN) im Handy notwendig. Wenn beispielsweise das mobile Internet nicht funktioniert, liegt es meistens nicht an der Simkarte sondern an falschen Daten im Handy. Auch wenn eine Sim nicht erkannt wird, ist oft nicht direkt die Simkarte dafür verantwortlich.

Mittlerweile findet man Simkarte nicht mehr nur in Handys und Smartphones, sondern viele Geräte wurden mittlerweile mobil oder smart gemacht und daher haben oft auch Uhren, Autos oder sogar Puppen eine Simkarte. Unabhängig vom Einsatzort bleibt die Technik und das Format dabei aber immer gleich und folgt den bekannten Größen und Staffelungen.

Die Größe der Simkarte

Mittlerweile gibt es auf dem deutschen Markt verschiedene Formate der Simkarte. In den letzten Jahren sind die Abmessungen dabei immer kleiner geworden um in den neuen Smartphones nicht zu viel Platz weg zu nehmen. An der Funktion der Simkarte hat sich durch die kleineren Abmessungen aber nichts geändert. Aktuell sind noch 3 verschiedenen Formate von Sim-Karten in Benutzung:

  • normale Simkarte (2FF SIM) mit einer Größe von 25 mm × 15 mm
  • Micro-SIM mit einer Größe von 15 mm × 12 mm
  • Nano-Simkarte mit einer Größe von 12,3 mm × 8,8 mm × 0,67 mm

Welche Simkarte man für welches Gerät benötigt, ist unterschiedlich und wird meistens in den technischen Details der Handys und Smartphone* mit angegeben. Mittlerweile sind oft variable Karten im Einsatz: diese enthalten alle Größen und man kann sich die entsprechend benötigte Simkarte heraus trennen. Benötigt man danach wieder ein anderes Format, kann man sich beim Anbieter auch eine neue Simkarte im passenden Format bestellen. Dazu besteht die Möglichkeit, größere Simkarte auf das kleinere Format zu stanzen. Die meisten Fachgeschäfte haben entsprechende Stanzen und Vorlagen parat. Für den Einsatz von kleinere Simkarte in größeren Slots gibt es Adapter. Für wenige Euro kann man damit auch kleine Simkarte in Slots mit größeren Abmessungen einlegen.

Falls eine Simkarte defekt sein sollte, die Sim Karte nicht mehr erkannt wird und man deswegen kein Netz mehr hat, wird diese meistens kostenlos umgetauscht. Bei einem Tausch wegen der Größe werden dagegen Gebühren fällig (oft 10 bis 20 Euro), so dass man sich dies gut überlegen sollte.

Die eSIM Generation

Rein theoretisch ist mit der eSIM der Nachfolger der normale Simkarte bereits verfügbar. Unter eine eSIM versteht man dabei eine programmierbare und fest eingebaute Simkarte, die dann eigentlich gar keine wirkliche Karte mehr ist, sondern nur noch ein Chip. Dieser kann mit den jeweiligen Daten des entsprechenden Tarifs und Anbieters versehen werden und funktioniert dann wie eine normale Simkarte. Man kann die Sim dann nur nicht mehr wechseln. Das ist aber auch nicht mehr notwendig, da man alle Daten auch ohne Wechsel der Simkarte auf die eSIM laden kann.

Mittlerweile gibt es auch bereits einige Modelle, die eSIM unterstützen und mit denen man diese Technik nutzen kann. Laut esim-karte.com sind dies folgende Modelle nach dem aktuellen Stand:

  • die Samsung* Gear S2 3G Smartwatch.
  • die Apple* Watch Series 3 und Series 4
  • iPhone XS,
  • iPhone XS Max
  • iPhone XR
  • die iPad Pro 2018 11 und 12,9 Zoll
  • Google Pixel 3 und Pixel 3 XL

Schade ist dagegen, dass Samsung* das neue Galaxy S10* Modell vorgestellt hat, ohne auf eSIM zu setzen. Die neuen Topmodelle des Unternehmens können zwar Dual Sim nutzen, aber haben keinen eingebauten eSIM Chip um Tarife direkt laden zu können. Hier sind Apple* und Google bereits einen Schritt weiter.

Kostenlose Simkarten auf dem Markt

Einige Anbieter haben sich darauf spezialisiert, ihre Simkarte kostenlos abzugeben. Es gibt dann weder einen Kaufpreis noch Versandkosten, wenn man sich die entsprechende Sim samt Tarif bestellt. Gebühren fallen erst an, wenn man diese Simkarten nutzt und auch dann wird Prepaid abgerechnet – es kann also nur das  verbraucht werden, was man vorher auf die Simkarte geladen hatte. Solche kostenlosen Simkarte gibt es beispielsweise bei:

  • Vodafone* Callya
  • O2* Prepaid
  • Otelo*, FYVE und einigen anderen Anbietern (aktionsweise)

Aktionsweise gibt es auch noch andere Anbieter, die eine Freikarte* auf den Markt werfen. Im Vergleich zu den Freikarten, die dauerhaft vorhanden sind, sollte man aber bei Aktionsangeboten sehr genau hin schauen, ob sich dies wirklich lohnt.

Video: Simkarte selber zuschneiden