1&1 Netz, Netzabdeckung, 5G und LTE – ein Überblick

1&1 Netz, Netzabdeckung, 5G und LTE – ein Überblick – wer schon einmal die Werbung von dem besagten Unternehmen bezüglich des führenden Netzbetreiber Deutschlands gesehen hat, wird sicherlich von dem Anbieter 1&1 gehört haben. Falls nicht, wird das Video neben den umfassenden Informationen zu der Firma im Weiteren dargestellt, sodass die Leser alles zu den Fragen um Netzqualität, Anschlüsse und Angebote erfahren können.

1&1 Netz

Obwohl für viele unbekannt, betreibt 1&1 kein eigenes, sondern das Netz von Telekom, wenn es sich um den DSL Bereich handelt. Ähnlich sieht die Situation bei den Mobilfunk Angeboten aus, denn hier ist 1&1 auf die Unterstützung von O2/Eplus und Vodafone angewiesen. Insbesondere empfinden das letztere die Nutzer des Betreibers als äußerst positiv, denn diese Information ist im Gegensatz zu anderen Mobilfunkanbietern nicht in den Tiefen der Webseiten versteckt, sondern wird offen und deutlich präsentiert. Will man also vor dem Kauf eines Vertrags oder während der Nutzung die Signalstärke der Verbindung überprüfen, muss man bei 1&1 die entsprechenden Netzpartner überprüfen. Allerdings sollte man darauf achten, dass bestimmte Verbindungsbereiche für 1&1 Kunden nicht vorhanden bleiben, darunter der LTE Signal von Vodafone, welchen man nur als „Originalnutzer“ des letzteren genießen kann. Bei Eplus/ Telefonica gibt es solche Beschränkungen jedoch nicht. Daher kommt die Werbung, die im weiteren Verlauf angezeigt wird und die Überlegenheit von 1&1 über Telekom proklamiert, etwas ironisch herüber, wenn man bedenkt, dass 1&1 auf das Netz von Telekom angewiesen ist.

HINWEIS: Mittlerweile setzt 1&1 nur noch auf O2 als Netzpartner. Die Vodafone Tarife des Unternehmens werden nicht mehr vermarktet und sind damit auch nicht mehr bestellbar – bestehende Allnet Flat dieser Art können aber natürlich weiter genutzt werden.

Dieser Werbespot sorgte für Aufruhr – das sieht man auch an dem entsprechenden Like/ Dislike Verhältnis -, da Telekom dagegen gerichtlich vorgegangen ist. Seit dem Erscheinen des Videos sind inzwischen vier Jahre vergangen und der erste Platz wurde von Telekom wieder besetzt.

1&1 Tarife

Aktuellen Mobilfunk-Tarife von 1&1 sehen wie folgt aus:

  • 1&1 LTE S: mit einem monatlichen Preis von 9,99 Euro in dem 6 Monaten und 19,99 Euro ab dem 7. Monat bei einer Mindestvertragslaufzeit von 2 Jahren (24 Monate) oder 19,99 Euro mtl. ohne Vertragslaufzeit, dem einmaligen Bereitstellungspreis in Höhe von 29,90 Euro, 3 GB Datenvolumen bei einer LTE-Geschwindigkeit von 21,6 MBit/s, sowie Telefonie und SMS Flat (auch im EU-Ausland) – 5G ist kostenlos enthalten
  • 1&1 LTE M: mit einem monatlichen Preis von 14,99 Euro in dem 6 Monaten und 24,99 Euro ab dem 7. Monat bei einer Mindestvertragslaufzeit von 2 Jahren (24 Monate) oder 24,99 Euro mtl. ohne Vertragslaufzeit, dem einmaligen Bereitstellungspreis in Höhe von 29,90 Euro, 10 GB Datenvolumen bei einer LTE-Geschwindigkeit von 225 MBit/s, sowie Telefonie und SMS Flat (auch im EU-Ausland) – 5G ist kostenlos enthalten
  • 1&1 LTE L: mit einem monatlichen Preis von 19,99 Euro in dem 6 Monaten und 29,99 Euro ab dem 7. Monat bei einer Mindestvertragslaufzeit von 2 Jahren (24 Monate) oder 29,99 Euro mtl. ohne Vertragslaufzeit, dem einmaligen Bereitstellungspreis in Höhe von 29,90 Euro, 40 GB Datenvolumen bei einer LTE-Geschwindigkeit von 225 MBit/s, sowie Telefonie und SMS Flat (auch im EU-Ausland) und Flat auf eine Zusatz-SIM (mit einer zweiten SIM-Karte für Tablet oder Notebook und 1 GB/Monat Highspeed-Volumen im Inland und der gesamten EU) – 5G ist kostenlos enthalten
  • 1&1 LTE XL: mit einem monatlichen Preis von 24,99 Euro in dem 6 Monaten und 39,99 Euro ab dem 7. Monat bei einer Mindestvertragslaufzeit von 2 Jahren (24 Monate) oder 34,99 Euro mtl. ohne Vertragslaufzeit, dem einmaligen Bereitstellungspreis in Höhe von 29,90 Euro, 100 GB Datenvolumen bei einer LTE-Geschwindigkeit von 225 MBit/s, sowie Telefonie und SMS Flat (auch im EU-Ausland), Flat auf eine Zusatz-SIM (mit einer zweiten SIM-Karte für Tablet oder Notebook und 1 GB/Monat Highspeed-Volumen im Inland und der gesamten EU) und einem zusätzlichen Online-Speicher mit 100 GB zusätzlicher Speicherplatz für Musik, Fotos und Videos – 5G ist kostenlos enthalten
  • 1&1 Allnet FLat XXL: Flat mit unbegrenztem Datenvolumen für 9knapp 100 Euro monatlich
  • die kompletten Details zu 1&1 gibt es direkt auf der Webseite des Unternehmens*

Für alle dargestellten Tarife gilt der Nutzungsnetz von O2. Was weitere Informationen und Aktionen bezüglich der aktuellen Angebote zu Mobilfunk und DSL betrifft, so kann man die Neuigkeiten auf der offiziellen Seite des Anbieters einsehen. Darüber hinaus sollte die Leser auf die besagten Aktionen des Unternehmens achten, denn bei diesen handelt es sich um erkennbare Preisvorteile. Ebenso kann man sich zu den dargestellten Verträgen einen Smartphone, Tablet oder andere Hardware zusätzlich holen. Die Netzqualität lässt sich über folgende Links für Vodafone (Vodafone Netzkarte*) und O2 Bereiche (O2 Netzkarte*) prüfen. Die größeren Flat nutzen mittlerweile 5G Verbindungen, die 10 GB Flat und auch die Flat mit 20 GB und weniger haben diese Technik noch nicht und bieten LTE max Speed.

Der Stand von LTE und 5G bei 1&1

Handelt es sich um LTE Verbindungen bei 1&1, so verlässt sich das Unternehmen dabei auf die Dienste von O2. Dabei es eine derartige Netzqualität auch nur in Bereichen möglich, wo O2 LTE ausbaut. So kann man in den besagten Regionen mit einer Geschwindigkeit bis zu 225 MBit/s surfen. Mittlerweile können auch die Vodafone Tarife bei 1&1 LTE nutzen, der Speed liegt hier aber bei maximalen 50MBit/s.

Die O2 Tarife sind dazu auch bereits 5G tauglich und können – passendes Handy-Netz und auch passendes Smartphones vorausgesetzt – bereits im 5G Netz von O2 genutzt werden. Allerdings ist das O2 Netz bisher noch eher punktuell mit 5G versorgt. Man sollte daher auf jeden Fall einen Netztest machen um sicherzustellen, dass man auch in einem ausgebauten Bereich wohnt: kostenloser o2 Netztest*

Keine Datenautomatik bei 1&1

Wie die Überschrift es dem Leser schon verrät, entschied sich das Unternehmen gegen die Option der Datenautomatik, was viele Nutzer äußerst erfreut hat, vor allem wenn diese zuvor ihre Verträge bei O2 hatten. Stattdessen wird die Verbindungsgeschwindigkeit einfach gedrosselt, ohne das zusätzliche Kosten für die Nutzer entstehen. Folgende Meldung findet man dazu:

„In Ihrer 1&1 All-Net-Flat ist genügend Highspeed-Volumen enthalten, um endlos mobil im Internet zu surfen, E-Mails zu schreiben und Filme oder Videos zu sehen. Und selbst wenn einmal Ihr monatliches Highspeed-Inklusiv-Volumen überschritten sein sollte, surfen Sie weiter unbegrenzt mit 64 kBit/s. Oder Sie buchen auf Wunsch ein Highspeed-Paket Ihrer Wahl. Dazu erhalten Sie von 1&1 eine Nachricht, sobald Sie an Ihr Highspeed-Limit kommen. Schon ab 4,99 € können Sie dann weitere 500 MB Highspeed-Volumen zubuchen. Getreu dem Motto „Fair geht vor“ entscheiden Sie bei 1&1 jederzeit selbst, ob Sie weiteres Highspeed-Volumen nutzen möchten. Das unterscheidet 1&1 von vielen anderen Anbietern, wie z.B. Smartmobil, Vodafone, O2, Base, yourfone, WinSim und Deutschland Sim, denn diese Anbieter stocken Ihr Datenvolumen automatisch kostenpflichtig auf – ob Sie wollen oder nicht.“

Dabei trifft diese Aussage sowohl auf O2, als auch auf Vodafone Netz. Die Drosselung betrifft dabei nur die Mobilfunk- und nicht die DSL-Tarife.

APN und Konfigurationsdaten für das Internet bei 1&1

Sollten die Interneteinstellungen nicht automatisch nach der Vertragsschließung erfolgen, ist es vom Vorteil, wenn man die entsprechenden Informationen zuvor abspeichert und diese dann passend eingeben kann. Dabei sehen die Zugangsdaten wie folgt aus:

Eingabefeld1&1 Vodafone1&1 Eplus
Beschreibung:Frei wählbarFrei wählbar
Verbinden mit:InternetInternet
Zugriffspunkt (APN):web.vodafone.deinternet.eplus.de
Benutzername:leer lassenFrei wählbar
Kennwort:leer lassenFrei wählbar
Authentifizierungstyp:KeinFrei wählbar
Primärer DNS:139.7.30.125
(optional)
Sekundärer DNS:139.7.30.126
(optional)
IP-Adresse:leer lassenFrei wählbar
MCC:262Frei wählbar
MNC:02Frei wählbar

Die APN Einstellungen bei 1&1 sollte man vor allem prüfen, wenn es kein mobiles Internet gibt. Wird die Simkarte gar nicht erkannt oder gibt es allgemein kein Netz, hat es in der Regel nichts mit den APN Zugangspunkten zu tun. Mehr dazu: Datenbank mit den 1&1 APN Zugangsdaten

Erfahrungen mit 1&1

Der beste Weg um eine Übersicht über ein bestimmtes Unternehmen zu erhalten, ist das Lesen der Kundenbewertungen und Rezensionen. In der Regel sind diese auf das Essentiellste zusammengefasst und in einem leicht verständlichen Manier geschrieben, sodass man die Schwächen und Stärken des einen oder anderen Tarifs sofort erkennen kann. Bei 1&1 sind die Bewertungen dieser Art jedoch vielfältig und fallen unterschiedlich aus, sodass der aktuelle Stand bei 3 Sternen von 5 auf der Seite trustpilot liegt. So findet man unter anderen dort folgende Meldungen:

„Nie wieder 1&1. Vertrag verlängert für 29 euro monatliche Grundgebühr. Bezahle jetzt 54 Euro pro Monat. Und keiner weiß was davon. Habe den Vertrag gekündigt und bin dann weg da.“

sowie:

„70€ DSL Umzugskosten wurden auf explizite Nachfrage nicht erwähnt. Es konnte mir auch nicht meine alte Geschwindigkeit garantiert werden und dennoch 0 Kulanz vom „Service Center“. Echt schade, ich hätte mir deutlich mehr entgegenkommen gewünscht.“

Diese Aussagen werden dann mit folgenden kontrastiert:

„Ich bin bisher mit 1&1 sehr zufrieden in Preis und Leistung.“

„Umstellung von Telekom hat hervorragend funktioniert. Kein Techniker notwendig. Irrtümlich gebuchtes Zusatzangebot wurde sofort nach Info per Mail beendet. Klasse! Weiter so!“

Weitere Artikel zum Netz und der Netzabdeckung

1&1 Drillisch – das 4. Mobilfunk-Netz kommt

1&1 Drillisch – das 4. Mobilfunk-Netz kommt – 1&1 Drillisch hatte bereits 2019 eigenen 5G Frequenzbereiche ersteigert und plante damit, ein eigenes Mobilfunk-Netz aufzubauen. Bisher fehlte aber ein passender Netzpartner, der überall dort Versorgung anbieten konnte, wo 1&1 Drillisch noch keine passenden Netze hatte. Das hat sich nun geändert, denn das Unternehmen wird das Angebote von O2/Telefonica zum Inlandsroaming annehmen. Damit steht dem 4. Mobilfunk-Netz in Deutschland (nach dem Wegfall des Eplus Netzes) nichts mehr im Wege.

Ralph Dommermuth, CEO der 1&1 Drillisch AG: „Mit der Annahme des verbesserten National Roaming-Angebots von Telefónica wird eine wesentliche Voraussetzung für den Start unseres 5G-Mobilfunknetzes geschaffen. Durch die Mitnutzung des Telefónica-Netzes werden unsere Kunden schon während der Aufbauphase unseres 5G-Netzes eine flächendeckende Mobilfunkversorgung erhalten.“ Dommermuth weiter: „Wir freuen uns über diesen Meilenstein auf unserem Weg zum Netzbetreiber. Nun gilt es, das Angebot von Telefónica zeitnah in einen National Roaming-Vertrag zu überführen.“

In der Praxis wird sich vorerst daher wohl wenig ändern. Bereits jetzt bieten 1&1 und auch Drillisch O2 Netzqualität an, weil das Unternehmen bereits jetzt für die eigenen Tarife das O2 Netz mit nutzt. Zukünftig werden die Tarife dann in erster Linie das neue 1&1 Drillisch Netz nutzen und sofern dieses nicht zur Verfügung steht, das Mobilfunk-Netz von O2/Telefonica. Die technischen Details dazu stehen noch aus, aber Inlandsroaming ist keine größere Herausforderung mehr.

O2 hatte in den Anfangsjahren beispielsweise das Mobilfunk-Netz der Telekom mit genutzt und damit Inlandsroaming im D1 Netz der Telekom für die eigenen Kunden angeboten. Mittlerweile ist das nicht mehr notwendig, das O2 flächendeckend ein eigenes Netz anbieten kann, aber beispielsweise hatte man auch bei der Übernahme des o2 Netze eine zeitlang auf Roaming in beiden Netzen gesetzt. Daher sollte sich auch ein zukünftiges Inlandsroaming im O2 Netz ohne Probleme umsetzen lassen.

Spannend wird werden, welchen Speed 1&1 in den neuen eigenen 5G Netzen wird anbieten können und wo es die ersten Standorte mit diesem neuen Mobilfunk-Netz geben wird.

Streit ums beste Netz – Bundesgerichtshof erlaubt den Werbe-Spot von 1&1

Vielleicht erinnert sich noch jemand daran: im Jahr 2015 hatte 1&1 den ersten Platz beim Test des Festnetzes belegt und dies der Telekom mit einem recht provokanten Werbespot unter die Nase gerieben. Dieser Spot hatte für viel Aufsehen gesorgt und nebenbei auch die Gerichte beschäftigt. Die Fragen waren unter anderem, ob 1&1 einen Telekom-Mann mit Logo darstellen durfte und ob die Bezeichnung bestes Netz überhaupt angemessen ist. Verschiedene Gerichte hatten inwischen zu diesen Fragen zu entscheiden und haben oft unterschiedlich geurteilt.

Mittlerweile (es sind ja bereits einige Jahre vergangen) hat sich sogar der Bundesgerichtshof damit befasst und entschieden, dass der Spot zulässig war und 1&1 diese Stilmittel also verwenden durfte um auf das Testergebnis hinzuweisen. Auch die Bezeichnung „das beste Netz“ wurde für zulässig befunden, auch wenn sich der Test an sich nur auf das Festnetz bezog.

1&1 schreibt dazu im Original:

Der für Wettbewerbsrecht zuständige I. Senat beim Bundesgerichtshof (BGH, Az. I ZR 200/17) hat nun am 24. Januar 2019 entschieden und den TV-Spot für zulässig erklärt. In der mündlichen Verhandlung wurde neben der Darstellung des „Telekom-Mannes“ auch die Frage verhandelt, ob der Testsieg im Festnetztest mit den Worten „das beste Netz gibt’s bei 1&1“ zusammengefasst werden durfte. Dies hat der Bundesgerichtshof ebenso für zulässig erklärt. […]

1&1 hat den connect-Festnetztest 2015 und 2017 gewonnen. 2016 und 2018 war die Deutsche Telekom besser.

Leider ist das Urteil selbst noch nicht online verfügbar, so dass man noch keine Gründe nachlesen kann, warum diese Entscheidung so gefallen ist. Eine wirkliche Relevanz hat sie aber ohnehin nicht mehr, denn die Telekom konnte in neueren Netztests wieder den ersten Platz zurück erobern und damit ist die Entscheidung von 2015 mittlerweile ohnehin nicht mehr aussagekräftig für den aktuellen Stand bei den Fesnetz-Anschlüssen.

Im Mobilfunk-Bereich gibt es bei der Frage nach dem besten Netze ohnehin wenig Deutungsmöglichkeiten, hier liegt die Telekom mittlerweile seit einigen Jahren konstant auf dem ersten Platz. 1&1 hat im mobilen Bereich (noch) kein eigenes Netz und kann daher in diesem Bereich nicht direkt antreten.

Möglicherweise wird das Unternehmen aber zukünftig auch im mobilen Bereich weiter aktiv werden, denn angeblich bietet die Unternehmensgruppe auch im Bereich der 5G Frequenzen mit und es wäre daher durchaus denkbar, dass 1&1 zukünftig ein eigenes 5G Netz aufbaut und vermarktet. Sollte das der Fall sein können wir uns möglicherweise auch auf weitere amüsante Spots in diese Richtung freuen.

1&1 hatte auch 2017 nochmal diesen Netztest gewonnen und ein ähnliches Video aufgelegt. Auch dabei gab es dann wieder juristische Auseinandersetzungen und das Unternehmen hat den Spot daraufhin angepasst und beispielsweise das Telekom Angebot aus dem Spot entfernt. Unklar ist allerdings, ob auch hier noch Rechtsstreite vor höheren Instanzen laufen.

Der umstrittene Werbespot von 1&1

1&1 mit Gesamtnote „Sehr gut“ im neuen Connect Netztest

Die Fachzeitschrift Connect hat wieder die deutschen DSL-Anbieter unter die Lupe genommen und deren Qualität im Festnetz- bzw. DSL Bereich bewertet. 1&1 hat wie in den letzten Jahren wieder sehr gut abgeschnitten und konnte sich in einer Liga mit der Telekom behaupten – für bessere Noten als die Telekom scheint es aber 2018 nicht gereicht zu haben.

 Das Unternehmen schreibt im Original dazu:

Auch in diesem Jahr hat die Fachzeitschrift connect wieder den härtesten Festnetz-Test Deutschlands mit rund 4,4 Millionen Messungen von Datenraten, Sprachqualität und vielem mehr durchgeführt. Seit Jahren überzeugt 1&1 DSL kontinuierlich mit Bestleistungen. Auch im diesjährigen Festnetz-Test konnten wieder Top-Ergebnisse in allen Kategorien erzielt werden. 1&1 hat als einziger bundesweiter Anbieter neben der Deutschen Telekom die Gesamtnote „Sehr gut“ erhalten und liegt damit deutlich vor den anderen Anbietern.

In den letzten Jahren hat das Unternehmen dieser Ergebnisse immer genutzt um damit Werbung zu machen und oft hat man auch eine Anspielung auf die Telekom eingebaut. Das hatte immer wieder für mehr oder weniger interessante Auseinandersetzungen zwischen Telekom und 1&1 gesorgt, die teilweise auch ein juristisches Nachspiel hatten. Bleibt abzuwarten, ob das Unternehmen dieser Linie treu bleibt und auch in diesem Jahr auf eine Werbekampagne mit der Netzqualität und einem Seitenhieb auf die Telekom setzen wird.

Das Ergebnis kommt allerdings etwas überraschend, denn das Unternehmen hatte eigentlich angekündigt, in diesem Jahr am Netztest nicht mehr teilzunehmen. Im März 2018 hieß es noch:

„In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Ressourcen zur Verfügung gestellt, um den connect-Test bestmöglich zu betreuen und die Tester bei den umfangreichen Messungen zu unterstützen. Unsere großen Erfolge haben diesen Aufwand belohnt“, erklärt Martin Witt, CEO der 1&1 Telecommunication SE. „Unsere Priorität ist es, unseren Kunden die beste Leistung und den besten Service zu bieten. Daran arbeiten wir kontinuierlich seit Jahren. In diesem Jahr werden wir leider den Spagat zwischen einer optimalen Betreuung des connect-Tests und unseren zahlreichen Großprojekten im Rahmen des Zusammenschlusses mit der Drillisch AG nicht optimal hinbekommen“, unterstreicht Witt. Eine erneute Beteiligung in der Zukunft schließt er ausdrücklich nicht aus: „Natürlich sind wir gerne bereit, an einem der folgenden connect-Tests teilzunehmen, wenn es unsere Kapazitäten wieder zulassen.“

Mittlerweile scheint man sich aber anders entschieden zu haben oder aber der Netztest wurde von Connect durchgeführt, auch wenn 1&1 nicht aktiv mitgearbeitet hat. Wie auch immer es gelaufen sein mag, das Unternehmen kann auf jeden Fall auf sehr gute Werte verweisen. Allerdings muss man dabei natürlich im Hinterkopf behalten, dass 1&1 nach wie vor in weiten Bereichen auch auf die Netzinfrastruktur der Telekom setzt. Mit einem Internet-Anschluss von 1&1 bekommt man daher in vielen Fällen vor allem einen Anschluss über die Telekom Leitung und auch über die Telekom Verteiler.

Video: Das originale Video zum besten Netz von 1&1

https://www.youtube.com/watch?v=u8BO213plo0

Der Connect Netztest bezieht sich dabei auf den Festnetzbereich und die Kabelanschlüsse in Deutschland. Das Ergebnis sagt dagegen nichts über das Mobilfunk-Netz und die Abdeckung bei der Nutzung mit Handys und Smartphones aus. Hier gibt es eine ganze Reihe von anderen Tests (die in der Regel auch die Telekom vorn sehen). Man sollte diese Einschränkung bei der Einordnung der Testergebnisse auf jeden Fall beachten.