Nokia – neue Modelle sollen Ende 2016 kommen

Bei Nokia arbeitet man an einer neuen Modellreihe, das ist bereits seit mehreren Wochen bekannt. Bei NPU hat man nun in einem Gespräch mit Mike Wang (president of the joint management team) nun noch ein paar mehr Details herausfinden können. Dabei sollen die neuen Modelle im Q4 2016 auf den Markt kommen (eventuell auch erst Anfang 2017, wenn sich die Tests zu lange verzögern). Im Original heißt es dazu:

These two and one / two more Nokia Android smartphones are planned for unveil towards end of the year 2016, but depending upon testing and development launch date may move to Q1 2017 too.

Insgesamt scheinen sich die Fans also über mindestens 3 neue Modelle freuen zu können, eventuell kommen sogar 4 neue Nokia Smartphones. Bisher war imer nur die Rede von 2 neuen Geräten gewesen.

Was bisher zu den neuen Nokia Modellen bekannt ist

Beim Betriebssystem setzt Nokia dabei in Zukunft auf Android und verabschiedet sich damit wohl von Symbian als Betriebssystem. Dabei soll direkt Android 7.0 Nougat zum Einsatz kommen. Möglicherweise wird das Unternehmen dazu aber auch eine eigene Benutzeroberfläche entwickeln, genauere Details dazu sind aber bisher nicht bekannt.

Bei den neuen Smartphones sehen die ersten Details wie folgt aus:

  • 5,2 Zoll Modell mit 1440 mal 2560 Pixel und Snapdragon 820 Prozessor, Fingerabdruck Sensor und IP68 Zertifizierung
  • 5,5 Zoll Modell mit 1440 mal 2560 Pixel und Snapdragon 820 Prozessor, Fingerabdruck Sensor und IP68 Zertifizierung

Die Geräte werden sich daher in erster Linie durch die Größe unterscheiden und nicht durch das Design und die technischen Daten. Weitere Angaben fehlen leider noch, insbesondere die Kamera könnte interessant werden, da Nokia in den letzten Jahren stark auf Kameratechnik gesetzt hatte. Dazu ist aber bisher noch nichts Näheres bekannt.

BITKOM: Smartphone Verkäufe schrumpfen 2016 erstmals

Der Branchenverband BITKOM geht für 2016 wieder von einem Jahr mit starken Smartphone-Verkäufe aus, allerdings sollen die Umsätze in diesem Bereich zum ersten Mal sinken. Die Prognose für das gesamte Jahr 2016 liegt dabei bei 27,9 Millionen Geräten, die verkauft werden sollen. Das wären 6 Prozent mehr als noch im Jahr 2015. Allerdings greifen Verbrauchen mittlerweile auch sehr häufig auch zu günstigeren Geräten. Es muss nicht mehr immer das Topmodell sein, viele Geräte der unteren und oberen Mittelklasse leisten inzwischen genau das, was die Nutzer wollen und daher sind teurere Geräte oft nicht mehr notwendig.

Die Nachfrage nach Smartphones erreicht jedes Jahr neue Rekordmarken“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Aber die Umsätze geraten durch gleichermaßen günstige wie leistungsfähige Smartphone-Modelle unter Druck.

Insgesamt soll 2016 der durchschnittliche Kaufpreis pro Smartphone daher deutlich sinken. Statt 404 Euro pro Gerät zahlen Verbraucher durchschnittlich nur noch 374 Euro und damit 30 Euro weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang macht sich auch bei den Gesamt-Umsätzen im Smartphone Bereich bemerkbar. Bei BITKOM rechnet man mit einem leichten Rückgang der Smartphone-Umsatz um etwa 2 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro im Jahr 2016. Die höheren Verkaufszahlen können den Rückgang bei den Preisen also nicht komplett kompensieren.

Im Fokus stehen dabei nach wie vor technisch starke Smartphones mit mindestens 5 Zoll Display und LTE Anbindung.

Allerdings scheint mittlerweile auch der Preis der Geräte immer mehr in den Fokus zu rücken und das machen auch die Anbieter deutlich, die in der Regel zu den Topmodellen auch immer noch günstigere Varianten auf den Markt bringen. Diesem Trend konnte sich selbst Apple nicht verschließen und launchte erst vor wenigen Monaten das etwas billigere iPhone SE für eine Zielgruppe, denen die aktuellen 6s Modelle zu groß und zu teuer sind.

EU Parlament beschließt Abschaffung der Roaming-Gebühren – zumindest ein wenig

Mit dem Beschluss gegen die Netzneutralität in Europa hat das europäische Parlament auch in Sachen Auslandsroaming einen weiteren Schritt gemacht. Die Gebühren für das Roaming sollen ab 2016 weiter sinken und ab 2017 möglicherweise ganz weg fallen.

Die neuen Obergrenzen ab dem 30. April 2016 sehen dabei wie folgt aus:

  • €0.05 je Minute für Anrufe
  • €0.02 je SMS, oder
  • €0.05 je Megabyte Datenvolumen bei mobiler Internetnutzung.

Auf eine Obergrenze für eingehende Anrufe im Ausland konnten sich die Parlamentarier noch nicht einigen, diese soll in den nächsten Monaten noch fest gelegt werden.

Etwas komplizierter ist die Situation ab 2017. Das Parlament hätte gerne bereits den Wegfall der Roaming-Gebühren beschlossen, allerdings konnte man sich gegenüber der Telekommunikationslobby nicht in allen Punkten durchsetzen. Konkret bedeutet dies eine Reihe von Ausnahmeregelungen die einem Wegfall der Roaming-Gebühren möglicherweise im Weg stehen. In der Verordnung heißt es dazu:

Daher sieht diese Verordnung vor, dass die Roamingaufschläge für Endkunden bis zum 15. Juni 2017 abgeschafft werden, vorausgesetzt, die derzeit beobachteten Probleme auf den Großkunden-Roamingmärkten sind geregelt. In diesem Zusammenhang sollte die Kommission eine Überprüfung des Großkunden-Roamingmarkts vornehmen und anhand des Ergebnisses dieser Überprüfung einen Gesetzgebungsvorschlag vorlegen.

Vor dem Wegfall der Roaming-Gebühren wird es also noch eine Prüfung geben und – falls diese negativ ausfällt – kann sich der Wegfall der Roaming-Gebühren noch verschieben.

Dazu kommt noch eine „Fair-Use“-Regelung. Um Missbrauch der Deregulierung zu vermeiden sollen Anbietern Aufschläge erheben können. Allerdings nur in minimalem Umfang (ohne festzulegen was dazu konkret bedeutet) und mit dem Recht der Regulierungsbehörden, diese Aufschläge auch abzulehnen.

Insgesamt ist es daher eher fraglich, ob 2017 wirklich die Roamingpreise weg fallen werden. Die Ausnahmeregelungen lesen sich eher so, als wären sie perfekte Gelegenheiten um die Gebühren noch etwas länger kassieren zu können.