Update: Vodafone ohne Aufpreis für 5G Tarife

Nach der Telekom hat auch Vodafone 5G in Deutschland gestartet und bietet neben den ersten Netzbereichen mit 5G nun auch die passenden Tarife und Handys an. Dabei steht 5G zukünftig in allen Vodafone RED Tarifen zur Verfügung und zwar gegen 5 Euro Aufpreis. Das Unternehmen setzt also nicht auf einen eigenen 5G Tarif, sondern erweitert alle eigenen Premium-Flatrates mit 5G, sofern der Kunden das möchte.

Update: wie die rheinische Post meldet, schafft Vodafone den 5G Zuschlag für die Tarife ab. Man kann also mit den normalen Tarifen im 5G Netz surfen, ohne das dafür zusätzliche Kosten entstehen würden. Auf der Webseite des Unternehmen scheint dies aber noch nicht verfügbar zu sein, dort ist weiterhin die Rede von 4G/LTE Unterstützung bzw. 5 Euro Aufpreis. Num im RED XL und Young XXL Tarif wird erwähnt, das 5G inklusive ist. Es bleibt daher abzuwarten, wann genau Vodafone das umsetzt. Es wäre auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und würde das Testen von 5G einfacher und billiger machen, wobei die hohen Hardwarekosten nach wie vor bleiben.

Die originale Meldung zum 5G Start von Vodafone

Das Unternehmen schreibt im Original dazu:

Die 5G-Option ist für monatlich 5 Euro in allen gängigen Tarifen einfach über die MeinVodafone App zubuchbar und kann nach einem Monat jederzeit gekündigt werden. Für Kunden mit den Tarifen Vodafone Red XL und Vodafone Black ist der Zugang zum 5G-Netz sogar automatisch und kostenlos enthalten. Ebenfalls kostenlos ist der Zugang zum 5G-Netz für Kunden mit einem Tarif für den neuen ‚GigaCube 5G‘.

Als erstes Handy mit 5G steht dabei bei Vodafone das Huawei Mate 20 X 5G zur Verfügung. Die Geräte kosten dabei 1 Euro Kaufpreis, aber die monatliche Gebühr erhöht sich um 30 Euro, so dass man insgesamt für die 5G Nutzung samt Handy 35 Euro mehr pro Monat zahlt – zum normalen Tarif der Vodafone Flatrate mit dazu. 5G ist also auch bei Vodafone noch keine billige Sache. Später soll es dann auch das Samsung Galaxy S10 5G bei Vodafone geben. Billiger wird es damit aber auch nicht, denn auch dieser Geräte kosten weit über 1000 Euro und werden daher mit 30 Euro monatlichen zusätzlich bei Vodafone refinanziert. Tarif ohne Laufzeit mit 5G gibt es derzeit bei Vodafone noch nicht.

Ab sofort gibt es auch die ersten 5G Netze bei Vodafone, unter anderem wurden entsprechende Standorte (leider noch nicht flächendeckend) in Köln, Düsseldorf, Hamburg, Dortmund und München in Betrieb genommen. Es sollen weitere Funkmasten in Berlin, Bremen, Dresden, Darmstadt, Leipzig, Mülheim an der Ruhr und Frankfurt folgen. Nach den eigenen Zielvorgaben sollen bis Ende 2020 etwa 10 Millionen Menschen auf 5G Verbindungen zurück greifen können.

Samsung Galaxy S10 5G kann bei Vodafone jetzt tatsächlich 5G

Samsung Galaxy S10 5G kann bei Vodafone jetzt tatsächlich 5G – Das Samsung Galaxy S10 5G ist das erste Geräte von Samsung, dass auch für 5G Netze konzipiert ist. Bisher konnte die Modelle aber in Deutschland noch kein 5G nutzen, weil eine entsprechende Anpassung an die Mobilfunk-Netze gefehlt hat. Diese ist nun verfügbar und damit können die Geräte endlich auch wirklich die bereits vorhandenen 5G Mobilfunk-Netze nutzen (auch wenn es diese aktuell nur punktuell gibt).

Das Unternehmen schreibt im Original dazu:

Das erste 5G-Handy von Samsung kann ab sofort im ersten verfügbaren deutschen 5G-Handy-Netz genutzt werden. Kunden die bereits das 5G-Smartphone von Samsung besitzen, erhalten durch ein automatisches Software-Update Zugang zur neuen Mobilfunk-Generation. In den Vodafone-Shops und online können Kunden das Samsung Galaxy S10 5G für nur 1 Euro bei einer monatlichen Zuzahlung von 30 Euro im Tarif Vodafone Red XL erwerben. 

„Als erster Telekommunikationskonzern bringen wir das Samsung Galaxy S10 5G in unser 5G-Netz. Zu Beginn ist 5G vor allem bei Technik-Fans gefragt. Das Interesse an der neuen Mobilfunktechnologie ist schon jetzt vorhanden. Mit der steigenden Anzahl von 5G-Endgeräten wird 5G auch für immer mehr Menschen an Bedeutung gewinnen“, so Vodafone Technik-Chef Gerhard Mack.

Der Kaufpreis für die Modelle liegt offiziell bei 1199 Euro und damit sind diese Geräte die teuersten Galaxy S10 Modelle auf dem Markt. Sie stehen derzeit auch nur in Schwarz zur Verfügung. Die Modelle sind damit wohl in erster Linie für Technik Fans interessant, die unbedingt die neue Technik als erstes ausprobieren wollen, sobald sie von den Netzbetreibern zur Verfügung gestellt wird. Dazu kommt dann noch der Aufpreis für 5G Tarife, denn um 5G zu testen muss man nochmal tief in die Tasche greifen. Vodafone ist dabei aber mit 5 Euro Aufpreis und monatlicher Kündigung der 5G Option noch vergleichsweise moderat.

Weitere Links um das Galaxy S10

Telekom verrät die ersten Preise für 5G Tarife und Flatrates

Die Telekom hat gestern auf der Pressekonferenz einen Ausblick auf 5G und die kommenden Entwicklungen beim Unternehmen gegeben. Das erste 5G Handy bei der Telekom wird dabei das Samsung Galaxy S10 5G sein und dazu hat das Unternehmen auch den ersten 5G Tarif veröffentlicht: den MagentaMobil XL Special. Dieser Tarif ist 5G fähig und erweitert den bisherigen XL Tarif um den Zugriff auf das neu aufzubauende 5G Netz. Dazu gibt es in diesem Handytarife unlimitiertes Datenvolumen – man surft also ohne Drosselung so lange wie man möchte und kann auch so viele Daten verbrauchen, wie man will. Der MagentaMobil XL Special ist allerdings auch der teuerste Smartphone Tarif bei der Telekom und kostet 84.95 Euro monatlich.

Das Unternehmen schreibt zu den 5G Angeboten im Original:

Das erste 5G-Smartphone der Telekom ist das Samsung Galaxy S10 5G. Das Gerät ist ab sofort in den Telekom Shops verfügbar. Das S10 5G kostet im Tarif Magenta Mobil XL Special 899,95 Euro. Auf Wunsch können Kunden ihr altes Smartphone für 200 Euro in Zahlung geben. Zusätzlich lobt die Telekom noch einem Frühstarter-Vorteil in Höhe von 100 Euro aus. Der neue Unlimited Tarif bietet für 84,95 Euro im Monat unbegrenztes Surfen. Kunden nutzen das LTE-Netz der Telekom und zukünftig 5G. Die Freischaltung für 5G erfolgt automatisch.

Der Grundpreis bezieht sich dabei allerdings nur auf reinen Tarif. Ein Handy oder Smartphone ist dann leider noch nicht enthalten. Die Geräte würden dann nochmal extra kosten. 5G bei der Telekom ist also erwartungsgemäß eine teure Sache und vorerst wohl nur für wenige Nutzer sinnvoll, die wirklich in den Ausbaugebieten von 5G zu Hause sind oder dort arbeiten.

Die Telekom hat in Bonn bereits die ersten Masten mit 5G in Betrieb genommen – weitere Netze sollen im Laufe des Jahres in Berlin und Darmstadt folgen. Dort kann man dann von den neuen Tarifen und dem neuen Speed im 5G Netz profitieren.

Kommentar: 5G startet im Juni in Deutschland und warum man doch noch warten sollte

Es ist soweit: auch in Deutschland wird es ab Juni mit dem Samsung Galaxy S10 5G ein erstes 5G-fähiges Smartphone geben und daher wird man ab Mitte des Jahres auch in Deutschland die Technik haben, um im 5G Bereich surfen zu können. Man kann allerdings bereits jetzt davon ausgehen, dass die neuen Galaxy S10 5G Modelle nochmal teurer werden als die bisherigen S10 des Unternehmens, allein schon, weil Samsung nochmal bessere Technik verbaut hat. Daher werden die Smartphones wohl nicht im Massenmarkt ankommen, sondern vor allem von Technikfans gekauft werden, die ohnehin immer die neuste Technik haben wollen.

Es gibt aber durchaus Gründe, weswegen es sich derzeit (und auch kurzfristig) ohnehin kaum lohnt, bereits auf 5G zu setzen. Daher kann es durchaus sinnvoll sein, eher noch zu warten und vielleicht erst im nächsten Jahr auf Modelle zurückzugreifen, die 5G unterstützen:

  • Zum Marktstart der Galaxy S10 5G wird es in Deutschland wohl noch kein 5G Netz geben (die Versteigerung der Frequenzen läuft noch) und es bleibt abzuwarten, wann die Netzbetreiber die ersten Masten umrüsten werden und in welcher Gegend das passiert. Wer nicht in einem bevorzugten Ausbaugebiet wohnt oder in einer Modellregion muss daher unter Umständen sogar noch länger ohne 5G auskommen.
  • Die neuen Geräte werden wohl nicht alle 5G Bändern in Deutschland unterstützen. Samsung hat angekündigt, dass man mit Vodafone und der Telekom zusammenarbeiten will. Das bedeutet wohl leider auch, dass die 5G Netz von O2/Telefonica und 1&1/United-Internet von den S10 5G noch nicht mit genutzt werden können. Dieses Problem kennt man aus den Anfangszeiten von LTE und auch aktuell muss man gerade bei Modellen aus Fernost nachschauen, ob alle 4G Bänder in Deutschland unterstützt werden – das scheint jetzt auch bei 5G wieder ein Problem zu werden.
  • Samsung (und auch andere Hersteller) mussten viel an der Gerätetechnik verändern um 5G unterzubringen, allein das neue 5G Modem nimmt viel Platz weg. Dazu gibt es eine ganze Reihe von neuen Antennen speziell für die 5G Bändern. Es bleibt offen, wie sich diese Technik in der Praxis bewährt und welche Akkulaufzeiten und Empfangsqualitäten erreicht werden. Die ersten Modelle dürften daher durchaus noch die eine oder andere Kinderkrankheit haben.

Damit das nicht missverstanden wird: 5G wird der neue Datenstandard im Mobilfunk-Bereich werden und bringt viele Vorteile mit sich. Daher ist diese Technik durchaus wichtig. Die Frage ist daher weniger, ob es sich lohnt auf 5G zu setzen, sondern nur, ob man jetzt bereits in der ersten Welle mit 5G arbeiten sollte. Wahrscheinlich ist es besser, an dieser Stelle noch etwas Geduld zu haben und zu schauen, wie sich der Netzausbau entwickelt und in 2020 wird es sicher auch mehr Geräte mit 5G geben und wohl auch in einem niedrigeren Preisbereich.

 

 

Verbraucherzentrale Bundesverband – Vergabebedingungen für 5G sind enttäuschend

Der Verbraucherzentrale Bundesverband  (vzbz) hat die Verhandlungen um die Vergabe der neuen 5G Bänder bereits seit einige Zeit mit begleitet und zeigt sich vom finalen Entwurf der Ausbaubedingungen für den neuen schnellen Netzstandard enttäuscht. Man befürchtet einen eher schleppenden Ausbau und hohe Preise – also eher wenig Nutzung in den ersten Jahren nach der Vergabe der ersten 5G Frequenzen. Dazu wird es wohl auch weiterhin weiße Flecken ohne schnelles Internet in Deutschland geben, auch wenn diese etwas weniger werden sollen.

Klaus Müller, Vorstand des vzbv, sagte dazu konkret:

„Die Vergabebedingungen sind aus Verbrauchersicht enttäuschend. Der jetzt schon stagnierende Wettbewerb im Mobilfunkmarkt wird dadurch weiter zementiert.
 
Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das auch zukünftig zu wenig Auswahl und zu hohe Preise für Mobilfunkprodukte. Auch das Problem der weißen Flecken im ländlichen Raum wird uns noch eine Weile begleiten.
 
Nun ist der Gesetzgeber gefragt andere Wege zu finden. Es ist in seiner Verantwortung den flächendeckenden Ausbau der mobilen Internetversorgung zu gewährleisten und den Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt zu beleben.
 
Die Bundesnetzagentur sollte mit Blick auf kommende Auktionen eine Marktüberprüfung angehen. Sie darf nicht wieder über die gleichen rechtlichen Hürden stolpern, die auch jetzt schon verbraucher- und wettbewerbsfreundlichen Vergaberegeln entgegenstanden.“

Die Auktion für die neuen 5G Frequenzen soll dabei bereits Anfang nächsten Jahres starten. Konkret sehen die Ausbauziele, die Bedingung für die Vergabe sind, wie folgt aus:

Versorgt werden sollen bis Ende 2022 mit mindestens 100 Mbit/s

  • mindestens 98 Prozent der Haushalte je Bundesland,
  • alle Bundesautobahnen,
  • die wichtigsten Bundesstraßen sowie
  • die wichtigsten Schienenwege.

Versorgt werden sollen bis Ende 2024

  • alle übrigen Bundesstraßen mit mindestens 100 Mbit/s,
  • alle Landes- und Staatsstraßen mit mindestens 50 Mbit/s,
  • die Seehäfen und wichtigste Wasserstraßen mit mindestens
  • 50 Mbit/s sowie
  • alle übrigen Schienenwege mit mindestens 50 Mbit/s.

Derzeit ist geplant, dass die ersten 5G Angebote für Verbraucher wahrscheinlich 2020 auf den Markt kommen und danach das Mobilfunk-Netz im 5G Bereich deutlich ausgebaut wird. Die großen Netzbetreiber haben aber bereits deutliche Kritik an diesen Vorgaben geäußert und halten die Ziele in großen Teilen für nicht erreichbar. Der wirtschaftliche Aufwand, um diese Abdeckung mit 5G umzusetzen wäre einfach zu groß und würde wohl den Ausbau von 5G eher behindern als fördern. Daher kann man davon ausgehen, dass im Beirat bei der Bundesnetzagentur der Entwurf wohl nochmal sehr kontrovers diskutiert werden wird. Änderungen sind ebenfalls nicht ausgeschlossen.

In Deutschland wird das 5G Netz für den Anfang in folgenden Frequenzen aufgebaut:

  • 1920 MHz bis 1980 MHz
  • 2110 MHz bis 2170 MHz
  • 3.400 MHz bis 3.700 MHz

Wer den Zuschlag bekommt ist allerdings noch offen, denn neben den großen Netzbetreibern könnten in der Auktion natürlich auch andere Anbieter Gebote abgeben und sich damit durchaus auch durchsetzen. Man kann aber davon ausgehen, dass sowohl Telekom* als auch Vodafone* und auch O2* mit Sicherheit mit dabei sein werden und mitbieten und es ist durchaus denkbar, dass beispielsweise auch United Internet (Drillisch und 1&1) sich an der Auktion beteiligt. Wer dann allerdings wirklich Frequenzbereiche bekommt, muss sich natürlich erst noch zeigen.

Derzeit fehlen noch Handys und Smartphones* mit 5G. Die Anbieter haben aber bereits angekündigt, dass 2019 die ersten 5G-fähigen Smartphones* auf den Markt kommen sollen.

5G Frequenzauktion – Bundesnetzagentur erhöht die Bedingungen für die Vergabe

Der 5G Ausbau steht in Deutschland in den Startlöchern und die Vergabe der neuen Frequenzen für schnellen Mobilfunk soll wieder über eine Auktion erfolgen. Den Zuschlag soll allerdings nicht nur der Anbieter mit dem höchsten Gebot bekommen, sondern die Vergabe der neuen Frequenzen ist auch an eine ganze Reihe von Bedingungen gekoppelt. Damit will die Bundesregierung und die Bundesnetzagentur sicherstellen, dass nach der Vergabe der 5G Bereich der Aufbau des neuen Netzes schnell und vor allem flächendeckend erfolgt.

Für diese Bedingungen hat die Bundesnetzagentur nun den finalen Entwurf vorgelegt nach dem die Auktion durchgeführt werden soll. Dieser wird aber noch am 26. November im Beirat bei der Bundesnetzagentur diskutiert und könnte daher durchaus auch noch verändert werden. Die Behörde selbst schreibt zu diesem letzten Entwurf:

Wir haben unseren ursprünglichen Entwurf im Lichte der zahlreichen Stellungnahmen überarbeitet. Dabei hatten wir im Blick zu behalten, was technisch, wirtschaftlich und rechtlich möglich ist, erläutert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Die Auflagen umfassen nun auch die Versorgung der Landstraßen, Wasserstraßen und Schienenwege. Im Gegenzug haben wir die Möglichkeiten zu Kooperationen zwischen den Netzbetreibern gestärkt und eine gegenseitige Anrechnung der Versorgung vorgesehen. Damit kann die wirtschaftliche Belastung für die Unternehmen im Rahmen gehalten werden.

Die Ausbauziele sind dabei in zwei Stufen gestaffelt und noch herausfordernder gestaltet als im ersten Entwurf. Unter anderem sind jetzt auch die Schienenbereich mit enthalten. Konkret sehen die Ausbauziele wie folgt aus:

Versorgt werden sollen bis Ende 2022 mit mindestens 100 Mbit/s

  • mindestens 98 Prozent der Haushalte je Bundesland,
  • alle Bundesautobahnen,
  • die wichtigsten Bundesstraßen sowie
  • die wichtigsten Schienenwege.

Versorgt werden sollen bis Ende 2024

  • alle übrigen Bundesstraßen mit mindestens 100 Mbit/s,
  • alle Landes- und Staatsstraßen mit mindestens 50 Mbit/s,
  • die Seehäfen und wichtigste Wasserstraßen mit mindestens
  • 50 Mbit/s sowie
  • alle übrigen Schienenwege mit mindestens 50 Mbit/s.

Derzeit ist geplant, dass die ersten 5G Angebote für Endkunden etwa 2020 auf den Markt kommen und danach das Mobilfunk-Netz im 5G Bereich deutlich ausgebaut wird. Die großen Netzbetreiber haben aber bereits deutliche Kritik an diesen Vorgaben geäußert und halten die Ziele in großen Teilen für nicht erreichbar. Der wirtschaftliche Aufwand, um diese Abdeckung mit 5G umzusetzen wäre einfach zu groß und würde wohl den Ausbau von 5G eher behindern als fördern. Daher kann man davon ausgehen, dass im Beirat bei der Bundesnetzagentur der Entwurf wohl nochmal sehr kontrovers diskutiert werden wird. Änderungen sind ebenfalls nicht ausgeschlossen.

In Deutschland wird das 5G Netz für den Anfang in diesen Frequenzbereichen aufgebaut werden:

  • 1920 MHz bis 1980 MHz
  • 2110 MHz bis 2170 MHz
  • 3.400 MHz bis 3.700 MHz

Wer den Zuschlag bekommt ist allerdings noch offen, denn neben den großen Netzbetreibern könnten in der Auktion natürlich auch andere Anbieter Gebote abgeben und sich damit durchaus auch durchsetzen. Man kann aber davon ausgehen, dass sowohl Telekom als auch Vodafone und auch O2 mit Sicherheit mit dabei sein werden und mitbieten und es ist durchaus denkbar, dass beispielsweise auch United Internet (Drillisch und 1&1) sich an der Auktion beteiligt. Wer dann allerdings wirklich Frequenzbereiche bekommt, muss sich natürlich erst noch zeigen.

Derzeit fehlen noch Handys und Smartphones mit 5G. Die Anbieter haben aber bereits angekündigt, dass 2019 die ersten 5G-fähigen Smartphones auf den Markt kommen sollen.