Android 7.0 wird Nougat heißen

Google hatte einiges an Aufwand betrieben, um einen neuen Namen für die 7. Version des Android Betriebssystem zu finden. Man hatte dafür extra einen Nutzer-Wettbewerb gestartet um einen Namen zu finden, der mit N beginnt und auch für eine leckere Süßspeise steht.

Nun ist es also amtlich: Android 7.0 wird den Beiname Nougat bekommen und damit werden die kommenden Geräte alle mit einen Nougat-System laufen. Google hat angekündigt, dass die stabile Version des neuen Android ab dem 3. Quartal 2016 zur Verfügung stehen soll und die ersten Geräte mit Android Nougat werden wohl die Nexus-Gräte 2016 sein.

Im Original heißt es:

Insgesamt erscheint die Namenswahl aber nicht sonderlich kreativ. Von einem Nutzer-Wettbewerb hätte man sich etwas mehr erwarten können, allerdings hatte Google dabei natürlich das letzte Wort. Man hat leider auch nicht die Ergebnisse der Votings veröffentlicht, ob Nougat wirklich die meisten Nutzerstimmen bekommen hat, ist damit nicht sicher. Dazu heißt Nougat nicht in allen Ländern wirklich Nougat – wenn das Android weltweit damit kommt, dürfte man beispielsweise in Spanien (turrón) kaum wissen, dass Nougat für etwas Süßes steht.

Mitmachen: wie soll Android N heißen?

Google hat für Android 7.0 bisher nur einen Arbeitsnamen: Android N. Die meisten Features und Neuerungen sind ebenfalls bereits klar, was aber noch fehlt ist der Name für die komplette Version.

Normalerweise nennt Google die Android Versionen dabei nach Süßigkeiten:

  • Android 1.5: Cupcake
  • Android 1.6: Donut
  • Android 2.0 und 2.1: Eclair
  • Android 2.2: Froyo
  • Android 2.3: Gingerbread
  • Android 3.0: Honeycomb
  • Android 4.0: Ice Cream Sandwich
  • Android 4.1: Jelly Bean
  • Android 4.4: Kitkat
  • Android 5.0: Lollipop
  • Android 6.0 Marshmallow

Bei der neuen Version hat sich das Unternehmen nun für eine abweichende Vorgehensweise entschieden und sammelt derzeit Vorschläge von Nutzern für den neuen Namen. Auf der entsprechende Webseite dazu heißt es:

Wie sollen wir die neue Android-Version nennen? Hast du eine Idee? Dann schick sie uns einfach. Sie muss mit „N“ anfangen und richtig gut schmecken.

Wer mitmachen will, hat dazu noch bis 8. Juni 2016 Zeit, die Webseite dazu gibt es hier: https://www.android.com/intl/de_de/versions/name-n/

Man sollte allerdings auch das Kleingedruckte beachten. Eine Vergütung dafür wird es nicht geben, auch wenn der Name ausgewählt werden sollte:

Durch das Einreichen eines Namens erkennen Sie an und stimmen zu, dass Google Inc. („Google“) im Zusammenhang mit dieser Aktion viele Namen und Ideen erhalten kann und dass solche Namen und Ideen einander ähneln oder identisch mit anderen eingereichten Namen sein können. Durch Ihre Teilnahme verzichten Sie auf jegliche Ansprüche, die Sie möglicherweise in Bezug auf von Ihnen eingereichte oder Ihrer Einreichung ähnelnde Namen oder Ideen hatten, derzeit haben bzw. in Zukunft haben werden. Sie verzichten außerdem auf jegliche Vergütung, die Ihnen im Zusammenhang mit einem von Ihnen eingereichten oder von Google verwendeten Namen zustehen könnte.

 

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Android N – diese Smartphones sollen die neue Version bekommen

Noch ist Android N nicht auf dem Markt und es gibt auch noch keinen Namen für die neue Version, aber es haben bereits die ersten Hersteller ihr Lineup für ein Update angekündigt. Am schnellsten war dabei HTC. Das Unternehmen meldete per Twitter, welche Modelle mit Android N rechnen können. Genannt sind dabei:

Die Liste ist relativ kurz und könnte sich auch noch erweitern. Aktuell scheint man nur für die derzeitigen Topmodelle von HTC ein Update zu planen. Die 8er Modelle scheinen mit Android 6.0 vorlieb nehmen zu müssen, bisher ist hier kein Update angedacht.

Von Samsung gibt es bisher noch keine offiziellen Meldungen aber zumindest Gerüchte. Bei Sammobile meldet ein Insider, dass die aktuelle S7-Serie zumindest im vierten Quartal 2016 ein Update auf Android N bekommen soll. Dazu soll es auch entsprechende Updates für das Galaxy S6, das Galaxy S6 Edge und das Galaxy S6 Edge Plus und das Galaxy Tab S2 geben. Wie verlässlich diese Aussagen sind, lässt sich kaum beurteilen. Samsung hatte in den letzten Jahren immer relativ lange Wartezeiten für Kunden, was die Updates auf neuere Versionen angeht. Ein schnelles Update auf Android N wäre daher eine deutliche Verbesserung – aber auch eher unwahrscheinlich.

In den nächsten Tagen und Wochen werden sicher noch weitere Anbieter ihre Pläne für Updates vorstellen. Dann werden sicher auch Nutzer von LG, Sony und OnePlus-Geräten mehr wissen.

Android N – das sind die Neuerungen

Google entwickelt die neuste Version von Android unter dem Arbeitsnahmen Android N. Die genaue Bezeichnung für die neue Version steht noch nicht fest, es wird aber in der Tradition von Android Kitkat, Lollipop und Marshmallow sicher wieder etwas mit Süßigkeiten zu tun haben. Android N soll dabei im dritten Quartal 2016 auf den Markt kommen, ein genauer Termin ist allerdings noch nicht fest gelegt.

Mittlerweile gibt es auch bereits die ersten offiziellen Ankündigungen zu den Neuerungen unter Android N und Google hat vor allem bei der Sicherheit, der Leistung und der Benutzeroberfläche nachgebessert.

Sicherheits-Updates automatisch

Unter Android N soll es möglich werden, dass Sicherheits-Updates eingespielt werden, auch wenn der Nutzer nicht eingeloggt ist. Die Daten werden dabei auch im Hintergrund herunter geladen und installiert, so dass eine Nutzerinteraktion nicht notwendig ist.

Das hört sich relativ komfortabel an, hat aber auch den Nachteil, dass mit Android N automatische Systemänderungen möglich werden, wenn der Nutzer das gar nicht möchte. Falls ein Update schief geht oder nicht korrekt geladen wird, kann es sein, dass man das Handy gar nicht mehr benutzen kann, ohne zu wissen, woran es liegen könnte.

Dazu sind die Sicherheitsupdates derzeit zwar ein Problem, aber meistens nur, weil keine Updates vorliegen und nicht, weil die Nutzer sie nicht einspielen.

Neue Grafik API: Vulkan

Android N stellt mit Vulkan eine zweite Grafik API als Alternative zu OpenGL bereit. Nach Angaben von Google soll die neue Version deutlich schneller sein und die Geschwindigkeiten bei grafikintensiven Spielen und Apps um bis zu 60 Prozent verbessern.

Darüber hinaus gibt es wieder eine JIT Compiler, der die Installation von Apps beschleunigen soll, in dem er direkt bei der Installation aktiv wird. Die Größe der Apps soll so um etwa die Hälfte verringert werden und die Zeit für die Installation sinkt sogar um bis zu 75 Prozent.

Dazu gibt es eine Mult-Windows-Funktion (die auch bei anderen Versionen schon mal gezeigt wurde), länger nicht mehr benutzte Apps werden aus der Liste ausgeblendet und die Verschlüsselung des Systems erfolgt jetzt dateibasiert.

Dazu soll Android N stabiler laufen als Android 5.0 und 6.0.

Ein erster Blick auf Android N

Bei Android Developers hat man heute – absichtlich oder aus Versehen – einen Screenshot der neuste Android Version mit der Bezeichnung Android N veröffentlicht. Mittlerweile ist auch bestätigt, das der Screenshot wirklich das neue System zeigt.

Auf dem Screenie selbst ist relativ wenig an Neuem zu erkennen, es gibt aber einen neuen Menü-Button (links oben), der zumindest die Hoffnung aufkommen lässt, dass man in den Systemeinstellungen zukünftig einfacher manövrieren kann. Ansonsten lässt sich leider nicht viel sehen.

Spekuliert wird aber über eine Reihe von neuen Features:

  • Multi -Windows-Modus: Bei einigen Herstellern gibt es schon die Funktionen zwei Apps nebeneinander darzustellen und bei Android scheint man daran zu arbeiten, diese Funktion für alle Modelle heraus zu bringen.
  • Direkt Share: Die Funktion soll aufgewertet werden und die aktuellen Probleme mit der Funktion verschwinden.
  • Pen Unterstützung: Der Support für Stifte soll direkt in Android verankert werden.

Google wird die neuste Version von Android wahrscheinlich wieder auf der Google I/O vorstellen. Dann werden wir möglicherweise auch wissen, welche Süßigkeit diesmal Namenspate für die Version ist – bis dahin bleibt es bei Android N.