Unlock für iPhone 4S / 4 / 3GS – ohne weitere Hardware oder Jailbreak [Anleitung & Video]

Der Entwickler @xoicos (originale Anleitung) behauptet, dass er eine Methode gefunden hat das iPhone 4S ohne zusätzliche Hardware oder Software von einem SIM-Lock zu befreien. Bisher gibt es nur Bestätigungen, dass der Unlock bei Modellen von AT&T funktioniert, aber theoretisch könnten auch andere GSM-Modelle unlocked werden. Meinerseits kann die Methode leider nicht testen, da ich ein iPhone 4S ohne SIM-Lock besitze.

Update:
Auch der bekannte Jailbreak Entwickler MuscleNerd hat sich zum Thema zu Wort gemeldet und darauf hingewiesen, dass die Methode nur temporär funktionieren wird. Denn der sogenannte Temporary Mobile Subscriber Identity (TMSI) wird von dem jeweiligen Provider regelmäßig aktualisiert, um die Authentifizierung zu gewährleisten. Nach einer der Aktualisierung des TMSI wird das Gerät automatisch wieder gelockt und die Methode müsste erneut durchgeführt werden. Eine solche Aktualisierung wird entweder durch den Wechsel des geographischen Bereiches oder anderen Netzwerkoperationen ausgeführt. Aus diesem Grund kann der gewünschte Unlock nur von kurzer dauern sein. (Danke an die Kollegen von Hack2Learn für die Informationen)

Dennoch haben einige Tester bereits bestätigt, dass die Anleitung funktioniert. Die Anleitung ist momentan noch für Modelle von AT&T ausgelegt, dennoch könnt ihr gerne ausprobieren, ob die Methode auch mit Modellen von der Telekom oder anderen Providern funktioniert. Dabei müsst ihr darauf achten, dass der Ablauf identisch bleibt.

Notiz:
Diese Prozedur müsste theoretisch auch bei älteren iPhone-Geräten funktionieren und muss bei einem Reset oder Software-Update erneut durchgeführt werden. Bisher sollen alle GSM-Modell diese Methode nutzen können, um ihren SIM-Lock zu entfernen. Wir übernehmen natürlich keine Haftung für jegliche Probleme, die durch diese Methode auftreten können. Der Unlock geschieht auf eigene Gefahr und wir können nicht garantieren, dass die Anleitung funktioniert.

Ihr solltet natürlich euer Gerät nach einen Unlock nicht aktualisieren, damit die Durchführung nicht aufgehoben wird.

In der Anleitung stellt AT&T den Provider dar, von dem ihr das Gerät gekauft habt und T-Mobile soll den Provider darstellen, welchen ihr nach dem Unlock nutzen wollt.

Anleitung zum Unlock von eurem iPhone 4S:

1. Originale AT&T SIM-Karte einlegen (könnte auch eine SIM-Karte von der Telekom oder anderen Providern sein)
2. Die AT&T Kundenhotline 611 anrufen und auflegen (Telekom 2202 oder Vodafone 1212)
3. Flugmodus anschalten
4. Die AT&T SIM-Karte aus dem Gerät entfernen
5. Die T-Mobile SIM-Karte einlegen (könnte hier eine SIM-Karte von Base sein oder einem anderen Provider)
6. Versichern das W-Lan ausgeschaltet ist (ignoriert euer W-Lan Netzwerk, sodass es keine Verbindung automatisch aufbaut)
7. Flugmodus ausschalten und euer iPhone sollte ein Netzwerk suchen. Danach sollte das Apple-Logo angezeigt werden
8. Auf eurem Bildschirm wird angezeigt, dass die Aktivierung durchgeführt werden muss (nicht durchführen)
9. Das EDGE Netzwerk wird automatisch angezeigt
10. Warten 20-30 Sekunden und schaltet danach euer iPhone aus
11. Schaltet wieder euer iPhone ein und erneut wird nach einer Aktivierung nachgefragt
12. Ihr müsst eine kurze Zeit warten, und wenn ihr einen Signalbalken bekommt, müsst ihr auf „Mobilfunkverbindung nutzen“ klicken
13. Die SIM-Karte kurz entfernen
14. Die Aktivierungsfrage wird wieder angezeigt
15. Die SIM-Karte wieder einlegen
16. Euer iPhone müsst jetzt entsperrt sein!

Auf Pastebin könnt ihr die englische Version der Anleitung finden. Als letzten gibt es noch zwei Videos, welche die Prozedur beschreiben:

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Apple veröffentlicht iOS 4.4.3 (9A4051) für Apple TV


Am heutigen Abend wurde von Apple ein neues Update für das Apple TV veröffentlicht. Mit der Version 4.4.3 (Build 9A4051) wurden nur kleinere Änderungen und Verbesserungen durchgeführt. Unter anderem kann mit diesem Update der Netflix-Dienst auch in Mexico genutzt werden und ein Fehler bei der Wiedergabe von Audio über den optischen Port wurde behoben. Ansonsten wurde die Stabilität von AirPlay Mirroring verbessert und der Eintrag „iTunes Match“ (nur bei amerikanischen Accounts) unter der neuen Sektion „Musik“, wurde in „iCloud umbenannt.

Ansonsten werden keine weiteren Neuerungen in dem Support-Dokument von Apple genannt. Im Gegensatz zu den vorherigen Apple TV Version sollen bei dem Update keine Fehler entstehen und ihr könnt beruhig euer Gerät updaten.

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Minecraft – Pocket Edition im App Store für iPhone, iPad & iPod touch verfügbar

Zahlreiche Minecraft-Spieler haben lange darauf gewartet, dass endlich auch ihre iOS-Geräte ihre eigene Version von Minecraft erhalten. Seit einer geraumen Zeit ist schon eine Android-Version von dem Spiel verfügbar, daher war es allemal Zeit auch endlich eine entsprechende Version für iOS zu veröffentlichen. Jetzt ist es soweit und ihr könnt das Spiel im App Store für stolze 5,49 Euro erwerben. Dafür könnt ihr die universale App auch auf eurem iPad oder iPhone / iPod touch nutzen.


Die Steuerung wurde natürlich auch an den Multitouch-Display angepasst – Mit einem D-Pad bewegt man seinen Charakter durch die Gegend. Das Ziehen über den Bildschirm ahmt die Mausbewegung nach und durch tippen beziehungsweise gedrückt halten können Blöcke gesetzt oder entfernt werden. Außerdem wurde zur Vereinfachung der Steuerung ein automatischer Sprung eingeführt, welcher ausgeführt wird, sobald man auf einen höheren Block läuft.

Leider fehlen einige wichtige Funktion in der ersten Version von Minecraft – Pocket Edition. Unter anderem vermissen die Spieler die Craft-Funktion, durch die sich neue Objektive beziehungsweise Blocks erstellen lassen und die aktuelle Version bietet leider nur 36 verschiedene Arten von Blöcken zur Auswahl, die beliebig oft genutzt werden können. Im Gegensatz zu der Desktop-Version ist die generierte Welt zur Zeit noch auf eine gewisse Größe begrenzt und ein Ende der Welt existiert. Nebenbei kann der Multiplayer-Modus auch nur im selben W-Lan Netzwerk genutzt werden.

Hoffentlich wird der Entwickler in der nächsten Zeit noch die fehlenden Funktionen nachrüsten, um das Spiel überhaupt lohnenswert zu gestalten.

Ein kleiner Überblick über das Spiel liefer der Review von TechnikObst:

iTunes Connect Ruhepause vom 22. bis 29. Dezember

Im Laufe des heutigen Tages hat Apple ihre jährliche E-Mail an die registrierten Entwickler verteilt und über die winterliche Ruhepause im App Store während den Weihnachtstagen informiert. Die offizielle Abteilung namens iTunes Connect, die zum Verwalten, der im App Store eingereichten Applikationen verantwortlich ist, wird vom 22. bis zum 29. Dezember nicht erreichbar sein.

In der verschickten E-Mail werden folgenden Funktionen genannt, die nicht erreichbar sein werden:

  • Zugriff auf iTunes Connect
  • Freigabe jeglicher Apps und Aktualisierungen

Zusätzlich können Verzögerungen bei folgenden Ereignissen auftreten:

  • Geplante Freigabetermine bei neuen Apps
  • Geplante Preisänderungen

Aus diesem Grund empfiehlt Apple allen Entwicklern für diesen Zeitraum keine Preisänderungen einzupflegen oder neue Applikationen einzureichen. Daher werden vor und nach dieser Auszeit zahlreiche neue Applikationen und Preisreduzierungen vonstattengehen.

Allgemeine Preissenkungen beim Apple TV – ist ein neue Generation auf dem Weg?

Seit längere Zeit stehen Gerücht im Raum, die über eine Auffrischung des Apple TVs spekulieren. Dabei soll unter anderem die Unterstützung von 1080p Full-HD Videos gewährleistet werden. Diesmal hat sich TechCrunch zum Thema befasst und stützt sich bei ihren Aussagen auf die generelle Preissenkungen bei Amazon und Best Buy. Dort wird das Gerät für nur 89 US-Dollar, statt den vorherigen 99 US-Dollar angeboten. Weiterhin wurde die Produktbeschreibung mit dem Zusatz „2010“ ergänzt, welches ein zusätzlicher Hinweis für ein Update des Gerätes ist. Auch hierzulande wurde der Preis für den Apple TV auf rund 100 Euro bei Amazon reduziert, zuvor mussten Kunden noch 119 Euro für das Gerät bezahlen.

Über eine neue Apple TV-Generation wird seit einiger Zeit spekuliert, denn das aktuelle Modell ist seit dem 01. September 2010 auf dem Markt und ein Update längst fällig. Die neue Version könnte mit dem aktuellen Dual-Core A5-Prozessor ausgestattet werden, um die Wiedergabe von 1080p Full-HD Videos zu ermöglichen. Dennoch bleibt zu hoffen, dass Apple noch eine weitere Neuerung im Petto hat, um ihren Apple TV noch interessanter zu gestalten.

Falls eine neue Generation wirklich in Planung ist, wird er wahrscheinlich vor dem Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen, um einen entsprechenden Umsatz zu garantieren. Ansonsten könnte Apple sich noch etwas Zeit lassen, das Gerät weiter ausreifen und erst im kommenden Jahr veröffentlichen.

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Heile Welt im Hamburger Google Büro – oder doch nicht? [Kommentar]

Als echter Google Fan bin ich stets mit dabei, wenn es etwas neues von Google gibt. Daher habe ich natürlich auch das von Google Deutschland vor etwa einem Monat hochgeladene Youtube Video „Das Google Büro in Hamburg“ angeschaut. Auf den ersten Blick macht das Google Büro einen guten Eindruck. Wie auch von den US-Büros des Suchkonzerns scheint dort eine gute Arbeitsatmosphäre zu herrschen. Man sieht fröhliche Mitarbeiter in nett gestalteten Büros, es gibt einen gemeinsamen Ausklang zum Wochenende – und sogar die Kantine ist kostenlos! Mehr kann man sich als Angestellter einer der größten IT-Firmen der Welt gar nicht wünschen.

Doch bei genauerem Hinsehen zeigte sich, dass in der Google Welt doch nicht alles so rein ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Im Hamburger Büro gibt es einen Missstand, welcher nur dem aufmerksamen Beobachter ins Auge fällt, da man es von so einem Konzern mit einem der bekanntesten Markennamen der Welt niemals erwarten würde: Das Google Büro ist voll von Apple MacBooks!

Im ersten Moment kann man nur hoffen, dass es sich um vereinzelte Mitarbeiter handelt. Doch sobald man das erste MacBook erspäht hat sieht man sich das Video anders an als zuvor. Jeder Laptop im Büro wird genau angeschaut und der Hersteller analysiert. Daher schmerzt es auch fast beim weiteren Ansehen des Videos, dass nicht nur ein vereinzelter Mitarbeiter ein MacBook benutzt, sondern scheinbar ein recht großer Teil der Mitarbeiter auf Apple setzt.

Okay, man muss sagen, dass die Mehrheit der Hamburger Angestellten Sales-Mitarbeiter sind und sie daher vielleicht nicht unbedingt den Draht zur Technik haben wie manch andere Leute. Dies macht die Situation aber nicht erträglicher. Wer würde erwarten, dass die Mitarbeiter eines Großkonzerns zu einem beachtlichen Teil Laptops des schlimmsten Konkurrenten – wenn nicht sogar Feindes – benutzen?

Es stellen sich natürlich zahlreiche Fragen: Dürfen Apples Mitarbeiter Android Handys benutzen? Ist Google einfach so großzügig, dass die Mitarbeiter einfach die Konkurrenzprodukte nutzen können? Oder tanzen Sie Google auf dem Kopf herum und unterstützen vielleicht sogar eher Apple als ihren eigenen Arbeitgeber? Und weshalb hat Google das Hinzufügen von Kommentaren für dieses Video deaktiviert?

Über diese Fragen kann man nur spekulieren. Jeder sollte seine eigene Antwort darauf finden. Ich jedenfalls finde das Hamburger Büro nicht mehr ganz so schön wie beim ersten ansehen des Videos. Daran kann auch die kostenlose Kantine nichts ändern.

Im Anhang: Screenshots aus dem Video und das Video selbst.


Apple veröffentlicht die erste Beta von OS X 10.7.3

Diesmal hat sich Apple relativ lange Zeit gelassen, dass nächste Beta-Release für OS X Lion für die Entwickler freizugeben. In der vergangenen Nacht war es soweit, Apple hat OS X Lion 10.7.3 (11D16) an die Entwickler verteilt und setzt damit den Fokus auf die Bereiche iCloud Dokumentenspeicher, iCal, Mail und Adressbuch. Zurzeit sind noch keinen Neuerungen oder Verbesserungen bekannt, welche die neue Beta-Version von OS X Lion mit sich bringt. Vermutlich arbeitet Apple weiter an der Stabilität von Lion und behebt einige bekannten Probleme. Wie bereits gewohnt können Entwickler die Beta-Version direkt über das Developer Center herunterladen.

Folgende Release notes wurden von Apple veröffentlicht:

OS X Lion 10.7.3 build 11D16 Seed Note

OS X Lion Update 10.7.3 is an update to OS X Lion 10.7.

Installation Instructions

The OS X Lion 10.7.3 Update (Combo) updates

– OS X Lion 10.7, 10.7.1 or 10.7.2 GM builds.

The OS X Lion 10.7.3 Update (Delta) updates

– OS X Lion 10.7.2 GM builds.

Please be aware that you will not be able to revert back to your previous system after updating. Please install this update on a system you are prepared to erase if necessary.

Known Issues

– None

Focus Areas

– iCloud document storage

– AddressBook

– iCal

– Mail

Bug Reporting

This build is being provided to you for testing and development purposes. Should you encounter any problems, please submit a bug report using the online Bug Reporter at <http://bugreporter.apple.com/>. Please make sure to include “10.7.3 (11D16)” in the bug title and description. This information will ensure that your bug is processed quickly.

When submitting a bug report, please make sure to include a Summary, Steps to Reproduce, Actual Results, Expected Results, the System Profile Report, and any other relevant information that is necessary to process the report.

IMPORTANT: Engineering requires additional information for crashing bugs, kernel panics, and hanging issues.

Crashing Bugs: Crash logs are required for crashing bugs. Crash logs can be located in ~/Library/Logs/DiagnosticReports

Kernel Panics: Backtraces, which contain vital information for investigating kernel panics, are required for kernel panic issues. Backtraces can be saved to nvram on restart shutdown, then copied to the panic.log file on restart. The panic.log file can be found in /Library/Logs/PanicReporter.

Hanging Issues: When an application is hung, a Sample should be provided. This can be done using the Activity Monitor (/Applications/Utilities/). To generate a Sample using this utility, click on the hung application name, then from the View Menu select “Sample Process”.

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MacBook Air oder MacBook Pro – Gerüchte um ultraflaches 15 Zoll MacBook im Q2/2012

Der taiwanesische Nachrichtendienst DigiTimes hat sich wieder einmal zu Wort gemeldet und die Gerüchteküche zum Thema „ultraflaches MacBook mit 15 Zoll“ erneut aufgeheizt. Bereits in der Vergangenheit haben wir mehrmals über solche Spekulationen berichtet und zahlreiche Informationen aus Zulieferquellen sprechen dafür, dass Apple an einem solchen Gerät arbeitet. Jedoch soll zur Zeit nur der neue Formfaktor feststehen, ob wir in naher Zukunft ein komplett überarbeitetes 15″ MacBook Pro oder ein 15″ MacBook Air sehen werden, ist noch nicht bekannt.

Wie der Branchendienst berichtet, sollen die Produktionsvorbereitungen angeblich in vollem Gange sein. Weiterhin soll Apple bereits erste kleinere Komponenten der Hersteller für ein ultradünnes 15″ MacBook erhalten haben. Außerdem wird behauptet, dass die Massenproduktion im März anlaufen wird und der Verkaufsstart des Gerätes für das zweite Quartal 2012 angesetzt ist.

In dem genannten Bericht heißt es:

Upstream suppliers of Apple have recently started shipping a small volume of components for a 15-inch ultra-thin notebook model from Apple in November and the device could be either MacBook Air or just a thinner MacBook Pro. The new MacBook is expected to appear as early as the second quarter of 2012, according to sources from the upstream supply chain.

Vermutlich wird Apple die komplette Optik der MacBook Pro Reihe an das MacBook Air weitestgehend anpassen, weiterhin auf SSD-Speicher setzen und das optische Laufwerk komplett entfernen. Nichtsdestotrotz muss Apple für ihre professionellen Kunden auch noch größeren Speicherplatz anbieten, daher wird womöglich die Auswahl zwischen SSD-Speicher und HDD-Festplatte angeboten werden. Um einen geringeren Stromverbrauch und eine bessere Performance zu gewährleisten wird Apple die neuen Intel Ivy-Bridge Prozessoren verbauen.

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Siri: Protokoll geknackt – Verwendung in anderen Geräten & Plattformen möglich

Vor einem Monat wurde das iPhone 4S veröffentlicht und brachte die neue Sprachsteuerung Siri mit sich, welche vorgegebene Sprachbefehle des Benutzers umsetzen kann. Zahlreiche Entwickler haben sich mit der Thematik befasst und haben es sogar bereits geschafft, dass Siri auch auf dem iPhone 4, iPod touch 4G und iPhone 3GS funktioniert. Aufgrund Urheberrechtsverletzungen wird diese Portierung in naher Zukunft leider nicht das Licht der Welt erblicken.

Mittlerweile gibt es aber neue Erkenntnisse über die eigentliche Funktionsweise der Sprachsteuerung und damit neue Möglichkeiten Siri auf verschiedenen Geräten oder Plattformen (Android & Co.) zum Laufen zu bringen. Dem Entwicklerstudio Applidium ist es gelungen, die Kommunikation zwischen dem Gerät und dem Apple-Server zu entschlüsseln. Dadurch konnte die Sprachsteuerung näher analysiert werden und die verschiedenen Abfragen wurden entsprechend ausgewertet.

Dafür haben sie mit Hilfe eines Proxy-Servers den Traffic zwischen Gerät und Apple-Server mitgeschnitten und fanden heraus, dass die Befehle an die IP-Adresse 17.174.4.4 gehen und zwar über den verschlüsselten HTTPS Port 443. Versucht man die IP-Adresse in einem normalen Browser aufzurufen, präsentiert der Server ein Zertifikat für „guzzoni.apple.com“.

Jedoch ist der mitgeschnittene Traffic verschlüsselt und kann nicht ohne weitere Konfiguration ausgelesen werden. Einen angepassten DNS-Server mit einem gefälschten HTTPS-Server nimmt das iPhone leider nicht an, weil das zugehörige Zertifikat nicht gültig ist. Allerdings ist es möglich ein Root-Zertifikat auf das iPhone zu installieren, damit der gefälschte Server angenommen wird. Dadurch konnten die Entwickler die Abfrage an ihren eigenen Server senden und im Nachhinein auswerten. Ein grober Sicherheitsfehler von Apple.

Herausgefunden wurde, dass eine Abfrage mit folgendem Header startet:

ACE /ace HTTP/1.0
Host: guzzoni.apple.com
User-Agent: Assistant(iPhone/iPhone4,1; iPhone OS/5.0/9A334) Ace/1.0
Content-Length: 2000000000
X-Ace-Host: 4620a9aa-88f4-4ac1-a49d-e2012910921

Über diesen ACE-Requests werden nicht nur die Header-informationen gesendet, sondern auch Binärdaten, die mit Hilfe von der zlib-Bibliothek komprimiert werden. Zusätzlich wird auch eine eindeutige Identifikationsnummer (X-Ace-Host), welche für den Autorisierungs-Vorgang benötigt wird, an den Server gesendet. Diese Nummer kann aber laut Applidium recht einfach aus einem iPhone 4S extrahiert werden. Natürlich könnte Apple die entsprechenden X-Ace-Hosts auf ihre schwarze Liste setzen und somit für eingehende Kommunikation sperren. Bei einer privaten Nutzung sollte dies jedoch nicht eintreffen.

Nach der kompletten Analyse der Daten ist den Entwicklern aufgefallen, dass theoretisch jedes Gerät die Sprachsteuerung nutzen könnte. Dafür müsste aber die aufgenommen Sprache auch mit dem freien Codex Speex kodiert und mit dem entsprechenden Header versehen werden. Dadurch wäre es auch möglich ein Android-Gerät mit der Sprachsteuerung von Apple auszustatten.

Alle benötigen Tools zur Extrahierung und Analyse der Daten werden von Applidium über Github angeboten. Der Großteil der veröffentlichten Software ist in Ruby geschrieben, einige auch in C und Objective-C. Mit Hilfe der Werkzeuge können interessierte Entwickler eigene Siri-Applikationen schreiben, so Applidium. Allerdings wird davon ausgegangen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Apple ihr Sicherheitsschema ändert.

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Apple veröffentlicht iTunes 10.5.1 – iTunes Match in den USA verfügbar

Nach zahlreichen Beta-Versionen und einer wochenlangen Test-Phase, hat Apple vor wenigen Minuten die neue iTunes Version 10.5.1 veröffentlicht. Zudem hat Apple zeitgleich den neuen Dienst iTunes Match in den Vereinigten Staaten freigegeben. Zu welchem Zeitpunkt der Matching-Dienst auch hierzulande verfügbar sein wird, ist momentan leider noch nicht bekannt. Vermutlich erst im kommenden Jahr und nach zahlreichen Streitereien mit der hiesigen GEMA.

Nichtsdestotrotz kann das Update entweder über die Apple-Webseite oder über die Softwareaktualisierung heruntergeladen werden. Jedoch können wir nur von einigen geschlossenen Sicherheitslöcher und Performance-Verbesserungen profitieren, die aber noch nicht näher dokumentiert sind.

Die größte Neuerung die iTunes 10.5.1 mit sich bringt, können nur Anwender in den USA nutzen. Denn der bereits oben angesprochene Matching-Service „iTunes Match“ kann eure Musikbibliothek analysieren und mit den 18 Millionen Songs im iTunes Store vergleichen. Alle Übereinstimmungen werden mit einer DRM-freien Version im AAC-Format und einer Datenrate von 256 KBit/s ersetzt. Die restlichen Titel werden automatisch in die iCloud hoch geladen und stehen danach auch zur Verfügung. Im Anschluss könnt ihr auf eure komplette Musikbibliothek von jedem Appele-Gerät zugreifen und entsprechende Songs downloaden. Der Dienst kostet in den USA einen Jahresbeitrag von 24,99 US-Dollar und umfasst 28.000 Songs.