ASUS Zenfone AR – Augmented Reality direkt aus dem Handy

ASUS hat ein neues Oberklasse-Smartphone vorgestellt, das besonders im Bereich AR und VR punkten kann. Das neue ASUS ZenFone AR unterstützt dabei sowohl Google Tango also auch Daydream und hat damit direkt eingebaut den kompletten Support für AR- und VR-Anwendungen. Dabei setzt ASUS vor allem auf eine interessante neue Kamera. Eigentlich benutzt das Gerät gleich drei Kameras, die sowohl Fotos als auch Bewegungen erfassen können. Mit diesem System wird es möglich, den umgebenden Raum zu erfassen und direkt auf das Handy zu übertragen. Dort kann man dann virtuelle Gegenstände platzieren oder auch Karten anfertigen.

ASUS schreibt zur Technik im Original:

Das ASUS TriCam™- System besteht aus einer 23 MP PixelMaster 3.0 Hauptkamera, einer Motion-Tracking-Kamera und einer Tiefenmesskamera, die den Tango-Spezifikationen entspricht. Das Smartphone verfügt zudem über den äußerst leistungsstarken Qualcomm® Snapdragon™ 821 Prozessor, der auch für Tango optimiert ist. Für eine flüssige Performance sorgen zudem 6 GB RAM. Daydream Virtual Reality-Anwendungen werden durch das 5,7-Zoll WQHD Super AMOLED-Display und Hi-Res Audio Unterstützung sowie DTS Headphone:X Virtual 7.1 Surround Sound noch eindrucksvoller. Entspannt Filme genießen oder realitätsnah Spiele erleben, mit dem ZenFone AR ist der Anwendungsvielfalt keine Grenzen gesetzt.

Preislich hat die neue Technik aber leider noch einen Nachteil: mit 899 Euro liegt das ASUS Zenfone AR teilweise deutlich über den Topmodellen der Konkurrenz. Man zahlt an dieser Stelle also einen durchaus hohen Preis für die neuen Möglichkeiten und daher ist zu erwarten, dass die Modelle wohl noch nicht direkt in den Massenmarkt einsteigen werden. Dazu ist die neuen Kameraeinheit auch noch etwas klobig. Man musste sehr viel Technik auf kleinen Raum verbauen und damit wird das ASUS Zenfone AR zumindest an dieser Stele deutlich dicker als die Modelle anderer Anbieter.

Insgesamt scheinen AR- und VR-Anwendungen aber immer mehr in den Fokus der Smartphone-Hersteller zu rücken und daher ist anzunehmen, dass auch andere Anbieter früher oder später Geräte entwickelt werden, in denen diese Technik zum Einsatz kommt. Beispielsweise wird spekuliert, dass Apple beim kommenden iPhone 8 bereits auf einen AR-Sensor in der Frontkamera setzen könnte.

Allerdings sind die Einsatzbereiche dafür zumindest derzeit noch eher gering. ASUS beschreibt zwar einige Einsatzmöglichkeiten, die Zahl der Apps ist aber noch überschaubar und auch andere Anbieter, die Anwendungen in diesem Bereich unterstützen, muss man suchen. Noch fehlt also der breite praktische Nutzer für AR-Techniken. ASUS selbst schreibt zum Einsatz:

Damit wird beispielsweise die maßgeschneiderte Konfiguration zum Shopping-Erlebnis der Zukunft. Für den Online-Handel bedeutet dies, dass beispielsweise teure Rücksendungen vermieden werden können und auch der stationäre Handel kann damit seine Flächenverwendung besser planen, da nur Basismodelle von Produkten bereitstehen müssen. Ermöglicht werden diese Augmented Reality (AR)-Erlebnisse dank der Tango Technologie, die sich durch die drei Kernfunktionen Bewegungsverfolgung, Tiefenwahrnehmung und räumliche Erkennung durch Vermessung des Umfelds (Area Learning) auszeichnet. Daydream ist die Plattform von Google für hochwertige, mobile Virtual Reality (VR) und unterstützt entsprechende VR-Apps. Gepaart mit dem Daydream View Headset und Controller können Nutzer auf virtuelle Abenteuerreise gehen. Das ZenFone AR wurde in enger Zusammenarbeit mit Google für die besten AR- und VR-Erfahrungen entwickelt.

Google arbeitet offensichtlich an HUD Brille

Was vor knapp 30 Jahren im Film Terminator noch als Science-Fiction galt, könnte sich schon bald verwirklichen. Die Rede ist von einer Brille mit Head-Up-Display, die sich offensichtlich bereits in einer späten Beta-Phase befindet.

Ziel ist es, dem Anwender ‚Augmented Reality‘ zu erleichtern und komfortabler zu machen. So läuft man etwa als Tourist durch eine Stadt, schaut sich durch die Brille eine Sehenswürdigkeit an und kann direkt den dazugehörigen Wikipedia-Artikel öffnen. Auch die Navigationsfunktion wird durch die Brille leichter, denn man muss nicht ständig sein Smartphone vor sich hertragen.

Das HUD soll allerdings nur auf einem Brillenglas angezeigt werden, wobei es bis jetzt noch unklar ist, ob ein transparentes LCD bzw. AMOLED Display verbaut sein wird, wie es Samsung etwa dieses Jahr auf der CES bereits vorstellte. Die Steuerung der Benutzeroberfläche soll durch Bewegung des Kopfes erfolgen.

Technisch soll die smarte Brille mit fast allem ausgestattet werden, was ein Android Smartphone bietet, denn die Brille ist nicht etwa ein Gerät, dass man wie ein Headset im Verbund mit einem Smartphone betreiben muss, sondern sie ist komplett eigenständig. Vermutungen zufolge soll ein 1GHz-ARM-Prozessor verbaut werden, der mit 256MB Arbeitsspeicher und 8GB Flash-Speicher zusammenarbeitet. Desweiteren befindet sich eine Kamera an der Frontseite der Brille, die von einer Blitzleuchte unterstützt werden soll, um auch in der Dunkelheit den Durchblick zu behalten. Ein GPS Sensor, der zur Ortsbestimmung bei AR-Apps sorgt, ist natürlich auch an Bord.

Alles in allem soll das Gerät, zumindest den aktuellen Informationen zufolge, alle Funktionen eines Smartphones bieten. Durch ein eingebautes Mikrofon und Kopfhörer soll man die Brille jederzeit per Sprachsteuerung steuern können und Telefonate führen können. Die Brille wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit Android OS betrieben werden.

Wahrscheinlich wird das Gerät auch eine Verbindung zum Internet, per Wifi/3G, aufbauen können, wobei das noch, wie auch der Releasetermin, völlig unbekannt ist. Trotz allem sind wird gespannt, ob und wann dieses Gerät wirklich auf den Markt kommen wird und zu welchem Preis man eine solche Brille erwerben kann.

[via 9to5google]