Mobilfunk: Kunden zahlten 2019 wieder mehr für Gespräche, SMS und Internet

Mobilfunk: Kunden zahlten 2019 wieder mehr für Gespräche, SMS und Internet – Der monatliche Umsatz pro Kunde im Mobilfunk-Bereich ist im letzten Jahr zum ersten Mal seit mehreren Jahren wieder angestiegen. Bisher habe sich die durchschnittlichen Kosten für Mobilfunk-Nutzer in erster Linie nach unten entwickelt: sowohl Gespräche, SMS als auch Internet wurden immer billiger, dazu kam der Trend zu Allnet Flatrates, die vielfach diese Leistungen zum Pauschalpreis abgerechnet haben.

2019 stiegt nun der Umsatz pro Kunde und Monat wieder leicht an und lag bei 14,61 Euro über alle Netze und Abrechnungsarten in Deutschland. Das sind etwa 30 Cent mehr als im Vorjahr – kein gigantischer Anstieg, aber dennoch startet hier möglicherweise eine Trendumkehr hin zu mehr Ausgaben im Mobilfunk-Bereich. Die Verbraucher scheinen gewillt zu sein, für beispielsweise mehr Datenvolumen auch etwas mehr zu bezahlen.

Die Preisentwicklung im Mobilfunk im letzten Jahr im Vergleich

Die Entwicklung des Umsatzes hängt dabei sehr vom genutzten Netz und von der Vertragsart ab. Im Prepaid Bereich findet man vor allem die Wenig-Nutzer und daher sind die monatlichen Umsätze pro Kunde in diesem Segment auch eher gering. Sie bewegen sich von 2 Euro im Monat bei den Prepaid Simkarten im Telekom Netz hin zu 5,90 Euro bei den Prepaid Handykarten im O2 Netz. O2 verdient derzeit im Prepaid Bereich pro Kunde also am besten.

Anders sieht es dagegen bei den Handyverträgen aus. Hier liegt die Telekom vor. Pro Monat zahlt ein Telekom-Vertragskunden durchschnittlich 21 Euro im Monat und damit mehr als 10 Mal so viel wie ein Prepaid Kunde im gleichen Netz. Bei Vodafone liegt dieser Wert bei 18,20 euro und bei O2 bei 13,70 Euro. O2 verdient also pro Vertragskunde im Vergleich am wenigsten.

Insgesamt liegen die Umsätze bei Vodafone am höchsten. Nimmt man Prepaid und Postpaid zusammen liegt der Umsatz pro Monat und Kunde im Vodafone Netz bei 13 Euro und damit sogar einen Euro höher als bei der Telekom. O2 liegt mit 9,80 Euro Umsatz sogar unter 10 Euro im Monat.

Mobilfunk-Markt: Vodafone macht den meisten Umsatz pro Kunde

Mobilfunk-Markt: Vodafone macht den meisten Umsatz pro Kunde – Der Gesamtumsatz pro Mobilfunk-Kunden lag nach Angaben der Bundesnetzagentur im letzten Jahr bei durchschnittlich 14.61 Euro (über alle Netze und Tarifarten). Hardware-Kosten waren dabei nicht eingerechnet. Die durchschnittliche Handy-Rechnung lag also genau bei diesem Wert. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen den jeweiligen Netzen, insgesamt gab es den meisten Umsatz pro Kunde im Mobilfunk-Netz von Vodafone. Dort lag der Wert bei 13 Euro im Monat und damit etwa 1 Euro höher als im Telekom Netz und mehr als 3 Euro über den Umsätzen pro Kunde und Monat im O2 Netz.

Bei inside-sim.de schreibt man im Original dazu:

Nach den aktuellen Zahlen aus den Geschäftsberichten liegt Vodafone vor mit den höchsten ARPU Werten. Ein Vodafone Kunde zahlt etwa 13 Euro monatlich. Bei den Vodafone Handytarifen lag dieser Wert sogar bei 18.20 Euro, bei den Callya Prepaid Tarifen dagegen bei nur 4,30 Euro. Bei der Telekom liegen die Umsätze im Postpaid Bereich sogar noch höher. Dort werden 21 Euro pro Kunde und Monat umgesetzt. Dafür ist aber der Prepaid-Bereich sehr umsatzschwach. Pro Kunde erzielt die Telekom bei den Prepaid Sim gerade einen Umsatz von 2 Euro. Insgesamt kommt das Unternehmen damit auf einen ARPU von 12 Euro über alle Kunden. Insgesamt erzielt die Telekom mit den MagentaMobil Handytarifen derzeit den meisten Umsatz im Vergleich der Netzbetreiber.

Im Prepaid Bereich legen die Umsätze deutlich niedriger – hier merkt man sehr deutlich, dass Prepaid Tarife häufig von Wenig-Nutzern eingesetzt werden.

Im Vergleich zu den Vorjahren ist der durchschnittliche Umsatz pro Kunde sogar etwas angestiegen. 2015 lag dieser Wert insgesamt noch bei 14,21 Euro, im letzten Jahr war er dann bei den bereits erwähnte 14,61 Euro. Die Änderung war also nicht sehr groß, aber dennoch vorhanden. Interessant sind aber die genutzten Leistungen. Vor allem beim Datenvolumen gab es einen deutlichen Anstieg. Dieses lag 2019 bei durchschnittliche 2,14GB pro Kunde und Monat. 2015 lag dieser Wert noch bei 441MB – die moderat höheren Preise beinhalten also ein deutlich höheres Datenvolumen.