Unitymedia, Versatel, Telekom und Co. – größere Ausfälle beim Internet

Unitymedia, Versatel, Telekom und Co. – größere Ausfälle beim Internet – Derzeit scheint es bei vielen Providern Ausfällen und Störungen zu geben. Diese äußern sich höchst unterschiedlich – vom Problemen beim Versand von Email bis hin zu kompletten Ausfällen beim Webseitenaufbau ist alles mit dabei. Je nach Provider scheinen die Auswirkungen dabei sehr unterschiedlich.

Mit unserem Büroanschluss ist das Surfen im normalen Web beispielsweise ohne Probleme möglich. Bestimmte Webseiten (unter anderem unitymedia.de) lassen sich aber nur mit sehr langen Ladezeiten aufrufen.

Teilweise scheinen die Probleme bereits wieder behoben. Im Blog von Unitymedia schreibt man dazu:

UPDATE: Seit etwa 11:30 Uhr können Unitymedia-Kunden ihre Internetdienste wieder wie gewohnt nutzen.

Zuvor hatten Kunden aus dem Unitymedia Verbreitungsgebiet ungewöhnlich lange Ladezeiten beim Aufruf von Websites beklagt.
Wir bedauern die mit der Störung verbundenen Unannehmlichkeiten.

Ob das für alle betroffenen Nutzer gilt ist aber nicht sicher. Das Problem scheint dabei bei der Technik der Telekom zu liegen. Was genau die Störungen verursacht hat, wurde aber nicht mitgeteilt.

Vodafone – Störungen und Ausfälle im Mobilfunk-Netz

Aktuell gibt es bei Vodafone bundesweit größere Störungen und Ausfälle im mobilen Handy-Netz des Unternehmens. Betroffen sind aktuell nach den Berichten der Kunden vor allem die Telefon-Verbindungen. Teilweise wird aber auch davon berichtet, dass es beim mobilen Internet zu Ausfällen kommt. Betroffen sind dabei sowohl das 2G-, 3G- und auch LTE-Netz (4G) – auch mit einem teuren LTE Tarif kann man derzeit also leider nicht sicher sein, Netz-Zugang zu bekommen.

Darüber hinaus sind nicht nur die originalen Vodafone Tarife betroffen. Stattdessen gibt es die gleichen Probleme bei den Vodafone Anbieter wie 1&1, Otelo, Bildmobil oder FYVE. Auch hier treten die gleichen Störungenauf, was für einen größeren Ausfall spricht.

Vodafone selbst hat sich noch nicht dazu geäußert. Weder im Forum noch auf Twitter gibt es bisher eine offizielle Erklärung zu den Problemen noch Angaben, wie lange es noch zu Ausfällen kommen wird. Anfrage werden lediglich mit „Leider gibt es eine Störung“ und „Die Techniker arbeiten daran“ beantwortet.

Vodafone Kunden werden also noch etwas Geduld brauchen, bis die Störung beseitigt ist.

UPDATE 3: Drillisch-Webseiten wieder erreichbar: Smartmobil.de, Winsim.de, discotel.de, Simply usw. nicht erreichbar

UPDATE 3: Seit gestern Mittag sind alle Webseiten wieder komplett erreichbar. Leider gibt es keine Infos, woran genau der Ausfall gelegen hat.

UPDATE 2: Nachdem heute Morgen die Webseiten wieder erreichbar waren, sind sie nun wieder alle weg. Nach wie vor keine Nachricht von Drillisch dazu.

UPDATE: Mittlerweile sind alle Webseiten wieder erreichbar und auch die Apps der Marken gehen wieder.

Drillisch-Webseiten down: Smartmobil.de, Winsim.de, discotel.de, Simply usw. nicht erreichbar – Es sieht nach einem gravierenden Problem bei Drillisch aus, denn sowohl die Webseite des Unternehmens selbst als auch die wichtigsten Marken sind derzeit nicht erreichbar. Betroffen sind nach einem schnellen Check:

  • Smartmobil.de,
  • Winsim.de,
  • discotel.de,
  • Simply.de
  • Maxxim.de
  • Hellomobil.de

Bisher gibt es leider noch keine Meldung, was genau die Hintergründe sind und ob es an einem technischen Defekt liegt oder eventuell auch ein DDOS Angriff von außen vorliegt.

Problematisch ist vor allem, das auch bestimmte Systemprozesse (beispielsweise die Registrierung von Simkarten) nicht mehr funktionieren, da sie über die Webseite abgewickelt werden.

Nutzern und Kunden kann man derzeit nur Geduld empfehlen. Es ist bisher leider auch noch nicht bekannt, wie lange die Störung dauern wird.

Telekom Netzausfall – warum hat das Backup-System nicht gegriffen?

Die Großstörung bei der Telekom am Samstag vormittag war sehr ungewöhnlich: sowohl von der Zahl der betroffenen Nutzer als auch von den technischen Problemen. In ganz Deutschland konnten sich Kunden nicht mehr ins Telekom Netz einloggen – damit war mit dem Handy sowohl das Telefonieren, als auch SMS schreiben und mobil surfen nicht mehr möglich.

Inzwischen ist auch klar, was das Problem gewesen ist, aber die Störung wirft trotzdem Fragen auf.

Sicher ist mittlerweile, dass der Fehler durch Probleme bei der Simkarten-Prüfung aufgetreten ist. Die Telekom selbst spricht dabei von Datenbank-Probleme, es konnte nicht mehr verifiziert werden, ob eine Simkarte zum Telekom Netz gehört und damit wurde das Einbuchen in dieses Netz verwehrt. Das betraf dabei nicht nur die Kunden der Telekom selbst sondern auch Nutzer von Congstar kamen nicht mehr ins D1-Netz. Ob auch andere Anbieter im D1 Handy-Netz betroffen waren, ist bisher noch nicht bestätigt.

Allerdings ist die Telekom an sich für solche Vorfälle gerüstet. Fällt das Hauptsystem aus, gibt es redundante Backup-Systeme, die einen Abgleich durchführen können. Diese haben sich am Samstag allerdings nicht automatisch aktiviert und damit hat das Notfallsystem im Notfall nicht gegriffen. Andernfalls hätten die Kunden wohl gar nichts von diesem Ausfall mit bekommen. Warum auch die Absicherung nicht gegriffen hat, muss die Telekom noch klären, es wird sicher noch einige Nachträge zum Ausfall geben.

Die Telekom hat im eigenen Blog solche Redundanz-Systeme gerade erklärt:

„Wenn Sie wissen, dass eine Glühbirne mit 50 prozentiger Wahrscheinlichkeit ausfällt, nehmen Sie einfach zwei.“ So einfach erklärt T-Systems Geschäftsführer Ferri Abolhassan Redundanz als Mittel zur Qualitätssicherung.

Ein Problem ist es, wenn dann die zweite Birne nicht aktiviert wird.

Eine Entschädigung für Kunden dürfte es aber nicht geben. Auch beim Vodafone Netzausfall von Vodafone vor einigen Monaten wurde keine pauschale Entschädigung gewährt und es dürfte bei der Telekom nicht anders gehandhabt werden. Es schadet aber in jedem Fall nicht, direkt bei der Telekom mal nachzufragen.

 

PayPal mit Ausfällen in der Vorweihnachtszeit

Am ersten Advent, der 29. November, soll es bei PayPal zu bösen Überraschungen gekommen sein. Der Bezahldienst fiel an diesem Tag teilweise komplett aus.

Bei PayPal ist es möglich, ein virtuelles Konto anzulegen. Das PayPal-Mitglied hinterlegt für das Konto die E-Mail-Adresse und wird dadurch identifiziert. Folglich entsteht keine neue Kontonummer. Mit diesem Konto erhält der Nutzer die Möglichkeit, Transaktion an Dritte zu tätigen und zu empfangen. PayPal führt diese Transaktionen durch. Das Unternehmen verwirklicht lediglich die Zahlungsabwicklung. Somit ist PayPal kein Treuhänder.

Der Vorteil der PayPal-Nutzung besteht darin, dass die getätigten Transaktionen unverzüglich den Empfängern gutgeschrieben werden. Die üblichen Banklaufzeiten von Überweisungen entfallen. Vor allem bei Käufen im Internet kann dies nützlich sein. Falls Käufe über ein so genanntes Micropayment-Systemen bezahlt werden, erhält der Verkäufer in kürzester Zeit den Betrag. Somit kann die Ware zeitnah verschickt werden.

Diese Vorteile zeigen sich in dem Transaktionsvolumen von PayPal. Laut statista lag dieses im 3. Quartal 2015 bei 69,74 Milliarden US-Dollar.

Durch den zeitweisen Komplettausfall am 29. November waren keine Zahlungen mehr möglich. Leser von heise online berichteten, dass die Fehlermeldung „internal server error“ erschien als sie die de- und .com -Domain besuchten.

Nach Berichten auf Twitter von weiteren Nutzer soll der Dienst sogar weltweit ausgefallen sein.

Nutzerberichten auf Twitter nach zu urteilen ist der Dienst weltweit beeinträchtigt, die Probleme herrschten möglicherweise seit den frühen Morgenstunden. Über die Hintergründe ist bislang nichts bekannt. Eine Antwort Paypals auf Anfrage von heise online steht noch aus.

Im Laufe des Sonntags hat PayPal die Störungen beheben können. Paypal hat bislang noch keine Stellung zu dem Ausfall genommen. Das Unternehmen entschuldigte sich bei den Nutzern lediglich für die „Unannehmlichkeiten“.