Wie geht es weiter mit den Blackberry Modellen?

Die letzten Unternehmenszahlen von Blackberry waren alles andere als gut und besonders das aktuell Topmodell – das Blackberry Priv – konnte trotz Android Betriebssystem und neuem Design die Hoffnungen auf einen Aufschwung nicht erfüllen. Blackberry will trotzdem am Smartphone Geschäft fest halten und in den nächsten Monaten neue Geräte auf den Markt bringen, die mehr Erfolg haben sollen als das Priv bisher. Alle drei neuen Modelle sollen dabei auch auf Android als Betriebssystem setzen.

John Chen, der CEO von Blackberry, hat nach Angaben von Venturebeat dazu bereits einige Details bekannt gegeben:

  • Blackberry Neon: Start im Juli oder August mit Snapdragon 617 Prozessor, 3GB RAM und im Mittelklasse-Preisbereich
  • Blackberry Argon: Start im Oktober 2016mit 5,5 Zoll, Snapdragon 820 Prozessor und 4GB RAM als neues Topmodell
  • Blackberry Mercury: Start im ersten Quartal 2917 mit 4,5 Zoll Display und fester Tastatur

Die Namen sind allerdings erst Arbeitsnamen, ob die Geräte wirklich unter dieser Bezeichnung auf den Markt kommen werden, ist eher unwahrscheinlich.

Damit wird Blackberry auch 2016 zum Weihnachtsgeschäft ein neues Topmodell auf dem Markt haben und Anfang 2016 dürften dann auch die Fans eine festen Tastatur zum Zuge kommen. Allerdings ist der Android Markt natürklich stark umkämpft – neben dem Preis muss sich das Unternehmen also einiges einfallen lassen um gegen die Modelle der Konkurren zu bestehen.

Blackberry: 2 Promille Marktanteil, 670 Millionen Dollar Verlust im letzten Quartal

Man kann mittlerweile sehr sicher sagen: das Blackberry Priv hat nicht den erhofften Umschwung für das Unternehmen gebracht. Im 2. Quartal 2016 hat das Unternehmen lediglich 500.000 Modelle aller Geräteklassen verkauft. Das ist sogar noch weniger als im schlechten ersten Quartal 2016 und lässt den Marktanteil von Blackberry auf kaum noch wahrnehmbare 0,2 Prozent schrumpfen.

Das schlechte Geschäft schlägt sich auch in den Zahlen nieder:

  • der Umsatz sank um 39 Prozent auf nur noch 400 Millionen Dollar im letzten Quartal
  • unter dem Strich blieb ein Minus von 670 Millionen Euro in den letzten drei Monaten, wovon allerdings 500 Millionen Dollar auf Abschreibungen zurück gehen

Insgesamt setzt Blackberry aber auch weiterhin auf Smartphones. „Ich glaube nach wie vor, dass wir Geld im Geräte-Geschäft verdienen können“, sagte Konzernchef John Chen am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. In diesem Jahr soll es daher noch zwei neue Geräte geben, die im mittleren Preisbereich angesiedelt sein sollen. Das Blackberry Priv war vielen Anwendern zu teuer gewesen und fand daher kaum Anklang auf dem Massenmarkt. Bisher gibt es aber noch keine wirklichen Details, wie genau die beiden Modelle ausgestattet sein werden und welches Betriebssystem verwendet wird. Mit dem Priv war Blackberry zum ersten Mal auf Android gewechselt und hatte nicht das eigene System eingesetzt. Ob auch die angekündigten neuen Modelle Android einsetzen werden, ist aber nicht sicher.

Blackberry: nur 600.000 verkaufte Smartphones im ersten Quartal

Blackberry kann auch mit dem neuen Blackberry PRIV nicht wirklich punkten. Das Android Gerät sollte die Verkaufszahlen des Unternehmens nach oben treiben. Leider scheint das nicht gelungen zu sein.

Das Unternehmen hatte im ersten Quartal nur etwa 600.000 Smartphones verkauft. Analysten hatten hier deutlich mehr erwartet und auf 850.000 bis 1 Millionen Stück gesetzt. Dazu gibt es keine genauen Angaben, wie viele der Verkäufe auf das neue PRIV entfallen. Es scheint aber zumindest kein grandioses Erfolgsmodell zu sein, sonst hätte Blackberry hier sicherlich Rekordzahlen vermeldet.

Im Interview mit The National räumt dann Blackberry CEO John Chen auch ein, dass man bei der Strategie eventuell auf das falsche Pferd gesetzt hat. Er spricht davon, dass man mit dem PRIV  “too high-end a product“ angeboten hätte, das nicht im Massenmarkt angekommen ist. Der Preis hätte viele Kunden abgeschreckt. Im Original heißt es:

„The fact that we came out with a high end phone [as our first Android device] was probably not as wise as it should have been,“ Mr Chen said during a visit to Abu Dhabi.

“A lot of enterprise customers have said to us, ‘I want to buy your phone but $700 is a little too steep for me. I’m more interested in a $400 device’.“

Folgerichtig soll es daher in diesem Jahr auch zwei neue Geräte geben, die im Bereich der Mittelklasse-Handys rangieren. Genauere Details dazu gibt es aber leider nicht nicht. Sicher ist nur, das Blackberry auch zukünftig auf Android setzen will und nicht mehr auf das eigenen Blackberry OS. Dazu gibt es im Interview auch eine Art Deadline: sollte man es nicht schaffen, mit Hardware profitabel zu werden, wird sich das Unternehmen wohl von der Sparte trennen. Chen sagte dazu sehr klar:

“If I can’t make it profitable because the market won’t let me, then I’ll get out of the handset business. I love our handset business, but we need to make money.“

Blackberry wirbt mit Obama, Merkel und Cameron

Blackberry scheint zumindest in Sachen Sicherheit sehr optimistisch zu sein, was das aktuelle Betriebssystem angeht. Ein neues Ebook zum Thema Sicherheit unter dem Namen „The Definitive Guide to Enterprise Mobile Security“ wird derzeit (unter anderem auf Twitter) ziemlich agressiv beworben. Der Spruch mit den Blackhat Hackers dürfte in einigen Kreisen als Herausforderung angesehen werden und der Verweis auf Angela Merkel, Cameron und Obama macht deutlich, dass man sich auf keinen Fall verstecken will.

Das Buch selbst bietet auf 100 Seiten und soll Sicherheitseinblicke geben und Risiken und Angriffsvektoren im mobilen Bereich aufzeigen. Blackberry selbst schreib dazu:

BlackBerry® is sharing strategic security insights in a new 100-page ebook entitled The Definitive Guide to Enterprise Mobile Security. Written by key BlackBerry insiders and experts, this eBook is designed to educate business and IT decision makers on ALL the risks their organizations are facing.

Wer sich dafür interessiert findet das eBook hier: http://el.blackberry.com/securityebook

Blackberry kritisiert die Datenschutz-Politik von Apple

Blackberry kritisiert die Datenschutz-Politik von Apple – Blackberry setzt im neuen Priv (neben der neuen Technik) vor allem auch auf ein verbessertes Sicherheitskonzept, dass die Daten der Nutzer besonders schützen soll. CEO John Chen hat in einem Beitrag dazu die Sicherheitsposition des Unternehmens nochmal erklärt und dabei Apple scharf angegriffen. Dabei bezog er sich auf die Weigerung von Apple, Nutzerdaten eines Angeklagten zur Verfügung zu stellen.

Chen schreibt dazu:

In fact, one of the world’s most powerful tech companies recently refused a lawful access request in an investigation of a known drug dealer because doing so would “substantially tarnish the brand” of the company. We are indeed in a dark place when companies put their reputations above the greater good.

Blackberry selbst, so der CEO, geht einen anderen Weg. Man schütze die Nutzerdaten und die Daten auf den Geräten so weit wie möglich. Allerdings beziehe sich dieser Schutz ausdrücklich nicht auf Kriminelle. Wenn es staatliche Urteile und Gerichtsbeschlüsse zu Nutzern gebe, würde Blackberry auch mit den Behörden zusammenarbeiten.

Allerdings hat auch diese Zusammenarbeit Grenzen:

  • Blackberry lehnt es ab, Backdoors in Hardware oder Software zu installieren, die Dritten Zugang geben würden.
  • Es gibt keinen direkten Zugriff auf die Server durch staatliche Stellen.
  • Blackberry entschlüsselt keine Daten.

Wenn es eine Nachfrage nach Daten gibt, liefert diese Blackberry maximal selbst und lässt nicht zu, das Staaten selbst Zugriff darauf bekommen. Tatsächlich hat das Unternehmen bereits bestimmte Vermarktungsbereiche (Pakistan) verlassen, als staatliche Stellen zu viel Zugriff haben wollten.

Der Blick in die Datenschutz- und Sicherheitsaspekte von Blackberry ist auf jeden Fall sehr interessant und es ist gut zu sehen, dass das Unternehmen sehr offen damit umgeht. Allerdings scheint der Ansatz auch etwas blauäugig, denn es gibt genug Staaten auf der Welt, in der Urteile und Gerichtsbeschlüsse recht einfach von staatlichen Stellen angeordnet werden können. Es ist damit relativ einfach politische Gegner kalt zu stellen – auf jeden Fall einfacher als bei Apple.

 

Backberry Priv ist bei den Händlern angekommen – außer bei der Telekom

Backberry Priv ist bei den Händlern angekommen – außer bei der Telekom – Blackberry hatte beim Priv einige Probleme mit dem Termin, mittlerweile ist das Geräte jedoch aus dem Status der Vorbestellungen heraus und kann ganz normal geordert werden. Allerdings sind die Bezugsquellen nach wie vor eher übersichtlich, vor allem, wenn man ein Gerät mit Vertrag möchte.

Interessanterweise stellt die Telekom vorerst keine Blackberry Priv mit Tarif zur Verfügung. Im Support-Forum lautetet die Auskunft auf eine entsprechende Nachfrage:

… das Priv by Blackberry ist zurzeit nur über die Distribution oder verschiedene Online Shop erhältlich. Wir werden frühestens das PRIV ab Feb 2016 im Portfolio führen. …

Allerdings scheint Blackberry selbst von diesem Datum nichts zu wissen. In einem Pressestatement gab das Unternehmen an, bisher keine Plänen über eine Zusammenarbeit mit der Telekom zu haben.

Das ist eher schade, denn so ist die Auswahl und Verfügbarkeit des Priv in Deutschland vergleichsweise schwierig. Bleibt zu hoffen, das einige Discounter diese Nische nutzen und es noch weitere Angebote geben wird.

via www.areamobile.de

Blackberry Priv in der 24-Karat-Gold Edition

Das neue Blackberry Priv ist euch mit knapp 800 Euro Verkaufspreis einfach zu billig? Ihr wollt euch abheben von den anderen Discounter-Phones? Die fiorma Karalux aus Vietnam hat genau das richtig, um solche Ansprüche abzudecken und hat das Priv einfach mal mit Gold veredelt. So richtig innovativ ist es nicht, aber es scheint eine Zilegruppe für Geräte mit mehr Gold zu geben und daher wird man wohl auch zukünftig immer wieder Modelle mit Echtgold auf dem Markt bringen.

Die reine Goldveredelung kostet bei Karalux im Übrigen etwa 375 Dollar (VND 8 Million), für das Gerät in Gold zahlt man etwa 1.500 Dollar (entspricht etwa 30 Millionen VND. Den Service gibt es auch für andere Blackberry Geräte.

Das Blackberry Priv in Gold im Video

Blackberry erwartet durch das Priv Gewinne in 2016

Das neue Blackberry Priv ist der Hoffnungsträger beim Blackberry und soll dem Unternehmen in 2016 endlich wieder Gewinne bescheren. John Chen, CEO des Unternehmens, ist zumindest optimistisch was die Profite angeht. Auf der Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) sagt er zumindest gegenüber CNBC, dass es dem Unternehmen finanziell gut gehen würde und man sich nun darauf konzentriert, das Geschäft auszubauen. Das Blackberry Priv sei dabei eine „große Sache“ im Bereich der Marktakzeptanz und der Durchdringung. Man hofft, dass mit dem Priv Blackberry aus seiner Nische heraus kommen könnte und im Bereich der großen Player mitspielen wird. Insbesondere das deutliche größere Angebot an Apps bei Android könnte hier den Unterschied machen.

Allerdings ist der Preis des Blackberry Priv nach wie vor hoch. Knapp 800 Euro muss man für das Gerät zahlen und das spricht nicht unbedingt für eine große Aufnahmebereitschaft unter den Kunden. Allerdings richtet sich Blackberry auch mit dem Priv nach wie vor eher an Unternehmen und professionelle Kunden, bei denen der Preis eventuell weniger eine Rolle spielt. Für nennenswerte Erfolge bei den Marktanteilen wird man aber auch im Privatkundenbereich punkten müssen, dafür reicht der geschäftliche Sektor alleine nicht aus.

Im letzten Quartal musste Blackberry noch eine Verlust von 66 Millionen Dollar ausweisen und es gab in den letzten Monaten Stellenkürzungen. Gute Nachrichten und vor allem gute Verkaufszahlen sind also auf jeden Fall wichtig um das Unternehmen zu stabilisieren. Allerdings ist das auf dem Smartphone Markt nach wie vor schwierig, denn die Gewinne landen fast ausschließlich bei Apple. Ob Blackberry das ändern kann muss man erst noch sehen.

Video: Blackberry Priv im offiziellen Hands-On und Unboxing

Das Blackberry Priv soll ab 16. November auch in Deutschland ausgeliefert werden und lässt sich derzeit bereits bei einigen Händlern (beispielsweise Saturn und Amazon) vorbestellen. Der Preis liegt allerdings mit 779 Euro relativ hoch. Dafür bekommt man aber auch das erste Blackberry mit Android Betriebssystem und natürlich auch mit einer festen Tastatur. Wie das in der Praxis aussieht kann man im Video sehr schön erkennen.

Blackberry Priv im offiziellen Hands-On und Unboxing

Blackberry Priv bei Amazon für 799 Euro vorbestellbar

Noch gibt es keinen genauen Termin für den Verkaufsstart des Blackberry Priv in Deutschland. Das Unternehmen hat zwar den 12.November als Start-Termin für die USA genannt, ob das Gerät dann aber auch zeitnah in Deutschland zu haben sein wird, ist noch nicht bekannt.

Amazon hat jetzt allerdings bereits das Smartphone in den Shop aufgenommen. Man kann das Gerät für 799 Euro vorbestellen. Geliefert wird allerdings erst, wenn der Marktstart erfolgt. Dazu schreibt Amazon:

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Ansonsten sind die Details ja bereits bekannt:

  • Schlankes und elegantes Design mit ausziehbarer, physikalischer Tastatur.
  • 5,4 Zoll (13,7 cm) Dual-Curved Display
  • Leistungsstarker 3.410 mAh Akku
  • DTEK by BlackBerry für umfassenden Schutz Ihrer Daten