Sicherheitslücke – Bluetooth bei Samsung, Apple, Huawei und Co. vorerst besser nicht nutzen

Sicherheitslücke – Bluetooth bei Samsung, Apple, Huawei und Co. vorerst besser nicht nutzen – Bluetooth ist bei fast allen mobilen Endgeräten verfügbar und oft auch standardmäßig aktiviert. Daher ist es ein gravierendes Problem, dass nun im Protokoll des Dienstes mehrere Sicherheitslücken entdeckt wurden, die die gesamte Sicherheit der Datenübertragung gefährden und daher unter Umständen dazu führen, dass Angreifer über die Schnittstelle Schadcode aufspielen können.

Das betrifft an sich alle Systeme, auf den Bluetooth im Einsatz ist (beispielsweise auch Intel Systeme) und mittlerweile sind die Schwachstellen auch veröffentlicht, so dass man davon ausgehen kann, dass diese Lücken früher oder später auch ausgenutzt werden. Es gibt dazu auch einen recht detaillierte Beschreibung.

Bisher gibt es von den Herstellern noch keine Patch für die Lücken (teilweise wurden diese erst vorgestern veröffentlicht) und so kann man sich noch nicht per Update vor diesen Lücken schützen. Es bleibt daher vorerst nur die Lösung Bluetooth abzuschalten, dann kann die Schnittstelle auch nicht manipuliert werden.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik schreibt dazu:

Das BürgerCERT empfiehlt, die Bluetooth Funktion von Geräten nicht zu nutzen. Sobald Updates
verfügbar sind, wird die zeitnahe Installation der vom Hersteller bereitgestellten
Sicherheitsupdates empfohlen, um die Schwachstellen zu schließen. …  In der Spezifikation des Bluetooth Protokolls bestehen mehrere Schwachstellen. Es sind viele Hersteller betroffen. Ein Angreifer in Funkreichweite kann Sicherheitsvorkehrungen umgehen und dadurch die Bluetooth Kommunikation manipulieren.

Man muss die Schnittstelle dabei nicht ständig deaktivieren und kann sie wieder anschalten, wenn man sie braucht, Prinzipiell sollte Bluetooth aber standardmäßig abgeschaltet sein und nur aktiviert werden, wenn man den Dienst wirklich braucht. Sobald es Patches gibt (und man kann davon ausgehen, dass die meisten Hersteller bereits daran abreiten werden) kann man den Dienst dann auch wieder normal nutzen und ohne Einschränkungen. Bis dahin sollte man aber bei der Nutzung eher vorsichtig sein.

Video: So funktioniert die Manipulation der Bluetooth Datenübertragung

Bluetooth SIG stellt neue Audio Standard für Bluetooth vor

Bluetooth SIG stellt neue Audio Standard für Bluetooth vor – Die Bluetooth Special Interest Group (SIG) ist nicht nur für die Zertifizierung von Bluetooth Geräte zuständig, sondern entwickelt die Technik auch immer weiter. Nun wurden neue Standards im Bluetooth Audio angekündigt, die zukünftig die Nutzung noch einfacher und flexibel machen sollen. Unter anderem wurde LE Audio auf Bluetooth Low Energy (LE) Basis vorgestellt, so dass auch mit geringem Energieverbrauch diese Inhalte genutzt werden können. LE Audio wird einen neuen hochwertigen, aber auch stromsparenden Audio-Codec enthalten. LC3 bietet hohe Qualität auch bei niedrigen Datenraten und wird Entwicklern eine enorme Flexibilität bieten. So können sie bessere Kompromisse zwischen wichtigen Produkteigenschaften wie Audioqualität und Stromverbrauch eingehen.

„Mit fast einer Milliarde Audiogeräten, die im vergangenen Jahr ausgeliefert wurden, ist Audio der größte Bluetooth-Markt“, sagt Mark Powell, CEO der Bluetooth SIG. „Die Einführung von LE Audio ist ein Paradebeispiel dafür, wie die Gemeinschaft von Bluetooth-Entwicklern Technologien und Produktinnovationen vorantreibt sowie die Bereitstellung noch besserer und leistungsfähigerer Audio-Produkte mit Bluetooth ermöglicht.“

Besonders interessant dürfte daneben auch Broadcast Audio sein. Damit kann man auf kleinem Raum Audio-Inhalte teilen und streamen.

Bei Bluetooth Sig schreibt man im Original dazu:

Mit LE Audio kündigt die Bluetooth SIG Broadcast Audio an. Mit dieser Funktion kann ein Sender Töne an eine unbegrenzte Anzahl von Empfängern übertragen. Broadcast Audio eröffnet völlig neue Möglichkeiten für Innovationen, einschließlich Audio Sharing. 

Die Bluetooth-Audiofreigabe kann sowohl persönlich als auch standortbezogen erfolgen. Mit der persönlichen Audiofreigabe können Menschen ihr Bluetooth-Audioerlebnis mit anderen Menschen in ihrer Umgebung teilen, zum Beispiel Musik von einem Smartphone mit Familie und Freunden. Dank ortsbezogenem Audio Sharing können öffentliche Einrichtungen wie Flughäfen, Bars, Fitnessstudios, Kinos oder Konferenzzentren nun Bluetooth Audio nutzen, um das Besuchererlebnis zu verbessern. 

Es dürfte allerdings noch etwas dauern, bis diese neuen Standards auch durch die Hersteller umgesetzt sind. Konkrete Geräte wurden bisher noch nicht angekündigt.

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SoniTalk – löst Ultraschall zukünftig Bluetooth ab?

SoniTalk – löst Ultraschall zukünftig Bluetooth ab? – Neben den mobilen Datenverbindungen ist die Nahfeld-Kommunikation bei Handys ebenfalls wichtig und wird bei Zahlungsvorgängen immer wichtiger. Viele Geräte wickeln diese aber immer noch per Bluetooth ab.

Forscher der Fachhochschule St. Pölten haben nun ein erstes offenes Kommunikationsprotokoll samt Open-Source-Entwicklungs-Kit für Ultraschallkommunikation mit dem Namen SoniTalk entwickelt. Die Technik ist frei verfügbar und setzt im Gegensatz zu ähnlichen Technologien ihren Schwerpunkt auf Sicherheit und Datenschutz. So ermöglicht SoniTalk den Nutzerinnen und Nutzern frei zu entscheiden, in welchen Fällen welche Apps und Geräte mit Ultraschall kommunizieren dürfen.

Die Forscher der Universität schreiben dazu im Original:

SoniTalk ist als Open-Source frei verfügbar. Das gleichnamige Software-Development-Kit hinter SoniTalk wurde mittels Java für Android umgesetzt und ermöglicht das Senden und Empfangen beliebiger Daten im Ultraschallfrequenzbereich. SoniTalk stellt damit eine kostengünstige Alternative zu Bluetooth und anderen funkbasierten Kommunikationstechniken wie RFID (Radio-frequency identification) und NFC (Near Field Communication) dar. „Wir haben SoniTalk nach dem Grundsatz ‘Privacy-by-Design‘ entwickelt. Das bedeutet, dass Mechanismen zum Schutz der Privatsphäre bereits beim Design des Systems berücksichtigt werden. Sonitalk gibt Userinnen und Usern volle Kontrolle darüber, was von welcher App gesendet werden darf, und hilft so, die eigene Privatsphäre zu schützen“, erklärt Zeppelzauer.

Vor allem der offene Ansatz könnte für die Hersteller recht interessant sein, denn so gehen sie umfangreichen Prüfungen und eventuellen rechtlichen Problemen bei der Lizenzierung aus dem Weg. Dazu ist der Einbau recht einfach, denn ein notwendiges Mikrofon und ein Lautsprecher ist bei Handys immer bereits mit im Einsatz.

Allerdings gibt es SoniTalk bisher noch nicht im praktischen Einsatz sondern nur als Entwicklung.  Daher werden aktuell auch Firmen und Hersteller gesucht (nicht nur im Bereich von Handys und Smartphones), die diese Technik weiter entwickeln und in der Praxis umsetzen möchte. Sollte das erfolgreich gelingen, könnte es zukünftig bei Smartphones eine neue Übertragungstechnik für die Nahfeld-Kommunikation geben, auch wenn es wohl noch einige Jahre dauern wird, bis die passende Geräte verfügbar sein können.

Philips Hue mit Bluetooth Steuerung jetzt auch für Deutschland verfügbar

Philips hat das Hue Beleuchtungssystem um eine weitere Funktion erweitert und bietet ab sofort die Lampen auch mit Bluetooth-Funktionalität an. Man kann die Geräte damit auch drahtlos ansteuern und damit beispielsweise auch vom Handy aus das System einschalten oder deaktivieren. Dazu spart man sich natürlich auch eine ganze Reihe von Verkabelung und daher können diese System deutlich flexibler eingesetzt werden. Zur Verfügung stehen dabei Philips Hue White (UVP 19,99 Euro), Philips Hue White Ambiance (UVP 29,95 Euro) und Philips Hue White & Color Ambiance (UVP 59,95 Euro).

Das Unternehmen schreibt dazu im Original:

Dank der intelligenten Philips Hue Bluetooth Beleuchtung ist keine Verkabelung nötig, um intuitiv die richtige Beleuchtung für das Zuhause einzustellen. Mit den Lampen lässt sich ganz leicht das richtige Ambiente für jede Gelegenheit erschaffen, das perfekte Erscheinungsbild eines Raums erstellen oder jedes Zimmer mit Millionen von Farben dekorieren. Alles funktioniert einfach über Bluetooth. Einsteiger können entweder mit einer einzelnen Lampe beginnen oder sofort mehrere Philips Hue Bluetooth Produkte verbinden. Zu jeder Zeit kann der Nutzer nahtlos das Hue Lichtsystem mit der Hue Bridge aufrüsten, um noch mehr Funktionen zu nutzen. 

Die Steuerung muss dabei nicht direkt erfolgen, sondern kann auch über anderen Geräte vorgenommen werden. So arbeitet Philips Hue Bluetooth beispielsweise auch mit Alexa (Echo) zusammen und man kann die Funktionen daher auch per Sprachbefehl ausführen. Die Zusammenarbeit mit Google Home und den Google Nest Geräten soll bald verfügbar sein, wann genau diese kommt wurde aber noch nicht bekannt gegeben.

Die Funktionen, die über die drahtlose Verbindung genutzt werden können, sehen dabei so aus:

  • Die Beleuchtung ein- und ausschalten sowie nach den persönlichen Wünschen dimmen oder heller stellen
  • Aus Millionen von Farben und verschiedensten Weißtönen wählen, um einer Wand die gewünschte Farbe zu verleihen
  • Mittels voreingestellter Szenen die passende Stimmung erzeugen oder die Beleuchtung an die Tagesroutine anpassen
  • Die Beleuchtung flexibel steuern, auch mit mehreren Benutzern gleichzeitig

iPhone SE – schlechte Bluetooth Verbindungen

Einige Nutzer des iPhone SE haben Probleme, wenn sie die Geräte mit einem Bluetooth Headset nutzen. Die Geräte übertragen dann Gespräche und Sound nur mit sehr schlechter Qualität, es gibt teilweise Störungen und Aussetzer. Diese Probleme scheinen aber nur beim neuen iPhone SE aufzutreten und kommen in den iPhone 6s und 6s plus Varianten nicht vor.

So heißt es beispielsweise im Support-Forum zu dem Problem:

I have a new iPhone SE and have so far paired it to a 2014 BMW 328i and a 2011 Kia Optima and a 2015 Kia Santa Fe. In all cases, I have terrible quality bluetooth call reception… the audio while on a phone call is extremely scratchy and distorted.

Bei Appleinsider hat man das ganze direkt untersucht und nachgemessen. Die Audio Qualität sank tatsächlich und auch messbar ab, wenn man ein Headset über Bluetooth genutzt hat.

Bisher gibt es dazu noch keine offizielle Stellungnahme von Apple. Allerdings scheint man das Problem ernst zu nehmen und arbeitet auch bereits an einer Lösung. Laut Appleinsider stehen diese Schwierigkeiten derzeit „on top of the list“.

Bluetooth 4.2 – Apple rüstet die Geräte auf

Bluetooth 4.2 – Apple rüstet die Geräte auf – Apple spendiert den neueren Geräten mehr Speed im Bluetooth Bereich und rüstet die neueren Geräte auf den neuen BT 4.2 Übertragungsstandard auf. Dabei bekommen iPhone 6 (Plus), 6S (Plus), iPad mini 5, iPad Air 2 sowie iPad Pro die neue Technik, ältere Geräte werden leider nicht (mehr) damit bedacht. Die entsprechenden Produkt-Unterseiten wurden bereits angepasst und zeigen jetzt die neuen Werte.

Laut 9to5mac soll der neue Standard nicht nur deutlich schneller sein (2,5 x mehr Speed) sondern auch mehr Sicherheit bieten. Dazu ist die Technik auch sparsamer beim Akku-Verbrauch was sich möglicherweise auch auf die Akkulaufzeiten der Modelle auswirken könnte – zumindest wenn man bisher Bluetooth genutzt hat.

Apple plant Bluetooth-Unterstützung für AirPlay und erweitert Zubehörmöglichkeiten

Um Zubehör für Apple-Produkte zertifiziert herstellen zu können, muss der Fabrikant Mitglied im Kompatibilitätsprogramm „Made for iPod / iPhone / iPad“ von Apple sein. Dadurch erhält der Hersteller technische Informationen, Hardware-Bestandteile und eine Produktzulassung. Im Rahmen dieses Kompatibilitätsprogrammes wurde in der vergangenen Woche eine MFI Conference in Shenzen, China von Apple abgehalten. Innerhalb von drei Tagen wurden insgesamt 2.000 Mitglieder über neue Technologien und Funktionalitäten informiert.

Laut dem japanischen Blog Macotakara soll Apple in naher Zukunft veränderte MFI-Chipsätze anbieten, um eine Verbindung zwischen iOS-Gerät und dessen Zubehör über AirPlay, Bluetooth oder WLAN noch einfacher zu ermöglichen. Zudem wurde angekündigt, dass das AirPlay-Protokoll um Bluetooth 4.0 erweitert wird. Dadurch könnte die AirPlay-Funktionalität auch unterwegs verwendet werden und wäre nicht mehr auf eine WLAN Verbindung angewiesen. Mit Hilfe von Bluetooth 4.0 soll der Energieverbrauch enorm reduziert werden und neue Möglichkeiten eröffnen. Dennoch wird die Übertragung durch die relativ geringe Bandbreite nur auf Audio- oder Datensignale beschränkt sein. Videosignale sollen wahrscheinlich nicht unterstützt werden.

Momentan erlaubt das MFI-Programm nur die Nutzung von dem physikalischen Dock-Anschluss oder die Anbindung über AirPlay. Die Erweiterung von dem MFI-Chip soll neue Möglichkeiten den Drittherstellern bieten und zahlreiche AirPlay-Produkte ins Leben rufen.

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