Byebye CyanogenMod, welcome Lineage

Cyanogen macht keine großen Worte. In den News der Webseite heißt es nur kurz und bündig:

As part of the ongoing consolidation of Cyanogen, all services and Cyanogen-supported nightly builds will be discontinued no later than 12/31/16. The open source project and source code will remain available for anyone who wants to build CyanogenMod personally.

Das bedeutet leider aber auch, dass der bekannte CyanogenMod nicht mehr weiter entwickelt wird. Mit der Software konnte man bisher Android auf den Handys erweitern bzw. ersetzen um neuen Funktionen und mehr Stabilität zu bekommen. So hatte der Mod beispielsweise das individuelle Rechtesystem für Apps bereits umgesetzt, bevor es mit Android 6.0 auch offiziell in Android eingeführt wurde. Das System war dabei sehr erfolgreich und hatte nach eigenen Angaben mehr als 50 Millionen Nutzer. Das OnePlus in der ersten Generation war beispielsweise ein Gerät, das komplett mit dem CyanogenMod ausgeliefert wurde. Nun wird die Entwicklung des CyanogenMod beendet, wer bereits ein System auf dem Smartphone nutzt, kann dies aber natürlich auch danach noch weiter einsetzen. Es wird lediglich keine neuen Entwicklungen und Sicherheitsupdates mehr geben.

Hintergrund für diesen Schritt sind Namensprobleme zwischen dem Team CyanogenMod (welches hinter dem gleichnamigen System steht) und der Firma Cyanogen Inc. Beide Bereichen waren (aus nachvollziehbaren Gründen) immer wieder verwechselt worden und die schlechten Nachrichten und finanziellen Probleme vonCyanogen Inc. hatten auch immer auf den CyanogenMod Auswirkungen gehabt. Daher gab es die Entscheidung auf einen neuen Namen für das Projekt zu wechseln und auch die Verflechtungen mit dem Unternehmen zu lösen.

Die Webseite des Entwicklerteams ist mittlerweile nicht mehr erreichbar. Im Google Cache kann man aber noch nachlesen, welches Schritte zukünftig geplant sind. Dort heißt es im Original:

However, CM has always been more than the name and more than the infrastructure. CM has been a success based on the spirit, ingenuity and effort of its individual contributors – back when it was Kondik in his home, to the now thousands of contributors past and present.

Embracing that spirit, we the community of developers, designers, device maintainers and translators have taken the steps necessary to produce a fork of the CM source code and pending patches. This is more than just a ‘rebrand’. This fork will return to the grassroots community effort that used to define CM while maintaining the professional quality and reliability you have come to expect more recently.

CM has served the community well over its 8 long years. It has been our home, bringing together friends from all over the world to celebrate our joy of building and giving. Its apt then that on this Eve of a holiday we pay our respects. We will take pride in our Lineage as we move forward and continue to build on its legacy.

Die neusten Software-Versionen für den CyanogenMod und auch weitere Entwicklungen von Lineage wird man also zukünftig unter https://github.com/lineageos finden. Bisher ist der Bereich aber noch sehr unübersichtlich und ungeordnet, es bleibt zu hoffen, dass Lineage bald eine neue Heimat findet, bei der die Software so präsentiert werden kann, dass auch weniger technikaffine Nutzer diese nutzen können.

CyanogenMod 10: Ab sofort mit monatlichen Updates

Für Android gibt es eine große Anzahl an Custom Roms, also inoffiziellen Firmwares für Smartphones. Diese bringen entweder neue Features und eine bessere Performance oder sie sind die einzige Möglichkeit ältere Smartphones mit einer aktuellen Android Version zu versehen. Eine der bekanntesten Roms ist der CyanogenMod. Er wird für sehr viele Smartphones entwickelt und ist meist die beste Lösung für den alltäglichen Gebrauch.

Da auch die Cyanogen Entwickler einige Zeit für die Anpassung von neuen Android Versionen brauchen, gab es bisher täglich erscheinende Nightly Builds, Release Candidates und fertige Roms (Stable). Die Nightly Builds sind eher nicht für die tägliche Verwendung zu gebrauchen, daher gibt es ab sofort noch monatlich so genannte „M-Builds“. Jeden Monatsanfang wird eine relativ stabile Version erscheinen, welche zur normalen Benutzung geeignet sein soll. Die langen Wartezeiten auf die fast fertigen Versionen fallen somit weg.

Zu Beginn gibt es für die folgenden Smartphones M-Builds:

  • Galaxy Nexus GSM (maguro)
  • Galaxy Nexus VZW (toro)
  • Galaxy Nexus Sprint (toroplus)
  • Galaxy S2 GT-I9100G (i9100g)
  • Galaxy S (galaxysmtd)
  • Galaxy S B (galaxysbmtd)
  • Captivate (captivatemtd)
  • Galaxy S3 Sprint (d2spr)
  • Galaxy S3 VZW (d2vzw)
  • Galaxy S3 AT&T (d2att)
  • Galaxy S3 TMO (d2tmo)
  • Galaxy S3 US Cellular (d2usc)
  • Nexus S (crespo)
  • Nexus S 4G (crespo4g)
  • Galaxy Note AT&T (quincyatt)
  • Google Nexus 7 (grouper)
  • Sony Xperia Acro S (hikari)
  • Sony Xperia S (nozomi)

Die Roms könnt ihr euch über http://get.cm besorgen. Links sein Gerät auswählen (siehe Liste oben) und dann die entsprechende Version downloaden. Mit der Zeit werden mehr Geräte mit M-Builds versorgt werden. Installationsanleitungen zu diversen Smartphones findet ihr im CyanogenMod Wiki.

via androidpit.de Quelle cyanogenmod.com

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Custom ROM Vorstellung: CyanogenMod 7.1 mit Android 2.3.7 – Video und Bilder zum ROM

Willkommen im zweiten Teil unserer Vorstellungsreihe von verschiedensten Custom ROMs. In dieser Serie werden die beliebtesten Firmwares für eure Android-Smartphones unter die Lupe genommen. In unseren Videos werden die ROMs auf einem HTC HD2 vorgestellt – sie können aber auch auf anderen Smartphones genutzt werden.

Heute geht es um das CyanogenMod Custom ROM, welches das beliebteste und am meisten genutzte Custom ROM in der Android-Community ist. Es zeichnet sich mit hoher Schnelligkeit, langer Akkulaufzeit und sehr vielen Anpassungsmöglichkeiten aus. Die Anzahl der vorinstallierten Apps ist nicht so mächtig, wie man es vom letzte Woche vorgestellten MIUI ROM kennt. Mit dabei ist der DSP Equalizer, welcher besseren Ton am Audio-Ausgang liefert, verschiedene Themes und einen Inkognito-Modus für den Browser. Natürlich wurden noch weitere Applikationen angepasst, dazu gehört der Music Player, die Kamera (nur kleine Erweiterungen), Permission Management (aus aktuellem Anlass sehr interessant – Carrier IQ), In- und Output-Einstellungen und die Performance-Einstellungen. Das Letztere sollte von erstmaligen Nutzern jedoch mit Vorsicht behandelt werden. Die meisten CyanogenMod ROMs nutzen den ADW.Launcher, diese Entscheidung liegt jedoch beim Entwickler.

Warum die spezielle Android Firmware das meist genutzte Custom ROM ist? Dies kommt einmal durch die Hilfe der Hersteller, so bekommt die Entwicklerstube kostenfrei die neusten Geräte namhafter Hersteller zur Verfügung gestellt, um ihre Firmware für möglichst viele Geräte zu erstellen. Der nächste Punkt liegt darin, dass Android Nutzer ihr Smartphone mit diesem Custom ROM viel effizienter verwenden können. Der nächste und sicherlich auch der größte Faktor ist die Updatepolitik der einzelnen Hersteller. Denn mit Cyanogen ist die Firmware immer in der neusten Android Version verfügbar, ganz im Gegensatz zu den offiziellen ROMs der Hersteller.

Die Firmware wird momentan für über 50 Geräte angeboten, inbegriffen sind alle großen Hersteller wie zum Beispiel Samsung, HTC, Motorola und Sony Ericsson. Jedoch wird nicht für jedes Smartphone die aktuellste Version angeboten. Falls euch dies betreffen sollte, ist es bei vielen Geräten trotzdem möglich den CyanogenMod in der aktuellsten Version zu installieren. Dafür gibt es beispielsweise im xda-developer Forum viele inoffizielle Ports, welche von dritten Entwicklern auf das jeweilige Gerät portiert wurde. Für das HTC HD2, welches in unserer Vorstellung als Testgerät dient, existiert ebenfalls keine offizielle Version. Das ROM läuft im Port trotzdem sehr flüssig und alle Funktionen des Smartphones können genutzt werden.

Diese Galerie zeigt euch die interessantesten Funktionen, welche das Rom von anderen unterscheidet. Weitere Bilder können in der Galerie am Ende des Artikels angesehen werden. Dort seht ihr auch noch die Einstellungsmöglichkeiten des „Lock-Screens“.

Das folgende Video behandelt die wichtigsten Funktionen von CyanogenMod 7.1 und sollte euch einen kurzen Eindruck geben:

YouTube Direktlink
Sollte euch das CyanogenMod ROM nach dem Video zusagen, habt ihr natürlich die Möglichkeit die Firmware auf eurem Android-Smartphone zu installieren. Für das HTC HD2 und das Samsung Galaxy S2 haben wir hierfür ausführliche Anleitungen. In Zukunft werden weitere Anleitungen folgen.

Das ROM kann unter folgenden Links heruntergeladen werden:

HTC HD2: direkter Download XDA-Thread
Samsung Galaxy S2: direkter Download XDA-Thread

Falls ihr ein spezielles ROM vorgestellt haben möchtet, könnt ihr einfach ein Kommentar hinterlassen und wir werden es in unsere Liste aufnehmen. Natürlich können wir nicht jedem Wunsch gerecht werden, daher werden wir unplanmäßige Vorstellungen nur bei großer Nachfrage nachgehen.

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Bilderquelle: CyanogenMod

Source Code von Android 4.0.1 Ice Cream Sandwich veröffentlicht

Eine sehr interessante Nachricht für jeden Entwickler und Custom ROM Nutzer ist, dass mittlerweile der Source Code der neuste Ice Cream Sandwich Version Android 4.0.1 freigegeben wurde. Diese Nachricht dürfte am meisten die Nutzer freuen, welche nicht in den offiziellen Genuss des Ice Cream Sandwich kommen dürfen. Denn selbst wenn die Hardware-Voraussetzungen für das neue System erfüllt werden, ist nicht gesagt, dass der jeweilige Hersteller ein Update für das Gerät verteilen wird. Natürlich gibt es hierzu verschiedene Spekulationen und doch sind hier nicht alle Geräte der Hersteller aufgeführt die theoretisch ein Update bekommen könnten. Komischerweise wurde bis heute kein Sourcecode von Android 3.x Honeycomb veröffentlicht, hierdurch gibt es keine große Anzahl von Custom ROMs für jeweilige Tablets. Da Ice Cream Sandwich ebenfalls auf Tablets lauffähig sein wird, werden viele Tablets nun auch in den Genuss eines speziellen Custom ROMs kommen.

Der Code kann im Android Open Source Project heruntergeladen werden. Prinzipiell ist der Code von Honeycomb im Sourcecode der neuen Android Version enthalten, jedoch ist er nicht explizit getagged. Hierdurch ist nicht exakt ersichtlich, welcher Teil nur zu Ice Cream Sandwich gehört und welcher Teil auch zu Honeycomb gehört. Dieser Fakt wurde von Jean-Baptiste Queru, Software Engineer bei Google, wie folgt begründet:

This release includes the full history of the Android source code  tree, which naturally includes all the source code for the Honeycomb releases. However, since Honeycomb was a little incomplete, we want everyone to focus on Ice Cream Sandwich. So, we haven’t created any tags that correspond to the Honeycomb releases (even though the changes are present in the history.)

Dieser Schritt soll natürlich bewirken, dass alle Entwickler ihre Apps und Custom ROM Entwicklung auf Ice Cream Sandwich umstellen. Gegen diese Idee ist nichts einzuwenden, denn wer möchte kein Ice Cream Sandwich Custom ROM für sein Gerät haben? Das gilt nicht nur für Nutzer die kein Update bekommen werden. Denn wenn man auf das Statement der Entwickler des CyanogenMod schaut, werden sie in 2 Monaten ihre neue Version, den CyanogenMod 9 mit Ice Cream Sandwich veröffentlichen. Das heißt natürlich, dass sie schneller als viele Hersteller werden, welche ein Update für spezielle Geräte herausgeben werden.

Folgendes Statement wurde von cyanogen auf Twitter veröffentlicht:

via