O2 Datensnack – Hintergründe, Aktivierung, Deaktivierung und die Details

O2 Datensnack – Hintergründe, Aktivierung, Deaktivierung und die Details – O2 setzt mittlerweile im Mobilfunk-Bereich auf die O2 Free Tarife die mit einem interessanten Feature kommen: die Tarife werden zwar nach wie vor gedrosselt, die Geschwindigkeit ist aber auch nach der Drosselung mit 1Mbit/s noch recht schnell und erlaubt zumindest solides Surfen. Allerdings gibt es gedrosselt kein LTE (die Datenautomatik gibt es in den O2 Free Tarife erfreulicherweise nicht mehr). Für alle, die auch nach der Drosselung schneller surfen wollen (bis zu 225MBit/s sind theoretisch möglich), bietet O2 die sogenannten Datensnacks. Was dahinter steckt und wie man sie bucht haben wir hier erläutert.

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o2 Datenautomatik – Mit dem Daten“snack“ gegen den Datenhunger

Bislang war es so, dass die Tarife mit einer Internetflatrate ausgestattet waren und auch so beworben wurden. Man konnte rund um die Uhr surfen und erst nachdem Überschreiten eines bestimmten Datenvolumens wurde die volle Surfgeschwindigkeit bis zum Ende des Monats gedrosselt. In nächsten Monat konnte man wieder mit voller Geschwindigkeit weiter surfen.

Mittlerweile ist es aber so, dass die neuen Blue-Tarife von o2 ein festes Datenvolumen, „Inklusivvolumen“ genannt, enthalten. Wird also nun das festgelegte Inklusivvolumen im Monat überschritten, dann drosselt O2 nicht wie üblich die Surfgeschwindigkeit auf Schneckentempo, sondern bucht automatisch weiteres Datenvolumen dazu und das ist natürlich kostenpflichtig. Damit sind die O2-Tarife mit Datenautomatik oder wie o2 es schöpferisch auch nennt, mit dem O2 Datensnack, keine tatsächlichen Flatrates mehr. Dementsprechend werden Fachhändler angewiesen, die Blue-Tarife nicht mehr als solche zu bewerben.

Grundsätzlich heißt das nun für Kunden: Unbegrenzt telefonieren und fast unbegrenzt surfen. Denn wirkliche Kostenkontrolle hat man mit der Datenautomatik nicht mehr.

Wie funktioniert die o2 Datenautomatik nun genau?

Das Prinzip ist ganz einfach: Nach Verbrauch des im Tarif enthaltenen „Inklusivvolumens“ wird dieses automatisch bis zu 3 x pro Abrechnungszeitraum (Monat) erweitert. Per SMS informiert o2 den Kunden über das neu zur Verfügung stehende Datenvolumen und über die Höhe der anfallenden Zusatzkosten. Die Zusatzkosten und die Höhe des Datenvolumens unterscheiden sich allerdings je nach gebuchten o2 Blue-Tarif:

  • in allen O2 Free Tarifvarianten (auch O2 Free Boost und O2 Free Connect)
  • In den kleineren Tarif-Varianten o2 Blue Basic, Smart und O2 Blue All-in S werden 3 x 100 MB für jeweils 2 Euro hinzugebucht
  • In den Tarif-Varianten o2 Blue All-in M und L werden 3 x 250 MB für jeweils 3 Euro hinzugebucht
  • In den größten Tarif-Varianten o2 Blue All-in XL und Premium werden 3 x 750 MB für jeweils 5 Euro hinzugebucht

Der O2 Unlimited hat keinen Datensnack. Das ist aber auch nachvollziehbar, da es in diesem Tarif ohnehin unbegrenztes Datenvolumen gibt und daher ein Datensnack mit extra Volumen auch nicht notwendig ist.

Und erst danach wird die Surfgeschwindigkeit bis zum Ende des Monats auf bis zu 32 KBit/s gedrosselt. Je nach Nutzerverhalten bspw. in den kleinsten o2 Blue-Tarifvarianten, können damit bis zu 6 Euro im Monat zusätzlich hinzukommen.

Doch das ist noch nicht alles: Nutzer welche in Folge das zur Verfügung gestellte „Inklusivvolumen“ inklusive der Erweiterung drei Monate in Folge ausnutzen, diese werden von o2 automatisch in den nächsthöheren Datentarif eingestuft. Das verursacht natürlich höhere monatliche Kosten.

Hierzu stockt o2 seine Tarife Blue Basic, Blue Select, All-in S und All-in M um jeweils 500 MB im Monat auf, in den Tarifen All-in L, All-in XL und All-in Premium gibt es 1 GB pro Monat mehr und das für jeweils 5 Euro zusätzlich. Deswegen sollte man nicht allzu oft die Datengrenze ausreizen.

Wirklich nützlich? Für manche Kunden mag das vielleicht ein nützliches Feature sein, vor allem für Kunden, die noch nicht einschätzen können, wie viel Datenvolumen sie im Monat verbrauchen, für andere kann das jedoch unerwünscht sehr teuer werden. Wer aber die Datenautomatik nicht haben möchte, muss diese aktiv abbestellen. Das ist glücklicherweise direkt bei o2 möglich. Bei anderen Mobilfunk-Anbietern jedoch, die ihre Tarife über das O2 schalten, ist die Datenautomatik bereits zum festen Tarifbestandteil geworden.

o2 Datenautomatik abbestellen (nur in den alten O2 Blue Tarifen)

Die o2 Datenautomatik oder der „Datensnack“ lässt sich ganz leicht über das Portal unter „Mein o2 -> Mein Tarif -> Zusatzoptionen & Packs“ abbestellen. Das schon auf jeden Fall die Handyrechnung. Es ist aber auch möglich den Moderatoren im o2-Forum eine kurze Nachricht zukommen zu lassen, mit der Bitte, die Datenautomatik zu deaktivieren oder gleich die o2-Hotline zu kontaktieren. Über den o2-Chat ist die Deaktivierung der Datenautomatik evtl. auch möglich.

1GB Datensnack für WinSIM, Smartmobil, Simply und Co.

Drillisch führt für die eigenen Marken eine kleine Neuerung ein. Wie auch bei den originalen O2 Tarifen gibt es für die Kunden aller Drillisch Marken ab sofort die Möglichkeit, einen Datensnack zu buchen, wenn das monatliche Volumen aufgebraucht ist. Dabei stehen einmal im Monat 1GB zusätzliches Datenvolumen für 4.99 Euro bereit. Der Speed des Datenvolumens beträgt dabei  50Mbit/s – das ist der maximale Wert bei den meisten Drillisch Tarifen.

Das Unternehmen schreibt dazu im Original:

Die Mobilfunktarife von Drillisch beinhalten bereits von Haus aus üppiges Datenvolumen für rasanten LTE-Surfspaß mit bis zu 50 MBit/s. Doch manchmal darf es eben gern noch etwas mehr sein. Für alle, die spontan weiteren LTE-Turbo benötigen, ermöglicht Drillisch ab sofort bei allen Marken die optionale Zubuchung eines Data-Snacks. Datenhunger stillen mit dem Data-Snack: Ist das Inklusivvolumen und auch das durch die Datenautomatik zusätzlich bereitgestellte Datenvolumen aufgebraucht, muss mit Highspeed-Surfen noch lange nicht Schluss sein. Der praktische und komfortable Data-Snack kann ganz einfach einmal im Monat via SMS gebucht werden. Für nur 4,99 Euro steht damit im laufenden Monat 1 GB LTE-Volumen extra zur Verfügung.

Anders als bei anderen Anbietern kann dieser Datensnack aber nur einmal pro Monat gebucht werden. Mehr als 1GB Datenvolumen gibt es also nicht über die neue Option. Dazu gibt es noch eine weitere Voraussetzung: die Datenautomatik muss im Tarif aktiv sein und die Buchung ist auch erst möglich, wenn die Datenautomatik drei mal genutzt wurde. Daher fallen für diese neue Option an sich noch mehr kosten als die genannten 4.99 Euro an:

  • 3 mal 2 Euro für die Buchung von jeweils 100MB Volumen über die Datenautomatik
  • 4.99 Euro für die Buchung von 1GB Datenvolumen über den neuen Datensnack

Insgesamt zahlt man so also für 1,3GB Datenvolumen immerhin 10.99 Euro. Das ist in manchen Tarifen von Drillisch Discountern mehr als eine Verdoppelung der monatlichen Grundgebühr. Während die 4.99 Euro für 1GB Datenvolumen an sich günstig sind, wird der Datensnack durch die Koppelung an die Datenautomatik deutlich teurer.

Die Buchung des Datensnack erfolgt dabei bei allen Drillisch Unternehmen auf die identische Weise per SMS. Drillisch schreibt zu der Vorgehensweise bei der Buchung:

Und so funktioniert es: Hat man das im Rahmen der Datenautomatik bereitgestellte Extra-Volumen ausgeschöpft, wird man automatisch per SMS darüber informiert, dass die Surfgeschwindigkeit für den Rest des Monats reduziert wird. Möchte man weiter mit LTE-Speed über die Datenautobahn brettern, sendet man einfach eine SMS mit dem Kennwort „Snack1GB“ an die in der Benachrichtigungs-SMS genannte Kurzwahl. Nach erfolgreicher Buchung steht dann für den restlichen Monat 1 GB zusätzliches Datenvolumen in LTE-Geschwindigkeit zur Verfügung

Insgesamt gibt es damit auch bei den Drillisch Marken die Möglichkeit, Datenvolumen in größerem Umfang hinzu zu buchen. Bisher stand hier nur die Datenautomatik mit vergleichsweise geringen 300MB zur Verfügung. Nun gibt es auch den Datensnack mit 1GB bzw 1,3GB Datenvolumen – allerdings muss man dafür auch die Datenautomatik nutzen und das könnte für viele Nutzer ein Grund sein, doch lieber auf den neuen Snack zu verzichten und stattdessen darauf zu warten, dass der nächste Abrechnungszeitraum beginnt.

Folgende Marken fallen unter die Neuerung (wenn die genannten Bedingungen erfüllt sind):

  • Smartmobil
  • sim.de,
  • DeutschlandSIM,
  • PremiumSIM,
  • winSIM,
  • simply,
  • maXXim,
  • helloMobil,
  • McSIM,
  • eteleon
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