EDGE-Displays – Schick aber extrem teuer in der Reparatur

Viele neue Topmodelle setzen nicht mehr auf flache Displays, sondern nutzen Abrundungen an den ändern um sowohl die Handlichkeit als auch die Bedienung zu verbessern. Diese sogenannten EGDE-Displays sind dazu auch designtechnisch etwas interessanter, da die Smartphones damit wertiger aussehen.

Leider hat diese Displaytechnik aber auch einen Nachteil: diese Form der Displays ist deutlich aufwendiger bei der Herstellung und damit steigen auch die Kosten bei der Reparatur. Bei Clickrepair hat man sich die Kosten in diesem Bereich angeschaut und ist auf Zahlen gekommen, die Nutzer wenig gefallen dürften. Im Durchschnitt kostet die Displayreparatur bei einem Galaxy S7 Edge 420 Euro, beim S6 Edge sind es immerhin noch 274 Euro. Der Unterschied zwischem normalen Display und EDGE Display liegt also bei 150 Euro bei der Reparaur. Die vergleichbare Reparatur des iPhone 7 ist fast 25 Prozent günstiger. Zudem gehen die aktuellen iPhone-Modelle laut clickrepair Reparatur-Check deutlich seltener zu Bruch. Während die aktuellen iPhones Schulnoten zwischen 1,3 und 1,4 bei der Schadenanfälligkeit aufweisen, pendeln die geschwungenen Modelle von Samsung zwischen 2,5 und 2,8.

„Samsung setzt mit seinen geschwungenen Displays auf Design und hat u.a. deshalb zahlreiche Abnehmer. Nutzer der Edge-Modelle müssen aber aller Voraussicht nach auch weiterhin mit höheren Reparaturkosten rechnen, insbesondere bei Displayschäden“, sagt Marco Brandt, Geschäftsführer des Reparatur-Marktplatzes clickrepair.

Das dürfte sich in diesem Jahr noch verstärken, denn mit dem Galaxy S8 bietet Samsung im Top-Bereich nur noch EDGE-Displays an. Dazu kommt der geringere Rahmen. Dieser macht einerseits wahrscheinlich die Modelle etwas anfälliger, dazu dürfte das Display (danke EDGE-Design und noch mehr Fläche) noch teurer in der Reparatur werden. Genau Zahlen gibt es dazu aber natürlich noch nicht, denn die Modelle kommen offiziell ja gerade erst auf den Markt. In der nächsten Auswertung con Clickrepair dürften aber bereits die ersten Zahlen dazu enthalten sein.

Die aktuelle April-Gesamtauswertung des clickrepair Reparatur-Checks mit 164 Geräten ist unter www.clickrepair.de/check zu finden.

Samsung Galaxy S8 – Firmware Update gegen Rotstich im Display

Die Verfärbungsprobleme beim neuen Samsung Galaxy S8 und auch dem S8+ im Display scheinen doch massiver zu sein als ursprünglich gedacht. Samsung verweist daher zur Korrektur nicht mehr nur auf die Möglichkeit, die Farbbalance der Displays selbst zu regeln, sondern hat in Korea bereits eine neue Firmware Version auf den Markt gebracht, die das Problem beseitigen soll.

Bisher hatten viele Nutzer bereits nach kurzer Zeit mit den Geräten über das Display geklagt. Dieses hat sich bei einigen der Geräte rötlich verfärbt – alle dargestellten Inhalte haben also einen Rotstich. Hintergrund dafür sind möglicherweise zusätzliche rote OLED Elemente im Display*, die den häufigen Grünstich von OLED Display* korrigieren sollen. Bestätigt ist das aber noch nicht. Bisher ist auch unklar, ob es sich nur um wenige Einzelfälle handelt oder aber deutlich mehr Geräte von diesen Problemen betroffen sind. Zumindest in den Tests scheinen diese Probleme nicht aufgetreten zu sein, denn das Galaxy S8* und auch das S8+ haben bei den Messungen von verschiedenen Experten und Fachzeitschriften beim Display Bestnoten erreicht. Ein Rotstich wäre dabei sicher aufgefallen.

Zur Korrektur dieses Problems hat Samsung nun die Firmware Version G950NKSU1AQDG und G950NKSU1AQDG zur Verfügung gestellt. Dieses Neuerung stellt auch weitere Funktionen zur Verfügung, die Farbbalance der Display einzustellen. Sollte sich ein Rotstich auf dem Display einstellen, kann man ihn damit deutlich besser korrigieren als bei der aktuellen Version.

Bei Sammobile schreibt man dazu:

The update (with firmware version G950NKSU1AQDG or G950NKSU1AQDG) provides an additional setting in the Adaptive Display screen mode where users can adjust the ‘full screen color balance’ as per their personal preferences. There’s also a new option – Screen Edge Color Balance – under the Screen Mode menu. It can be used to adjust the colors at the edges of the display to change the appearance of white tones on the Galaxy S8 and S8+.

Bisher steht diese neue Version allerdings nur für Korea zur Verfügung. Wann die Firmware auch für andere Regionen und für Deutschland ausgerollt wird, ist noch nicht bekannt. Möglicherweise will Samsung erst mal in Korea testen und das Feedback abwarten, bevor man die Software international zur Verfügung stellt.

Leider wurde auch nicht mitgeteilt, warum dieses Problem nun genau aufgetaucht ist und ob es ein Fehler bei den Display war oder eher ein Problem mit der Software.  Da einige Nutzer auch mit getauschten Displays von diesem Problem berichtet haben, scheint es aber eher an der Ansteuerung zu liegen als an den Display selbst.

 

Selbst-reparierende Displays könnte 2020 kommen

Displayschäden sind nach wie vor eine Hauptursache für Reparaturen an Handys und Smartphones und da die neuen Geräte oft mit verleimten und eingepassenten Bildschirmen arbeiten, sind die Kosten für solche Reparaturen meistens sehr hoch. Die Anbieter versuchen, dem entgegegen zu wirken, in dem man immer stabilere und kratzfestere Dsiplays einsetzt. Diese sind allerdings oft selbst auch relativ teuer und treiben damit die Preise für die Geräte in die Höhe.

Forscher an der University of California in Riverside haben nun ein neues Material vorgestellt, dass einen andere Weg geht: der neue Werkstoff ist nicht nur leitend (was für einen Bildschirm wichtig ist), sondern kann auch Schäden selbst schließen. Er besteht aus einer Kombination aus einem Polymer und einem ionischen Salz. Bei Schäden an der Oberfläche bewirkt die Anziehungskraft der Ionen, dass sich die Risse und Schäden selbst wieder schließen. Bei Test waren die Resultate bei erstaunlich: selbst ein komplett durchtrenntes Material konnte innerhalb von 24 Stunden diese Trennung wieder komplett heilen.

Bei Businessinsider schreibt man zu den Eigenschaften:

The material, which can stretch to 50 times its original size, is made of a stretchable polymer and an ionic salt. It features a special type of bond called an ion-dipole interaction, which is a force between charged ions and polar molecules. This means that when the material breaks or has a scratch, the ions and molecules attract to each other to heal the material.

Nach Angaben der Forscher könnte dieser Werkstoff nicht nur bei Displays eingesetz werden, sondern beispielsweise auch bei Akkus um Beschädigungen zu vermeiden und die Brandgefahr zu verringern.

Zeitlich gesehen geht man an der University of California davon aus, dass dieses neue Material bis 2020 so weit entwickelt ist, dass es in Smartphones oder auch Tablets eingesetzt werden kann. Ob das so funktionieren wird, hängt aber nicht nur von der Produktionsreife des neuen Werkstoffs ab, sondern auch davon, ob die Hersteller das neue Material in ihren Modellen einsetzen werden. Es könnte daher durchaus auch noch länger dauern, bis Modelle mit selbstheilenden Werkstoffen auf dem Markt kommen.

Erste Ansätze hatte LG dazu bereits mit dem LG Flex auf den Markt gebracht. Das Smartphone hatte eine Rückseite aus einem Material, die kleine Kratzer ebenfalls von selbst wieder schließen konnte. Ein wirtschaftlicher Erfolg war das Gerät aber trotzdem nicht – mittlerweile setzt LG eher auf andere Geräte. Allerdings ist es natürlich schon ein Unterschied, ob die (eher wenig beachtete) Rückseite von Geräten so ausgestattet ist, oder ob man auf das Display mit diesen Eigenschaften setzt, denn gerade beim Display sind Kratzer und Schäden ärgerlich und sehr teuer. Daher könnte ein Display mit der Fähigkeit zur Selbstreparatur wesentlich besser ankommen als die bisherigen Versuche.

 

Der Hunger nach AMOLED Display wächst weltweit

Die Analysten von IHS haben sich den Markt für Displays angeschaut und dabei die Zahlen für den Bedarf und den Umsatz im Bereich der AMOLED Displays zusammen gestellt. Wenig überraschend ist Bedarf an dieser Form der Display in den letzten Jahren deutlich gestiegen, insgesamt wurden mit flexiblen und festen AMOLED Displays allein im letzten Quartal 2016 etwa 4 Milliarden US Dollar umgesetzt. Die Prognose von IHS zeigt allerdings deutlich die Unterschiede zwischen den Bauformen: während der Absatz von festen AMOLED Displays eher stagniert, soll  sich das Geschäft mit flexiblen Bildschirmen vervielfachen. So rechnen die Analysten damit, dass im Laufe 2017 zum ersten Mal mehr flexible Displays verkauft werden als feste Modelle

Bei IHS schreibt man dazu:

Samsung Electronics and LG Electronics have launched some of their flagship smartphones with flexible AMOLED displays since 2013, but have yet to become mainstream products given there was limited panel supply,” Kang said. “Since 2016, however, many more panel makers have focused their efforts on increasing their supply capacity for flexible AMOLED displays. They have also tried to optimize the manufacturing process and design better structure of these panels, making flexible AMOLED display a favored choice for smartphones makers.”

Tatsächlich nimmt die Zahl der Geräte mit flexiblen Displays immer mehr zu. Neben Samsung (mit den S-Modellen und natürlich auch dem neuen Galaxy S8 bzw. dem S8+) setzt mittlerweile auch LG auf flexible Displays. Dazu soll das neue iPhone 8 ebenfalls mit AMOLED Technik ausgestattet sein, wobei wahrscheinlich auch hier flexible Bildschirme zum Einsatz kommen werden. Allerdings ist das noch nicht absolut sicher. Die Zahl der Modelle mit dieser Displaytechnik wächst also bereits 2017 deutlich an und es ist zu erwarten, das Ende 2017 und in 2018 diese Technik auch im Bereich der Mittelklasse Modelle Einzug halten wird.

Dazu arbeiten viele große Anbieter wie beispielsweise Samsung an technischen Neuerungen wie beispielsweise den faltbaren Displays. Auch wenn noch nicht klar ist, wann diese Technik im Markt verfügbar sein wird, dürfte auch mit diesen Modellen der Bedarf an flexiblen und faltbaren Bildschirmen deutlich zunehmen. Insgesamt spricht also alles dafür, dass die Zukunft den AMOLED Displays gehört und in diesem Bereich vor allem die flexiblen Modelle in den Fokus rücken werden.

Es gibt zwar auch bereits ersten Ansätze von flexiblen Display-Formen mit LCD Technik, wann diese aber im Massenmarkt zu finden sein werden, ist bisher noch unklar. Insgesamt spricht daher viel dafür, dass die Prognosen von IHS zutreffen werden.

Samsung liefert 60 Millionen AMOLED Displays an Apple

Laut Meldungen aus Investorenkreise hat Samsung Display (ein Tochterunternehmen von Samsung Electronics) einen großen Deal mit Apple abgeschlossen und liefert zukünftig für die nächste Generation von iPhone Modellen AMOLED Displays in größeren Stückzahlen. Nach den Meldungen soll der aktuelle Vertrag dabei die Lieferung von 60 Millionen Displays im Wert von etwa 4,3 Milliarden US Dollar umfassen.

Damit scheint klar, dass Apple auch in den nächsten Jahren weiter auf AMOLED Displays setzen wird, denn bereits für das iPhone 8 hat das Unternehmen bei Samsung immerhin 100 Millionen Display-Einheiten mit dieser Technik bestellt. Damit könnte Apple jetzt bis zu 160 Millionen Geräte mit AMOLED Displays ausstatten. Im Original bei theinvestor heißt es dazu:

Considering Apple sells 200 million iPhones a year, the combined 160 million units of OLED panels will make up almost 80 percent of the entire sales.  Previously, industry sources predicted that the new iPhone will come in two to three variants, with the only premium model featuring an OLED screen. With the increased panel supply, the OLED adoption could be expanded. Samsung uses OLED for almost 70 percent of its smartphone models, including the flagship S series, while iPhone uses liquid-crystal displays from multiple display makers such as LG Display, Sharp and Japan Display.

Derzeit geht die meisten Quellen davon aus, dass Apple 2018 drei Modelle auf den Markt bringen wird, von denen aber wahrscheinlich nur ein Gerät – das Topmodell unter der Bezeichnung iPhone 8 – mit einem neuartigen AMOLED Display ausgestattet ist. Bisher setzt Apple aus LCD Screens und auch davon soll es 2017 wieder zwei neue Versionen geben. Allerdings zeigt die große Zahl der georderten Display, dass Apple wohl davon ausgeht, dass die AMOLED Version den Großteil der Verkäufe n 2017 ausmachen wird. Insgesamt plant Apple für dieses Jahr mit etwa 200 Millionen verkauften Geräten.

Allerdings soll in diesem Jahr auch der Preis steigen und bei über 1.000 Euro liegen – zumindest für eine der Versionen:

  • iPhone 8 mit 4,7 Zoll Display* und TFT-LCD Bildschirm
  • iPhone 8 mit 5,5 Zoll Display* und TFT-LCD Bildschirm
  • iPhone 8 mit 5,8 Zoll Display* und AMOLED Bildschirm

Das iPhone 8 mit 5,8 Zoll Display* ist dabei der Technologieträger und wird die neuen Features enthalten. Wahrscheinlich bezieht sich der hohe Preis von über 1.000 Dollar auf dieses Modell. Durchaus denkbar, dass die beiden anderen Modelle (die mit weniger Neuerungen ausgestattet sein werden) sich am bisherigen Preis-Schema orientieren. Es gäbe dann sozusagen einen PRO-Version des iPhones mit der besten Technik und dem höchsten Preis. Daher gehen auch viele Quellen davon aus, das die beiden kleineren Geräte gar nicht als iPhone 8 verkauft werden sondern unter der Bezeichnung iPhone 7s auf den Markt kommen. Leider gibt es dafür noch keine weitere Bestätigung.

Weitere Details zum gebogenen Display des iPhone 8

Ein neues Patent von Apple, das Mitte des Jahres eingetragen wurde, könnte einige Anhaltspunkte liefern, welche Richtung Apple bei neuen iPhone 8 einschlagen möchte. Das Patent mit der wenig aussagekräftigen Überschrift „Electronic Devices With Display* and Touch Sensor Structures “ beschreibt dabei ein Konzept von abgerundeten Seitenleisten, die mit Sensoren bestückt sind. Im Original der Patentschrift heißt es:

The front wall and the curved sidewalls may be formed from a glass layer or other transparent member. A touch sensor layer and display* layer may extend under the glass layer with curved sidewalls. A touch sensor layer may also extend under the opposing rear wall. A foldable electronic device may have a flexible transparent wall portion that joins planar transparent walls. Components may be interposed between the transparent planar walls and opaque walls. Display* and touch layers may be overlapped by the transparent walls and the transparent flexible wall portion. Touch sensor structures may also be overlapped by the opaque walls.

Besonders interessant sind hier die „curved sidewall“. Diese abgerundeten Seitenränder kennt man bereits vom Samsung Galaxy S6* edge und dem S7 egde. Samsung* hat mit diesem Designkonzept sehr gute Erfolge erzielt und die Abrundungen kommen gut bei den Nutzern an. Mittlerweile haben Anbieter wie Huawei* diese Technik bereits übernommen und setzen sie bei ihren Modellen (beispielsweise bei Mate 9) ein.

Japan Display stellt flexibles 5,5 Zoll LCD Display vor

Japan Display hat gestern ein interessantes neues Display vorgestellt, das ab 2018 für den Massenmarkt zur Verfügung stehen soll und das sich flexibel biegen lässt. Bisher waren LCD Display-Varianten in der Regel wenig flexibel und starr eingebaut. Apple soll beispielsweise 2017 extra auf AMOLED Displays gewechselt sein, um flexibel Displays nutzen zu können. Mit der Vorstellung des neuen Bildschirms von Japan Display könnten neuen Smartphone Design nun auch mit LED Displays möglich werden.

Im Original heißt es dazu:

With FULL ACTIVETM FLEX it is easily possible to form curved shapes by utilizing its flexibility, and thus it will greatly help to expand the degrees of freedom in smartphone design. Also, by using plastic substrates instead of glass, it is possible to prevent cracking from occurring when the display is dropped.

Furthermore, by incorporating low-frequency driving technology, which JDI has developed in the past, this FULL ACTIVETMFLEX supports not only a normal 60Hz driving scheme but also supports a driving scheme as low as 15Hz. This contributes to a significant decrease of power consumption for mobile devices.

Das vorgestellte Display passt dabei von den technischen Daten durchaus zu den aktuellen Modellen, die auf dem Markt sind. Man muss also nicht auf Helligkeit oder Auflösung verzichten, wenn man auch ein flexibles Display setzt.

Die Werte sehen dabei wie folgt aus:

  • 5,5 Zoll Display
  • FULL HD Auflösung mit 1080×1920 Pixeln
  •  401ppi
  • Helligkeit: 500cd/m²

Besonders dies Helligkeit macht deutlich, dass es sich hier um ein High-End Display handelt und aufgrund der guten Werte in diesem Bereich sollte man Geräte, die dieses Display nutzen, auch ohne Probleme im Freien und bei Sonnenschein verwenden können.

Bisher hat Japan Display allerdings noch keinen Hinweis gegeben, mit welchem Hersteller oder welchem Gerät man möglicherweise ins Geschäft kommen wird um die Bildschirme dann auch tatsächlich in Smartphones einbauen zu können. Wahrscheinlich müssen auch die Hersteller erst noch prüfen, in welchem Umfang man die neuen Technik nutzen kann und welche Modellreihen dafür in Frage kommen könnten.

Das Unternehmen selbst hat bereits angekündigt, dass dieses Display nicht das Ende der Entwicklung darstellt. Stattdessen möchte man diese Technik auch in andere Display-Größen auf den Markt bringen um sie beispielsweise auch in Tablets, Notebook oder auch in anderen Bereichen (wie Bildschirmen für KfZ) einsetzen zu können. Möglicherweise entwickelt man auch an der Technik, noch höhere Auflösungen auf diese Weise darzustellen.

Es gibt damit auf jeden Fall auch im LCD-Bereich nun die Möglichkeit, auf geschwungene oder flexibel Designs zu setzen. Bleibt abzuwarten, was die Hersteller aus diesen neuen Möglichkeiten machen werden.

iPhone 8 – auch mit Dual Edge Design?

Bei iPhone 8 wird Apple – nach drei Jahren mit weitgehend  ähnlichen Modellen – wieder auf ein neues Design setzen und die Erwartungen der Fans und der Fachwelt an das Unternehmen sind groß. Man erhofft sich ein neues Konzept, dass auf die alten Stärken von Apple setzt, aber auch deutlich neuer und moderne aussieht als die bisherigen Geräte. Der Druck auf Apple ist also groß.

Ein neues Patent von Apple, das Mitte des Jahres eingetragen wurde, könnte einige Anhaltspunkte liefern, welche Richtung Apple bei neuen iPhone 8 einschlagen möchte. Das Patent mit der wenig aussagekräftigen Überschrift „Electronic Devices With Display and Touch Sensor Structures “ beschreibt dabei ein Konzept von abgerundeten Seitenleisten, die mit Sensoren bestückt sind. Im Original der Patentschrift heißt es:

The front wall and the curved sidewalls may be formed from a glass layer or other transparent member. A touch sensor layer and display layer may extend under the glass layer with curved sidewalls. A touch sensor layer may also extend under the opposing rear wall. A foldable electronic device may have a flexible transparent wall portion that joins planar transparent walls. Components may be interposed between the transparent planar walls and opaque walls. Display and touch layers may be overlapped by the transparent walls and the transparent flexible wall portion. Touch sensor structures may also be overlapped by the opaque walls.

Besonders interessant sind hier die „curved sidewall“. Diese abgerundeten Seitenränder kennt man bereits vom Samsung Galaxy S6 edge und dem S7 egde. Samsung hat mit diesem Designkonzept sehr gute Erfolge erzielt und die Abrundungen kommen gut bei den Nutzern an. Mittlerweile haben Anbieter wie Huawei diese Technik bereits übernommen und setzen sie bei ihren Modellen (beispielsweise bei Mate 9) ein.

Apple scheint nun ebenfalls in diese Richtung gehen zu wollen. Allerdings geht das Unternehmen noch einen Schritt weiter und zieht nicht nur das Display um die Ränder sondern nutzt diese Bereiche auch, um zusätzliche Funktionen unterzubringen. Samsung hat an der Stelle nur ein Seitendisplay integriert, das in erster Linie dazu dient, Informationen anzuzeigen. Bei Apple liest sich die Patentschrift so, als wolle das Unternehmen in diesem Bereich weitere Buttons und Bedienelemente unterbringen. Dort soll es unter Umständen virtuelle Buttons geben – möglicherweise lässt man auf diese Weise die mechanischen Buttons für Lautstärkeregelung ganz verschwinden. Apple schreibt zu dieser Technik:

Touch sensor structures and display structures may be formed from thin layers of material and may therefore sometimes be referred to touch sensor layers and display layers. The touch sensor and display layers may be formed on rigid substrates such as glass layers and rigid printed circuit board layers and/or may be formed on flexible substrates (e.g., flexible printed circuit material such as flexible layers of polyimide or sheets of other flexible polymer material). In some configurations, touch sensor structures and display structures may be formed as coating layers on the surface of an enclosure wall. Combinations of these approaches may also be used, if desired.

Es ist natürlich nicht gesagt, dass dieses Patent bereits 2017 bei den neuen iPhone Modelle eingesetzt wird und zur Anwendung kommt. Allerdings scheint Apple sich mit diesem Bereich intensiv zu befassen und ein curved Design beim iPhone wäre auf jeden Fall eine Neuerung, die es bisher bei Apple so noch nicht gab.

 

Randloses Design – beim Xiaomi Mi Mix und Meizu bereits zu sehen

Glaubt man den aktuellen Gerüchten, werden die nächsten Topmodelle von Apple und Samsung mit deutlich größeren Bildschirmen ausgestattet sein und der Rand verschwindet zu großen Teilen. Damit schaffen es die Unternehmen, bei fast gleicher Größe der Geräte deutlich größere Displays unter zu bringen und so die Nutzfläche der Geräte zu erhöhen und die Darstellung zu verbessern. Dieser Weg ist allerdings keine exklusive Erfindung von Samsung und Apple. Im Gegenteil: es gibt bereits Hersteller und Geräte auf dem Markt, die genau das vormachen.

Das Xiaomi Mi Mix ist bereits im Handel

Tatsächlich hat Xiaomi mit dem Mi Mix bereits das umgesetzt, was wahrscheinlich beim iPhone 8 und dem Samsung Galaxy S8 in 2017 kommen soll. Das Unternehmen setzt auf ein fast randloses Design. Auf diese Weise können mehr als 90 Prozent der Frontseite für das Display genutzt werden. Das Unternehmen spricht hier von einer Bildschirm/Body Ration von 91,3 Prozent. Auf diese Weise schafft es Xiaomi, ein 6,4 Zoll Display in einer Hülle unter zu bringen, die nur etwas größer als ein iPhone 7 plus ist und damit noch in einem Bereich liegt, den Nutzer durchaus akzeptieren würden.

Um dieses Design umzusetzen, mussten allerdings einige technische Probleme gelöst werden. So gibt es keine Lautsprecher mehr, sondern das Mi Mix hat ein System, dass den Rahmen in Schwingungen versetzt und damit den Klang erzeugt. Die Frontkamera wurde ebenfalls verlegt. Im oberen Teil der Geräte ist kein Platz mehr, da es dort nur das Display gibt. Daher musste die Selfie-Cam an die Unterseite der Geräte wandern.

Auch bei der Technik muss sich das Gerät nicht verstecken. Die Leistung bringt ein Snapdragon 821 Prozessor, der auch im Google Pixel und OnePlus 3T zu Einsatz kommt. Dazu gibt es 4 oder 6GB RAM und 128 oder 256GB Speicher. Der Akku hat eine Leistung von 4400mAh und dürfte damit auch mit dem großen Display keine Probleme haben.

Das Mi Mix ist bereits in China auf dem Markt – allerdings derzeit ausverkauft.

Auch Meizu geht diesen Weg

Bei Meizu ist ebenfalls ein Bild eines Prototypen aufgetaucht, der mit einem fast randlosen Design kommt. Bisher gibt es allerdings noch keinen Namen und keine technischen Daten für das Modell. Es zeigt aber, das auch Meizu das weitgehend randlose Design als eine Neuerung erkannt hat, die bei den Kunden gut ankommt und auf die man in Zukunft setzen kann.

Anders als bei Mi Mix gibt es aber noch kein Gerät, das auf dem Markt wäre und sich kaufen ließe, bis auf die Bilder des neuen Modells herrscht noch weitgehend Funkstille.

Apple und Samsung sind in diesem Bereich also wahrscheinlich keine Vorreiter sondern gehen nur einen Weg mit, der von anderen Herstellern bereits beschritten wurde. Auch wenn Xiaomi und Meizu in Deutschland noch weitgehend unbekannt sein, zeigt es doch, dass Innovationen nicht nur aus den Laboren der bekannten Hersteller kommen, sondern das es derzeit vor allem die Newcomer sind, die Neuigkeiten präsentieren und keine Angst haben, auch komplett neue Konzepte auszuprobieren. Wenn im September 2018 das iPhone 8 auf den Markt kommen wird, dürfte es also bereits einige Modelle geben, die auf ein fast randloses Design setzen – Apple muss sich also noch mehr einfallen lassen, um da mithalten zu können. Ein paar Ideen dazu gibt es ja bereits.

iPhone 5 Display in 3 Minuten austauschen

Das iPhone 5 wurde kurz nach dem Marktstart bereits in seine Einzelteile zerlegt und daraus ging hervor, dass die neue Generation deutlich einfacher zu reparieren ist als die vorherigen Modelle. Bei dem iPhone 4S musste man beispielsweise um die 30 Schrauben lösen, bis man an das Display herangekommen ist. Im Gegensatz dazu kann der Bildschirm in weniger als drei Minuten gewechselt werden, dafür sind gerade einmal fünf Schräubchen notwendig.

Einmal runtergefallen, hat das hochpreis iPhone schon einen Riss auf der Glasfront und muss normalerweise kostspielig bei Apple repariert werden. Man kann aber auch selber Hand anlegen und das Display in irgendeinem Onlineshop erwerben. Ein neuer Bildschirm kann beispielsweise bei eBay für rund 25 Euro erstanden werden. Der Einbau ist ebenfalls nicht sonderlich schwer und geht schnell von der Hand. Das Display ist zum Glück nicht angeklebt, sondern nur geklemmt und kann mit wenigen Griffen ausgehebelt werden. Das unten eingebettete Video zeigt, dass in nur drei Minuten ein Austausch vonstattengeht. Ohne Zweifel um einiges schneller als die Wartezeit von eins bis zwei Wochen, wenn das Gerät bei Apple eingeschickt wird.

Um euch die Angst zu nehmen, solltet ihr euch das folgende Video zu Gemüte führen, in dem ihr einen Eindruck über die Komplexität (wenn man bei fünf Schrauben überhaupt davon sprechen kann) der Reparatur erhaltet.

via bloghandy

Samsung Galaxy S4: 4,99 Zoll-AMOLED-Display mit Full-HD-Auflösung angekündigt

Im Rahmen der Consumer Electronic Show in Las Vegas hat Samsung leider keine neuen Smartphones oder Tablets vorgestellt, aber dafür schon die ein oder anderen Bestandteile für das nächste Flaggschiff des Unternehmens enthüllt. Die Südkoreaner haben vor ein Tagen bereits die neuste Prozessor-Generation namens Exynos 5 Octa präsentiert und jetzt auch noch in einer Roadmap die neuste Display-Technologie behandelt.

Im Hinblick auf die Konkurrenz ist es natürlich kein Wunder, dass auch Samsung in diesem Jahr ein Smartphone präsentiert, welches über eine Full-HD-Auflösung verfügt. In einem Interview mit dem US-Marketingchef des Elektronikkonzerns konnte man bereits die Bestätigung für die Existenz eines solchen Display zwischen den Zeilen entnehmen, aber jetzt hat Samsung in einer Roadmap die Pläne für dieses Jahr offiziell bekannt gegeben. Den Angaben zufolge soll im ersten Quartal ein Display mit einer Bildschirmdiagonalen von 4,99 Zoll und einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln erscheinen. Eine Pixeldichte von 440 ppi würde daraus resultieren und mit den anderen 5-Zoll-Smartphones gleichziehen. Samsung konnte aber nicht nur die Auflösung verbessern, sondern auch der benötige Strom wurde um 25 Prozent reduziert. Ein spezieller Low-Power-Modus kann außerdem auch noch bei Bedarf eine Stromeinsparung von 47 Prozent erzielen.

Das neue Display wird sicherlich im Samsung Galaxy S4 zum Einsatz kommen und die Vorstellung des Gerätes könnte entweder auf dem Mobile World Congress in Barcelona stattfinden oder zu einem späteren Zeitpunkt auf einem gesonderten Event.

Quelle Anandtech via SmartDroid