iPhone – So prüft man Akku und und eine eventuelle Leistungsdrosselung

iPhone – So prüft man Akku und und eine eventuelle Leistungsdrosselung – So beliebt die iPhones von Apple sind, so negativ ist auch manche Kritik an den dort eingebauten Akkus. Der größere Skandal um die Akkus der iPhone-Modelle entstand aufgrund der Akku-Bremse. Bei dieser Akku-Bermse handelt es sich um eine Funktion, mit der Apple die Prozessorgeschwindigkeit drosselt, wenn die Akkuleistung nicht mehr optimal ist. So soll ein unerwartetes Abschalten aufgrund von mangelnder Akkuleistung verhindert werden. Leider geht dies auf Kosten der Leistung. Diese Funktion findet man in den älteren Modellen wie 6 (Plus), 6S (Plus), SE und 7 (Plus). Bei den neueren Modellen iPhone 8 und iPhone X ist diese Funktion schon gar nicht mehr verwendet worden. Doch bald können auch alle anderen iPhone-Nutzer die Akku-Bremse abschalten. Denn ein neues Update befindet sich zur Zeit in der Betaversion. Das Update wird zwei Neuerungen im Bereich „Akku“ bringen.

Batteriezustand überprüfen

Mit dem neuen Update wird es zum einen möglich, den Zustand der Batterie zu erfahren. Um an diese Informationen zu gelangen, muss man zunächst in die Einstellungen. Dort klickt man anschließend auf den Menüpunkt „Batterie“ und dann auf „Batteriezustand“. Dort wird die maximale Kapazität in Prozent angezeigt. Apple gibt also hier Auskunft darüber, wie viel der ursprünglichen Batterieleistung noch verfügbar ist. Laut Angaben von Apple soll eine Batterie 500 Ladezyklen schaffen, ohne dass der Wert unter 80 Prozent fällt. Ein Ladezyklus ist, wenn das Gerät von 0 Prozent auf 100 Prozent aufgeladen wird. Wer sein iPhone also schon bei 25 Prozent an das Ladegerät steckt, dann handelt es sich nur um einen dreiviertel Ladezyklus. Problem ist jedoch, dass nicht angezeigt wird, wie viele Ladezyklen das Smartphone schon hinter sich hat. Man erfährt also nur, wie hoch die Leistung der Batterie noch ist. Man kann jedoch nicht genau nachvollziehen, ob die Leistung vielleicht auch schon vor Ablauf der 500 Ladezyklen unter 80 Prozent war. Sollte etwas den Angaben von Apple also nicht entsprechen, lässt sich dies nur grob schätzen. Ist die Batterieleistung jedoch erheblich gesunken, sollte man überleben den Akku auszutauschen, um wieder eine optimale Leistung zu erhalten. Diese Funktion wird für alle Modelle der iPhones verfügbar sein, sodass die Leistung des Akkus bei jedem iPhone nachvollzogen  werden kann.

Akku-Bremse deaktivieren

Die zweite Funktion ist lediglich für ältere Modelle verfügbar, die zur Zeit möglicherweise noch mit der Akku-Bremse arbeiten. Information zu Akku-Bremse gibt es unter dem selben Menüpunkt. Dort gibt es den Unterpunkt „Höchstleistungsfähigkeit“. Hier sollte im Idealfall die Meldung „Derzeit unterstützt deine Batterie normale Höchstleistung“ stehen. Das bedeutet, dass die Akku-Bremse nicht aktiv ist und die Leistung des iPhones nicht gedrosselt wird. Ist die Akku-Bremse jedoch aktiviert dann erscheint folgende Meldung „Dieses iPhone wurde unerwartet ausgeschaltet, da die Batterie nicht die benötigte Leistung bereitstellen konnte“. In diesem Falle wird dann die Leistung gedrosselt, damit die Kapazität des Akkus möglichst lange hält und ein erneutes Abschalten des Geräts verhindert wird. Mit dem neuen Update kann man diese Option jedoch deaktivieren. Diese Option steht auch ganz einfach bei dem Menüpunkt dabei. Schaltet man die Akku-Bremse jedoch ab, dann kann es wieder vorkommen, dass das iPhone aufgrund von mangelnder Stromversorgung abstürzt.

https://www.youtube.com/watch?v=ikNXXEAb3Rg

Weitere Links rund um das iPhone

 

Apple iPhone – Nutzer sollen bessere Infos zu Batteriestatus und Leistung bekommen

Apple musste im letzten Jahr viel Kritik einstecken, weil teilweise die Geräte gedrosselt wurden, wenn der Akku zu schwach (geworden) war. Das Unternehmen wollte nach eigenen Angaben damit die Akkulaufzeit verbessern, allerdings waren nicht alle Kunden damit einverstanden, dass dies auf Kosten der Leistung gehen sollte. Oft wussten die Verbraucher auch gar nichts davon, Apple hatte erst auf öffentliche Druck dieses Vorgehen eingeräumt und entsprechende Informationen in den Modellen angezeigt.

In UK hat die Verbraucherbehörde nun mitgeteilt, dass man sich mit Apple auf eine bessere Informationspolitik geeinigt hat. Nutzer sollen zukünftig über Leistungsänderungen bei Updates informiert werden und auch entscheiden können, ob sie diese haben möchten oder nicht. Konkret hat die Behörde ein Untersuchungsverfahren gegen Apple eingeleitet, dass nun mit dieser Vereinbarung wohl beendet scheint.

Die britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) schreibt dazu im Original:

Since the CMA raised its concerns, Apple had already started to be more up front with iPhone users, but today’s announcement locks the firm into formal commitments always to notify people when issuing a planned software update if it is expected to materially change the impact of performance management on their phones.

Apple will also provide easily accessible information about battery health and unexpected shutdowns, along with guidance on how iPhone users can maximise the health of their phone’s battery. This could help people improve the performance of their own handset after a planned software update by, for example, changing settings, adopting the low power mode or replacing the battery – rather than resorting to having their phone repaired or replaced. The firm has agreed to do this both for current and future iPhones.

Die Änderung dürfte dabei nicht nur Apple Nutzer in UK betreffen, sondern wohl global so umgesetzt werden, so dass auch die deutschen iPhone Kunden von dieser Neuerung profitieren werden. Wie genau dies dann in der Praxis aussehen wird, muss sich aber erst noch zeigen – bleibt abzuwarten, wann es zu ersten Mal ein Update für die iPhone Modelle gibt, das unter dieser Vereinbarung fällt.

 

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iPhone – Performance-Reduzierung soll abschaltbar werden

Apple hat mit den Performance-Einbrüchen bei älteren Modelle durch die Drosselung mehr zu kämpfen als gedacht.  Tim Cook hat dazu nun auch öffentlich einem Interview mit ABC News Stellung genommen und verschiedene Hintergründe erklärt. Dabei hat er unter anderem auch angesprochen, dass die Nutzer von iPhones zukünftig die Möglichkeit bekommen sollen, die Performance-Drosselung abzuschalten. Wer also mit einem älteren Akku arbeitet, könnte in den nächsten Monat die Möglichkeit bekommen, trotzdem auf die volle Leistung der Geräte zurück zu greifen. Das könnte aber auch bedeuten, dass sich die Modelle dann plötzlich abschalten, wenn der Akku es nicht schafft, die Leistung für den Prozessor bereit zu stellen.

Im Original heißt es bei 9to5mac:

In an interview with ABC News, Tim Cook was asked for his take on Apple slowing down iPhones with degraded batteries. He revealed that the developer beta including these features will be released next month, with a public release to follow after. Moreover, he says that this forthcoming update will give users the option to disable performance throttling if they would rather be at risk of unexpected shutdowns but maintain full CPU and GPU performance.

Apple hatte noch im alten Jahr einen offenen Brief veröffentlicht, in dem man sich für die Drosselung der Geräte entschuldigte und verschiedene Schritte angekündigt hat, mit denen man zukünftig das Problem beheben will. Unter anderen ist Folgendes angedacht:

  • Die Preise für einen Akku-Wechel bei Geräten, in denen die Garantie nicht mehr greift, wird deutlich gesenkt und beträgt zukünftig nur noch ein Drittel. Statt 79 Dollar verlangen die Service-Center dann nur noch 29 Dollar (oder den entsprechenden Betrag in der Landeswährung). Diese Neuerung sollte Ende Januar online gehen, wurde mittlerweile aber vorgezogen.
  • Anfang 2018 soll es dazu eine weitere Neuerung geben, mit der Apple mehr Informationen zum aktuellen Status des iPhone geben will. Nutzer können dann einfacher abfragen, welche Faktoren möglicherweise die Leistung der Modelle beeinflussen.
  • Und natürlich versichert man, dass man immer daran arbeitet, Fehler und Probleme möglichst schnell und einfach zu beseitigen.

Besonders der Punkt 2 ist interessant, denn darunter könnte die von Cook angesprochen Abschaltung der Drosselung fallen.

Wann genau diese neue Funktionen online gehen sollen, ist noch nicht bekannt, es gibt auch noch keinen Zeithorizont, bis wann Apple diese Neuerungen in die Geräte bringen will. Dazu kann man wohl davon ausgehen, dass nur die neueren Modelle diese Funktionen bekommen werden.

„We apologize“ – Offener Brief von Apple zum Thema Leistungsreduzierung

Update: Apple hat die Reduzierung der Kosten für den Akkutausch vorgezogen und bietet ab sofort die Möglichkeit, die Modelle für 29 Euro (statt bisher 79 Euro) mit neuen Akkus zu versorgen. Wer also Probleme mit den Geräten hat, kann dies sofort lösen und muss nicht bis Ende Januar warten.


Apple hat gestern einen offnen Brief veröffentlicht, in dem das Unternehmen das Thema der Leistungsreduzierung bei schwachen Akkus aufgreift und sich bei den Kunden für die Drosselung der Leistung entschuldigt. In verschiedenen Tests hatte sich gezeigt, dass Apple bei schwachen Akkus die Leistung der Chips herunter fährt, um zu verhindern, dass sich die Geräte abschalten. Dabei hätte wohl in den meisten Fällen ein einfacher Akkuwechsel gereicht um die Modelle wieder auf die volle Leistung zu bringen.

Neben der Entschuldigung erklärt das Unternehmen auch, wie es zu dem Problem kommen konnte und wie Akkus altern. Dazu kündigt Apple eine Reihe von Maßnahmen an, mit denen die Probleme zukünftig besser gelöst werden sollen. Insgesamt setzt das Unternehmen dabei auf drei Punkte:

  • Die Preise für einen Akku-Wechel bei Geräten, in denen die Garantie nicht mehr greift, wird deutlich esenkt und beträgt zukünftig nur noch ein Drittel. Statt 79 Dollar verlangen die Service-Center dann nur noch 29 Dollar (oder den entsprechenden Betrag in der Landeswährung). Diee Neuerung soll Ende Januar online gehen.
  • Anfang 2018 soll es dazu eine weitere Neuerung geben, mit der Apple mehr Informationen zum aktuellen Status des iPhone geben will. Nutzer können dann einfacher abfragen, welche Faktoren möglicherweise die Leistung der Modelle beeinflussen.
  • Und natürlich versichert man, dass man immer daran arbeitet, Fehler und Probleme möglichst schnell und einfach zu beseitigen.

Unklar ist, wie Apple mit Fällen umgehen wird, bei denen die Kunden aufgrund dieser Probleme zum alten Preis die Akkus getauscht haben. Möglicherweise gibt es hier auch eine Gutschrift – sicher ist das aber nicht und es wird im offenen Brief auch nicht erwähnt. Unabhängig davon ist es aber sehr erfreulich zu sehen, dass Apple sehr schnell und umfangreich auf die Kritik der Kunden reagiert und versucht, eine Lösung zu finden.

Der offene Brief von Apple im Original:


A Message to Our Customers about iPhone Batteries and Performance

We’ve been hearing feedback from our customers about the way we handle performance for iPhones with older batteries and how we have communicated that process. We know that some of you feel Apple has let you down. We apologize. There’s been a lot of misunderstanding about this issue, so we would like to clarify and let you know about some changes we’re making.

First and foremost, we have never — and would never — do anything to intentionally shorten the life of any Apple product, or degrade the user experience to drive customer upgrades. Our goal has always been to create products that our customers love, and making iPhones last as long as possible is an important part of that.

How batteries age

All rechargeable batteries are consumable components that become less effective as they chemically age and their ability to hold a charge diminishes. Time and the number of times a battery has been charged are not the only factors in this chemical aging process.

Device use also affects the performance of a battery over its lifespan. For example, leaving or charging a battery in a hot environment can cause a battery to age faster. These are characteristics of battery chemistry, common to lithium-ion batteries across the industry.

A chemically aged battery also becomes less capable of delivering peak energy loads, especially in a low state of charge, which may result in a device unexpectedly shutting itself down in some situations.

To help customers learn more about iPhone’s rechargeable battery and the factors affecting its performance, we’ve posted a new support article, iPhone Battery and Performance.

It should go without saying that we think sudden, unexpected shutdowns are unacceptable. We don’t want any of our users to lose a call, miss taking a picture or have any other part of their iPhone experience interrupted if we can avoid it.

Preventing unexpected shutdowns

About a year ago in iOS 10.2.1, we delivered a software update that improves power management during peak workloads to avoid unexpected shutdowns on iPhone 6, iPhone 6 Plus, iPhone 6s, iPhone 6s Plus, and iPhone SE. With the update, iOS dynamically manages the maximum performance of some system components when needed to prevent a shutdown. While these changes may go unnoticed, in some cases users may experience longer launch times for apps and other reductions in performance.

Customer response to iOS 10.2.1 was positive, as it successfully reduced the occurrence of unexpected shutdowns. We recently extended the same support for iPhone 7 and iPhone 7 Plus in iOS 11.2.

Of course, when a chemically aged battery is replaced with a new one, iPhone performance returns to normal when operated in standard conditions.

Recent user feedback

Over the course of this fall, we began to receive feedback from some users who were seeing slower performance in certain situations. Based on our experience, we initially thought this was due to a combination of two factors: a normal, temporary performance impact when upgrading the operating system as iPhone installs new software and updates apps, and minor bugs in the initial release which have since been fixed.

We now believe that another contributor to these user experiences is the continued chemical aging of the batteries in older iPhone 6 and iPhone 6s devices, many of which are still running on their original batteries.

Addressing customer concerns

We’ve always wanted our customers to be able to use their iPhones as long as possible. We’re proud that Apple products are known for their durability, and for holding their value longer than our competitors’ devices.

To address our customers’ concerns, to recognize their loyalty and to regain the trust of anyone who may have doubted Apple’s intentions, we’ve decided to take the following steps:

  • Apple is reducing the price of an out-of-warranty iPhone battery replacement by $50 — from $79 to $29 — for anyone with an iPhone 6 or later whose battery needs to be replaced, starting in late January and available worldwide through December 2018. Details will be provided soon on apple.com.
  • Early in 2018, we will issue an iOS software update with new features that give users more visibility into the health of their iPhone’s battery, so they can see for themselves if its condition is affecting performance.
  • As always, our team is working on ways to make the user experience even better, including improving how we manage performance and avoid unexpected shutdowns as batteries age.

At Apple, our customers’ trust means everything to us. We will never stop working to earn and maintain it. We are able to do the work we love only because of your faith and support — and we will never forget that or take it for granted.

Apple iPhone – ältere Modelle werden mit schwachen Akkus wohl auch langsamer

Tatsächlich hat John Poole, Entwickler bei Geekbench, bei den Vergleichen der Geräteversionen im Benchmark eine merkwürdige Veränderung fest stellen können. Unabhängig von der iOS Version, die bei den iPhones zum Einsatz kam, waren die meisten Modelle weitgehend gleich schnell. Bei neueren Versionen gab es aber zu dem Peak aber noch Häufungen in langsameren Bereichen – je länger die Modelle auf den Markt waren, desto mehr teilweise viel langsamere iPhone 6s wurden gefunden.

In der Grafik sieht das in der neusten Version wie folgt aus:

Poole geht dabei nicht davon aus, dass die iOS Versionen die Ursache für die langsameren Geräte sind. Wäre das der Fall, müßte man diesen Verlust an Performance bei allen Modellen bemerken. Die Grafik zeigt aber recht deutlich, dass es nur einige ältere Geräte sind, die langsamer werden und je älter die Modelle sind, desto mehr Geräte weisen diesen Verlust an Performance aus.

Der Entwickler sieht daher eher den Akku als mögliches Problem. Das würde auch zu einigen Nutzer passen, bei denen der Akku erneuert wurde und die dann wieder deutlich schneller unterwegs waren.

Im Original schreibt Pool zu einer möglichen Erklärung:

First, it appears the problem is widespread, and will only get worse as phones (and their batteries) continue to age. See, for example, the difference between the distribution of iPhone 6s scores between 10.2.1 and 11.2.0.

Second, the problem is due, in part, to a change in iOS. The difference between 10.2.0 and 10.2.1 is too abrupt to be just a function of battery condition. I believe (as do others) that Apple introduced a change to limit performance when battery condition decreases past a certain point.

Wenn also der Akku zu schwach wird (aufgrund von Alterung) scheint Apple automatisch eine Notbremse eingebaut zu haben, die verhindert, dass der Akku überlastet wird. Mit iOS 10.2.1 scheint Apple eine entsprechende Funktion integriert zu haben, wohl um die Akkus der Geräte zu entlasten und die Probleme mit sich plötzlich abschaltenden Modellen zu beheben.

Konkret: Wenn der Prozessor den Akku zu stark belastet, könnte das der Grund für die plötzlichen Abschaltung bei den iPhone Modellen sein. Um dies zu verhindern hat Apple mittlerweile ein System eingebaut, das bei schwachen Akkus die Geräte drosselt um die Abschaltung zu verhindern. Wer einen schlechten Akku hat, muss also nicht nur öfter laden, sondern surft mittlerweile auch langsamer.

Allerdings gibt es bisher keine offizielle Bestätigung von Apple dazu. Das Unternehmen hat sich dazu noch nicht geäußert und daher gibt es für diese Vermutung noch keine wirklichen Belege. Wer selbst unter einem langsamen Gerät leidet, kann dies aber recht schnell selbst prüfen, in dem man sich einen neuen Akku einbauen lässt. Sollte das Modell dann wieder deutlich schneller sein, spricht vieles dafür, dass Apple tatsächlich ein solche Schutz- und Drosselungssystem installiert hat um die Geräte vor einer plötzlichen Deaktivierung zu bewahren.

Die neuen O2 Free Allnet Flat sind ab sofort verfügbar

Unendliches Surfen bei O2. Ab heute ist es soweit, O2 öffnet – wie angekündigt – die Tore für die grenzenlose Internetnutzung. Das Wort Drosslung existiert nicht mehr und der fade Beigeschmack, den man bei seinem im Monat zur Verfügung stehenden Datenvolumen hat wurde entfernt. Ab jetzt kann man auch bei verbrauchtem Volumen mit 1 Mbit/s weiter surfen. Ermöglicht wird das durch die neuen O2 Free-Tarife. Die Tarife sind das Resultat einer von O2 durchgeführten Studie, die erfragte auf welche Anwendungen die Nutzer nicht verzichten wollen. Ganz oben hier: Messengerdienste und Surfen im Internet. Diese Anwendungen stellen somit die Grundbedürfnisse der Smartphone-Nutzer da, künftig muss auf diese auch nicht mehr verzichtet werden.

Ein Überblick

Die Tarife sind hierbei vielfältig gestrickt. Insgesamt vier Variationen gibt es aus denen man wählen kann. Je nach Datenvolumen steigt hier der Preis, wobei Datenvolumen schon fast der falsche Name ist. Man erhält einen limitierten Datenturbo, bei dem man mit max 225 Mbit/s durchs Internet rast. Hat man das Volumen aufgebraucht ist man mit 1 Mbit/s unterwegs und kann weiterhin ungestört, Messengerdienste nutzen oder Internetseiten aufrufen. Die Mindestvertragslaufzeit ist variabel. Entscheidet man sich für 24 Monate zahlt man monatlich etwas weniger. Wählt man eine Mindestlaufzeit von einem Monat muss man etwas mehr löhnen. Der Anschlusspreis ist für alle Tarife einheitlich und beträgt 29,99 Euro. Schließt man einen Vertrag bis zum 18.10 ab erhält man außerdem einen Rabatt in Höhe von 12 x 5 Euro, der auf die monatliche Grundgebühr gewährt wird. Beim Kleinsten der Tarife ist der Rabatt jedoch leider nicht mit drin. Dafür bekommt man aber bei allen Tarifen eine Roaming-Option geschenkt. Diese enthält 1 GB Datenvolumen, das nutzbar ist für das Ausland und eine kostenlose Telefon-Flat.

Weitere Tarifdetails gibt es hier:

Die O2 Free Tarife ersetzen die bis dahin angebotenen Allnet-Flats von O2. Für bestehende Kunden ist ein Upgrade auf eine erhöhte Drosslung von 1 Mbit/s für 5 Euro extra pro Monat möglich. Am Ende zahlt man dann genau so viel wie für einen O2 Free Tarif bei gleichen Leistungen.

O2 Free S

  • SMS- und Telefon-Flat
  • Unendlich Surfen mit 1 Mbit/s
  • 1 GB Datenvolumen mit max. 225 Mbit/s
  • 24,99 Euro monatlicher Paketpreis

O2 Free M

  • SMS- und Telefon-Flat
  • Unendlich Surfen mit 1 Mbit/s
  • 2 GB Datenvolumen mit max. 225 Mbit/s
  • 29,99 Euro monatlicher Paketpreis (ab dem 13. Monat 34.99 Euro)

O2 Free L

  • SMS- und Telefon-Flat
  • Unendlich Surfen mit 1 Mbit/s
  • 4 GB Datenvolumen mit max. 225 Mbit/s
  • 39,99 Euro monatlicher Paketpreis (ab dem 13. Monat 44,99 Euro)

O2 Free XL

  • SMS- und Telefon-Flat
  • Unendlich Surfen mit 1 Mbit/s
  • 8 GB Datenvolumen mit max. 225 Mbit/s
  • 49,99 Euro monatlicher Paketpreis (ab dem 13. Monat 54,99 Euro)

Video: o2 Free

Die Kampagne für die neuen Tarife ist bereits gestartet. O2 schreibt dazu;

Wie bereits bei der Kampagne zu „Schneller Surfen an mehr Orten“ greift O2 auch bei der Online-Werbung zum neuen O2 Free Portfolio auf ein innovatives digitales Format zurück: das Contextual Campaigning. Diese Form der kontextgebundenen Werbung in Echtzeit spielt passend zur Zielgruppe und dem aktuellen Online-Content der Nutzer die richtige Story. Vom Musik-Streaming über Snapchat bis hin zum Gaming, es läuft immer die Kreation im Online-Advertising, die gerade zum Content und Kontext der Website passt.

(via telefonica)

O2 Free – auch gedrosselt mit 1MBit/s surfen

Die Telekom hat bereits eine Tagesflatrate eingeführt, die ganz ohne Drosselung beim Datenvolumen auskommt, O2 geht nun in eine ähnliche Richtung und bringt unter dem Namen O2 Free neuen Tarife auf den Markt, die zwar ein monatliches Datenvolumen beinhalten und damit gedrosselt werden, aber auch nach eine Drosselung durchaus noch nutzbar sind. Dies wird durch eine Anhebung der Geschwindigkeit im gedrosselten Zustand erreicht. Bei den meisten Anbietern sinkt dann die Geschwindigkeit auf 32 oder 64kBit/s und damit sind die Tarife zum Surfen kaum noch nutzbar. Die neuen O2 Angebote senken zwar auch die Geschwindigkeit, aber nur auf 1Mbit/s (entspricht etwa DSL 1.000). Das ist auch langsamer als die normalen 50Mbit/s, die man im O2 Netz als maximalen Speed bekommen kann, aber trotzdem durchaus noch nutzbar, wenn auch etwas langsamer.

„Wir läuten eine neue Zeitrechnung ein – offline gibt es nicht mehr“, sagt Markus Haas, Chief Operating Officer (COO) von Telefónica Deutschland. „Die Menschen wollen permanent online sein, ohne sich Gedanken über ihren Datenverbrauch zu machen. Nur so können sie sich jederzeit komfortabel in der digitalen Welt bewegen und echte Freiheit genießen. Deshalb dreht O2 Free auf, nicht ab – zu jeder Zeit, an jedem Ort und mit einem fairen Preis-/Leistungsverhältnis.“

Die neuen Tarife sollen ab 5. Oktober verfügbar sein und bieten dann zwischen 1 und 8GB Datenvolumen. Die Preise beginnen bei 24.99 Euro für die kleinste Tarifversion mit 1GB Datenvolumen und enden bei 54,99 Euro für den Tarif mit 8 Gigabyte monatlichem Volumen. Eine komplette Allnet Flatrate für Gespräche und SMS ist in allen Tarifen mit inklusive.

Auch wenn sich O2 nicht komplett dazu durchringen konnte, die Drosselung der Datenflatrates aufzuheben, ist der neue Tarif auf jeden Fall ein guter Schritt und geht in die richtige Richtung. Nachdem bereits die Telekom sich im Bezug auf die Datendrosselung bewegt hat und auch O2 nachzieht, fehlt nun eigentlich nur noch Vodafone mit einem entsprechenden Angebot. Danach könnten unter Umständen auch bereits die ersten Discounter mit diesen Angeboten kommen. Es ist also unter Umständen nur noch eine Frage der Zeit, bis die restriktive Drosselung auf dem deutschen Markt der Geschichte angehört.

via telefonica

Kommentar: 26 Sekunden schnelles Netz bei der Telekom

Die Telekom hat ihre neuen Tarife vorgestellt und es gibt wenig Überraschungen. Es gibt etwas mehr Speed und etwas mehr Datenvolumen, das man sich aber auf die Kunden eingestellt hätte kann man kaum sagen.

Die wenigsten Kunden waren mit den (theoretisch) maximalen Speed-Obergrenzen unzufrieden. Ganz ehrlich: ob man mit maximal 50 oder 150Mbit/s surfen kann fällt in der Praxis kaum auf. Dazu kommt, dass es sich hier um die maximalen Grenzen handelt. Die erreicht man eventuell in Frankfurt am Flughafen, in den meisten Ausbaugebieten dürften aber schon die 50Mbit/s ein Problem darstellen.

Was sich die Kunden tatsächlich gewünscht haben, war mehr Datenvolumen. Die 500MB Volumen im kleinsten Tarif (für immerhin knapp 30 Euro) wirken eher lächerlich. Mit dem maximalen Speed könnten Kunden hier 26 Sekunden surfen. Dann ist die Drosselgrenze von 64Kbit/s erreicht und der Tarif wird mit einem Schlag um mehrere tausend Prozent langsamer. In den großen Tarifen gibt es tatsächlich (etwas) mehr Datenvolumen aber für einen Premium-Tarif wirken auch die 2GB oder die 4GB eher gering. Die 10GB gibt es natürlich auch – zumindest für alle die bereits sind 80 Euro im Monat für die Flatrate auszugeben.

An dieser Stelle hätte man ansetzen sollen. Mehr Datenvolumen geht in anderen europäischen Ländern auch ohne Probleme. Dort gibt es mehr Datenvolumen zum kleineren Preis. Für 35 Euro bekommt man in den meisten Ländern der EU gleich 20Gigabyte monatliches Datenvolumen, also 10mal so viel wie bei den neuen, verbesserten Tarifen der Telekom. Man wird dort oft nicht 150Mbit/s erreichen, aber zumindest steht deutlich mehr Leistung bis zur Drosselung zur Verfügung.

Von daher sind die neuen Tarife der Telekom eine Enttäuschung. Bleibt zu hoffen, dass die aktuelle Daten-Offensive im O2 Netz hier etwas Druck machen kann und die Konkurrenz in den D-Netzen unter Druck setzt. Sonst wird Deutschland auch im Bereich des mobilen Internets immer weiter abgekoppelt.