Lumia 920: Erste Eindrücke zum Nokia-Flaggschiff und Windows Phone 8

Das Nokia Lumia 920 ist nun seit ungefähr zwei Wochen auf dem deutschen Markt verfügbar und ist auch vor einigen Tagen bei uns eingetroffen. In der nächsten Zeit wird mich das Nokia-Flaggschiff im täglichen Leben begleiten und ich werde mich ausgiebig mit dem neusten Microsoft-Betriebssystem beschäftigen. Am Wochenende konnte ich schon meine ersten Eindrücke über das Gerät und auch Windows Phone 8 sammeln, die ich nun im folgenden Artikel mit euch teilen möchte. 

Das Gerät liegt uns in der weißen Version vor und wurde uns freundlicherweise von getgoods.de zur Verfügung gestellt, welches uns ermöglicht das neue Windows Phone genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Smartphone macht auf den ersten Blick einen sehr hochwertigen Eindruck und kann durch eine nette Hochglanzoptik auftrumpfen. Das Unibody-Gehäuse aus Polycarbonat liegt trotz der etwas größeren Ausmaße gut in der Hand und steht in verschiedenen Farbvarianten zur Verfügung. Die Optik ist natürlich subjektiv und nicht jedem gefällt die glänzende Oberfläche. Das Aussehen wird allerdings etwas durch das heftige Gewicht ausgebremst. Mit stolzen 185 Gramm wiegt das Lumia 920 deutlich mehr als die aktuelle Konkurrenz und dies dürfte somit wohl den größten Kritikpunkt darstellen. Wer unbedingt ein leichtes und handliches Gerät sucht, sollte lieber auf das ebenfalls neue HTC 8X ausweichen oder sich vielleicht das Lumia 820 anschauen. Daneben muss man bedenken, dass die solide Bauweise einen festverbauten Akku mit sich bringt und man leider auf einen MicroSD-Kartenslot verzichten muss. Zumindest sind 32 Gigabyte mit an Bord, die sicherlich für die meisten Benutzer vollkommend ausreichen werden.

Das Lumia 920 hat aber natürlich auch viele positive Eigenschaften und hat, vom dem Gewicht abgesehen, keinen größeren Kritikpunkt. Das 4,5 Zoll Display verfügt über eine Auflösung von 1280 x 768 Pixeln und kann durch einen hohen Farbkontrast auftrumpfen, obwohl sich Nokia beim neuen Flaggschiff von der AMOLED-Technologie verabschiedet hat. Manchmal kommt es mir allerdings vor als ob einige Apps noch nicht auf die höhere Auflösung angepasst sind und die Live-Tiles etwas verwaschen wirken. Bei der Twitter-App Rowi habe ich die Unschärfe beispielsweise bemerkt, dies scheinen jedoch eher Ausnahmen zu sein. Ansonsten bin ich von dem Display begeistert, denn nicht nur die allgemeine Kontraststärke und Farbsättigung kann überzeugen, sondern auch die Verarbeitung und die Empfindlichkeit des Touchscreens. Die Kamera macht, wie nicht anders zu erwarten, einen sehr guten Eindruck und konnte mich seit den ersten Aufnahmen begeistern. In den nächsten Tagen werde ich die Kamera noch in verschiedenen Lichtverhältnissen testen und auch den hochgelobten Bildstabilisator mit der Konkurrenz vergleichen.

Technische Daten:

  • 4,5″ PureMotion HD+ WXGA IPS LCD ClearBlack Touchscreen
  • Auflösung: 768×1280 Pixel
  • 1,5 GHz Qualcomm Snapdragon S4 Dual-Core Prozessor
  • Windows Phone 8
  • 1 GB RAM
  • 32 GB Speicherplatz, 7 GB kostenloser SkyDrive Cloud-Speicherplatz
  • 8,7 Megapixel PureView Kamera mit Carl Zeiss Objektiv und Hochleistungs-LED-Blitz
  • Bildstabilisierung über eine beweglich gelagerte Linse
  • 1080p Videoaufnahme mit 30 Bilder/Sek
  • 1,2 Megapixel Frontkamera
  • Akkukapazität: 2000 mAh
  • StandBy-Zeit: bis zu 400 Stunden
  • Maße (HxBxT): 130,0 x 70,8 x 10,7mm
  • Gewicht: 185g
  • Erhältlich in den Farben gelb, rot, weiß, grau, schwarz
  • Verkaufsstart und Preis: Ab sofort und ab ungefähr 600€

Das Betriebssystem selbst läuft einwandfrei und bislang konnte ich keinerlei Ruckler feststellen. Es gibt jedoch beim Starten von Apps und beim Wechseln zwischen Anwendungen ab und an kleinere Ladezeiten, welche aber nicht störend ausfallen. Dagegen kann Windows Phone 8 durch eine neue und moderne Oberfläche punkten, die sich vom Einheitsbrei der Konkurrenz absetzt. Es bietet einen komplett neuen Ansatz und durch die so genannten LiveTiles wird der Benutzer in Echtzeit über Ereignisse informiert. Der Homescreen besteht aus vielen verschiedenen Kacheln, die man in drei unterschiedlichen Größen anpassen kann und natürlich auch nach seinen eigenen Wünschen sortieren kann. Leider müssen die LiveTiles-Einstellungen in jeder App einzeln durchgeführt werden und können nicht zentral gesteuert werden. Eine solche Funktion würde ich mir in Zukunft noch wünschen.

Die Optik der Benutzeroberfläche wirkt sich aber natürlich auch auf die Anwendungen aus, die man im App Store von Microsoft finden kann. Ich persönlich konnte mich noch nicht sonderlich an die Aufmachung gewöhnen und vermisse zum Beispiel in der Twitter- sowie Facebook-App die klare Abgrenzung zwischen den Einträgen. Darüber hinaus sind ein paar Funktionen nicht zu Ende gedacht und so werden mir im Neuigkeiten-Bereich meine eigenen Tweets oder Einträge in Facebook angezeigt. In den Benachrichtigungen hingegen wird mir nur das Ereignisse präsentiert, der Inhalt muss mit einem weiteren Klick geöffnet werden. Dies ist etwas umständlich um Tweets zu lesen, in denen man erwähnt wurde. Daneben müssen manche Apps auch mit abgehakten Texten kämpfen, die anscheinend durch eine fehlerhafte Skalierung des Öfteren vorkommen. Es gibt aber natürlich auch Vorteile des Systems. Windows Phone 8 bietet eine simple Integration von den üblichen Benutzerkonten und synchronisiert ohne großen Aufwand Kontakte sowie Kalendereinträge. Die Einrichtung geht schnell von statten und die App-Auswahl ist größer als zuvor gedacht. Auf Funktionen wie Räume, DateSense oder OneNote werde in den nächsten Tagen noch genauer eingehen und den kompletten Funktionsumfang sowie dessen Vorteile gegenüber der Konkurrenz aufzeigen.

Insgesamt gibt es viel zu entdecken und ich stehe gerade erst am Anfang der Reise. In den nächsten drei Wochen werde ich mir das Lumia 920 bis ins letzte Detail zu Gemüte führen und auch die kleinste Funktion von Windows Phone 8 ausprobieren. Meine Erfahrungen, Eindrücke und Probleme könnt ihr natürlich wie immer im Blog verfolgen. Der komplette Testbericht wird allerdings in mehreren Teilen veröffentlicht, um euch in regelmäßigen Abständen über das Smartphone zu berichten.

iPhone 5: Fazit, Erwartungen und mein Testbericht

Resümee und Erwartungen

Monatelang habe ich die Gerüchteküche rund um das neue iPhone verfolgt und meine Erwartungen an das Gerät waren dementsprechend hoch. Die endlosen Spekulationen haben ihren Dienst geleistet und auch bei mir die Vorfreude geweckt. Zusätzlich haben sich auch die Analysten auf die nächste iPhone-Generation gestürzt und es bereits nach kurzer Zeit als das größte Upgrade in der Geschichte des Apple-Smartphones angekündigt. Abermillionen verkaufte Geräte wurden prophezeit und die unterschiedlichen Einschätzungen haben den Druck auf das kalifornische Unternehmen ins Unermessliche getrieben.

Die Stunden nach der offiziellen Vorstellung haben das Unausweichliche hervorgebracht. Eine herbe Enttäuschung ging durch die Medienwelt, es fehlte das gewisse Etwas, ein Killer-Features, über welches andere Smartphone nicht verfügen. Es würde nur eine langweilige Evolution darstellen und ohne Steve Jobs könnte Apple keine Innovationen mehr darbieten. Aber wie bei jedem Apple-Produkt sagen die medialen Resonanzen wenig über den tatsächlichen Erfolg aus und knapp fünf Tage nach dem Verkaufsstart konnte das Unternehmen aus Cupertino wiedermal neue Rekorde einfahren. Mehr als zwei Millionen Vorbestellungen und insgesamt fünf Millionen verkaufte Geräte wurden am ersten Wochenende erzielt. Im Vergleich zum Vorgänger eine deutliche Steigerung, die natürlich zeigt, dass man den kalifornischen Konzern nicht abschreiben sollte.

Allerdings gab es natürlich auch einige Schwächen, die man nicht bestreiten kann. In diesem Jahr haben sich nämlich die meisten Gerüchte über das neue Apple-Smartphone bewahrheitet und die Überraschungen während der Keynote natürlich auf ein Minimum reduziert. Zusätzlich haben auch einige weitere Problematiken für große Kritik beim neuen iPhone gesorgt. Kurz nachdem die ersten Geräte ausgepackt wurden, ist schon das erste „Gate“ entstanden. Zahlreiche Kunden haben über Kratzern auf ihren iPhones berichtet, die sogar mehrfach aufgekommen sind. Jedoch nicht genug des Guten. Die verschlechterte Karten-App, der lichtdurchlässige Rahmen, die schlechte W-Lan-Konnektivität und auch die gelbstichigen Display haben in den letzten Tagen für Furore gesorgt. Bei jedem iPhone wird bis ins kleinste Detail nach Fehlern gesucht und jede Kleinigkeit wird natürlich entsprechend aufgebauscht. Aber sei es drum. Die meisten Benutzer, und so auch ich, sind insgesamt sehr zufrieden.

Mein erster Eindruck

Pünktlich am 21. September gegen nachmittags wurde mir mein Gerät vom Hermes-Boten übergeben und somit konnte ich im Gegensatz zu den zahlreichen anderen Apple-Fans im Warmen auf mein iPhone warten und musste mich nicht stundenlang vor einen Apple Store begeben. Beim Auspacken gab es keinerlei große Überraschungen. Es war bereits vorher bekannt, dass Apple keinen Adapter für den älteren 30-Pin-Stecker mitpacken wird und das einzig Neue für mich war mein begleitendes Unboxing-Video. Allerdings war das Gewicht des neuen iPhones ein kleines Highlight. Das Gerät ist im Vergleich zu den Vorgängermodellen viel leichter, aber im Gegensatz zu vielen anderen Meinungen, finde ich persönlich das Gewicht sehr gut und es mindert definitiv nicht die Wertigkeit des iPhones. Das gewählte Material spricht natürlich für sich. Das Aluminium in Verbindung mit dem Glas vermittelt einen Qualitativ hochwertigen Eindruck und gefällt mir ausgesprochen gut.

Design

Das langgezogene Display bestimmt natürlich das neue iPhone 5 und ist auch im ersten Moment der größte Unterschied zu den Vorgängermodellen. Das Unternehmen aus Cupertino hat erstmalig die Displaygröße verändert und dabei den Bildschirm nur in der Länge erweitert, aber weiterhin auf die gleiche Breite gesetzt. Dadurch wird immer noch eine komfortable Bedienung mit einer Hand gewährleistet. Zusätzlich ist das Gerät merklich dünner geworden und punktet darüber hinaus mit dem erwähnten Gewichtsverlust. Abgerundet wird das Ganze durch das Unibody-Gehäuse aus Aluminium und Glas, welches dem iPhone 5 ein elegantes und einmaliges Aussehen verleiht. Der Aluminium-Rahmen wird bei der Produktion mit einem Diamanten abgeschliffen und bekommt dadurch leicht glänzende Kanten, die das Gerät veredeln. Auf den zweiten Blick hat sich also doch einiges getan beim Design und es unterscheidet sich in einigen wichtigen Dingen von der vorherigen iPhone-Generation. Für mich persönlich sind die Veränderungen im äußerlichen Bereich ausreichend und mir gefällt das Design immer mehr. Übrigens noch eine Randnotiz, bei meinem weißen iPhone 5 konnte ich nach dem Auspacken keinerlei Macken oder Kratzer entdecken.

Zusätzlich gibt es auch noch andere Unterschiede, die nicht unbedingt etwas mit dem Design zu tun haben, aber trotzdem das Aussehen des neuen Apple-Smartphones prägen. Auf der Frontseite hat sich die neue FaceTime HD-Kamera in die Mitte zentriert und befindet sich nicht mehr wie gewohnt links von der Hörmuschel. Auch die Kopfhörerbuchse hat sich vom oberen Ende an die Unterseite verschoben. Daneben befindet sich nun auch der neue Lightning-Anschluss, der den bisherigen 30-Poligen-Stecker ersetzt und beidseitig eingeführt werden kann. Positiv anzumerken ist, dass das neue Lightning-Kabel trotz der geringen Größe sehr stabil in dem Anschluss steckt. Auf der Unterseite des iPhone 5 wurde aber auch der Lautsprecher- beziehungsweise das Mikrofondesign überarbeitet. Es gibt jetzt keine Einbuchtunggen mehr, sondern die beiden Komponenten liegen nun nicht mehr offen und gut geschützt hinter einem Aluminiumgitter. Der Power-Button befindet sich immer noch an der selben Stelle und wurde nicht sonderlich verändert. Die linke Seite beherbergt natürlich die Laustärkenknöpfe und den Stummschalter, auf der rechten Seite findet man den Slot für die Nano-SIM.

Technische Daten

  • Größe 123,8 x 58,6 x 7,6 mm
  • Gewicht 112 Gramm
  • Bildschirm 4 Zoll IPS-Display im 16:9 Format
  • Auflösung 1136 x 640 Pixel
  • Prozessor A6 Dual-Core-CPU mit dynamischer Taktfrequenz von bis zu 1,3 GHz
  • Arbeitsspeicher 1 Gigabyte
  • Verbindungen LTE im Telekom-Netz (nur 1800 Frequenz), 802.11a/b/g/n Wi-Fi (802.11n 2,4 GHz und 5 GHz), UMTS, EDGE, HSPA+, HSUPA, HSDPA, GPRS, DC-HSDPA, Bluetooth 4.0
  • Speicherplatz 16, 32, 64 GB
  • Rückkamera 8 Megapixel, LED-Blitz, Rückwärtig belichteter Sensor, Gesichtserkennung, Hybrid-IR-Filter, ƒ/2.4 Blende, Panorama, Objektiv mit 5 Elementen, 1080p-HD-Videos Frontkamera 1,2 Megapixel, 720p-Videos
  • Sensoren 3-Achsen-Gyrosensor, Beschleunigungssensor, Annäherungssensor, Umgebungslichtsensor
  • Angegebene Akkuzeiten Sprechzeit: 8 Stunden mit 3G, Surfdauer: 8 Stunden mit 3G, zehn Stunden mit WLAN, Standby: Bis 225 Stunden
  • Betriebssystem iOS 6
  • Preise 16 GB Speicher: 679 Euro, 32 GB: 789 Euro, 64 GB: 899 Euro

Prozessor & Performance

Nicht nur äußerliche Merkmale sind dem Kunden wichtig, sondern auch die inneren Werte spielen heutzutage immer mehr eine größere Rolle. Im Gegensatz zum Vorgängermodell hat sich in der sechsten iPhone-Generation einiges getan und Apple hat eine Rundumerneuerung der Hardware durchgeführt. Der Prozessor ist wohl die größte Neuerung des Systems. Die CPU ist erstmalig eine Eigenentwicklung von Apple, die nicht auf einem vordefinierten ARM-Design basiert. Die Kalifornier haben sich den Befehlsatz der ARMv7-Architektur lizenziert und ein eigenes Chip-Design entwickelt. Auf diesem Weg konnte Apple die CPU perfekt auf die Software sowie die restliche Hardware abstimmen und erzielt dadurch eine sehr gute Performance. Die CPU beinhaltet zwei Kerne, die jeweils dynamisch mit bis zu 1,3GHz getaktet werden können. Im Standby-Modus oder bei leistungsschwachen Prozessen können aber die Kerne auch auf 600 MHz runtergetaktet werden, um den Akkuverbrauch zu minimieren. Aber nicht nur die CPU hat ein Upgrade bekommen, sondern auch der Grafikprozessor. Hier kommt der SGX543MP3 von PowerVR zum Einsatz, der aus drei Prozessorkernen besteht und jeweils mit 266 MHz betrieben wird.

Der Leistungszuwachs ist natürlich auch im System selbst bemerkbar und hat mich positiv überrascht. Apps, Anhänge und auch Webseiten öffnen sich schneller als bisher, aber auch leistungshungrige Prozesse, wie das Exportieren von Videos oder das Öffnen von großen Keynote-Dateien, werden schneller durchgeführt. Ebenfalls unterstützt der A6-Prozessor die Kamera im neuen iPhone und erlaubt eine schnellere Aufnahme von Bildern. Im Allgemeinen hat die Performance des kompletten Betriebssystems zugenommen und generell profitieren jegliche Anwendungen von dem neuen Prozessor.

Display

Wie bereits erwähnt hat Apple auch beim Display einige signifikante Neuerungen vollbracht und erstmalig eine andere Bildschirmgröße verbaut. Bislang hat das Unternehmen aus Cupertino gänzlich auf ein 3,5 Zoll großes Display gesetzt. Im neuen iPhone 5 hingegen wurde der Bildschirm in die Länge gezogen, um eine Größe von 4 Zoll und einen 16:9 Format zu gewährleisten. Dabei wurde, wie schon oben erwähnt, dass Display nicht in der Breite verändert und bleibt dadurch weiterhin sehr handlich. Ich persönlich komme immer noch sehr gut an den oberen Bildschirmrand und auch an alle Knöpfe des Gerätes. Im Vergleich zu der Android-Konkurrenz gefällt mir der Formfaktor des Apple-Smartphones viel besser und ist aus meiner Sicht die perfekte Balance zwischen Handlichkeit und größerem Display. Allerdings ist das natürlich eine rein persönliche Meinung und zahlreiche Kunden präferieren einen größeren Bildschirm.

Ansonsten beinhaltet das Gerät eine Auflösung von 1136 x 640 Pixel und verfügt daher über eine Pixeldichte von 326 ppi. Mit diesem Wechsel müssen nun auch die zahlreichen Programme im App Store angepasst werden, um die neue Auflösung zu unterstützten. Die beliebtesten Apps sind bereits mit dem iPhone 5 kompatibel und nutzen die zusätzliche Fläche des Displays. Jedoch wurde eine Mehrzahl der Apps und vor allem Spiele noch nicht aktualisiert und werden mit schwarzen Balken oben und unten dargestellt, damit die Nutzung nicht sonderlich eingeschränkt ist. Nach mehr als drei Wochen ist das natürlich ziemlich ärgerlich und in Zukunft werden auch sicherlich nicht alle Anwendungen ein Update erhalten. Die Wichtigsten werden aber garantiert nicht außen vor bleiben.

Neben der neue Auflösung und der Größe hat Apple auch eine neue Technologie für das Display eingesetzt. Die so genannte In-Cell-Technologie vereint die berührungsempflindlichen Sensoren mit dem Glas und gewährleisten somit eine dünnere Bauweise. Darüber hinaus hat sich auch einiges an der Helligkeit, der Farbsättigung und beim Kontrast getan. Die Farbsättigung hat sich laut den Angaben von Apple um 44 Prozent erhöht und im direkten Vergleich mit dem Vorgänger ist der Unterschied auch definitiv sichtbar. Die Farben wirken kräftiger und entsprechen nun dem sRGB-Standard. Das Kontrastverhältnis wurde nun auf 800:1 angehoben und die Helligkeit entspricht 500 dc/m2. Im täglichen Gebrauch verwende ich meistens nur die Hälfte der Helligkeit, das reicht mir persönlich vollkommen aus. Zudem ist das Ganze auch noch stromsparend.

Interner Speicher

Der interne Speicher des iPhones bleibt weiterhin unangetastet und wird nur in den Varianten 16 GB, 32 GB sowie 64 GB zur Verfügung stehen. Das Unternehmen aus Cupertino hat auch bei dieser Generation auf einen microSD-Karten-Slot verzichtet und kann nur mit dem vorhanden Speicher genutzt werden. In den Zeiten von Apps mit Retina-Auflösung, FullHD-Filmen, massenhaft Fotos und vielem mehr sollte man sich also vorher genau überlegen, wie viel Platz man auf seinem iPhone benötigt. Ich persönlich habe mich für die 16 GB Version entschieden, denn meine Daten liegen hauptsächlich in der Dropbox und können von dort auch ohne Probleme unterwegs abgerufen werden. Fotos werden automatisch über Photo Streams auf meine anderen Geräte synchronisiert und können somit regelmäßig vom iPhone gelöscht werden. Meine Musik wird über iTunes Match auf meine Geräte gestreamt, die bei akutem Platzmangel auch wieder gelöscht werden können. Ansonsten habe ich selten FullHD-Videos auf meinem iPhone, da ich hierfür mein iPad verwende. Wie ihr seht, hängt die Entscheidung sehr stark von eurer Benutzung ab. Ich haben außer Apps nur wenig multimedialen Content auf meinem Gerät und komme daher mit der kleinsten Speichervariante gut aus.

Konnektivität und Gesprächsqualität

Um überhaupt das neue iPhone 5 einrichten und nutzen zu können, muss eine neue SIM-Karte her. Durch die dünnere Bauweise hat Apple hierbei auf den neuen NanoSIM-Standard gesetzt. Genau wie damals beim iPhone 4 wurde hier wieder als erstes Unternehmen auf diesen Standard gesetzt. Diese Entscheidung wurde wieder von Einigen verhöhnt, allerdings hat bereits der Wechsel auf die MicroSIM gezeigt, dass auch andere Hersteller auf den Zug aufspringen werden und spätestens im nächsten Jahr auch auf die NanoSIM setzen werden. Bei meinem Anbieter war der Wechsel zur kleineren SIM-Karte mit keinen Problemen verbunden und zwei Tage nach der Beantragung habe ich die NanoSIM in meinem Briefkasten vorgefunden. Insgesamt finde ich den Wechsel nicht unbedingt schlimm, ich nehme meine SIM-Karte nicht andauernd aus dem Gerät, daher ist die einmalige Fummelei auch erträglich.

Insgesamt gibt es das iPhone 5 in drei verschiedenen Varianten, um den schnellen Mobilfunkstandard LTE auch möglichst weltweit zu unterstützen. Eine CDMA-Variante und zwei GSM-Versionen gibt es auf dem Markt. Die zwei GSM-Modelle unterscheiden sich in den unterstützen LTE-Frequenzen und werden dadurch in verschiedenen Regionen vermarktet. Hierzulande kann das iPhone 5 allerdings nur mit der 1800 MHz Frequenz kommunizieren, die es zum einen nur bei der deutschen Telekom gibt und zum anderen nur in Großstädten verfügbar ist. Somit können leider nur wenige Besitzer von der schnelleren Bandbreite mit bis zu 100 Mbit/s profitieren. Die restlichen Nutzer können allerdings auf HSPA+ sowie DC-HSDPA zurückgreifen und erreichen somit auch eine maximale Geschwindigkeit von bis zu 42 Mbit/s. Hinsichtlich der insgesamt schlechten Verfügbarkeit von LTE werden größtenteils die Höchstwerte nie erreicht und auch der Netzbetreiber Vodafone vermarktet sein Netz „nur“ mit einer maximalen Geschwindigkeit von 50 Mbit/s. Aus diesem Grund setze ich persönlich lieber auf einen Vertrag mit einer vollen HSPA+ Leistung und kann in ganz Deutschland mit bis zu 21 Mbit/s surfen. Das reicht mir persönlich aus.

Neben der mobilen Internetverbindung ist aber auch die Hauptaufgabe, das eigentliche Telefonieren, ein wesentlicher Bestandteil des Smartphones. Die damit verbundene Sprachqualität wurde zum Glück auch beim iPhone 5 optimiert und ist sogar auch im E-Plus-Netz ziemlich gut. Zusätzlich hat Apple noch ein drittes Mikrofon verbaut, um die Umgebungsgeräusche herauszufiltern. Dadurch sind auch Gespräche in lauten Lokalitäten möglich. Außerdem unterstützt das neue Apple-Smartphone den AMR-Wideband-Codec, der die so genannten HD-Voice-Telefonate ermöglicht. Bei Telefonaten soll so ein breiteres Frequenzspektrum wiedergegeben und die Qualität der Sprachtelefonie verbessert werden. Allerdings wird die verbesserte Übertragung momentan nur von der deutschen Telekom unterstützt, andere Netzbetreiber müssen sich also mit der herkömmlichen Übertragungsqualität zufriedenstellen. Mein einziger Verbesserungswunsch betrifft die Klarheit der Gespräche bei den herkömmlichen Telefonaten.

Neben der Verbesserung des mobilen Datenverkehrs wurde aber auch die heimische W-Lan-Konnektivität aktualisiert. Das neue iPhone kann nun nicht nur mit 2,4 GHz-, sondern auch mit der 5 GHz-Frequenz kommunizieren. Dadurch können bis zu 150 Mbit/s im eigenen W-Lan übertragen werden, wenn der Router auch Dual-Channel unterstützt. Einige Benutzer haben von W-LAN-Problemen berichtet, bei denen keine Verbindung aufgebaut werden kann oder die Konnektivität sporadisch abbricht. Ich persönlich konnte Derartiges nicht feststellen und bin mit der Geschwindigkeit zufrieden. In meinem eigenen W-Lan komme ich auf bis zu 40 Mbit/s, da mein Router leider nicht den Dual-Channel-Standard unterstützt.

Ansonsten vermisse ich leider einen NFC-Chip, der in Kombination mit der neuen Apple-App Passbook reichlich Potential und Einsatzzwecke mitgebracht hätte. Allerdings könnte Apple in Zukunft komplett auf die NFC-Technologie verzichten und möglicherweise auf das Core Bluetooth Framework setzen, welches die Möglichkeit anbietet Funksignale über Bluetooth 4.0 (Low-Energy) zu empfangen und zu senden. Anhand der Stärke des Signals könnte man eine Verbindung zweier nahegelegener Geräte herstellen und Daten über WiFi-Direct austauschen. Auch ein Bezahlungssystem wäre über diese Kommunikationsschnittstelle möglich und gleichzeitig noch sicherer als über NFC. Momentan wird dieses Potential nicht ausgenutzt, aber ich hoffe das Apple in der nächsten iOS-Iteration nicht nur die Oberfläche etwas aufpeppt und interaktive Symbole einführt, sondern auch einige Lösungen für die Kommunikation mit anderen Geräten vorstellt.

Lightning-Anschluss

Es gibt ja bekanntlich nicht nur die kabellose Übertragung von Daten, sondern auch die Kabelgebundene. In den alten iPhone-Generation hat Apple dabei auf einen Dock-Connector mit 30 Pins gesetzt, der nun nach 10 Jahren Einsatz in Rente gehen muss. Abgelöst wird der traditionelle Anschluss vom so genannten Lightning-Connector, der nicht nur 80 Prozent kleiner ausfällt als der Vorgänger, sondern auch beidseitig in das iPhone eingesteckt werden kann. Grund für die Umstellung ist der gewonnene Platz, der für die dünnere Bauweise des neuen Apple-Smartphones erforderlich war. Apple setzt beim Lightning-Anschluss nur noch auf 9 Pins, die lediglich digitale Signale übermitteln können. Dabei werden allerdings Video-Signale sowie die Funktion „iPod-Out“ nicht mehr unterstützt. Bei iPod-Out wurde aber lediglich die Ansteuerbarkeit aus dem Funktionsumfang des Anschlusses entfernt, die Audioausgabe funktioniert weiterhin. Die Kalifornier haben bereits bekannt gegeben, dass es ein spezielles Kabel in Zukunft geben wird, um Video-Signale über HDMI oder VGA zu senden.

Darüber hinaus birgt der neue Anschluss auch noch einige andere Problematiken, denn Besitzer mit teuren Docking- oder Audio-Stations müssen unter dem Connector-Wechsel leiden. Natürlich bietet Apple einen passenden Adapter für diese Fall an, aber theoretisch müsste man für jedes Zubehör einen separaten Adapter kaufen und leider kosten die Dinger stolze 29 Euro. Außerdem kann momentan noch gar kein Adapter erstanden werden, denn der Lieferzeitraum steht immer noch auf Oktober und bislang sind noch keine Versandbestätigungen aufgetaucht. Zusätzlich leidet auch die Zubehörindustrie unter diesem Wechsel. Aktuell verfügen nämlich nur das neue iPhone, iPod touch und der iPod nano über den Lightning-Anschluss. Die anderen iOS-Geräte, zum Beispiel das iPad 3, iPhone 4S und iPod touch 4G, besitzen immer noch den alten Dock-Connector. Somit müssen die Hersteller theoretisch zweigleisig fahren, um jeden Kunden mit ihrem Zubehör zu erreichen. Ein schwieriges und vor allem kostenspieliges Unterfangen, das sich womöglich auch auf die Preise auswirken kann.

Akkuverbrauch

Apple gibt beim neuen iPhone einen Standbybetrieb von 225 Stunden und eine Sprechzeit von bis zu 8 Stunden an. Dafür sorgen soll ein 1440 mAh Akku, der mit 3,8 V betrieben wird. In der Realität ist die Akkulaufzeit natürlich bei jedem Benutzer verschieden und ist von mehreren Faktoren abhängig. Zum einen verbrauchen Ortungsdienste einen Haufen Akku, aber auch Push-Benachrichtigungen und Apps, die noch im Hintergrund aktiv sind, saugen an der Batterie. Außerdem ist die Laufzeit auch noch sehr von dem Empfang anhängig. Bei andauernd wechselnder Netzqualität benötigt das iPhone deutlich mehr Strom und knabbert an den Akkureserven.

Insgesamt hat sich im Vergleich zum iPhone 4S nicht viel geändert. Man muss das Smartphone täglich aufladen, aber in meinem Alltag komme ich ganz locker über den Tag, obwohl ich ständig in Twitter, Facebook und im Internet aktiv bin. Mails und RSS-Feeds werden regelmäßig gecheckt und für zwischendurch gibt es auch mal ein kleines Spielchen. Insgesamt nutze ich mein iPhone sehr intensiv und trotzdem hält der Akku immer durch. Interessant ist auch noch, dass die letzten Prozentzahlen sogar noch ein Stück länger durchhalten als sonst. Mit einem sparsamen Verhalten kann man noch ungefähr 1-2 Stunden erreichen. Ansonsten muss man auch positiv anmerken, dass das Aufladen des Akkus sehr schnell vonstatten geht und nur etwas mehr als eine Stunde benötigt.

Nichtsdestotrotz ist der Akkuverbrauch nicht optimal gelöst und definitiv ausbaufähig. Bei intensiver Nutzung sieht man manchmal die Prozente dahinschwinden und muss auch schon vor dem Abend die Steckdose suchen. In der nächsten Generation sollte Apple entweder energieeffizientere Hardware verbauen oder endlich mal auf einen größeren Akku setzen.

Kamera

Natürlich hat Apple auch bei der Kamera Hand angelegt und einige Verbesserungen implementiert. Die rückseitige Kamera verfügt weiterhin über 8 Megapixel, die meiner Meinung nach auch vollkommend ausreichend sind und nun einen Schutz aus Saphirglas besitzt, der die Linse vor Kratzern schützen soll. Zusätzlich wird nun auch der A6-Prozessor herangezogen, um die Aufnahme von Videos und Bildern zu unterstützen. Das macht sich in verschiedenen Bereichen bemerkbar, zum einen hat sich die Bildstabilisierung im Videobereich um einiges verbessert und zum anderen können nun auch Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen aufgenommen werden. Zusätzlich steht nun die Möglichkeit zur Verfügung, während der Videoaufnahme auch Fotos zu schießen. Aber auch die allgemeine Geschwindigkeit der Kamera-App wurde erheblich verbessert. Beim Starten der Anwendung, beim Fokussieren, Abdrücken oder Speichern merkt man den Unterschied zum Vorgänger deutlich. Insgesamt bringt der neue Prozessor mehr Neuerungen mit sich, als die Kamera selbst. Hierbei war es maßgeblich die Herausforderung für Apple die Qualität der Kamera beizubehalten, obwohl ungefähr 18 Prozent an der Größe eingespart werden mussten. Das haben die Kalifornier jedenfalls mit Bravur gelöst und eine hervorragende Kamera eingebaut.

Originalgröße

Meiner Meinung nach konnte Apple auch bei der Bedienung der Kamera punkten, denn durch die wenigen Optionen und die Einfachheit muss man vor dem Schießen von Fotos nicht an irgendwelche Einstellungen denken. Die Kamera übernimmt jegliche Feinheiten und passt sich an die jeweilige Situation an. Die Bildstabilisierung, Gesichtserkennung, Makrofunktion oder auch der Nachtmodus wird somit automatisch aktiviert. Das kann natürlich auch ein Nachteil sein, wenn man unbedingt die Optionen zur Verfügung haben möchte, aber für die meisten Benutzer ist das eine Erleichterung. Zusätzlich können die Lautstärkeknöpfe auch als Auslöser verwendet werden, dass funktioniert einwandfrei und man verdeckt durch seine Finger auch nicht die Linse.

Originalgröße

Neben den automatischen Funktionen, die man nicht weiter beeinflussen kann, gibt es aber auch noch die HDR- und die neue Panoramafunktion. Die HDR-Funktion kann mich nicht sonderlich überzeugen, da ich aber auch höhere Qualitäten von meiner Canon EOS 550d gewöhnt bin und dort regelmäßig Serienbilder für HDR-Bilder aufnehmen. Die Funktion hat mich noch nie sonderlich auf dem iPhone gereizt und die neue Generation hat das auch nicht aufgefrischt. Dahingegen bin ich von der Panoramafunktion, die in iOS 6 vorgestellt wurde, total begeistert. Die Bedienung ist intuitiv und sehr simpel gehalten. Sobald man den Auslöser gedrückt hat, dreht man sich langsam nach rechts oder links und versucht die Pfeilspitze auf der angezeigten Linie zu halten. Die Bilder werden automatisch geschossen und direkt im Anschluss zusammengesetzt. Allerdings bekommt man mit Hilfe der Panoramafunktion keine 360-Grad-Drehung hin und muss sich mit einem vordefinierten Bereich zufriedenstellen. Das Result kann aber definitiv überzeugen und im Vergleich zu anderen Apps von Drittanbietern sind die entstandenen Panoramas in voller Auflösung vorhanden. Die Bilder sind im Schnitt 16 Megabyte groß und verfügen maximal über eine Auflösung von 10800 × 2332 Pixel. Somit können die Fotos auch ohne Probleme in größeren Formaten ausgedruckt werden.

Originalgröße

Neben Bildern besitzt die Kamera natürlich auch eine Videofunktion, die mir bislang positiv aufgefallen ist. Aufnahmen können in Full-HD erstellt werden und verfügen über eine sehr gute Bildqualität. Die Tonqualität hatte in einigen Tests zu wünschen übrig gelasssen, aber anscheinend hatte ich ein Mikrofon zugehalten. Im unteren Video kann gut erkannt werden, dass dieses Mal der Ton auch nicht von schlechten Eltern ist. Das dritte Mikrofon auf der Rückseite tut nicht nur seinen Dienst bei der Geräuschfilterung, sondern auch bei der Videoaufnahme.

Nicht zu verachten ist auch die Facetime HD Kamera auf der Vorderseite, die hat nun endlich ein nennenswertes Upgrade erhalten und besitzt 1,2 Megapixel. Videos können in 720p aufgenommen werden und im Vergleich zu der Vorgängergeneration ist ein erheblicher Fortschritt zu sehen. Die Frontkamera macht durchaus akzeptable Bilder, die sehr scharf wirken. Allerdings wird die Kamera am häufigsten für Facetime oder Skype verwendend.

Zu guter Letzt möchte ich noch kurz auf die violetten Linsenreflexionen eingehen, die entstehen, wenn man das iPhone gegen eine starke Lichtquelle hält. Wenn sich das Gegenlicht am Rand des Fotos befindet, dann kommen solche Reflexionen zustande. Das kann entweder bei Tageslicht, aber auch bei Nachtaufnahmen vorkommen, welches in gewissen Situation ziemlich nervig sein kann. Um den Effekt zu reduzieren kann man einfach den Aufnahmebereich etwas verändern, damit die Lichtquelle nicht mehr am Rand zu sehen ist. Man muss aber bedenken, dass andere Smartphones und kleinere Digitalkameras auch mit solchen Problem zu kämpfen haben.

Software

Neben der Hardware des neuen iPhone ist auch die Software entscheidend für die Nutzung des Smartphones. Einen Tag vor dem offiziellen Markstart hat Apple auch das neue Betriebssystem iOS 6 veröffentlicht. Obwohl die neue Version einige neuen Funktionen mitgebracht hat, ist der Fortschritt im Vergleich zur Vorgängerversion nicht sonderlich groß. Apple hat jedoch sehr viel unter der Haube gewerkelt, die Performance verbessert, Entwicklungsschnittstellen hinzugefügt und auch die Stabilität verbessert. Allerdings kann iOS 6 nicht unbedingt vom Funktionsumfang punkten und Apple hat keinerlei innovative Neuerungen in der neuen Version vorgestellt.

Einige wichtige Verbesserungen sollte man aber dennoch nicht verschweigen und kurz mal anschneiden. Hier möchte ich aber nicht auf jedes kleinste Detail eingehen, sondern nur die netten oder vielleicht auch negativen Änderungen hervorheben. Nach der Twitter-Integration in iOS 5 ist auch Facebook nun ein fester Bestandteil des Betriebssystems. Die Integration unterstützt allerdings nur die Apps von Apple und zusätzlich können Nachrichten direkt über das Notification Center abgesendet werden. Tweets und Facebook-Posts sind somit in null Komma nichts abgesetzt. Durch die erweiterte Teilen-Funktion im Browser können auch Webseiten durch verschiedene Dienste verschickt werden. Es ist allerdings ärgerlich, dass Apple nicht andere sehr etablierte Dienste wie Instagram, Tumblr, Instapaper oder andere Apps integriert hat. Man könnte auch einfach eine entsprechende Entwicklerschnittstelle zur Verfügung stellen und auch den Benutzer selber entscheiden lassen, welche Dienste man verwenden möchte und welche nicht.

Hinsichtlich der Benachrichtigungen hat sich auch etwas getan und Apple hat definitiv eine sinnvolle Erweiterung in das System gebracht. Insgesamt funktionieren die Push-Notifications immer noch vorzüglich und kommen zuverlässig täglich bei mir an. Ab und an können die zahlreichen Benachrichtigungen, von wem auch immer, auch mal nerven, hierfür hat Apple die „Nicht stören“-Funktion eingeführt. Damit können jegliche Meldungen, die nicht erwünscht sind, systemweit ausgeschaltet werden, entweder für einen vordefinierten Zeitraum oder über den zugehörigen Schalter in den Einstellungen. Als Notfallplan kann aktiviert werden, dass Anrufe von Favoriten nicht blockiert werden oder das Anrufe, die zwei mal hintereinander stattfinden, durchgelassen werden. Es wäre jedoch wünschenswert, dass man die Option auch für spezielle Apps ausschalten könnte und sogar Profile für unterschiedliche Situationen erstellen könnte.

Der beliebte Sprachassistent namens Siri wurde auch angetastet und hat jetzt einen erweiterten Funktionsumfang erhalten. Neben dem Öffnen von Apps, Posts über Facebook absenden oder auch Twittern, sind nun auch Funktionen, die bisher nur in den Vereinigten Staaten zur Verfügung standen, in Deutschland verfügbar. Siri gibt nun Auskunft über Geschäfte, Restaurants oder auch Tankstellen in der Umgebung. Sämtliche Lokalitäten können nun über den Sprachassistenten abgefragt werden. Außerdem informiert dich Siri nun über das aktuelle Filmprogramm im Kino oder über die letzten Fußballspiele und deren Ergebnisse in der Bundesliga. Insgesamt habe ich auch das Gefühl, dass mich der Assistent besser versteht und mit mehr Abwandlungen von Sätzen zurecht kommt. Für den täglichen Gebrauch bringt das natürlich einen Mehrwert. Ich persönlich verwende Siri aber nur zum Anrufen von Kontakten, sonst nicht.

Jetzt kommen wir wohl zur umstrittensten Funktion in iOS 6. Die neue Karten-App von Apple. Die letzten Tage und Wochen haben endlose Kritik auf das kalifornische Unternehmen herabgerieselt und Tim Cook hat sich sogar in Folge dessen persönlich bei den Kunden für die schlechte Karten-Qualität entschuldig. Allerdings muss ich sagen, dass die App mir persönlich vollkommen ausreicht und gar nicht so schlecht abschneidet. In manchen Gebieten, muss ich eingestehen, kann man die Apple Maps vergessen, denn hier fehlen zum einen wichtige Points of Interest, aber auch der Detailgrad der Karten lässt zu Wünschen übrig.

Die Karten-App aus dem Hause Cupertino birgt aber auch Vorteile und hat endlich eine native Navigation in das System gebracht. Lange Zeit mussten iOS-Besitzer auf Apps von Drittanbietern zurückgreifen, weil sich Google vor der Implementierung der Funktion gesträubt hat. Aus diesem Grund ist Apple mit Tom Tom eine Kooperation eingegangen und hat eine eigene Navigation auf die Beine gestellt, die für die meisten Zwecke auch vollkommend ausreichend ist. Nebenbei kann hier auch wieder Siri verwendet werden, um die Navigation zu verwenden. Außerdem können auch die vektorbasierenden Karten überzeugen, durch die weniger Traffic verbraucht wird und auch im Offline-Modus über einen gewissen Bereich ohne Probleme funktioniert. Zusätzlich gibt es auch noch die neuen 3D Karten in Apple Maps, die für mich eher nur eine Spielerei darstellen und im alltäglichen Gebrauch wahrscheinlich nicht sonderlich produktiv sind. Zumal auch nur eine handvoll Städte in der dritten Dimension zur Verfügung stehen. Alles in allem hat der Dienst großes Potential, welches Apple auch auf Hochtouren aufbaut und in täglichen Updates verbessert.

Apple hat aber auch dem eigenen App Store eine Rundumerneuerung verpasst, die an einigen Ecken und Kanten noch etwas unausgereift wirkt. Außerdem hat auch die Performance nachgelassen und kann mit der alten Version nicht mithalten. Der Aufbau der individuellen App-Seite finde ich gelungen und bringt einen Mehrwert, auch die Highlight-Sektion kann überzeugen, ist übersichtlich und etwas moderner gestaltet. Die Suche kann man allerdings vergessen. Hier werden die gefundenen Apps nur noch einzeln angezeigt und beinhalten nur einen Screenshot. Es ist sehr mühsam sich durch die Suche zu bewegen und nicht gerade komfortable gelöst. Dagegen wurde aber endlich die Passwortabfrage verbessert, welche nicht mehr bei Updates durchgeführt wird.

Durch die höhere Auflösung in Kombination mit dem größeren Display gibt es aber natürlich auch spezifische Neuerungen, die nur das iPhone 5 betreffen. Das wohl öffentlichste ist die fünfte Zeile auf dem Homescreen, die vor allem bei ordnungsaffinen Menschen sehr gut ankommt. Im ersten Moment musste ich erst mal nachdenken, welche zusätzlichenApps jetzt auf die erste Seite kommen sollen, aber mittlerweile möchte ich die fünfte Zeile nicht mehr missen. Passend dazu können jetzt auch bis zu 16 Apps in einem Ordner verstaut werden.

Die neue Auflösung mit seinen 1136 x 640 Pixeln hat aber auch Probleme mitgebracht. Sämtliche Applikationen im App Store unterstützen nur eine Auflösung von 960 x 640 Pixeln und werden im neuen iPhone mit schwarzen Balken oben und unten angezeigt. Entwickler müssen ihre Apps auf das größere Display anpassen, damit die ganze Fläche verwendet werden kann. Der Prozess kann einige Zeit benötigen und möglicherweise werden einige Apps niemals angepasst. Allerdings wurden die beliebtesten Anwendungen bereits aktualisiert und unterstützen die höhere Auflösung. Ausnahmen bestätigen aber bekanntlich die Regel, denn ich warte immer noch auf eine neue Version von WhatsApp.

Fazit

Das iPhone 5 ist für mich eines der besten Smartphones, die momentan erhältlich sind, wenn nicht sogar das beste Smartphone auf dem Markt überhaupt. Nicht nur das die Verarbeitung des Gerätes einen bisher nicht dagewesenen Standard erreicht hat, auch das neue Design überzeugt durch ein modernes und edles Auftreten. Die Hardware wurde komplett auf den neusten Stand gebracht. Prozessor, Display, Arbeitsspeicher, Kamera und jedes kleinste Bauteil hat Apple aktualisiert sowie neu angeordnet. Die Kombination aus Hardware und Software ist bisher unerreichbar und birgt einen enormen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

Neben den kleineren und zum Teil auch sporadischen Problemen mit der schlechte LTE-Abdeckung, mangelhaften WLAN-Empfang oder den Macken im Aluminiumgehäuse, kann das iPhone 5 durch ein perfektes Display, einer enormen Performance, sehr guter Fotoqualität und einer vernünftigen Akkulaufzeit auftrumpfen. Nicht nur dass dadurch der Preis etwas gerechtfertigt wird, man muss bedenken, dass der Wiederverkaufswert bei den iPhones auch nach Jahren noch sehr hoch liegt. Ein Wertverlust wie bei den Android-Smartphones ist somit nicht gegeben.

Für mich persönlich fällt aber die Empfindlichkeit des Randes negativ ins Gewicht, denn die mit Diamanten abgeschliffene Kante kann schon durch kleinste Stöße beschädigt werden. Man sollte also behutsam mit seinem Gerät umgehen und möglicherweise eine Schutzhülle verwenden. Ich persönlich nutze das iPhone 5 jedoch ohne irgendwelchen Schutz und habe noch keinerlei Kratzer oder andere Schäden.

Die Frage ist natürlich,für zahlreiche iPhone-Besitzer, ob sich der Umstieg auf die neuste Generation lohnt. Das größere Display spielt natürlich hierbei eine große Rolle und zusätzlich auch die verbesserte Performance. Im Vergleich zum iPhone 4, älteren Modellen oder auch Neueinsteigern, kann ich den Umstieg beziehungsweise den Kauf definitiv empfehlen. Falls ihr ein iPhone 4S besitzt, würde es sich nur wegen des größeren Display lohnen.

Zusammenfassend kann man jedoch sagen, dass das iPhone 5 nicht nur eine doppelte Leistung mit sich bringt, die ihres Gleichen sucht, sondern auch ein edleres und enorm wertigeres Design erhalten hat. Das Zusammenspiel mit der Software ist einzigartig auf dem Markt und so auch das Aussehen des Gerätes. Ein wenig enttäuscht bin ich darüber, dass Apple kein neues großes Features im iPhone 5 präsentierten konnte, obwoh man das Gesamtpaket als eigentliches Highlight betrachten kann. Die Komponenten sind aufeinander abgestimmt bis in letzte Detail und das spürt man natürlich auch bei der Anwendung. Nichtsdestotrotz wird es Zeit, dass Apple einen Schritt vorwärts geht und neue Innovativen hinsichtlich der Software hervorbringt.

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Samsung Galaxy Note 2: Unboxing-Video und erster Eindruck

Am gestrigen Tag hat der Postbote das Samsung Galaxy Note 2 bei mir vorbeigebracht. Das Smartlet wurde uns freundlicherweise von getgoods.de zur Verfügung gestellt und wird in den nächsten Tagen und Wochen einem Härtetest unterzogen. Im Vorfeld habe ich natürlich das obligatorische Unboxing angefertigt und meinen ersten Eindrücke von dem Riesen-Smartphone in einem Video festgehalten.

Der erste Eindruck nach dem Auspacken? Es ist wirklich riesig. Bislang habe ich hauptsächlich Geräte im 4-Zoll-Bereich im Einsatz gehabt und die Umstellung auf das größere Display war nicht gerade einfach. Nach kurzer Eingewöhnungsphase macht das Riesendisplay aber sehr viel Laune und liegt trotzdem ziemlich gut in der Hand. Eine Einhandbedienung kann natürlich bei der Größe nicht gewährleistet werden, allerdings bringt der S-Pen den gewissen Mehrwert mit sich und gleicht die Problematik wieder aus. Die zukünftigen Besitzer werden sich aber sicherlich explizit für das Samsung Galaxy Note 2 wegen der Größe entscheiden. Der 5,5-Zöller ist jedoch auch nicht gerade ein Leichtgewicht mit seinen 180 g, vermittelt aber dadurch einen wertigen Eindruck. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, aber durch die elegante Farbgebung namens „Titanium Grey“ wirkt das Ganze sehr edel.

Die offensichtlichste Neuerung ist natürlich das Display, dieses ist von 5,3 Zoll auf stolze 5,5 Zoll gewachsen. Daneben wurden auch der Funktionsumfang des S-Pen erweitert und bietet einige spannende Verbesserungen. Als Betriebssystem kommt ab Werk Android 4.1 Jelly Bean zum Einsatz, welches natürlich mit der TouchWiz-Oberfläche ausgestattet wurde. Aber nicht nur von der Software kann das Gerät überzeugen, sondern auch von den technischen Spezifikationen. Durch den 1,6 GHz Quad-Core-Prozessor und den 2 Gigabyte Arbeitsspeicher läuft das Samsung Galaxy Note 2 butterweich und keinerlei Ruckler sind beim Verwenden zu bemerken. Die 8 Megapixel Kamera, die sehr wahrscheinlich bereits im Samsung Galaxy S3 verwendet wird, liefert qualitativ hochwertige Fotos und kann auch Videos in Full-HD aufnehmen. Insgesamt bin ich von dem Smartphone begeistert, nur im Alltag könnte ich mich vermutlich mit der Größe nicht anfreunden, das ist aber Geschmacksache.

Ein ausführlicher Test wird sich natürlich noch genauer mit den Vor- und Nachteile des Gerätes beschäftigen. Wir werden das Samsung Galaxy Note 2 also in den nächsten Wochen noch genauer unter die Lupe nehmen, die verschiedenen Funktion testen und die Kameraqualität näher untersuchen. Ein passendes Review-Video wird natürlich auch folgen. Falls ihr Fragen zu dem Gerät habt, könnt ihr diese in den Kommentaren loswerden.

Technische Daten des Samsung Galaxy Note 2

  • Android 4.1.1 mit Touchwiz UX-Oberfläche
  • 1,6GHz 4412-Exynos-Quad-Core-Prozessor
  • 5,5 Zoll HD-Super AMOLED-Display (1280 x 720 Pixel)
  • 16GB, 32GB oder 64GB Speicher (erweiterbar per microSD-Karte)
  • 2GB RAM
  • 8 Megapixel-Kamera mit LED-Blitz
  • 1,9 Megapixel-Frontkamera (720p-Videoaufnahme)
  • Bluetooth 4.0, WLAN, NFC DLNA, micro-USB (per MHL HDMI möglich)
  • GSM/ GPRS/ EDGE: 850 / 900 / 1800 / 1900 MHz; 3G (HSPA+ 21Mbps): 850 / 900 / 1900 / 2100 MHz; LTE: abhängig von der Region (in Europa voraussichtlich nicht).
  • 50GB Dropbox-Speicher
  • 3.100 mAh Akku
  • 180 Gramm
  • 80,5 x 151,1 x 9,4 mm
  • Drucksensitiven S-Pen