EPlus, Loop und Genion könnten vor einem Neustart stehen

EPlus, Loop und Genion könnten vor einem Neustart stehen – Nach der Fusion von O2 und Eplus wurden viele Marken eingestellt und nicht mehr weiter geführt. Nun scheint Telefonica in diesem Bereich klar Schiff machen zu wollen, denn ein Teil der alten Marken steht zum Verkauf. Konkret gibt es drei Markenpakete: Eplus-Marken, Loop-Marken und die noch etwas älteren Genion-Marken, die interessierte Käufer erwerben können. Mit etwas Glück wird es daher mittelfristig wieder Produkte unter diesen Marken geben – ob das auch im Bereich der Telekommunikation sein wird, bleibt offen.

So schreibt das Unternehmen beispielsweise zum Eplus-Markenbereich:

Die Marke „E-Plus“ steht sinnbildlich für einen Pionier des deutschen Mobilfunkmarktes. Das Unternehmen etablierte ab 1994 das E1-Netz (DCS 1800) und bot als erster Netzbetreiber leicht verfügbare Prepaid-Mobilfunktarife an. Durch die über annähernd drei Jahrzehnte währende Präsenz der Marke ist auch heute noch ein hoher Bekanntheitsgrad gegeben. Die Marke eignet sich deshalb ideal zur Reaktivierung und Repositionierung in einem Segment, das hart umkämpft ist. An die positiven Assoziationen kann somit unmittelbar angeknüpft werden.

Das Auktionshaus HÄMMERLE sucht im Auftrag einen Interessenten für das umfassende E-Plus-Markenportfolio. Dieses besteht aus den folgenden Bestandteilen:

    • Insgesamt 32 deutsche sowie EU-Marken, wahlweise als Wortmarke bzw. Wort-/Bildmarke
    • Domainportfolio mit mehr als 100 Domains

Billig wird der Neustart der Marken für potentielle Käufer aber nicht. Das Auktionshaus schreibt von Geboten mindestens im 7stelligen Bereich, wenn man sich Erfolgschancen sichern will.

Wie geht es weiter mit BASE? Neue Tarife oder Einstellung?

BASE hat in den letzten Jahren eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich. Bei der Übernahme von Eplus durch O2 wurden BASE erst mit O2 Tarifen bestückt, dann wieder mit eigenen Tarifen neu aufgestellt und nun hat das Unternehmen die Vermarktung im Netz über Partner bereits wieder beendet. Gründe dafür wurden nicht genannt. In einer Meldung an die Partner des Unternehmens heißt es nur kurz und bündig:

… leider müssen wir dir heute mitteilen, dass das BASE Partnerprogramm nach vielen erfolgreichen Jahren zum 31. März 2017 eingestellt wird. […] Wir bedanken uns für die erfolgreiche Zusammenarbeit und freuen uns darauf, Dich bei der Bewerbung der anderen Telefónica Marken zu unterstützen.

Die Einstellung der Partnervermarktung ist in der Regel ein schlechtes Zeichen. Sehr oft geht dies einher mit der Stilllegung oder kompletten Beendigung von Marken und Tarifen. In der Vergangenheit war es bereits häufiger so gewesen, dass Anbieter erst die Vermarktung eingestellt haben und dann die entsprechenden Angebote vom Markt verschwunden sind. Es gibt aber auch gegenteilige Beispiele: so haben Fonic und Netzclub die Partnervermarktung bereits vor mehr als einem Jahr beendet – die Marken gibt es aber immer noch, auch wenn das Neukundengeschäft eher überschaubar ist und in erster Linie der Bestand an Kunden verwaltet wird.

Bisher hatte man die Marke vor allem für den Online-Bereich optimiert. Im der Ausrichtung 2016 heißt es dazu:

Seit Anfang Juli ist BASE mit seiner neuen, reinen online Ausrichtung und seinen unkomplizierten Tarifen am Start. Zielgruppe: netzaffine und preisbewusste Kunden. Mit dem Slogan „Geht nicht? Geht doch!“ präsentiert sich BASE ab morgen im TV und im Internet als Garant für günstige Online-Angebote einem breiten Publikum.

Nun kappt man mit der Partnervermarktung einen wichtigen Kanal für die Bewerbung online: die Online Marke BASE wird damit im Netz deutlich weniger beworben – das ist kein gutes Zeichen für die zukünftige Wertigkeit von BASE in der Markenstrategie von O2.

O2 bzw. Telefonica haben sich bisher noch nicht dazu geäußert, warum man bei BASE diesen Schritt vollzogen hat. Die Webseite des Unternehmens ist auf jeden Fall noch online und auch die Buchung und Bestellung von Tarifen ist nach wie vor möglich. Das spricht dafür, dass bei BASE nicht schlagartig die Lichter ausgehen werden. Vielleicht probt O2 auch nur einen erneuten Relaunch. Die O2 Free Tarife zum Discountpreis (mit Drosselung Light) wären auf jeden Fall ein interessanter Ansatz für einen neuen Premium Discounter.

O2 – Migration der Eplus Kunden abgeschlossen

Im Kunden-Bereich hat o2 die Fusion mit Eplus mittlerweile abgeschlossen. Das Unternehmen hat dabei mehrere Millionen Kunden (o2 spricht von einer zweistelligen Millionenzahl) aus dem Prepaid- und Postpaid-Bereich migriert und in ein gemeinsames Kundensystem überführt, das nun sowohl die bisherigen O2- als auch die Eplus-Kunden beinhaltet. Nach Angaben des Unternehmens war dies der größte Zusammenschluss dieser Art in Europa.

„Mit der technischen Kundenmigration haben wir ein zentrales Projekt unserer Integration erfolgreich abgeschlossen. Auf unserem Weg zur OnLife Telco bildet die gemeinsame Kundenplattform eine wichtige Voraussetzung, dass alle unsere Kunden direkt von unseren digitalen Transformationsprozessen profitieren können“, sagt Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland. „Die Umsetzung war mit Blick auf Umfang und Komplexität des Projekts ein enormer Kraftakt und wir haben einen neuen Maßstab für Migrationen dieser Größenordnung in unserer Branche gesetzt.“

Das neue System soll dabei deutlich leistungsfähiger sein und einen verbesserten Service bieten. Dazu lassen sich durch die neue Plattform Aktionen einfacher umsetzen. Im Zuge dieser Umstellung wurden auch etwa 200 bisher genutzt Systeme von Eplus abgeschaltet.

Allerdings ging dieser Prozess nicht ganz ohne Probleme von Statten. Nach wie vor beklagen sich beispielsweise Kunden von Blau über Probleme mit dem Support und langen Wartezeiten, bis ein Problem endlich bearbeitet wurde. Besonders durch die Übernahme der Simyo Kunden gab es dabei viele Probleme und der Support war in vielen Fällen nicht erreichbar.

So schreibt ein Kunde bei mobil-helden.de:

Zweifelnd wegen der automatischen Übernahme von simyo* zu blau ließ mich bei der simyo Hotline 01771771145 anrufen. Nach Vorbringen meines Anliegens teilte mir die wirklich äußerst unfreundliche Dame am Telefon mit, dass ich mich an blau zu wenden habe.
Auf meine Nachfrage hin, daß sie mir doch sicherlich die Kontaktdaten von blau geben könnte, gab sie an, dass dem simyo Vertrieb diese Informationen nicht vorliegen würde.

Und ein anderer Kunde schreibt:

Hallo warum geht bei der 0177 1771159 keiner ran versuche seit 3 stunden anzurufen.
wenn ich eine karte bestellen möcht habe ich sofort einen kundenberater dran. Frechheit.

Auch bei ALDI Talk (der Discounter wurde ebenfalls von Eplus auf O2 umgestellt) oder auch Simfinity berichten die Nutzer von ähnliche Schwierigkeiten und Problemen, auch wenn bei diesen Marken die Probleme nicht ganz so gravierend zu sein scheinen. Es bleibt abzuwarten, ob mit dem Abschluss der Migration auf eine gemeinsame Plattform nun diese Schwierigkeiten aufhören werden oder ob es nach wie vor ein Problem sein wird, einen Kundenbetreuung an die Leitung zu bekommen. Für die Kunden von O2 (besonders im Bereich der Prepaid Discounter) ist in jedem Fall zu hoffen, dass sich die Serviceleistung bessern wird.

O2 und Eplus wachsen weiter zusammen: eine Abrechnung

O2 hat heute bekannt gegeben, dass man einen weiteren Schritt hin zur Vereinigung Mobilfunk-Netze von O2 und Eplus auf den Weg gebracht hat. Unter dem Namen On-Net-Konditionen wird ab dem 14.März die Abrechnung zwischen den Netzen einheitlich gestaltet. Ab diesem Zeitpunkt wird bei den Tarifen im Eplus Netz (auch bei den Discountern) nicht mehr zwischen den Netzen unterschieden. Eine Flatrate in das Netz von O2 gilt dann auch für Gespräche bzw. SMS zu Eplus und umgekehrt.

O2 schreibt dazu:

Von den neuen Konditionen profitieren vor allem diejenigen Kunden der Telefónica-Gruppe, die entweder Vorzugskonditionen für Telefonate, SMS und MMS zu Kunden im eigenen Netz (On-Net) genießen oder eine kostenpflichtige Fremdnetz-Flat in das O2 oder in das E-Plus Netz haben. Für sie sind künftig Telefonie und Messaging über SMS und MMS in das jeweils andere Netz kostenlos bzw. werden zu On-Net-Konditionen abgerechnet. Bisherige Kosten für eine Fremdnetz-Flat ins Partnernetz entfallen. Auch der Tausch in eine andere Wunschnetz-Flat ist möglich.

Bisher ist die gemeinsame Netz-Nutzung im 3G Bereich möglich (National Roaming), daran ändert sich auch zukünftig nichts. Nur bei der Abrechnung unterscheidet O2 nicht mehr zwischen den Netzen. Neben den normalen Handytarifen von o2 und Eplus sind von dieser Erleichterung auch die Discounter und die Prepaidtarife in beiden Netzen betroffen, die damit ebenfalls von der gemeinsamen Abrechnung profitieren.

BASE wird auf O2 umgestellt – das sind die Alternativen

BASE wird auf O2 umgestellt – das sind die Alternativen – Der Kundenstamm von BASE wird im Laufe des Jahres in die Markenwelt von O2 überführt. Das hat zwei größere Auswirkungen: Einerseits kann man bereits jetzt nur noch O2 Tarife bei BASE buchen (die neuen BASE Blue Handytarife) und die Bestandskunden bekommen neue O2 Simkarten samt O2-Tarifen. Diese sind leistungsmäßig weitgehend identisch, bieten aber nicht mehr das Eplus Netz, sondern das Netz von O2.

Für die Zukunft von BASE selbst sieht es eher düster aus, man scheint dort die Aktionsplattform von O2 etablieren zu wollen. Im Blog heißt es dazu:

Die Umstellung auf O2 wird schrittweise umgesetzt und soll im Laufe des Jahres 2016 abgeschlossen werden. Jeder Kunde wird rechtzeitig vorab über die entsprechenden Details informiert.

Im Rahmen der Umstellung werden die bisherigen BASE- und E-Plus-Tarife eingestellt. Die Rolle des BASE Online-Portals bleibt dabei unverändert. Neukunden erhalten dort ab sofort Aktionsangebote auf Basis der O2 Blue-Tarife.

Für Kunden, die auch weiterhin Eplus Tarife nutzen wollen (beispielsweise weil der Ausbau vor Ort deutlich besser ist), ist die Zahl der Alternativen in den letzten Monaten leider recht überschaubar. Gerade bei den Flatrates von BASE gibt es nur wenige Angebote, die in Frage kommen.

Alternative 1: 1&1

!&1 bietet alle Handytarife und Flatrates auch im Eplus Netz an. Dort hat man dann sogar LTE Zugang bis 50Mbit/s (je nach Tarif). Die 2GB Flatrate von 1&1 entspricht dabei weitgehend dem Angebot der bisherigen BASE Flat und ist mit 19.99 Euro monatlich (in den ersten 12 Monaten sogar nur 14.99 Euro pro Monat) sogar deutlich günstiger. Die 3GB Allnet Flat kostet 24.99 Euro und damit würde man zum Preis der normale BASE Flat sogar 1GB Datenvolumen mehr bekommen. Bei der Auswahl sollte man bei 1&1 beachten, dass man auch wirklich den Eplus Tarif nutzt – die Tarife werden auch im Vodafone Netz angeboten. Dann steht aber kein LTE zur Verfügung.

Alternative 2: Simyo

Simyo bietet ebenfalls nach wie vor Allnet Flatrates im Netz von Eplus an. Im Vergleich zu 1&1 sind die Tarife aber eher teuer. Die Simyo All-on Flat mit 1GB Datenvolumen und Allnet Flat für Gespräche uns SMS kostet immerhin 24.90 Euro monatlich. Dafür bekommt man bei 1&1 3GB Datenvolumen. Prinzipiell wäre aber auch Simyo eine Alternative zu den BASE Tarifen, vor allem weil man bei Simyo netztechnisch nichts verkehrt machen kann: das Unternehmen bietet nur Tarife im Eplus Netz an.

Ob es sich wirklich lohnt zu wechseln, muss jeder selbst entscheiden. Im Laufe des Jahres sollen die Netze von O2 und Eplus weiter zusammen geschaltet werden. Auf absehbare Zeit wird es also keinen Unterschied mehr machen, ob man mit O2 und Eplus unterwegs ist.

Urteil gegen E-Plus – Unbegrenztes Datenvolumen darf nicht gedrosselt werden

In fast allen Mobilfunktarifen mit inkludierter Daten-Flat wird die Internetgeschwindigkeit gedrosselt, sobald die Volumengrenze im Monat erreicht wird und mit der nachfolgenden Drosselung ist es meist kaum mehr möglich große Datenmengen wie Videos, Fotos und Musikdateien zu übertragen. Mobilfunkkunden müssen leider die Reduzierung der Surfgeschwindigkeit im Kauf nehmen. Nur nicht mehr bei E-Plus, zumindest wenn der Mobilfunkanbieter für eine Internetnutzung mit unbegrenztem Datenvolumen wirbt. Hier entschied das Landgericht Potsdam nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundeverbands (vzbv) gegen E-Plus.

Verbraucherzentrale des Bundeverbands (vzbv) klagt mit Erfolg

Das Urteil ist in soweit interessant, da es für Mobilfunkunternehmen nun konkret heißt: Internet-Tarife die mit „unbegrenztem“ Datenvolumen werben bzw. dies anbieten, dürfen laut ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Geschwindigkeit der Datenübertragung nach Überschreiten eines Limits nicht mehr drastisch einschränken. Der Kunde kann dementsprechend mit Aussicht auf Erfolg dagegen klagen.

Falsche Erwartungen werden beim Kunden erweckt

Das Landgericht Potsdam begründet sein Urteil damit, dass die Formulierung „Datenvolumen unbegrenzt“ in den Geschäftsbedingungen des Unternehmens bei den Verbrauchern den Eindruck erwecke, dass der Tarif anders als andere Angebote eben keine Begrenzung der Internetnutzung enthalte. Die extreme Drosselung der Geschwindigkeit komme daher einer „Reduzierung der Leistung auf null gleich.“ Zudem ist das Landgericht Potsdam ebenfalls der Auffassung wie von Seite des vzbv, dass die Leistungseinschränkung den Kunden unangemessen benachteiligt und deshalb unwirksam ist. Es handelt sich seitens E-Plus um eine unzulässige Änderung der Hauptleistungspflicht.

Außerdem sei es heutzutage „selbstverständlich über mobile Internetzugänge große Datenmengen wie Videos, Fotos und Musikdateien zu übertragen und viele Kunden benötigen eine ausreichende Datengeschwindigkeit, um zum Beispiel Nachrichten- und Musikstreamingdienste zu nutzen oder über soziale Netzwerke zu kommunizieren“, so Heiko Dünkel, Rechtsreferent beim vzbv. Weiter: „Das Internet kann bei diesem Schneckentempo praktisch nicht mehr genutzt werden.“

Das Urteil richtet sich speziell nach dem E-Plus Mobilfunktarif „Allnet Flat Base all-in“, in dem eine Internetnutzung mit unbegrenztem Datenvolumen versprochen wird. Kunden konnten Daten nur bis zu einem Volumen von 500 MB im Monat in schneller Geschwindigkeit übertragen, danach wurde die Übertragungsgeschwindigkeit von 21,6 Megabit auf 56 Kilobit pro Sekunde gedrosselt – Dementsprechend 500 Mal langsamer als zuvor.

Weitere E-Plus Vertragsklausel unzulässig

Zudem wertete das Landgericht Potsdam eine weitere Klausel als unzulässig, da sich E-Plus vorbehalten hatte, den Auftrag des Kunden zur Einrichtung des Mobilfunkanschlusses in Hinblick auf Auslandstelefonate und kostenpflichtige Servicerufnummern abzulehnen. In einem solchen Fall sollte der Kundenauftrag trotzdem gültig bleiben, denn von diesen Leistungen ausgesperrte Kunden wären somit für die Laufzeit von zwei Jahren an einen Vertrag gebunden, den sie in dieser Form nie gewollt haben.

Grundsätzlich stellten die Richter im Urteil gegen E-Plus klar: Ein Verbraucher darf nicht einseitig an einem Vertrag festgehalten werden, der seinem Antrag gar nicht entspricht. Kommt es also zu einer beabsichtigten Einschränkung muss das Unternehmen den Kunden darüber informieren, ob das neue Angebot angenommen oder abgelehnt werden möchte.

Ähnliches Urteil auch damals bei Telekom

Einem Urteil hinsichtlich der Werbung von Datenvolumina musste sich auch schon die Deutsche Telekom im Jahr 2013 beugen, die zuvor Internettarife mit dem Namen Flatrate zu drosselte. Das Unternehmen folgte damit einem Urteil des Kölner Landgerichts, das dem Konzern verboten hatte, das Übertragungstempo bei DSL-Tarifen zu drosseln, wenn diese als Flatrates verkauft worden waren.

Es bleibt also abzuwarten, in wie fern das Urteil des Landgerichts Potsdam Mobilfunktarife mit Daten-Flat beeinflusst. Für Mobilfunkkunden zumindest aber ein Hoffnungsschimmer, dass der starken Drosselung nach Volumina-Verbrauch Einhalt geboten werden kann.

Eplus-Prepaid Discounter: nur noch halbe LTE Internet-Geschwindigkeit?

Eplus Kunden konnten sich bisher dank der Aktion „Highspeed für Jedermann“ über ungebremsten LTE Zugang freuen. Das betraf nicht nur die teuren Handytarife sondern auch die Discounter und die Prepaidkarten. Kunden konnten im Rahmen dieser Freigbae mit Geschwindigkeiten bis maximal 42,2Mbit/s nutzen. Teilweise waren auch bis zu 60Mbit/s in der PRaxis erreicht worden. Diese Aktion soll auch im ersten Halbjahr 2016 weiter geführt werden. Die Pressestelle von Telefonica sagt dazu:

Die Konditionen bleiben also für alle Neu- und Bestandskunden bis zur Mitte des nächsten Jahres gültig. Konkret bedeutet dies, dass den Nutzern im E-Plus-Netz noch über ein weiteres halbes Jahr lang keine technischen Beschränkungen für die Nutzung mobiler Datenverbindungen auferlegt werden.

Einige Änderungen scheint es aber doch gegeben zu haben, denn die Kommunikation der Aktion hat sich geändert. So gibt es zur Weiterführung direkt keinen Hinweis mehr in den normalen Blogs von O2 und Eplus und auch die Hinweise auf die LTE Freiggabe sind von den Webseiten der Eplus Anbieter verschwunden. Bei den Prepaid Angeboten von Simyo, Blau und ALDI Talk ist dagegen nur noch von 21,6Mbit pro Sekunden die Reden. Im Kleingedruckten von ALDI Talk heißt es beispielsweise „Taktung in 10 KB Schritten, max. 21,6 Mbit/s„. Weiter Informationen zur Nutzung von LTE und der Netzfreigabe gibt es nicht.

Das scheint sich auch in der Praxis auszuwirken. Im Forum bei iSzene schreibt beispielsweise ein Nutzer:

bis jetzt ist die geschwindigkeit immer noch langsam. ich bin schon lange eplus kunde ich konnte immer konstant bis 60mbits schaffen, jetzt nur noch 20-30mbits.

Auch die Anbieter scheinen hier überfordert. So schreibt Sipgate (Simquadrat) im Blog von 42,2Mbit/s Speed den es 2016 für die eigenen Produkte geben würde. Bei den Tarifen heißt es dann aber:

Mit diesem Internet-Paket für Wenig- bis Normalnutzer surfen Sie auch unterwegs richtig schnell im Internet – mit bis zu 21,1 Mbit/s. Und das in unserem eigenen ultraschnellen Core-Netz und über die vereinten Funknetze von Telefonica und E-Plus.

Einen Hinweis auf die Netzfreigabe von Eplus/O2 gibt es leider auch hier nicht.

Bei BASE dagegen ist noch von einer Geschwindigkeit von 42,2 Mbit/s die Rede. Dort heißt es:

 Freies Datenvolumen pro Monat mit Internet Option (max. 42Mbit/s)

Es scheint also nach wie vor eine Netzfreigabe bei O2 zu geben, aber man lässt die Kunden weitgehend im Regen stehen, wie genau diese aussieht. Die unterschiedlichen Werte und Angaben verunsichern die Nutzer eher und es sieht so aus, als wären die Geschwindigkeiten zumindest im Prepaid Bereich trotz LTE Freigabe deutlich reduziert worden.

Falls jemand eine EPlus Karte hat und nutzt würden uns Erfahrungen interessieren, ob und wie sich der Speed in den letzten Wochen im Internet-Bereich verändert hat. Gibt es wirklich Auswirkungen auf die Praxis?

O2 und Eplus – Netzzusammenführung soll ab Januar weiter gehen

O2 und Eplus – Netzzusammenführung soll ab Januar weiter gehen – Bisher können die Kunden von Eplus und o2 nur im jeweils anderen Netz roamen und auch das nur im 3G Bereich. Ab Januar sollen beide Netze im Bereich UMTS und GSM nun richtig zusammen gelegt werden. Das nationale Roaming wird dann aufgehoben und man kann beide Netze nutzen ohne twas machen zu müssen. Bisher können Kunden des jeweils anders Netzes per Roaming auch das Partner-Netz mit nutzen, falls dieses besser ausgebaut ist. Kunden klagen aber immer wieder über Probleme, so dass diese Lösung nur ein Zwischenschritt sein kann.

„Als führendes digitales Telekommunikationsunternehmen wollen wir unseren Kunden das beste Netzerlebnis liefern. Nach der erfolgreichen Einführung des UMTS National Roaming ist die Integration der Mobilfunknetze der nächste wichtige Schritt auf dem Weg zu einer noch besseren und dichteren Netzversorgung. Es handelt sich um ein in Europa einmaliges technisches Großprojekt, das im erwarteten Umfang zu den Synergien beitragen wird, die wir dem Markt in Aussicht gestellt haben“, so Markus Haas, Chief Operating Officer von Telefónica Deutschland.

Die LTE Nutzung in beiden Netzen soll dazu ab Mitte 2016 möglich sein. Bisher ist LTE nur in den jeweiligen Netzen nutzbar. Das nationale Roaming gilt nicht für die LTE Frequenzen.

Allerdings hat O2 auch einen Zeitraum von etwa 5 Jahren für die komplette Netzintegration angekündigt. Zuerst sollen die Mobilfunk-Netze in den Ballungsräumen zusammen geschaltet werden, danach sollen kleine Städte folgen bis hin zur kompletten Netzintegration.

Genauere Details hat O2 noch nicht genannt, es wird aber sicher noch weitere Informationen zum Start des Ausbaus und den technischen Details geben.

 

via https://blog.telefonica.de/

Zwei Netze sind besser als eins – zumindest für O2-Kunden

Die Stiftung Warentest hat in der aktuellen Ausgabe vom November 2015 auch die Mobilfunk-Netze in Deutschland unter die Lupe genommen. Neben der Npte GUT für das Vodafone Netz und dem Testsieg für die Telekom (wie mittlerweile bei den meisten Netztests üblich) gibt es im Bereich der O2/Eplus Netze eine interessanten Hinweis.

Von dem Roaming der Kunden in beiden Netzen profitieren nach den Tests in erster Linie die Kunden von O2. Diese können auf das besser ausgebaute 3G Netz von Eplus zurück greifen. Nur selten ist in den Bereichen das O2 Netz besser ausgebaut, daher profitieren EPlus Kunden weniger. Im LTE Bereich hat zwar das O2 Netz Vorteile, aber das nationale Roaming beider Netze ist derzeit nur für den 3G Bereich frei geschaltet und nicht für LTE. Eplus Kunden können daher das besser LTE Netz von O2 nicht mit nutzen.

In der Praxis wurden daher fast 20 Prozent der Datenverbindungen von O2 Karten über Eplus Netze abgewickelt. Umgekehrt wählten sich Eplus Karten bei den Prüfreihen der Stiftung Warentest nur extrem selten (1%) ins O2 Netz ein. Im Bereich des nationalen Roaming haben daher in erster Linie die Kunden von o2 Vorteile. Oder um es mit den Werbetextern von O2 und Eplus zu sagen: Zwei Netze sind schon besser als eines, zumindest wenn man Kunde von O2 ist …

Von 1000MB auf 10MB – WhatsApp SIM schränkt drastisch die kostenlose Nutzung ein

Bisher hatte WhatsApp SIM für alle Kunden monatlich 1GB für die kostenlose Nutzung von WhatsApp im Angebot. Chatten über den Messenger war damit nicht nur kostenfrei sondern verbrauchte auch kein Datenvolumen. Ab sofort gibt es an dieser Stelle deutliche Einschränkungen: für Neukunden wurde das kostenlose Volumen monatlich von 1GB auf 10MB reduziert. Es bleibt also nur ein geringer Bruchteil des bisherigen Volumens übrig. Nach Verbrauch der monatlichen 10MB wird im Übrigen nicht gedrosselt sondern das WhatsApp-Datenvolumen mit 24 Cent pro MB Datenverbrauch abgerechnet.

Einziger Lichtblick: die Regelung betrifft nur Neukunden, die aktuell einen der neuen Tarife von WhatsApp SIM bestellen. Bestandskunden können weiter die 1GB Datenvolumen kostenlos nutzen.

WhatsApp SIM hat neben der Verringerung der Inklusiv-Megabyte auch einige neue Optionen eingeführt. Im Detail:

  • WhatsAll 240 für 5€/Monat, 240 Einheiten wobei zusätzlich 60MB mehr Highspeed Volumen zur Verfügung steht (also max. 300MB)
  • WhatsAll 600 für 10€/Monat, wobei zusätzlich 180MB mehr Highspeed Volumen zur Verfügung steht (also max. 780MB)

Der Zusammenschluss von Eplus und O2 macht sich hier leider sehr negativ bemerkbar. O2 scheint deutlich mehr auf die Datenvolumen zu schauen, anders lässt sich dieser dramtische Einschnitt nicht erklären. Die WhatsApp SIM Karte verliert damit schlagartig ihr Alleinstellungsmerkmal und ist damit nur ein weiterer Eplus Tarif mit 9 Cent Abrechnung für Gespräche und SMS. Die 10MB kostenloses Volumen pro Monat gibt es im Übrigen so auch bei Blau. Bestandskunden sind zwar noch nicht von der Änderung betroffen, die Befürchtung ist aber natürlich auch hier, das WhatsApp SIM früher oder später die alten Tarife kündigt oder umstellt.

Wer nach passenden Alternativen sucht, findet eine kostenlose Messengerflat (nicht nur für Whatsapp) derzeit noch bei den neuen Congstar Prepaid Tarifen. Dort stehen nach wie vor 1GB Datenvolumen monatlich ohne Mehrkosten zur Verfügung.

 

http://www.prepaid-deutschland.de/whatsapp-sim-die-prepaidkarte-fuer-whatsapp-nutzer/