Sipgate: mit der Satellite App eSIM Tarife buchen

Sipgate: mit der Satellite App eSIM Tarife buchen – Die Satellite App von Sipgate ist ein interessantes Angebot, da man bereits bisher darüber ohne Simkarte Gespräche führen und teilweise auch SMS verschicken und empfangen konnte. Abgewickelt wurde dies über das mobile Internet. Nun geht das Unternehmen noch eine Schritt weiter und erlaubt es auch, direkt aus der App heraus auf die eSIM von Handys und Smartphones (sofern diese bereits eine haben) zuzugreifen. Damit kann man ab sofort im Ausland Datentarife buchen und zukünftig soll dieses Feature auch für deutsche Datentarife nutzbar sein.

Man braucht mit der Satellite App damit keine Simkarte und keinen externen Datentarif mehr, sondern kann die passenden Angebote direkt in der App buchen und auf die Simkarte laden.

Bei esim-karte.com zitiert man das Unternehmen wie folgt:

Viele der 200.000 satellite Nutzer setzen die App auf Reisen ein, um auch im Ausland kostengünstig telefonieren zu können. ”Auf diese Zielgruppe konzentrieren wir uns aktuell mit der Datenoption. Weltweit können dann Nutzer aus der App heraus die Datenverbindung buchen und direkt telefonieren”, erklärt Mellor. Der nächsten Schritt wird sein, dass die Datenoption auch innerhalb Deutschlands nutzbar ist. Dafür müssen aber erst noch Verhandlungen mit anderen deutschen Providern geführt werden. 

Die Aktivierung aus der App heraus war eine der großen Herausforderungen des Projekts. Daher ist Mellor auch stolz auf das Ergebnis: “Wir sind der erste Anbieter aus Deutschland, bei dem die eSIM so unkompliziert gebucht werden kann. Alles was der Nutzer zum Telefonieren braucht, bekommt er jetzt vollständig aus der App. Man kann satellite also zu Recht als die erste echte Mobilfunk-App bezeichnen.“

Sipgate setzt derzeit zunehmend auf eSIM Lösungen. Im letzten Jahr wurde der Prepaid Tarif von Simquadrat (auch eine Marke von Sipgate) bereits auf eSIM umgestellt und in diesem Jahr setzt man dies bei Satellite fort. Während bei anderen Mobilfunk-Betreibern die eSIM Umstellung eher schwächelt oder noch gar nicht angegangen wurde, pusht Sipgate diese Technik sehr stark.  Für Kunden ist das natürlich ein interessanter Vorteil, denn man braucht keine Postlaufzeiten und keine Aktivierungscodes mehr, sondern kann direkt die eSIM mit neuen Tarifen laden. Voraussetzung dafür ist natürlich ein passendes Handy und Smartphone mit eSIM Chip.

UPDATE: Congstar cancelt die eSIM für 2019

Congstar cancelt die eSIM für 2019 – eSIM Handytarife und Angebote gibt es mittlerweile bei einer ganzen Reihe von Mobilfunk-Anbietern. Zuletzt hatte erst Klarmobil die eigenen Verträge für eSIM freigeschaltet und Simquadrat hatte sogar einen eigenen eSIM Tarif ohne Plastik Sim gestartet. Congstar unterstützt diese neue Technik dagegen bisher noch nicht und es sieht auch nicht so gut aus für den Start von eSIM bei Congstar. Das Unternehmen hat nämlich die Hinweise auf den eSIM Launch in 2019 klammheimlich von der Webseite gestrichen.

Im Original hieß es bei Congstar noch:

Noch unterstützen nicht alle deutschen Anbieter die eSIM. Bei einigen ist sie vorerst nur als Zweitkarte nutzbar. Auch wir arbeiten natürlich bereits daran, dir unsere günstigen Tarife auch als eSIM zur Verfügung zu stellen, voraussichtlich ab dem 2. Halbjahr 2019 kannst du zu deinen bestehenden Verträgen eine eSIM bestellen bzw. die eSIM bei Vertragsabschluss anstelle der klassichen SIM-Karte auswählen.

Dieser Absatz ist nun komplett verschwunden. Das Unternehmen hat daher den Hinweis auf den Marktstart der eSIM in 2019 gestrichen und das deutet darauf hin, dass es diese Technik in diesem Jahr nicht mehr geben wird. Man ist sich wohl auch höchst unsicher, wann diese Technik umgesetzt werden kann, denn ein neues Datum für den eSIM Start bei Congstar gibt es nicht.

UPDATE: Im Forum von Congstar gibt es mittlerweile höchst unterschiedliche Infos zu dem Thema. Ein Supportmitarbeiter gibt an, dass sich bei der eSIM nichts geändert hätte. Ein Kunden berichtet dagegen von einem Chat im Support, bei dem von einem Test der eSIM mit ausgewählten Kunden die Rede war und das bisher offen ist, ob und wann die eSIM kommt:

Eben im Chat mit einer Mitarbeiterin erfahren, dass die eSIM wohl aktuell mit „ausgewählten“ Kunden getestet wird und ob die eSIM dann überhaupt ausgerollt wird, sei noch gar nicht klar.

Aktuell scheint also bei Congstar selbst recht unklar, wie der aktuelle Stand rund um die eSIM ist.

Alte Version der eSIM Info bei Congstar: 

Neue Version der eSIM Info bei Congstar (ohne eSIM Hinweis):

Congstar Nutzer werden also auch weiterhin mit normalen Simkarten auskommen müssen. Das sollte auch kein größeres Problem sein, denn die meisten Geräte auf dem Markt haben neben der eSIM auch einen normalen Slot für Simkarten, so dass man auch Plastik Sim weiterhin ohne größere Probleme nutzen kann. Ausnahme ist das neue Motorola RAZR, das nur eine eSIM bietet. Dennoch ist der Schritt eher eine Enttäuschung, denn sonderlich innovativ scheint Congstar damit auf jeden Fall nicht zu sein und vor allem bei den Zweitkarten werden damit vor allem die anderen Prepaid Discounter (wie beispielsweise SImquadrat) das Rennen machen.

Simquadrat: Prepaid Anbieter schafft Plastik Sim ab

Simquadrat: Prepaid Anbieter schafft Plastik Sim ab – Simquadrat ist eine Marke von Sipgate und war bisher ein normalen Prepaid Tarif. Nun hat das Unternehmen das Angebot neu gestartet und Simquadrat vollständig auf eSIM umgestellt. Es gibt also beim Unternehmen keine normale Plastik Simkarten mehr, sondern nur noch eSIM. Kunden bekommen also direkt einen Aktivierungscode für die eSIM. Man kann diesen Handytarif damit auch nur nutzen, wenn man bereits ein Handy oder Smartphone mit eSIM hat. Der neue Tarif kann direkt hier bestellt werden:

Ansonsten ist es ein vergleichsweise günstiger Prepaid Tarif ohne Fixkosten oder Kaufpreis. Minuten kosten 9 Cent, SMS werden mit 7 Cent abgerechnet.

Simquadrat schreibt selbst dazu:

„Aus simquadrat machen wir sozusagen eSIM-quadrat“, erklärt sipgate-Geschäftsführer Tim Mois. „Millionen Menschen in Deutschland besitzen bereits ein eSIM-fähiges Gerät. Mit simquadrat können sie jetzt spontan und online genau die Erweiterungen buchen, die sie in ihrer Situation benötigen – von Features für Vieltelefonierer über Sprachflats für Reisende bis hin zu günstigen Datenpaketen.“ Derzeit wird die eSIM beispielsweise von den iPhones XR, XS (Max), 11, 11 Pro (Max) von Apple sowie vom Pixel 3 (XL) und Pixel 4 (XL) von Google unterstützt.  

Das Konzept ist dabei sehr interessant, denn bisher wurden auf dem deutschen Markt vor allem bestehende Tarife aus eSIM umgestellt. Simquadrat bringt einen eigenen eSIM Tarif, der sich von diesen aktuellen Angeboten deutlich abgrenzt. Bei esim-karte.com schreibt man dazu:

Der Simquadrat Basistarif enthält die kostenlose eSIM und hat weder Grund- noch Bereitstellungsgebühren. Für Gespräche in alle deutschen Netze fallen dann beispielsweise 9 Cent pro Minute und 7 Cent pro SMS an. Eine Deutschland-Allnet-Flat kostet 4,95 Euro monatlich, eine Allnet-Flat in alle 28 Länder der EU 9,95 Euro monatlich. Das Datenpaket mit 1 GB kostet 4,95 Euro pro Monat, das Routing einer nationalen Festnetznummer 2,95 Euro monatlich.

eSIM – die neue Technik einfach erklärt

eSIM – die neue Technik einfach erklärt – Apple hat mit dem iPhone 11 bereits die zweite Generation von Smartphones auf den Markt gebracht, die auf fest verbaute Simkarten setzt. Neben den normalen Plastik-Sim kann man die iPhone 11 auch als eSIM Geräte betreiben und die Tarif- und Anbieter-Daten direkt auf die fest verbaute Simkarte (eSIM) laden. In der Regel definiert sich eSIM wie folgt:

Definition: e-SIM Karten sind fest verbaute Simkarten, die sich über das Handy, Smartphone oder Tablet mit Tarifen verschiedener Anbieter programmieren lassen.

Die eSIM Technik ist bereits länger am Markt verfügbar, aber erst seit 2018 wird sie auch für Handys und Smartphones verstärkt genutzt und daher findet man immer häufiger die Hinweise auf eSIM und die Möglichkeiten der neuen integrierten Simkarten. Die bisherigen Simkarten-Formate sind damit nun mit eSIM erweitert worden.

Was verbirgt sich hinter der eSIM Technik?

Grundsätzlich unterscheidet sich der Einsatz einer eSIM nicht von denen von normalen Simkarten. Man bekommt vom Anbieter die Tarifdaten und den Netzzugang zugeschickt: in dem einem Fall als Aktivierungscode für die eSIM und im anderen Fall bereits direkt vorprogrammiert auf einer Plastik-Sim. Es gibt aber durch die neue Technik eine Reihe von Vorteilen:

  • eSIM können direkt programmiert werden und es reicht dafür in der Regel ein QR-Code, der durch den Anbieter zur Verfügung gestellt wird. Man kann diese Tarife damit schneller nutzen und auch schneller wieder wechseln, da man nicht darauf warten muss, dass die Simkarte per Post ankommt
  • in vielen Fällen kann man eSIM und normale Sim parallel nebeneinander nutzen und damit hat man die Auswahl zwischen mehr Tarifen und kann schneller zum passenden Angebot wechseln
  • mit fest verbauten Simkarten entfällt eine technische Fehlerquelle, da mit dem Wechsel die normalen Simkarten oft auch abgenutzt und beschädigt wurden und daher nicht mehr nutzbare waren (siehe auch Sim wird nicht mehr erkannt)

Zukünftig könnte mit de Wechsel hin zu eSIM auch der komplette Simkarten-Slot entfallen und so Platz für andere Technik und neue Komponenten schaffen. Damit haben die Smartphones auch eine Öffnung weniger und es wird einfacher, die Geräte gegen Wasser und Schmutz abzusichern.

Widerstand kommt allerdings in Teilen von den Mobilfunk-Anbietern. Besonders die Netzbetreiber haben ein Problem mit eSIM Karten, denn sie hätten gerne, dass Kunden dauerhaft und längerfristig die eigenen Tarife nutzen. Schnelle Wechselmöglichkeiten und flexibel Nutzung der Smartphones ist daher nicht gewünscht. Entsprechend haben es Hersteller auch schwer eSIM Geräte zu platzieren.

Welche Kosten entstehen durch eSIM?

Prinzipiell macht es für die Kosten des Tarifes oder der Flatrate keinen Unterschied, ob man eine eSIM oder eine Plastik Sim nutzt. Es macht ja an sich auch keinen Unterschied, ob man eine Nano- oder eine Micro-Sim nutzt, von daher unterscheiden sich auch die Preise der Tarife für eSIM nicht. Bei allen Anbieter sind daher die Kosten und die Konditione gleich, auch wenn man die Tarife auf die integrierte Sim lädt.

Für den Wechsel auf eSIM berechnen allerdings einige Anbieter zusätzliche Gebühren. Bei den Drillisch Discountern muss beispielsweise die eSIM als Ersatzkarte aktiviert werden und das kostet einmalig 14.95 Euro.

Welche Geräte unterstützen eSIM?

Um eSIM Angebote nutzen zu können, muss das Handy oder Smartphone diese neue Technik unterstützen. Dabei sind die Hersteller sehr unterschiedlich aufgestellt, was eSIM betrifft. Am weitesten dabei ist Apple. Das Unternehmen verbaut eSIM seit 2018 in allen iPhones. Google ist vergleichbar aufgestellt und liefert alle Pixel Modelle seit dem Google Pixel 3 mit eSIM aus. Samsung dagegen setzt eSIM bisher nur in den Smartwatches ein und andere Hersteller haben sich diesem Thema bisher noch gar nicht genähert. Die Auswahl an eSIM Geräten ist daher vergleichsweise überschaubar. Dazu findet man diese Technik vor allem bei den Topmodellen, im Smartphone Preisbereich von um die 100 Euro gibt es bisher noch gar keine Angebote für diese Technik.

Der aktuelle Stand sieht derzeit für Handys und Smartphones wie folgt aus:

  • die Samsung Gear S2 3G Smartwatch.
  • die Apple Watch Series 3 und Series 4
  • iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR
  • die iPad Pro 2018 11 und 12,9 Zoll
  • Google Pixel 3 und Pixel 3 XL und Google Pixel 3a und 3a XL
  • Google Pixel 4 und 4 XL
  • Galaxy Watch und Galaxy Watch Active 2
  • iPhone 11, iPhone 11 pro und 11 pro max

Bisher lässt sich leider auch schwer abschätzen, wie es mit Anbieter und Handys und Smartphones für eSIM weiter gehen wird. Huawei und Samsung haben sich bisher noch nicht offiziell zu ihren Plänen in diese Richtung geäußert und wie es aussieht werden zumindest die nächsten Topmodelle weiterhin nur mit normalen Simkarten auf dem Markt kommen. Dies ist im Übrigen nicht nur in Deutschland so, sondern man kann dies auch international feststellen. Auch in China gibt es bisher nur wenige Anbieter, die eSIM-fähige Handys und Smartphones im Angebot haben.

Welche eSIM Anbieter und Tarife gibt es?

Viele Anbieter haben bereits eSIM Tarife, aber leider noch nicht alle. Die Auswahl ist aber auf jeden Fall größer als bei den Hardware-Angeboten und Geräte. Aktuell gibt es die eSIM Unterstützung bei den Netzbetreiber-Tarifen von Telekom, Vodafone und O2. Dazu hat O2 auch eine Reihe von eigenen Marken mit eSIM ausgerüstet. Auch Drillisch bietet bei den meisten O2/TElefonica Tarifen eSIM an.

Drillisch hat eSIM mittlerweile für fast alle Marken frei gegeben:

  • yourfone
  • smartmobil*
  • winSIM
  • maXXim
  • PremiumSIM
  • simply
  • DeutschlandSIM
  • Handyvertrag.de
  • BildConnect*
  • sim.de
  • Eteleon
  • Galaxyexperte.de

Sehr schlecht sieht es dagegen im Prepaid Bereich aus. Nur die Telekom Prepaid Karten bietet als Prepaidtarif eSIM Unterstützung an. Alle anderen Prepaid Anbieter haben noch keine eSIM Möglichkeiten integriert.

Wie installiert man eSIM Angebote?

Um die eSIM nutzen zu können, muss man die Daten des Tarifes und der Anbieter auf die eSIM laden. Die Vorgehensweise ist dabei bei fast allen Anbietern vergleichbar: man bekommt einen Aktivierungscode für die eSIM. Diese scannt man ein und lädt auf diese Weise das eSIM Profil auf die integrierte Simkarte. Dazu ist allerdings Internet notwendig, man muss also dazu in einem WLAN verbunden sein. Danach kann man die eSIM als normale Simkarte nutzen.

Es gibt allerdings deutliche Unterschiede, ob und wie man den Aktivierungscode bekommt. Einige Anbieter verschicken diesen nur per Post, andere zeigen in auch im Kundenbereich an und dort kann man ihn dann mit dem Handy abscannen. Die Telekom arbeitet für die Smartwatch mittlerweile auch direkt mit einer Aktivierung über die Watch-App, mit der man gar keinen Code mehr braucht.

Weitere Drillisch Anbieter mit eSIM Hinweisen: Simply, WinSIM, Smartmobil und PremiumSIM

UPDATE: Weitere Drillisch Anbieter mit eSIM Hinweisen: Simply, WinSIM, Smartmobil und PremiumSIM – Mittlerweile findet man die eSIM Unterstützung in den FAQ bei weiteren Drillisch Discountern. Auch WinSIM, Smartmobil und PremiumSIM weisen dort auf den möglichen Einsatz von eSIM hin. Das bedeutet wohl auch, dass man die Tarife dieser Anbieter mittlerweile auf eSIM Geräten nutzen kann.

Noch ein Update: mittlerweile hat Drillisch offiziell bestätigt, das fast alle Marken für eSIM frei geschaltet wurden:

  • yourfone
  • smartmobil
  • winSIM
  • maXXim
  • PremiumSIM
  • simply
  • DeutschlandSIM
  • Handyvertrag.de
  • BildConnect
  • sim.de
  • Eteleon
  • Galaxyexperte.de

Erster Drillisch Anbieter mit eSIM – Simply unterstützt jetzt eingebauter Sim – Bei Drillisch scheint man sich jetzt auch dem Thema eSIM zuzuwenden, denn mit Simply unterstützt nun die erste Marke der Unternehmensgruppe diese Technik. Man kann ab sofort über den Kundenbereich alle Simply Tarife auch als eSIM buchen.

Bei eSIM-Karte.com heißt es im Original dazu:

Es gibt zwar noch keine offizielle Pressemitteilung dazu, aber man findet die eSIM Unterstützung bereits in den FAQ beschrieben und auch im Kundenbereich ist diese Option bereits verfügbar. Die Simplytel Handytarife und Flatrates können damit nun auch auf eSIM fähige Geräte geladen werden, ohne dass es eine Sim aus Kunststoff bräuchte. Allerdings muss dafür die neue Sim als Ersatzkarte bestellt werden. Dafür fällt ein Preis von einmalig 14.95 Euro an.

Mit 14.95 Euro ist der Wechsel auf eSIM vergleichsweise teuer. O2 selbst bietet dies beispielsweise aktuell kostenfrei an. An den Tarifen ändert sich aber nichts, die Grundgebühr bleibt also gleich, auch wenn man die Flatrate zukünftig auch als eSIM nutzt. Die alte Simkarte wird beim Wechsel gesperrt. Das sollte aber kein Problem sein, da die eSIM im Kundenbereich relativ schnell bereit gestellt wird (Postlaufzeit gibt es nicht). Nur ein Wechsel von eSIM auf normale Sim könnte etwas länger dauern.

In den FAQ ist die eSIM auch schon direkt erwähnt. Das Unternehmen schreibt hier:

Bei der Ersatzkarte können Sie zwischen der klassischen SIM-Karte aus Kunststoff und eSIM wählen. Die eSIM ist ein kleiner Chip, welcher fest im Endgerät verbaut ist. Das e bei eSIM steht für embedded. Das heißt eingebaut. Die eSIM ersetzt die klassische SIM-Karte aus Kunststoff. Voraussetzung für die Nutzung einer eSIM ist ein eSIM-fähiges Endgerät.

Auf diese Weise können die Allnet Flat und auch die Prepaid Sim (die Prepaid Sim wird leider nicht unterstützt) bei Simply als eSIM bestellt werden. Bisher ist Simply aber die einzige Drillisch Marke, die dies anbietet. Bei anderen Drillisch Mobilfunk-Anbietern (beispielsweise Maxxim, Smartmobil oder PremiumSIM) gibt es dieses Feature bisher noch nicht.

iPhone 2019 – setzt Apple weiterhin auf eSIM?

2018 war ein gutes Jahr für eSIM Chips, denn es sind die ersten Handys und Smartphones und auch die passenden Tarife dazu gestartet. Allerdings kann man davon ausgehen, dass der größte Teil des aktuellen Erfolgs von eSIM Angeboten auf die Entscheidung von Apple zurück geht, in den 2018er iPhone Modelle eSIM zu verbauen. Zwar hat auch Google bei der Pixel 3 und 3a Serie eSIM an Bord, aber die Modelle werden nach wie vor in zu kleinen Stückzahlen verkauft um eine relevante Größe auf dem Markt zu sein. Kein Netzbetreiber hätte die eigene Infrastrukur nur wegen den Google Pixel auf eSIM umgestellt.

Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass in diesem Jahr viel davon abhängen wird, wie Apple mit eSIM in den kommenden Modellen umgeht. Wenn das Unternehmen auch in den iPhone XI eSIM verbaut, dürften immer mehr Mobilfunk-Anbieter auf die neue Technik setzen und möglicherweise starten dann gegen Ende des Jahres auch größere Discounter wie Congstar und ALDI mit eSIM Angeboten. Sollte dagegen Apple bereits nach einem Jahr wieder auf die eSIM Chips verzichten und nur noch auf normale Simkarten setzen, wäre das ein heftiger Rückschlag in diesem Bereich. Man kann dann wohl davon ausgehen, dass eSIM auf dem aktuellen Niveau mittelfristig stagnieren wird. Neue Entwicklung dürfte es in diesem Fall wohl nicht geben, einfach weil es sich für die Tarif-Anbieter mangels Endgeräten kaum rechnet, diese Technik weiter zu verfolgen.

Wie genau Apple sich dabei entscheiden wird, ist noch nicht sicher. Ein Blick auf die aktuellen iPhone Modelle macht zumindest Hoffnung, denn die 2019er iPad wurden alle mit eSIM auf den Markt gebracht. Daher könnte man auch davon ausgehen, dass Apple auch beim iPhone diesen Trend beibehält.

Sicher scheint dagegen, dass weder Samsung noch Huawei bei den Modellen in diesem Jahr auf eSIM setzen werden. Es spricht leider nichts dafür, dass das Huawei Mate 30 oder das kommende Samsung Galaxy Note 10 mit dieser Technik ausgestattet sein werden. Damit werden zumindest die beiden größten Hersteller im Bereich der Handys und Smartphones nicht auf eSIM setzen und das ist nach wie vor eine sehr schwere Hypothek für diese Technik.

2 Milliarden eSIM fähige Geräte bis 2025

Im letzten Jahren kamen mit den neuen iPhone Modellen und den Pixel 3 Smartphones die ersten Handys mit eSIM auf den Markt und wenn man den Analysten von Cointerpointreserach glauben darf, soll diese Entwicklung jetzt steil bergauf gehen. Man erwartet dort, dass bis 205 immerhin 2 Milliarden eSIM Geräte auf den Markt sind. Dabei bezieht man sich allerdings nicht nur auf Handys und Smartphones, sondern auch auf andere Geräte-Klassen und vor allem IoT-Geräte, also smarte Kühlschränke, Heizungssteuerungen usw.

Bei Counterpointresearch schreibt man dazu:

Shipments of eSIM-based devices will reach almost two billion units by 2025, up from 364 million in 2018, according to the latest research from Counterpoint’s ETO (Emerging Technology Opportunities) Service. This will be mainly due to smartphones and enterprise IoT devices. Our findings also show that a majority of eSIM-based devices will have a hardware chip based eSIM solution until 2025, and after that, we will see a rise in the adoption of integrated SIM-based solutions.

Wie sinnvoll und valide diese Vorhersagen sind, bleibt allerdings offen. eSIM sind bereits seit mehreren Jahren im Gespräch und erst in letzten Jahr gab es wirklich Bewegung in diesem Bereich. Bisher ist das Angebot vor allem im Bereich der Handys und Smartphones in Sachen eSIM trotz des Einsatzes von Apple und Google noch eher überschaubar:

  • die Samsung Gear S2 3G Smartwatch.
  • die Apple Watch Series 3 und Series 4
  • iPhone XS,
  • iPhone XS Max
  • iPhone XR
  • die iPad Pro 2018 11 und 12,9 Zoll
  • Google Pixel 3 und Pixel 3 XL
  • Google Pixel 3a und 3a XL
  • Quelle

Vor allem Samsung und Huawei halten sich in dieser Hinsicht doch noch stark zurück und haben bisher weder passende Geräte angekündigt noch auf den Markt gebracht. Daher fehlen die zwei größeren Handy-Hersteller derzeit auch noch im eSIM Bereich. Bei den eSIM Tarifen sieht es dagegen besser aus. Alle drei großen Netzbetreiber haben mittlerweile ihre Tarife auch für eSIM fit gemacht und auch 1&1 und Blau bieten eSIM fähige Tarife an – zumindest im Postpaid Bereich.

 

 

eSIM Tarife bei Blau: Webseite und Hotline widersprechen sich

O2 hat etwas länger gebraucht um die eigenen Tarife auch als eSIM Tarife anzubieten und dann aber angeblich nicht nur die eigenen O2 Free Angebote umgestellt, sondern auch die Postpaid Tarife von den Marken Blau und Ay Yildiz. Tatsächlich hatten verschiedenen Fachmagazine den Start der Blau eSIM Tarife gemeldet. Bei Blau selbst findet man dazu allerdings sehr wenig. Die Suchfunktion auf der Webseite findet nur eine Unterseite, die sich mit dem Thema eSIM beschäftigt und dort heißt es sehr konkret, dass Blau derzeit keine eSIM anbieten würde.

Auf der Webseite ist nochmal dazu festgehalten:

Blau bietet Ihnen jederzeit günstige Tarife und Smartphones, doch zurzeit noch keine eSIM. Abonnieren Sie einfach den Blau Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben. So erfahren Sie direkt, wann Sie die eSIM auch bei Blau erhalten. (Hervorhebung durch uns)

Wir haben daher nochmal direkt im Support bei Blau nachgefragt und dort die Auskunft bekommen, dass sehr wohl die Postpaid Tarife bei Blau als eSIM zur Verfügung stehen. Man bekommt bei Buchung die Tarife ganz normal und kann diese dann über den Kundenbereich auf eSIM umstellen bzw. sich dort den Aktivierungscode holen um das eSIM Profil auf die Karte zu laden. Das entspricht auch der Vorgehensweise bei O2 direkt (und ist etwas umständlicher, da doch erst eine Plastik-Simkarte veschickt wird). Bei den originalen O2 Handytarifen gibt es dazu dann aber eine recht umfangreichen Hilfebereich. Bei Blau dagegen stehen die Kunden weitgehend alleine und finden auf der Webseite dazu noch veraltete Infos. Das wirkt alles noch nicht so direkt vertrauenerweckend.

Natürlich ist klar, dass eSIM eine eher neue Technik ist und aufgrund der wenigen Geräte auf dem Markt, die dies unterstützen, auch noch nicht sehr verbreitet ist, aber etwa ein halbes Jahr nach der Einführung der Technik könnte man dann doch mal passende Informationen auf der Webseite bereit halten oder zumindest die alten Infos dazu löschen.

 

 

Galaxy S10 – wird es eSIM geben oder nicht?

Zu den neuen Galaxy S10 Modelle gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Leaks rund um Technik und Design. Ein Frage wurde dabei aber nicht beantwortet und zwar, ob es bei den neuen Modellen auch eine integrierte Simkarte geben wird, mit der man Tarif direkt auf die Modelle laden kann.

Apple hat die neuste iPhone Generation mittlerweile mit dieser Technik ausgestattet und sowohl iPhone XR als auch iPhone XS unterstützen eSIM. Auch Google hat bei den Google Pixel 3 diese Technik im Einsatz und damit kann man auch auf diese Smartphone passende Tarife direkt laden. Die Topmodelle auf dem Markt scheinen also zumindest mit eSIM ausgestattet zu sein und daher wäre es durchaus denkbar, dass auch Samsung beim Galaxy S10 und dem S10+ diesen Schritt gehen wird. Andernfalls würde man zumindest bei diesem Feature hinter einige Konkurrenten zurück fallen. Unklar ist auch noch, wie Huawei beim kommenden Huawei P30 und P30 pro agieren wird.

Eine Bestätigung dafür gibt es bisher noch nicht und es fehlen auch noch komplett die Hinweise, auf welche Technik die neuen Modelle bei den Simkarten setzen werden. Das wäre also auf jeden Fall ein Punkt, den es bei der Vorstellung der neuen Modelle morgen noch zu klären gibt.

Wie sieht der aktuelle Zeitplan für den Marktstart des Galaxy S10 aus?

Die Samsung* Galaxy Modelle werden in der Regel im ersten Quartal des jeweiligen Jahres vorgestellt und daher wird auch das neuen Galaxy S10 bzw. diese Reihe in diesem Zeitraum erwartet. Bei Gizmondo hat man nun auch einige Details zum geplanten Start der Modellreihe veröffentlicht, wobei sich leider nicht verifizieren lässt, wie verlässlich diese Daten sind. Daher sollte man sich besser auch noch nicht zu sehr auf dieses Event freuen, es kann durchaus sein, dass es noch Änderungen gibt, denn eine offizielle Bestätigung für das Lineup der Vorstellung neuen Smartphones* fehlt bisher natürlich noch. Laut Gizmondo sieht der Terminplan von Samsung beim Galaxy S10 wie folgt aus:

  • Die neuen Galaxy S10 Modelle sollen bereits am 20. Februar 2019 auf einem Event in San Francisco noch vor dem Mobile World Congress 2019 in Barcelona vorgestellt werden. Mittlerweile ist dieser Termin auch offiziell bestätigt.
  • Danach startet auch direkt die Vorbestellung der Geräte und man kann die Modelle ab dem 20. Februar also bereits ordern.
  • Der offizielle Verkauf startet am 8. März 2019. Ab diesem Datum sollen die Modelle im Handel verfügbar sein und die Vorbesteller bekommen ihre Geräte auch zu diesem Datum geliefert.

Unklar ist dabei noch, ob es für die Vorbesteller wieder eine Sonderaktion geben wird. Samsung hatte bereits häufiger die frühe Bestellung mit Zugaben oder einem Cashback belohnt – was dieses Jahr für den Start der Galaxy S10 Modelle geplant ist, wurde bisher noch nicht geleakt.

Die Kameratechnik beim Galaxy S10

Die Kamera steht bei den kommenden Galaxy S10 Modellen besonders im Fokus, denn Huawei* wird mit dem P30 sicher wieder Neuerungen im Kamera-Bereich bringen und damit Samsung* unter Druck setzen. Wie es aussieht setzt Samsung* bei den Galaxy S10 wohl auf eine Triple Lens Technik und damit auf ein Objektiv mehr als bei den aktuellen Geräten.

Laut Leaker IceUniverse sieht das Setup bei den normalen Galaxy S10 Modellen wie folgt aus:

  • Samsung* Galaxy S10 lite: 1 Front-Kamera und Dual Lens Hauptkamera
  • Samsung* Galaxy S10: 1 Front-Kamera und Triple Lens Hauptkamera
  • Samsung* Galaxy S10+: Dual Lens Front-Kamera und Triple Lens Hauptkamera

Damit sieht es zumindest für die normale Modellereihe nicht so aus, als würde man die Quad Lens Kamera aus dem Samsung Galaxy A9 auch bei diesen Geräten zum Einsatz bringen. Allerdings gibt es natürlich auch noch das Topmodell Beyond X, dass als Spitzen-Premium-Modell konzipiert ist und einige Neuerungen bei der Technik mitbringen soll (und wohl auch preislich nicht Spitzenwerte erreicht). Es wäre also durchaus denkbar, dass die Quad Kamera bei diesem Spitzenmodell eingesetzt wird – konkrete Hinweise und offizielle Bestätigungen dazu gibt es aber natürlich noch nicht.

Darüber hinaus sagt die Anzahl der Objektive natürlich wenig über die Qualität der Aufnahmen selbst aus. Dies hängt vielmehr auch von der eingesetzten Technik ab und hier wird Samsung sicher auch nachlegen. Man kann also durchaus davon ausgehen, dass die Galaxy S10 Modelle im Vergleich zu den aktuellen Geräten wieder einige Verbesserungen bei den Aufnahmen vorweisen können.

Vodafone: Alle Postpaid-Tarife sind nun auch mit eSIM buchbar

Mittlerweile gibt es im Premium-Bereich die ersten Handys und Smartphones mit eingebauten eSIM Chip auf dem Markt. Man muss dann nicht mehr die Simkarte wechseln, sondern kann neue Tarife auf diesen Chip buchen (und natürlich auch wieder löschen). Diese neuen Geräte können die eSIM auch als Hauptkarte nutzen und benötigen damit überhaupt keine weitere Simkarte mehr um Gespräche, SMS und auch Inter-Verbindungen abwickeln zu können.

Vodafone war schon länger ein Vorreiter im eSIM Bereich. Dort hatte man bereits Mitte des Jahres eSIM Zusatztarife auf den Markt gebracht um Drittgeräte mit eSIM nutzen zu können. Nun geht das Unternehmen noch einen Schritt weiter und bietet alle Tarife des Unternehmens im Postpaid Bereich (also mit monatlicher Rechnung) auch für eSIM an.

Im Original schreibt man dazu:

Am 12. Juni 2018 hat Vodafone die eSIM nach GSMA-Standard für erste Zusatz-Tarife eingeführt, um die Mobilfunkfunktion von digitalen Endgeräten wie zum Beispiel Smartwatches unterstützen zu können: Fitness-Tracker oder Smart-Watches können dank der eSIM permanent über das Mobilfunknetz in Verbindung bleiben. Deswegen ist die digitale SIM-Karte essentiell für die Nutzung und den Ausbau des Internet der Dinge. Nun geht der Düsseldorfer Telekommunikationskonzern einen entscheidenden Schritt weiter und führt die eSIM als neues SIM-Format für alle Postpaid Tarife ein. Damit wird dann auch die eSIM-Funktion der Hauptgeräte unterstützt.

Leider hat Vodafone aber bisher nur die Postpaid Tarife frei geschaltet. Die beliebten Callya Prepaidkarten des Unternehmen profitieren derzeit noch nicht davon und können noch nicht mit eSIM Angeboten genutzt werden. Wahrscheinlich sieht man bei Vodafone eSIM als Premiumfeature, das man vor allem für die eigenen Allnet Flat zur Verfügung stellen will. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass früher oder später die eSIM Unterstützung auch im Prepaid Bereich ankommen wird – allerdings kann bisher keine sagen, wann genau es soweit sein wird.

Famit können folgende Modelle nun alle Vodafone Handytarife und Allnet Flat nun auch als eSIM nutzen:

  • iPhone XS,
  • iPhone XS Max
  • iPhone XR
  • die iPad Pro 2018 11 und 12,9 Zoll
  • Google Pixel 3 und Pixel 3 XL

Die Zahl der Endgeräte mit eSIM hält sich zwar noch in Grenzen, aber zumindest kann man sehen, dass die Zahl der Modelle wächst und damit auch ein immer größerer Bedarf da ist, einen passenden Tarif zu nutzen. In der Regel sind die Modelle aber Hybrid-Geräte und haben immer auch noch einen herkömmlichen Simkarten-Slot. Daher kann man die Smartphones auch mit einer normalen Simkarten weiter betreiben, falls der eigenen Anbieter noch keine eSIM unterstützen sollte. Vor allem bei den Discountern ist das derzeit noch der Fall – auf dem deutschen Markt gibt es noch keinen Anbieter, der eSIM unterstützt. Man kann aber durchaus davon ausgehen, dass auch in diesen Bereich durch die neuen Modelle Bewegung kommen wird.

Bisher ist noch nicht bekannt, wie die anderen Netzbetreiber reagieren werden. O2 hält sich im Bereich eSIM bisher noch sehr zurück und auch die Telekom hat zwar einige Tarife im Angebot, Haupttarife gibt es bisher aber auch bei der Telekom noch nicht. Mit dem Vorstoß von Vodafone erhöht sich auf jeden Fall der Druck auf die beiden andere Netzbetreibern, im eSIM Bereich aktiv zu werden.