Corona-Auswirkungen: deutscher Smartphone Markt bricht um 24 Prozent ein

Corona-Auswirkungen: deutscher Smartphone Markt bricht um 24 Prozent ein – Die Corona Krise hat auch bei den Smartphone Verkäufen deutliche Spuren hinterlassen und während der Mobilfunk an sich durchaus gut dastehen, sind die Verkäufe von neuen Smartphones in den letzten Monaten spürbar abgesunken. Die Analysten von Counterpoint Research gehen dabei für Europa von einem Rückgang von 24 Prozent aus. Vergleichen wurde dabei das 2. Quartal 2020 mit dem 2. Quartal aus dem Vorjahr.

Die Zahlen sind dabei nicht ganz so stark eingebrochen wie befürchtet, denn die Geschäfte waren zwar zeitweise geschlossen, aber der Online-Handel war dafür umso stärker und konnte einen Teil der Sales wieder wettmachen. Der Rückgang ist dabei in ganz Europa zu beobachten und fällt in den meisten Ländern ähnlich hoch aus.

Die Rückgänge sind dabei sehr unterschiedlich. Apple konnte im Vergleich zum Vorjahr den Markanteil sogar ausbauen, Samsung verliert leicht bei den Marktanteilen und vor allem Huawei hat mit sinkenden Verkaufszahlen zu kämpfen. Das dürfte aber auch am Android-Embargo durch die US Regierung liegen.

Bei Counterpoint schreibt man im Original dazu:

Commenting on the top OEMs in the European market, Abhilash Kumar, Research Analyst said, “Samsung continues to lead the market. This is driven by its diversified portfolio and new product lines that cater to the requirement of all price bands. Apple, supported by good performance of the iPhone SE and 11 series, restricted its sales volume decline to 14% YoY. Meanwhile, Huawei declined 46% YoY amid US-China trade sanctions. Xiaomi and Oppo grew 55% YoY and 41% YoY even during the pandemic. With their attractive specs at affordable prices, they managed to woo some potential Huawei users to gain share at its expense.”

Ein Gewinner der Krise scheint auf jeden Fall Xiaomi zu sein. Das Unternehmen konnte den Marktanteil im 2. Quartal mehr als verdoppeln und kommt mittlerweile auf 13 Prozent Marktanteil in Europa- Im Jahr zuvor waren es noch 6 Prozent gewesen.

Nokia unter den Top 5 Smartphone Herstellern in Deutschland

Nokia unter den Top 5 Smartphone Herstellern in Deutschland – Der Smartphone-Markt in Europa ist fest in der Handy von Samsung, Huawei und Apple. Die drei Hersteller machen allein etwa 75 Prozent de Verkäufe in Europa unter sich aus. Xiaomi konnte zwar im letzten Quartal deutlich aufholen, ist aber doch noch recht weit von Apple entfernt und Nokia bzw. HMD Global liegt mittlerweile auf dem 5. Platz bei den Smartphone Umsätzen in Europa. Damit liegt das Unternehmen vor Marken wie Motorola oder auch HTC.

Das ist für die Marke ein durchaus beachtenswertes Standing, allerdings scheint Nokia doch mit einigen Problemen zu kämpfen zu haben. Nach den Zahlen der Analysten von Canalys lag der Umsatz im dritten Quartal 2019 wieder unter 1 Millionen verkaufter Geräte und damit gingen die Verkäufe um mehr als 20 Prozent zurück. Auch die vielen neue Smartphone und Updates für bestehende Geräte scheinen hier nicht weiter geholfen zu haben. Dazu ist der Abstand auf Platz 4 (Xiaomi) doch recht groß. Nokia müsst die Verkäufe mehr als verfünffachen um sich im Ranking zu verbessern. Das scheint zumindest aktuell nicht realistisch.

Die Zahlen von Canalys im Detail

Insgesamt sieht es so aus als wäre die Power der ehemaligen Weltmarke Nokia zwar solide, aber nicht dauerhaft stark genug, um wirklich massives Wachstum zu erzeugen. HMD Global muss sich also wohl überlegen, ob man die Verkäufe nicht mit bekanntere Strategien pushen kann in dem man beispielsweise mehr ins Marketing investiert. Dazu hat der Marktstart von Xiaomi beispielsweise in Deutschland einen starken Mitbewerber im Bereich der preiswerten Smartphones ins Spiel gebracht. Es wäre also an der Zeit für Nokia, darauf zu reagieren.

Daher wird es spannend werden zu sehen, wie sich das Unternehmen im nächsten Jahr aufstellt. Einfach nur neues Updates für die bestehende Geräte werden wohl nicht ausreichen, um die Verkäufe wieder anzukurbeln, daher dürfen wir wohl auf die eine oder andere Produktneuheit gespannt sein.

 

 

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Xiaomi will Apple und Samsung in Europa verdrängen

Xiaomi will Apple und Samsung in Europa verdrängen – Die Analysten von Canalys haben die aktuellen Verkaufszahlen der Smartphone Hersteller für Europa zusammen gestellt und vor allem Xiaomi konnte auf diesem Markt ein deutliches Wachstum erzielen. Im dritten Quartal steigen die Verkäufe des Unternehmen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um immerhin mehr als 70 Prozent an. Insgesamt konnte Xiaomi damit mehr als 2 Millionen Geräte zusätzlich verkaufen.

Damit liegt das Unternehmen auf Platz 4 der Smartphone Hersteller in Europa und gar nicht mehr so weit hinter Apple. Nach Angaben des Unternehmens plant man auch, die Verkaufszahlen und damit den Marktanteil noch deutlich zu verbessern – Ziel sind dabei vor allem di bisherigen Kunden von Samsung und Apple.

Bei Gizmochina zitiert man Xiaomi wie folgt:

Now, Lu Weibing, an executive of the Chinese company said that the company is now aiming to take on the likes of Samsung and Apple to get a bigger market share in the European market. For the third quarter of this year, i.e. Q3 2019, Xiaomi capture 10.5 percent of the European market, representing growth of 73 percent with shipments of 5.5 million smartphone units. In comparison, Samsung sold 18.7 million units while Huawei and Apple 11.6 million and 9.8 million phones in the third quarter of this year. HMD Global, the company behind Nokia-branded smartphones, is ranked third in the market with 1.8 percent share and shipments of over 900,000 units.

Um dieses Ziel zu erreichen hat Xiaomi beispielsweise den offiziellen Start der Marke in Märkten wie Deutschland vorgenommen und aktuell arbeitet das Unternehmen daran, die Produktpalette deutlich auszuweiten. Mit dem Xiaomi Mi Mix Alpha hat man dazu ein innovatives Modell vorgestellt, dass so noch kein Gegenstück bei den anderen Herstellern kennt.

Die aktuellen Zahlen von Calanys im Detail:

Allerdings ist der Weg bis zur Spitze für Xiaomi doch nicht recht weit. Allein um an Apple vorbeizuziehen müsste man den Absatz der Modelle verdoppeln, für Samsung wären drei bis viermal so viele Verkäufe notwendig. Es wird also wohl noch einige Zeit dauern, bis Xiaomi in Schlagreichtweite kommt.

Xiaomi will nach Europa expandieren

Der chinesische Hersteller Xiaomi hat im Bereich der Handys und Smartphones in den letzten Jahren durch einige interessante Modelle auf sich aufmerksam gemacht. Mit dem Mi Mix und dem Mi Mix (bald auch als Mi Mix 2) war das Unternehmen eines der ersten, die auf ein weitgehend randloses Design gesetzt haben. Damit hatte man den Trend zu randlosen Modellen vielleicht nicht begründet, aber zumindest deutlich befeuert und mittlerweile setzen immer mehr Hersteller vor allem bei den Topmodellen auf weitgehend randlose Displays. Eine andere interessante Entwicklung war das Mi 6, das mit Snapdragon 835 Prozessor auf maximale Leistung setzt und dabei deutlich günstiger zu haben ist, als die meisten anderen Topmodelle der Konkurrenz. Das Modell führt nach wie vor im Android Bereich die meisten Benchmarks an und ist damit eines der leistungsstärksten Smartphones auf dem Markt.

Das Problem: Xiaomi hatte sich bisher vor allem auf China konzentriert und die interessanten Modelle des Unternehmens waren daher nur über Umweg und Importe (samt der Formalitäten beim Zoll) zu haben. Das könnte sich nun ändern, denn wie es aussieht, hat Xiaomi die Strategie und die Ausrichtung etwas erweitert. Laut Handelsblatt plant das Unternehmen den Start dabei in 12 Ländern der EU, allerdings vornehmlich in den süd- und osteuropäischen Staaten. Genannt wurden folgende Länder:

  • Polen, Litauen, Lettland, Estland, der Ukraine, Weißrussland, Russland, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Griechenland

Deutschland ist leider nicht mit dabei und damit wird man wohl auf die Modelle hierzulande offiziell noch etwas länger warten müssen. Allerdings dürfte die Bestellung deutlich einfacher werden, wenn es zukünftig auch Shops in der EU gibt und man nicht mehr direkt in China bestellen muss.

Bereits Huawei hat gezeigt, wie man als neuer Smartphone Anbieter in Europa und in Deutschland Fuß fassen kann und wenn Xiaomi einen ähnlichen Weg geht, dürfte sich auch bald der Erfolg auf dem neuen Markt einstellen. Vor allem die Kombination aus guter Technik, Innovation und günstigen Preise hab bereits bei vielen Smartphones gut funktioniert (man denke hier nur an das OnePlus One und die Nachfolger) und damit hat das Unternehmen auf jeden Fall gute Voraussetzungen, um auch in Europa erfolgreich zu sein.

LG V20 – kein Start in Europa?

Das neue LG V20 soll am 6. September in San Francisco vorgestellt werden. LG hat das Event und die Vorstellung bereits offiziell angekündigt. Auch Google hat sich bereits zum neuen Gerät geäußert mit dem Hinweis, dass hier Android 7.0 Nougat direkt vom Start an zum Einsatz kommen soll.

Was bisher fehlte waren Infos, ab wann das Gerät (vor allem in Deutschland) zu haben sein wird. Mittlerweile gibt es auf Twitter die ersten Hinweise, dass es das LG V20 anfangs wohl gar nicht in Deutschland und Europa geben wird. Dort heißt es mit Hinweis auf Informationen des offiziellen Distributors:

 

 

Das wäre eine ziemliche Enttäuschung für LG Kunden. Der neuen Technologie-Träger mit Android 7 würde damit für deutschen Kunden nicht zur Verfügung stehen. Allerdings wurde auch der Vorgänger, das LG V10, zuerst nicht in Europa auf den Markt gebracht. Der Start erfolgte zuerst in den USA. Erst mit deutlicher Verzögerung von mehreren Monaten wurde das V10 dann auch mehr oder weniger still und heimlich in Deutschland auf den Markt gebracht.

Selbst wenn sie die ersten Gerüchte dieser Art bestätigen sollten, ist damit nicht ausgeschlossen, dass LG das V20 später auch noch in Europa auf den Markt bringen wird.

 

Studie: Bruttosozialprodukt und Smartphones

Der aktuelle Report von Flurrymobile hat unter anderem auch einen Blick auf die Verbreitung von iOS- und Android Geräten in Europa geworfen und die entsprechende Zahl der Geräte mit dem Bruttosozialprodukt pro Kopf der Länder verglichen. Die Auswertung hat man dabei für die 10 größte europäischen Länder gemacht.

Im Vergleich geben die skandinavischen Länder und Großbritannien am meisten für smarte Geräte aus. Deutschland, Frankreich und Spanien liegen eher im Mittelfeld und erstaunlicherweise gibt man auch in Russland im Vergleich recht viel für Handys und Smartphones aus. Ausreißer sind Italien und vor allem Polen.

Das angezeigte Verhältnis wird allerdings nicht nur vom Hand zu Smartphones beeinflusst, sondern auch von der Höhe des Bruttosozialproduktes in den einzelnen Ländern. Ist dieses hoch, ist es schwieriger, hier hohe Werte zu erreichen. Umgekehrt macht es ein niedrigeres Bruttosozialprodukt einfach, vergleichsweise viel für Geräte mit iOS und Android auszugeben.  Interessant ist der Vergleich daher in erster Linie bei Ländern, in denen die Werte pro Kopf etwa gleich sind. Das trifft beispielsweise bei Deutschland, den Niederlanden und Schweden zu. Hier sind die unterschiedlichen Werte durchaus aussagekräftig: es scheint in den Niederlanden und Schweden einen deutlich ausgeprägteren Hand zu Smartphones zu geben als in Deutschland. Die Ausgaben für diese Geräte sind in beiden Ländern fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

Warum das so ist sagt die Grafik leider nicht aus und auch im Report finden sich keine Angaben dazu. Es bleibt also noch genug Raum für Spekulationen.

 

HTC Deluxe DLX: Europäische Version von HTC dementiert

Im Laufe der Woche haben aufgetauchte Pressebilder des HTC Deluxe DLX die Hoffnungen erweckt, dass das FullHD-Smartphone des taiwanesischen Herstellers auch nach Europa kommt. Das Gerät kommt mit einer unglaublichen Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln daher und besitzt somit eine Pixeldichte von 441 ppi.

Mittlerweile hat sich HTC zu den Geschehnissen geäußert und über die hauseigene Facebook-Seite HTC DACH die Veröffentlichung einer europäischen Version des HTC J Butterfly dementiert. Laut der Aussage von HTC wird das begehrte Smartphone also nicht nach Europa kommen.

Hi Ingo,
das Deluxe wird leider nicht nach Europa kommen.
Liebe Grüße,Dennis

Natürlich sollte man die Aussage nicht auf eine Waagschale legen, denn es ist in der Vergangenheit schon des Öfteren vorgekommen, dass Unternehmen eine Veröffentlichung bestritten haben und für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen. Des Weiteren hat GSMArena bereits angekündigt, dass am sechsten Dezember weitere Informationen über das FullHD-Smartphone zu Tage kommen werden. Womöglich wird HTC bereits dann schon ein offizielles Statement abgeben und das Geheimnis über die europäische Version lüften.

iTunes Match: vorzeitige Veröffentlichung in Europa oder doch ein Systemfehler?

Allem Anschein nach könnte iTunes Match in naher Zukunft auch in Europa angeboten werden. Berichten zufolge erhielten bereits eine kleine Anzahl von iTunes-Nutzern eine Benachrichtungs-Email von Apple. Demnach soll der Matching-Dienst für eine Jahresgebühr von 24,99 Euro in Spanien und anderen europäischen Ländern verfügbar sein.

Zusätzlich konnte ein Anwender aus UK sich nach eigenen Angaben erfolgreich bei iTunes Match anmelden und erhielt auch eine explizite Bestätigungsmail. Allerdings hat sich Apple nach zwei Tagen bei ihm gemeldet und gesagt, dass es sich um ein Versehen handelte – woraufhin ihm das Geld zurück überwiesen wurde.

“I managed to buy iTunes Match in Europe two days ago. Now they told me it was mistake and returned the money.“

Dank der kürzlich getroffenen Einigung zwischen Bitkom und der GEMA könnte Apple auch in Deutschland den Matching-Dienst in naher Zukunft freigeben. Die Vorbereitungen scheinen gestartet zu sein und womöglich steht iTunes Match bereits in den Startlöchern. Nichtsdestoweniger könnte es sich hierbei auch um einen einfachen Systemfehler handeln, welcher Apple mal wieder unterlaufen ist. Das wiederum würde nicht die unterschiedlichen Länderpreise aus den E-Mails erklären.

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