Deutscher Umweltpreis 2016: Würdigung für Fairphone 2 Macher

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat den Deutschen Umweltpreis 2016 vergeben und ehrt damit Bas van Abel, den Gründer und Geschäftsführer von Fairphone, für sein Engagement als umweltbewusster und sozialer Unternehmer.

Mit dem Fairphone gelingt es ihm“, so DBU Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann, „ökologische und soziale Probleme in der Informations- und Kommunikationstechnik beim Verbraucher bekannt zu machen. Fairphone ist ein Wegbereiter für den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit in der ganzen Branche.

Besonders das modulare Konzept kam beim BDU sehr gut an, denn man sieht darin eine sehr gute Möglichkeit, Materialien und Ressourcen zu schonen. Auch die gute Reparierbarkeit der Geräte wurde lobend angesprochen. Viele andere Handys und Smartphones sind mittlerweile so konzipiert, das auch einfache Reparaturen nicht mehr selbst vorgenommen werden und stattdessen durch eine teure Fachwerkstatt ausgeführt werden müssen. Das sorgt dafür, dass diese Geräte dann oft gar nicht mehr repariert werden, weil es sich mehr lohnt, gleich auf ein neues Gerät zu setzen. Die Möglichkeit zur Reparatur sorgt somit auch für eine längere Nutzbarkeit und für weniger Ressourcenverbrauch.

Wir brauchen dringend einen Wandel beim Umgang mit Handys und Smartphones, von denen es mehr auf der Erde gibt als Menschen“, erklärt Bottermann dazu. „Jedes Gerät ist mit wertvollen und vielfach nur unter großen Umweltbelastungen zu gewinnenden Metallen und Komponenten bestückt. Die meisten werden aber nach wenigen Jahren ausgemustert oder weggeworfen, obwohl sie noch voll funktionstüchtig sind. Diese irrwitzige Verschwendung von Rohstoffen ist nicht länger tragbar.

Bundespräsident Joachim Gauck wird den Deutschen Umweltpreis am 30. Oktober in Würzburg überreichen. Van Abel erhält ein Preisgeld von 250.000 Euro.

Fairphone 2 – ab sofort für 0 Euro bei 1&1

1&1 bietet jetzt das Smartphone für das gute Gewissen an. Ab sofort kann man sich das Fairphone 2 mit Vertrag bei 1&1 sichern. Im Gegensatz zu herkömmlichen Firmen setzt Fairphone auf umweltfreundliche und soziale Produktion. So wird den Fabrikarbeitern ein Extralohn gezahlt und das für die Produktion benötigte Zinn und Tantal kommt aus konfliktfreien Zonen. Darüber hinaus kann man das Smartphone noch selber relativ einfach reparieren.

Übersicht zum Fairphone 2

Das Fairphone 2 besitzt einen 5 Zoll Display mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Insgesamt kommt es dabei auf 445 dpi. Bei der Kamera ist man mit 8 Megapixeln dabei. Für die Leistung sind 2 GB RAM und ein Qualcomm Snapdragon 801 Quadcore Prozessor mit 4 mal 2,3 GHz zuständig. Betrieben wird das Gerät durch einen 2420 mAh Akku. Im normalen Online Betrieb läuft das Fairphone 2 etwa 6:46 Stunden. Beim Betriebssystem handelt es sich um Android 5.1.

Kombination mit Vertrag von 1&1

Bei 1&1 kann man sich in Kombination mit dem Fairphone 2 entweder für einen Vertrag im Netz von O2/E-Plus entscheiden oder das Netz von Vodafone nutzen. Entscheidet man sich beispielsweise für die All-Net-Flat Special so erhält man eine Telfon-Flat in alle dt. Netze. SMS sind mit 9,99 Cent/SMS kostenpflichtig. Zusätzlich stehen einem monatlichen 2 GB Datenvolumen zur Verfügung. Nach Aufbrauchen des Datenvolumens wird die Verbindung gedrosselt. Eine Auslands-Flat ist im Vertrag leider nicht enthalten. Zusätzlich erhält man eine 10 Euro Gutschrift bei Rufnummernwechsel. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate. Für diese Laufzeit fällt ein monatlicher Paketpreis von 19,99 Euro an. Darüber hinaus zahlt man für die einmalig 29,90 Euro für die Einrichtung des Vertrags.

  • Fairphone 2
  • Telefon-Flat in alle dt. Netze (Netz von O2/E-Plus)
  • SMS für 9,99 Cent
  • 2 GB Datenvolumen (bei Überschreitung Drosslung der Verbindung)
  • keine Auslands-Flat
  • 10 Euro Gutschrift bei Rufnummernwechsel
  • 24 Monate Mindestvertragslaufzeit
  • 29,90 Euro Einrichtungskosten
  • 19,99 Euro monatlicher Paketpreis

Vergleichsangebot

Wer das Fairphone 2 nicht direkt bei 1&1 erwerben will dem bietet sich auch noch die Möglichkeit es separat zu kaufen und sich einen Vertrag bei einem anderen Anbieter zu suchen. Derzeit kostet das Fairphone 2 rund 525 Euro. Zusätzlich kann man sich dann noch einen Vertrag bei winSIM sichern, um so einen möglichst billigen Tarif zu bekommen. Mit der LTE All 2 GB erhält man eine Telefon- und SMS-Flat in alle dt. Netze und nutzt hier ebenfalls das Netz von O2 und E-Plus. Darüber hinaus erhält man 2 GB Datenvolumen (inkl. Datenautomatik). Eine Auslands-Flat ist auch leider hier im Vertrag nicht enthalten. Bei Rufnummermitnahme erhält man hier 15 Euro Gutschrift. Die Mindestvertragslaufzeit beläuft sich hier insgesamt auf 24 Monate. Während dieser zahlt man monatlich 6,99 Euro für den vertrag. Der einmalige Anschlusspreis beläuft sich auf 9,99 Euro.

  • Fairphone 2 für 525 Euro
  • Telefon/SMS-Flat in alle dt. Netze (Netz von O2/E-Plus)
  • 2 GB Datenvolumen (inkl. Datenautomatik)
  • keine Auslands-Flat
  • 15 Euro Gutschrift bei Rufnummernwechsel
  • 24 Monate Mindestvertragslaufzeit
  • 9,99 Euro Einrichtungskosten
  • 6,99 Euro monatlicher Paketpreis

Fazit

Insgesamt unterscheiden sich beide Möglichkeiten vom Leistungspaket wenig voneinander. Bei winSIM erhält man lediglich noch eine SMS-Flat dazu, ansonsten ist alles nahezu identisch. Rein rechnerisch liegt das Vergleichsangebot vorn. Die Ersparnis beträgt hier 39,84 Euro. Pro Monat sind das 1,66 Euro die man weniger zahlt. Ein separater Kauf ist somit besser als das Angebot von 1&1.

  • Gesamtkosten 1&1: 727,59 Euro
  • Gesamtkosten Vergleichsangebot: 687,75 Euro
  • Ersparnis insgesamt: 39,84 Euro
  • Ersparnis pro Monat: 1,66 Euro

Fairphone – konfliktfreie Lieferkette nun auch für Wolfram

Bei Fairphone ist man einen Schritt weiter beim Projekt, das Fairphone 2 komplett aus konfliktfreies Rohstoffen zu bauen. Von Anfang an hatte man auf Tantal und Zinn aus konfliktfreier Produktion gesetzt und sich dabei zertifizierte Partner gesucht, die genau das anbieten. Beim Gold setzt das Unternehmen ebenfalls auf Fairtrade-Rohstoffe und wie das Unternehmen nun mitgeteilt hat, konnte man auch für Wolfram einen solchen Lieferanten finden.

Der Rohstoff ist wichtig für den Vibrationsmotor des Fairphone 2 und wird ab August 2016 aus einer konfliktfreien Mine in Ruanda bezogen. Die Weiterverarbeitung erfolgt dann in Österreich und wird durch die Wolfram Bergbau und Hütten AG durchgeführt, danach geht der Rohstoff nach China in die Produktion. Das Unternehmen schreibt zum Status von Wolfram:

The mining and trading of tungsten has been associated with financing local armed groups in the Democratic Republic of Congo (DRC) and adjoining countries. For this reason, tungsten is identified by a US law – the Dodd Frank Act – as a conflict mineral. Companies that are publicly listed in the US have to report on their use of the minerals tin, tantalum, tungsten and gold and the measures taken to prevent supporting conflict in the African Great Lakes Region.

Fairphone 2 auch mit offenem Betriebssystem

Fairphone hatte bereits zum Start des modularen Fairphone 2 angekündigt, das man plane, auch im Bereich des Betriebssystem auf ein offenes System setzen zu wollen. Das war bisher noch nicht der Fall, denn die Geräte wurden mit Android 5.1 sowie den bekannten vorinstallierten Google Apps ausgeliefert.

Nun hat das Unternehmen ein zumindest Google-freie Variante des Systems veröffentlicht. Diese steht im Entwicklerbereich unter code.fairphone.com zum Download bereits und enthält zwar auch Android 5.1, aber ohne die bekannte Google Services. Dazu gibt es auch Root-Zugriff auf das System.

Dazu soll es in absehbarer Zeit auch weitere Systeme geben, die man auf dem Fairphone installieren kann und damit wären Kunden dann nicht mehr abhängig von Android. Das Unternehmen schreibt dazu:

In addition, other developer communities are now able to make alternative operating systems work with your phone. As we mentioned above, a community version of Sailfish OS is already available.

Die aktuellen Fairphone 2 Modelle werden aber weiterhin mit Android 5.1 in der normalen Version ausgeliefert. Das heißt, es sind alle Google Apps mit an Bord und auch den Root Zugriff gibt es noch nicht. Wer die offene Version haben möchte, muss diese selbst installieren. Fairphone hat dazu eine Anleitung im Code-Bereich zu Verfügung gestellt.

Fairphone 2: Vorbestellungen ab sofort jetzt möglich

Wie angekündigt hat Fairphone für die neuste Version des Handys mittlerweile die Vorbestellungen frei geschaltet. Ab sofort kann man also ein neues Fairphone 2 bestellen. Die entsprechende Seite dazu ist unter http://shop.fairphone.com/fairphone2.html zu finden, Ziel sind dabei 15.000 Vorbestellungen.

Der Preis für das Gerät liegt bei 529,38 Euro laut der Seite, allerdings sind da pauschale 21 Prozent Mehrwertsteuer enthalten. Bei Bestellungen aus Deutschland sinkt der Preis etwas, da hier die Mehrwertsteuer nur bei 19 Prozent liegt. Deutsche Nutzer zahlen daher nur 520,63 Euro, der Preis wird aber erst im Verkaufsprozess angepasst wenn klar ist aus welchem Land der Kunde kommt.

Kunden erhalten nach der Zahlung eine Liefernummer, die Auskunft darüber gibt, wann das Gerät geliefert wird. Die ersten 15.000 Exemplare sollen dabei im November 2015 ausgeliefert werden. Wer jetzt bestellt muss sich also trotzdem noch etwas gedulden, bis das Gerät ankommt. Der aktuelle Lieferstatus ist auch auf der Webseite einsehbar.

Für die ersten 15.000 Kunden gibt es das Fairphone 2 als besonderen Anreiz in einer Special Edition. Was genau das bedeutet wird leider nicht gesagt, im Blog dazu schreibt Fairphone aber:

To make the deal extra sweet for our first backers, we’re offering a special edition Fairphone 2 to everyone who orders before 30 September. The phone will look the same from the outside, but when you open it up you’ll see something special that lets you know how important you are to us.

Bei den technischen Details gibt es keine Überraschungen. Das Fairphone bietet in der neusten Modellvariante solide Technik ohne Spitzenleistungen:

  • 5 Zoll Full HD-LCD-Bildschirm
  • Android 5.1, Lollipop
  • 4G LTE, Wi-Fi und Bluetooth
  • Snapdragon 801 Quad-Core-Prozessor mit 2.26 GHz
  • 2GB LPDDR RAM
  • Dual-SIM
  • Hauptkamera mit 8MP, Frontkamera mit 2MP
  • Akku 2420mAh

Diese technischen Spezifikationen bekommt man mittlerweile auch schon bei anderen Herstellern für deutlich weniger Geld, allerdings ist es beim Fairphone natürlich in erster Linie das Konzept der Produktion das überzeugt und für das man mehr bezahlt und nicht technische Höchstleistungen.

Fairphone 2: Fragebogen und Details zum Verkaufsstart

Das Fairphone 2 wird schon bald erhältlich sein und das Unternehmen schreibt derzeit interessierte Kunden an um die Kaufbereitschaft zu prüfen. Dabei werden auch erste Details zum Verkaufsstart genannt, besonders interessant ist der Punkt der Bestellung und Bezahlung im Voraus:

Unser System der Vorbestellungen ist eine Möglichkeit für uns, unabhängig zu bleiben. Schon sehr bald wirst du in unserem Online-Shop das Fairphone 2 vorbestellen können. Und so funktioniert’s: Du bestellst und bezahlst dein Fairphone im Voraus und es wird dir dann später in diesem Jahr ausgeliefert. Wer zuerst bestellt, erhält sein Fairphone zuerst – wahrscheinlich ab Ende Oktober.

Das bedeutet im Klartext, dass Kunden wahrscheinlich zwei bis drei Monate (nach der Bezahlung) auf ihr Gerät warten müssen. Das Unternehmen umschreibt das mit dem Satz „das man dafür bezahlt, dass das eigenen Fairphone gebaut wird“. Das erinnert etwas an die Planwirtschaft und die Wartezeiten in der DDR, ist aber wahrscheinlich kaum anders machbar, wenn man keinen gigantischen finanziellen Background hat. OnePlus steht ja vor einem ähnlichen Problem und löst es mit einem Invite-Programm und strikter Limitierung der Modelle.

Fairphone checkt dabei derzeit auch ab, inwieweit Kunden bei diesem Modell mit gehen oder ob man damit eventuell Kunden verschreckt. Der Fragebogen dazu hängt direkt an der Mail und kann recht schnell beantwortet werden.

Der Fragebogen besteht dabei aus relativ einfachen Fragen:

  • Wenn die Vorbestellungen im July beginnen und die Fairphones Ende Oktober ausgeliefert werden, wie wahrscheinlich ist es dann, dass du ein Fairphone kaufst?
  • In welchem Land lebst du zurzeit?
  • Wie alt bist du?

Wichtig ist dabei wohl vor allem die Frage Nummer 1. Ob man sich das Verkaufsmodell noch mal überlegt, wenn zu viele Kunden nein sagen wird natürlich nicht mitgeteilt, aber so ein Fragebogen macht natürlich nur Sinn, wenn man auch auf das Ergebnis reagieren kann. Bisher liegt auch noch kein Verkaufspreis vor, so dass man beim Fragebogen natürlich immer den Vorbehalt hat, dass bei zu teuren Geräten sicher noch Kunden abspringen werden.

Prinzpiell ist die Ankündigung des Verkaufsstartes Ende Oktober 2015 aber eine gute Wahl, so schafft man noch das Weihnachtsgeschäft – zumindest wenn genug Kunden bereits im August und September bezahlen.

Überraschung: Das neue Fairphone 2 soll in modularer Bauweise kommen

Überraschung: Das neue Fairphone 2 soll in modularer Bauweise kommen – Das erste Fairphone war zwar vom Konzept her interessant, konnte sich aber kaum durchsetzen. Die Technik war vergleichsweise bieder, der Preis hoch und die Ressourcen für die Produktion nur sehr begrenzt fair gehandelt zu bekommen.

Das neue Fairphone 2 soll nun mit modularer Bausweise und besserer Technik mehr Erfolg beschieden werden. Die technischen Daten sind dabei durchaus interessant:

  • Qualcomm® Snapdragon​​™ 801 Prozessor mit 2GB RAM
  • 5 Zoll Full HD LCD Display
  • 8 Megapixel Hauptkamera
  • DualSIM
  • LTE
  • 2420 mAh Akku

Der Preis für das Fairphone 2 liegt  allerdings vergleichsweise hoch. Derzeit verlangt das Unternehmen 525 Euro für das Gerät. Das ist zwar weniger als bei den aktuellen Topdellen wie dem iPhone 6 oder dem Samsung Galaxy S6, aber trotzdem teurer als vergleichbar ausgestattet Geräte.

Der Vorteil der neuen Gerätegeneration liegt aber – zusätzlich zur fairen Produktionsweise – im modularen Aufbau der Geräte. Während bei anderen Smartphones nicht mal mehr der Akku wechselbar ist, lässt sich beim Fairphone 2 das Display ohne größere Probleme austauschen und auch die Kamera lässt ist lediglich über 3 Schrauben fixiert und damit leicht gegen ein eventuell besseres Modell austauschen. Damit geht der modulare Ansatz zwar nicht so weit wie bei anderen Projekten, bei denen sich sogar der Prozessor (auch während des Betriebs) tauschen lässt, aber zumindest ist der Ansatz interessant genug um andere Handys alt aussehen zu lassen.

Natürlich sind Nutzer darauf angewiesen, dass zukünftig auch neue Module für das Gerät kommen. Wenn es keine besseren Displays gibt, nützt eine Austauschbarkeit nicht viel – zumindest wenn der Bildschirm nicht kaputt geht. Fairphone hat aber angekündigt, mit externen Firmen zusammenarbeiten zu wollen um zukünftig bessere Module anbieten zu können.

Im Software Bereich läuft das Gerät derzeit mit Android 5.1, soll aber auch für andere Systeme offen sein. Details zu technischen Umsetzung gibt es aber noch keine.

Derzeit kann man sich auf der Webseite von Fairphone bereits registrieren um weitere Infos zum Gerät zu bekommen. Die Vorbestellungen sollen im Sommer 2015 starten, erste Geräte werden dann aller Voraussicht nach im Herbst 2015 ausgeliefert.