Huawei Mate 30 pro – neue (und wohl falsche) Render-Bilder und Mockups

In den sozialen Netzwerken machen derzeit einige recht bizarre Bilder die Runde, die angeblich das neue Huawei Mate 30 pro zeigen und vom Design her ziemlich diskussionswürdig sind. So sieht man auf den Rendern ein Display mit einer doppelten Öffnung in der linken oberen Ecke (wie man es beim Galaxy S10 pro auf der andere Seite her kennt) und ansonsten recht wenig Rand.

Update: mittlerweile gibt es noch einige weitere Leaks und Render, die wohl auch alle nicht korrekt das Design treffen. Zumindest hat aber Leaker Ice-Universe ein weiteres Detail verraten: die Geräte werden wohl keine Öffnung im Display haben, sondern auf eine kleine Notch am oberen Rand setzen. Auch das ist in diesen Leaks falsch.

Render von Ben Geskin aber wohl auch nicht in allen Details korrekt:

Hat wohl wenig mit der Realität zu tun:

Die Rückseite enthält ein mittig angeordnetes Kameramodul mit 4 Objektiven und einen Blitz sowie dem Leica-Kamera Schriftzug ebenfalls mittig darüber. Dazu sieht es so aus als wäre der mittige Bereich der Rückseite nochmal farblich abgesetzt, so dass sich eine Abstufung von außen nach innen ergibt.

Das würde so ziemlich mit allem Design-Traditionen brechen, die man bisher von Huawei her kennt und daher scheint es wenig plausibel, dass dies tatsächlich ein realer Blick auf die kommenden Huawei Mate 30 pro ist. Die meisten Experten halten dies auch nur für einen Fake und IceUniverse hat auf Twitter beispielsweise recht knapp dazu geschrieben: „Almost completely wrong“. Man sollte sich also von diesen Bildern nicht zu sehr beeinflußen lassen, denn es scheint sehr unwahrscheinlich, dass das Mate 30 pro tatsächlich so aussehen wird. Leider fehlen bisher aber auch noch offizielle Bilder oder zuverlässige Leaks zu den kommenden Topmodellen, so dass man bisher kein Vergleichsmaterial hat.

Unklar ist auch noch, was Huawei insgesamt mit dem Mate 30 pro plant. Sicher ist, dass es die nächste Generation der Modelle zum Ende 2019 geben wird und genau so sicher scheint, dass die Geräte nicht mit Android auf den Markt kommen werden, da der Lizenzentzug durch Google natürlich auch für diese Geräte gilt. Daher werden Mate 30 und Mate 30 pro wohl mit dem neuen Hongmen OS aka Ark OS auf den Markt kommen – dem eigenen Betriebssystem von Huawei. Was genau dieses System kann und welche Vorteile und Nachteile es gibt, bleibt aber weiterhin offen.

iPhone 8 Schema-Zeichnung wohl doch nur ein Fake

In den letzten Tagen machten Entwicklungsskizzen und Schema-Zeichnungen die Runde, die angeblich das neue iPhone 8 zeigen sollten. Die Bilder waren vor allem deswegen aufsehenerregend, weil sie andeuteten, dass Apple in diesem Jahr beim iphone 8 wohl den Touch ID Button auf die Rückseite verlegt und ihn mittig unter dem Logo anbringt.

Bei OnLeaks hat man jetzt allerdings darauf hingewiesen, dass zumindest die gestrige Zeichnung den Entwicklungsskizzen des iPhone 7 sehr ähnlich sieht – um genau zu sein ist die Skizze bis auf den Sensor und die Kamerabereiche identisch. So gibt es beispielsweise nach wie vor Halterung für die Blitz LED an der Stellen, an der sie im iPhone 7 zu finden war. Am unteren Rand scheint auch ein Bereich für den Stecker und den Button vorgesehen zu sein – zumindest den Button soll es aber wohl im iPhone 8 gar nicht mehr an dieser Stelle geben.

Das könnte darauf hin deuten, das Apple möglicherweise am Case der Geräte in 2017 gar nicht so viel ändern wird. Allerdings wäre das dann bereits das vierte Jahr in Folge, dass man ein ähnliches Case verwendet und das klingt eher unwahrscheinlich.

Es ist daher naheliegender, dass die aktuelle Zeichnung zur Rückseite des kommenden iPhone 8 ein Fake ist, der mit dem neuen Modell zumindest noch nicht sehr viel zu tun hat. Das wäre wenig erstaunlich, denn im Vorfeld neuer iPhone Modelle gibt es immer auch viele Informationen und Leaks, die sich dann als nicht zutreffend heraus stellen. Es heißt auch nicht, dass die neuen iPhone 8 Geräte den Sensor nicht auf der Rückseite haben werden und es ist durchaus denkbar, das es ein vertikalen Dual Lens Setup geben wird – die aktuellen Veröffentlichungen scheinen nur kein Beleg dafür zu sein.

Man sollte an der Stelle also noch nicht zu sehr viel auf diese Informationen geben (und auch nicht zu stark auf Apple schimpfen, weil der Sensor so merkwürdig platziert scheint).

Wohl längere Wartezeiten in diesem Jahr

Wesentlich sicherer scheint dagegen, das Kunden auf die neuen iPhone 8 Modelle in diesem Jahr etwas länger werden warten müssen als in den Vorjahren. Mittlerweile geht auch Analyst Brian White von Drexel Hamilton davon aus, dass die iPhone 8 Geräte wohl noch nicht direkt im September zur Verfügung stehen werden – man sie aber bereits ab diesem Zeitpunkt vorbestellen kann. Grund für die Wartezeit sind die neu eingesetzten Komponenten im iPhone 8 (White spricht hier von 3D Sensors), die wahrscheinlich im September noch nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen werden und damit die Auslieferung nach hinter verschieben.

Insgesamt soll es 2017 drei Modelle der neuen iPhone Generation geben. Geplant sind dabei:

  • iPhone 7s mit 4,7 Zoll Display* und TFT-LCD Bildschirm
  • iPhone 7s mit 5,5 Zoll Display* und TFT-LCD Bildschirm
  • iPhone 8 mit 5,8 Zoll Display* und AMOLED Bildschirm

Die iPhone 7s Modelle setzen dabei nicht auf die neue Technik und sind von der Verzögerung bei der Auslieferung nicht betroffen. Man wird sie also bereits im September bekommen können. Das iPhone 8 dagegen kann wohl bereits ab September vorbestellt werden, es kann dann aber durchaus einige Wochen dauern, bis die Geräte verfügbar sind. White nennt noch kein genaues Datum, ab wann man mit dem iPhone 8 im Handel rechnen kann, geht aber davon aus, dass die Modelle noch vor Weihnachten ausgeliefert werden.

Immer auf den Laufenden bleiben: Tech News und Meldungen direkt auf das Handy oder in den Sozialen Netzwerken: Appdated Telegramm Channel | Appdated bei Facebook | Appdated bei Twitter

Exif Daten: Aufgenommene Bilder von iPhone 6 oder Galaxy S4 – Alles nur Betrug?

Immer öfter liest man von Exif Daten, welche beispielsweise ein neues Smartphone Modell bestätigen. Doch was genau sind Exif Daten und kann man ihnen vertrauen?

Digitalkameras, und somit auch Smartphones, speichern neben den reinen Bilddaten noch weitere Informationen. Dies sind die sogenannten Exif Daten. Diese Daten können beispielsweise Datum und Uhrzeit des Fotos, GPS Koordinaten und Belichtungszeit beinhalten. Auch der Kamerahersteller und das Modell wird in den Bildern gespeichert. In Windows kann man sich sehr einfach über die Bildeigenschaften die Exif Daten anzeigen lassen und mehr über die Erstellung des Fotos herausfinden.

Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass man in Bildbearbeitungsprogrammen zwar die Daten angezeigt bekommt, jedoch nicht bearbeiten kann. Somit müsste man ihnen vertrauen und Schlüsse über neue Smartphone Modelle ziehen können.

Aber wie so oft bei digitalen Dateien lassen sich auch die Exif Daten sehr einfach fälschen. Nimmt man einen Hex-Editor oder ein anderes für diesen Zweck erstelltes Programm ist es eine Sache von wenigen Sekunden die Daten beliebig zu ändern. Als ein Beispiel habe ich das obige Foto mit meinem Nexus 4 geknipst und mit einem Hex-Editor bearbeitet.

Die obere Bild zeigt die Datei vor der Bearbeitung, man sieht die Einträge LGE und Nexus 4. Jetzt kann man im einfachsten Fall durch simples Überschreiben die Daten ändern. Den Hersteller habe ich mit 1337 und das Modell mit AppDated ersetzt. Nach dem Speichern hat sich die Datei somit in nichts außer genau diesen beiden Einträgen verändert. Ruft man nun die Eigenschaften des Bildes auf sieht man die veränderten Einträge.

Das linke Fenster zeigt die Eigenschaften vor dem Bearbeiten, das rechte zeigt sie danach. Auf diese Art kann man ziemlich einfach falsche Informationen verbreiten. Es ist natürlich auch kein Problem ein Foto so zu verändern, dass es ein noch nicht auf dem Markt befindliches Modell zeigt. Ein Samsung Galaxy S4 oder sonstige Smartphones sind somit kinderleicht zu fälschen.

Da die Auflösung auch in den Daten gespeichert wird können so sogar Aussagen über die Kamera im Smartphone geschrieben werden. Geht beispielsweise das Gerücht rum ein zukünftiges Smartphone werde eine 12 Megapixel Kamera enthalten kann man schon wenige Minuten später den selbst erstellten Beweis als großen Leak ankündigen und hat somit die Aufmerksamkeit tausender Leser und die der anderen Blogger sicher.

Kann man also den Exif Daten vertrauen? Meiner Ansicht nach nicht. Es ist ein Kinderspiel solche Daten zu fälschen und die meisten Leser (und auch Blogger) schenken Gerüchten in ihrer Vorfreude zu viel Aufmerksamkeit. Das bisher geleakte Exif Daten oft die richtigen Werte genannt haben ist wohl meist dem ähnlichen Vorgehen aller Smartphone Hersteller und dem aktuellen Stand der Technik zu verdanken. Ein Smartphone mit einer 20 Megapixel Kamera wäre einfach für eine glaubhafte Fälschung zu unrealistisch und das aktuelle Top Geräte 8 oder 12/13 Megapixel Kameras bekommen liegt einfach daran, dass es der aktuelle Stand der Entwicklung ist.

Wenn ihr das Titelbild dieses Artikels herunterladet und euch die Exif Daten anschaut, werdet ihr es selbst überprüfen können. Genau dieses Foto (mit zuvor eingestellter QVGA Auflösung) habe ich nämlich zur Bearbeitung benutzt.

DreamJB: Untethered Jailbreak für iOS 6 / 6.0.1 für iPhone 5 ist nur ein Fake

Ein bisher unbekannter Entwickler hatte für den 22. Dezember einen Untethered Jailbreak für iOS 6.0.1 in Aussicht gestellt und in den letzten Tagen die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. In der Nacht von gestern auf heute hat der Betreiber der Webseite nun die Katze aus dem Sack gelassen und zugegeben, dass es sich hierbei nur um ein soziales Experiment gehandelt hat.

Es hat sich nun also rausgestellt, dass sich hinter dem DreamJB kein Untethered Jailbreak für iOS 6.0.1 verbirgt. Das angekündigte Video hat sich dementsprechend auch als Finte entpuppt und zeigte lediglich das Jailbreak-Tool Redsn0w bei der Arbeit. Die ganze Geschichte soll nur ein soziales Experiment dargestellt haben, um herauszufinden, wie leichtgläubig die Internetnutzer sind und ohne einen konkreten Beweis an eine Lösung glauben. Die Seite wurde mittlerweile leer geräumt und verweist nur noch darauf den richtigen Jailbreak-Entwicklern zu vertrauen und keinesfalls Geld für einen Jailbreak zu bezahlen. Der Twitter-Account des Betreibers, der innerhalb weniger Tage sage und schreibe 20.000 Follower erreicht hat, wurde mittlerweile auch gelöscht.

Es hätte allerdings auch schlimmer kommen können, denn die gewonnene Aufmerksamkeit hätte auch ausgenutzt werden können, um einen Trojaner zu verbreiten oder sogar Geld für den mutmaßlichen Jailbreak zu verlangen. Die Geschichte sollte also jedem eine Lehre sein und in Zukunft sollte man nur den bekannten Jailbreak-Entwickler vertrauen.

[box type=“info“ color=“#751822″ bg=“#f1f2f4″ radius=“20″ border=“#f5f5f5″]Update:
Um die Geschichte abzuschließen gibt es hier noch das offizielle Statement von dem Betreiber der Webseite: 

DreamJB was intended as a social experiment. In the matter of a mere week, over 20,000 people followed @DreamJailbreak on twitter.
This website had over 300,000 unique viewers. People believed in a “jailbreak” that originally provided no proof at all.
There are services out there that charge for jailbreaks that are intended to be free. Imagine what could have happened should this have gone for sale?
The provided proof tonight was intended as a final boost to the viewers before this message was released.
Let this be a lesson to the public. PLEASE be careful when it comes to jailbreak solutions that are advertised outside of the prominent and accepted dev teams. Do some research and follow them on Twitter now.
Dismiss any claims made by anybody, unless it has been confirmed from the dev team members.
Should a real jailbreak ever surface, they’ll be the first to give it the OK.
This experiment is exactly as it was named. Simply just a dream.
Cheers.[/box]