Apple: LG soll die Entwicklung von faltbaren Display unterstützen

Apple: LG soll die Entwicklung von faltbaren Display unterstützen – Apple arbeitet derzeit an faltbaren iPhone Modellen und die meisten Experten waren bisher davon ausgegangen, dass die Technik dabei in erster Linie von Samsung kommen wird. Nun gibt es aber Hinweise, dass auch die Displayabteilung von LG mit Apple in dieser Hinsicht zusammenarbeitet. Wie genau man sich diese Zusammenarbeit vorstellen muss, wurde leider nicht mitgeteilt, aber Apple scheint hier auf mehrere Hersteller zu setzen.

Macrumors schreibt dazu im Original:

DigiTimes zitiert Branchenquellen und behauptet, LG Display unterstütze Apple bei der Entwicklung eines faltbaren OLED-Anzeigefelds für ein „iPhone“. Es ist jedoch nicht klar, ob LG Display Apple dieses Display für die Massenproduktion liefern wird, sobald es entwickelt wurde.

Es wurde gemunkelt, dass Samsung Apples bevorzugter Lieferant für ein faltbares OLED-Display ist, und das Unternehmen soll Apple im vergangenen Jahr eine große Anzahl faltbarer Displaymuster zum Testen zur Verfügung gestellt haben. Daher ist unklar, wie die Nachricht von einer Zusammenarbeit mit LG passt das sehr gut finden. Apple hat bisher sowohl LG- als auch Samsung-OLED-Displays für das „iPhone“ verwendet, und es ist möglich, dass das Display für das seit langem gemunkelte faltbare „iPhone“ von beiden Anbietern bereitgestellt wird.

Bis es faltbare iPhones geben wird, dürfte wohl auch noch etwas Zeit vergehen. Experten rechnen mit 2023 als Marktstart, wenn alles gut läuft.

Apple: Tests zu faltbaren Geräten laufen bereits – Samsung setzt bereits stark auf faltbare Geräte und wird in diesem Jahr mindestens 3 neue Varianten auf den Markt bringen. Auch Xiaomi soll bereits an drei Geräte mit Falt- und Klapptechnik arbeiten. Bei Apple ist es in dieser Hinsicht noch eher still, aber das Unternehmen arbeitet wohl auch bereits an einer Umsetzung dieser Idee, wenn man noch vergleichsweise weit von der Markreife entfernt ist. Bei Foxconn lässt der Hersteller aktuell bereits Cases für faltbare Handys testen. Es geht dabei in erster Linie um Schalen, die zukünftig faltbares Display tragen sollen und bei denen bereits geprüft wird, ob sie den Qualitätsanforderungen des Unternehmens entsprechen. Die technischen Anforderung an solche Geräte sind deutlich höher und daher will man bei Apple sicherstellen, dass es keine größere Probleme gibt.

Bei UDN schreibt man dazu im übersetzen Original:

Derzeit werden die Schalen dieser beiden Faltvorrichtungen im Foxconn-Werk in Shenzhen getestet, da es sich nicht um unvollständige Mobiltelefone handelt, sondern nur um Schalen, mit denen die Haltbarkeit des Klappscharnierscharniers getestet wird. Bei dem Modell, das sich nach oben und unten klappen lässt, handelt es sich möglicherweise um ein Klappbildschirmmodell, das tatsächlich mit dem flexiblen OLED-Bildschirm von Samsung ausgestattet ist. Es wird erwartet, dass Apple nach dem Test das wahrscheinlichste Modell bewertet, das das andere Modell startet und aufgibt. Wann das faltbare Modell von Apple auf den Markt kommt, ist noch zu früh, da Apple den Entwicklungszeitplan für faltbare Bildschirmtelefone noch nicht festgelegt hat. Der Markt spekuliert jedoch allgemein, dass es bereits Ende 2022 oder sogar 2023 sein wird.

Apple setzt seit einigen Jahren die Strategie um, nie zuerst eine neue Technik auf den Markt zu bringen und dies sieht man derzeit auch bei den faltbaren Geräten. Daher müssen Kunden wohl noch etwas warten, bis sie auch ein iPhone mit Klapp- und Flattechnik in den Händen halten.

Xiaomi: faltbares Gerät im Real-Life aufgetaucht

Xiaomi: faltbares Gerät im Real-Life aufgetaucht – Bisher ist vor allem Samsung im Bereich der faltbaren Geräte besonder aktiv und hat gleich mehrere Modelle, die sich klappen und falten lassen. Xiaomi scheint aber auch darüber nachzudenken, dieses Segment abzudecken und es sind jetzt Bilder aus der U-Bahn aufgetaucht, die bereits ein bisher unbekannte Modelle mit Falt-Technik zeigen. Die Modelle ähneln dabei dem Samsung Galaxy Z Fold. Sie sind zusammengeklappt so groß wie ein normales Smartphones und lassen sich dann auf die Größe eine Tablets aufklappen um einen deutlich größeren Bildschirm als bisher zu haben. Es gibt dabei aber offensichtlich nur einen Faltung in der Mitte. Patente von Xiaomi hatten auch Geräte mit mehreren Faltungen und Klappmöglichkeiten gezeigt, das scheint aber hier nicht der Fall zu sein.

Das Gerät sollen nach Angaben der Leaker ein Xiaomi Modell sein, es gibt auch ein Bild mit MiUI 12 Logo das dies zu bestätigen scheint. Leider lassen sich aber kaum weitere technischen Details erkennen und auch die Gestaltung der Rückseite und damit die verbaute Kameratechnik bleiben bisher offen. Man kann aber davon ausgehen, dass es sich um ein Topmodell mit entsprechend guter Kamera handelt und auch die weitere verbaute Technik wird entsprechend hochwertig sein.

Der hässliche dicke Rahmen rundherum dürfte in erster Linie als Sichtschutz gedacht sein und wird sich sicher bei den finalen Modellen nicht mehr finden. Man kennt das aus dem Auto-Bereich, auch dort werden Erlkönige getarnt. Das dürfte auch hier der Fall sein.

Bisher gibt es aber noch keine Details, um welches Gerät es sich genau handeln könnte oder wann Xiaomi einen Marktstart für diese Geräte plant. Ein Marktstart des Unternehmens mit faltbaren Modellen kann aber für Kunden an sich nur positiv sein, denn aktuell sind alle Geräte in diesem Bereich noch sehr teuer und mehr Konkurrenz könnte die Preise recht schnell weiter absenken.

Huawei Mate X – auch Huawei wird ein faltbares Smartphone vorstellen

Samsung hat das neue faltbare Galaxy Fold bereits offiziell präsentiert und auch für Huawei gab es bereits seit längerem Gerüchte, dass das Unternehmen an einem faltbaren Gerät arbeitet, das sich aufklappen lässt. Nun gibt es auf Twitter ein erstes Bild vom MWC 2019 in Barcelona und dort sieht man, dass auf dem Huawei Stand tatsächlich mit einem solchen Modell geworben wird: dem Huawei Mate X. Damit ist klar, dass auch Huawei beim  Rennen nach dem ersten faltbaren Gerät mitmachen wird und es bleibt abzuwarten, wann die Geräte auf den Markt kommen werden und was an Technik zu erwarten ist.

Der Tweet im Original:

Samsung hat bereits angekündigt, dass man das Samsung Fold im Sommer 2019 im Handel bekommen wird, allerdings fehlt bisher noch ein konkreter Termin für den Marktstart. Dazu sollen die Modelle auch 2000 Dollar kosten und damit sogar nochmal teurer sein als die Spitzenmodelle Galaxy S10+.

Für das Huawei Mate X gibt es damit zwei Varianten um Samsung anzugreifen: Das Unternehmen könnte die neuen Modelle eher als Samsung in den Handel bringen und damit die Konkurrenz durch Samsung ausstechen. Der zweite Weg wäre natürlich der Preis, denn 20000 Dollar sind doch sehr hoch gegriffen und Huawei könnte mit einem billigeren faltbaren Smartphone an dieser Stelle bereits viele Marktanteile von Kunden erobern, denen faltbares Design wichtig ist, die aber keine 2000 Dollar dafür ausgeben wollen. Leider fehlen aber genau an der Stelle noch die Daten um voraussagen zu können, wie sich das Mate X einordnen wird.

Darüber hinaus könnte es natürlich auch noch andere Hersteller geben, die in diesem Bereich aktiv werden und ebenfalls flexible Geräte mit faltbaren Design anbieten. Vielleicht wird aus dem Zweikampf zwischen Huawei und Samsung also im Laufe der nächsten Wochen ein Wettbewerb mit noch mehr Teilnehmern – in dieser Hinsicht könnte der Mobile World Congress in Barcelona in diesem Jahr noch einige Überraschungen bereit halten.

Infinity Flex – Samsung zeigt faltbares Display aber noch kein fertiges Smartphones

Viele Experten waren davon ausgegangen, dass Samsung auf der eigenen Entwicklerkonferenz SDC18 nun endlich auch ein erstes Handy vorstellen wird, dass mit einem flexiblen und faltbaren Display ausgestattet ist. Diese Geräte werden schon seit mehreren Jahren immer wieder angekündigt, haben bisher aber noch auf sich warten lassen.

Leider gab es aber auch gestern auf der SDC18 noch kein fertiges Handy mit biegsamen Bildschirm zu sehen. Stattdessen hat Samsung die Grundlage dafür vorgestellt: ein flexibles Display unter dem Namen Infinity Flex. Dieses besteht aus zwei Displayvarianten. Zusammengeklappt ist es ein 4,58 Zoll Display mit 1.960 x 840 Pixeln Auflösung. Ausgeklappt erweitert sich die Größe auf 7,3 Zoll mit 2.152 x 1.536 Pixeln Auflösung. Das ist zumindest ein erster Schritt hin zu flexiblen Display, aber wirklich überzeugend ist das leider noch nicht. Dazu wurde auch erst nur ein Prototyp der neuen Display-Generation gezeigt und noch kein fertiges Endprodukt. Samsung gab dazu an, dass dieser Bildschirm in den nächsten Monaten erst in die Massenproduktion gehen werden. Das bedeutet allerdings auch, dass man wohl auf ein fertiges Smartphone mit dieser Technik noch mehrere Monate wird warten müssen. Sollte sich in der Produktion zeigen, dass es noch Probleme gibt, dürfte sich dies möglicherweise sogar noch weiter verzögern.

Die neue Technik benötigt wohl auch eine angepasste Software, denn der Displaywechsel muss erkannt und korrekt ausgeführt werden und genutzt Apps sollen beispielsweise beim Ausklappen oder auch Einklappen nicht beendet werden, sondern direkt weiter genutzt werden können. Dazu gab Samsung auch an, dass sich auf dem großen Display bis zu drei verschiedene Apps gleichzeitig darstellen lassen – das wäre eine Erweiterung zum aktuellen Smartphone Konzept.

Google arbeitet wohl bereits daran, diese Veränderungen auch in Android mit zu übernehmen. Konkret sollen die nächsten Versionen des Betriebssystems faltbare Handys und Smartphones unterstützen. Bei Android geht man also davon aus, dass in Zukunft mehr Geräte auf diese Technik setzen werden und bereits das Betriebssystem darauf vor, dies zu unterstützen. Möglicherweise ist bereits in Android 10 diese Technik mit implementiert.

Für welche Modelle ist die neue Technik gepant

Samsung wird für die faltbaren Smartphones wahrscheinlich eine neue Modell-Reihe auf den Markt bringen. Es wird also unabhängig von den Topmodellen ein eigenes faltbares Smartphone geben. Ob die Premium-Samrtphones diese Technik übernehmen werden, bleibt noch offen.

Das Galaxy S10 wird beispielsweise noch als normales Modell erscheinen. Sollten die aktuellen Informationen zutreffen, dann scheint Samsung* im nächsten Jahr gleich an drei neuen Galaxy S10 Modellen zu arbeiten. Man wird die Modellpalette also wohl etwas erweitern und mit einem kleineren Modell auch die Kunden ansprechen, denen Smartphone* mit 6 Zoll Display* und darüber hinaus einfach zu groß sind. Geht man davon aus, dass Samsung* auch beim 5 Zoll Modell das weitgehend randlose Design einsetzen wird, könnten die Maße dieses Geräts tatsächlich sehr klein ausfallen und trotzdem noch einen gut nutzbaren Bildschirm bieten.

Konkret soll es drei Modelle in unterschiedlichen Größen geben:

  • Samsung Galaxy S10 mit 5,8 Zoll Amoled Display* und Edge Design
  • Samsung Galaxy S10 mit 6,44 Zoll Amoled Display* und Edge Design
  • Samsung Galaxy S10 mit 5,8 Zoll LCD* Display* und Flat Design

Die kleinere Version soll dazu auch nicht auf das bekannten abgerundete Edge-Display* der Samsung Topmodelle setzen, sondern einen flachen Bildschirm haben. Damit würde Samsung zurückkehren zu Designelemente, die man vom Galaxy S6* oder dem S7 her kannte.

Bei Androidheadlines schreibt man im Original dazu:

According to The Bell, the most powerful Galaxy S10 variant, the Galaxy S10 Plus, will ship with a 6.44-inch display*, while the entry-level model may sport a 5-inch panel. The middle-of-the-road model, the Galaxy S10, will probably sport a 5.8-inch panel, just like its predecessor. The Galaxy S10 Plus is said to sport three cameras on its back, while the small Galaxy S10 variant will stick to one rear-facing camera.

Allerdings erinnert das kleinere Modell dann doch frappierend an ein Galaxy S10 mini oder lite, so dass es durchaus sein kann, dass möglicherweise doch nur zwei Topmodelle kommen und dazu ein (eventuell auch nur für den asiatischen Markt gedachte) technisch abgespeckte Version. Daher sollte man sich bisher noch nicht zu sehr auf die kleinere Variante freuen, bisher ist es nur eine erste Info und bis zur Vorstellung der Modelle wird ja ohnehin noch einige Zeit vergehen.

 

 

 

TANAKA stellt zwei neue Techniken für faltbares Displays vor

Biegsame Handys und faltbare Smartphones wurden in den letzten Jahren immer wieder angekündigt. Bisher gibt es aber noch kein einziges passendes Gerät zum Kauf und es sieht auch nicht so aus, als würde sich das kurzfristig ändern. Der Grund: bei den Prototypen hat sich recht schnell gezeigt, dass die aktuellen Materialien einer dauerhaften Biegsamkeit nicht gewachsen sind. Ab einer bestimmten Anzahl von Faltvorgängen gingen die eingesetzten Materialien kaputt und zwar so schnell, dass es mit einem aktuellen Smartphone und dessen Nutzungszeit nicht vereinbar war.

Der japanische Hersteller TANAKA Precious Metals hat nun verkündet, dass man hier einen Schritt weiter gekommen ist und gleich zwei Möglichkeiten anbieten kann, mit denen man faltbare Display herstellen könnte.  Das Unternehmen selbst schreibt zum technischen Hintergrund:

  • Bei der ersten Technologie werden die Leiterbahnen für die Touch-Funktion als feines Metallgewebe mit einer silberhaltigen Tinte aufgedruckt. Auch andere Unternehmen haben bereits Metallgewebe-Sensoren entwickelt, allerdings sind die Leiterbahnen dort bis zu sieben Mikrometer breit und damit für das bloße Auge sichtbar und störend. Bei dem Verfahren von TANAKA entstehen Leiterbahnen von deutlich unter vier Mikrometern, damit sind sie für das bloße Auge unsichtbar – die Bildqualität ist höher, ebenso die Haltbarkeit. Bisherige Druckverfahren funktionierten zudem erst bei über 130 Grad Celsius und damit nicht auf hitzeempfindlichen Kunststoffen wie PET. TANAKA ist es gelungen, die Temperatur für das Sintern – das „Backen“ der Tinte – auf 70 Grad Celsius zu senken. Das Geheimnis steckt in der Tinte, die zwischen 10 und 100 Nanometer kleine Nanopartikel aus Silber in hoher Konzentration enthält, sowie in einem neuartigen Verarbeitungsprozess. Die Technologie eignet sich für schnelle und kostengünstige Rolle-zu-Rolle-Verfahren, bei denen Displays auf Folienbahnen aufgedruckt werden.
  • Eine zweite Technologie stellt TANAKA Display-Hersteller ebenfalls zur Verfügung, die das ITO-Verfahren weiter verwenden wollen, um größere Investitionen zu vermeiden. TANAKA nutzt die Nanosilber-Tinte hier, um großflächige Silber-Filme herzustellen, die sich mit ITO-Prozessen ätzen lassen – allerdings auf flexiblen Substraten, wie sie für biegsame Displays notwendig sind.

Dazu weist Tanaka darauf hin, dass die Fertigung von Displays dank dieser neuen Techniken auch billiger werden könnte. Konkret entfallen einige aufwendige Fertigungsschritte im Produktionsprozess und dadurch können die Display mit diesen Techniken einfacher und sparsamer produziert werden.

Damit scheinen Geräte mit biegsamen und faltbaren Displays in greifbare Nähe gerückt zu sein. Allerdings bleibt offen, ob und wann die großen Hersteller auf diese Technik setzen werden. Bisher gibt es (bis auf Samsung mit dem Galaxy F) keine Anbieter, die auf biegsame Modelle setzen. Das könnte sich aber natürlich ändern, wenn es nun Technologien auf dem Markt gibt, mit denen man diesen Ansatz dauerhaft und stabil umsetzen kann. Es bleibt also abzuwarten, ob die großen Smartphone Hersteller diese Möglichkeit aufgreifen werden und ob sich die Modelle dann auch in der Praxis bewähren können.

ZTE Axon M – erstes klappbares Handy, aber der Wow-Effekt bleibt aus

ZTE hatte nicht weniger als eine Revolution angekündigt zum Thema des Aussehens und der Bedienung eines Smartphone und tatsächlich hat man mit dem Axon M ein Handy auf den Markt gebracht, das zwei Displays hat, die sich umklappen lassen und die dann verbunden sind und sich auch als ein großer Screen nutzen lassen. Damit hat das Unternehmen alle anderen Konkurrenten ausgestochen, die auch an dieser Technik arbeiten.

Allerdings ist die Revolution eher ausgeblieben. Das Bedienkonzept mit den zwei Bildschirmen ist tatsächlich innovativ (wenn auch nicht komplett unbekannt) aber darüber hinaus sehen die Modelle aus wie Smartphones aus den letzten Jahren. Man findet also ein Design mit sehr großen Rändern – unter anderem auch deswegen, weil ZTE die Hauptkamera auf der Front verbauen musste und der obere Rand damit sogar noch deutlich größer ausfällt als bei den meisten anderen Modellen. Ein randloses Design, wie man es aktuell von den Topmodellen gewohnt ist, sucht man leider vergeblich.

Beim Bildschirm selbst setzt ZTE auf ein 5,2 Zoll Display in doppelter Ausführung. Klappt man die Displays aneinander bekommt man immerhin einen Bildschirm mit 1920×2160 Pixeln. Das ist groß, aber vom Format eher ungewöhnlich – es dürfte also einige Gewöhnung nötig sein, um damit intuitiv arbeiten zu können. Für die Arbeit mit dem Gerät können die Bildschirme auf verschiedene Weisen gekoppelt werden:

  • Dual Mode: Ein Splitscreen, mit dem auf beiden Display unterschiedliche Inhalte genutzt werden können
  • Extended: Die Bildschirme werden zusammen geschaltet und man kann den kompletten Inhalt auf einem großen Display ausgeben. Damit lassen sich zum Beispiel Videos schauen.
  • Mirror: Die Inhalte werden auf beiden Bildschirmen gleich ausgegeben

Technisch setzt ZTE beim Axon M auf ein Snapdragon 821 system mit 4GB RAM und 64GB internen Speicher. Das ist durchaus okay, kann aber natürlich mit den Topmodellen auf dem Markt nicht mehr mithalten. Dazu gibt es einen 3180mAh Akku und eine 20MP Hauptkamera. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Akku und der Praxis schlägt, immerhin sind an der Stelle zwei Displays zu versorgen und das könnte doch deutlich mehr Energie benötigen als bei einem normalen Handy mit nur einem Akku.

Auf den ersten Bildern wirkt das Gerät über das eher veraltete Design hinaus recht klobig. Mit 12.1mm Dicke ist das Axon M logischerweise etwas ausladender als die meisten anderen Modelle auf dem Markt, aber auch die Kanten und allgemein die Anmutung des Smartphones haben mit der Asthetik der Topmodelle der Konkurrenz leider wenig zu tun. Es ist daher durchaus zu befürchten, dass sich viele Kunden trotz des doppelten Bildschirms eher für die Modelle anderer Anbieter entscheiden, weil diese einfach besser aussehen. Dazu fehlt bisher noch ein wirklicher Anwendungsvorteil. Ein größerer Bildschirm beim Smartphone ist sicher schön, aber entscheidende Vorteile ergeben sich bei der Benutzung daraus nicht – vor allem weil immer noch ein dicker schwarzer Balken zwischen die Displays ist, der sich vor allem bei Bildern und Videos eher störend bemerkbar macht.

Bleibt abzuwarten, wie die Geräte der Konkurrenz aussehen werden. Samsung soll bereits an einem faltbaren Galaxy X arbeiten, das Anfang 2018 vorgestellt werden soll. Vielleicht kommt die Revolution ja dann.

Das ZTE Axon M im Video

Lenovo – faltbare Tablets im Video

Faltbare Handys und Tablets sind schon seit einigen Jahren im Gespräch, aber bisher gibt es noch keinen wirklich sinnvollen und nutzbaren Ansatz auf dem Markt, der dieses Konzept tatsächlich umgesetzt hätte. Lenovo hat nun auf der Lenovo Tech World ein Gerät gezeigt, dass zumindest im Tablet Bereich den faltbaren Ansatz in der Praxis auch wirklich umsetzt und dabei auch nutzbar ist.

Im Video dazu stellt ein Mitarbeiter das Gerät vor und zeigt, wie man es falten kann und welche Möglichkeiten dadurch entstehen. Beispielsweise sind die Modelle gefaltet nicht viel größer als ein aktuelles Smartphone – man könnte so den Unterschied zwischen Smartphone und Technik recht einfach verschwinden lassen. Interessant ist auch der Ansatz für Fotos, bei dem ein Teil des Bildschirms als LED Blitz bzw. zur Aufhellung genommen wird.

Das faltbare Lenovo Tablet im Video

Man sieht sehr gut, welche Möglichkeiten diese Technik bietet und warum die Hersteller nach wie vor forschen, um als erste ein solches Modell auf den Markt zu bringen. Allerdings ist die schlechte Nachricht, dass auch dieses Gerät nur ein Prototyp ist, der allerdings bereits sehr weiter fortgeschritten zu sein scheint. Von der Massenfertigung ist aber wohl auch Lenovo noch sehr weit entfernt, denn einen Termin oder Preise (oder auch einfach nur einen Zeitplan) gibt es für dieses Gerät noch nicht.

Dazu sieht man im Startbildschirm, dass die Ränder der Modelle im gebogenen Zustand doch noch etwas merkwürdig aussehen. Es scheint, als hätte Lenovo hier an den Seiten lediglich eine Folie verbaut, die beim Biegen Falten schlägt. Das wirkt noch nicht sehr praxis- und großserientauglich.

Von daher dürfte es wohl auch bei Lenovo noch etwas dauern, bis man faltbare Geräte auf den Markt bringen kann und möglicherweise wird auch dieses Unternehmen fest stellen, dass die technischen Voraussetzungen und Hürden doch noch relativ hoch sind.

Samsung arbeitet auch an faltbaren Displays

Andere Hersteller sind hier aber auch noch nicht viel weiter. So will Samsung beispielsweise erst im dritten Quartal einen eigenen Prototypen mit faltbarer Technik auf den Markt bringen. Bisher gibt es auch schon einige Gerüchte, wie die neuen Modelle (möglicherweise unter dem Namen Samsung Galaxy X) aufgebaut sein könnten. Das Unternehmen soll dabei an zwei Modellen arbeiten, die beide in diese Richtung gehen und das Thema faltbare Modelle wieder aufgreifen. Allerdings hat das Unternehmen dabei die Strategie geändert:

  • das erste Modell soll noch nicht direkt faltbar sein ,sondern nur mit zwei Displays an Vorder- und Rückseite ausgestattet sein. Dieses Gerät soll zuerst auf den Markt gebracht werden (ETnews schreibt hier von 2017 als Marktstart) und ein Testlauf dafür sein, wie diese Lösung mit zwei Display* bei den Nutzern ankommt.
  • Falls das Echo auf dieses Gerät gut ausfallen sollte, hat Samsung ein weitere Modell mit zwei Bildschirmen in Vorbereitung. Dieses Gerät ist dann wirklich faltbar und der hintere Bildschirm lässt sich so umklappen, das ein sehr großer Bildschirm auf der Front entsteht. Angeblich wird dieses Gerät gerade unter dem Arbeitsnamen „Project Valley“ entwickelt.

Samsung faltet also nicht direkt das Display*, sondern nutzt eine zwei Display*-Technik, die sich falten lässt. Damit umgeht man die technischen Schwierigkeiten, die das Falten und Biegen eines Displays mit sich bringen würde. Das hört sich deutlich marktreifer an als die bisherigen Konzepte in diesem Bereich. Dazu wurde bisher immer von Displays ausgegangen, die im Geräte liegen und die man erst sieht, wenn man die Geräte aufklappt. Nun sieht es so aus, als wären die Displays außen angebracht und man bekommt durch das Klappen nur ein doppelt so großes Display*.

Samsung – kommt ein faltbares Smartphone bereits in 2017?

Der Hype um faltbare Displays ist an sich bereits schon einige Jahre vorbei und die Versuche der Hersteller in diese Richtung scheinen nicht zielführend gewesen zu sein. Sowohl die biegsamen als auch faltbaren Ansätze (meistens Prototypen) konnten sich nicht lange auf dem Markt halten – wenn sie überhaupt den Marktstart geschafft haben. In 2016 gab es nur noch feste Displays bei denen maximal die Kanten (wie bei Galaxy S7 edge) abgerundet waren.

Glaubt man den Informationen von ETnews hat aber zumindest Samsung dieses Thema noch nicht ganz aufgegeben. Das Unternehmen soll an zwei Modellen arbeiten, die beide in diese Richtung gehen und das Thema faltbare Modelle wieder aufgreifen. Allerdings hat das Unternehmen dabei die Strategie geändert:

  • das erste Modell soll noch nicht direkt faltbar sein ,sondern nur mit zwei Displays an Vorder- und Rückseite ausgestattet sein. Dieses Gerät soll zuerst auf den Markt gebracht werden (ETnews schreibt hier von 2017 als Marktstart) und ein Testlauf dafür sein, wie diese Lösung mit zwei Display bei den Nutzern ankommt.
  • Falls das Echo auf dieses Gerät gut ausfallen sollte, hat Samsung ein weitere Modell mit zwei Bildschirmen in Vorbereitung. Dieses Gerät ist dann wirklich faltbar und der hintere Bildschirm lässt sich so umklappen, das ein sehr großer Bildschirm auf der Front entsteht. Angeblich wird dieses Gerät gerade unter dem Arbeitsnamen „Project Valley“ entwickelt.

Samsung faltet also nicht direkt das Display, sondern nutzt eine zwei Display-Technik, die sich falten lässt. Damit umgeht man die technischen Schwierigkeiten, die das Falten und Biegen eines Displays mit sich bringen würde. Das hört sich deutlich marktreifer an als die bisherigen Konzepte in diesem Bereich. Dazu wurde bisher immer von Displays ausgegangen, die im Geräte liegen und die man erst sieht, wenn man die Geräte aufklappt. Nun sieht es so aus, als wären die Displays außen angebracht und man bekommt durch das Klappen nur ein doppelt so großes Display.

Im Original bei ETnews wird dazu ein Experte aus diesem Industriebereich wie folgt zitiert:

“In-foldable Smartphone is seen as a first type of a foldable Smartphone.” said an expert in this industry. “Out-foldable Smartphone is the next step of in-foldable Smartphone.” This indicates that Samsung Electronics already secured a technology that can develop in-foldable Smarphones and has also secured a technology that can develop out-foldable Smartphones.

Dieser Weg wurde auch von LENOVO beschritten. Das Unternehmen hat ein ähnliches Konzept bereits Mitte 2016 vorgestellt und es scheint, als würde Samsung – sehr vorsichtig – auch auf dieses Konzept setzen wollen.

Allerdings ist zeitlich noch unklar, wann das zweite – wirklich faltbare -Geräte auf den Markt kommen soll. Das hängt auch von der Resonanz des Marktes ab. Das neuen Galaxy S8, das im März/April 2017 vorgestellt werden soll, wird auf jeden Fall noch ein festes Display bekommen. Samsung wird das neue Design wahrscheinlich auch erst an einer neuen Modellreihe testen. Das hat das Unternehmen bisher immer mit größeren Innovationen so gemacht, man denke nur an die Einführung der Metallbody. Zumindest für 2017 sieht es daher so aus, als gäbe es wohl nur feste Displays (aber möglicherweise bereits Dual-Display-Lösungen). Ende des Jahres 2017 und ab Anfang 2018 könnten dann auch die ersten faltbaren Modellen kommen.