Adobe beerdigt den Flash Player und empfiehlt die Deinstallation

Adobe beerdigt den Flash Player und empfiehlt die Deinstallation – Adobe hatte den Schritt bereits angekündigt und nun auch vollzogen: zum 31. Dezember 2020 wurde der Support für den Flash Player eingestellt und damit gibt es keine neuen Sicherheitsupdates und auch keine Weiterentwicklung für das System mehr. Die Software läuft allerdings noch auf vielen Systemen und daher rät Adobe dringend dazu, den Flash Player selbst zu deinstallieren, denn sonst könnte sich der Player zu einem Sicherheitsproblem entwickeln.

Das Unternehmen schreibt im Original dazu auf der Support-Page:

Flash Player may remain on your system unless you uninstall it. Uninstalling Flash Player will help secure your system since Adobe does not intend to issue Flash Player updates or security patches after the EOL Date. Adobe will block Flash content from running in Flash Player beginning January 12, 2021 and the major browser vendors will continue to disable Flash Player from running after the EOL Date.

Nachteile durch die Deinstallation dürfte es keine geben, denn die meisten Browser blocken mittlerweile Flash ohnehin, weil auch die aktuellen Versionen meistens Sicherheitsprobleme hatten. iPhone und iPad Nutzer haben dazu überhaupt keine Probleme, weil dort Flash nie direkt unterstützt wurde. Die Deinstallation ist dazu auch recht einfach möglich, es reicht an sich, direkt im Player auf Uninstall zu klicken und dann den Anweisungen zu folgen. Man kann dies unter Windows auch direkt unter Programme vornehmen.

Xiaomi schränkt die Nutzung der ROM-Versionen regional ein

Keine guten Nachrichten für die Nutzer von Xiaomi Smartphones. Das Unternehmen hat angekündigt, dass man die unterschiedlichen Versionen der Geräte für den globalen Markt und den chinesischen Markt nicht mehr mit anderen ROM bespielen lassen kann. Für einige Modelle (beispielsweise für das Mi8) gab es diese Einschränkung schon seit einigen Wochen.

Vor einigen Tagen hatte das Unternehmen nun offiziell bestätigt, dass man die unterschiedlichen Versionen nur noch mit den passenden ROM flashen kann. Im Forum schreibt das Unternehmen dazu:

  1. Xiaomi Phones manufactured for Chinese market are not able to run MIUI Global ROM.
  2. Xiaomi Phones manufactured for Global markets are not able to run MIUI China ROM.

Leider hat das Unternehmen keine genauen Hintergründe für diese Entscheidung veröffentlicht. Daher bleibt offen, ob das dauerhaft so bleiben wird und ob es eventuell wieder geändert werden soll, wenn das Unternehmen in andere Märkte expandiert. Dazu machen die fehlenden Details auch schwer einzuschätzen, ob diese Neuerung für alle Geräte gilt. An sich hat das Unternehmen die Ankündigung im allgemeinen Bereichen veröffentlicht, daher scheint man schon die gesamte Modellpalette dahingehend verändern zu wollen. Konkret muss man also zukünftig auf die passende ROM Version achten, um die Modelle auf einen neueren Stand bringen zu können. Bei Mi8 konnte und kann man bei der falschen Version sonst den Bootloader nicht mehr schießen.

Bei den Nutzern kommt dieser Schritt natürlich nicht besonders gut an. Immerhin sind damit deutliche Einschränkungen verbunden. So schreibt ein Nutzer recht aufgebracht zu diesem Thema beim Mi8:

„First of all i do respect xiaomi for the new rules which is you cannot re-lock your Mi8 after flashing the official global rom. The reason is because xiaomi wanted to control the china varient to be sell globally by third partys. But the problem is, there is no announcement, discussion, advertisment regarding this new rules, if i know this gonna be my problem which i cannot re-lock my mi8 after flashing from china rom to globalrom, i would have not buy this devices instead ill wait for the global version. I gave Xiaomi 1 month to settle up this probem and if not, this gonna be my last xiaomi phone. What a nonsense decision.“

Allerdings hat das Unternehmen damit auch mehr Kontrolle über den Absatz der Modelle. Smartphones, die an sich nicht für Europa und Deutschland zertifiziert sind (und für die es eventuell auch keine Abkommen zu Patenten und Lizenzen gibt) können damit in Deutschland auch nicht mehr komplett genutzt werden bzw. muss man Abstriche bei Funktionen und Sprachen machen.

Samsung Galaxy S2: Android 4.1.2 Jelly Bean-Update per Hand flashen

Vor etwa einer Woche hat das südkoreanische Unternehmen mit der Verteilung von Android 4.1.2 für das Samsung Galaxy S2 begonnen. Bislang können nur die Besitzer aus Spanien von dem umfangreichen Update profitieren und ein offizielles Datum für Deutschland ist leider auch nicht bekannt. Hierzulande könnte es erst im Laufe des Februars soweit sein. Für ungeduldige Benutzer gibt es jetzt eine Anleitung, um die Softwareaktualisierung per Hand durchzuführen.

Die Kollegen von SamMobile haben bereits kurz nach der Auslieferung der ersten Updates die entsprechende Firmware zum Download bereitgestellt und mit dem Flash-Programm „Odin“ kann die neue Android-Version mit etwas Aufwand auf das Gerät installiert werden. Mit der folgenden Anleitung kann Android 4.1.2 auf ein Samsung Galaxy S2 ohne Branding installiert werden. Die Firmware kommt aus Spanien, enthält aber natürlich auch die deutsche Sprachdatei. Die Durchführung ist natürlich auf eigene Gefahr. Wir haften nicht für eventuelle Schäden, die durchaus auftreten können.

Anleitung zum Flashen von Android 4.1.2 auf das Samsung Galaxy S2:

Schritt 1:
Als erstes müsst ihr das Programm „Odin“ und die Firmware herunterladen. Beide Dateien solltet ihr entsprechend entpacken und beispielsweise auf den Desktop legen.

Schritt 2:
Bevor das Gerät mit der neuen Version geflasht wird, solltet ihr ein Backup von eurem Smartphone erstellen. Das kann am besten mit Ultimate Backup durchgeführt werden (im Netz gibt es genug Anleitungen zu dem Thema). Bei dem Flashen gehen nämlich sämtliche Daten verloren, die man dadurch auch noch einmal absichern kann.

Schritt 3:
Als erstes müsst ihr euer Gerät abschalten und in den Recovery-Modus bringen. Hierfür einfach den „Lautstärke höher“-Knopf, den Home-Button und den Power-Button gleichzeitig gedrückt halten, bis ein Android auf dem Display erscheint und ein Auswahlmenü zur Verfügung steht.

Schritt 4:
Mit den Lautstärke-Tasten könnten ihr durch das Menü steuern und „wipe data/factory reset“ mit dem Power-Button auswählen. Dann auf „Yes“ und starten den Wipe des Gerätes. Danach die Prozedur wiederholen aber „wipe cache partition“ auswählen. Zum Schluss einmal „reboot system now“ mit der gleichen Technik ausführen und das Samsung Galaxy S2 nach dem Neustart ausschalten.

Schritt 5:
Jetzt sollte ihr das Gerät in den Download-Modus versetzt werden.  Hierfür den „Lautstärke niedriger“-Knopf, Home-Button und den Power-Button solange drücken, bis das Android-Männchen mit dem Hinweis „Downloading“ erscheint. Das Software-Programm KIES darf währendessen nicht auf eurem PC laufen.

Schritt 6:
Jetzt startet das Flash-Programm Odin und klickt dort auf „PDA“. Die entpackte Firmware (I9100XWLS8_I9100XXLS8_I9100FOPLS3_HOME.tar.md5) muss ausgewählt werden und ansonsten solltet ihr die Einstellungen unverändert lassen. Es muss darauf geachtet werden, dass kein Häkchen bei „Re-Partition“ gesetzt ist.

Schritt 7:
Nun müsst ihr das Samsung Galaxy S2 mit dem PC verbinden. Odin sollte nun euer Gerät erkennen und entsprechendes durch ein schmales gelbes Feld links oben mit dem Text „0:[COM12]“ bestätigen. Danach müsst ihr „Start“ drücken und solange warten, bis links oben „PASS!“ steht. Nach dem Neustart des Gerätes könnt ihr dann das Gerät auch vom Rechner trennen. Danach sollte die Android-Version 4.1.2 installiert sein.

Hinweis:
Wenn das Smartphone danach beim Startvorgang hängen bleiben sollte, müsst ihr das Gerät per Power-Button ausschalten und die Schritte 2 bis 4 wiederholen.

Quelle AndroidPit

Apple übernimmt den Flash- und Chip-Spezialisten Anobit

In der vergangenen Wochen wurde mehrmals thematisiert, dass der Konzern aus Cupertino den israelischen Flash-Entwickler Anobit für eine Übernahme in Betracht ziehen würde. Allem Anschein nach wurde die Übernahme bereits durchgeführt und Apple hat den israelischen Chip-Spezialisten für 500 Millionen US-Dollar gekauft. Mit dieser Übernahme will Apple sich wichtige Ressourcen für die Zukunft sichern. Denn unter anderem entwickelt der erworbene Hersteller Flash-basierte Speichermedien (Solid State Disks), die bereits als Speicher im iPad, iPhone und MacBook Air verwendet werden.

Die Firma Anobit stellt jedoch keine eigenen Speichermedien her, sondern betreibt nur intensive Entwicklungen von verbesserten Flash-Lösungen auf MSP-Basis. Mit Hilfe dieser Technik soll die Geschwindigkeit, Lebensdauer und Leistung von Flash-basierten Systemen gesteigert und gleichzeitig Kosten gesenkt werden. Zudem wurde ein eigener Flash-Controller für Smartphones und Computer entwickelt, welcher die Leistung von Geräte mit einer Solid State Disk steigern soll.

Neben der Akquisition von Anobit berichtet die israelische Tageszeitung Calcalist noch, dass Apple außerdem die erste Forschungs- und Entwicklungsabteilung außerhalb der USA eröffnen möchte. Eine offizielle Stellungnahme der beiden Parteien fehlt allerdings bislang noch.

Jedoch sollen die Anobit-Chefs, laut 9to5Mac, bereits ihre Mitarbeiter die Botschaft per E-Mail mitgeteilt haben. Zudem hat auch der israelische Ministerpräsident dem Unternehmen aus Cupertino zur Übernahme gratuliert:

Welcome to Israel, Apple Inc. on your 1st acquisition here. I’m certain that you’ll benefit from the fruit of the Israeli knowledge.

— The PM of Israel (@IsraeliPM) December 20, 2011

Adobe Flash Player 11 für Android 4.0 erschienen

Gestern Nacht erschien endlich der Adobe Flash Player 11 für die neue Android Ice Cream Sandwich. Die Käufer des Samsung Galaxy Nexus mussten bis jetzt auf Flash verzichten, denn die alte Flash Version war nicht mit der neuen Android Version kompatibel. Jetzt hat Adobe ein Update veröffentlicht mit dem Flash funktionsfähig ist.

Leider gibt es noch einige „bekannte Probleme„. So beispielsweise wird das Bild beim scrollen eines pausierten Videos nicht aktualisiert. Diese Fehler werden aber hoffentlich bald behoben.

via theverge.com