Bundesnetzagentur: bundesweite Funkloch-Karte jetzt auch online einsehbar

Bundesnetzagentur: bundesweite Funkloch-Karte jetzt auch online einsehbar – Die Bundesnetzagentur hatte über eine App versucht, die Funklöcher in Deutschland zu kartografieren. Dabei konnte Nutzer Meldungen über Funklöcher machen und diese in die Datenbank der Behörde eintragen. Diese Daten wurden nun grafisch als Karte aufbereitet und öffentlich zugänglich gemacht. Damit kann man nun sehr einfach abfragen, ob es am Zielort eventuell Probleme mit der Netzabdeckung gibt. Die Nutzung der neuen Funkloch-Karte ist kostenfrei. Man kann sie direkt hier aufrufen:

Die Bundesnetzagentur schreibt zu Nutzung der Karte:

Die Karte mit den Ergebnissen der Messungen ist in Waben unterteilt, die in neun Zoomstufen verändert werden können. Mit einer Filterfunktion können einzelne Technologien, einzelne Netzbetreiber sowie bestimmte Zeiträume ausgewählt werden. Die Einfärbung der Waben bestimmt sich nach den gesetzten Filtern. Die Messpunkte sind nicht gleichmäßig über das Bundesgebiet und auch nicht gleichmäßig innerhalb einer Wabe verteilt. Ergebnisse sind aussagekräftiger, je mehr Messpunkte von unterschiedlichen Nutzern hinterlegt sind. Die Ergebnisse können nach Regionen und Netzen variieren.

Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass die Messpunkte von Nutzern der App mit deren eigenen Endgeräten und Mobilfunkverträgen erzeugt worden sind. Die Kartendarstellung gibt daher unter Umständen keine abschließende Auskunft über die vor Ort verfügbaren Netztechnologien eines Netzbetreibers.

Wichtig für die Nutzung ist vor allem der letzte Hinweis, denn die Karte ist anbieterspezifisch und teilweise auch abhängig vom genutzten Netzstandard. Wenn es ein Funkloch bei der Telekom gibt, muss das also nicht zwangsläufig für Vodafone Tarife und Flatrates auch zutreffen. Dazu kann es durchaus sein, dass man mit 3G Tarifen an bestimmten Orten kein Netz hat, in denen man mit 4G/LTE durchaus Verbindungen hätte. Die Karte ist also nur dann wirklich aussagekräftig, wenn man direkt den eigenen Netzbetreiber und den Netzstandard kennt und abfragt. Die Funkloch App ist auch weiterhin verfügbar – man kann also nach wie vor neue Daten zu Funklöchern (oder deren Behebung) übermitteln.

Vodafone: nach Gesetzesänderung – 50 grenznahe LTE-Stationen aktiviert

Vodafone: nach Gesetzesänderung – 50 grenznahe LTE-Stationen aktiviert – Vodafone hat LTE für weitere Kunden frei geschaltet und versorgt durch neue Stationen bis zu 1,5 Millionen Nutzer mehr mit schnellen Datenverbindungen. Dies war möglich geworden, weil die gesetzlichen Grundlagen für LTE im Grenzbereich zwischen den Staaten geändert wurde. Daher konnte Vodafone nun weiter  LTE Stationen entlang der deutschen Grenze aktivieren.

Vodafone schreibt selbst dazu:

Basis für die große LTE-Aktivierung, ist der Beschluss von BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) und Bundesnetzagentur den Netzausbau in Grenzregionen zu stärken. Die Gesetzgebung erlaubt es Vodafone hier ab sofort neue LTE-Stationen zu aktivieren und die Leistung bereits bestehender Stationen zu erhöhen. „Die Weichen sind gestellt. Wir können loslegen. Wir schließen das größte LTE-Funkloch Deutschlands“, so Vodafone CEO Hannes Amestreiter. „An vielen Stationen in Grenzgebieten konnten wir schnelles Netz bislang nicht mit voller Leistung zu unseren Kunden bringen – obwohl die Technik bereitstand. Gemeinsam mit der Politik haben wir dieses Problem jetzt gelöst. Unsere Technik-Experten haben sofort gehandelt. Jetzt bringen wir 280.000 Menschen ans LTE-Netz – auch außerhalb der Großstädte.“

Bis zum Jahresende sollen noch 90 weitere LTE Stationen im Grenzbereich folgen, so dass in den kommenden Wochen noch mehr Menschen auf 4G Verbindungen zurück greifen können.

LTE ist mittlerweile fast 10 Jahre auf dem Markt verfügbar, aber nach wie vor nutzen viele Verbraucher 3G Tarife.  Nach Angaben der Bundesnetzagentur surft 2018 nach wie vor die Mehrheit der deutschen Nutzer mit 3G und damit ohne LTE. Hintergrund dafür ist nicht nur der Netzausbau, der in Teilen nach wie vor noch aussteht, sondern vor allem, dass viele Tarife nach wie vor kein LTE anbieten oder wenn dann nur gegen Aufpreis. Daher müssten die Verbraucher den Tarif wechseln oder mehr zahlen, wenn sie 4G nutzen wollten und das ist vielen den Aufwand nicht wert. In diesem Jahr haben aber weitere Anbieter LTE frei geschaltet – die Zahlen für 2019 dürften in Sachen LTE also besser ausfallen.

Zahl LTE Simkarten