Telekom Geschäftszahlen: fast 800.000 Mobilfunk-Neukunden im ersten Quartal 2020

Telekom Geschäftszahlen: fast 800.000 Mobilfunk-Neukunden im ersten Quartal 2020 – Die Telekom hat die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2020 veröffentlicht und kann auf mehr Umsatz verweisen und vor allem den Gewinn steigern. Das ist durchaus bemerkenswert, denn im März gab es bereits die Auswirkungen der Corona Krise und damit vor allem bei den Verkaufszahlen in den Shops Einbußen.

Das Unternehmen schreibt konkret zu den Zahlen und den Auswirkungen von Corona:

Die Deutsche Telekom startet trotz der globalen Ausbreitung des Coronavirus und den damit in vielen Ländern seit März verbundenen Einschränkungen mit starken Zahlen ins Geschäftsjahr 2020. Der Umsatz stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent auf 19,9 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA AL legte um 10,2 Prozent zu und erreichte 6,5 Milliarden Euro.

Der Konzern erwartet durch die Pandemie begrenzte Auswirkungen auf den Umsatz. Zum Beispiel wegen der Schließung von Shops, durch geringere Roamingumsätze und Verschiebung oder Wegfall von IT-Projekten in Unternehmen. Andererseits steigen beispielsweise die Umsätze in der Sprachtelefonie und die Wechslerquote im Mobilfunk sinkt. Die Auswirkungen auf das bereinigte EBITDA AL dürften unter Berücksichtigung von gegenläufigen Effekten und Maßnahmen vergleichsweise gering ausfallen. Der Konzern bestätigt deshalb unter Berücksichtigung aller absehbaren Pandemie-Folgen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Im Mobilfunk-Segment gab es ein deutliches Wachstum bei den Kundenzahlen. Im Vergleich zum Ende 2019 stiegen die Zahlen de Telekom Nutzer um fast 800.000 an. Das Unternehmen nähert sich damit de Marke von 37 Millionen Mobilfun-Kunden. Besonders stark viel das Wachstum im Prepaid Bereich aus. Hier macht sich wohl die LTE Freischaltung bei Congstar und den anderen Prepaid Marken positiv bemerkbar. Im April wechselte dann auch noch Kaufland mobil ins Telekom Netz – man kann also davon ausgehen, dass auch in den kommenden Monaten die Prepaid Kundenzahlen bei der Telekom weiter ansteigen werden.  Im Festnetzbereich gab es allerdings einen Kundenrückgang und die Telekom verlor mehr als 100.000 Kunden in diesem Bereich.

Die Telekom Kundenzahlen im Detail

Vodafone Geschäftzahlen: wieder mehr als 30 Millionen Kunden im Mobilfunk-Bereich

Vodafone Geschäftzahlen: wieder mehr als 30 Millionen Kunden im Mobilfunk-Bereich – Vodafone hat die Unternehmenszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019/2020 veröffentlicht und kann insgesamt auf gute Zahlen verweisen. Die Integration von Unitymedia ist abgeschlossen und wirkt sich positiv auf die Umsätze und die Kunden zahlen aus.

Das Unternehmen schreibt dazu:

Mit der Unitymedia-Integration steigt der Gesamt-Serviceumsatz im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr um 17% auf 10,7 Milliarden Euro. Im Festnetz-Bereich wächst die Kundenzahl um 56,6% auf 10,8 Millionen. Das Kabel-Segment bleibt der stärkste Wachstumstreiber und verzeichnet ein Plus von 106% auf 7,9 Millionen Abonnements. Die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden steigt um 542.000 auf 18,7 Millionen. Das wirkt sich positiv auf den Ertrag aus: Das EBITDA wächst um 2,5%* auf 5,1 Milliarden Euro.

Aber auch im Mobilfunk-Bereich gibt es gute Zahlen. Der unbereinigte Umsatz sankt zwar etwas, aber mittlerweile kann das Unternehmen wieder auf mehr als 30 Millionen Mobilfunk-Kunden verweisen. In den vergangenen Quartal lag diese Zahl bei teilweise nur noch 29,5 Millionen Kunden, mittlerweile sind etwas wieder etwas mehr als 30 Millionen. Besonders erfreulich dürfte dabei für Vodafone die Entwicklung der Vertragskunden sein. Deren Zahl ist um mehr als eine halbe Millionen angestiegen – die Mobilfunk-Verträge im Vodafone Netz scheinen also wieder gut bei den Kunden anzukommen.

Die Vodafone Geschäftsentwicklung im Detail

Die Zahl der Festnetz-Kunden im Bereich Kabel und auch im TV Bereich ist durch die Übernahme von Unitymedia stark angestiegen und hat sich teilweise verdoppelt. Insgesamt kann Vodafone mittlerweile auf mehr als 10 Millionen Festnetz Kunden verweisen. Im Bereich VDSL gibt es allerdings einen Rückgang. Auch die neuen Gigabit Anschlüsse zu sehr günstigen Preise konnten nicht verhindern, dass Vodafone hier weiter Kunden verloren hat und nun bei weniger als 2,9 Millionen Kunden liegt. Durch den Glasfaser-Ausbau erreicht das Unternehmen aber immer mehr Kunden mit schnellem Gigabit Internet und daher bleibt abzuwarten, ob sich diese Zahl wieder nach oben entwickelt. Bisher ist der Ausbau von Gigabit Internet aber noch höchst unterschiedlich.

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Apple senkt die Umsatzprognosen für das Weihnachtsquartal

Kein guter Start für Apple in das neue Jahr. Gleich in den ersten Tagen muss das Unternehmen eine Art Gewinnwarnung heraus geben und die Erwartungen an das finanzielle Ergebnis senken.

Bisher war das Unternehmen für das Weihnachtsquartal (von Oktober bis Dezember 2018) von einem Umsatz zwischen 89 bis 93 Milliarden US Dollar ausgegangen. Diese Prognose konnte allerdings nicht bestätigt werden – in den neuen Zahlen geht Apple stattdessen davon aus, dass der Umsatz in diesen drei Monaten lediglich bei 84 Milliarden US Dollar liegen wird – also etwa 1 Milliarde bis 9 Milliarden Euro unter den Erwartungen aus dem November.

Konkret schreibt Steve Jobs zu den neuen Zahlen:

Based on these estimates, our revenue will be lower than our original guidance for the quarter, with other items remaining broadly in line with our guidance. 
While it will be a number of weeks before we complete and report our final results, we wanted to get some preliminary information to you now. Our final results may differ somewhat from these preliminary estimates. 
When we discussed our Q1 guidance with you about 60 days ago, we knew the first quarter would be impacted by both macroeconomic and Apple-specific factors. Based on our best estimates of how these would play out, we predicted that we would report slight revenue growth year-over-year for the quarter.
Die kompletten Zahlen wird es wohl Ende Februar geben (geplant für den 29. Januar), dann dürften auch weitere Details zum Gewinn des Unternehmens folgen und andere Kennzahlen aus den anderen Bereichen (wie dem iPad oder den Macs) folgen.
Als Grund für die Abweichung und die vergleichsweise schlechten Zahlen nennt Apple den starken Dollar, der außerhalb der USA die Geschäfte schwieriger gemacht hätte. Darüber hinaus ist ein Vergleich mit dem Quartal im Vorjahr schwierig, weil die iPhone X Modelle später gestartet wären. Die Planungen wären daher für das Unternehmen schwierig gewesen.
Vor allem für China scheint sich die Lage des Unternehmens aber zu verschlechtern. Vor allem das iPhone hat dort einen schweren Stand und die neuen Modelle hätten wohl eher weniger Kunden von einem Wechsel überzeugt. Dazu würden wohl die Mobilfunk-Unternehmen dazu übergehen, die iPhone Modelle weniger zu subventionieren und damit ist ein Wechseln natürlich auch nicht mehr so attraktiv. Andere Apple Geräte hätten in China dagegen besser funktioniert – lediglich und vor allem beim iPhone gibt es diese Schwierigkeiten.
Insgesamt ist trotz des Rückgangs 2018 aber dennoch ein gutes Jahr für Apple und das macht sich in vielen Bereichen fest. Die Verkäufe bei den Wearables konnten beispielsweise im Vergleich zm Vorjahr um 50 Prozent gesteigert werden und auch der Umsatz ohne iPhones wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent. Dennoch werden vor allem die Anleger kritisch auf diese neuen Zahlen schauen, denn Apple ist nach wie vor vor allem das iPhone und wenn sich diese Modelle nicht mehr so gut verkaufen bedeutet dies eine Krise für das gesamte Unternehmen. Daher reagierten die Börsen auch sehr ungnädig auf diese Ankündigung – die Aktie von Apple verlor im nachbörslichen Handel um bis zu 8 Prozent und es bleibt abzuwarten, wie es heute im Laufe des Handelstages weiter gehen wird.

100 Millionen US-Dollar neues Kapital für Nokia

HMD Global hat eine neue Finanzierungsrunde für die Nokia-Marke abgeschlossen und hat dabei von verschiedenen Investoren insgesamt 100 Millionen US Dollar eingesammelt. Damit hat das Unternehmen im 2. Jahr nach dem Marktstart mit der Marke Nokia den Marktwert von 1 Milliarde US Dollar überschritten.

Die neuen Mittel sollen dabei vor allem in den Ausbau der Geschäftsfelder fließen. Man möchte in den wichtigen Märkten die Kundenzahlen verdoppeln und dazu soll auch das eigene Portfolio an Nokia Smartphones sehr aggressiv ausgebaut werden. Seit dem Marktstart hat das Unternehmen bereits 16 verschiedene Modelle auf den unterschiedlichen Märkten gestartet und es hört sich so an, als hätte Nokia für 2018 noch einige Neuerungen in der Pipeline.

Florian Seiche, CEO, HMD Global, sagte dazu:

„We are thrilled to have these investors join us in our journey to script the next chapter of Nokia phones. It is our ambition to deliver great smartphones that delight our fans while staying true to our Finnish roots and the hallmarks that the Nokia brand has always been known for. We aim to be among the top smartphone players globally and our success to date gives us the confidence to further continue on a growth path in 2018 and beyond.“

Tatsächlich scheint die Neubelebung der Marke Nokia ein Erfolg gewesen zu sein. HMD Global spricht davon, dass bereits im ersten Jahr etwa 70 Millionen Modelle verkauft worden sind und man insgesamt im ersten Geschäftsjahr einen Umsatz von 2,13 Milliarden US Dollar gemacht hat. Allerdings konnte Nokia bisher mit den neuen Modellen noch keinen Gewinn erwirtschaftet – insgesamt bliebt unter dem Strich ein Minus von 77 Millionen US Dollar. Das soll sich natürlich in den kommenden Jahren ändern.

Interessant ist vor allem die Kundenstruktur des Unternehmens. Nach Angaben von HMD Global sind zwei Drittel der Kunden der neuen Nokia Modelle über 35 Jahre alt. Man kann davon ausgehen, dass die meisten Kunden Nokia noch von früher kannten und deshalb zu den Modellen gegriffen haben – es scheint sich also durchaus gelohnt zu haben, den Markennamen von Microsoft zu kaufen. Die treuen Kunden kaufen auch jetzt noch gerne Nokia Geräte.

Telekom – fast 1,3 Millionen neue Mobilfunk-Kunden in 2017

Die Deutsche Telekom hat die Geschäftszahlen für das letzte Quartal sowie für das gesamte Geschäftsjahr 2017 veröffentlicht und insgesamt kann das Unternehmen auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück blicken. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn kann das Unternehmen zulegen.

Besonders bei den Kundenzahlen gibt es ein starkes Wachstum. Mittlerweile hat die Telekom mehr als 43 Millionen Kunden. Das sind 1,28 Millionen Kunden mehr als noch 2016. Allein im Weihnachtsquartal 2017 konnte die Telekom dabei 591.000 neue Kunden überzeugen. Fast die Hälfte der Neukunden kamen also in diesem Quartal,

Der größte Teil der neuen Kunden sind dabei Vertragskunden, die einen der Magenta Mobil Handytarife abgeschlossen haben. Deren Zahl wuchs im gesamten Jahr 2017 um 668.000. Die restlichen Neukunden nutzen eine MagentaMobil Start Prepaidkarte des Unternehmens.

Weniger gut dagegen läuft es im Bereich der Internet- und Festnetzanschlüsse. Hier musste die Telekom erneut sinkende Kundenzahlen hinnehmen, auch wenn sich der Rückgang mit etwas mehr als 100.000 Anschlüsse eher in Grenzen hält. Allerdings liegt die Telekom damit mittlerweile bei weniger als 20 Millionen Anschlüssen in diesem Bereich und es sieht nicht so aus, als würde sich dieser Trend mittelfristig umkehren. Tatsächlich hat die Telekom in diesem Bereich sehr starke Konkurrenz durch anderen Kabel-Netzbetreiber, die teilweise deutlich höhere Bandbreiten bei sogar billigeren Preisen bieten können und daher für die Verbraucher eine wichtige Alternative geworden sind. Zukünftig will die Telekom hier allerdings mit Super-Vectoring und Geschwindigkeiten bis 250MBit/s dagegen halten.

An der Börse ist die Reaktion auf die an sich guten Unternehmenszahlen eher verhalten. Derzeit liegt der Kurs des Unternehmens etwa 3 Prozent im Minus. Daran konnte auch die Ankündigung der Telekom die Dividende erhöhen zu wollen nichts ändern. Für die Abschläge sind allerdings weniger die Zahlen des letzten Jahres verantwortlich als mehr der Ausblick in die Zukunft. Vor allem hohe Investitionen in den Netzausbau wecken die Befürchtung, das von den Gewinnen des Unternehmens zukünftig weniger übrig bleiben könnte.

ZTE – größte Krise in der Firmengeschichte

ZTE hat derzeit mit schlechten Geschäftszahlen zu kämpfen. Besonders im Bereich der Smartphones (aber nicht nur da) hat das Unternehmen nicht nur die eigenen Ziele nicht erreicht, sondern musste sogar einen deutlichen Rückgang der Verkäufe verzeichnen. Laut den Analysten von IDC liegen die Zahlen für 2016 etwa 36,5 Prozent und den Verkaufszahlen im Vorjahr – ein sehr deutlicher Rückgang.

Das Unternehmen reagiert nun darauf, in dem man versucht, die Kosten zu reduzieren. Unter anderem sollen weltweit rund 5 Prozent der Jobs abgebaut werden. Das sind bei 60.000 Angestellten weltweit etwa 3.000 Arbeitsplätze, die verloren gehen werden. Der Abbau der Stellen soll dabei bereits im ersten Quartal 2017 erfolgen. Vor allem betroffen ist China, da hier der Verlust der Marktanteile besonders gravierend war.

Im Original heißt es bei Reuters dazu:

The sources said the Shenzhen-based company, one of the world’s biggest telecoms gear makers, is axing about 5 percent of its 60,000 global workforce. Its global handset operations will shed 600 jobs, or 10 percent of the total, with the cuts concentrated in China, where it has been losing market share.

ZTE CEO Zhao Xianming spricht in diesem Zusammenhang davon, dass  ZTE „encountered its biggest crisis in its 31 year history„. Neben den Problemen in China hat ZTE derzeit auch Verfahren in den USA am Laufen. Die Vorwürfe lauten dabei auf dem Bruch des Handelsembargo mit dem Iran. ZTE hätte trotz der Restriktionen Handel mit dem Land getrieben. Das könnte nun dazu führen, dass es in den USA ein komplette Verkaufsverbot für die Geräte des Unternehmens gibt. Sollte dies eintreten, wären wohl auch die Umsatz-Ziele für 2017 in Gefahr.

In Europa und in Deutschland ist ZTE im Bereich Mobilfunk und Handys vor allem durch die Blade-Serie bekannt. Unter dieser Marke bietet das Unternehmen vor allem Geräte im preiswerten Einsteiger-Bereich an (wie beispielsweise das ZTE Blade L3). Es gibt aber auch immer wieder teurere Modelle wie das neue ZTE Blade V8 – ein Mittelklasse Gerät, dass trotzdem mit einer Dual Lens Kamera glänzen kann und damit Features aus der Oberklasse in einen erschwinglichen Bereich bringt.

Daneben arbeitet ZTE vor allem als Netzwerk-Ausrüster für die mobilen Netze. Moderne Komponenten für die 4G Verbindungen werden von vielen Unternehmen von ZTE bezogen und derzeit entwickelt das Unternehmen an den neuen 5G Verbindungen und der passenden Technik. In Deutschland hatte ZTE beispielsweise den Netzbetrieb von Eplus übernommen.

Allerdings sind gerade im Bereich der Handys ZTE Smartphones eher Nischenprodukte und erreichen bei weitem nicht die Verkaufszahlen, die man bei anderen Herstellern findet. Aufgrund der Probleme mit dem Absatz ist zu erwarten, dass sich ZTE wohl auch zunehmend auf die Heimatmärkte konzentrieren wird und den teuren Versuch, in Europa Fuß zu fassen, möglicherweise etwas zurück stellt. Es könnte daher durchaus sein, dass einige neue ZTE Modelle nicht mehr in Europa zu bekommen sein werden sondern nur noch in China starten. Das sind aber bisher nur reine Spekulationen. Bisher gibt es keine offiziellen Informationen darüber, was das Unternehmen neben dem Abbau von Arbeitsplätzen noch plant, um die Verkaufszahlen wieder in den Griff zu bekommen.