Samsung: Gewinnsteigerung von 50% im 2. Quartal erwartet

Samsung: Gewinnsteigerung von 50% im 2. Quartal erwartet – Samsung hat vorab eine Prognose der Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2021 veröffentlicht und kann sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn auf deutliche Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr verweisen. Die erwarteten Zahlen sehen dabei wie folgt aus:

  • der Umsatz des Unternehmens steigt über alle Bereiche auf 46,9 Milliarden Euro an. Das sind etwa 20 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
  • Der Gewinn steigert sich im zweiten Quartal sogar von 9,3 Milliarden Euro auf knapp 12,5 Milliarden Euro und damit verdiente das Unternehmen im Zeitraum April bis Juni etwa 50 Prozent mehr als im Vorjahr zu dieser Zeit.

Damit setzt das Unternehmen das gute Geschäftsjahr 2021 weiter mit richtig starken Zahlen fort und es ist zu erwarten, dass auch im dritten Quartal dieser Push anhalten wird. Die genauen zahlen wird Samsung wohl erst in einigen Tagen veröffentlichen, dann gibt es auch noch mehr Details zu den einzelnen Bereichen.

Man kann aber aufgrund der Zahlen aus dem ersten Quartal bereits davon ausgehen, dass Samsung den größten Gewinn wohl im Bereich der Chiptechnik gemacht hat. Vor allem bei den Speicherchips ist das Unternehmen bisher sehr gut aufgestellt und aktuell läuft dieses Geschäft mehr als gut. Die Preise für diese Technik haben sich erhöht und Samsung kann die eigenen Chips damit teurer verkaufen. Dazu hat sich aber auch die Nachfrage erhöht, denn in der Pandemie gab es vielfach einen Bedarf an neuen Technik für die Verbraucher als auch im Bereich von Servern. Das dürfte auch noch eine Weile so bleiben.

Im Bereich der Smartphones wird dagegen spannend werden, welche Ergebnisse Samsung melden kann. Die Produktpalette wurde deutlich aufgestockt und viele neue Modelle gelauncht. Wie sich das in den Zahlen niederschlägt, werden dann erst die Details zu den Geschäftszahlen klären. Generell scheinen sich aber die neuen Galaxy S21 Topmodelle nicht schlecht zu verkaufen. Man kann also wohl eher stabile Zahlen erwarten.

Apple hängt Samsung beim mobilen Umsatz und Gewinn ab

Apple hängt Samsung bei Umsatz und Gewinn ab – Sowohl Apple als auch Samsung haben ihre Quartalszahlen für das erste Quartal 2021 veröffentlicht und sowohl Apple als auch Samsung sind sehr erfolgreich in das Jahr 2021 gestartet. Beide Unternehmen konnten sowohl Umsatz und Gewinn im Vergleich mit dem Vorjahr steigern, Apple erreicht sogar neue Rekorde bei den Umsatz – vor allem aufgrund der starken Nachfrage nach den iPhone Modellen.

„Wir sind stolz auf unsere Leistung im Märzquartal, die Umsatzrekorde in jeder unserer geografischen Regionen und ein starkes zweistelliges Wachstum in jeder unserer Produktkategorien umfasst und unsere installierte Basis aktiver Geräte auf ein Allzeithoch bringt“, sagt Luca Maestri, CFO von Apple. „Diese Ergebnisse verhalfen uns zu einem operativen Cashflow von 24 Milliarden US-Dollar und außerdem haben wir fast 23 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurückgezahlt. Wir blicken zuversichtlich in unsere Zukunft und werden weiterhin bedeutende Investitionen tätigen, um unsere langfristigen Pläne zu unterstützen und das Leben unserer Kunden:innen zu bereichern.“

Insgesamt kann Apple aber durch das wirklich starke Wachstum im ersten Quartal Samsung mehr als abhängen. Das Unternehmen macht sowohl mehr Umsatz und Gewinn – rein finanziell ist Apple nicht nur besser aufgestellt als Samsung, sondern dürfte auch der am besten laufende Smartphone-Hersteller weltweit sein.

Der Vergleich der Zahlen ist allerdings nicht ganz einfach, da die Unternehmen neben dem Smartphone- und Hardware-Geschäft auch andere Einnahmen haben. Beispielsweise ist der App Store bei Apple ein wichtiger Faktor für das Unternehmen geworden und Samsung ist nicht nur ein Handyhersteller, sondern ein Konzern, der sehr breit aufgestellt ist. Das Unternehmen veröffentlicht aber auch die Details zu den einzelnen Sparten, so dass man diese recht gut vergleichen kann.

Die Unternehmenszahlen für die ersten 3 Monaten 2021 im Vergleich:

  • Apple Q1/2021 Quartalszahlen: 72,683 Milliarden Dollar Umsatz bei ca. 20 Milliarden Dollar Gewinn (nur Hardware, ohne App Store)
  • Samsung Q1 2021 Quartalszahlen (komplett): 58,6 Milliarden Dollar Umsatz bei ca. 6,38 Milliarden Dollar Gewinn
  • Samsung Q1 2021 Quartalszahlen (Communications): 26 Milliarden Dollar Umsatz bei 3,9 Milliarden Dollar Gewinn

Samsung macht also im gesamten Konzern (unter anderem neben den Smartphones auch bei der Halbleiter-Fertigung und im Displaygeschäft) weniger Umsatz und Gewinn als Apple allein mit der Hardware-Sparte (vor allem mit den iPhones).

Hintergrund für diese Zahlen ist die unterschiedliche Unternehmenspolitik der beiden Konzerne. Apple setzt in erster Linie auf hochpreisige Modelle, während Samsung eine breite Palette in allen Preislagen hat. Daher verkauft Samsung auch viele Modelle im günstigeren Preisbereich, die natürlich weniger Umsatz und weniger Gewinn bringen. Daher hat Samsung wohl weiterhin die höheren Marktanteile, verdient aber insgesamt pro Gerät wesentlich weniger als Apple bei iPhone und iPad.

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Huawei: Umsatz wächst auch im ersten Halbjahr 2020

Huawei Logo

Huawei: Umsatz wächst auch im ersten Halbjahr 2020 – Huawei hatte in den ersten Monaten 2020 gleich mit zwei Herausforderungen zu kämpfen: wie bei den anderen Herstellern auch hat die Corona-Krise Auswirkungen auf das Geschäft gehabt und daneben gibt es nach wie vor das Embargo der Trump Regierung gegen das Unternehmen und damit hat Huawei keinen Zugang mehr zu Google Diensten bei Android.

Den Unternehmenszahlen konnten diese Probleme aber nichts anhaben, Huawei wächst auch im ersten Halbjahr 2020 und kann den Umsatz insgesamt auf 454 Milliarden Yuan steigern. Das ist eine Verbesserung im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 13,1 Prozent. Auf den Consumer-Bereich, zu dem auch die Handy- und Smartphone Saprte gehört, entfallen dabei 255,8 Milliarden Yuan Umsatz.

Das Unternehmen schreibt selbst dazu:

As countries around the globe are grappling with the COVID-19 pandemic, information and communications technologies (ICT) have become not only a crucial tool for combatting the virus, but also an engine for economic recovery. Huawei reiterated its commitment to working with carriers and industry partners to maintain stable network operations, accelerate digital transformation, and support efforts to contain local outbreaks and reopen local economies.

Leider sind dies nur die vorläufigen Zahlen und daher gibt es noch keine Details zu den einzelnen Geschäftsverläufen. Insgesamt muss man aber festhalten, dass Huawei trotz der Probleme sehr gut dasteht und nach wie vor seine Wachstumsstrategie fortsetzen kann. Bei den Verkaufszahlen dürfte das Unternehmen damit den zweiten Platz bei den Smartphone Verkäufen weltweit sichern und es bleibt abzuwarten, wir groß der Abstand zu Apple und Samsung bei den Verkäufen ausfallen wird.

Insgesamt dürften sich auch immer mehr Kunden an die App Gallery anstatt des Playstores gewöhnen, so dass die neuen Modelle von Huawei ohne Google Dienst wohl zukünftig besser verkauft werden. Das Wachstum von Huawei wird also perspektivisch wohl noch höher ausfallen als aktuell – das werden dann aber wohl die Zahlen für das zweite Halbjahr 2020 zeigen.

Huawei: 34 Prozent mehr Umsatz bei Handys und Smartphones in 2019

Huawei: 34 Prozent mehr Umsatz bei Handys und Smartphones in 2019 – Huawei hat die Geschäftzahlen für das komplette Jahr 2019 veröffentlicht und Experten waren sehr gespannt wie das Unternehmen unter dem Eindruck des US-Embargos abliefern würde. Insgesamt kann man dabei sagen, dass die Maßnahmen der Trump-Regierung das Wachstum von Huawei kaum beeinflussen konnten. Der Umsatz von Huawei stieg über alle Sparten um knapp 20 Prozent an und auch der Gewinn stieg um 5,6 Prozent.

Das Unternehmen schreibt dazu:

 „2019 war ein außergewöhnliches Jahr für Huawei“, sagte Eric Xu, rotierender Vorstandsvorsitzender von Huawei. „Trotz des enormen Drucks von außen hat unser Team mit einem einzigartigen Fokus auf die Wertschöpfung für unsere Kunden weitergemacht. Wir haben hart gearbeitet, um uns ihren Respekt und ihr Vertrauen sowie das unserer Partner auf der ganzen Welt zu verdienen. Unser Geschäft bleibt solide.“

Im Consumer-Bereich (PCs, Tablets, Wearables und Smart-Screens) stiegt der Umsatz sogar um 34 Prozent an. Der Google-Bann hatte also keine gravierenden negativen Auswirkungen auch bei den Handys und Smartphones. Insgesamt konnte Huawei in 2019 etwa 240 Millionen Smartphones verkaufen. Mittlerweile hat man mit der Huawei App Gallery auch eine Alternative zum Playstore veröffentlicht – der Prozess der Abnabelung von Google geht also weiter.

Trotz der guten Unternehmenszahlen und de robusten Wachstums bleibt abzuwarten, wie sich das Unternehmen in diesem Jahr platzieren kann. 2020 dürfte das erste Jahr werden, in dem Huawei in erster Linie Geräte ohne Google Core Apps und dem Playstore auf den Markt bringt. In 2019 gab es immer noch viele Modelle mit dem normalen Android und daher mussten sich die Kunden kaum umstellen. Das ändert sich nun in 2020. Beim Huawei P40 lite und auch den normalen Huawei P40 und P40 pro dürfte man bereits sehen, ob sich die Modelle weiterhin so gut verkaufen wie die Vorgänger-Versionen. Daher können die möglichen negativen Effekt auch erst 2020 komplett durchschlagen, aber das werden wir wohl sehen, wenn das Unternehmen die Zahlen für das erste Quartal in 2020 veröffentlicht.

Apple: iPhone Umsatz bricht um fast 10 Milliarden Dollar ein

Apple hat die neusten Quartalszahlen für das letzte Quartal 2018 veröffentlicht und tatsächlich hat sich bewahrheitet, was nach der Gewinnwarnung Anfang Januar befürchtet worden war: die Umsätze vor allem beim iPhone sind deutlich zurück gegangen. Allerdings veröffentlicht das Unternehmen keine Verkaufszahlen mehr (sondern nur noch den Umsatz) so dass offen bleibt, wie viele Geräte das Unternehmen im letzten Quartal tatsächlich verkaufen konnte.

Apple selbst schreibt von einer Enttäuschung was die Zahlen betrifft:

“While it was disappointing to miss our revenue guidance, we manage Apple for the long term, and this quarter’s results demonstrate that the underlying strength of our business runs deep and wide,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “Our active installed base of devices reached an all-time high of 1.4 billion in the first quarter, growing in each of our geographic segments. That’s a great testament to the satisfaction and loyalty of our customers, and it’s driving our Services business to new records thanks to our large and fast-growing ecosystem.”

Das größte Problem liegt derzeit beim iPhone. In 2017 konnte Apple im letzten Quartal mit den Smartphones noch einen Umsatz von mehr als 61 Milliarden Dollar machen, in diesem Jahr sank der Umsatz um fast 10 Milliarden Dollar auf nur noch 51,9 Milliarden Dollar. Das ist ein sehr drastischer Rückgang – nicht nur weil Apple in den letzten Jahren in erster Linie gute Zahlen vermelden konnte, sondern vor allem, weil das iPhone nach wie vor der Umsatzbringer beim Unternehmen ist. Schlechte Zahlen bei den iPhones belasten damit den gesamten Konzern.

Die größten Rückgänge bei den Verkäufen (über alle Modelle und Services) gab es dabei in China. Der Umsatz lag hier fast ein Viertel unter den Werten des Vorjahres und insgesamt setzte Apple in diesem Land etwa 4 bis 5 Milliarden Euro weniger um als im letzten Jahr. Auch in Europa und in Japan gab es leichte Rückgänge bei den Umsätzen, aber diese vielen deutlich geringer aus als in China.

Es gibt aber auch erfreuliche Zahlen zu vermelden, denn in den anderen Bereich kann Apple zulegen. Sowohl bei den iPad Modelle als auch bei den Mac und den Wearables ist der Umsatz im 4. Quartal 2018 gestiegen und auch mit den Services setzt das Unternehmen mittlerweile deutlich mehr um. Auf diese Weise kann Apple die schlechten Zahlen beim iPhone etwas ausgleichen

Insgesamt kommt Apple damit im 4. Quartal 2018 auf einen gesamten Umsatz von 84,3 Milliarden US Dollar und einen Gewinn von 19,9 Milliarden Dollar. Diese Zahlen zeigen dann auch, dass Apple zwar derzeit die eigenen Wachstumsziele nicht ganz erreichen kann, dass das Unternehmen aber dennoch weit entfernt ist von einer substanziellen Krise. Ein Gewinn von knapp 20 Milliarden Dollar in einem Quartal ist etwas, von dem andere Hersteller im Bereich von Handys und Smartphones nur träumen können.

Für das erste Quartal 2019 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 55 und 59 Milliarden US Dollar und einem Gewinn im Bereich von etwa 8,5 bis 8,6 Milliarden Dollar. Dieses Quartal ist in der Regel etwas schwächer als das Weihnachtsquartal und daher liegen die geplanten Zahlen auf niedriger. Die Börse hat auf die neuen Zahlen bisher kaum reagiert – die Gewinnwarnung am Jahresanfang hat hier wohl bereits die meisten Befürchtungen vorweg genommen.

LG – dank starkem LG V30 mit weniger Verlust

LG hat die Unternehmenszahlen für das 4. Quartal 2017 und für das gesamte Geschäftsjahr veröffentlicht und dabei auch die Entwicklung des mobilen Bereiches angerissen. Insgesamt konnte das Unternehmen über alle Sparten den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 15,3 Milliarden US Dollar steigern. Der Gewinn lag dabei bei 330 Millionen US Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr stieg der Umsatz ebenfalls an. Hier erwirtschaftete LG etwa 55,4 Milliarden US Dollar und damit 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die mobile Sparte (LG Mobile Communications Company) ist dabei allerdings nach wie vor ein Sorgenkind und liegt in den roten Zahlen. Immer trägt dieser Bereich mit einem Umsatz von 10,52 Milliarden US Dollar im Jahr 2017 mit fast einem Viertel zum Umsatz des Unternehmens bei. Im 4. Quartal wurden dabei 2,77 Milliarden Dollar umgesetzt. Allerdings blieb unter dem Strich ein Verlust von 192 Millionen Dollar in diesem Quartal – damit konnte LG den Verlust im mobilen Bereich verringern, bis zur Gewinnzone fehlen aber noch etliche Millionen. LG verweist hier vor allem auf die starken Umsätze bei den Topmodelle und vor allem dem LG V30. Die guten Geschäfte mit diesen Geräten hätten geholfen, den Verlust zu reduzieren. Bleibt abzuwarten, ob diese Entwicklung in 2018 so weiter gehen wird – zumindest für den Nachfolger des LG G6 waren die Nachrichten in den letzten Tagen eher durchwachsen.

LG G7 Entwicklung angeblich neu gestartet

Nach internen Quellen gab es wohl beim Unternehmen bezüglich der Entwicklung des aktuellen Topmodells einen richtigen Paukenschlag. Der CEO Jo Seong-jin hat sich persönlich eingeschaltet und die Entwicklung des LG G7 gestoppt. Die Macher wurden angewiesen, die Modelle neu zu konzipieren und sie von Grund auf neu zu erstellen.

Bei TheInvestor heißt es im Original dazu:

Jo Seong-jin, vice chairman and CEO of LG Electronics, has ordered a revision of the company’s upcoming premium phone, tentatively called the “G7,” possibly pushing its launch to April.
According to a company official who asked for anonymity, the G7 smartphone* team of the company’s mobile communications business was told to halt recent work related to development of the newest phone, and to review the new product from scratch. 

Das bedeutet auch, dass der aktuelle Zeitplan für den Lauch nicht wird eingehalten werden können. Ursprünglich hatte man erwartet, dass die LG G7 (eventuell auch unter einem neuen Namen) bereits auf dem MWC 2018 in Barcelona vorgestellt werden. Das wäre dann bereits Ende Februar – also in wenigen Wochen. Auch die Vorgänger waren jeweils auf diesem Event der Öffentlichkeit präsentiert worden. Nun sieht es aber eher so aus, als würde sich die Entwicklung der Modelle noch deutlich verzögern. Interne Quellen bei LG gehen davon aus, dass die Geräte wohl erst im April soweit sind, um vorgestellt zu werden und der Verkaufsstart wird sich wohl noch weiter verzögern.

Samsung – teure S8-Komponenten drücken den Gewinn im Mobile-Bereich

Samsung hat gestern die aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht und insgesamt steht der Konzern sehr gut da. Im letzten Quartal konnte das Unternehmen den Gewinn um 89 Prozent steigern und 8,65 Milliarden Euro verdienen. Das ist das beste Quartal des Unternehmens seit der Gründung. Die guten Ergebnisse sind allerdings nicht auf den starken Smartphone-Bereich zurückzuführen, sondern eher auf die anderen Bereiche des Unternehmens. Bei der Herstellung von Smartphones machte das Unternehmen auch Gewinn, dieser lag allerdings nur etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Eine große Steigerung gab es dabei nicht.

Der Grund für die Stagnation im Smartphone-Bereich liegt dabei nicht am schlechten Umsatz. Die Galaxy S8 und S8+ Modelle verkaufen sich sehr gut und haben bereits bessere Verkaufszahlen als der Vorgänger im letzten Jahr. Samsung hat mit dem aktuellen Topmodell also alles richtig gemacht und kann damit neue Kunden pberzeugen. Allerdings drücken die hohen Kosten für die neuen Komponenten (beispielsweise das neue Infinity Display) den Gewinn. Die Herstellung des S8 ist also vergleichsweise teuer und das drückt den Gewinn pro Gerät. Das Unternehmen schreibt dazu:

The Mobile Business saw a significant increase in earnings QoQ with the global rollout of the Galaxy S8 and S8+. However the operating profit margin declined slightly YoY due to strong component prices. Earnings for the TV business declined due to increased panel prices and slow demand from Europe and China. For the home appliances business, continued B2B investment led to a decline in earnings YoY.

Dazu kommt, dass die anderen Modelle von Samsung (die Smartphones der A-Serie und der J-Serie) nicht mehr ganz so gut verkauft werden. Das Unternehmen spricht dabei von „decreased sales of mid- to low-end products“. Mit neuen Modellen, neuer Kameratechnik im Selfie-Bereich und auch Samsung Pay möchte das Unternehmen aber zukünftig diesem Trend entgegen wirken.

Einen interessanten Punkt spricht Samsung bei den Erwartungen zum nächsten Quartal an. Hier geht das Unternehmen davon aus, dass der Gewinn wahrscheinlich unter dem des Vorjahresquartales liegen wird, weil die Marketing-Kosten für das Galaxy Note 8 hier wohl sehr hoch liegen sollen. Das spricht dafür, dass sich Samsung für den Start des Note 8 einiges vorgenommen hat und wohl ein teures Feuerwerk an Werbung und Marketing abbrennen will. Das verspricht also interessant zu werden.

Apple – 50,7 Millionen verkaufte iPhone im ersten Quartal 2017

Apple hat die Zahlen für die ersten drei Kalendermonate des Jahres 2017 veröffentlicht und kann auf ein sehr gutes Quartal zurück blicken. Dabei erzielte das Unternehmen einen von 52,9 Milliarden US-Dollar sowie einen Quartalsgewinn von 2,10 US-Dollar pro verwässerter Aktie. Im Vorjahresquartal wurde ein Umsatz von 50,6 Milliarden US-Dollar und ein Gewinn von 1,90 US-Dollar pro verwässerter Aktie erzielt. Der Nicht-US-Anteil am Umsatz betrug in diesem Quartal 65 Prozent. Apple konnte die Zahlen also im Vergleich zum starken Vorjahresquartal sogar nochmal etwas steigern.

„Wir sind stolz ein starkes März-Quartal bekannt zu geben, mit einem Umsatzwachstum, das durch das Dezember-Quartal beschleunigt wurde, und einer weiterhin starken Nachfrage nach iPhone 7 Plus“, sagt Tim Cook, CEO von Apple. „Wir haben äußerst positive Resonanz unserer Kunden auf beide Modelle der neuen iPhone 7 (PRODUCT)RED Special Edition erhalten und sind begeistert über das starke Momentum beim Geschäft mit unseren Services, mit dem höchsten, bisher erzielten Umsatz für ein 13-Wochen-Quartal. Mit Blick nach vorne freuen wir uns nächsten Monat Teilnehmer aus der ganzen Welt auf unserer jährlichen Worldwide Developers Conference in San Jose willkommen zu heißen.“

Der meiste Umsatz wurde dabei natürlich wieder mit den Smartphones gemacht. Über 60 Prozent des Umsatzes in diesem Quartal entfielen auf die iPhone Modelle. An Platz 2 der Bereiche der Umsatzbringer kommen bereits die sogenannten Services (Digital Content and Services, AppleCare, Apple Pay usw.) mit 7 Millionen US Dollar Umsatz und erst danach kommen weitere Hardware-Produkte wie das iPad und die Macs.

Allerdings gibt es auch etwas kritische Nachrichten. Die Stückzahl der verkauften iPhone ist im Jahresvergleich nicht mehr gewachsen sondern sogar etwas zurück gegangen. Statt über 51 Millionen iPhones konnte Apple nur etwa 50,7 Millionen Stück verkaufen. Das ist kein dramatischer Verlust, zeigt aber doch, dass Apple im Bereich der Smartphones etwas machen muss und das die Verkäufe nicht wie von selbst wachsen. Die kritischen Börsianer dürften diesen Punkt sicher auch genau unter die Lupe nehmen. Trotz der etwas abgesunkenen Zahl der iPhone Verkäufe konnte Apple den Umsatz mit den Smartphones sogar noch steigern. Das Unternehmen nahm damit etwas mehr pro verkauften iPhone ein, im Durchschnitt erlöst Apple aktuell pro Gerät etwa 655 US Dollar.

Wie bereits im starken Weihnachtsquartal sind die dramatischen Umsatzrückgänge durch das wenig innovative iPhone 7 ausgeblieben. Die Modelle erfreuen sich trotz des gleichen Designs wie in den letzten beiden Jahre großer Beliebtheit und werden gerne gekauft.

Die guten Zahlen führen auch zu vollen Kassen bei Apple und das hat Auswirkungen. Im Rahmen der Aktualisierung des kapitalrückzahluns-Programms hat der Aufsichtsrat die Genehmigung zur Erhöhung des Aktienrückkaufs auf 210 Milliarden US-Dollar gegenüber dem vor einem Jahr angekündigten 175 Milliarden US-Dollar erteilt. Das Unternehmen rechnet auch weiterhin mit dem Ausgleich von Aktien auf Nettobasis für Restricted Stock Units. Der Aufsichtsrat hat dazu einer 10,5 prozentigen Erhöhung der Quartalsdividende zugestimmt und eine Dividende von 0,63 US-Dollar pro Stammaktie bekannt gegeben. Die Dividende wird zum 18. Mai 2017 an jene Aktionäre ausbezahlt, die am Ende des Geschäftstages des 15. Mai 2017 Stammaktien besitzen.

An der Börse selbst gab der Kurs von Apple nach Rekordhoch etwas nach – die Erwartungen für das nächste Quartal fielen nicht ganz so positiv aus, wie sich das mancher Anleger erhofft hatte.

Quartalszahlen: Google erzielt einen Umsatz von 50 Milliarden US-Dollar in 2012

Google hat gestern Abend die eigenen Quartalszahlen von 2012 veröffentlicht und einen Blick in die Finanzbücher gewährt. Während des vierteljährlichen Earnings Calls wurden die Umsätze und Gewinne von Larry Page und anderen Führungskräften durchgesprochen, dabei wurde auch die Motorola Mobile Sparte näher besprochen.

Der Suchmaschinengigant konnte seinen Umsatz um stolze 36 Prozent steigern und erzielte in den letzten drei Monaten rund 14,42 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn hat ebenfalls einen Anstieg von 7 Prozent verzeichnet und belief sich auf 2,89 Milliarden US-Dollar. Insgesamt kommt das Unternehmen im Jahr 2012 auf einen Umsatz über 50 Milliarden US-Dollarund konnte seinen Gewinn auf knapp 10 Prozent steigern. Daneben wurde auch erwähnt, dass der Konzern Bar-Reserven in Höhe von 48,1 Milliarden Dollar besitzen. Motorola Mobility konnte einen Umsatz von 1,51 Milliarden US-Dollar erreichen und musste mit einem Verlust von 353 Millionen US-Dollar das Jahr 2012 abschließen.

Grafik Statista

HTC: Gewinn sinkt um 80 Prozent

Nachdem Samsung bereits vor wenigen Tagen mit sehr guten Zahlen für das dritte Quartal auftrumpfte, kann HTC leider nur schlechte Meldungen verkünden. Das taiwanesische Unternehmen kann sich anscheinend immer noch nicht aufrappeln und musste erneut miserable Quartalszahlen verzeichnen.

Beim Umsatz musste HTC einen Rückgang von fast 50 Prozent vermelden. Im Vergleichsquartal vom letzten Jahr konnte der Konzern noch umgerechnet 3,57 Milliarden Euro (135,8 Mrd. Taiwanesischer Dollar) umsetzen, in diesem Jahr allerdings nur noch 1,85 Milliarden Euro (70,2 Mrd. Taiwanesischer Dollar). Noch ein schlimmeres Spiel zeigt sich beim Nettgewinn, dieser ist von 0,49 Milliarden Euro (18,68 Mrd. Taiwanesischer Dollar) auf nur noch 0,1 Milliarden Euro (3,9 Mrd. Taiwanesischer Dollar) zurückgegangen. Obwohl das nur vorläufige Zahlen darstellen, zeigt sich jedoch ein deutlicher Trend und HTC scheint sich immer weniger gegen die Konkurrenz durchsetzen zu können. Samsung und Apple dominieren eindeutig den Smartphone- sowie Tablet-Markt und haben die anderen Hersteller immer weiter ins Aus verfrachtet.

Vor kurzem hat das Unternehmen das HTC One X+ vorgestellt, welches noch vor dem Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen soll. Ich bezweifle aber, dass das neue Geräte das Ruder wieder rumreißen kann, denn neben der ausgesprochen guten Hardware sind nämlich immer noch die Kritikpunkte rund um den festverbauten Akku und dem fehlenden MicroSD-Karten-Slot vorhanden.

Quelle HTC