Apple erneuert Lizenzabkommen mit Imagination Technologies für Zugriff auf GPU-Technik

Apple erneuert Lizenzabkommen mit Imagination Technologies für Zugriff auf GPU-Technik – Apple und Imagination Technologies  haben ein neues Lizenzabkommen geschlossen, dass es Apple erlaubt, auf die Patente und Entwicklungen von Imagination Technologies zurückzugreifen und dafür entsprechende Gebühren zu zahlen. Imagination Technologies bietet dabei vor allem im Grafikbereich sehr wichtiges Know-How und Apple möchte diese Technik wohl in den eigenen GPU Grafikeinheiten verarbeiten. Daher hat man sich mit diesem Abkommen langfristig Zugriff auf die Technik gesichert.

In der Mitteilung dazu heißt es kurz und knapp:

Imagination Technologies (“Imagination”) announces that it has replaced the multi-year, multi-use license agreement with Apple, first announced on February 6, 2014, with a new multi-year license agreement under which Apple has access to a wider range of Imagination’s intellectual property in exchange for license fees. […] Imagination is a UK-based company that creates silicon and software IP (intellectual property) designed to give its customers an edge in a competitive global technology market. Its graphics, compute, vision & AI, and connectivity technologies enable outstanding PPA (Power, Performance and Area), robust security, fast time-to-market and lower total cost of ownership.

Apple kann damit zunehmend eigene Technik bauen und ist weniger abhängig von den Techniken und den Konditionen der Zulieferer. Allerdings ist noch nicht bekannt, wie der neue Deal konkret in die kommende Modellpalette einfließen wird. Möglicherweise gibt es die ersten Entwicklungen dazu bereits im kommenden iPhone 12 zu sehen, auch wenn der Zeithorizont dafür doch recht knapp erscheint.

Samsung Galaxy S2: Unterschiede zwischen GT-I9100 und GT-I9100G – Hintergeht Samsung seine Kunden?

Mal wieder gibt es schlechte Nachrichten aus dem Hause Samsung. Seit einigen Wochen sind abermals Hinweise aufgetaucht, dass Samsung eine veränderte Variante des Galaxy S2 ausliefert. Diese Variante trägt die Modellnummer GT-I9100G und beinhaltet einen anderen Prozessor sowie einen leistungsärmeren Grafikchip. Wirklich traurig das Samsung schon wieder solch ein Gerät auf den Markt bringt, denn bereits beim veränderte Galaxy S mit der Modellnummer GT-I9003 ging das koreanische Unternehmen diesen Weg.

Die Änderungen im GT-I9100G beziehen sich wohl „nur“ auf die beiden angesprochenen Komponente. Diese sind jedoch ausschlaggebend für die Performance des Smartphones. Im „normalen“ Galaxy S2 ist der hauseigene Exynos 4210 1,2 GHz Dual-Core-Prozessor verbaut. Das neue Modell wird mit einem Texas Instruments OMAP 4430 1,2 GHz Dual-Core-Prozessor ausgeliefert. Dieser Prozessor aus dem Hause Texas Instruments kommt zwar mit der gleichen Taktung daher, soll jedoch in einigen Benchmarks schlechtere Ergebnisse erzielen und weist meistens nur eine Taktung von 1008 MHz auf. Der GPU Mali-400 wird durch den PowerVR SGX540 ausgetauscht, welcher im Motorola RAZR verbaut ist.

 
Die gezeigten Benchmarks belegen, dass das „neue“ Galaxy S2 nicht wirklich an das originale Galaxy S2 herankommt. Samsung hat es mal wieder geschafft und zahlreiche Kunden mit diesem Vorgehen verärgert. Neue Kunden müssen somit einige Einbuße in puncto Performance eingehen.

Die nächsten zwei Punkte sind allerdings die Hiobsbotschaft der ganzen Geschichte, denn durch die veränderte Hardware unterstützt das Smartphone nicht mehr die aktuellen Custom ROMs und auch das vor Kurzem veröffentlichte Ice Cream Sandwich Update kann nicht installiert werden. Somit könnte es ebenfalls sein, dass ein offizielles Android 4.0 Update nicht auf dieser Version des Samsung Galaxy S2 funktionieren wird. Folglich müssten alle Nutzer des GT-I9100G noch länger auf das Update warten.

Des Weiteren wurde das Galaxy S2 mit der neuen Modellnummer bei vielen Online-Händlern ausgetauscht ohne ein Wort darüber zu verlieren. Beispielsweise hat Amazon nur seine bestehende Produktseite mit einem „G“ versehen, immerhin etwas denn bei vielen anderen Online-Händlern wird dieses Kürzel einfach weggelassen. Aus diesen Gründen haben sich sehr viele unzufriedene Nutzer in einigen Foren ausgelassen und ihren Unmut kundgetan. Dadurch hat das eigentlich sehr beliebte Galaxy S2 einige schlechte Bewertungen bei Amazon abbekommen. Absolute Gewissheit, welches Galaxy S2 man erhält, bekommt man leider erst, wenn man das Galaxy S2 auspackt und sich die Modellnummer auf dem Bildschirm betrachtet.

Aufgrund dieser Tatsachen hat CHIP Online bei Samsung nachgefragt und wollte in Erfahrungen bringen, was es mit der veränderten Hardware auf sich hat. Folgende Antwort haben die Kollegen von Chip Online erhalten:

In einem Statement erklärt Samsung gegenüber CHIP Online, dass beide Geräte zum gleichen Preis verkauft werden und die unterschiedliche Hardware keinen negativen oder positiven Einfluss auf die Gesamt-Performance des Geräts haben soll. Samsung stellt zum Galaxy S2 i9100G keine Testgeräte zur Verfügung….

Leider belegen alle Benchmarks und Tests das genaue Gegenteil, was natürlich auch erklärt warum Samsung kein Testgerät rausrücken möchte. Denn genau dann würde der ganze Schwindel auffliegen, wenn man es mal so ausdrücken möchte.

Was haltet ihr von dieser Aktion seitens Samsung?

via Bilderquelle: dailytechnician.info blogspot.com 10division.com