Handy gesperrt – was tun, wenn man keine Zugriff auf das eigene Smartphone mehr hat?

Handy gesperrt – was tun, wenn man keine Zugriff auf das eigene Smartphone mehr hat? – Handys und Smartphone beinhalten eine ganze Reihe von sensiblen Informationen und oft werden auch Bank-Geschäfte mittlerweile über die Geräte abgewickelt. Daher sind die Modelle inzwischen auf verschiedenen Ebenen geschützt. Probleme kann es geben, wenn man die entsprechenden Passwörter vergessen hat.

So schreibt beispielsweise ein Nutzer im Samsung Forum:

bin gerade im Ausland und hatte eine chilenische Simkarte in meinem Samsung Galaxy S8. Nun wollte ich meine deutsche Simkarte wieder in mein Handy rein machen, kann mein Handy aber nicht mehr einschalten. Es kommt die Meldung „Ihr Telefon wurde zur Sicherheit verschlüsselt. Bitte geben Sie Ihren PIN ein“. Ich bin mir absolut sicher über meinen Pin und leider kommt auch nie die Möglichkeit, mal den PUK einzugeben. Wurde mein Handy aufgrund der fremden, ausländischen Simkarte gesperrt? Was kann ich tun? Hoffentlich könnt ihr mir weiterhelfen!

Und bei Android Hilfe schreibt ein Nutzer zu diesem Thema:

Da ich das Passwort für die Entsperrung der Bildschirmsperre meines Handys nicht mehr wusste, habe ich es über meinen Laptop durch Googles „Mein Gerät finden“ mit einem weiteren Passwort gesperrt und es danach mehrmals versucht, mit dem vermeintlich neuen Passwort zu entsperren. Dies hatte nicht funktioniert.

Ich habe das Passwort für die Entsperrung des Handys richtig eingegeben, also erscheint weiterhin die Aufforderung, das Passwort für die Bildschirmsperre einzugeben und danach würde vermutlich erst die Eingabe des Passwortes für die Sperrung durch „Mein Gerät finden“ abgefragt. Wie ich das lösen kann war meine ursprüngliche Frage.

In diesem Artikel wollen wir zeigen, wie man die jeweiligen Sperren am Handy wieder lösen kann und welche Möglichkeiten es gibt, die Geräte freizuschalten, wenn das Handy gesperrt ist.

PIN Sperren lösen – so geht man vor

Sperrbildschirm PIN entsperren

Die häufigste Sperren, mit der ein Handy-Nutzer zu tun hat, ist mittlerweile die Displaysperre, bei der vor der Benutzung des Gerätes ein Sperrbildschirm kommt, der per Muster, PIN, Fingerabdruck oder auch Retina* Scan entsperrt werden muss.  Welche Form der Sperre man nutzt, ist dabei unerheblich, auch für die Entsperrung macht es keinen Unterschied, ob man beispielsweise ein PIN oder ein Muster zur Sperrung eingesetzt hat.

Prinzipiell gilt, dass man diese Sperre umgehen kann, wenn man die Smartphones* auf die Werkseinstellungen zurück setzt. Wie genau das geht haben wir hier zusammen gestellt. Dann werden alle Daten auf dem Gerät gelöscht und das Setup nochmal komplett gestartet. Eventuelle eigene Fotos, Videos und Apps gehen damit verloren. Daher sollte man diese Option nur nutzen, wenn es gar nicht mehr anders geht. Dazu hat Google mittlerweile einen Factory Sperre eingebaut: man braucht also auch nach einem Reset auf die Werkseinstellungen das Google Passwort, um sich einzuloggen (sofern das Gerät mit einem Google Account verbunden war).

Einfacher und ohne Datenverlust funktioniert die Entsperrung der PIN des Lockscreens, wenn man den Google Gerätemanager nutzt. Dafür muss das Gerät mit einem Google Account verbunden sein (was mittlerweile bei den meisten Modellen der Fall ist) und dann kann man über diesen Account die Sperre auf dem Handy verändern. In der Regel wird dabei nach mehreren falschen Versuchen der Hinweis “Passwort vergessen” eingeblendet. Diesen kann man nutzen um direkt zum Gerätemanager zu kommen. Alternativ kann man diesen auch direkt aufrufen: https://security.google.com/settings/

Unter dem Punkt “Sperren” kann man beispielsweise eine neue PIN setzen und hat dann damit wieder Zugriff auf die Geräte.

Wichtig: Wer bei Google die Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzt, bekommt in der Regel einen SMS mit einer Bestätigung zugeschickt. Das ist ein Problem, da man ja auch die SMS durch das gesperrte Handy nicht mehr zugreifen kann. Daher sollte man in diesem Fall die Simkarte in ein freies Gerät einlegen und dann die SMS empfangen.

Video: Entsperrmuster vergessen

 

 

Google Account Abfrage

Diese Abfrage ist nicht direkt eine PIN Abfrage, verlangt aber den Login mit dem Konto, das mit dem Gerät verknüpft ist und wird in der Regel nach einem Werksreset aufgerufen. An sich ist diese Funktion (auch unter dem Namen Android Factory Reset Protection) durchaus sinnvoll, denn sie hilft dabei, den Zugriff auf Android Geräte nur für autorisierte Benutzer zu sichern. Wird ein Gerät verloren oder gestohlen, kann der Finder oder Dieb mit dem Gerät wenig anfangen, da selbst nach einem Werksreset ein Login mit dem ursprünglichen Google Account gefordert wird – ansonsten kann man auf die Geräte nicht zu greifen. Das Problem: Google hat diese neue Funktion kaum kommuniziert und daher wissen auch viele rechtmäßige Besitzer nicht, dass es diese Sperre gibt und dass man sich sowohl den Google Account (also im besten Fall die Email-Adresse) sowie das Passwort merken sollte. Für die Entsperrung der Smartphone Device Protection benötigt man daher:

  • den Google Account Namen (Email-Adresse)
  • das Passwort
  • die Entsperrung ist hier möglich

Die genauen Details zur Entsperrung haben wir hier zusammen gefasst.

SIM PIN – wenn die Simkarte gesperrt ist

Die Simkarte selbst hat auch einen PIN Schutz und dieser wird aktiv, wenn die Simkarte zum ersten Mal in ein Gerät gelegt wird oder das Gerät aufgrund eines leeren Akkus abgeschaltet wurde. Die SIM PIN soll verhindern, das jemand mit dem Gerät telefoniert oder ins Internet geht, der das nicht darf. Hintergrund ist es, hohe Kosten für den Inhaber der PIN zu vermeiden. Man könnte ein fremdes Gerät ohne eine solche PIN auch missbräuchlich für Fake Bestellungen oder Schlimmeres verwenden. Daher ist dieser Schutz durchaus sinnvoll.

Wenn die SIM PIN verloren gegangen sein sollte, ist das allerdings kein größeres Problem. Diese PIN kann jederzeit direkt im Handy neu gesetzt werden. Man benötigt dazu allerdings die sogenannte PUK. Diese wird in der Regel direkt mit der PIN und den Vertragsunterlagen zur Simkarte mit verschickt. Man sollte die PUK daher gut aufbewahren um sie im Falle des Falles zum Setzen einer neuen PIN zu nutzen.

Die Entsperrung der PIN durch die PUK ist dabei wie folgt möglich:  **05*PUK*neue PIN*neue PIN#

Sollte auch die PUK nicht mehr vorhanden sein, hilft leider nur noch der Weg zum Kundenservice des neuen Anbieters. Dort kann man sich PIN und PUK erneut holen, oft ist das allerdings mit Kosten verbunden. Mehr dazu gibt es in diesem Artikel zur PIN und PUK.

Simlock PIN

Der Simlock wird gerne bei Prepaid Handys eingesetzt und ist eine Sperre, bei der man ein Handy nur mit einer bestimmten Simkarte nutzen kann. Legt man in so ein Gerät eine andere Sim ein, wird ein Entsperrcode abgefragt. Nur mit diesem Code ist es möglich, die Geräte frei zu schalten um auch Simkarten anderer Anbieter zu verwenden. Den Code gibt es in der Regel nach zwei Jahren beim eigenen Anbieter kostenfrei. In den ersten beiden Jahren kann man die Geräte auch entsperren, dann gibt es den Code aber nur gegen Gebühr und diese beträgt meistens um die 100 Euro. Das lohnt sich nur selten.

Mittlerweile findet man diese Sperren aber nur noch selten.  Beispielsweise gab und gibt es aber gerade bei den iPhones immer wieder Anbieter, die auf den Netlock (als abgewandelte Form des Simlock) setzen.

Was tun wenn der Anbieter das Handy gesperrt hat?

Der Anbieter kann an sich nicht das Handy direkt sperren, sondern wenn dann nur die Simkarte. Das kann beispielsweise geschehen, wenn man mit den Rechnung zu lange im Zahlungsverzug ist. Allerdings gibt es dafür mittlerweile recht klare Regeln, es darf beispielsweise nicht wenige kleinen Summen gesperrt werden. Dazu kann man jedes Handy an sich auch weiter nutzen, wenn man es mit einer anderen (nicht gesperrten) Simkarte nutzt, denn die Sperre bezieht sich eben nur auf die Sim. Im Prepaid Bereich sind Simkarte oft nach längerer Nicht-Nutzung erst inaktiv und dann gar nicht mehr nutzbar. Das ist dann aber keine Sperre, sondern der Anbieter kündigt den Tarif. Das betrifft aber auch nur die Sim und eventuell die eSIM und nicht das Handy selbst.

Handy und Smartphones entsperren – so entfernt man Simlock oder Netlock

Handy und Smartphones entsperren – so entfernt man Simlock oder Netlock – Je nach Anbieter und Handy gibt es auch bei modernen Smartphones oft noch eine eingebaute Gerätesperre. Der Simlock oder Netlock soll dabei verhindern, dass die Geräte mit einer fremden Simkarte genutzt werden. Bei einem Simlock können die Modelle nur mit der dazu gelieferten Simkarte eingesetzt werden, bei einem Netlock funktioniert das Smartphone nur mit der Simkarte aus dem passenden Netz. Diese Form der Sperren findet man derzeit in erster Linie beim Prepaid Handys. Teilweise wird der Simlock bzw. Netlock aber beispielsweise auch noch beim iPhone eingesetzt.

Legt man eine andere Simkarte ein, gibt es in solchen Fällen in der Regel eine Fehlermeldung. Es wird dann ein sogenannten Entsperrcode gefordert, der die Geräte entsperren kann. Bei einigen Herstellern (beispielsweise bei Lenovo/Motorola) wird dieser Entsperrcode auch Subsidy-Code genannt.

Wichtig: Die hier aufgeführten Möglichkeiten, ein Handy zu entsperren, beziehen sich nur auf Sperren durch Simlock oder Netlock. Die Gerätesperre(PIN, Muster usw)  von Android und deren Entfernung haben wir hier beschrieben.

Wie kann man Geräte mit Simlock und Netlock wieder entsperren?

Ansprechpartner für die Entsperrung von Simlock und Netlock ist in der Regel immer der Anbieter, bei denen man die Geräte gekauft hat. Dieser Stelle in den meisten Fällen auch die Entsperrcodes zur Verfügung. Meistens gibt es dabei spezielle Unterseiten bei den Mobilfunk-Anbietern, über die man als Kunde sehr einfach den Entsperrcode anfordern kann. Zum Entsperren per Code ist immer die IMEI-Nummer nötig. Diese wird meist auf der Rückseite des Handys (unter dem Akku) angegeben, kann aber bei den meisten Modellen auch mit der Kurzwahl *#06# abgerufen werden. Mehr dazu haben wir in diesem Artikel zusammen gestellt.

Die Entsperrung der Geräte erfolgt teilweise auch automatisch. Bei den meisten iPhone Modellen wird nach einiger Zeit per Software-Update eine Entsperrung durchgeführt. In solchen Fällen muss man als  Kunden nicht selbst aktiv werden.

Wird ein Entsperr-Code benötigt, ist die Vorgehensweise bei fast allen Anbietern gleich. Der Code kann in den ersten 24 Monaten gegen eine Gebühr angefordert werden. Diese beträgt je nach Anbieter etwas weniger oder etwas mehr als 100 Euro. Nach zwei Jahren ist die Entsperrung dann frei und man kann den Entsperr-Code anfordern, ohne das eine zusätzliche Gebühr berechnet wird.

Handy Entsperren bei der Telekom (D1)

Hinweis: Die Telekom hat diesen Service mittlerweile entfernt. Man kann Telekom Simlock damit NICHT MEHR entsperren!

Handys unter Smartphones können bei der Telekom direkt auf dieser Webseite entsperrt werden:

Dazu wird die IMEI Nummer benötigt. Das Unternehmen schreibt dazu:

Die IMEI ist die Identifikationsnummer Ihres Mobiltelefons. Sie finden sie in der Regel auf Ihrem Gerät unterhalb des Akkus, sie enthält 15 Ziffern, keine Buchstaben und keine Bindestriche. Bei einigen Modellen werden Ihnen auch längere IMEIs angezeigt. Bitte geben Sie dann nur die ersten 15 Ziffern – von links beginnend – an. Die IMEI können Sie auch durch die Eingabe der Tastenkombination *#06# direkt auf Ihrem Mobiltelefon aufrufen. Schalten Sie das Mobiltelefon dazu an, legen Sie eine SIM-Karte ein und geben Sie dann die Tastenkombination ein. In seltenen Fällen enthalten IMEIs auch weniger als 15 Stellen. Ist dies der Fall, senden Sie uns bitte eine E-Mail

Handy Entsperren bei Vodafone (D2)

Vodafone hat ebenfalls eine eigene Unterseite, über die man Handys und Smartphones entsperren kann. Dabei wird nochmal unterschieden, ob es sich um ein iPhone handelt oder man ein Prepaid Smartphone entsperren will. Beim iPhone gibt es keine Möglichkeit, den Netlock selbst zu entfernen. Stattdessen wird dieser zu einem festen Datum von selbst aufgehoben- manchmal ist noch eine Synchronisierung notwendig.

Bei den Prepaid Handys von Vodafone sieht es anders aus. Dafür muss ein Entsperrcode angefordert werden. Vodafone schreibt dazu auf der Webseite:

  1. Geben Sie die IMEI-Nummer Ihres Handys in das Feld „IMEI-Nummer“ ein.
    IMEI (International Mobile Equipment Identify) ist die elektronische Gerätenummer Ihres Mobiltelefons. Sie finden die 15-stellige Nummer auf dem Typenschild unter dem Akku oder auf der Originalverpackung Ihres CallYa-Handys.
    Mit der Tastenkombination *#06# wird Ihnen die IMEI direkt auf dem Display Ihres CallYa-Handys angezeigt.
    Geben Sie die IMEI-Nummer immer korrekt ohne Bindestriche und Leerzeichen ein. Ansonsten könnte der Entsperr-Code falsch sein.
  2. Klicken Sie auf Absenden.
  3. Der Entsperr-Code für Ihr Handy wird Ihnen angezeigt.
  4. Legen Sie eine andere SIM-Karte in Ihr Handy ein und schalten es ein.
  5. Folgen Sie der Entsperr-Anleitung für Ihr CallYa-Handy und geben Sie den Entsperr-Code ein. Wichtig: Wenn Sie den Entsperr-Code 5-mal hintereinander falsch eingeben, wird Ihr CallYa-Handy dauerhaft gesperrt.
  6. Ihr SIM-Lock-Handy ist jetzt entsperrt und kann mit anderen SIM-Karten genutzt werden.

Die Entsperrung kann hier vorgenommen werden: https://www.vodafone.de/privat/hilfe-support/callya-handy-entsperren.html

Handy Entsperren bei O2

Bei O2 gibt es keine öffentliche Seite, um die Geräte zu entsperren. Stattdessen findet man die Möglichkeit, den Entsperrcode für Handys und Smartphones anzufordern direkt im Kundenbereich bei O2. Das Unternehmen schreibt dazu:

Jedes O2 Prepaid-Handy wird vom Hersteller mit einer Sperre versehen, damit das Handy nur mit einer bestimmten SIM-Karte genutzt werden kann. Damit du dein O2Prepaid-Handy auch mit anderen SIM-Karten nutzen kannst, benötigst du einen Entsperrcode.
Du findest den Code (etwa 24 Monate nach Kauf des Handys) und Entsperranleitungen für dein Handy unter SIM-Lock entsperren. Nutze den hier genannten Link oder gehe auf Mein O2 > Tarif & Sim-Karte. Hier findest du das Ablaufdatum der Sperrfrist und Anleitungen zur Entsperrung für dein Gerät. Nach Ablauf der 24 Monate erhältst du den Code auch über unseren Kundenservice. Bitte halte die IMEI-Nummer (die Gerätenummer deines Mobiltelefons) deines O2 Prepaid-Handys bereit.

Man kann diesen Code aber auch direkt über den Support bei O2 anfordern – also entweder über das Forum oder per Mail. Allerdings wird auch hier der IMEI Code des Gerätes benötigt. Ehemalige Eplus Simkarten lassen sich mittlerweile auch bei O2 entsperren.

Wer sein Handy bei einem Provider wie Mobilcom oder Debitel gekauft hat kann es ebenfalls über den entsprechenden Netzanbieter entsperren lassen.

Im Discounterbereich haben viele Anbieter den Simlock gleich ganz entfernt. Gerade bei kleineren Anbietern bekommt man auch Prepaid Geräte in der Regel ohne Sperren. So verkauft Congstar alle Handys (auch mit Prepaidkarte) komplett frei und ohne einen Simlock oder Netlock. Bei den meisten anderen Discountern verhält es sich ähnlich.

Die Kosten für eine Entsperrung in den ersten 24 Monaten

Wer sein Handy bereits vor Ablauf der ersten 24 Monate entsperren möchte, kann dies in der Regel tun, zahlt dafür aber eine Gebühr, die vergleichsweise hoch liegt. Ja nach Anbieter zahlt man um die 100 Euro dafür.

Die Gebühr beträgt:

D1: 99,50 Euro
Vodafone: 100 Euro
E-Plus: 100 Euro
O2: 99,70 Euro

Das Guthaben muss vor der Entsperrung auf der Karte vorhanden sein, damit das Handy entsperrt werden kann. Bei E-Plus müssen mindestens 105 Euro vorhanden sein.

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PIN Sperre am Handy – was tun, wenn man die PIN vergessen hat?

PIN Sperre am Handy – was tun, wenn man die PIN vergessen hat? – Moderne Smartphones sind mit einer Vielzahl von Sperren und Schutzvorrichtung ausgestattet, um die Geräte selbst aber auch die gespeicherten Daten für Dritte unzugänglich zu machen. Das ist wichtig, denn sehr oft finden sich auf den Handys auch sehr persönliche Daten, die man nicht unbedingt in der Öffentlichkeit haben möchte.

Der Schutz kann aber immer dann zu einem Problem werden, wenn man ein Passwort vergessen hat oder sich an die gesetzte PIN nicht mehr erinnern kann. Dann richten sich die Schutzmechanismen unter Umständen gegen den Besitzer selbst und da es viele Sicherheitsfunktionen gibt, ist eine Entsperrung nicht immer ganz einfach. Wir haben daher hier versucht, die wichtigsten Möglichkeiten aufzuzeigen, die man nutzen kann, wenn man die Handy PIN nicht mehr weiß oder mit einer PIN Abfrage konfrontiert wird, ohne zu wissen, was man dort eingeben soll. Bei anderen Problemen (etwa wenn die Simkarte nicht erkannt wird oder man kein Netz hat) gibt es andere Ratgeber für diese speziellen Probleme.

Die Hinweise beziehen sich hier dabei in erster Linie auf Android Geräte. Bei Apple funktionieren Entsperrung und Zurücksetzen etwas anders.

Sperrbildschirm PIN entsperren

Die häufigste Sperren, mit der ein Handy-Nutzer zu tun hat, ist mittlerweile die Displaysperre, bei der vor der Benutzung des Gerätes ein Sperrbildschirm kommt, der per Muster, PIN, Fingerabdruck oder auch Retina Scan entsperrt werden muss.  Welche Form der Sperre man nutzt, ist dabei unerheblich, auch für die Entsperrung macht es keinen Unterschied, ob man beispielsweise ein PIN oder ein Muster zur Sperrung eingesetzt hat.

Prinzipiell gilt, dass man diese Sperre umgehen kann, wenn man die Smartphones auf die Werkseinstellungen zurück setzt. Wie genau das geht haben wir hier zusammen gestellt. Dann werden alle Daten auf dem Gerät gelöscht und das Setup nochmal komplett gestartet. Eventuelle eigene Fotos, Videos und Apps gehen damit verloren. Daher sollte man diese Option nur nutzen, wenn es gar nicht mehr anders geht. Dazu hat Google mittlerweile einen Factory Sperre eingebaut: man braucht also auch nach einem Reset auf die Werkseinstellungen das Google Passwort, um sich einzuloggen (sofern das Gerät mit einem Google Account verbunden war).

Einfacher und ohne Datenverlust funktioniert die Entsperrung der PIN des Lockscreens, wenn man den Google Gerätemanager nutzt. Dafür muss das Gerät mit einem Google Account verbunden sein (was mittlerweile bei den meisten Modellen der Fall ist) und dann kann man über diesen Account die Sperre auf dem Handy verändern. In der Regel wird dabei nach mehreren falschen Versuchen der Hinweis „Passwort vergessen“ eingeblendet. Diesen kann man nutzen um direkt zum Gerätemanager zu kommen. Alternativ kann man diesen auch direkt aufrufen: https://security.google.com/settings/

Unter dem Punkt „Sperren“ kann man beispielsweise eine neue PIN setzen und hat dann damit wieder Zugriff auf die Geräte.

Wichtig: Wer bei Google die Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzt, bekommt in der Regel einen SMS mit einer Bestätigung zugeschickt. Das ist ein Problem, da man ja auch die SMS durch das gesperrte Handy nicht mehr zugreifen kann. Daher sollte man in diesem Fall die Simkarte in ein freies Gerät einlegen und dann die SMS empfangen.

Video: Entsperrmuster vergessen

Google Account Abfrage

Diese Abfrage ist nicht direkt eine PIN Abfrage, verlangt aber den Login mit dem Konto, das mit dem Gerät verknüpft ist und wird in der Regel nach einem Werksreset aufgerufen. An sich ist diese Funktion (auch unter dem Namen Android* Factory Reset Protection) durchaus sinnvoll, denn sie hilft dabei, den Zugriff auf Android Geräte nur für autorisierte Benutzer zu sichern. Wird ein Gerät verloren oder gestohlen, kann der Finder oder Dieb mit dem Gerät wenig anfangen, da selbst nach einem Werksreset ein Login mit dem ursprünglichen Google Account gefordert wird – ansonsten kann man auf die Geräte nicht zu greifen. Das Problem: Google hat diese neue Funktion kaum kommuniziert und daher wissen auch viele rechtmäßige Besitzer nicht, dass es diese Sperre gibt und dass man sich sowohl den Google Account (also im besten Fall die Email-Adresse) sowie das Passwort merken sollte. Für die Entsperrung der Smartphone* Device Protection benötigt man daher:

  • den Google Account Namen (Email-Adresse)
  • das Passwort
  • die Entsperrung ist hier möglich

Die genauen Details zur Entsperrung haben wir hier zusammen gefasst.

SIM PIN – wenn die Simkarte gesperrt ist

Die Simkarte selbst hat auch einen PIN Schutz und dieser wird aktiv, wenn die Simkarte zum ersten Mal in ein Gerät gelegt wird oder das Gerät aufgrund eines leeren Akkus abgeschaltet wurde. Die SIM PIN soll verhindern, das jemand mit dem Gerät telefoniert oder ins Internet geht, der das nicht darf. Hintergrund ist es, hohe Kosten für den Inhaber der PIN zu vermeiden. Man könnte ein fremdes Gerät ohne eine solche PIN auch missbräuchlich für Fake Bestellungen oder Schlimmeres verwenden. Daher ist dieser Schutz durchaus sinnvoll.

Wenn die SIM PIN verloren gegangen sein sollte, ist das allerdings kein größeres Problem. Diese PIN kann jederzeit direkt im Handy neu gesetzt werden. Man benötigt dazu allerdings die sogenannte PUK. Diese wird in der Regel direkt mit der PIN und den Vertragsunterlagen zur Simkarte mit verschickt. Man sollte die PUK daher gut aufbewahren um sie im Falle des Falles zum Setzen einer neuen PIN zu nutzen.

Die Entsperrung der PIN durch die PUK ist dabei wie folgt möglich:  **05*PUK*neue PIN*neue PIN#

Sollte auch die PUK nicht mehr vorhanden sein, hilft leider nur noch der Weg zum Kundenservice des neuen Anbieters. Dort kann man sich PIN und PUK erneut holen, oft ist das allerdings mit Kosten verbunden. Mehr dazu gibt es in diesem Artikel zur PIN und PUK.

Simlock PIN

Der Simlock wird gerne bei Prepaid Handys eingesetzt und ist eine Sperre, bei der man ein Handy nur mit einer bestimmten Simkarte nutzen kann. Legt man in so ein Gerät eine andere Sim ein, wird ein Entsperrcode abgefragt. Nur mit diesem Code ist es möglich, die Geräte frei zu schalten um auch Simkarten anderer Anbieter zu verwenden. Den Code gibt es in der Regel nach zwei Jahren beim eigenen Anbieter kostenfrei. In den ersten beiden Jahren kann man die Geräte auch entsperren, dann gibt es den Code aber nur gegen Gebühr und diese beträgt meistens um die 100 Euro. Das lohnt sich nur selten.

Mittlerweile findet man diese Sperren aber nur noch selten.  Beispielsweise gab und gibt es aber gerade bei den iPhones immer wieder Anbieter, die auf den Netlock (als abgewandelte Form des Simlock) setzen.

 

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