Samsung Galaxy Nexus und iPhone 4S im Vergleich

Mittlerweile ist das Galaxy Nexus ein paar Tage in Deutschland erhältlich und nach unserem ausführlichen Testbericht, wollen wir das neue Google-Smartphone mit dem iPhone 4S vergleichen. Dafür haben wir die Kamera der beiden Geräte genauer unter die Lupe genommen und zahlreiche Funktionen auf beiden Smartphones getestet.

Dazu zuerst eine Vergleichstabelle mit den reinen technischen Daten:

Galaxy Nexus iPhone 4S
Display: 4,65″ HD Super-AMOLED Display, 1280 * 720 Pixel, 316 ppi 3,5″ Retina Display (LCD) 960 * 640 Pixel, 326 ppi
Gewicht: 135 Gramm 140 Gramm
Prozessor: 1,2 GHz Dual Core-Prozessor 800 MHz Dual Core-Prozessor
Speicher: 16 GB Speicher, 1 GB Arbeitsspeicher (RAM) 16 GB / 32 GB / 64 GB, 512 MB Arbeitsspeicher (RAM)
Kamera: 5 MP Kamera mit ständig aktivem Autofokus, LED Blitz / Videolicht, 1,3 MP Frontkamera, Video Aufnahmen in 1080p 8 MP Kamera mit Autofokus, LED Blitz, 0,3 Megapixel Frontkamera, Video Aufnahmen in 1080p mit Bildstabilisierung

Von den technischen Daten scheint das Galaxy Nexus – bis auf die Kamera – dem iPhone 4S überlegen zu sein. Doch wie inzwischen jeder wissen sollte, macht auch die Software einen erheblichen Teil moderner Smartphones aus. Dazu haben wir ein Vergleichsvideo mit verschiedenen Funktionen erstellt und auch die Videoaufnahme der beiden Smartphones miteinander verglichen.

In unserem Vergleichsvideo haben wir die Neustart-Geschwindigkeit (Bootzeit) miteinander verglichen, die Kamerageschwindigkeit, die Spracherkennung zum Schreiben von Texten, die Browser-Geschwindigkeit und wir haben dasselbe Spiel auf beiden Handys angespielt. Im großen und ganzen gibt es zwischen beiden in den wichtigsten Bereichen keine großen Unterschiede. Hauptsächlich die Spracherkennung funktioniert beim iPhone merklich besser als bei der Google-Variante.

Als nächstes haben wir die Videoaufnahme beider Geräte verglichen. Wir haben drei Szenen jeweils mit beiden Handys gleichzeitig gefilmt. Unser erstes Video zeigt eine Stadtszene, das zweite Pferde und das dritte Filmchen einen Bach. Die Farben des Galaxy Nexus wirken natürlicher und satter. Beim iPhone 4S fällt die Bildstabilisierung auf – die Videos ruckeln merklich weniger und wirken ruhiger.


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Natürlich haben wir auch die Fotoqualität miteinander verglichen. Dafür wurden mehrere Vergleichsfotos mit dem jeweiligen Gerät erstellt. Auf den ersten Blick fällt sofort die verschiedene Farbgebung auf. Das iPhone 4S hat einen wärmeren Farbton als das Galaxy Nexus, welches die Farben etwas kälter darstellt.

Links: iPhone 4S - Rechts: Galaxy Nexus

Unter genauer Betrachtung kann schnell erkannt werden, dass das iPhone 4S einen Vorteil gegenüber der Kamera des Galaxy Nexus hat. Die Fotos sind schärfer und haben ein geringeres Bildrauschen. Der Ausschnitt vom Galaxy Nexus wirkt im vergleichsweise verwaschen.

Links: iPhone 4S - Rechts: Galaxy Nexus

Bei diesem Beispiel kann sehr gut der Farbunterschied zwischen den Geräten erkannt werden. Außerdem sieht man das die Tiefenschärfe beim iPhone 4S besser wiedergegeben wird, welches durch die kleinere Blende des Objektives bewerkstelligt wird.

Links: iPhone 4S - Rechts: Galaxy Nexus

Auch bei diesem Ausschnitt kann gut erkannt werden, dass das iPhone 4S einen Vorsprung gegen über dem Galaxy Nexus hat. Die Bilder vom iPhone 4S wirken detaillierter und schärfer. Dagegen verschwimmen beim Galaxy Nexus etwas die Details im Bild und es ist eine leichte Unschärfe zu erkennen.

Links: iPhone 4S - Rechts: Galaxy Nexus

Im Endeffekt sind beide Smartphones sehr ähnlich in ihrer Leistung und Software-Qualität, weshalb man bedenkenlos zu beiden Handys greifen kann. Entscheidend wird wohl nur die eigene Einstellung zu den Firmenphilosophien sein. Will man ein offenes System mit etwas weniger Apps, sollte man das Nexus nehmen. Wenn man ein von Apple kontrolliertes System haben möchte, welches dafür eine größere App-Auswahl anbietet, sollte man zum iPhone 4S greifen.

Wenn ihr weitere Vergleiche wünscht, schreibt einfach ein Kommentar. Wir werden es dann nachreichen.

Zu guter Letzt wollen wir euch noch ein paar Impressionen des Galaxy Nexus und des iPhone 4S präsentieren. So kann man sehr gut die äußeren Unterschiede zwischen ihnen erkennen.

Samsung Galaxy Nexus – Ausführlicher Testbericht [Update: Zusätzliches Video-Review]

Lange mussten wir warten, doch seit Mittwoch Nachmittag konnte man es in Filialen der Firma Media Markt kaufen: Das Samsung Galaxy Nexus. Wir hatten das Glück in einem Media Markt nahe Frankfurt ein Gerät ergattern zu können und haben es einem ausführlichen Test unterzogen. Zu Beginn: Der Lautstärke-Bug wurde in der Deutschland Version bereits gefixt.

Für alle Käufer direkt der Hinweis: Media Markt wollte für das Gerät 629 Euro haben. Erst nach einem Vergleich mit dem Internetpreis (Amazon.de) und etwas Nachdruck bekamen wir das Gerät letztendlich doch für 539 Euro – und damit am ersten Tag des Verkaufs in Deutschland.

Das Review ist in folgende Punkte gegliedert:

  • Technische Daten
  • Der äußere Eindruck
  • Auf einen Blick – Design, Technik und Ice Cream Sandwich
  • Ein Auge auf die Kamera
  • Google erfindet seine Apps neu
  • Video Review (Update: Jetzt Drei Teilig)
  • Gesamteindruck
  • Nachtrag (SMS, Navigation, Massenspeicher)

Technische Daten

Damit alles seine Richtigkeit hat, liste ich hier erstmal die wichtigsten offiziellen technischen Daten der deutschen Version des Galaxy Nexus auf.

Akku: Li-Ion (1750 mAh)
Display: 4,65″ HD Super-AMOLED Display (1280 * 720 Pixel)
Gewicht: 135 Gramm
Datenverbindungen: Bluetooth 3.0, WLAN 802.11 a/b/g/n, Wi-Fi Direct, HSPA+ (bis zu 21 MBit/s), NFC
Prozessor: 1,2 GHz Dual Core-Prozessor
Speicher: 16 GB Speicher, 1 GB Arbeitsspeicher (RAM)
Kamera: 5 MP Kamera mit ständig aktivem Autofokus, LED Blitz / Videolicht, 1,3 MP Frontkamera, Video Aufnahmen in 1080p
Sonstiges: Benachrichtigungs LED, 2 Mikrofone, Beschleunigungssensor, Gyroskop, Kompass, Annäherungs- und Lichtsensor, Barometer

Der äußere Eindruck

… täuscht zwar gerne, jedoch ist bei dem Galaxy Nexus nicht der Fall. Der erste Eindruck des Gerätes ist wortwörtlich groß. Die gesamte Vorderseite besteht fast nur aus einem Display. Das Handy liegt gut in der Hand, denn es ist ergonomisch geformt und ist fast schon ein Handschmeichler. Die Rückseite ist leicht geriffelt; dies fühlt sich gut an und bietet etwas mehr halt als eine glatte Oberfläche.

Das Smartphone ist mit 4,65″ natürlich recht groß. Es lässt sich aber dennoch gut bedienen, auch wenn man es unter Umständen etwas anders in der Hand halten muss als kleinere Modelle. Menschen mit kleinen Händen sollten das Handy daher vor dem Kauf lieber einmal in die Hand nehmen. Im Normalfall sollte es aber keine Probleme bereiten.

Das Handy hat eine sehr glatte, leicht gebogene Form. Dadurch kann es nicht nur angenehm gehalten werden, sondern hat auch ein ansprechendes Design, welches sich von den meisten anderen Smartphones unterscheidet. Alles wirkt sehr stabil und durchdacht. Auch die Haptik ist gelungen – obwohl das Handy zum Großteil aus Kunststoff besteht, hat man in der Hand kein billiges Gerät und das Material mindert definitiv nicht den guten Eindruck. Besonders die geriffelte Rückseite fühlt sich gut an.

Neben dem Bildschirm hat das Handy folgende Merkmale: Die Kamera mitsamt LED-Blitz, die Lautsprecheröffnung, der Kopfhörer-Anschluss, der Micro-USB-Anschluss, die Höhrer-Lautsprecher, die Lautstärke-Regler, die drei „Docking-Pins“ und der Power Knopf. Alle sind sehr klein sowie unauffällig verbaut und stören daher nicht in der Bedienung. Selbst der Micro-USB Anschluss wirkt durch die Größe des Handys noch winziger als in anderen Modellen.

Das Gewicht von 135 Gramm ist angenehm spürbar. Bei einem Gerät dieser Größe vermutet man etwas mehr Gewicht, jedoch ist es schwer genug um „etwas in der Hand zu halten“ aber leicht genug, um in der Hosentasche nicht zu stören.

Auf einen Blick – Design, Technik und Ice Cream Sandwich

Das Display ist riesig – liefert ein sehr scharfes und deutliches Bild. Dank der hohen Pixelanzahl eignet es sich gut zum lesen von Texten oder Webseiten und ansehen von Bildern oder Videos. Mit 1280 x 720 Pixeln hat es eine ähnlich hohe Auflösung wie viele Computermonitore vor 10 Jahren. Wenn man nun auch noch bedenkt, dass es sich nicht um ein (ordinäres) LC-Display handelt, sondern um ein Super-AMOLED-Display, muss so mancher schon erste Freudentränen unterdrücken. Der Bildschirm ist grandios.

Obwohl das Display nicht die AMOLED+ Technik bietet, sind aufgrund der hohen Pixeldichte von 316 ppi keine einzelnen Pixel oder Subpixel zu erkennen. Das Bild ist stets scharf und die Farben leuchten wesentlich kräftiger als bei normalen LCDs. Da es momentan fast das einzige Modell weltweit mit einem solchen Bildschirm ist, ist dies schon einer der Hauptargumente für das Handy.

Anfangs etwas ungewöhnlich sind jedoch die fehlenden Knöpfe. Diese werden an der Unterseite des Displays angezeigt und bei Bedarf – zum Beispiel wenn ein Video im Vollbildmodus abspielt – auch ausgeblendet. An diese Art der Steuerung muss man sich kurz gewöhnen, aber das dadurch gewachsene Display bietet natürlich einen großen Vorteil gegenüber anderen Handys.

Android wurde komplett überarbeitet und unterscheidet sich grundlegend von den alten Android 2.x Versionen. Grob könnte man sagen es wurde Android mit Tron Legacy und einem Hauch Windows Phone 7 gemischt und das neue Design danach mit viel Benutzerfreundlichkeit serviert. In jede Funktion wurde der neue Stil integriert – die normalen Apps von Drittherstellern wirken dadurch fast altbacken. Android sieht jetzt nicht mehr nur funktionell, sondern wirklich schön aus. Die Farben Grün und Grau der alten Versionen sind jetzt durch Schwarz und Blau ersetzt worden. Als wäre das nicht genug, hat Google sogar eine eigene Schriftart namens Roboto designt.

Die Apps werden jetzt nicht mehr in einer Scroll-Liste dargestellt, sondern auf Seiten angezeigt. Die Widgets sind ebenfalls dorthin verschoben worden. Endlich gehört auch ein gutes Kalender-Widget zur Standardausstattung – dies musste man vorher oft mit Widgets aus dem Market nachbessern.

Das Nexus hat noch eine fast schon in Vergessenheit geratene, technische Besonderheit: Die Benachrichtigungs LED. Diese dient der Information des Nutzers bei neuen SMS, entgangenen Anrufen, neuen Emails… ohne das Display einschalten zu müssen. Obwohl diese LED bereits im ersten Android Handy überhaupt – dem T-Mobile G1 (von HTC) – verbaut war, schien sie in der Zwischenzeit fast in Vergessenheit geraten zu sein. Besonders Samsung hatte konsequent auf die LED verzichtet. Daher ist es umso erfreulicher sie endlich wieder zu haben.Ebenfalls neu ist die Möglichkeit den mobilen Traffic zu überwachen und das Datennetz bei Überschreitung eines monatlichen Limits automatisch zu deaktivieren.

Die LED blinkt bei jeder Benachrichtigung Weiß, es ist aber eine Multicolor LED. Wenn eine App es unterstützt kann man sie somit auch in andere Farben blinken lassen. Die LED befindet sich mittig unter dem Display.

Über Face Unlock wurde im Vorfeld ebenfalls viel berichtet. Diese Sicherheitsfunktion entsperrt das Smartphone nur, wenn die Frontkamera das Gesicht ihres Besitzers erkennt. Sollte ein anderer versuchen das Handy zu entsperren, wird er nicht erkannt und wird zur PIN Eingabe aufgefordert.

In unserem Test hat dies vorbildlich funktioniert. Habe ich mein Gesicht der Frontkamera entgegengestreckt war das Handy in weniger als einer Sekunde entsperrt. Als der liebe Herr Kollege in die Kamera blickte, verweigerte sich das Nexus ihm und verlangte einen PIN. Möglicherweise erkannte das Nexus einen reinen Apple-Fan und wollte sich daher nicht entsperren, oder die Erkennung funktioniert tatsächlich! (Achtung, Ironie).

Mit meinem Facebook-Foto wollte sich die Kamera allerdings nicht entsperren lassen, obwohl ich keine wirklichen Unterschiede zwischen dem Foto und meinem aktuellen Aussehen feststellen konnte. Dies kann zwei Dinge bedeuten: Entweder ist die Erkennung doch gut genug um ein echtes Gesicht von einem Foto unterscheiden zu können oder die Erkennung funktioniert so schlecht, dass sie unter anderen Lichtverhältnissen oder mit anderer Kleidung ihren Besitzer nicht mehr erkennt.

Wir hoffen auf den ersten Fall, aber raten sicherheitshalber lieber davon ab, Face Unlock als Sicherheitssperre zu benutzen. Es ist eine lustige Spielerei, aber bietet scheinbar keine große Sicherheit.

Ein Auge auf die Kamera

Die Kamera ist noch ein Highlight des Handys. Dies liegt jedoch nicht an der Auflösung (5MP) oder der Bildqualität (welche gut, aber nicht überragend ist), sondern an der Geschwindigkeit. Der Start der Kamera aus dem Lockscreen heraus benötigt etwa eine Sekunde. Danach ist die Kamera sofort einsatzbereit.

Sobald man jetzt auf den Auslöser drückt werden die Bilder ohne merkliche Verzögerung geschossen, sind gespeichert und die Kamera steht direkt für neue Fotos bereit. Der ganze Vorgang braucht geschätzt cirka 1/10 Sekunde! Die Kamera hat auch einen sehr schnellen Autofokus, welcher sich ständig, unabhängig vom Auslöser, scharf stellt. Das Ganze geschieht schneller als bei der größten Konkurrenz, dem iPhone 4S. Wir haben es getestet!

Die Kamera LED ist überraschend hell für ein Smartphone. Natürlich kann sie nicht mit einem kleinen Xenonblitz mithalten, sie sollte jedoch für die meisten Schnappschüsse genügen. Bei ausreichender Helligkeit kann man mit der Kamera jedoch sehr schöne Bilder schießen.

Zur Nachbearbeitung von Fotos gibt es jetzt diverse Filter, welche man auf seine Bilder anwenden kann. Sie dienen sowohl der Bildverbesserung, bei nicht optimal gelungenen Bildern, als auch einfach den Effekten. Die Filter sind zwar nicht so gut wie bei „der“ iPhone Foto-App Instagram, können sich für eine native Bildbearbeitung jedoch sehen lassen.

Wir haben eine Collage mit den Effekten zusammengestellt. Die schönsten Effekte sind unserer Ansicht nach „Cross-Entwickl.“ oben in der Mitte und „Lomo“ unten Links.

Die Kamera macht natürlich auch Videos im 1080p Format. Diese wirken für einen so kleinen Sensor sehr scharf und gut. Dazu werden verschiedene Live Effekte geliefert. Wenn diese aktiviert sind, kann die Kamera beispielsweise während dem filmen per Gesichtserkennung dem gefilmten Menschen eine große Nase oder einen kleinen Kopf machen. Dies ist natürlich mehr eine Spielerei, als wirklich eine produktive Funktion – aber es macht Spaß und das soll dieses Handy ja machen.

Auch die Panorama-Foto-Funktion ist mit von der Partie. Auch wenn sie Google als große Neuerung angekündigt hat, gibt es sie eigentlich schon seit dem Samsung Galaxy S und ist zumindest für mich eher ein alter Hut. Aber dennoch ist es natürlich eine sehr schöne Funktion, welche automatisch sehr schöne Panoramen erstellt. Man muss die Kamera lediglich starten und langsam über die Landschaft ziehen – den Rest erledigt die Software und erstellt daraus ein Panorama.

Die Panoramen haben zwar kleine Ungereimtheiten, aber sind für die Urlaubserinnerung perfekt geeignet. (Hier klicken, um das Originalbild herunterzuladen)

Google erfindet seine Apps neu

Nicht nur Android wurde erneuert, sondern auch die Google eigenen Apps. Alle wurden an den neuen Google-Stil angepasst und benutzerfreundlicher gestaltet.

Der Kalender hat zum Beispiel eine Pinch-to-Zoom Funktion. Somit werden die Termine nicht nur starr angezeigt, sondern man kann die Ansicht, je nachdem wie viele Termine man hat, ändern. Die Umgewöhnungszeit sollte hier nicht sehr lange dauern, der Kalender ist wirklich sehr gut gelungen.

Mit dazu geliefert wird, wie bereits erwähnt, ein neues Kalender-Widget. Endlich hat es Google geschafft ein anständiges Kalender-Widget einzufügen! Man sieht jetzt nicht nur den nächsten Termin, sondern hat eine richtige Terminliste. Außerdem kann man innerhalb des Widgets durch seine Termine scrollen. Dies ist sehr gut gelungen.

Google Mail wurde auch komplett umgestaltet. Jede Aktion wird jetzt über die neuen Buttons ausgeführt, daher muss man sich erst einmal daran gewöhnen. Leider gibt es keine Textbeschreibung, weshalb ich aus Versehen direkt einige Mails archiviert hatte. Der Knopf mit dem geschlossenen Briefumschlag steht für „Als ungelesen markieren“ – auch dies muss man erst einmal herausfinden. Es werden ab jetzt automatisch die Mails der letzten 30 Tage auf dem Gerät gespeichert, um sie auch offline lesen zu können. Dies ist sehr sinnvoll, da zuvor nur ein paar Mails im Cache waren und man stets eine Internetverbindung gebraucht hat.

Mail hat sicher sinnvolle Verbesserungen erhalten, aber der Benutzer „leidet“ hier etwas während der Umgewöhnungsphase. Der Übergang von Textoptionen zu Piktogrammen ist ungewohnt, aber sieht dafür immerhin sehr gut aus.

Google Music hat natürlich auch ein Update bekommen. Da die Beta Phase des gleichnamigen Dienstes in den USA jetzt beendet wurde, wurde die App natürlich komplett auf das Streaming von seinem Google Account ausgelegt. Nutzer außerhalb der USA können theoretisch nicht streamen, jedoch kann man in unserem Artikel nachlesen, wie man auch außerhalb der USA Music nutzen kann.Die Galerie wurde auch einer kompletten Neugestaltung unterzogen. Die mit Android 2.x eingeführte 3D Gallerie wurde komplett entfernt und durch Design, welches an Kacheln beziehungsweise Windows Phone 7 erinnert, ersetzt. Bilderordner werden genau so dargestellt wie die eigentlichen Bilder (siehe Screenshot). Das ganze sieht sehr gut aus und man hat sich in kürzester Zeit an die Umgestaltung gewöhnt. Die Teilen-Funktion von Bildern wurde ebenfalls neu gemacht und vereinfacht.

Natürlich kann auch auf dem Gerät gespeicherte Musik abgespielt werden. Dies funktioniert natürlich problemlos und wurde neben dem neuen Design nicht großartig verändert.

Video Review (Drei Teilig)

Gesamteindruck

Ich hatte hohe Erwartungen an das Samsung Galaxy Nexus und ich muss sagen, dass sie nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen wurden! Bisher hatten wir kein Android in den Händen, welches die Animationen so flüssig wie geschmolzene Butter abspielt und dabei voll Multitasking fähig ist. Der Arbeitsspeicher scheint nie vollkommen gefüllt zu werden und selbst wenn eine App nicht geöffnet ist, wird sie fast ohne Verzögerung gestartet. Das Galaxy Nexus ist mit Sicherheit das momentan beste Android Smartphone auf dem Markt und kann selbst dem iPhone 4S Paroli bieten. Denn erstmals kann Android nicht nur mit „Vorsprung durch Technik“ punkten – Android 4.0 ist endlich eine so ausgereifte Version, dass man nun auch als Android Nutzer stolz sagen kann „Das Beste oder nichts“.

Solltet ihr Fragen zu Software, Programmen oder Bugs haben, schreibt einfach ein Kommentar. Wir werden die Antwort nachreichen.

Nachtrag

In diesen Bereich kommen alle Updates von Fragen zu dem Galaxy Nexus.

SMS App

Die SMS Funktion wurde sehr schön gestaltet, bietet aber keine besonderen Funktionen, SMS eben. Auf dem Screenshot ist auch einer der neu gestalteten Android Smileys zu sehen, welche sich zum Beispiel auch in Google Talk wiederfinden.

Navigation / GPS

Die Navigations-Funktion ist noch die Gewohnte. Die Geschwindigkeit der App und der GPS-Lokalisierung ist aber sehr hoch. Vor allem im Vergleich zu meinem letzten Handy, dem Samsung Galaxy S, ist die Navigation wesentlich schneller geworden. Wenn GPS generell aktiviert ist, hat das Handy innerhalb von Sekunden den genauen Standort und fängt sofort mit der Navigation an. Auch wenn man anders fährt als es das Navi vorgibt, passt es sich innerhalb von Sekunden an. Dies bin ich vom Samsung Galaxy S definitiv nicht gewohnt – hier brauchte es teilweise Minuten um die aktuelle Position zu finden.

Akku-Laufzeit

Heute war der erste Tag, an dem ich das Galaxy Nexus komplett ohne Ladekabel getestet habe. Das Handy hält bis jetzt etwas über 12 Stunden durch, ist inzwischen aber auch fast leer. Ich habe das Handy bis auf eine 3-Stündige Pause die ganze Zeit in der Hand gehabt und alle möglichen Funktionen getestet. Ich denke bei normaler Nutzung wird der Akku noch etwas länger halten und bin daher mit der Akkulaufzeit recht zufrieden. Länger könnte es natürlich immer sein, aber das ist ein generelles Problem aller Smartphones.

Laut der eigenen Statistik sind fast 50% des Akkuverbrauches heute allein auf den Bildschirm zurückzuführen. An zweiter Stelle steht das Android OS, mit einem Anteil von 23%.

Die Akkuladezeit beträgt mit dem mitgelieferten Ladekabels 2 Stunden. Dabei war das Handy eingeschaltet, hatte WLAN aktiviert und es wurde ein paar Mal Google Talk benutzt.

Dateiübertragung: Galaxy Nexus an einen Windows PC anschließen

Dem Galaxy Nexus fehlt das Protokoll, um vom Computern als Massenspeicher erkannt zu werden (wie zum Beispiel ein USB Stick). Dies ist aufgrund des nicht getrennten Speichers zwischen Apps und Daten der Fall. Als Alternative bietet das Nexus die Protokolle MTP (Mediengerät, zum Beispiel manche MP3 Player) und PTP (Kamera) an.

Dies hat natürlich einigen Nutzern Kopfzerbrechen bereitet, was natürlich sehr verständlich ist. Ich habe heute das MTP Protokoll an einem Windows 7 PC ausprobiert: Es funktioniert fast als wäre es ein USB Stick. Man kann jede Datei wie gewohnt mit dem Explorer übertragen, jedoch gibt es bei Nicht-Mediendateien eine Warnung, dass das Gerät sie vielleicht nicht abspielen kann. Mit Linux habe ich es auf die schnelle noch nicht hinbekommen, für Apple bietet Google eine eigene Software unter http://www.android.com/filetransfer/ an.

Galaxy Nexus wurde erkannt: Man öffne es mit dem Windows Explorer
Man fügt seine Dateien ganz normal auf das Telefon. Auch Ordner erstellen etc ist möglich
Vom Computer getrennt sieht man: Die Dateien sind wohlbehalten auf das Handy gelangt

 

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Siri-Experimente: Tüftler machen aus Siri einen Autoschlüssel, iTunes-, Plex-Fernbedienung und vieles mehr

Seitdem eine öffentliche Anleitung zur Realisierung eines eigenen Proxy-Servers für die Sprachsteuerung zur Verfügung steht, ist unter den Entwicklern ein regelrechter Experimentier-Hype ausgebrochen. Erst vor kurzem haben wir über Pete “Plamoni” Lamonicas berichtet, der ein Plugin für Siri entwickelt hat, um sein Thermostat einzustellen und Temperaturen abzufragen. Mittlerweile sind zahlreiche Neuentwicklungen im Netz aufgetaucht, die wir euch nicht vorenthalten wollen.

Die Programmiererin und Buchautorin Erica Sadun entwickelte eine Möglichkeit Sprachbefehle auszuwerten und damit ihr eigenes App zu steuern. Dabei funktioniert dieses Konzept ohne Jailbreak oder zusätzlichen Proxy-Server. Ihr Wunsch ist es, Siri nicht mehr manuell aktivieren zu müssen, um die Applikation zu steuern.

Zitate von Erica Sadun über die Funktionsweise ihrer App:

Instead of having Siri interpret commands and return ACE objects that match tasks I want to accomplish (my original approach), I do the text matching and interpretation myself.

I didn’t want to install a proxy server or jailbreak my iPhone. I just wanted to use Siri dictation to issue commands to my apps, and I wanted to do that without having to display a keyboard that took up 50% of my iPhone screen

I start dictation on the button press, stop it on the button release, and then catch the interpreted text and compare it against four words: up, down, left, and right. If these are found, the app runs the matching animation.

Die Entwicklern vermutet weiterhin, dass ähnlich gestrickte Anwendungen problemlos durch die Überprüfung von Apple kommen würden. Dies würde jedoch eine voll eingeblendete Tastatur voraussetzen, die im Nachhinein wieder ausgeblendet werden könnte.

In dem folgenden Video wird die kleine Konzept-Anwendung präsentiert:

Neben dem sehr netten und zukunftsorientierten Konzept von Erica Sadun, wurden auch zahlreiche Plugins mit Hilfe eines Proxy-Servers verwirklicht. Die folgenden Videos zeigen euch verschiedene Einsatzmöglichkeiten für die Sprachsteuerung. Die ersten beiden Vorführungen zeigen euch eine iTunes- und Plex-Fernbedienung. Zum Schluss sind noch zwei Videos eingebettet in denen Siri ein Auto startet und weitere Funktionen eines elektronischen Autoschlüssels übernimmt.

via flowblog.de

Apple-Fernseher: Verkaufsstart bereits Mitte 2012 – Display angefertigt von Sharp?


Seit geraumer Zeit schwirrt das Gerücht über einen Fernseher aus dem Hause Apple durch die Blogosphäre und zahlreiche bekannte Branchendienste haben sich zum Thema bereits geäußert.  Neuen Spekulationen zufolge soll das japanische Unternehmen Sharp die zukünftigen Displays herstellen und den Produktionsstart im Februar 2012 ermöglichen.

Wie der Analyst Peter Misek von der Investment-Bank Jeffries zu berichten weiß, kalibriert Sharp bereits seine Fließbändern für die Produktion eines amorphen TFC LCD-Panels. Bei einem erfolgreichen Produktionsstart und keinerlei Probleme, könnte der Apple-Fernseher im Sommer 2012 auf den Markt kommen. Apple könnte mit der iCloud und iTunes das Gerät mit Inhalten füllen und als Betriebssystem eine modifizierte Version von iOS nutzen. Als mögliche Bedienung wird die Sprachsteuerung Siri vermutet sowie vorhandene iOS-Geräte.

Außerdem berichtet Misek, dass andere Unternehmen auf Apples angebliche Pläne schon reagiert hätten und fieberhaft an neuartigen Fernsehern arbeiten würden. Der Abstand zu Apple soll möglichst gering gehalten werden, um dem Unternehmen keinen technischen Vorsprung zu gewähren. Nach einigen Einschätzungen von Misek sollen herkömmliche Fernsehhersteller im besten Fall etwa sechs bis zwölf Monate benötigen, um ähnliche Technologie von Apple umzusetzen.

Die Konkurrenten könnten auf eine Android-Platform setzten und ihre Geräte mit ähnlichen Funktionalitäten ausstatten. Auf dieser Grundlage wurde von Google bereits das Fernseher-OS Google TV entwickelt, welches bereits in einigen Sony-Fernsehern zu finden ist. Bisher konnte sich dieses System aber noch nicht durchsetzen und steckt noch in den Kinderschuhen.

via m4gic.net

iPad 3: Display mit neuartiger Technologie und Retina-Auflösung?

Die Gerüchteküche war sich schon seit längerem einig – in naher Zukunft wird Apple ihr Tablet mit einem hochauflösenden IPS-Display ausstatten. Die letzten Spekulationen waren der Meinung, dass sich der Formfaktor des Gerätes verändern wird und eine leichte Verdickung aufgrund der neuen Hintergrundbeleuchtung zu sehen sein wird.

Wie gewohnt melden sich auch die Analysten zu Wort und geben ihren Senf dazu. Vor kurzem wurde ein Bericht von dem Analysten Peter Misek veröffentlicht, welcher in Frage stellt ob Apple weiterhin auf die IPS-Technologie setzen wird. Denn laut den Behauptungen von Misek soll der Konzern aus Cupertino einen Betrag zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde US-Dollar in neue Maschinen investiert haben, welche dem Display-Hersteller Sharp neue Möglichkeiten bieten sollen. Mit Hilfe dieser Werkzeuge soll der Apple-Zulieferer eine neue Technik verwenden können, um das zukünftige Display dünner und energiesparender zu entwickeln.

Außerdem soll durch die zusätzliche Modifizierung der IGZO (Indium Gallium Zink Oxid) Technologie die Pixeldichte von 330 dpi erreicht werden. Mit diesem Wert würde Apple die Retina-Qualität erreichen und könnte damit einen neuen Standard setzen. Beide Technologien zusammen könnten die nächste Generation des iPads wieder dünner werden lassen und trotzdem ein Retina-Display beinhalten, sowie eine bessere Akkulaufzeit ermöglichen.

Die meisten Aussagen von Analysten bewahrheiten sich im Endeffekt leider nicht, dennoch wäre ein solcher Technologiewechsel eine logische Schlussfolgerung damit Apple ihr Gerät weiter verbessern kann. Nichtsdestotrotz können wir solchen Berichten nicht 100-prozentig vertrauen und sollten unsere Erwartungen nicht zu hoch ansetzen.

via Schimanke.com

Samsung Galaxy S II Werbespot veräppelt Apple-Kunden [Kommentar]

Am gestrigen Tag hat einer neuer Werbespot aus dem Hause Samsung die Runde gemacht und für Furore gesorgt. Die Werbung für das Samsung Galaxy S II konzentriert sich weniger auf die eigene Funktionalität, sondern eher auf die Konkurrenz. Denn diese werden regelrecht in dem Werbespot veräppelt und auf die Schippe genommen. Generell eine nette Idee, aber ob Samsung auf diesem Weg potentielle Apple-Kunden für sich gewinnen kann, ist meiner Meinung nach fraglich.

In dem Spot zu sehen sind Apple-Kunden, welche in einer Schlange vor dem Apple-Store auf das nächste Produkt warten. Natürlich werden jedmögliche Klischees abgehandelt, um sich von dem Unternehmen aus Cupertino abzugrenzen. Zum Schluss entdecken die Wartenden einige Samsung Galaxy S II-Besitzer, welche die angeblichen Vorzüge ihres Smartphones anpreisen. Im Grunde wird nur kurz auf das größere Display und die LTE-Fähigkeit eingegangen.

In jedem Fall kann ein wenig über den Werbespot geschmunzelt werden, jedoch auf einen zweiten Blick halte ich den eingeschlagenen Weg zur Vermarktung des Produktes sicherlich für den Falschen. Samsung möchte im Grunde die Apple-Kundschaft abwerben und neue Käufer auf sich aufmerksam machen. Der Werbespot könnte jedoch genau diese Zielgruppe verschrecken, denn der Fokus ist primär nicht auf dem iPhone gesetzt, sondern auf dessen Käufer und diese werden hier als verblendete, treudoofe und neidvolle Menschen dargestellt, die alles tun, was ihnen diktiert wird. Keine besonders gute Verkaufsstrategie um neue Kunden für sich zu gewinnen, finde ich.

Im Endeffekt ist der Werbespot nur ein verzweifelter Versuch, den riesigen Apple-Hype zu unterbinden und gleichzeitig noch die potentielle Käuferschicht zu verschrecken. Ein Schachzug von Samsung, der anscheinend ziemlich nach hinten losgegangen ist.

Google bestätigt Softwareproblem beim Samsung Galaxy Nexus – Bugfix in Arbeit


In den vergangenen Tagen kamen viele Berichte darüber auf, dass das Galaxy Nexus einen Lautstärke-Bug besitzt. Viele Galaxy Nexus Besitzer aus Großbritannien hatten sich darüber beschwert, dass die Lautstärkeeinstellung ihres Geräts teilweise völlig verrückt spielt. Dieses Phänomen tritt immer dann auf, wenn das Nexus in die Nähe eines anderen Handys kommt. Vor allem die 900 MHz-Frequenz, welche im europäischen GSM-Signal genutzt wird, bereitet dem Gerät immense Probleme.

Heute hat Google zu diesem Problem ein recht kurzes Statement veröffentlicht. Der Fehler sei bereits bekannt und soll mit einem Update so schnell wie möglich behoben werden:

We are aware of the volume issue and have developed a fix. We will update devices as soon as possible.

Wie das Blog TheVerge berichtet, hat Google den Fehler mit obigen Statement bestätigt und versucht das Problem so schnell wie möglich zu beheben. Denn einige befürchteten, dass es sich um ein Hardwarefehler handelt, welcher zu einer kompletten Rückrufaktion geführt hätte. Da es nur ein Softwarefehler ist, kann dieser durch ein kleinen Bugfix behoben werden. Für alle Nutzer hoffen wir auf ein baldiges Update, für ein Problem, welches nicht hätte passieren dürfen.

Das folgende Video veranschaulicht das Problem der Lautstärkeregulierung:

Quelle Androidapptests und Bilderquelle mobiFlip