Das Alienboard Batwings Hoverboard im Test

Hoverboards waren im letzten Jahr groß im Trend, allerdings gab es aufgrund von Sicherheitsproblemen und brennenden Geräten auch immer wieder schlechte Meldungen. Mittlerweile hat sich die Technik deutlich weiter entwickelt und es gibt diese Sicherheitsprobleme nicht mehr, daher haben wir und entschieden, ein Hoverboard zu testen und zu prüfen, wie tauglich und praktisch die Geräte mittlerweile sind.

Im Test hatten wir dabei ein Hoverboard von Alienboard. Das Unternehmen schreibt über sich selbst:

Wir sind ein professioneller Online-Store mit Smart Balance Wheels und selbstbalanchierenden Einrädern und elektrischen Scootern. Wir bieten eine große Vielzahl an hochqualitativen Produkten an, die Ihren Bedürfnissen entsprechen. Das Hauptziel unseres Unternehmens ist es, kontinuierlich eine Vielfalt an neuen und interessanten Produkten anzubieten, die unterhaltsam und aufregend für Sie sind. Diesem Ziel widmet sich unser Team voll und ganz und wir helfen Ihnen leidenschaftlich gern mit dem, was Sie brauchen.

Ein Alienboard ist derzeit (je nach Version) im Hoverboard Shop ab 189 Euro zu haben. Das schickere sogenannte Batwinger Howerboard kostet 279 Euro und bietet die Möglichkeit, per Handy und Bluetooth auch Sound abzuspielen. Das Batwings ist dabei in drei Farben zu haben: Weiß, Schwarz und Lila. Preislich macht es keinen Unterschied, für welche Farbe man sich entscheidet. Das Hoverboard schwarz kostet genau so viel wie die Version Weiß oder Lila. Im Test hatten wir ein schwarzes Batwings Alienboard.

Fahreigenschaften des Alienboard

Im Vergleich zum Segway fällt natürlich vor allem die fehlende Griffstange auf. Das ändert nicht nur am Aussehen etwas, sondern auch an den Faheigenschaften. Der „Angstgriff“ beim Segway fehlt, damit muss man auf dem Alienboard das Gleichgewicht komplett alleine halten. Das erfordert etwas mehr Übung und auch viel mehr Vertrauen in die Technik. Schnelles Aufsteigen und Losfahren ist mit dem Alienboard (und allen anderen Boards dieser Bauart) daher so nicht direkt möglich. Man braucht einige Zeit, bis man sich an das Konzept gewöhnt hat und damit ohne Probleme fahren kann. Im Test waren etwa 10 Minuten bis 1 Stunde notwendig, bevor die Personen ohne Ruckeln fahren konnten. Hat man das Prinzip verstanden, funktioniert das Fahren und sowohl Auf- als auch Abstieg ohne Probleme. Im Vergleich zum Segway bietet das Alienboard dafür die eleganteren Fahrmöglichkeiten – man kann schönere Kurven fahren und sieht deutlich besser aus auf dem Board. Um es zusammenzufassen: man braucht etwas Übung um sicher auf dem Alienboard zu stehen, hat man den Trick heraus gefunden, fährt man aber sehr sicher und ohne Probleme.

Das Alienboard im Alltag

Für den tagtäglichen Einsatz (beispielsweise als Ersatz für das Fahrrad) eignet sich das Board nur bedingt. Das Problem: die Ränder sind zwar relativ groß, mit deutschen Bordsteinen und 5 bis 15 Zentimeter Höhenunterschied kommen sie aber trotzdem nicht klar. Da hilft auch Anlauf nichts – entsprechende Versuche enden eher in einem Sturz. Wer mit dem Alienboard durch die Stadt will, muss daher die Route gut planen und sollte sie so wählen, dass es möglichst wenig Versatzpunkte gibt.

Ein weiteres Problem dabei: das durchaus stolze Gesamtgewicht von 13,5 Kilogramm. Damit ist das Board durchaus tragbar, aber jedes Aufnehmen und weiter tragen ist schwer und vor allem für Kinder kaum möglich. Erfreulicherweise gab es bei uns direkt eine Tasche dazu, die das Tragen etwas komfortabler macht, aber trotzdem ist das Tragen recht schwierig. Es ist daher besser, so weit wie möglich mit dem Hoverboard zu fahren.

Das schicke Design ist im Alltag teilweise auch ein Problem. Die Oberfläche bekommt beim Stürzen und Abstiegen schnell Kratzer, vor allem an den Kanten.  Man sollte daher mit dem Board eher vorsichtig fahren. Wenn das Board sich unkontrolliert bewegt, gibt es nicht so schöne Schmarren auf der Oberfläche.

Seine großen Stärken kann das Board in Bereichen ausspielen, die flach und eben sind und wenige Kanten haben. Gibt es beispielsweise ein gut ausgebautes Radnetz, kann man dort mit dem Board sehr schnell und komfortabel fahren. Gleiches gilt für Schulhöfe oder Spielplätze – besonders Kinder haben sehr viel Spaß am Board und drehen gerne stundenlang (oder zumindest so lange der Akku hält) ihre Runden. Die Bedienung des Board ist dabei auch für Kinder geeignet. Man schaltet die Geräte durch ein längere Drücken am einzigen Knopf ein und danach sieht man sofort an der LED, ob genug Akku zur Verfügung steht (grün) oder nicht (rot). Passt der Akkustand kann man aufsteigen und sofort los fahren. Der Abstieg geht genau so einfach und man kann das Board auch einfach wieder deaktivieren. Größere Einstellungen oder komplizierte Vorgänge gibt es also nicht.

Ebenfalls gut für den Einsatz: größere Komplexe indoor – etwa Krankenhäuser oder Bürogebäude. Auch hier lässt sich das Board gut nutzen.

Der Akku im Alienboard

Die Laufleistung ist mit 20 Kilometern angegeben, das würde einer Nutzungsdauer von etwa 2 Stunden entsprechen. Das kann sich durch die Geschwindigkeit und das gewicht des Fahrers noch deutlich verändern. Im Test hatten wir auf jeden Fall keine Probleme mit dem Akku. Das Hoverboard war auch nach mehreren Tagen ohne Aufladung noch nutzbar und es hat gefühlt deutlich länger als 2 Stunden gedauert, bevor wir es wieder laden mussten.

Das Batwings Hoverboard in Aktion

Unser Fazit zum Alienboard

Das Fahrrad kann das Board leider nicht ersetzen, dafür fehlt die Möglichkeit, auch über höhere Kanten zu fahren. Abgesehen davon kann man mit dem Board aber viel Spaß haben und bei richtiger Planung auch größere Strecken ohne Probleme zurück legen. Besonders bei Kindern und Jugendlichen kommt das Alienboard gut an. Besonders gut: man braucht nur wenig Übung um mit dem Board zurecht zu kommen, Fahrradfahren lernt sich schwerer als das Fahren mit dem Hoverboard.

Wohnungsbrand durch explodiertes Hoverboard

Das einige Hoverboard-Modelle deutliche Sicherheitsprobleme hatten und teilweise haben, ist seit Ende letzten Jahres bekannt. Das dadurch aber auch richtiger Schaden und Gefahr für Leib und Leben entstehen kann, zeigt ein Fall aus Potsdam. Dort hatten Großeltern für ihre Enkel ein Hoverboard besorgt – an sich eine interessante Idee – aber bereits beim Laden des Boards kam es zu einer Explosion, bei der die Wohnung in Brand gesetzt wurde. Großeltern und die Kinder konnten flüchten. Wenn die Wohnung nicht im Erdgeschoss gelegen hätte, wäre das möglicherweise nicht so einfach machbar gesetzt.

Die Zeitung schreibt dazu:

Wie ein Sprecher der Polizeidirektion West den PNN bestätigte, handelt es sich beim explodierten Spielzeug um ein als „Hoverboard“ bezeichnetes neues Fortbewegungsmittel: Ein Gerät mit zwei Rädern und Trittflächen, die über ein drehbares Lager miteinander verbunden sind. Gesteuert wird es über die Verlagerung des Körpergewichtes.

Man sollte daher beim Einsatz der Geräte nach wie vor sehr aufmerksam sein.

Video: Burning down the board (ab Minute 1.55)

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Video: Burning down the Hoverboard

Eventuell erinnert sich noch jemand an den Guano Apes Song Lords of the Boards mit der Textzeile „My Feets are burning …„. Das scheint mittlerweile bei einige chinesischen Hoverboards tatsächlich ein Problem zu sein, in den letzten Wochen wurde ja bereits berichtet, dass die Modelle aus dem Verkauf genommen wurden. Wie so ein Defekt in der Praxis aussieht kann man im Video sehr eindrucksvoll sehen.

Video: Burning Hoverboard


Für alle die sich nicht mehr erinnern können:


Guano Apes — Lords Of The Boards

ArcaBoard – Funktionsfähiges Hoverboard jetzt im Shop

Das Hoverboard von Lexus war eher eine Marketing-Gag und nicht für die Serienproduktion gedacht – unter anderem wohl auch, weil für das flugfähige Board ein metallischer Untergrund und flüssiger Stickstoff notwendig waren.

Das ArcaBoard geht einen anderen Weg und ist damit erfolgreicher. Das Hoverboard nutzt keine Magnete zum Schweben, sondern insgesamt sind 36 Kleinstturbinen verbaut, die elektrische angetrieben werden und dabei zusammen auf eine Leistung von 273 PS kommen sollen. Das reicht um das Board etwa 30 Zentimeter hoch schweben zu lassen. Die maximale Tragfähigkeit liegt dabei bei 110 Kilogramm, allerdings ist die Flugzeit mit drei Minuten relativ knapp bemessen.

Von außen sieht das Arcaboard eher klobig aus. Die viele verbaute Technik und die Akkus fordern an dieser Stellen ihren Tribut und brauchen viel Platz. Dazu ist es mit einer Lärmentwicklung von 92 Dezibel nicht gerade leise. Anschleichen ist damit wohl nicht möglich.

Trotzdem ist das Arcaboard ein wirklich flugfähiges Hoverboard, dass sich auch bereits bestellen lässt. Die Auslieferung soll allerdings erst ab April 2016 erfolgen. Dazu – und das ist die schlechte Nachricht – liegt der Preis in einem Bereich, der noch wenig massentauglich ist. Der Hersteller will 19.900 Dollar für ein Modell haben. Die Ladestation dazu kostet extra und schlägt nochmal mir 4.500 Dollar zu Buche.

Hoverboarden ist also zukünftig zwar möglich, aber zumindest ein teurer Spaß. Ob sich das für 3 Minuten Flugzeit wirklich lohnt?

Das ArcaBoard im Video

Neue Bilder und ein erster Hover-Bericht vom Lexus Hoverboard

Lexus hat mit dem Hoverboard einige Aufmerksamkeit erregt und nun gibt es einen ersten Erfahrungsbericht mit dem Board sowie einige sehr schöne Bilder bei TheVerge.com. Man sieht dort auch zum ersten Mal, wie jemand auf dem Board steht und damit fährt.

Tatsächlich scheint die Fortbewegung auf diese Art und Weise nicht so einfach zu sein. Der Seitenhalt ist sehr schwach und die Tragfähigkeit hat ebenfalls deutliche Grenzen. Man sieht das auf den Bilder auf denen jemand auf dem Board steht, der Abstand zum Boden ist dann fast nicht mehr vorhanden. Tatsächlich hatte der Testen ziemliche Probleme, überhaupt eine Position zu finden, bei der das gesamte Hoverboard in der Luft war. Im Erfahrungsbericht heißt es:

I tried shifting my weight around and positioning my feet in different ways, but in the 10 or so minutes with the board, I managed to travel just a few feet (and never more) without the board scraping against the wooden park.

Auch die Handhabung des flüssigen Stickstoffes scheint problematisch. Man sieht auf den Bildern gut, wie viel Aufwand betrieben wird um die Versorgung zu gewährleisten. Eine Füllung hält etwa 20 Minuten, danach ist der Stickstoff verdampft und das Board muss nachgeladen werden. Im Testbetrieb hatte Lexus zwei Boards im Einsatz, eines davon wurde jeweils immer nachgeladen, das andere war in Action.

Insgesamt kam daher kein wirkliches „Back to the Future“-Feeling auf, der Ride endete spätestens nach einigen Meter. Bis zu einem wirklichen Einsatz ist also noch sehr viel Entwicklungsarbeit von Nöten und wahrscheinlich benötigt man auch ein anderes Konzept, denn flüssiger Stickstoff und Metallunterlagen sind nicht wirklich der Stoff, der sich für massentauglichen Hoverboards eignet. Lexus hat im Übrigen nicht vor, dieses Board jemals in den Handel zu bringen, es wird also wohl noch eine Weile dauern bis so ein Stück Technik allgemein verfügbar ist.

Video: Lexus Hoverboard kommt am 5.August

Lexus hat zum spektakulären Hoverboard ein neues Video veröffentlicht, in dem die Vorstellung für den 5.August angekündigt wird.  Im Video sieht man erneut das Board über die (präparierte) Pipe schweben, was aber auch diesmal fehlt wäre ein Mensch, der auf dem Board steht.

Das ist dann auch die schlechte Nachricht: Wer bereits darauf spekuliert, in wenigen Tagen den Marty McFly machen zu können wird enttäuscht werden. Eine Massenproduktion wird es von diesem Board nicht geben und es ist auch nicht angedacht den Prototypen in Kleinserie in den Handel zu bringen. Die technischen Anforderungen und Probleme beim Board sind einfach für den privaten Markt zu groß.

Es wird daher am 5.August sicher viele interessante Bilder und Videos zum Board geben, einen Preis oder einen Termin für die Markteinführung wird man aber nicht nennen.

Der Hoverboard Trailer

(via uebergizmo)

Das Lexus Hoverboard – warum es wohl so schnell nicht verfügbar sein wird

Gestern machte Lexus mit einem Video von einem echten Hoverboard auf sich aufmerksam. Der Clip machte schnell die Runde und der Ansatz sieht wirklich interessant aus. Es gibt aber einige Punkte die leider dagegen sprechen, dass dieses Board in dieser Form tatsächlich ein allgemeintaugliches Hoverboard sein könnte:

  • die Schwebetechnik funktioniert laut Lexus mit „in flüssigem Stickstoff gekühlten Supraleitern und Permanetmagneten„. Das erklärt auch den Dampf bei dem Gerät, das ist der Stickstoff der verdampft. Der Umgang mit flüssigem Stickstoff ist vergleichsweise gefährlich und auch teuer, es ist nicht anzunehmen, dass dies massentauglich werden könnte.
  • der Preis soll etwa bei 10.000 Euro für das Gerät liegen. Das spricht prinzipiell nicht gegen eine Umsetzung, macht aber doch deutlich, dass man vom Massenmarkt noch sehr weit entfernt ist.
  • Die Schwebetechnik auf der Basis von Magneten benötigt einen metallischen Untergrund. Auf Nachfragen hat Lexus erklärt, dass man im Video unter der Oberfläche entsprechende Metall verbaut hatte um das Hoverboard schweben zu lassen. Für normale Straßen und Wege ist das Gerät damit nicht geeignet.
  • Lexus zeigt keine Person auf dem Gerät. Das könnte daran liegen, das Probleme wie der Gewichtsausgleich (wie kompensiert das Board das Gewicht der Person) und die Steuerung (wie verhindert man, dass das Board zur Seite weg fliegt) noch nicht geklärt sind.

So schade es auch ist (Wer möchte nicht gerne mal durch die Stadt hovern?), das Konzept wird wohl nicht für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Aber vielleicht überrascht uns auch Lexus noch mit weiteren Entwicklungen, es sind ja weitere Videos und Bilder angekündigt.

Das Lexus Hoverboard im Video