HTC Exodus 1s – mehr Bitcoin-Funktionen, geringerer Preis

HTC Exodus 1s – mehr Bitcoin-Funktionen, geringerer Preis – Mit dem HTC Exodus hatte das Unternehmen Ende letzten Jahres bereits ein interessantes Smartphone vorgestellt, das man nur gegen Kryptowährung kaufen konnte und das auch eine ganze Reihe von Fähigkeiten zur Verwaltung von Bitcoins und andere Währungen mitbrachte.

Ab sofort steht auch eine neue Version zur Verfügung. Das HTC Exodus 1s ist deutlich billiger und kostet nur 219 Euro (bzw. den Gegenwert in Kryptowährung). Auch das neue Modell bietet wieder ein Wallet und ein verschlüsseltes System – man kann auch direkt über die Modelle Währung kaufen und verkaufen.

Das Unternehmen schreibt selbst zu den neuen Smartphones:

HTC hat das EXODUS 1s auf der Lightning Conference in Berlin vorgestellt. Das neue Smartphone ist eine kostengünstigere Version des HTC EXODUS 1 mit integriertem Hardware-Wallet. Mit dem EXODUS 1s können Nutzer erste Erfahrungen mit Kryptowährungen sammeln und die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie zum günstigen Preis von 219 Euro ausprobieren – oder zum entsprechenden Wert in BTC, ETH, LTC, BNB sowie BCH. Das EXODUS 1s zeigt, was es bedeutet, Bitcoin auf einem Handy zu nutzen. Es ermöglicht das Kaufen, Verkaufen, Senden, Empfangen, Handeln, Ver- und Entleihen – als eine Art Schweizer Bank in der Hosen- oder Handtasche.

Durch den Preis können die technischen Daten natürlich auch nicht mit der ersten Version mithalten. So gibt es nur den Snapdragon 435 Prozessor und Android 8.1 (statt dem aktuellen Android 10). Man muss also schon einige Abstriche machen.

Die Daten des HTX Exodus 1s

Speicher4 GB RAM, 64 GB Speicher
BetriebssystemAndroid Oreo 8.1
Anwendungsprozessor

Bildschirm

Kamera

Basiert auf Qualcomm® Snapdragon™ 435 Mobilplattform

5,7” HD+ Display mit 18:9 Seitenverhältnis

13 MP Hauptkamera mit Phasenerkennung-Autofokus (PDAF)-Technologie
13 MP Frontkamera mit LED-Blitzlicht
Full HD 1080p Videoaufnahme

Akku3000mAh
SIM-Karte und mobiles NetzwerkNano-SIM

4G+3G Dual Standby SIM-Kartenmanager: Aufbau einer mobilen Datenverbindung ohne Austausch von SIM-Karten in bestehenden SIM-Slots

2G/2,5G – GSM/GPRS/EDGE
· 850/900/1800/1900 MHz

3G UMTS
· 850/900/1900/2100 (B1/B2/B5/B8); HSDPA 42, HSUPA 5.76

4G LTE
· FDD: Bänder 1, 3, 5, 7, 8, 20, 28
· TDD: Bänder 38, 40, 41

Unterstützt Cat.6-Download bis zu 300 Mbit/s, Upload bis zu 50 Mbit/s

Kopfhörer-Anschluss3.5 mm Stereo
Verfügbarkeit

Preis inklusive  Steuern (MWSt/USt)

Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Hungarn, Italien, Kroatien, Lettland, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Taiwan, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate

Europa (EUR oder kryptoäquivalent): 219 €
Taiwan (TWD oder kryptoäquivalent): 5990 $
KSA (nur kryptoäquivalent): 739 SAR
UAE (nur kryptoäquivalent): 729 AED

HTC Exodus 1 im Test – was kann das neue Krypto-Handy von HTC?

HTC Exodus 1 im Test – was kann das neue Krypto-Handy von HTC? – HTC hatte 2018 kein gutes Jahr und die Umsätze mit den normalen Handys und Smartphones sind (erneut) drastisch eingebrochen. Daher liegen auf dem HTC Exodus 1 viele Erwartungen, denn das Handy bedeutet mit dem Krypto-Funktionen einen neuen Ansatz bei HTC, der hoffentlich wieder mehr Kunden von den Geräten überzeugt. Die Frage ist daher, ob das Exodus 1der neue Heiland ist, der HTC wird retten können oder nicht.

Wir hatten das Gerät jetzt etwas mehr als 1 Woche im Test und konnten uns so ein Bild vom neuen Modell machen. Große Überraschungen blieben dabei aus.

Ganz grundsätzlich: Die technische Basis ist daher das HTC U12 plus und daher sollte man sich auch nicht wundern, wenn die technischen Leistungen weitgehend identisch sind. HTC hat hier also in erster Linie ein bestehendes Gerät mit weiteren Funktionen ausgestattet aber das HTC U12+ als Plattform ist ja auch keine schlechte Wahl.

Speed und Performance beim HTC Exodus 1

Bei der Leistung setzt das HTC Exodus 1 auf den Snapdragon 845 Prozessor und man scheint bei der Optimierung alles richtig gemacht zu haben, denn die Geräte liegen in den Benchmarks in der Regel bei den Top5 der Android Geräte auf dem Markt – teilweise sogar noch vor dem auf Leistung getrimmten OnePlus 6.

In der täglichen Bedienung mehr man diese Leistung dabei durchaus, das Geräte reagiert sehr schnell auf Eingaben und Anforderungen. Apps werden schnell geöffnet und das gilt auch für Kamera und Browser. Die gute Leistung ist also nicht nur ein theoretischer Wert im Benchmark, sondern macht sich auch in der tagtäglichen Nutzung bemerkbar. Sehr deutlich kann man sagen, dass das HTC Exodus 1 derzeit mit das schnellste Gerät bei Bedienung und Nutzung ist, das wir in der Redaktion haben. Die kommenden Geräte in 2019 werden wahrscheinlich noch schneller sein, aber auch mit dem HTC Exodus macht man bei Speed nichts verkehrt.

Die Kamera im HTC Exodus 1

Das Gerät verfügt über 4 Kameras: Sowohl auf der Front als auch auf der Rückseite gibt es jeweils eine Dual Lens Kamera und die Qualität ist durchaus vorzeigbar. Im DXOmark Test liegen die Geräte beispielsweise mit 103 Punkten auf Platz 3 der aktuellen Bestenliste und nur iPhone XS max und das Huawei P20 pro kommen auf bessere Werte bei der Kamera.

Im Test konnten wir das so bestätigen, die Aufnahmen sind wirklich gut und die Kamera reagiert schnell und solide. Auch die Voreinstellungen sind brauchbar, auf KI Funktionen wie bei anderen Geräten muss man aber weitgehend verzichten. Unabhängig davon konnten wir aber auch mit den normalen Voreinstellungen sehr gute Aufnahmen machen, der Profi-Modus erlaubt dann aber noch deutlich mehr Optimierungen.

Sowohl bei den Details als auch auf die Entfernung sind die Aufnahmen wirklich sehr gut und lediglich bei geringem Licht gibt es erste Probleme. Mit der Qualität des Huawei P20 pro können die Bilder aber natürlich nicht mit halten, die Kamera ist aber auch nicht unbedingt im Fokus der Exodus 1 Geräte.

Einige Beispielbilder des HTC Exodus 1

Das Design des HTC Exodus 1

Auch das Design des HTC Exodus 1 kennt man bereits vom HTC U12 plus her und daher gibt es auch hier wenig Überraschungen. Der Eindruck des Gerätes bleibt aber zwiegespalten: die Rückseite mit dem halbtransparenten Deckel und dem Blick auf die Technik (auch wenn der teilweise geschönt ist) sieht wirklich gut aus und zieht zumindest die Blicke auf sich. Im Vergleich zum HTC U12+ scheint man sogar noch etwas mehr Technik sichtbar gemacht zu haben. Die Front dagegen ist eher langweilig. HTC setzt auf vergleichsweise große Ränder und sowohl am oberen und unteren Rand ist so viel Platz wie man es von anderen Handys in diesem Preisbereich an sich nicht mehr gewöhnt ist. Im besten Fall lässt man das Handy also immer mit der Rückseite nach oben liegen – auf diese Weise kann es seine Stärken am besten ausspielen.

Rückseite nach oben hilft auch bei einem anderen Problem: wie bei vielen anderen aktuellen Geräte ist die Rückseite sehr glatt und etwas abgerundet – die Geräte neigen daher dazu, von Tischen zu rutschen, wenn man nicht aufpasst. Daher sollte man entweder ein Case verwenden, dass nicht ganz so rutschig ist, oder die Modelle immer auf das Display legen, dann gibt es diese Schwierigkeiten auch nicht.

Ansonsten gibt es in Sachen Verarbeitung kaum etwas zu meckern. Das Exodus 1 liegt gut in der Hand, hat eine hohe Schutzklasse (IP68) und die Rückseite ist in Sachen Fingerabdrücke nicht ganz so anfällig wie befürchtet. Durch die Sense Edge Technik (der Rand ist druckempfindlich und man kann damit Aktionen auslösen) wirkt das Modell aber etwas dicker als die Konkurrenz und bei verschiedenen Buttons bewegt sich teilweise auch der Sense Edge Bereich mit. Das ist ungewohnt und man befürchtet erstmal, dass sich etwas gelöst hat und defekt ist, obwohl es an sich nur der druckempfindliche Bereich ist. Mit der Zeit bemerkt man dies aber gar nicht mehr.

Die Krypto-Fähigkeiten des HTC Exodus 1

Besonderes Augenmerk haben wir natürlich auf den Einsatz mit Kryptowährungen gelegt, denn immerhin ist dies das Feature, mit dem HTC die Geräte herausstellt. Tatsächlich finden sich auf den Modellen gleiche eine ganze Reihe von Features in diesem Bereich:

  • das Gerät wird gleich von Anfang an verschlüsselt. Das kann an sich jedes moderne Android-Handy, aber beim HTC Exodus 1 wird dies direkt bei der Einrichtung der Geräte durchgeführt (und lässt sich auch nicht abbrechen)
  • die Zion Wallet App ist verlinkt und man kann diese direkt auf dem Gerät zum Speicher der eigenen Crypto-Einheiten nutzen. Die Software nutzt dabei eine Kombination aus Software und Hardware um die Coins zu speichern und zu schützen. Hier wird wahrscheinlich der Sicherheitsbereich des Snapdragon 845 genutzt (Secure Processing Unit aka SPU), auf den Android keinen Zugriff hat – das wirkt durchaus durchdacht.
  • daneben gibt es noch eine App, mit der man die aktuellen Kurse der Währungen verfolgen kann.

Die Zion Wallet wurde dabei mit einem weiteren Merkmal ergänzt: Wallets haben immer das Problem, dass sie in der Regel so sicher sind, dass auch ein Besitzer keinen Zugriff mehr hat, wenn er die Zugangsdaten vergessen hat. HTC baut daher für die Zion App noch eine Art Recovery ein, die man nutzen kann, falls man die Zugangsdaten doch nicht mehr haben sollte. Man kann ein sogenanntes Social Key Recovery einrichten, mit dem man den Zugriff auf das Wallet wieder herstellen kann, wenn der Schlüssel verloren gegangen sein sollte. Damit sind die Coins nicht verloren, auch wenn man den Schlüssel vergisst. Wenn das Handy verloren geht, sind aber natürlich auch die Coins in jedem Fall weg und die neue Form der Recovery ist unter Umständen auch eine Möglichkeit für Dritte, zu versuchen, Zugang zu bekommen.

Das Unternehmen schreibt dazu:

HTC has developed a unique Social Key Recovery mechanism in case your phone is lost or stolen, or you forget your keys. It is an easy and secure way to recover keys lost in the hardware. It also ensures that HTC does not hold your keys in a central location at any point – you maintain full custody at all times. HTC allows you to pick a few trustworthy contacts, and each one of those must download a key management app. Your seed then gets split using a secret sharing algorithm and is sent to the trusted contacts. Should the need arise, you can successfully regain access to your funds.

Abgesehen davon ist das HTC Exodus 1 ein ganz normales Android Handy, das ein paar mehr Apps an Bord hat als andere Handys. Wer diese Angebote ignoriert, kann das Exodus 1 auch als einfaches Smartphone nutzen. Man kann beispielsweise auch den normalen Google Play Store nutzen – die Fähigkeiten von Blockchains und anderen Methoden der Authentifizierung werden also nicht genutzt. Man hat eher das Gefühl, das Krypto hier eher als Marketing eingebaut wurde ohne einen wirklichen Mehrwert zu bieten.

Interessant ist dagegen ein Punkt bei der Wiederherstellung des Zugriffs. Wallets haben immer das Problem, dass sie in der Regel so sicher sind, dass auch ein Besitzer keinen Zugriff mehr hat, wenn er die Zugangsdaten vergessen hat. HTC baut daher für die Zion App noch eine Art Recovery ein, die man nutzen kann, falls man die Zugangsdaten doch nicht mehr haben sollte.

HTC macht den Kauf des Exodus schwer

Den Krypto-Ansatz merkt man allerdings an einer Stelle dann doch deutlich: beim Kauf. HTC bietet das exodus 1 derzeit nicht gegen normale Währung an, sondern man muss es mit Bitcoins. Litecoins oder Etherum kaufen. Wer keine dieser Krypto-Währungen hat, kann die Geräte leider nicht bestellen. Das ist natürlich eine recht hohe Hürde, denn wahrscheinlich werden nur wenige Kunden wirklich die Infrastruktur haben, um schnell entsprechende Coins kaufen zu können und es werden sich auch nur wenige Nutzer dafür extra ein Wallet usw. einrichten.

Das Unternehmen schränkt den Kauf der Geräte also vor allem auf Krypto-Nutzer ein. Ein wirkliches Problem ist das aber nicht, denn für den normalen Verbraucher steht mit dem HTC U12+ natürlich ein vergleichbares Gerät zur Verfügung, dass man auch mit neuen Euro kaufen kann.

Unser Fazit zum HTC Exodus 1

Nach einiger Zeit mit dem HTC Exodus 1 fällt das Fazit zum neuen Geräte gemischt aus. Der Ansatz mit dem Krypto-Handy als Marketing ist durchaus interessant, aber nicht wirklich zu Ende gedacht. Die Geräte zielen dank des Kaufes in Krypto-Währungen vor allem auf Fans aus diesem Bereich und die werden durch die eher überschaubaren Krypto-Fähigkeiten des Modells wohl eher enttäuscht sein. Die Ausstattung richtet sich eher auf Einsteiger in diesem Bereich, diese werden allerdings durch den Kaufpreis in BTC, ETH oder LTC auf eine harte Probe gestellt. Von daher bleibt offen, wer genau die Zielgruppe des neuen Modells sein soll. Durch den doch recht volatilen Kurs der Währungen kann man aber durchaus auch ein Schnäppchen machen.

Unabhängig vom Kypto-Ansatz ist das HTC Exodus 1 ein solides Gerät. Beim Design gibt es aber durchaus Kritikpunkte und auch der Akku könnte besser sein, aber es ist schnell, hat eine gute Kamera und eine hohe Schutzklasse, die es recht unanfällig bei der täglichen Nutzung macht. Ob das aber rechen wird, um die Geräte wirklich an den Kunden zu bringen, bleibt zu bezweifeln, denn diese Punkte findet man auch bei anderen Anbietern und Herstellern und damit ist das HTC ein Gerät, dass sich vor allem durch den Krypto-Ansatz aus der Masse heraushebt und der ist leider nicht ganz so weit entwickelt, wie man das eventuell erwartet hätte.

Ganz konkret scheint das HTC Exodus 1 leider nicht der Heiland zu sein, der HTC aus der Krise führen wird – hier fehlt einfach die Eigenständigkeit der Geräte und auch ein Feature, dass für den Massenmarkt wirklich attraktiv ist und das man bei anderen Anbietern so nicht findet.

Die technischen Details des HTC Exodus 1

  • Speicher: 128 GB Festspeicher
  • RAM: 6 GB
  • Betriebssystem: Android 9 Oreo
  • Prozessor: Snapdragon 845 Mobile Plattform von Qualcomm
  • Staub- und wasserdicht (Schutzklasse IP68 – bis zu 30 Minuten in 1,5 Meter Wasser)
  • Bildschirm: 6“ (15,24 cm) Quad HD+ Display* mit 18:9-Verhältnis
  • Kamera: 12 + 16 MP Dual-Hauptkamera mit hochwertigem Zoom; 8 MP Dual-Frontkamera mit natürlichem Bokeh Effekt und 4k Videoaufnahmen mit 60 FPS
  • Akku: 3.500 mAh
  • Kosten: 0,15 BTC oder 4,78 ETH (schwankt je nach Kurs)

Video: das HTC Exodus 1

 

HTC Exodus – das Unternehmen setzt auf das Blockchain Handy

Die Konkurrenz unter den Smartphoneherstellern wird immer größer. Immer mehr Hersteller etablieren sich hier und können ihre Geräte unter die Leute bringen. In jüngster Zeit leidet besonders die ehemalige Größe HTC sehr darunter. Die Verkaufszahlen und Umsätze des taiwansichen Herstellers sind in den letzten Monaten drastisch eingebrochen. Für Juni meldete das Unternehmen einen Rückgang des Umsatz von fast 70 Prozent. Während der Umsatz im Juni 2017 noch 190 Millionen betrug, was jedoch auch kein Spitzenwert ist, sahen die Zahlen im Juni dieses Jahres sehr düster aus. In diesem Monat lag der Umsatz nämlich nur noch bei 62 Millionen Euro. Die Entwicklung hatte sich in den vergangenen Monaten jedoch schon angekündigt, denn die Zahlen sanken beständig.

Zuletzt hatte man jedoch an eine Besserung geglaubt, denn  seit Mitte Juni 2018 ist das neue Flaggschiff HTC U12+ auf dem Markt. Den Verkaufszahlen nach fand dieses Smartphone bisher jedoch keinen großen Anklang unter den potentiellen Kunden. Denn der Umsatz lag im Juni noch unter den Zahlen des Vormonats. Wahrscheinlich ist dies zumindest zum Teil dem Preis des Smartphones zu zu schreiben, denn die UVP beträgt stolze 799 Euro. Damit ist das HTC U12+ ziemlich teuer und übertrifft sogar die Flaggschiffmodelle von Samsung oder Huawei. Das Samsung Galaxy S9 oder Huawei P20 liegen preislich nämlich mittlerweile schon zwischen 550 Euro und 600 Euro. Viele Kunden werden daher bei einem Preis von 799 Euro eher abgeneigt gewesen zu sein, sich mit dem Smartphone überhaupt auseinander zu setzen.

HTC schlägt neue Richtung ein- Exodus soll erstes Blockchain-Smartphone werden

Durch das Internet entstehen immer neue Gefahren für unsere persönlichen Daten, die wir auf unserem Smartphone gespeichert haben. Wie oft liest man Berichte über Hackerangriffe oder Identitätsdiebstahl. HTC versucht daher ein neues Smartphone zu entwickeln, dass den Sicherheitsbedürfnissen besser gerecht wird und somit persönliche Daten schützt. Das neue Smartphone wird Exodus heißen und wird mit einer ganz neuen Software ausgestattet sein, denn es soll das erste Blockchain-Smartphone überhaupt werden.

Bei der Blockchain geht es darum, dass Veränderungen an einem Produkt, wie zum Beispiel eine App, besser nachvollzogen werden können. Wer Mitglied einer Blockchain ist, besitzt einen speziellen Zugangsschlüssel. Wird zum Beispiel etwas an einer App, Software oder etwas anderem verändert, dann ist diese mit dem Schlüssel, des letzten Beteiligten versehen. Man kann also immer nachvollziehen, wer an einem Vorgang beteiligt war. Das ermöglicht einen besseren Überblick darüber, wer etwas getan hat und ob derjenige dazu berechtigt war. Hat man zum Beispiel die Möglichkeit für eine App ein Update zu installiere, dann kann man darüber nachvollziehen, von wem dieses Update stammt. So lässt man wirklich nur auf sein Smartphone, was man für vertrauenswürdig hält.

Ein weiteres Ziel des neuen Smartphones ist es die digitale Identität zu sichern. Passwörter können geknackt werden und so kann eine Online-Identität wie zum Beispiel ein E-Mail-Account auch mal schnell geklaut werden. Mit den Zugangsschlüsseln für die Blockchain wird dies erschwert. Hier hat jedes Mitglied der Blockchain nämlich sowohl einen privaten als auch öffentlichen Zugangsschlüssel. Mit dem privaten Schlüssel ist eine viel sichere Identifizierung der Person auch in der Online-Welt möglich. Somit soll die digitale Identität besser geschützt werden. Phil Chen, HTCs Chief Crypto Officer, sagt dazu:

„Im neuen Internetzeitalter sind sich die Menschen der Bedeutsamkeit ihrer Daten im Allgemeinen bewusster, dies ist eine perfekte Gelegenheit, den Benutzer in die Lage zu versetzen, seine digitale Identität wirklich zu besitzen. Das Exodus ist ein großartiger Ausgangspunkt, denn das Smartphone ist das persönlichste Gerät, und es ist auch der Ort, von dem alle Daten stammen. Ich bin begeistert von der Möglichkeit, das Internet zu dezentralisieren und für den modernen Anwender umzugestalten.“

Eng verbunden mit der Blockchain sind natürlich auch Kryptowährungen. Daher soll das Exodus auch ein Portemonnaie für Krypot-Währungen besitzen. Dieses sogenannte Cold Wallet wird dann nicht mit dem Internet verbunden sein, sodass hier keine Möglichkeit besteht diese Krypto-Währungen über das Internet zu entwenden. HTC hat daher auch eine Partnerschaft mit Criptokitties bekannt gegeben, welche bisher Apps mit Krypotwährungen vermarktet haben. Das bezeiht sich auch alle Apps, die entweder mit Kryptowährungen gekauft werden oder innerhalb der App Kryptowährungen nutzen. Zusammen mit dem Exodus soll ein Crypto Gaming App Store entstehen, indem solche Angebote gesammelt werden sollen. Eine weitere Kooperation besteht nun auch mit Bitmark, dem kryptobasierten digitalen Eingentumsprojekt.

Wahrscheinlich ist dies auch ein Versuch von HTC sich mit technischen Neuerungen wieder von der Menge abzuzeichnen. Wie gut das gelingen wird hängt von der Umsetzung ab. Es gilt abzuwarten, wie handhabbar das neue Smartphone wird. Bedeutet der Identitätsschutz und die zusätzliche Sicherheit jedoch auch viel zusätzliche Arbeit, dann ist es fraglich, ob HTC damit seine Krise beenden kann. Das neue Smartphone soll im dritten Quartal dieses Jahres auf den Markt kommen.