iPhone SE – nimmt Apple das 4 Zoll Gerät 2017 vom Markt?

Das iPhone SE ist nicht nur eine vergleichsweise günstige Variante, sondern bietet mit einem 4 Zoll Display auch nach wie vor einen eher kleinen Bildschirm, der immer noch viele Fans hat. Das könnte sich möglicherweise ändern, denn laut KGI Analyst Ming-Chi Kuo könnte es in 2017 eine komplett neuen Modellpalette geben, in der das iPhone SE nicht mehr enthalten ist. Ming-Chi Kuo geht dabei davon aus, dass Apple 3 Modelle auf den Markt bringen wird, die sich in Größe, den Features und auch der Bezeichnung unterscheiden:

  • Flaggschiff wird das iPhone 8 werden mit OLED Display und einem Display mit 5,1 oder 5,2 Zoll
  • dazu soll es ein etwas kleinere iPhone 7s geben, der Bildschirm soll dabei 4,7 Zoll groß werden und das Display setzt auf die bekannte LCD Technik
  • als Erweiterung dazu gibt es auch noch ein iPhone 7s plus mit 5,5 Zoll und LCD Display für Nutzer, die größere Bildschirme haben möchten

Für das iPhone SE wäre damit kein Platz mehr – wahrscheinlich würde die Geräte dann auch aus den Shops genommen. Das kleinste und preiswerteste Modell wäre dann das iPhone 7s mit 4,7 Zoll Display. Kleinere Bildschirme gäbe es also nicht mehr. Kuo geht sogar noch einen Schritt weiter und nimmt an, dass das iPhone 8 den Hauptanteil bei den Verkäufen ausmachen wird. Bei Appleinsider wird er wie folgt zitiert:

Most sales, he suspects, will go to the OLED „iPhone 8,“ predicted to account for between 50 and 55 percent of shipments of new models next year. With a new bezel-less design hiding key components —such as the earpiece and Touch ID fingerprint sensor —underneath a screen sized between 5.1 and 5.2 inches, the OLED iPhone is expected to be a radically redesigned handset celebrating the 10th anniversary of Apple’s iconic smartphone.

And though he said prices may also be lowered accordingly for the jumbo-sized 5.5-inch „iPhone 7s Plus,“ the phablet-style product could find itself in an „awkward position“ between the 4.7-inch and OLED models, he believes. Currently, the iPhone 7 Plus carries a $120 premium over the iPhone 7.

Ist das iPhone SE zu preiswert?

Als Grund für den Wegfall des iPhone SE gibt Kuo in erster Linie finanzielle Überlegungen an. Das iPhone SE wird derzeit für vergleichsweise wenig Geld verkauft und hat nicht so eine hohe Gewinnspanne wie die anderen Geräte von Apple. Mit dem Wegfall der Einsteiger-Version müssen Kunden dann wieder auf die teureren Geräte zurück greifen und entsprechend würde sich das Verhältnis von Gewinn und Umsatz wieder etwas verbessern. In Deutschland ist das iPhone SE derzeit für 479 Euro zu haben. Das billigste iPhone 7 ist etwa 300 Euro teurer und das iPhone 6s aus dem vergangenen Jahr gibt es immerhin noch für 649 Euro. Der Preisunterschied zwischen den Modellen ist also schon deutlich.

Die Frage bleibt natürlich, ob die Nutzer, die gerne günstigere Geräte haben wollen, dann tatsächlich zu einem teuren iPhone 7s greifen werden oder lieben zur Android-Konkurrenz gehen. Dazu hat – wie oben geschrieben – der kleinere Bildschirm mit 4 Zoll nach wie vor Fans. Diese müßten sich dann auch nach einer Alternative umsehen und würden dann wahrscheinlich bei einem anderen Anbieter landen, da Apple so kleine Displays gar nicht mehr anbieten wird.

 

iPhone 8 – so teuer würde „Made in America“ werden

Donald Trump hat als eines seiner Ziele für die USA ausgegeben, die Produktion wieder zurück in die USA verlagern zu wollen, um dort neue Arbeitsplätze zu schaffen. Derzeit produzieren viele amerikanische Unternehmen in Asien, weil dort die Kosten geringer ausfallen.

Bei Apple hat man sich offensichtlich bereits mit diesem Szenario beschäftigt, wie ein Bericht von nikkei.com nahe legt. Mit Verweise auf ein nicht näher genannte Quelle berichtet man dort, das Apple bereits im Juni 2016 mit den Herstellern Foxconn und Pegatron gesprochen hätte, um die Kosten für die Produktion der iPhone Modelle in den USA zu ermitteln. Im Original heißt es:

„Apple asked both Foxconn and Pegatron, the two iPhone assemblers, in June to look into making iPhones in the U.S.,“ a source said. „Foxconn complied, while Pegatron declined to formulate such a plan due to cost concerns.“

Beide Unternehmen produzieren derzeit in erster Linie in China und bringen zusammen etwa 200 Millionen iPhones pro Jahr auf den Weg in die Geschäfte in der gesamten Welt.

Produktionskosten würden deutlich steigen

Derzeit liegen die Produktionskosten für ein iPhone 7 mit 32GB internem Speicher bei um die 225 US Dollar. Dieser Preis wird wahrscheinlich nicht zu halten sein, wenn die Produktion in die USA verlagert würde. Im Gegenteil, dieser neue Standort würde die Kosten für die neuen iPhone Modelle wahrscheinlich deutlich in die Höhe treiben. Man geht derzeit davon aus, das sich die Produktionskosten mehr als verdoppeln würden. Herstellungskosten von um die 500 Dollar für ein iPhone wären damit greifbar – wohlgemerkt für die gleiche Technik und das gleiche Design – nur durch die Produktionsverlagerung in die USA.

Derzeit machen die Herstellungskosten bei Apple etwa 35 Prozent des Verkaufspreises aus. Steigen diese Kosten wie befürchtet auf 500 Dollar an, würde sich das auch auf den Verkaufspreis auswirken. Die Geräte lägen dann in der günstigsten Version bei 1.400 bis 1.500 Dollar.

Made in USA wäre kaum konkurrenzfähig

Die Zahlen machen deutlich, dass eine Verlagerung der Produktion für Apple kaum in Betracht kommt. Apple Kunden sind nicht unbedingt preis-sensibel, aber ein solcher Anstieg beim Kaufpreis würde trotzdem sicher viele Kunden verschrecken und in die Arme der (nach wie vor günstigen) Konkurrenz treiben. Es ist nicht zu erwarten, dass Apple sein bisher hohen Absatzzahlen bei Preis von bis zu 1.500 Dollar weiter so aufrecht erhalten kann.

Diese Erkenntnis kommt nicht ganz unerwartet, denn immerhin hat Apple die Produktion in China gewählt, weil es dort so geringe Herstellungskosten gibt. Man wird also wohl dem Wunsch von Trump nicht nachkommen können, zukünftig in den USA zu produzieren – der Nachteil gegenüber anderen Herstellern wäre zu groß. Selbst wenn die Konkurrenz zukünftig in den USA Strafzölle bezahlen müsste – was ja auch auf Trumps Agenda steht – hätte Apple in der restlichen Welt schwere Probleme und wahrscheinlich auch eine heftigen Image-Schaden in China, wenn die Modelle dort nicht mehr produziert würden.

Dieses Problem hat im Übrigen nicht nur Apple, sondern auch alle andere Unternehmen in den USA werden sicher genau rechnen, ob sich eine Verlagerung der Produktion in die USA lohnt. Es könnte durchaus sein, dass Trump also mit seinen Plänen bei der Industrie auf taube Ohren stößt.

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iPhone 8 – kabelloses Laden in einer neuen Dimension

In das kommende iPhone 8 werden derzet viele Hoffnungen gesetzt, denn nach dem eher innovationsarmen iPhone 7 erwarten viele Nutzer, das im nächsten Modell die fehlenden Innovationen kommen. Nach aktuellen Gerüchten könnte Apple beim iPhone 8 nun an einem Feature arbeiten, das viele Nutzer bereits herbei sehnen: das drahtlose Laden. Andere Geräte wie Galaxy S7 und auch bereits das S6 unterstützen das induktive Laden ohne Kabel bereits und Apple hinkt hier der Entwicklung etwas hinter her. Sollten die Gerüchte stimmen, könnte sich das aber mit dem iPhone 8 ändern – und zwar deutlich.

Drahtloses Laden bis zu 4,5 Meter weit

Nach Angaben von BGR soll Apple dabei mit dem Unternehmen Energous zusammenarbeiten. Dort bietet man jetzt bereits Lösungen für drahtloses Aufladen an und könnte diese Technik auch in die neuen iPhone Modelle bringen. Dabei wird ein neues Modul im Gerät verbaut, dass die drahtlose Aufladung ermöglicht, dazu gibt es einen Transmitter, der in die Steckdose gesteckt wird und dann im Umfeld die Geräte aufladen kann. BGR schreibt dabei von einer Reichweite von bis zu 15 Fuß – also etwa 4,5 Meter – in der die neuen iPhones geladen werden können. Das wäre eine wirkliche Revolution, denn bisher musste man mit den aktuellen geräten auf den Markt bis auf wenige Zentimeter an den Transmitter heran gehen, nur dann werden die Geräte korrekt geladen. Die Erhöhung dieser rechweite auf mehrere Meter würde ein deutliche Änderung im Nutzungsverhalten bedeuten und die Geräte weitgehend unabhängig vom Standort einer Steckdose machen. Das wäre wirklich ein Feature, mit der es Apple der Konkurrenz zeigen könnte.

Energous hat für diese Technik und dem Einsatz im Smartphone auch bereits die Patente angemeldet – die Technik funktioniert also auf jeden Fall auch im mobilen Bereich und auch mit Smartphones. In der Anmeldung des Unternehmens heißt es dazu:

We are developing technology that can enable wireless charging or powering of electronic devices at distance. We believe our technology is a novel approach, in that it charges or powers devices by surrounding them with a three dimensional (“3D”) pocket of energy formed by radio frequencies (“RF pocket”). In our laboratory, our prototype devices have enabled wireless transmission of energy from a transmitter (similar in size and shape to a Wi-Fi router) to multiple receiver test boards at a distance of up to 15 feet. Our test boards are constructed from commercially available parts and components, are not optimized for our receiver application and are too large to be incorporated in commercially marketed products. We intend to develop a receiver chip to integrate into additional test devices. We believe this receiver chip will optimize our technology into a significantly smaller space and allow for the incorporation or our receiver technology into various products. If the receiver chip we expect to develop is integrated into a low-power (under 10 watts) electronic device, the chip should be able to utilize the received energy to either power the device directly or charge the battery that powers the device.

Mobile Emitter mit geringeren Reichweiten

Auf der eigenen Webseite spricht Energous derzeit aber nur von einer Distanz von etwa 2 bis 3 Fuß (bis zu einem Meter). Der Unterschied liegt hier bei den eingesetzten Transmittern. Die kleineren Geräte für die Strckdose schaffen weniger Leistung und damit auch nur geringe Reichweiten. Möglicherweise hat man mittlerweile aber die Technik weiter entwickelt und bietet mit Apple zusammen eine deutlich eefektivere Lösung an.

iPhone 8 – Sharp President bestätigt OLED Display

Es gab im Vorfeld bereits verschiedene Gerüchte und Spekulationen darum, dass Apple beim iPhone 8 wohl auf ein OLED-Display wechseln würde. Als Lieferant wurde in dem Zusammenhang Samsung aber auch Sharp genannt und daher kann man den Worten von Sharp Präsident Tai Jeng-wu und angeblich auch ein Manager von Foxcon bestätigen, dass Apple zukünftig für das iPhone wohl auf OLED Displays setzt.

Im Original heißt es als Zitat von Tai Jeng-wu:

„The iPhone has been evolving and now it is switching from LTPS (low-temperature poly-silicon) to OLED panels,“ Tai told students at Tatung University, his alma mater, during a ceremony in which he was awarded an honorary doctorate degree. We don’t know whether Apple’s OLED iPhones will be a hit, but if Apple doesn’t walk down this path and transform itself, there will be no innovation. It is a crisis but it is also an opportunity,“ Tai said.

Derzeit nutzt Apple in den iPhone Modelle vor alle IPS-Bildschirme, die bisher auch gute Ergebnisse geliefert haben. Allerdings bestehen die OLED-Displays – vor allem von Samsung – durch sehr hohe Kontraste und leuchtende Farben, so dass die Bildqualität hier oft deutlich besser eingeschätzt wird.

Dünner und auch biegsam

Dazu bieten OLED Displays noch eine Reihe weiterer Vorteile, vor allem bei der Weiterentwicklung der Geräte wichtig werden könnte. So sind OLED Displays dünner von der Bauweise her und bringen auch weniger Gewicht mit. Das spart beim Einbau Platz und lässt mehr Raum für anderen Komponenten. Damit wird mehr Leistung auf dem gleichen Raum möglich oder aber dünnere Geräte – die ja derzeit sehr im Trend liegen. Da sie ohne eine Hintergrundbeleuchtung auskommen, benötigt diese Form des Displays auch etwas weniger Strom.

Darüber hinaus sind OLED Displays, die in erster Linie aus einer Folie bestehen, auch flexibel bzw. biegsam. Man kann die Displays also auch auf runden Oberflächene einsetzen. Ohne diesen Vorteil wären die Galaxy Edge Modelle wohl nicht möglich gewesen, denn mit einen LCD Display kann man den Bildschirm nicht so einfach in einem abgerundeten Bereich unterbringen.

Möglicherweise sind das die Punkte, die Sharps Präsident meint, wenn er davon spricht, dass ohne OLED Displays bei Apple kaum weitere Innovationen möglich wären.

Wie zuverlässig sind die Infos?

In der Vergangenheit gab es einige Meldungen, wonach es zumindest Gespräche zwischen Sharp und Apple gegeben hat, die OLED Displays für das neue iPhone 8 betrafen. Sharp scheint also zumindest Einblicke in die Planungen von Apple zu haben und daher ist es durchaus plausibel, wenn Sharp Präsident Tai Jeng-wu diese Variante ins Spiel bringt. Auf der anderen Seite wird es noch einige Zeit dauern, bis die neuen Geräte auf dem Markt sind und bis daher kann sich noch viel ändern. Allerdings müssen die Lieferketten bereits im Vorfeld stehen, damit die Millionen Modelle im September 2017 termingerecht zu Verfügung stehen – wenn es also wirklich Gespräche über OLED Displays gab, wird Apple auf Jahresfrist an dieser grundlegenden Entscheidung nicht mehr viel ändern.

Was Tai Jeng-wu aber nicht gesagt hat, ist die Modellreihe, in welcher man auf OLED setzt. Ein aktueller Wechsel kann sich natürlich auch das iPhone 8 beziehen, er könnte damit aber auch Produktreihen meine, die derzeit gerade erst in der Entwicklung sind.