Jawbone: Entwicklung und Herstellung von Wearables geht weiter

Die Gerüchte um ein mögliches Aus von Jawbone als Unternehmen und Hersteller haben sich als falsch heraus gestellt. Wie das Unternehmen mitgeteilt hat, basierte die Meldung auf einer falschen Darstellung eines Reporters. Man wolle auch weiterhin im Bereich der Wearables aktiv sein.

Im Original der Meldung heißt es:

Um es eindeutig klarzustellen, Jawbone wird sich weiterhin mit großer Hingabe und Begeisterung der Entwicklung und Herstellung innovativer Wearable Produkte widmen. Selten war das Unternehmen so über kommende Produkte und Entwicklungen begeistert, und wird diese zu gegebener Zeit präsentieren. Das bestehende Inventar wird durch interne Geschäftsprozesse und strategischen Produktlebenszyklen verwaltet. An dieser Situation hat sich nichts geändert und Jawbone wird auch weiterhin alle auf dem Markt befindlichen Produkte unterstützen.

Damit dürfte es auch zukünftige Produkte im Wearables Bereich von Jawbone geben, was man genau für die nähere Zukunft plant, wurde aber leider nicht mit geteilt.

Update: Wearables-Hersteller Jawbone vor dem Aus?

Jawbone vor dem Aus? – Die wirtschaftliche Situation von Jawbone scheint zunehmend schlechter zu werden. Das Unternehmen ist in erster Linie bekannt geworden durch Fitness-Tracker und Lautsprecher für den mobilen Bereich. Allerdings ist der Wettbewerb in diesem Bereich zunehmend härter geworden und das scheint Jawbone vor Schwierigkeiten zu stellen.

Bereits Ende 2015 musste das Unternehmen etwa 15 Prozent der Mitarbeiter entlassen um die Kosten zu senken. Das scheint aber nicht gereicht zu haben, denn mittlerweile wurde angeblich auch die komplette Produktion gestoppt. Schimanke.com schreibt dazu:

Wie Tech Insider berichtet, hat Jawbone inzwischen die Produktion sämtlicher aktueller Produkte gestoppt und die verbliebenen Lagerbestände der Fitnesstracker zum Spottpreis an einen nicht weiter genannten Reseller verkauft, um überhuapt vorerst arbeitsfähig zu bleiben. Fortune ergänzt in diesem Zusammenhang, dass Jawbone zudem auch einen Käufer für seine Lautsprechersparte suche.

Das wären deutliche Einschnitte und falls diese Sanierung nicht funktioniert wäre das wohl das Aus für Jawbone.

Sollte der Verkauf Erfolg haben, will man sich aber in Zukunft auf den Bereich der Wearables konzentrieren und versuchen, hier wieder in einen profitablen Bereich zu kommen.

UPDATE:

Derzeit kursieren diverse fehlerhafte Berichterstattungen in den Medien, die mutmaßen, dass Jawbone sich vom Wearable Markt zurückziehen oder sogar vollständig aus dem Geschäft aussteigen wird. Diese Berichte sind eindeutig falsch. Sie stammen aus einer unrechtmäßigen Unterstellung eines Reporters innerhalb eines Blog-Posts für eine digitale Publikation, die vornehmlich Technologie, Wissenschaft, Innovation und Kultur behandelt. Das Unternehmen Jawbone wurde zu dieser spezifischen Unterstellung im Vorhinein der Veröffentlichung nicht kontaktiert. Der verantwortliche Reporter hat eine ‚Korrektur‘ bezugnehmend auf die unwahren Implikationen veröffentlicht. Allerdings konnte der Schaden durch die schnelle Verbreitung über weitere Medien nicht verhindert werden. Wir beabsichtigen dieses Missverständnis aufzuklären und werden jede einzelne Publikation kontaktieren und das Geschriebene korrigieren.

Um es eindeutig klarzustellen, Jawbone wird sich weiterhin mit großer Hingabe und Begeisterung der Entwicklung und Herstellung innovativer Wearable Produkte widmen. Selten war das Unternehmen so über kommende Produkte und Entwicklungen begeistert, und wird diese zu gegebener Zeit präsentieren. Das bestehende Inventar wird durch interne Geschäftsprozesse und strategischen Produktlebenszyklen verwaltet. An dieser Situation hat sich nichts geändert und Jawbone wird auch weiterhin alle auf dem Markt befindlichen Produkte unterstützen.

Im Hinblick auf Rechtsstreitigkeiten hat Jawbone keine Instanzen oder ähnliches ‚verloren‘, das Unternehmen freut sich auf jegliche Rechtsbehelfe, die von der Justiz gewährt werden.

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Jawbone vs. Fitbit: Kampf um die Vorherrschaft am Handgelenk geht vor Gericht

Bei den Marktanteilen sind die Claims im Bereich der Fitnessarmbänder und Wearables deutlich verteilt: Fitbit kommt nach den aktuellen Zahlen von IDC auf einen Anteil von fast 35 Prozent bei den Verkäufen, Jawbone liegt mit den eigenen Produkten deutlich abgeschlagen bei 5 Prozent Marktanteil. Auf dem Markt gibt es also bereits einen Gewinner – nun geht der Kampf auch auf juristischer Ebene weiter.

Grund dafür sind Patentverletzungen, die Jawbone beim Konkurrenten ausgemacht haben will. In der Klageschrift heißt es, dass Fitbit ein Patent für eine Wellness-App verletzen würde, die mit den Daten eines Fitnessbandes arbeiten soll. Das klingt wenig spektakulär, könnte aber durchaus gravierende Auswirkungen haben, denn Jawbone möchte mit dieser Angelegenheit unter anderem auch die  International Trade Commission (ITC) einschalten. Das könnte im schlimmsten Fall für Fitbit ein Importverbot für den US-amerikanischen Markt bedeuten. Fitbit selbst reagierte weitgehend gelassen auf die Klage und wies in erster Linie daraufhin, dass das Unternehmen selbst mehr als 200 Patente in diesem Bereich besitzt und sich daher keine Schuld bewusst ist.

Die Klage ist bereits der zweite juristische Schritt von Jawbone gegen Fitbit. Im Mai hatte Jawbone Klage eingereicht weil Mitarbeiter mit sensiblen Unternehmensinformationen zu Fitbit gewechselt sein sollen.

Für den deutschen Markt dürfte die Klage vorerst keine Auswirkungen haben, derzeit betrifft sie nur den Markt in den USA. Es könnte aber durchaus sein, dass die Klagen auch weiter ausgeweitet werden. Das erinnert sehr an die umfangreichen juristischen Auseinandersetzungen zwischen Apple und Samsung vor einigen Jahren als es um die Vorherrschaft auf dem Smartphone Markt ging. Im Bereich der Fitnessarmbänder ist der Markt noch lange nicht so groß und so umsatzstark, die ersten Klagen zeigen aber bereits, dass hier die Verteilungskämpfe in vollem Gange sind. Problematisch könnte das für die Kunden werden, wenn es wirklich ein Verkaufsverbot geben sollte und dann wichtige Produkte nicht mehr verfügbar sind. Dazu kommt, dass dieses juristische Aggressivität natürlich auch kleinere Unternehmen abschreckt, die dann eventuell ihre innovativen Lösungen nicht auf den Markt bringen.

Jawbone Big Jambox: Bluetooth-Lautsprecher im Test

Im letzten Jahr konnte Jawbone bereits mit dem kleinen Exemplar der Jambox für Aufmerksamkeit sorgen und durch hervorragende Verarbeitung kombiniert mit einem sehr gutem Klang bei der Kundschaft punkten. Im August hat der amerikanische Konzern den großen Bruder der Jambox auf den Markt gebracht und das Gerät konsequent weiterentwickelt. Der 299 Euro teure Lautsprecher mit Bluetooth-Anbindung und zusätzlicher Freisprechfunktion bietet einen außerordentlich guten Klang und kann in der Preiskategorie durchaus überzeugen. Natürlich gibt es günstigere Exemplare, aber für eine gewisse Qualität muss man bekanntlich zahlen. Ich konnte die Big Jambox nun eine Woche genauer unter die Lupe nehmen und habe meinen Eindruck zu der Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit sowie dem Klang in einem kleinen Testbericht niedergeschrieben.

Lieferumfang

Neben des Lautsprechers selbst kann Jawbone auch mit dem restlichen Lieferumfang punkten. Der relativ große Lieferumfang verfügt über ein 3,5mm-Flachbandkabel, um MP3-Player, Smartphones oder andere Abspielgeräte mit der Jambox ohne Bluetooth zu verbinden. Somit kann man die Akkulaufzeit des jeweiligen Gerätes und der Box sparen. Ebenfalls steht ein MicroUSB-Kabel zur Verfügung, mit dem man die Firmware der Jambox über den PC/Mac aktualisieren kann. Natürlich gibt es auch ein zugehöriges Ladegerät. Im Gegensatz zur kleineren Version fehlt hier allerdings eine beiliegende Tasche.

Verarbeitung und Design

Für den Preis wird eine ordentliche Verarbeitung erwartet, die Jawbone definitiv erfüllen kann. Durch die gummierten Seiten und Stoppeln auf der Unterseite wirkt die Lautsprecherbox sehr hochwertig und bietet einen rutschfesten Halt. Die Knöpfe, die ebenfalls aus Gummi bestehen, sowie die Anschlüsse sind optimal gefertigt. Beim Design setzt Jawbone auf ein Metallgitter, welches in den Farben weiß, rot, grau oder schwarz erhältlich ist. Die Kombination aus Gummi und Metall macht jedenfalls einen gelungenen Eindruck und gefällt mir persönlich sehr gut. Die Verarbeitungsqualität und die verbauten Materialien wirken sich auch auf das Gewicht aus und das Gerät wiegt dadurch stolze 1,23 Kilogramm. Das Gewicht und die Abmessungen von 25,6 x 8 x 9,3 Zentimetern vermindern allerdings etwas die Portabilität. Man sollte sich also vorher Gedanken machen, ob man mit der Größe klar kommt oder sich vielleicht doch für die kleinere Variante der Jambox entscheidet. Im Rucksack lässt sich die Box jedenfalls relativ gut transportieren, aber für meine Umhängetasche ist sie leider ein bisschen zu groß.

Bedienung und Einrichtung

Die Einrichtung ist relativ einfach. Bei der ersten Instandnahme muss man die Jambox mit dem jeweiligen Abspielgerät paaren, somit erkennen sich die beiden Geräte in Zukunft über Bluetooth und verbinden sich automatisch. Dafür muss man nur den Paaren-Knopf drücken und zum Beispiel im Smartphone Bluetooth aktivieren. Danach wählt man die Big Jambox von Jawbone aus und stellt somit eine Verbindung her. Jetzt wird der komplette Sound auf die Boxen gestreamt. Als zusätzliche Funktion steht eine Freisprechfunktion zur Verfügung. Falls ein Anruf auf dem Smartphone ankommt, kann man über die J-Taste auf der Box den Anruf entgegennehmen und über das eingebaute Mikrofon kann man sogar direkt mit Hilfe der Box telefonieren. Darüber hinaus kann man über die Taste auch Siri unter iOS oder S Voice auf dem Samsung Galaxy S3 bzw. Galaxy Note 2 starten, um Sprachbefehle auszuführen. Es ist auch möglich zwei Geräte gleichzeitig mit der Jambox zu verbinden. Neben der Bluetooth-Verbindung kann man den Sound auch über das beigelegte 3,5mm-Kabel an die Jambox übertragen. Das spart natürlich bei beiden Geräten Akku und ermöglicht eine längere Laufzeit.

Es wäre allerdings wünschenswert, wenn die Verbindung in Zukunft über die „Bluetooth Core“-Funktion hergestellt werden kann. Dadurch würde ein Paaren überflüssig werden und Geräte in der Nähe würden automatisch von der Jambox registriert werden. Als Alternative könnte man auch NFC dafür verwenden.

Klang und Akku

Der Sound der Big Jambox ist in jedem Fall beeindruckend. Er ist klar und kann durch eine hohe Lautstärke überzeugen. Im Vergleich zur kleineren Variante, sieht man was das zusätzliche Volumen alles bewerkstelligen kann. Den Bass kann man allerdings nicht mit einem vollwertigen Subwoofer vergleichen. Das ist natürlich auch kein Wunder, aber bei maximaler Lautstärke kann der Bass zu einem blechernen Klang führen, den man jedoch durch den so genannten „Live Audio“-Modus umgehen kann. Der Modus sorgt für ein dreidimensionales Hörerlebnis, das nicht nur realitätsnah und detailtreu ist, sondern auch noch einen atemberaubenden Sound bietet. Solch eine Qualität ist man eigentlich nur von teuren Kopfhörern gewöhnt, aber Jawbone hat diese Qualität auf eine kleine Lautsprecherbox gebracht. Eine geniale Leistung, die jedoch die maximale Lautstärke etwas verringert. Ich bin kein richtiger Experte, kann aber sagen, dass ich bislang immer mit dem Klang zufrieden war und durch die hohe Lautstärke kann man auch ohne Probleme eine kleine Party schmeißen. In Kombination mit der überragenden Akkulaufzeit kann die Feier auch die ganze Nacht gehen. Jawbone hat diesbezüglich in den technischen Spezifikationen eine Akkulaufzeit von 15 Stunden angegeben. Bei meinen persönlichen Tests konnte ich ungefähr 13 Stunden lang Musik über die Big Jambox hören, allerdings habe ich hierfür meistens das 3,5mm-Kabel verwendet, um den Akku meines iPhones zu schonen. Es könnte also sein, dass die Laufzeit bei einer Übertragung über Bluetooth etwas kürzer ausfällt. In beiden Fällen ein mehr als passabler Wert.

Fazit

Mein Fazit fällt durchweg positiv aus. Die Verarbeitung, das Design und der Funktionsumfang haben mich von Anfang an beeindruckt. Die Software kann spielend einfach auf dem neusten Stand gebracht werden und bringt in regelmäßigen Abständen auch einige Verbesserungen mit sich. Der Klang im „Live Audio“-Modus ist einzigartig und keine andere portable Box konnte solch einen Sound generieren. Die Größe des Gerätes ist aber nicht unbedingt optimal und man muss für die genannten Vorteile auch Abstriche im Gewicht machen. Als weiterer Schmerzpunkt muss man sich den Preis anschauen. Mit 299 Euro befindet sich die Big Jambox nicht gerade im preisgünstigen Segment und ist im Premiumbereich angesiedelt. Insgesamt kann ich die Big Jambox aber in jedem Fall empfehlen.