1&1 Drillisch: solide Zahlen und 560.000 neue Kunden

1&1 Drillisch: solide Zahlen und 560.000 neue Kunden – Drillisch hat die Unternehmenszahlen für die ersten 3 Quartale in 2020 veröffentlicht und trotz der Probleme rund um Corona konnte das Unternehmen die Umsätze und die Kundenzahlen sogar noch steigern. Der Gewinn lag allerdings etwas niedriger, wofür unter anderem die Ausgaben für die 5G Aufbau und auch hohe Abrechnungspreise von O2 verantwortlich sind. Im letzteren Bereich strebt 1&1 Drillisch aber eine Schlichtung mit möglicherweise geringeren Zahlungen an.

Das Unternehmen schreibt zu den Zahlen für die letzten 9 Monate:

Die 1&1 Drillisch AG (ISIN DE 0005545503) konnte in den ersten neun Monaten 2020 die Zahl der Kundenverträge im Vergleich zum 31. Dezember 2019 um 350.000 auf 14,68 Millionen Verträge erhöhen. Gegenüber dem 30. September 2019 stieg die Zahl der Kundenverträge um 560.000 bzw. 4,0%.

Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten 2020 um 3,1% auf 2,814 Milliarden Euro (9M-2019: 2,730 Milliarden Euro). Der darin enthaltene margenstarke Service-Umsatz wuchs um 2,6% auf 2,258 Milliarden Euro (9M-2019: 2,200 Milliarden Euro). Bereinigt um negative Effekte in Höhe von -16,4 Millionen Euro infolge der Coronavirus-Pandemie (insbesondere durch weniger International Roaming) hätte der vergleichbare Umsatz um 3,7% zugelegt, der Service-Umsatz um 3,4%.

Auch für das nächste Jahr werden wieder 500.000 neue Kunden zusätzlich erwartet. Das Unternehmen setzt den Wachstumskurs also voraussichtlich fort. Aktuell setzt das Unternehmen vor allem bei den Drillisch Marken auf extrem niedrige Preise, die deutlich unter denen der meisten anderen Mitbewerber im Markt liegen. Bei 1&1 selbst werden dagegen vor allem leistungsstarke Tarife zu höheren Preisen angeboten, die meistens auch mit Handys und Smartphones verkauft werden und mittlerweile auch auf 5G (im O2/Telefonica Netz) zurückgreifen können.

In 2021 soll dann das 5G Netz von 1&1 Drillisch an den Start gehen und das Unternehmen wird wohl bei noch mehr Marken 5G mit anbieten können. Das könnte zusätzlich für einen neuen Anstieg bei den Kundenzahlen sorgen, vorerst ist der Start aber vor allem mit Kosten verbunden.

Kundenzahlen bei den Internet-Anschlüssen – Telekom verliert weiter, Vodafone und O2 gewinnen leicht

Kundenzahlen bei den Internet-Anschlüssen – Telekom verliert weiter, Vodafone und O2 gewinnen leicht – Die Halbjahreszahlen für die Internet-Anbieter in Deutschland liegen vor und bei den Kundenzahlen gibt es keine größeren Überraschungen. Die Telekom setzt den Abwärtstrend fort und kämpft weiter mit Kunden-Verlusten. Allerdings ist das Unternehmen dennoch weiterhin der größte Anbieter in diesem Bereich und kann weiterhin auf mehr als 17,5 Millionen Kunden verweisen.

Die größte Veränderung gibt es bei Vodafone, allerdings nicht durch eigenes Wachstum, sondern durch die Übernahme von Unitymedia. Auf diese Weise kann das Unternehmen die Kundenzahlen auf mehr als 10,8 Millionen steigern und Platz 2 am deutschen Breitband Markt ausbauen.

Bei mehr-speed.de schreibt man im Original dazu:

Dabei konnte Vodafone sich am deutlichsten verbessern, allerdings hat das auch einen Grund: die Übernahme von Unitymedia und damit verbunden den Zuwachs von mehreren Millionen Kunden. Insgesamt liegt die Telekom aber weiter vor und hat nach wie vor die meisten Festnetz-Kunden. Mit der Übernahme von Kabel-Deutschland und Unitymedia gibt es mit Vodafone aber mittlerweile einen weiteren Player auf dem Markt, der in diesen Bereich vorstossen kann und durchaus ein ernstzunehmender Konkurrent ist.

Vodafone wächst aber auch über die Übernahme hinaus und kann etwa 30.000 neue Kunden zusätzlich gewinnen. Bei O2 sind es im ersten Halbjahr sogar mehr als 65.000 neue Kunden im DSL- und vDSL-Bereich die das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr gewinnen kann. Damit hat der Anbieter nun 2,325 Millionen Kunden im Festnetz-Segment.

Die aktuellen Kundenzahlen im Bereich Internet-Anschlüsse

Bei 1&1 und auch bei Tele Columbus (PYUR) gibt es dagegen kaum Veränderungen. Bei 1&1 sinken die Zahlen leicht, bei Tele Columbus gibt es keine größeren Veränderungen, bei beiden Anbietern scheinen die Festnetz-Kundenzahlen daher stabil zu sein. 1&1 wirbt allerdings aktuell wieder mit dem besten Netz (mit Seitenhieb auf die Telekom), es bleibt abzuwarten, ob sich das zukünftig auf die Kundenzahlen in den kommenden Quartalen auswirken wird.

Der neue 1&1 Spot im Original

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Vodafone Geschäftzahlen: wieder mehr als 30 Millionen Kunden im Mobilfunk-Bereich

Vodafone Geschäftzahlen: wieder mehr als 30 Millionen Kunden im Mobilfunk-Bereich – Vodafone hat die Unternehmenszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019/2020 veröffentlicht und kann insgesamt auf gute Zahlen verweisen. Die Integration von Unitymedia ist abgeschlossen und wirkt sich positiv auf die Umsätze und die Kunden zahlen aus.

Das Unternehmen schreibt dazu:

Mit der Unitymedia-Integration steigt der Gesamt-Serviceumsatz im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr um 17% auf 10,7 Milliarden Euro. Im Festnetz-Bereich wächst die Kundenzahl um 56,6% auf 10,8 Millionen. Das Kabel-Segment bleibt der stärkste Wachstumstreiber und verzeichnet ein Plus von 106% auf 7,9 Millionen Abonnements. Die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden steigt um 542.000 auf 18,7 Millionen. Das wirkt sich positiv auf den Ertrag aus: Das EBITDA wächst um 2,5%* auf 5,1 Milliarden Euro.

Aber auch im Mobilfunk-Bereich gibt es gute Zahlen. Der unbereinigte Umsatz sankt zwar etwas, aber mittlerweile kann das Unternehmen wieder auf mehr als 30 Millionen Mobilfunk-Kunden verweisen. In den vergangenen Quartal lag diese Zahl bei teilweise nur noch 29,5 Millionen Kunden, mittlerweile sind etwas wieder etwas mehr als 30 Millionen. Besonders erfreulich dürfte dabei für Vodafone die Entwicklung der Vertragskunden sein. Deren Zahl ist um mehr als eine halbe Millionen angestiegen – die Mobilfunk-Verträge im Vodafone Netz scheinen also wieder gut bei den Kunden anzukommen.

Die Vodafone Geschäftsentwicklung im Detail

Die Zahl der Festnetz-Kunden im Bereich Kabel und auch im TV Bereich ist durch die Übernahme von Unitymedia stark angestiegen und hat sich teilweise verdoppelt. Insgesamt kann Vodafone mittlerweile auf mehr als 10 Millionen Festnetz Kunden verweisen. Im Bereich VDSL gibt es allerdings einen Rückgang. Auch die neuen Gigabit Anschlüsse zu sehr günstigen Preise konnten nicht verhindern, dass Vodafone hier weiter Kunden verloren hat und nun bei weniger als 2,9 Millionen Kunden liegt. Durch den Glasfaser-Ausbau erreicht das Unternehmen aber immer mehr Kunden mit schnellem Gigabit Internet und daher bleibt abzuwarten, ob sich diese Zahl wieder nach oben entwickelt. Bisher ist der Ausbau von Gigabit Internet aber noch höchst unterschiedlich.

Telefonica Quartalzahlen: O2 mit mehr Vertragskunden und mehr Umsatz

Telefonica Quartalzahlen: O2 mit mehr Vertragskunden und mehr Umsatz – O2 hat die aktuellen Quartalszahlen für die ersten 3 onaten 2020 veröffentlicht und kann auf ein gutes erstes Quartal verweisen. Der Umsatz insgesamt stiegt auf 1,85 Milliarden Euro und liegt damit 3,8 Prozent über den Werten aus dem gleichen Quartal des Vorjahres. Auch der Gewinn stieg im Jahresvergleich an.

Das Unternehmen schreibt selbst dazu:

In den ersten drei Monaten stieg der Umsatz um 3,8 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro, während sich das bereinigte OIBDA um 1,6 Prozent auf 532 Millionen Euro erhöhte. Das lag sowohl am fortgesetzten Wachstum bei Vertragsanschlüssen im Mobilfunk als auch an der hohen Nachfrage nach Festnetzangeboten. Telefónica Deutschland setzte ihren Netzausbau kontinuierlich fort und konnte auch unter den besonderen Umständen der Corona-Pandemie ein hohes Niveau im Kundenservice beibehalten. Mit seiner verlässlichen Infrastruktur und Sonderleistungen für seine Kunden lieferte das Unternehmen einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag in der Krise. Telefónica Deutschland bestätigt den Ausblick für das Gesamtjahr, wird jedoch die Auswirkungen von COVID-19 weiter beobachten und analysieren.

Insgesamt kann das Unternehmen nun wieder auf 43,65 Millionen Kunden verweisen. Das sind etwa 700.000 Kunden mehr als noch im Vorjahr. Dieses Wachstum kommt dabei durch den Vertragsbereich zustande. O2/Telefonica konnte dabei etwa 1,4 Millionen neue Kunden von den eigenen Verträge überzeugen. Das ist ein deutliche Anstiege im Jahresvergleich. Das Wachstum scheint aber auf Kosten der Prepaid Angebote gegangen zu sein, denn dort verliert das Unternehmen etwa 650.000 Kunden im Vergleich mit dem ersten Quartal 2019. Insgesamt machen die guten Zahlen im Postpaid Bereich diesen Verlust bei den Kundenzahlen wieder wett. Dazu sind Postpaid Kunden meistens die etwas ertragreichener Kunden mit teureren Tarifen, so dass sich insgesamt auch der Umsatz und der Gewinn des Unternehmens gesteigert hat.

Abzuwarten bleibt, wie sich die Entwicklung im 2. Quartal fortsetzen wird. Durch Corona leider vor allem das Smartphone Geschäft und auch O2 musste die Läden schließen. Das dürfte sich zumindest auf die Neukundenzahlen negativ ausgewirkt haben, auch wenn die Online-Vertragsabschlüsse mittlerweile eine große Rolle spielen.

Telekom auf der Überholspur: 2 Millionen neue Kunden in einem Jahr

Telekom auf der Überholspur: 2 Millionen neue Kunden in einem Jahr – Die Telekom hat die aktuellen Unternehmenszahlen für das dritte Quartal veröffentlicht und kann auf ein wirklich starkes Quartal zurück blicken. Der Umsatz in den letzten 3 Monaten lag um ersten Mal über 20 Milliarden Euro und damit knapp 5 Prozent über den Werten aus dem Vorjahr.

Das Unternehmen schreibt im Original zu den Geschäftsergebnissen:

Die Deutsche Telekom wächst weiter rasant und hebt ihre Prognosen für das laufende Geschäftsjahr an. Im dritten Quartal 2019 stieg der Umsatz um 4,8 Prozent und übertraf erstmals in der Unternehmensgeschichte in einem Quartal die Marke von 20,0 Milliarden Euro. Gleichzeitig legte das bereinigte EBITDA AL gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro zu. In der organischen Betrachtung, also bereinigt um Effekte aus Veränderung von Wechselkursen und Konsolidierungskreis, stieg der Umsatz um 1,7 Prozent, das bereinigte EBITDA AL um 3,0 Prozent.

Besonders deutlich ist das starke Wachstum bei den Kundenzahlen in Deutschland. Das Unternehmen kommt zum 30.09.2019 auf 45.5 Millionen Kunden – das sind fast 2 Millionen Kunden mehr als zum gleichen Stichtag im Vorjahr. Die Telekom konnte damit ihre Kundenbasis im Vergleich zu Vorjahr deutlich ausbauen.

Allerdings ist das Wachstum vor allem im Prepaid Bereich zu finden. Bei den Vertragskunden stagnieren dagegen die Zahlen. Auf Jahresfrist sank die Zahl der MagentaMobil Kunden sogar etwa ab und liegt 41.000 unter den Zahlen aus dem Vorjahr. Die Zahl der Prepaid Kunden stiegt dagegen um mehr als 1,9 Millionen an – das starke Kundenwachstum ist also in erster Linie den attraktiven Prepaid Angeboten der Telekom zu verdanken. Das dürfte für die Telekom etwas bedenklich sein, dann die Handyverträge sind in der Regel umsatzstärker und oft auch aufgrund der längeren Laufzeiten besser planbar. Wahrscheinlich wäre es den Verantwortlichen daher lieber gewesen, wenn auch die Vertragskunden stärker gewachsen wären.

Bleibt abzuwarten, ob die neuen 5G Tarife der Telekom im aktuellen Quartal an der Stelle etwas ändern können und wieder mehr Kunden von den MagentaMobil Allnetflat überzeugen können.

 

Mobilfunk-Markt: Zahl der Prepaidkarten sinkt um 3,7 Millionen im Vergleich zum Vorjahr

Im ersten Halbjahr 2018 ist die Anzahl der Prepaid Simkarten auf dem deutschen Markt weiter gesunken und damit setzt sich der Trend aus dem letzten Jahr weiter fort. Mit Stichtag zum 30.06.2018 gab es in den drei Netzen 51,434 Millionen aktive Prepaidhandykarten. Im letzten Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt noch mehr als 55 Millionen Prepaidkarten gewesen. Konkret ist die Zahl der Prepaidkarten auf dem deutschen Markt im vergangenen Jahr als um mehr als 3,7 Millionen Karten gesunken.

Allerdings ist die Verteilung zwischen den Netzbetreibern höchst unterschiedlich. Die Telekom konnte im Prepaid Bereich sogar zulegen und mehr als eine Million neue Prepaid Simkarten verzeichnen. O2 und Vodafone verlieren dagegen teilweise massiv Prepaid Kunden. Besonders gravierend ist der Rückgang bei O2. Über Jahresfrist fehlen dem Netzbetreiber mehr als 3 Millionen Karten. Der Grund dafür liegt in inaktiven Simkarten, die über längere Zeit (meistens mehr als ein Jahr) nicht genutzt wurden. Diese werden früher oder später durch O2 deaktiviert und gekündigt. Auf diese Weise bereinigen sich die Prepaid Zahlen immer wieder – in den letzten Quartalen musste hier O2 besonders viele inaktive Kunden ausbuchen (teilweise geht dies noch auf ältere Karten aus der Eplus Übernahme zurück) so dass die Zahl der Prepaid Sim so deutlich nach unten gegangen ist.

Im Ausgleich muss man allerdings auch festhalten, dass sowohl bei Vodafone als auch bei O2 die Zahl der Vertragskunden gestiegen ist. Das kann zwar die Verluste im Prepaid Bereich nicht immer wett machen, aber dennoch ist es kein allgemeiner Trend hin zu weniger Simkarten.

Der Anteil an Prepaid Nutzern sinkt damit weiter auf dem deutschen Markt und beträgt nun nur noch 44 Prozent. Ein Grund dafür dürfte unter anderen die Popularität der Allnet Flat sein. Diese sind mittlerweile für 6 bis 7 Euro monatlich zu haben und damit auch für Verbraucher interessant, die weniger telefonieren und surfen und bisher klare Prepaid Kunden waren.

Allerdings haben besonders die O2 Discounter mittlerweile reagiert und bieten neue Allnet Flat auch auf Prepaid Basis an. Beispielsweise hat ALDI Talk eine Allnet Flat im Prepaid Bereich für nur 7.99 Euro gestartet und greift damit preislich Angebote an, die auf Rechnung laufen und kaum billiger sind. Auch bei Blau und O2 selbst findet man mittlerweile diese günstigeren Prepaid Allnet Flat.

Ob die neuen Tarife die Entwicklung aber stoppen oder umkehren können, muss sich erst noch zeigen. Man kann den Trend sicher bereits an den nächsten Quartalszahlen ablesen, wenn die Unternehmen wieder die aktuellen Kundenzahlen veröffentlichen und dann wird es auch Hinweise geben, ob wieder mehr Verbraucher zu einer Prepaidkarte greifen.

Besonders drastisch sieht man die Entwicklung im Prepaid Bereich bei O2. Das Unternehmen hatte bisher immer mehr Prepaid Kunden als Simkarten mit Rechnung. Durch die heftigen Verluste an inaktiven Prepaidkarten hat sich dies aber nun zum ersten Mal umgekehrt: O2 hat also nun mehr Postpaid Kunden als Kunden im Prepaid Bereich. Das wird das Unternehmen sicher nicht zu sehr ärgern, denn Kunden auf Rechnung bringen meist höhere Umsätze mit sich und sind damit aus Sicht der Unternehmen (nicht nur bei O2) die besseren Kunden. Dennoch hätte man sich wohl eher einen größeren Anstieg bei den Verträgen gewünscht und nicht so viele inaktive Prepaidkarten um diesen Wechsel zu erreichen.

Vodafone: Kundenzahlen sinken leicht im 3. Quartal 2017

Vodafone hat die aktuellen Geschäftszahlen für das 3. Quartal 2017 veröffentlicht (das 2. Quartal im Geschäftsjahr von Vodafone) und zumindest bei den Gesamtkundenzahlen im Mobilfunk-Bereich konnte das Unternehmen den Trend aus den vorangegangen Quartalen nicht weiter fort setzen. Die Zahl der Mobilfunk-Kunden sank im Vergleich zum Vorquartal leicht von 30,838 auf 30,675 Millionen Nutzer. Allerdings liegt das Unternehmen damit immer noch über den Zahlen im Vorjahr, damals gab es im zweiten Quartal nur 30,508 Millionen Kunden. Im Jahresvergleich hat das Unternehmen also etwa 175.000 Kunden dazu gewonnen, die hohen Zahlen aus dem 2. Quartal 2017 konnte man aber nicht halten.

Probleme bereitet Vodafone dabei vor allem der Prepaid Bereich. Während man bei den lukrativen Vertragskunden die Zahl der Nutzer um mehr als 200.000 steigern konnte, sank die Zahl der Prepaid Kunden. Auch die neuen Callya Prepaid Tarife mit sehr schnellem LTE und zusätzlichem Datenvolumen konnten hier nicht weiter helfen. Die Zahl der Prepaid Nutzer bei Vodafone beträgt mittlerweile nur noch 13,5 Millionen Kunden. Im Quartal zuvor waren es immerhin noch 13,951 Millionen gewesen und auch im Vorjahr im gleichen Quartal war die Zahl mit 13,889 Millionen Prepaid Nutzern fast 400.000 Kunden höher gewesen. Hier gab es also auch im Jahresvergleich einen deutlich Rückgang,

Beim Netzausbau setzt das Unternehmen allerdings den Kurs fort und rüstet das Handy-Netz des Unternehmens immer schneller aus.

„Wir machen Tempo – beim Wachstum genau wie im Netz“, so Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter. „In den letzten Monaten haben wir 500 Megabit schnellen Mobilfunk in 20 Städte gebracht. Zugleich haben wir Deutschlands größtes Highspeed-Netz noch schneller gemacht: In unserem Kabelglasfasernetz konnten wir fast 130 Städte bereits auf 500 Mbit hochrüsten. Unsere Investitionen in Infrastruktur und Innovationen zahlen sich aus: Im Mobilfunk wie im Festnetz gewinnen wir zahlreiche Kunden und steigern Gewinne und Umsätze. Mit dieser Entwicklung können wir zufrieden sein. Aber wir haben auch noch viel vor: Mit unserer Gigabit Offensive führen wir weiter, was wir begonnen haben: Mit zusätzlichen Investitionen wollen wir unser Kabelnetz noch schneller machen und unser Glasfasernetz deutlich ausbauen. Das Ziel: Gigabit Geschwindigkeiten für ein Drittel aller Deutschen bis 2021.“

Insgesamt sehen die Zahlen von Vodafone sehr gut aus. Der Gesamtumsatz steigt im 3. Quartal 2017 um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und beträgt nun 2,568 Milliarden Euro. Etwa 1,5 Milliarden Euro entfallen davon auf den Bereich Mobilfunk. der Rest wird im Festnetz-Bereich verdient. Damit scheint das Unternehmen sehr stabil aufgestellt, auch wenn die sinkenden Kundenzahlen bei den Prepaidkarten natürlich ein Punkt sind, den man zukünftig angehen sollte.

Telekom: mehr Kunden aber weniger Umsatz

Die Telekom hat die Unternehmenszahlen für das zweite Quartal 2016 veröffentlicht und zumindest im Mobilfunk-Bereich sieht das Ergebnis durchwachsen aus.

Bei den Zahlen der Kunden sieht es sehr gut aus. Das Unternehmen kann im Mobilfunk-Bereich (stand 30.06.2016) auf 41,138 Millionen Kunden verweisen. Das sind fast 2 Millionen Kunden mehr als im Vorjahr zum gleichen Stichtag. Im Vergleich zum 1. Quartal 2015 waren es nochmal 500.000 Kunden mehr. Im Bereich der Vertragskunden gibt es dabei 1,1 Millionen mehr Kunden, die Zahl der Nutzer mit einem festen Handyvertrag über 24 Monat stieg auf mehr als 24 Millionen Kunden an. Auch im Prepaid Bereich gab es mehr Kunden, die Zahl kletterte dabei auf über 17 Millionen Kunden.

Aber: die Umsätze haben sich durch die Neukunden nicht wirklich erhöht. Im Gegenteil, sie sanken sogar leicht um 0.8 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2016. Die Telekom macht dafür vor allem zwei Faktoren verantwortlich. In der Meldung dazu heißt es:

In dem Umsatz-Rückgang sind zwei mindernde Faktoren enthalten, nämlich die Absenkung der Roaming-Tarife sowie die Rabatte im Rahmen des Tarif-Programms MagentaEINS, die vollständig im Mobilfunk verbucht werden. Würden diese Einflussfaktoren zurückaddiert, wären die Serviceumsätze im Mobilfunk um rund 1,1 Prozent gestiegen.

Die gute Kundenentwicklung ist nach Angaben der Telekom vor allem auf die Netzqualität im D1-Netz der Telekom zurück zu führen.

Wir haben – anerkannt – das beste Netz in Deutschland. Wir investieren weiter massiv und arbeiten mit immer neuen Ideen und Initiativen daran, dem Kunden das beste Serviceerlebnis zu bieten„, sagt Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom.

Daher hat man auch im zweiten Quartal 2016 wieder viel Geld in Investitionen in den Netzausbau gesteckt und wird das aller Wahrscheinlichkeit nach auch weiterhin tun. Man weiß bei der Telekom, was man am Netz hat und wird sicher auch versuchen, im LTE Bereich den Abstand zu Vodafone zu vergrößern. Oder wie es die Pressemitteilung formuliert:

Im Inland erweist sich das beste Netz der Deutschen Telekom als Kundenmagnet.

 

Mobilfunk Markt 2015 – Telekom stark, Vodafone schwächelt

Erwartungsgemäß hat sich O2 in 2015 durch die Fusion mit Eplus bei den Kundenzahlen an die Spitze gesetzt und kommt insgesamt auf etwas mehr als 43 Millionen Kunden. Dabei mussten Ende 2014 sogar etwa 5 Millionen inaktive Simkarten ausgebucht werden, als die Kundenstämme beider Unternehmen konsolidiert wurden. Aber auch im normalen Geschäftsverlauf konnte O2 die Kundenzahlen 2015 weiter steigern und kann damit auf etwa 900.000 Kunden mehr als noch im Vorjahr verweisen.

Auch die Telekom hat ein Wachstum bei den Kundenzahlen geschafft. Im Vergleich zu 2015 hat man es sogar geschafft mehr als 1,4 Millionen neuen Kunden zu gewinnen. Damit hat das Unternehmen nun mehr als 40 Millionen Kunden. Bleibt abzuwarten, ob der Trend mit den neuen, teureren Tarifen so weiter gehen wird.

Schlechter sieht es dagegen bei Vodafone aus. Das Unternehmen hat über das Jahr etwas mehr als 1,1 Millionen Kunden verloren und ist damit der kleinste Netzbetreiber auf dem deutschen Markt. Man konnte aber die Marke von 30 Millionen Kunden knapp halten und im 4. Quartal 2015 gab es sogar einen kleinen Zugewinn bei den Kunden. Dazu sieht es sehr gut bei den Vertragskunden aus. Hier konnte das Unternehmen sogar etwa 600.000 Kunden mehr Verzeichnen als 2014. Im Prepaid Bereich gab es dagegen deutliche Kundenverluste.

via mobil-helden.de