Microsoft – Ende der Lumia Reihe im Dezember 2016

Microsoft hatte bereits angekündigt, dass man die Lumia Reihe nicht fortsetzen möchte (was wohl auch am geringen Erfolg der Modelle liegt). Nun könnte es ein erstes Datum geben. Winbeta berichtet mit Verweis auf einen Angestellten bei Microsoft, der anonym bleiben möchte, dass es möglicherweise bereits im Dezember 2016 so weit sein könnte. Im Original heißt es:

According to an employee at the company, who wishes to remain anonymous, the company is preparing to “end sales” of the range this year, December 2016. It does, however, seem a little odd to actually end sales, instead, we believe that Microsoft will be ending production of its Lumia devices.

Tatsächlich wäre es sehr merkwürdig, wenn man im Dezember bereits den Verkauf der Modelle einstellen würde, immerhin dürften noch genügend Händler einen ordentlichen Lagerbestand an Lumia Geräte haben. Daher ist es wohl eher so zu lesen, dass „end of sales“ in erster Linie wirklich das Ende der Produktion bedeutet und nicht einen Verkaufsstopp.

Beworben werden die neuen Lumia Geräte schon länger nicht mehr und im Microsoft Shop findet man Lumia auf der Startseite auch nur noch, wenn es Sonderaktionen gibt. Daher ist schon klar, dass Microsoft kaum noch Energie in diese Reihe steckt.

So traurig das für Lumia Fans ist, macht dieser Schritt doch Platz für ein neue Serie von Microsoft Smartphones, die dann unter Umständen unter dem Namen Surface (wie die Tablets) auf den Markt kommen könnten. Mit etwas Glück haben diese Modelle dann auch mehr Erfolg als die Lumia-Serie – die Messlatte liegt ja in diesem Bereich bisher nicht sehr hoch.

Microsoft Quartalszahlen – Phone-Umsatz sinkt um 71 Prozent

Bei Microsoft hat man die neuen Unternehmenszahlen für das abgelaufene Quartal veröffentlicht und auch in den letzten drei Monaten hat sich der Trend weg vom mobilen Business weiter fort gesetzt. Prinzipiell sind die Zahlen gar nicht so schlecht, denn der Umsatz stieg um ca. 2 Prozent auf 22,6 Milliarden Dollar in diesem Quartal und dazu konnte das Unternehmen immerhin einen Gewinn von 3,1 Milliarden Dollar erwirtschaften. Im Vorjahresquartal gab es an dieser Stelle noch einen Verlust von 3,2 Milliarden Dollar.

Smartphone – kaum noch Modelle, kaum noch Umsatz

Düster sieht es allerdings nach wie vor im Smartphone Bereich aus. Microsoft strukturiert dieses Segment gerade um und hat eine neue Strategie, die weniger auf eine umfangreiche Modellpalette setzt. Daher hat man sich aus dem Massengeschäft im Smartphone Bereich weitgehend zurück gezogen und das macht sich auch in den zahlen bemerkbar: der Umsatz im Bereich der Handys und Smartphone ist deutlich zurück gegangen. Microsoft spricht hier von einem Rückgang von 71 Prozent – rechnet man die Währungsschwankungen heraus bleiben immer noch 70 Prozent Rückgang übrig.

Hoffnung dagegen machen die Tablets und Notebooks. Surface Pro 4 und Surface Book konnten den Umsatz weiter steigern – das Unternehmen legt in diesem Segment nochmal um 9 Prozent zu.

Bleibt abzuwarten, wie Microsoft im Smartphone Bereich weiter auftreten wird. Bisher ist weitgehend unklar, ob und welche Modelle eventuell 2016 noch kommen werden und damit lässt sich auch schlecht abschätzen, ob die Zahlen in diesem Segment besser werden. Allerdings wird sich das Unternehmen wohl kaum das Weihnachtsgeschäft entgehen lassen – es ist also durchaus noch etwas zu erwarten.

Die Zahlen im Überblick:

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Windows Phone – der letzte macht das Licht aus

Es sieht nicht gut aus für die Handy-Sparte von Microsoft. Die Marktanteile der Lumia-Smartphones waren nie wirklich berauschend, mittlerweile sind sie aber in einem Bereich angekommen, den man durchaus vernachlässigen kann. Im ersten Quartal 2016 lag der Anteil nur noch bei 0,7 Prozent weltweit. Das ist nur noch ein Drittel des Anteils des Vorjahres und im Vergleich zu Android und iOS kaum noch der Rede wert.

Ein großer Teil der übrig gebliebenen Nokia Sparte wurde dazu in der letzten Woche an Foxconn verkauft. Das Unternehmen zahlte dafür 350 Millionen US Dollar an Microsoft und damit wechseln ab Herbst 2016 auch ca. 4.500 Mitarbeiter zu Foxconn. Der Deal betrifft daneben auch die Markenrechte, Software-Entwicklungen und Netzwerke – Foxconn bekommt also fast das komplette Nokia Paket. Geplant ist, die Marke wieder zu beleben, man will aber in erster Linie Android Geräte auf den Markt bringen und sich von Windows 10 mobile als Betriebssystem trennen.

Nun hat Microsoft noch einen letzten Schritt getan: Das Unternehmen schreibt zu den bisherigen Milliarden aus dem Kauf nochmal 950 Millionen Dollar ab und entlässt weitere 1.850 Mitarbeiter. Davon fallen allein 1350 Stellen in Finnland weg, der Rest im weltweiten Bereich. Damit dürfte von der Nokia Sparte mit ursprünglich 25.000 Miatarbeitern bei Microsoft kein Mitarbeiter mehr übrig sein, viele wechseln zu Foxconn, der Rest wird entlassen. Nur ein sehr kleiner Teil der Angestellen soll im Bereich der Entwicklung weiter beschäftigt werden.

Im Artikel heißt es dazu:

„We are focusing our phone efforts where we have differentiation — with enterprises that value security, manageability and our Continuum capability, and consumers who value the same,“ says Microsoft CEO Satya Nadella in a statement. „We will continue to innovate across devices and on our cloud services across all mobile platforms.“

Angeblich sollen auch weiterhin „großartige Modelle“ entwickelt werden, wie das mit dem ausgedünnten Personalbestand machbar sein soll, bleibt aber offen. Es gibt auch noch keine Ankündigungen und Pläne, wie genau es im mobilen Bereich bei Microsoft weiter gehen wird, aber es sieht eher schlecht aus.

Habemus Windows 10 mobile – zumindest für diese Modelle

Um die Euphorie zu dämpfen: es gibt immer noch keine finale Version von Windows 10 mobile, aber zumindest hat Microsoft für ältere Windows Phone 81. Modelle ein Upgrade zur Verfügung gestellt. Man kann mit einer Reihe von Lumia Modellen damit jetzt offiziell auf Windows 10 mobile wechseln. Im Windows Blog heißt es dazu:

Today, we’re pleased to begin the roll-out of Windows 10 Mobile to select Windows Phone 8.1 devices.

Consistent with our approach to the Windows 10 PC upgrade, we are focused on delivering a high quality experience for our customers. The Windows 10 Upgrade Advisor app can be downloaded from the Windows Store to see if the upgrade is available for your device.

Allerdings sind noch nicht alle Modelle in der Liste für die neue Version. Microsoft hat das Upgrade für folgende Modelle bereits gestellt:

  • Lumia 1520,
  • Lumi 930,
  • Lumia 640 und 640XL,
  • Lumia 730,
  • Lumia  735,
  • Lumia  830,
  • Lumia 532,
  • Lumia 535,
  • Lumia 540,
  • Lumia  635 1GB,
  • Lumia 636 1GB,
  • Lumia 638 1GB,
  • Lumia  430,
  • Lumia  435
  • BLU Win HD w510u
  • BLU Win HD LTE x150q
  • MCJ Madosma Q501

Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass es für eine ganze Reihe von Lumia Modellen derzeit nach wie vor kein Upgrade gibt. Im Blog liest es sich auch so, als würde hier kein Upgrade mehr kommen, denn das Unternehmen spricht davon, das Windows 10 mobile auf den älteren Geräten die Nutzererfahrung zu stark beeinträchtigen würden. Das wäre natürlich nicht wirklich schön für Besitzer dieser Geräte – eventuell braucht aber Mircosoft auch nur noch etwas mehr Zeit, um hier ein Update bereit zu stellen.

Lumia 650 – das letzte Lumia?

Das Lumia 650 ist noch nicht auf den Markt, aber es machen bereits Gerüchte die Runde, das Microsoft unter Umständen mit diesem Modell die Lumia-Reihe beenden will. Schon vor einigen Wochen machten Spekulationen die Runde, dass es in 2016 nur ein neues Lumia Modell geben wird. Das sollte das Lumia 650 sein und damit wäre die Modellpalette mit Lumia 950, Lumia 550 und dem neuen 650 komplett.

Evan Blass hat nun neuen Render-Bilder vom Lumia 650 veröffentlicht mit dem Hinweis auf „the last Lumia, it’s been said„. Das deutet darauf hin, dass Microsoft unter Umständen nicht nur in 2016 nur noch ein neues Modell bringen wird, sondern sich generell von der Lumia-Plattform verabschiedet. Das heißt nicht, dass es keine weiteren Smartphones des Unternehmens geben wird, aber man trennt sich unter Umständen von der Marke. Die neuen Geräte würden dann unter dem Surface-Brand auf den Markt kommen, den man bereits für Tablets nutzt.

Die Marke Lumia stammte noch aus den Zeiten der Übernahme von Nokia. Sollten sich die Gerüchte bewahrheiten, würde man mit dem Ende der Lumia-Ära auch das Kapitel Nokia-Übernahme beenden und zwar nicht positiv sondern mit dem Verlust bzw. der Abschreibung von mehreren Milliarden US-Dollar.

Noch gibt es aber keine weitere Details oder offizielle Informationen dazu, daher ist nicht sicher ob und wie es wirklich mit den Lumia Geräten weitergeht. In der letzten Zeit gab es viele schlechte Nachrichten rund um Microsoft und wenig wirklich greifbare Fakten. Sicher ist dagegen, dass sich das Lumia 650 verzögert. Angeblich sind es Probleme mit dem Windows 10 mobile System, die dafür sorgen, dass es die Geräte noch nicht zu kaufen gibt.

Windows Phone ist tot – oder doch nicht?

Die Gerüchte um Mircosofts zukünftig Ausrichtung haben einige Wellen geschlagen, auch befeuert von den schlechten Verkaufszahlen in den letzten drei Monaten. Es gibt allerdings auch optimistischere Stimmen. Bei heise ist ein neuer Artikel erschienen, der eher davon ausgeht, dass sich Microsoft wohl kaum vom mobilen Bereich verabschieden wird:

Allerdings kommt auch dieser Artikel zum Schluss, das Lumia-Phones möglicherweise keine dauerhafte Zukunft haben. Als Fazit heißt es dort:

Ja, x86-Smartphones mit Windows 10 Mobile könnten kommen, einem Surface-Telefon stände das sogar gut. Die Lumias verschwinden vielleicht, entweder nur als Marke, vielleicht aber auch die Geräte. Doch auf Windows 10 Mobile kann Microsoft derzeit nicht verzichten, selbst wenn der Erfolg weiterhin ausbleibt.

letztendlich dürfte die Zukunft der Geräte vom wirtschaftlichen Erfolg abhängen. Microsoft hatte bereits nach den schlechten Zahlen im Handybereich Mitte 2015 die Notbremse gezogen und eine neue Strategie angeordnet. Wenn auch diese keinen Erfolg bringt – was die kommenden Quartale zeigen werden oder auch nicht – könnte die nächste Kurskorrektur folgen. Das hieße dann unter Umständen von Lumias zu weniger Lumias zu gar keinen Lumias mehr.

Windows Phones sind tot?

Die schlechten Zahlen bei den Verkäufen im Handy-Bereich von Microsoft dürften auch im Konzern nicht gut angekommen sein und machen deutlich, das Microsoft sich langsam aus dem Massengeschäft zurück zieht. Bleibt die Frage, ob es damit überhaupt eine Zukunft für Windows Geräte gibt.

Benedikt Evans hat die Zahlen für die letzten Jahre auf Twitter zusammengefasst und das Ergebnis sieht nicht gut aus.

Seit Dezember 2011 wurden insgesamt etwa 110 Millionen Windows-Geräte verkauft. Das hört sich nicht schlecht an, allerdings lagen die Verkaufszahlen von Android- und iOS Geräten im gleichen Zeitraum bei etwa 4,5 Milliarden Geräten. Mit der neuen Strategie von Microsoft dürfte sich der Anteil noch weiter reduzieren.

Das wird auch in den Zahlen für das letzte Quartal 2015 deutlich. Insgesamt wurden weltweit etwa 400 Millionen Handys und Smartphones verkauft. Lumia Geräte mit Windows schafften dabei gerade mal Verkaufszahlen von 4,5 Millionen Stück – also ein Anteil von etwas mehr als einem Prozent.

Bleibt also die Frage, welche Zukunft die Plattform und die Geräte haben werden. Die Fangemeinde für Windows-Geräte ist sicher da aber derzeit machen deutliche Probleme bei Microsoft die Runde:

  • Windows 10 mobile verzögert sich weiterhin
  • die Lumia 950 Modelle enttäuschten viele Nutzer durch unfertige Software und Probleme

Für den wirklichen Erfolg wird es wohl nicht reichen, einfach nur ein paar Modelle zu produzieren, denn mit der Marktdurchdringung sinkt natürlich auch der Anreiz Apps zu produzieren und damit insgesamt die Attraktivität der Plattform. Es sieht daher so aus, als führe die aktuelle Strategie von Microsoft über kurz oder lange zum Ende von Lumia- und Windows-Phones.

via theverge

Microsoft Lumia verlost täglich ein kostenloses Lumia 640

Microsoft Lumia verlost täglich ein kostenloses Lumia 640 – Microsoft hat derzeit im Lumia-Bereich auf Facebook ein Gewinnspiel gestartet, bei dem täglich ein Lumia 640 sowie viele weitere Zubehör-Teile verlost werden. Die Aktion läuft dabei noch bis zum 18.12.2015. Die Teilnahme ist allerdings an einige Bedingungen geknüft.

So muss man nicht nur eine passende Email-Adresse eingeben, sondern wird danach auch mehr oder weniger gezwungen, über das Gewinnspiel auf Facebook zu berichten und dabei auch einen Freund zu markieren.

Insofern ist das eher eine Form von Werbung für die man im Gegenzug unter Umständen ein Handy bekommt. Wer sich daran nicht stört kann hier an der Aktion teilnehmen (Facebook Account vorausgesetzt).

Unser eigenes Gewinnspiel läuft noch bis zum 13.12. und dafür reicht es einfach Fan zu sein, Werbung muss nicht gemacht werden.

 

Neo – ein Windows 10 Phone, das nicht Lumia heißt

Wer derzeit ein Windows Phone haben möchte und insbesondere ein Gerät mit dem neuen Windows 10 mobile, kommt um die Lumia Serie von Microsoft kaum herum. Zumindest in Japan gibt es aber auch einige andere interessante Alternativen, denn die japanische Design-Firma NuAns bringt gerade ein passendes Smartphone unter dem Namen „Neo“ auf dem Markt.

Viele Details gibt es dazu noch nicht aber zumindest die wichtigsten Fakten scheinen fest zu stehen:

  • 5 Zoll Display
  • 1,280 x 720 Pixel Auflösung
  • Qualcomm Snapdragon 617 Prozessor
  • 16GB interner Speicher (erweiterbar)

Das Gerät zeichnet sich dabei in erster Linie durch die eigenen Formsprache aus und ist meilenweit vom Design der Lumia Modelle (egal aus welche Preisklasse) entfernt. Der Preis soll bei umgerechnet 350 Dollar liegen, allerdings ist ein Vertrieb außerhabl von Japan nicht geplant.

VIA: Engadget Japan

 

Microsoft malt es für die BILD Zeitung nochmal auf …

Die BILD Zeitung hatte in einem aktuellen Artikel zu Mittelklasse Handys bis 400 Euro geschrieben, das Lumia 640 hätte keine Frontkamera für Selfie-Aufnahmen. Besonders peinlich: Der Artikel erschien im BILD+ Bereich, bei dem die Nutzer zahlen müssen um ihn lesen zu können.

Microsoft hat das nicht auf sich sitzen lassen und auf Facebook eine Art Gegendarstellung veröffentlicht. Als Foto mit deutlichem Hinweis auf die Frontkamera. Gute Replik  …