WLAN am Mac geht nicht – So behebt man das Problem

WLAN am Mac geht nicht – So behebt man das Problem – Es ist ärgerlich, wenn das WLAN nicht richtig funktioniert. Meistens passiert das gerade dann, wenn man es dringend benötigt. Hier kann es natürlich vielfältige Möglichkeiten geben, warum das WLAN nicht funktioniert. Dafür sind auch die Geräte von Apple wie zum Beispiel der Mac nicht sicher. Es ist daher in solchen Situationen sinnvoll nach und nach die einzelnen Ursachen zu überprüfen. Viele Probleme lassen sich selber schnell beheben, wenn man nur die richtige Ursache gefunden hat. In diesem Artikel werden daher einige Ursachen genannt, die womöglich die Quelle des Problems darstellen könnten.

Als erstes ist es natürlich sinnvoll mögliche Fehler in der Hardware auszuschließen. Ist der Router ordnungsgemäß eingeschaltet? Ist das WLAN am MacBook überhaupt eingeschaltet? Dies sind Fragen, die man sich zum Anfang stellen sollte. Liegt hier schon das Problem, dann hat man sich nämlich einiges an Arbeit gespart.

Verschiedene Programme von Apple nutzen

Hat man hier keine Ursache gefunden, dann muss man sich wohl an die eigentliche Suche nach dem Problem machen. Zum Glück bietet das MacOS auf dem MacBook hier einige Hilfsmittel, die man nutzen kann. Dazu hält man als erstes die alt-Taste gedrückt und klickt dann auf das WLAN-Symbol in der Leiste, die sich nun öffnet. Nun gibt es einige Informationen zum WLAN-Netzwerk wie zum Beispiel die IP-Adresse und Geschwindigkeit. Wählt man in der Leiste den Menüpunkt „Diagnose für drahtlose Umgebungen öffnen“, dann öffnet sich ein Diagnose-Programm, welches die Ergebnisse der Diagnose berichtet. Weitere Helfer, die von Haus aus installiert sind, findet man in der oberen leiste zum Beispiel unter dem Reiter „Fenster“. Dort kann man den „Scan“ nutzen, der nach anderen Netzwerken sucht oder sich noch einmal Informationen zur bestehenden Verbindung anzeigen lassen. Auch den „Sniffer“ von MacOS findet man hier.

Ein weiteres Hilfsmittel ist das Terminal von MacOS. Dafür öffnet man das Dienstprogramm und lässt sich zu aller erst die IP-Adresse anzeigen. Danach möchte man alle Netzwerke in der Umgebung und die dazugehörigen IP-Adresse sehen. Um dies zu sehen muss man „ ifconfig “ eingeben. Wird nach diesem Befehl keine IP-Adresse außer die eigene, sollte 127.0.0.1 enthalten, dann besteht eventuell keine Verbindung zu einem DHCP-Server. Die physische Verbindung mit dem Netzwerk sollte also überprüft werden. Ein weiterer hilfreicher Befehl ist „netstat -r“, wodurch man weitere Informationen bekommt. Dazu zählen zum Beispiel welche anderen Rechner noch im WLAN-Netzwerk sind. Auch das Gateway ist neben der IP-Adresse eine wichtige Information, die man herausfinden sollte. Das Gateway steht für den Zugang zum Internet. Ein anderer Weg um IP-Adresse und Gateway zu erfahren sind die Systemeinstellungen. In diesem wählt man das entsprechende Netzwerk aus und klickt auf „weitere Optionen“. Auf der Registerkarte „ TCP/IP “ findet man diese beiden Informationen. Hier sollte man außerdem mal auf die Schaltfläche „DHCP-Lease erneuern“ klicken. Darüber ruft man erneut eine IP-Adresse an. Funktioniert dies noch immer nicht, dann geht entweder der DHCP-Server nicht oder der Mac hat keine Verbindung zum Netzwerk.

Mit Ping-Befehl Verbindung überprüfen

Hat man IP-Adresse und Gateway herausgefunden, dann kann man überprüfen, ob man den Gateway und damit auch das Internet überhaupt erreicht. Dazu dient der „Ping“-Befehl.  Man kann versuchen hier verschiedene Ziele zu erreichen. Gibt man „Ping <IP-Adresse>“ ein, dann überprüft man, ob der Mac andere Geräte im selben Netzwerk erreichen kann. Über „ping 8.8.8.8“ versucht man mit dem DNS-Server von Google zu pingen. So kann man nachvollziehen, an welcher Stelle die Verbindung unterbrochen wird. Um das wirklich zu erkennen ist es sinnvoll den Ping-Befehl etwas länger laufen zu lassen und auf Aussetzer zu achten. Den Ping-Befehl beendet man wieder über die Tastenkombination control+C.

Manchmal liegt das Problem auch an einer ganz anderen Stelle zum Beispiel der Namensauflösung.  Das kann zum Beispiel der Falls ein, wenn einzelne Freigaben oder Internetseiten nicht funktionieren. Hier nutzt man wieder das Terminal um zu erfahren, welcher DNS-Server dafür eigentlich genutzt werden soll. Man gibt im Terminal dann „nslookup + Namen der Internetseite“ ein und bekommt dann die IP-Adresse und der aufgelöste Name des entsprechenden Servers angezeigt. Über „exit“ kehrt man wieder zum Terminal zurück. Wird der Name nicht aufgelöst angezeigt, dann liegt das an der Verbindung zum DNS-Server. Nun kann man wieder auf ping zurück greifen und die Verbindung zum Server überprüfen.

Video: WLAN Probleme beim Macbook pro

Ein weiteres nützliches Programm stellt das Netzwerkdienstprogramm dar, welches man über die Spotlight-Suche und den Suchbegriff „Netzwerkdienstprogramm“ findet. Über dieses Programm bekommt man nämlich wichtige Informationen zum Netzwerk und den eventuellen Fehlerursachen.Wichtig sind hier die Registerkarten „Informationen“ sowie „Netstat“, welche Informationen zur Netzwerkverbindung liefert. Auch hier gibt es wieder Tests zum Verbindungsaufbau und Namensauflösung über die Befehle „Ping“ und „Lookup“. Über die Registerkarte „Finger“ kann man außerdem den Befehl „Whois“ nutzen, welcher Informationen zu den Domänen abruft. Auch „Trace“ kann sinnvolle Daten liefern, da man hier die verschiedenen Gateways nachvollziehen kann, die zum Internetaufbau genutzt werden.

Wie man sieht gibt es viele Programme, die Apple schon von Haus aus mitliefert. Diese dienen dazu die Probleme bei der Netzwerkverbindung zu ermitteln. Welches im speziellen Fall die besten und hilfreichsten Ergebnisse liefert, muss man natürlich für das spezifische Problem ausprobieren.