Galaxy AI Watch als Marke eingetragen – allerdings nicht von Samsung

Samsung hatte in diesem Jahr die Smartwatch Modelle umbenannt und statt Gear heißen die Uhren nun Galaxy Watch. Hintergrund dafür ist wohl eine Anpassung an die Produktpalette. Die Smartphones werden auch alle als Galaxy Phones vermarktet und nun macht bereits der Name der Smartwatch deutlich, dass die Uhren zu Samsung gehören…

Allerdings scheint diese Umbenennung nicht bei allen auf positive Resonanz gestoßen zu sein, den ein Mitbewerber von Samsung fühlt sich dadurch in seinen Rechten beschnitten und hat unter anderem bereits mit verschiedenen Markeneintragungen in diesem Bereich reagiert. Kritik gibt es vor allem vom hierzulande ehe unbekannten Uhrenhersteller Orient Bio Inc. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben schon seit Jahre mit der Marke Galaxy und sieht daher in der Umbenennung durch Samsung einen Angriff auf die eigenen Uhren. Bei Letsgodigital wird das Unternehmen wie folgt zitiert:

An Orient official said: We have registered Galaxy and Galaxy Gold trademarks since 1984. Samsung Electronics’ advertisement of Galaxy Watch as a watch is a violation of the unfair competition prevention law and the trademark law.

Als Reaktion gibt es verschiedene neue Markeneintragungen in diesem Bereich. Unter anderem gibt es neue Markeneintragungen für „Galaxy AI Watch“ und „Galaxy Smart Watch“. Auch der Begriff „Galaxy Watch“ wurde versucht einzutragen, allerdings hatte Samsung hier bereits eine Markeneintragung für die aktuelle Galaxy Watch des Unternehmens und daher dürfte das wohl nicht genehmigt werden.

Insgesamt sieht das alles so aus, als würde es für Samsung in diesem Bereich einige gerichtliche Auseinandersetzungen um den Markenname und die neuen Markeneintragungen geben. Es ist nicht zu erwarten, dass Samsung Marken wie „Galaxy Smart Watch“ einfach so toleriert, denn diese Bezeichnung liegt dann doch recht nahe an der eigene Smartwatch-Marke. Bisher gibt es aber noch keine  Reaktion von Samsung, wahrscheinlich wird es auch kein offizielles Statement dazu geben, sondern man klärt dieses Problem eher direkt oder über Gerichte.

Die Samsung Galaxy Watch im Detail

Von der neuen Smartwatch von Samsung gibt sowohl eine Variante mit 24 als auch mit 46 Millimetern Durchmesser und die Modelle sind entweder mit Bluetooth Schnittstelle ausgerüstet oder verfügen über LTE und eine eSIM. Die eSIM Version kostet dabei 399 Euro, die Version ohne Internet nur 309 Euro. Bisher ist allerdings unklar, welche Anbieter die eSIM in den Geräten unterstützen werden. Das Unternehmen schreibt zu den Funktionen der Uhr:

… Die Galaxy Watch bringt die Vorteile des Galaxy Ökosystems mit sich und schafft ein nahtloses Erlebnis, inklusive SmartThings, Samsung Health, Samsung Flow, Samsung Knox, Bixby und Partnerschaften wie Spotify3 und Under Armour. Mit SmartThings lassen sich andere vernetzte kompatible Geräte ganz einfach mit der Galaxy Watch bedienen. Vom Einschalten der Beleuchtung und des Fernsehers am Morgen bis zur Einstellung der Temperatur vor dem Schlafengehen sind viele Smart Home-Optionen mit nur einem Handgriff möglich. Der Zugang zur Musik und die Verwaltung der Musiksammlung sind auf der Galaxy Watch dank Spotify kinderleicht. Songs lassen sich offline speichern und abspielen, ohne dass ein Smartphone* benötigt wird. Samsung Knox schützt wichtige Daten, während Nutzer mithilfe von Samsung Flow verbundene PCs oder Tablets schnell und einfach entsperren können. …

Bei Betriebssystem setzt Samsung wieder auf Tizen. Die Bedienung der Galaxy Watch unterscheidet sich damit noch besonders von den Gear-Vorgänger Modellen. Wer also bereits eine Samsung Smartwatch hatte, sollte auch mit der Galaxy Watch keine größeren Probleme haben. Im Vorfeld war spekuliert worden, dass Samsung nicht nur den Namen ändert, sondern die Uhr auch auf WearOS von Google laufen lässt. Das hat sich aber nicht bestätigt – trotz des neuen Namens ist das Betriebssystem weitgehend gleich geblieben.

Drillisch strafft das Portfolio – für diese vier Marken geht es nicht weiter

Drillisch hatte bereits im Sommer einige Marken eingestellt und damit klar gemacht, dass man derzeit an der Neuausrichtung des Unternehmens arbeitet. Diese Umstrukturierung geht nun weiter und es fallen leider noch mehr bekannte Mobilfunk-Marken von Drillisch weg.  Im Detail schreibt das Unternehmen zur Neuausrichtung der Markenstrategie:

Im Mittelpunkt der Vermarktung stehen die etablierten Marken smartmobil.de und yourfone. Außerdem setzt das Unternehmen unter anderem weiter auf die Marken winSIM, PremiumSIM, DeutschlandSIM, sim.de, discoTEL und simply. Die Vermarktung von helloMobil wird ab sofort eingestellt. Phonex, McSIM und discoPLUS werden bis Jahresende aus der Vermarktung genommen. Bereits im Sommer war die Vermarktung von BigSIM und discoSURF eingestellt worden. Bestandskunden sind davon nicht betroffen, sie können ihre jeweiligen Tarife wie gewohnt weiternutzen.

Damit hat sich die Zahl der Mobilfunk-Marken des Unternehmens wohl bald halbiert.

Im Detail beendet Drillisch für diese 4 Marken die Vermarktung:

  • Hellomobil (Vermarktung bereits eingestellt)
  • Phonex
  • McSIM
  • discoPLUS

Für die drei letztgenannten Marken des Unternehmens soll bis Ende des Jahres die Vermarktung gestoppt werden. Einen genauen Termin dafür gibt es aber bisher noch nicht. Besonders schade ist es dabei um die Tarife von McSIM, denn das Unternehmen hatte spezielle Rabatte für Studenten im Angebot und dazu auch noch einige der günstigeren Tarife im Bereich von unter 5 Euro. Diese werden nun Wegfallen und es gibt auf dem deutschen Markt auch keinen adäquaten Ersatz.

Unklar ist es, wie mit der Marke Maxxim weiter gehen wird. Drillisch hat sie weder bei den Namen erwähnt, die weiter geführt werden, noch bei den Marken, die man aus der Vermarktung nimmt. Daher ist nicht sicher, ob es auch zukünftig neue Tarife bei Maxxim geben wird. Im Gegensatz zu den eingestellten Marken gab es aber bei Maxxim in der letzten Zeit Neuerungen, daher spricht einiges dafür, dass man auch zukünftig auf diese Tarife setzen wird. Wir haben dazu bei Drillisch nachgefragt, aber bisher noch keine Antwort bekommen. Sobald diese eintrifft, werden wir sie hier mit veröffentlichen.

Update: Drillisch hat mittlerweile geantwortet und klar gestellt, dass auch Maxxim zu den Marken gehört, die weiter geführt werden.

Der Stopp der Vermarktung heißt bei diesen Marken aber nicht, dass sie komplett eingestellt werden. Man kann als Kunde von Hellomobil, Phonex, McSIM, und DiscoPLUS auch weiterhin die bereits vorhandenen Tarife weiter nutzen. An den Konditionen ändert sich dabei auch nichts, eventuell muss man aber eine Umstellung des Loginbereiches hinnehmen. Konkret: Bestandskunden sind davon nicht betroffen, sie können ihre jeweiligen Tarife wie gewohnt weiter nutzen. Es ist aber im Laufe des Jahres nicht mehr möglich, neue Tarife zu buchen und neue Verträge abzuschließen.

Drillisch begründet den Schritt unter anderem mit frei werdenden Ressourcen. Durch die Konzentration auf weniger Marken sollen neue Kapazitäten frei werden, die man dann in die Entwicklung neuer innovativer Ideen stecken will. Das Unternehmen spricht von neuen „Marken- und Produktideen“ die man damit entwickeln will. Das könnte bedeuten, dass man in 2019 mit neuen Tarifen auf den Markt kommen will. Eventuell wird auch eine der abgewickelten Marken neu aufgestellt und mit einer neuen Zielgruppe wieder auf den Markt gebracht. Ähnliche Entwicklung gab es bereits in der Vergangenheit immer wieder und daher wäre es keine große Überraschung, wenn eine der Marken wieder auftauchen würde.

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