Threema – neues Update bringt Erwähnungen auch im Gruppenchat

Threema hat für die Android App des Messengers ein neues Update veröffentlicht, das neben weiteren Neuerungen vor allem die Möglichkeit mit bringt, auch in Gruppenchats einzelene Teilnehmen direkt anzusprechen und so die Unterhaltung nicht in jedem Fall mit der ganzen Gruppe zu teilen. Damit sollen Gruppenchats nutzbarer und übersichtlicher werden, in dem bestimmte Inhalte nicht bei allen Teilnehmern eine Benachrichtung auslösen.

Das Unternehmen schreibt zur neuen Funktion:

Sprechen Sie Gruppenmitglieder direkt an, und diese erhalten bei entsprechender Einstellung trotz Stummschaltung eine Benachrichtigung. Fügen Sie einfach im Nachrichtenfeld ein «@»-Zeichen ein, und wählen Sie den gewünschten Kontakt aus, um ihn zu erwähnen. Wie zu erwarten, wurde auch bei der Umsetzung der «Erwähnen»-Funktion sehr genau auf Sicherheit und Privatsphäre geachtet. So wird bei einer Erwähnung nicht der Name des betreffenden Kontakts verschickt, sondern nur dessen Threema-ID, was Privacy Leaks verhindert.

Das Update ist mit der neusten Version vorerst für Android zu haben, soll aber auch für andere Systeme zeitnah ausgeliefert werden. Wann genau es dort ein Update geben wird, wurde aber nicht mitgeteilt. Wer bereits Threema unter Android installiert hat, bekommt das Update automatisch im System angezeigt. Nach der Installation der neusten Version steht dann auch die neue Funktion im Gruppenchat zur Verfügung.

Die kompletten Neuerungen von Threema 3.4 für Android sehen wie folgt aus:

  • Erwähnungen: Mit dem «@»-Zeichen Gruppenteilnehmer auswählen und direkt ansprechen
  • Neue Option in den individuellen Benachrichtigungseinstellungen für Gruppen: Stummschaltung ein, ausser bei Erwähnung
  • Unterstützung des Inkognito-Modus der Tastatur, falls verfügbar (Threema > Einstellungen > Privatsphäre > Inkognito-Tastatur anfordern)
  • Mehrfachauswahl beim Weiterleiten von Nachrichten oder Medien
  • Springen auf Originalnachricht beim Tippen auf ein Zitat
  • Kontakte direkt aus Kontaktliste teilen
  • Laufenden Threema-Anruf in Hauptbildschirm anzeigen
  • Verbesserte Darstellung von Emojis
  • Anzeige der Anzahl eingegangener Stimmen bei Abstimmungen ohne Zwischenresultat
  • Eigene Benachrichtigungskanäle für permanente Benachrichtigungen in Android 8 (Threema > Einstellungen > Töne & Benachrichtigungen)
  • Zahlreiche Verbesserungen für Threema Web: Erhöhte Stabilität, Anzeige aktiver Verbindungen in Benachrichtigung, aktualisierte SaltyRTC- und WebRTC-Versionen
  • Diverse kleinere Verbesserungen und Behebung verschiedener Fehler

Anytime – Amazon arbeitet möglicherweise an einem neuen Messenger

Der Markt für die mobile Kommunikation über Messenger-Dienste ist derzeit fest in der Hand von Facebook. Sowohl der Facebook Messenger selbst als auch WhatsApp (mittlerweile auch von Facebook gekauft) sind die Marktführer in diesem Bereich und die Konkurrenz folgt erst mit gehörigem Abstand. Der Versuch von Google, mit dem Allo Messenger in diesen Bereich vorzustoßen, kann man wohl als gescheitert betrachten. Der Dienst konnte sich bisher nicht durchsetzen und Kunden in nennenswerten Umfang von sich überzeugen.

Nun will Amazon wie es aussieht mit einem eigenen Messenger in diesem Bereich aktiv werden. Unter dem Namen Anytime will das Unternehmen einen eigenen Dienst anbieten. Zumindest deutet darauf eine neue Umfrage hin, die Amazon unter den eigenen Kunden gestartet hat und die sich mit einem eigenen Messengerdienst beschäftigt. Bei ATFnews schreibt man dazu:

Based on the images I’ve been provided, Anytime by Amazon seems to be an all-in-one feature rich service that could even rival social networks. The focus seems to be messaging, including voice and video calls, but there’s also mention of photo sharing with @mentions, as well as filters for photos and video with “special effects and masks.” Anytime will also provide tasks that can be done in groups, like playing games, listening to music, and ordering food.

Der größte Unterschied zu den aktuellen Messengern wie WhatsApp dürfte der Ansatz werden, die Nutzer per Namen zu identifizieren. Bisher funktionieren viele Dienste über eine Telefonnummer und sind damit abhängig von einem Smartphone. Bei Anytime soll dies anders werden – es reicht ein Name und damit kann man sich dann für den Dienst anmelden, auch wenn man einen PC oder ein Tablet ohne Rufnummer nutzt. Das hat natürlich auch den Nachteil, dass man Nutzer nicht mehr einfach so über die Telefonummer finden kann. Ob sich der Ansatz von Anytime als ein Vorteil heraus stellt, muss sich also erst noch zeigen.

Ansonsten scheint Amazon auf die Features zu setzen, die man auch aus anderen Diensten bereites kennt. Es gibt natürlich Emojis, Sticker und Gruppenchats, dazu soll der Dienst verschlüsselt werden, wobei noch nicht klar ist, welches Technik und welches Konzept zum Einsatz kommt.

Allerdings fehlt in der Ankündigung bisher ein Feature, dass den Dienst aus Nutzersicht von den anderen Angeboten angrenzt. Es gibt keinen wirklichen Punkt, der überzeugend für die Nutzung von Anytime spricht und den andere Dienste so nicht bieten können. Sollte der Messenger in dieser Form auf den Markt kommen, wird es also wohl schwierig werden, den angestammten Angeboten Kunden abzujagen.

Hellomobil startet Handytarife für LINE-Nutzer

Mit WhatsApp-SIM gibt es bereits eine Prepaid-Tarif, der sich speziell an die Nutzer von WhatsApp richtet, nun hat der Mobilfunk-Discounter Hellomobil auch einen Tarif gestartet, der für Nutzer des Line Messengers interessant ist und daneben aber auch entweder einen Handytarif oder eine Allnet Flat bietet.

Die Line Nutzung bezieht sich in diesem Tarif allerdings nich auf das Datenvolumen für Text-Nachrichten (das mit 1 bzw. 2GB an sich bereits gut abgedeckt ist) sondern auf die sogenannten Line-Out Credits, mit denen Gespräche von Line zu belieben Festnetz- und Handy-Nummern weltweit möglich sind.  Je nach Land werden dabei für Gespräche eine unterschiedliche Anzahl an Credits berechnet. Die genauen Funktionen und Kosten kann man sich hier direkt bei Line anschauen. Hellomobil stellt dabei derzeit zwei Tarife mit maximal 240 Line Out Credit bereit:

Tarif 1: LINE SIM ONE

  • 120 Frei-Minuten in dt. Fest- & Mobilfunknetze
  • 1 GB LTE mit bis zu 50 Mbit/s + Datenautomatik
  • 120 LINE-OUT Credits für bis zu 120 Frei-Minuten weltweit
  • Monatlich kündbar
  • Anschlusspreis: Einmalig 29,99€
  • Nur 9,99€ im Monat

Tarif 2: LINE SIM TWO

  • Telefonie, sowie SMS-Flat in dt. Fest- & Mobilfunknetze
  • 2 GB LTE mit bis zu 50 Mbit/s + Datenautomatik
  • 240 LINE-OUT Credits für bis zu 240 Frei-Minuten weltweit
  • Monatlich kündbar
  • Anschlusspreis: Einmalig 29,99€
  • Nur 19,99€ im Monat

Alle beiden neuen Tarife haben dabei keine Vertragslaufzeit und sind somit sehr flexibel mit monatlicher frist wieder kündbar. Negativ ist festzustellen, dass auch bei diesen Tarifen (wie bei vielen anderen Drillisch Discountern auch) die Datenautomatik wieder mit an Bord ist und damit automatisch neues Volumen nachgebucht und berechnet wird, wenn man das monatlich Inklusiv-Volumen überschreitet.

Im Vergleich mit WhatsApp ist Line in Deutschland eher gering vertreten. Es bleibt daher abzuwarten ob und wie sich dieser Tarif durchsetzen kann.

 

Messenger hängen die SMS ab

Der Digitalverband Bitkom hat die deutschen Nutzer befragen lassen und ermittelt, wie beliebt und häufig genutzt Messenger-Dienste wie WhatsApp und Co mittlerweile sind. Insgesamt wurde dabei 1023 Internet-Nutzer ab einem Alter von 14 Jahren befragt. Dabei hat sich gezeigt, dass 82 Prozent der 14- bis 29-jährigen Internetnutzer und 81 Prozent der 30- bis 49-jährigen diese Kurznachrichten-Dienste verwenden. Auch bei den älteren Nutzern liegen die Zahlen noch sehr hoch. Unter den 50- bis 64-Jährigen sind es 59 Prozent und selbst in der Generation 65-Plus sind es immer noch 28 Prozent, die einen solchen Dienst verwenden.

„Kurznachrichtendienste ermöglichen eine schnelle, unkomplizierte und preiswerte Kommunikation“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Neben Textnachrichten können die Nutzer Fotos und Videos versenden, Sprachnachrichten übertragen oder telefonieren. Zudem verbessern Messenger die Übersichtlichkeit: Anders als bei E-Mails können sich Nutzer für Gespräche in Gruppen zusammenfinden. Rohleder: „Messenger entwickeln sich zu Multifunktionsdiensten. Damit haben sie die gute alte SMS bereits weitgehend ersetzt.“ Im Jahr 2015 ist die Zahl der versendeten SMS in Deutschland um 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 16,6 Milliarden gesunken. Im Rekordjahr 2012 waren es fast 60 Milliarden SMS.

Das Ranking unter den Diensten selbst ist dabei klar: WhatsApp führt mit großem Abstand:

  • WhatsApp 63 Prozent
  • Skype 16 Prozent
  • Facebook Messenger 13 Prozent
  • iMessage 9 Prozent
  • Handgouts 5 Prozent
  • Snapchat 2 Prozent

Andere Dienste wie Threema, Line, Telegram oder Signal liegen bei unter einem Prozent und können sich bisher gegen die Konkurrenz nicht nicht wirklich durchsetzen.

Quelle: Bitkom

WhatsApp & Co: Stiftung Warentest prüft die Sicherheit

WhatsApp & CO: Stiftung Warentest prüft die Sicherheit – In den vergangenen Jahren lösten die Messenger-Programme immer mehr die klassische Kurzmitteilung ab. Durch das vorhandene Datenvolumen, welches bei vielen Tarifen inklusive ist, werden dadurch hohe Kosten eingespart. Zudem können neben einfach Textmitteilungen auch Foto-, Audio- und Videonachrichten versendet werden. Vor einigen Wochen führte das Entwicklerteam von Whatsapp sogar das Telefonieren ein.

Da nahezu zeitgleich zu der Entwicklung der Messenger-Dienste die Forderungen nach größerer Datensicherheit in das Bewusstsein der Menschen eintrat, veröffentlichte die Stiftung Warentest in der Ausgabe August 2014 ein Test bezüglich der Sicherheit von Messenger-Apps. Obwohl keiner der getesteten Apps Nutzerdaten direkt an Dritte weiterleitet, kann nicht abschließend gesagt werden, ob die Daten auf einem externen Server gespeichert werden. Die beste Datenverschlüsselung liefern die Programme, welche die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nutzen. Diese verhindert, dass der Anbieter Nachrichten mitlesen kann.

WhatsApp:

Mit 800 Millionen Nutzern ist WhatsApp der größte Messenger-Dienst. Die Handhabung des Programms ist sehr benutzerfreundlich. Da es soweit verbreitet ist, wird die Möglichkeit gegeben, mit vielen Chat-Partnern zu kommunizieren. Der Nutzer meldet sich mit seiner Mobilfunknummer an. Für den Fall, dass lediglich die Nummern von den Nutzern auf einem externen Server gespeichert werden, kann sich der Anbieter über eine Datenbank mit 800 Millionen Rufnummern freuen. WhatsApp synchronisiert automatisch das Telefonbuch. Zudem ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht gegeben.

Threema:

Der Messenger kann für den einmaligen Preis von 1,99 Euro im gekauft werden. Derzeit nutzen rund 3,5 Millionen Menschen das Programm. Threema bietet eine große Menge an Einstellungen. Für die Nutzung muss nicht die eigene Mobilfunknummer angegeben werden. Hierfür ist ein Fantasiename ausreichend. Der Nutzer erhält eine einzigartige Identifikationsnummer. Um Freunde zu kontaktieren, müssen die Profile eingepflegt werden. Sofern dennoch Daten hinterlegt wurden, kann auch die Telefonbuchabgleichs-Funktion genutzt werden. Bei dem Versand von Nachrichten wird eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verwendet.

Hoccer:

Das beste Urteil erhielt das deutsche Messenger-Programm Hoccer. Die App kann vollständig Anonym genutzt werden. Für die Anmeldung muss weder eine E-Mail-Adresse oder Name noch eine Mobilfunknummer angegeben werden. Bei dem Versand von Nachrichten wird die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung genutzt. Alle Server stehen in Deutschland und unterliegen somit dem Bundesdatenschutzgesetz. Das Programm kann kostenlos heruntergeladen werden.

ChatSecure:

Dei iOS-App bietet den sichersten Umgang mit persönlichen Daten. Jedoch ist es schwierig das Programm einzurichten. Daher richtet sich diese App vor allem an Nutzer, welche über das nötige technische Wissen verfügen. Das Programm ist ebenfalls kostenlos.

WhatsApp Messenger für das iPhone zur Zeit kostenlos

Ideal zur Weihnachtszeit bieten die Entwickler ihren SMS- und MMS-Ersatz vorübergehend kostenlos im App Store zur Verfügung. Die letzte Aktion von dem WhatsApp Messenger liegt bereits mehrere Monate in der Vergangenheit und obwohl der alternative SMS-Dienst größter Popularität verfügt, konnte sich die App in den Charts nicht weiter oben halten. Aus diesem Grund und natürlich passend zu den kommenden Feiertagen kann der Nachrichtendienst zum Gratis-Tarif heruntergeladen werden.

Mit Hilfe dieser Anwendung könnt ihr Nachrichten sowie digitale Medien über das mobile Internet an Freunde verschicken. Dabei entstehen keine SMS- oder MMS-Kosten, sondern nur das mobile Datenvolumen wird verbraucht. Natürlich müssen die Empfänger auch die Applikation auf ihrer mobilen Plattform installiert haben. Mittlerweile unterstützt der WhatsApp Messenger die gängigsten Betriebssysteme und kann auf iOS, Android, Blackberry und Symbian verwendet werden.

Normalerweise kostet der WhatsApp Messenger 79 Cent, daher ist der Ersparnis nicht gerade gewaltig, dennoch haben bestimmt einige Anwender gezögert sich die App zu kaufen. Daher solltet ihr möglichst schnell zu schlagen, um eines der meistgenutzten Applikationen euer eigen nennen zu können.

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