Moto Z bekommt Android 8 Oreo – zumindest in Brasilien

Wie weit ist Lenovo bzw. Motorola beim Update der aktuellen Modelle auf Android 8? Wenn man einem Screenshot auf Reddit glauben schenken will, gibt es zumindest in Brasilien bereits eine funktionsfähige Version des neuen Android Systems, die auch bereits ausgerollt wird. Das könnte bedeuten, dass Android Oreo auch international bald in den Startlöchern stehen wird und möglicherweise in absehbarer Zeit auch in Deutschland zum Download bereit steht.

Allerdings – und das muss man einschränkend sagen – kann es auch durchaus sein, dass der entsprechende Nutzer, der diesen Screenshot gepostet hat, am Beta Programm teilnimmt und es sich dabei noch nicht um eine finale Version des Betriebssystems handelt. Aber auch Android 8 im Beta Stadium für das Moto Z wäre bereits ein deutlicher Hinweis, dass es nicht mehr sehr lange dauert, bis die endgültige Version verfügbar sein wird.

Motorola selbst hatte angekündigt, dass eine ganze Reihe Geräte Android 8 bekommen werden. Das Moto Z steht dabei ganz oben – daher könnte es durchaus sein, dass diese Modelle auch als erste das Android 8 bekommen werden:

  • moto z
  • moto z Droid
  • moto z Force Droid
  • moto z Play
  • moto z Play Droid
  • moto z2 Play
  • moto z2 Force Edition
  • moto x4
  • moto g5
  • moto g5 Plus
  • moto g5S
  • moto g5S Plus

Die Neuerungen in Android 8 bzw. Android O

Android 8 wird wieder einige Neuerungen mit sich bringen und soll vor allem bei der Leistung und dem Stromverbrauch besser da stehen als die Vorgänger-Versionen. Die wichtigsten Neuerungen sind:

  • Notification dots – Die Benachrichtigungen einer App werden zukünftig nicht nur über die bisherige Leiste angezeigt, sondern zu jeder App gibt es im Falle einer Benachrichtigung auch einen kleinen Punkt (einen Dot) direkt am App Symbol, das anzeigt, dass eine Benachrichtigung vorliegt. Dann kann man direkt mit einem langen Druck auf diese App sich die Benachrichtigungen auf dem Bildschirm anzeigen lassen.
  • Picture-in-picture – Mit dieser Funktion soll es möglich sein, zwei Apps neben einander zu bedienen, in dem eine App über die andere eingeblendet wird.
  • Smart Text Selection – zukünftig soll Android beim Copy und Paste von selbst erkennen, welcher Bereiche markiert werden sollen und diese selbst bereits auswählen. Damit entfällt das lästige Markieren per Hand, was durch die kleinen Steuerelemente oft zur Qual werden kann.
  • Autofill with Google – Die Autofill Funktion von Chrome* (beispielsweise für Passwörter) wurde nun auch für Android O übernommen und soll es noch einfacher machen, Formulare oder auch Anmeldungen auszufüllen.

Feste Tastatur als Mod für das Moto Z

Das Moto Z Play hat auf der Rückseite starke Metallkontakte, mit denen sich verschiedenen Mods anbringen lassen. Damit kann man die Geräte  beispielsweise mit einem Zusatz-Akku nachrüsten oder sie mit einer Soundanlage oder einem Projektor ausstatten.

Auf Indiegogo gibt es nun auch noch ein Crowdfundig-Projekt, um die Geräte mit einer festen QWERTY-Tastattur zu versorgen, die ebenfalls über den MOD-Anschluss mit dem MOTO Z verbunden wird. Derzeit gibt es nur noch sehr wenige Modelle (vor allem bei Blackberry) auf dem Markt, die mit einer festen Tastatur ausgestattet sind. Dieser neue Mod könnte daher durchaus einen Nerv bei den Kunden treffen. Dazu löst er das Problem, dass feste Tastaturen die Geräte nur unnötig dick machen – braucht man die Tastatur nicht, kann man den Mod entfernen und hat dann das ganz normal dünne Moto Z.

Die macher selbst schreiben zu den Vorteilen des neuen Moto Z Mod:

The Keyboard Mod features a 5-row landscape QWERTY keyboard that slides out, and screen can be tilted between 0 and 45 degrees. We’re also considering to include a battery to extend the phone’s battery life* With the Keyboard Mod, your Moto Z is transformed into a productive mini PC! We offer 3 colours to match your phone: Black, White and Gold. Black will be the only option for the super early bird perk, and all three colours will be available for the early bird perk. The non-QWERTY layout will be manufactured after we ship the initial QWERTY layout. For AZERTY, QWERTZ and Scandic Layout users, please refer to the Non-QWERTY layout perks.

Für deutsche Nutzer ist besonders der letzte Satz interessant, denn eine QWERTY Tastatur ist natürlich für deutsche Nutzer nicht ganz so interessant. Es wird aber ebenfalls Mods mit deutschem Tastaturlayout geben und damit eignet sich der Mod auch für Deutschland. Dazu gibt es eine extra Batterie an Bord um die Mehrverbrauch an Strom durch das Keyboard aufzufangen.

Die Macher haben sich dabei ein Ziel von 100.000 Dollar gesetzt um diesen Mod zu realisieren. Derzeit sind mit mehr als 35.000 Dollar bereits mehr als ein Drittel dieser Summe erreicht. Etwa 500 Leute haben bereits beim Crowdfunding mit gemacht. Die Aktion läuft dabei noch einen Monat – es ist also noch genug Zeit, um das Ziel der Kampagne zu erreichen. Allerdings haben die Macher keinen genauen Angaben gemacht, wann genau dieser Mod erscheinen soll. Selbst die Early-Bird Auslieferung hat noch kein Datum und soll erfolgen „sobald der Mod fertig ist“. Es ist also noch nicht ganz klar, wann dieser Mod erscheinen wird, selbst wenn die Kampagne erfolgreich sein sollte. Der Preis für den Mod liegt im Übrigen bei 60 Dollar – zumindest für die Nutzer, die beim Crowdfunding mit machen. Im Handel soll der Mod dann doppelt so viel Kosten und für 120 Dollar zu haben sein.

Der QUERTY Tastatur Mod im Video

Moto Z und Z Force – so teuer werden die Module

Das Moto Z und Z Force sind weitere modulares Smartphones, die ab September auch in Deutschland zur Verfügung stehen sollen und die sich über sogenannten Moto Mods noch mit verschiedenen Funktionen erweitern lassen. Anders als bei LG G5 muss man dafür aber nicht die Unterseite entfernen sondern es gibt Magnetkontakte auf der Rückseite, die die Moto Mods sicher halten sollen.

Beim us-amerikanischen Mobilfunk-Anbieter Verizon sind auch die ersten Preisangaben für die Mods aufgetaucht und es handelt sich nach diesen Angaben um kein billiges Vergnügen, die Geräte aufzurüsten:

  • Power Pack mit kabellos aufladbarem Akku: 99,99 Dollar
  • Power Pack in der Standardversion ohne kabelloses Aufladen: 89,99 Dollar
  • Insta-Share-Projektor mit 50 Lumen und integriertem Akku: 299,99 Dollar
  • Audio-Mod JBL SoundBoost: 79,99 Dollar

Wenn man das Gerät mit allen Mods aufrüstet, zahlt man fast mehr als den eigentlichen Gerätepreis.

Bisher sind für das Moto Z und Z Force allerdings nur diese 4 Module erhältlich. Lenovo soll allerdings bereits mit Drittanbietern zusammen arbeiten, um weitere Mods anbieten zu können und dann besteht auch die Möglichkeit, dass die Preise etwas nach unter gehen. Es wird allerdings interessant werden zu sehen, wie restriktiv Lenovo mit Angeboten von Dritten umgeht, vor allem wenn diese billiger sind. So lässt sich durchaus ein Akkupack als Mod vorstellen, der für weniger als 90 Dollar angeboten wird und der dann Lenovo direkt Konkurrenz macht.

Moto Z und Moto Z Force vorgestellt – Lenovo geht den modularen Weg

Lenovo hat mit dem Moto Z und dem Moto Z Force zwei neue Flaggschiffe für die eigenen Modellpalette vorgestellt und geht dabei den Weg zunehmender Modularisierung. Die neuen Geräte lassen sich über zwei starke Magnethalterungen an der Rückseite mit verschiedenen zusätzlichen Modulen aufrüsten – ein ähnliches Prinzip kennt man bereits vom LG G5.

Bei der Technik der Smartphone selbst hat Lenovo nicht gespart und verbaut die besten Komponenten, die man derzeit bekommen kann:

  • 5,5-Zoll-OLED-Display mit 1440p Quad-HD (2560 x 1440), 535 ppi, Corning Gorilla Glass
  • Snapdragon-820-Prozessor und Adreno-530-GPU
  • 4GB RAM
  • 32 oder 64 GByte interner Speicher
  • 13 Megapixel Kamera ( f/1,8-Blende)
  • 2600mAh Akku

Das Moto Z Force hat dazu noch ein bruchsicheres Display (ist daher mit 7mm auch etwas dicker), bietet eine 21MP Kamera und einen Akku mit 3.500mAh.

Modular dank Moto Mods

Die Erweiterung beider Modelle ist über zwei Magentkontakte jeweils an der Rückseite möglich. Darüber lassen sich „Moto Mods“-Zusatzgeräten ankoppeln und das System wirkt insgesamt eleganter als bei LG G5, denn man muss keine Teile des Gerätes entfernen, um Mods zu installieren.

Bisher ist die Auswahl an verfügbaren Mods aber noch überschaubar. Zur Auswahl stehen ein Beamer, der allerdings nur 480p unterstützt, ein Akku Modul mit 2200mAh zusätzlicher Leistung und das JBL Audio-Pack mit zwei Lautsprechern und 3 Watt Leistung.

Lenovo hat allerdings bereits einen Wettbewerb gestartet und schreibt für den besten Mod ein Fördergeld von 1 Millionen Euro aus.

Das Design des Moto Z

Das neue Smartphone ist mit nur 5,18mm sehr dünn ausgefallen und macht insgesamt auf den ersten Bildern und im Video eine sehr gute Figur. Eine wirkliche eigene Formsprache gibt es zwar nicht, aber das ist mittlerweile ja ohnehin eher selten der Fall.

Die andockbaren Module sehen dagegen eher schwerfällig aus und verwässern den guten Eindruck der Geräte. Dazu ist das Kameramodul auf der Rückseite sehr stark hervorgehoben und ragt deutlich aus dem Gehäuse. Das dürfte vielen Nutzern wenig gefallen.

Insgesamt spielt das Moto Z aber auch bei Design und Verarbeitung in der Oberklasse mit.

Video: Moto Mods