„Sim nicht eingerichtet“ – das steckt hinter dieser Fehlermeldung und so bekommt man sie los

„Sim nicht eingerichtet“ – das steckt hinter dieser Fehlermeldung und so bekommt man sie los – Nutzer berichten immer wieder von der Meldung „Sim nicht eingerichtet“, wenn sie eine Simkarte im Handy einlegen. Das ist auch nicht direkt eine Fehlermeldung, sondern deutet eher darauf hin, dass die Sim noch nicht aktiv ist. Damit kann man sich allerdings auch nicht nutzen – zumindest nicht, bis die Einrichtung abgeschlossen ist.

So schreibt ein Nutzer im O2 Forum zu diesem Problem:

Hallo zusammen,

seit heute Morgen ist auf dem Display meines Note8 ein Warndreieck mit 2 MM, wenn man genauer hinschaut steht da „SIM nicht eingerichtet“ Ich kann weder telefonieren noch angerufen werden. Mehrere Neustars waren leider erfolglos.
Reinigung der Simkarte ebenfalls durchgeführt!

Und bei Congstar berichtet ein Kunde von ähnlichen Problemen:

Hallo, ich habe heute die SIM-Karte für meine Allnet Flat Plus Flex erhalten. Beim Anschalten des Handys habe ich nach der PIN-Eingabe die Meldung erhalten, dass die SIM nicht eingerichtet ist. Muss ich noch irgendeinen Schritt machen? Oder dauert das ein paar Stunden/einen Tag?
Ich habe unter meine Produkte dann gesehen, dass der Tarif als aktiv erst ab den 12.09. gekennzeichnet ist. Bedeutet das, ich kann erst am 12.09. die SIM-Karte nutzen? Warum das denn?

In diesem Artikel wollen wir zeigen, was hinter dieser Fehlermeldung steckt und auch, was man unter Umständen dagegen tun kann.

„Sim nicht eingerichtet“ – das steckt hinter dieser Fehlermeldung?

Wie bereits oben angedeutet, ist diese Meldung an sich kein technischer Fehler im Sinne, dass mit Netz oder Simkarte etwas nicht stimmt. Bei der Meldung „Sim nicht eingerichtet“ geht es daher nicht darum, dass die Sim nicht erkannt wurde, die APN Daten eventuell nicht passen oder das Netz nicht da ist. Stattdessen wird die Sim korrekt erkannt und versucht sich auch ins Netz einzuwählen, aber die Daten zur Einwahl passen nicht.

Hinter dieser Fehlermeldung können in erster Linie 3 Möglichkeiten stecken:

  • Die Simkarte ist noch nicht aktiv, weil der Tarif noch nicht aktiviert wurde. Mobilfunk-Unternehmen verschicken Simkarten meistens vor Vertragsbeginn und wenn man diese dann einlegt kommt diese Meldung. In dem Fall hilft nur warten, bis der Aktivierungstermin da ist.
  • Die Simkarte ist nicht mehr aktiv, weil der Tarif beendet ist. Das passiert weil man gekündigt hat oder gekündigt wurde.
  • Die Simkarte ist aktiv, wählt sich aber ins falsche Netz ein. Hier sollte man unter Einstellungen die Netzwahl im besten Fall auf automatisch setzen.

In den ersten beiden Fällen sollte man im Kundenbereich prüfen, ob der Tarif als aktiv angezeigt wird. Ist dies nicht der Fall, sollte man sich mit dem Kundenservice des eigenen Anbieters in Verbindung setzen und prüfen lassen, warum der Tarif nicht mehr genutzt werden kann.

Netzausfall bei O2 führte zur Fehlemeldung „Sim nicht eingerichtet“

22. August 2018: Mittlerweile sind laut dem O2-Support auf Twitter die Netze wieder online. Es sollte also in alle Regionen der Zugriff auf das Handy-Netz von O2 möglich sein. Allerdings kann es passieren, dass man das eigene Handy neu starten muss, damit das Netz wieder korrekt erkannt wird. Wer also nach wie vor Probleme mit dem mobilen Internet und dem Netzzugang bei O2 hat, sollte in jedem Fall das Smartphone ausschalten und nochmal neu starten.


Kein guter Start in den Tag für die Nutzer von O2: wie viele Kunden melden gibt es derzeit massive Probleme mit dem Mobilfunk-Netz und auch im Festnetz sollen Störungen auftreten. Die meisten Kunden haben dabei das Problem, dass die Meldung kommt: „Sim nicht eingerichtet“.

Bisher gibt es leider noch keine offizielle Stellungnahme von O2 selbst, man kann aber davon ausgehen, dass es eine technische Störung im O2 Netz gibt und auch die O2 Discounter (also beispielsweise ALDI, Blau, Netzclub und Fonic) betroffen sind. Als Kunde kann man an dieser Stelle leider wenig machen. Hier muss O2 aktiv werden und die Störung finden und beseitigen. Wann es soweit sein wird, lässt sich aber noch nicht sagen.

Im Forum schreibt ein Nutzer dazu beispielsweise:

seid heute kommt bei mir die Fehlermeldung “ SIM nicht eingerichtet“.
Ich bin schon seit 2017 Kunde und mein Vertrag läuft noch bis Ende 2019.
Über Nacht irgendwann muss dies geschehen sein, da am nächsten Morgen
dann diese Meldung mir angezeigt wurde. Ein Neustart hat nichts verändert.

Und ein anderer Nutzer ergänzt:

seit heute Morgen ist auf dem Display meines Note8 ein Warndreieck mit 2 MM, wenn man genauer hinschaut steht da „SIM nicht eingerichtet“ Ich kann weder telefonieren noch angerufen werden. Mehrere Neustars waren leider erfolglos.
Reinigung der Simkarte ebenfalls durchgeführt!

Gestern hatte noch alles funktionier.

Weitere Artikel rund um das Thema Netz und Netzausfall haben wir hier zusammen gestellt:

nPerf Barometer zum mobilen Internet in Deutschland: Telekom liegt vorn

nPerf Barometer zum mobilen Internet in Deutschland: Telekom liegt vorn – nPerf bietet an sich eine App, mit der man die Geschwindigkeit und die Qualität der mobilen Datenverbindungen messen kann. Diese App wird von vielen Nutzer eingesetzt und auf Basis dieser Daten hat das Unternehmen nun einen Überblick über die mobilen Internet-Zugänge in Deutschland veröffentlicht.

Dabei lag die Telekom vorn, im Netztest von nPerf konnte das Unternehmen sowohl beim Speed im Upload und Download als auch bei den erfolgreichen Verbindungen punkten.

Das Unternehmen schreibt selbst zum Test:

Diese Studie basiert auf Tests, die von Benutzern der mobilen Anwendung nPerf durchgeführt wurden, die auf iOS, Android und Windows Phone verfügbar ist. Im Jahr 2019 führten Benutzer der nPerf-Anwendung 72.642 Tests durch. Da T-Mobile bei Download- und Upload-Geschwindigkeiten deutlich auf Platz 1 steht und seinen ersten Platz in der Latenz mit Vodafone teilt, hat T-Mobile einen guten Vorsprung gegenüber seinen Mitbewerbern, da es auch beim Surfen und Streaming im Internet sehr gute Ergebnisse erzielt. 

Die Mobilfunk-Netze in Deutschland werden regelmäßig Netztest verschiedener Anbieter unterzogen und in der Regel kann die Telekom dabei am besten abschneiden. Es ist also keine große Überraschung, dass die Telekom auch diesmal als bestes Netz punkte kann. Im Vergleich zu anderen Ansätzen ist der Tests von NPerf aber sehr praxisnah, da er direkt von den Nutzer gemacht wird und es keine separaten Testfahrten gibt – damit ergibt sich ein deutlich anwendungsnäheres Bild als bei anderen Tests.

Die Daten sehen dabei wie folgt aus:

Den kompletten Bericht gibt es hier zum Download

Für die Auswertung sollte man aber im Hinterkopf behalten, dass diese Zahlen nur dann gelten, wenn der Tarif sie auch unterstützt. Viele Discounter im Telekom Netz haben beispielsweise Speed bis maximal 25MBit/s – dann nützt die höhere Übertragungsgeschwindigkeit im Telekom Netz bis 39Mbit/s natürlich auch nichts, wenn der Handytarif oder die Prepaidkarte diese nicht erlaubt.

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1&1 neuer Werbespot – nun heißt es nur noch bestes DSL

Die erste Werbung von 1&1 mit dem besten Netz in 2017 war zwar mittlerweile als unzulässig erklärt worden (sowohl wegen der Werbeaussage als auch wegen markenrechtlichen Problemen bei der Verwendung der Telekom Logos), aber das Unternehmen hatte eigentlich angekündigt, dagegen vorzugehen. Das Unternehmen teilte dazu mit:

Bereits kurz nach dem Start der aktuellen 1&1*-Werbekampagne „Das beste Netz gibt’s bei 1&1*“ Ende Juli 2017 hatte die Deutsche Telekom* dagegen geklagt. Das Landgericht Köln hat diese Klage vollumfänglich abgewiesen. In zweiter Instanz hat das OLG Köln nun zugunsten der Deutschen Telekom* entschieden. Gegen diese Entscheidung wird 1&1 Widerspruch einlegen, um den Sachverhalt abschließend klären zu lassen

Unabhängig davon hat 1&1 aber mittlerweile die Werbung abgeändert und zeigt nun in TV und auf den anderen Kanälen nicht mehr die originale Werbung, sondern eine abgeänderte Version. Dabei wurden vor allem zwei Punkte entschärft:

  • Die Aussage „Bestes Netz“ wurde entfernt und durch die Aussage „Bestes DSL“ ersetzt. Damit kann dem Unternehmen wohl niemand mehr vorwerfen, ein Netz zu suggerieren, das man an sich gar nicht hat, weil man vor allem auf der letzten Meile überwiegend auf das Netz der Telekom zurück greift
  • Am Schluss des Spots wird nicht mehr das MagentaEins Logo durch das 1&1 DSL Bild ersetzt, sondern man sieht nur noch das 1&1 Logo. Daher dürfte es auch markenrechtlich nichts mehr zu beanstanden geben.

Insgesamt hat 1&1 also die kritischen Punkte aus dem Urteil mit dem neuen Spot bereits umgesetzt – bleibt abzuwarten, ob man das Urteil wirklich auch anfechten will. Auf der anderen Seite bleibt spannend, wie die Telekom auf den neuen Spot reagieren wird, denn auch „bestes DSL“ dürfte beim Qualitätsanspruch der Telekom für den Konzern ein Problem sein. Bisher hat das Unternehmen aber in erster Linie gerichtlich reagiert und nicht (wie 2015) einen eigenen Spot produzieren lassen – schade an sich, denn das war durchaus unterhaltsam.

Die Entscheidung gegen 1&1 im Original

Das Oberlandesgericht Köln hat in zweiter Instant die ursprüngliche Werbung von 1&1 als unzulässig erachtet. In den Grundsätzen des Urteils heißt es:

Die Werbung sei auch nicht deshalb zulässig, weil die Firma 1&1 beim aktuellen „Festnetztest“ der Zeitschrift „connect“ unter den bundesweiten Anbietern die höchste Punktzahl erreicht hat. Denn die Werbung stelle nicht auf den Testsieg und die damit verbundene Auszeichnung „connect Testsieger Festnetztest bundesweite Anbieter 1&1 Heft 8/2017“ ab, sondern treffe darüber hinaus die – irreführende – Aussage, dass die Antragsgegnerin über das beste Netz verfüge, ohne dass hierbei weitere Erläuterungen zum Inhalt des Tests deutlich würden.  Außerdem untersagte der Senat der Firma 1&1, im Rahmen der Werbung die eingetragenen Markenzeichen der Telekom (u.a. das „T“ – Zeichen und die Farbe Magenta) zu verwenden. Eingetragene Markenzeichen der Konkurrenz könnten zwar grundsätzlich im Rahmen zulässiger vergleichender Werbung genutzt werden, dies gelte aber nicht, wenn die Werbung, wie vorliegend, irreführend sei. 

 

5G Netzausbau – das plant die Bundesregierung um Mobilfunk schneller zu machen

In den nächsten Jahren soll die mobile Datenübertragung mit Handy und Smartphone noch schneller werden und daher ist geplant, die Mobilfunk-Netze in Deutschland aber auch weltweit ab 2020 mit der nächsten Übertragungsgeneration aufzurüsten. Statt 4G und LTE soll es dann 5G Verbindungen geben, die ohne Probleme Daten mit Gigabit Geschwindigkeiten übertragen können.

Bereits jetzt sind die großen Netzbetreiber dabei, die Technik für den flächendeckenden Einsatz von 5G zu entwickeln und die Bundesregierung möchte diesmal den Trend nicht verschlafen, sondern will bereits im Vorfeld dafür sorgen, das Deutschland im 5G Bereich wettbewerbsfähig bleibt. Dazu hat das Kabinett gestern eine „5G-Strategie für Deutschland“ beschlossen, mit der die Umstellung und der Ausbau auf 5G gefördert werden soll.

Die Strategie sieht dabei wie folgt aus:

  • 5G-Frequenzen bereitstellen: Für alle 5G-relevanten Frequenzbereiche werden bedarfsgerecht Testfrequenzen bereitgestellt. Die anstehenden Vergabeverfahren für bereits zugewiesene Mobilfunkfrequenzen sind auf eine schnellstmögliche 5G-Markteinführung ausgerichtet.
  • 5G-Forschung unterstützen: Der Bund stellt Fördermittel bis zu 80 Millionen Euro für die 5G-Forschung und Entwicklung bereit. Er unterstützt die Koordination der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, um Deutschland eine Führungsposition bei 5G zu sichern.
  • 5G-Kooperationen fördern: Der Bund führt das „Dialogforum 5G“ für die Telekommunikationswirtschaft und die Anwenderindustrien fort. Das wissenschaftlich begleitete Forum organisiert die Vernetzung der Industriepartner – auch im Hinblick auf zukünftige Standards.
  • 5G für Städte und Kommunen initiieren: Der Bund initiiert den Aufbau einer 5G-Stadt in Deutschland. Dieses großflächige Demonstrationsprojekt soll verschiedene 5G-Anwendungen präsentieren. Die 5G-Musterstadt wird vom Bund mit bis zu zwei Millionen Euro gefördert.
  • 5G-Rollout beschleunigen: Bis 2025 sollen alle relevanten Verkehrswege im 5G-Netz funken. Der Aufbau von Mobilfunkzellen in Innenstädten soll weitestgehend unter Einbindung bestehender Trägerstrukturen wie Straßenlampen und Ampeln erfolgen.

Ob diese Punkte ausreichen werden, um 5G in Deutschland schnell voran zu bringen, ist aber noch nicht sicher. Die geplante Förderung von 80 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung in diesem Bereich sehen zwar zuerst gut aus, aber man muss bedenken, dass diese Summe für die nächsten Jahre reichen muss und im Vergleich beispielsweise zum G20 Gipfel in Hamburg (für den 150 Millionen Euro zur Verfügung standen) sieht das doch eher mager aus. Es besteht also zu befürchten, dass diese Summe recht schnell verbraucht sein wird.

Dazu kommt, dass die mobilen 5G Verbindungen ein Problem haben: die Einspeisung dieser Datenmengen ins Internet. Dazu bräuchten man an den jeweiligen Mobilfunk-Masten starke Verbindungen (am besten mit Glasfaser) die diese großen Datenmengen schnell ins kabelgebundene Netz einspeisen können. Das ist aber derzeit nur in Teilen der Fall – neben der Umstellung auf 5G müsste als auch das Backbone-Kabelnetz deutlich ausgebaut werden. Da Deutschland bei den Glasfaseranbindungen noch deutlich hinterher hinkt, könnte diese zumindest in den ersten Jahren mit das größte Problem sein.

Vodfone bringt Gullideckel zum funken

Vodafone testet derzeit auf der Cannstatter Wasen eine neuen Mobilfunk-Technologie. Dabei werden tatsächlich Gullideckel und die entsprechenden Schächte darunter als Funkstationen eingesetzt. Damit wird es möglich, ein sehr engmaschiges Mobilfunk-Netz aufzubauen, dass auch den Anforderungen eines Volksfestes – mit sehr vielen Personen auf wenig Raum – stand halten kann. Das Unternehmen schreibt dazu:

Sowohl die Antennen als auch die Systemtechnik befinden sich unterhalb einer Kanalabdeckung aus Kohlenstofffaser. Die wasserfeste Technik wird als eigenständige Mobilfunkstation in das Vodafone-Netz integriert. Im Gegensatz zu üblichen Antennen versorgt diese Technologie keine große Fläche, sondern eignet sich speziell für die Aufstockung der Mobilfunk-Kapazität auf kleinem Raum. Zum Ende des Volksfests wird Vodafone die mit der neuen Technologie gemachten Erfahrungen auswerten und entscheiden, ob und wie die platzsparende Antennen-Lösung in Zukunft eingesetzt wird. 

Vodafone hatte schon im Vorfeld solche platzsparenden Lösungen versucht, allerdings kommen diesmal zum ersten Mal Gullideckel und die Schächte zum Einsatz. Bisher hatte man vor allem auf Straßenlaternen gesetzt, um engmaschige Funkzellen aufzubauen. Beide Lösungsansätze könnten sich aber natürlich sehr gut ergänzen.

Sollte der Test auf der Cannstatter Wasen gut verlaufen, ist es durchaus denkbar, dass diese Technik zukünftig auch in anderen Bereichen und bei anderen Events eingesetzt wird.

Bild: Vodafone Presse

Telekom vs. 1&1 – Telekom beim Festnetz-Test wieder auf Platz 1

Der letzte Netztest von Connect 2015 hatte für Aufregung gesorgt, weil dabei 1&1 auf den ersten Platz gekommen ist. Das Unternehmen ließ es sich auch nicht nehmen, dass der Konkurrenz mit einem Werbespot unter die Nase zu reiben.

Im Jahr 2016 ist die Welt wieder etwas gerade gerückt und beim Netztest 2016 für das Festnetz kann die Telekom den Spitzenplatz zurück erobern. Mit deutlicher Zufriedenheit heißt es in der Meldung der Telekom:

Die Deutsche Telekom ist von Platz eins nicht dauerhaft zu verdrängen: Beim großen Festnetztest 2016 des Fachmagazins „connect“ eroberte das Unternehmen wieder die Spitzenposition. „Die spürbare Qualitätsverbesserung verdient Lob“, lautet das Fazit der „connect“-Redaktion. Insbesondere die Ergebnisse in der Telefonie zeigen, wie gut die Telekom ihr zunehmend auf IP-Basis laufendes Festnetz im Griff hat. Gemeinsam mit einem Regionalanbieter liefert Telekom die besten Leistungen im Test und erzielt dabei auch die kürzesten Verbindungsaufbauzeiten vom und zum konventionellen ISDN-Netz.

Das Unternehmen hatte dabei 2016 als einziges Unternehmen die Note „sehr gut“ bekommen und konnte damit 1&1 und O2 auf die Plätze zwei und drei verweisen. Beide Unternehmen kamen jeweils auf eine Testnote von „gut“. Auf Platz 4 und 5 folgen Unitymedia und Vodafone mit „befriedigend“ als Testurteil.

In diesem Jahr hatte die Tester von zafacto im Auftrag von Connect etwa 2.1 Millionen Messungen im deutschen Festnetz durchgeführt und sowohl die Bereiche Telefonie als auch Internet und Fernsehen unter die Lupe genommen.

Video: das beste Netz 2015

Kein Steuergeld für das Telekom-Netz – wie man sich richtig unbeliebt macht

Die Telekom hatte in der Vergangenheit schon häufiger mit Kritik zu tun gehabt, man denke nur an die #Drosselkom Vorwürfe. Auch die gestrigen Ankündigung, Umsatzbeteiligungen von Startups zu verlangen um deren Inhalte schneller zu den Kunden zu bringen, stieß nicht unbedingt auf viel Gegenliebe. Wie man in so einer Situation noch Öl ins Feuer gießt, zeigt eindrucksvoll telekom Sprecher Philipp Blank

In einem Tweet als Reaktion auf einige provokante Tweets verkündete er:

Das kam ebenfalls nicht so wirklich gut an – die Liste der Reaktionen darauf ist lang.

Tatsächlich steht sein Tweet auch im Widerspruch zu vielen anderen Artikeln der Telekom, in denen immer wieder staatliche Förderung (also Steuergelder) gefordert wurde, um den Netzausbau weiter betreiben zu könne.

Schon 2001 gab es Artikel zum T-DSL Ausbau, der im „Rahmen der Förderung strukturschwacher Gebiete “ auch mit „Subventionen der Europäischen Investitionsbank“ bezahlt wurde. Das hat sich seit dem wenig geändert. Im Jahr 2014 beispielsweise forderte Niek Jan van Damme, Deutschland-Chef der Telekom, mehr Steuergelder für den Netzausbau. „Ohne öffentliche Fördermittel wird das nicht funktionieren„, war sein Fazit zum damaligen Zeitpunkt. Im Sommer hatte die EU darüber hinaus erst 3 Milliarden Euro Steuergelder als Subventionen für den Breitbandausbau genehmigt, die Deutschland dafür zur Verfügung stellen darf und die in weiten Teilen sicher bei der Telekom ankommen werden.

Der Netzausbau ist also seit Jahren eine Kraftaufgabe, die auch mit Steuergeldern bewältigt wird. Vor diesem Hintergrund die Steuerfinanzierung abzustreiten, macht die Sache sicher nicht besser.