Handy Netzabdeckung in Deutschland prüfen – so findet man das beste Netz

Handy Netzabdeckung in Deutschland prüfen – so findet man das beste Netz – Die Netzabdeckung, die man mit dem Handy oder Smartphone bekommt, ist für die Nutzung wichtig, denn sie entscheidet mit darüber, wie schnell man mit den Geräten surfen kann und ob Anwendungen wie Video- oder auch Musik-Streaming überhaupt nutzbar sind. Ist die Netzabdeckung zu schlecht sind meistens schnelle Datenübertragungen nicht möglich.

Daher sollte man sich vor der Entscheidung für einen Handyvertrag oder einen Tarif auch darüber informieren, welche Netzqualität und welche Netzabdeckung man mit dem neuen Vertrag erwarten kann. Immerhin ist man in den meisten Fällen 24 Monate an diesen Handyvertrag gebunden und dann sollte die Qualität passen, damit man die Leistungen auch nutzen kann. Ein LTE Tarif macht beispielsweise nur Sinn, wenn der Netzausbau schon so weit fortgeschritten ist, das LTE in der eigenen Region angeboten werden kann. Mittlerweile sind auch die ersten 5G Netze in Betrieb gegangen und man kann 5G testen, da es auch bereits die ersten Angebote gibt. Allerdings fehlen aktuell noch Tests und Bewertungen zu 5G – die werden aber sicher in den kommenden Monaten noch veröffentlicht.

Die Prüfung der Netzabdeckung ist auch in bestehenden Tarifen und Verträgen sinnvoll, etwas wenn das Handy kein Netz findet oder die Simkarte nicht erkannt werden kann.

Handy Netzabdeckung in Deutschland prüfen

Die Anbieter haben den aktuellen Ausbaustand der eigenen Netze auf sogenannten Netzausbaukarten dargestellt. Dort kann man einfach und vor allem kostenlos prüfen, wie gut die Netzabdeckung in der eigenen Region ist und welche Übertragungsstandards bereits angeboten werden.

  • Die Telekom bietet derzeit das beste Handy-Netz in Deutschland und daher in der Regel auch die beste Netzabdeckung. Dazu hat das Unternehmen mittlerweile auch wieder die meisten Kunden. Den Ausbaustand im D1 Netz der Telekom findet man hier: Telekom Netzkarte
  • Vodafone verfügbt ebenfalls über ein gut ausgebautes Handy-Netz und liegt in den meisten Netztest nur knapp hinter der Telekom. In der Regel bekommt man also auch bei Vodafone eine sehr gute Netzabdeckung. Diese kann man hier gratis prüfen: Vodafone Netzkarte
  • Das O2 Netz hatte nach der Fusion mit Eplus eine Zeit lang die meisten Kunden. Allerdings hat sich an  der Qualität des Netzes durch den Zusammenschluss mit Eplus leider wenig verändert. Die Kritik der Kunden an O2 ist nach wie vor vorhanden und vor allem im ländlichen Bereich ist die Netzabdeckung leider oft nicht so wie gewünscht. Die aktuellen O2 Ausbaustand kann man hier abfragen:  O2 Netzkarte

Was ist mit der Eplus-Netzabdeckung?

Seit der Fusion von O2 und Eplus gibt es an sich kein eigeneständiges Eplus Netz mehr und auch keine Anbieter, die spezifisch nur Eplus nutzen. Die entsprechenden Tarife und Angebote wurden mit bei O2 integriert. Teilweise sind die Netze der beiden Unternehmen dabei bereits zusammengeschaltet, teilweise werden sie noch extra geführt. Ziel ist es aber in den nächsten Jahren aus den beiden Netzen ein gemeinsames großes O2 Netz zu machen.  Daher findet man nun bei der O2 Netzabdeckungskarte auch die Eplus Funkmasten mit bzw. bekommt dort die kombinierte Netzabdeckung von O2 und Eplus zusammen angezeigt: O2 Netzkarte

Das sollte man bei der Prüfung der Netzabdeckung beachten

Die oben verlinkten Netzkarten der Netzbetreiber sind aktuell und geben auch einen Überblick über den Netzausbau in der jeweiligen Region, können aber natürlich keine konkreten Aussagen über die praktische  Netzabdeckung vor Ort geben. Wenn man also in einem Gebäude unterwegs ist oder sich in einem Funkschatten eines größeren Objektes befindet, kann die Netzabdeckung zwar gut sein – man bekommt aber dennoch keine schnellen Verbindungen. Gleiches gilt beim Thema Auslastung. Die Handy-Netze sind vor allem in den Ballungsbereichen stark belastet und damit teilen sie viele Nutzer die Leistung von wenigen Funkzellen. Da senkt die Leistung ab und sorgt dafür, dass man eventuell trotz passender Netzabdeckung (4 Balken) nur langsam surfen kann. Die Karten zum Netzausbau geben also nur eine Orientierung über die maximal verfügbare Netzabdeckung vor Ort – das heißt aber nicht, dass man diese Netzqualität auch in jedem Fall nutzen kann.

Die Kundenzahlen nach Netz

Unterschiedliche Netzabdeckung bei 3G und LTE

Derzeit ist die Mobilfunk-Landschaft in Deutschland zweigeteilt: es gibt Nutzer, die haben Tarife, mit denen man bereits die 4G LTE Netz der jeweiligen Betreiber nutzen kann und es gibt Verbraucher, die haben 3G Tarifen mit den LTE nicht möglich ist.

Dies hat auch einen Einfluss auf die Netzabdeckung, denn die Unternehmen haben in den letzten Jahren in erster Linie in die 4G Ausbau der LTE Handy-Netze investiert und damit hat sich die Abdeckung im 3G Bereich nicht sonderlich verbessert. Im Gegenteil, einige Nutzer berichten sogar davon, dass die 3G Bereiche zurück gebaut wurden. So heißt es beispielsweise im Teltarif Forum dazu:

Der aktuelle Anlass ist, dass bei Discounter im Telekom Netz sich immer mehr Leute beschweren, dass sie immer öfter bloß noch EDGE Empfang haben. Daher wäre eine mehr oder weniger „offizielle“ Erhebung der Veränderungen in der 3G Versorgung äußerst aufschlussreich, ob dies nicht nur subjektive Einschätzungen sind.

Und ein anderer Verbraucher schreibt im Congstar Forum:

Ich habe vorher bei 1 und 1 auch schlechten Empfang gehabt und habe dann nach Congstar gewechselt, obwohl ich nun das Doppelte bezahle als vorher. Und was habe ich für einem Empfang mit meinem Samsung S6, zu 95 % nur „E“. 3 % ein 3G und 2 % ein „H“. Internet wird bei mir immer abgebrochen mit dem Hinweis keine Verbindung. Telefonieren nur mit Unterbrechungen. Der Hammer ist, ich habe bei diesem schlechten Empfang die Telekomkarte meiner Frau in mein Handy getan und hatte sofort 4G. Sie meine Karte in ihr S6 sofort „E“ mit 2 Balken von 5.

In der Praxis heißt dies, dass Nutzer mit LTE Tarifen oft in Bereichen Netz haben, in denen es kein 3G mehr gibt und das man also mit LTE auch dort noch schnell surfen kann, wo es im 3G Bereich nutz noch eine Netzabdeckung mit 2G Verbindungen (EDGE) gibt.

Wer also Tarife mit LTE nutzt hat in der Regel nicht nur die besseren Übertragungsgeschwindigkeiten (einfach weil 4G Verbindungen einen höheren Speed unterstützen) sondern auch die Netzqualität und die Netzabdeckung können sich unterscheiden. Man sollte also auf den Netzausbaukarten nicht nur den allgemeinen Ausbaustand prüfen, sondern auch testen, welche Standards angeboten werden. Wer also nur einen Tarif mit 3G Verbindungen hat, sollte auf den Karten die 4G Abdeckung abschalten (ist bei allen Netzbetreibern möglich), nur dann bekommt er einen realistischen Blick darauf, was bei diesem Anbieter in der eigenen Region realistisch als Netzabdeckung zu erwarten ist.

Mobilfunk: 11,5 Prozent des Bundesgebietes ohne LTE oder UMTS

Die Mobilfunk-Versorgung in Deutschland ist vor allem im ländlichen Raum immer wieder ein Grund zur Kritik. Die FDP hat im Bundestag daher eine Anfrage gestellt, wie sich der Netzausbau in Fläche gestaltet und welche Bereiche derzeit noch nicht versorgt sind. Dabei hat sich ergeben, dass nach dem aktuellen Stand derzeit etwa 41.000 Quadratkilometer nicht mit schnellem mobilen Internet abgedeckt sind.

Das heißt konkret in diesem Bereich gibt es noch keinen Mobilfunk mit Datenübertragung per UMTS, HSDPA oder LTE. Man surft dort also maximal im 2G Bereich mit EDGE und das ist dann doch sehr langsam. In diesen Regionen nützt es dann auch nichts, wenn man einen passenden Handytarife oder eine Allnet Flat mit LTE und viel Datenvolumen hat, denn wenn das Netz keine schnellen Verbindungen unterstützt, kann man diese auch mit dem Smartphone nicht nutzen. Unter Umständen bezahlen Verbraucher daher in diesen Bereichen für eine Leistung, die gar nicht angeboten wird, weil die Netze nicht so weit ausgebaut sind.

Allerdings ist der Netzausbau regional höchst unterschiedlich. In den Ballungsgebieten beträgt die Netzabdeckung fast 100 Prozent und in der Fläche liegen die Anteile teilweise deutlich niedriger.

Bei der HAZ schreibt man dazu:

… Im Ranking der Bundesländer ist das mobile Breitbandinternet am schlechtesten in Rheinland-Pfalz ausgebaut. Hier sind 16,8 Prozent der Landesfläche unterversorgt. Auch in Baden-Württemberg (16,4 Prozent Unterversorgung), Bayern (14,5 Prozent), Brandenburg (14,4 Prozent) und Thüringen (11,8 Prozent) gibt es überdurchschnittlich viele Funklöcher. In Mecklenburg-Vorpommern und Hessen (jeweils 11,2 Prozent), dem Saarland (9,8 Prozent), Sachsen (9,4 Prozent), Sachsen-Anhalt (8,5 Prozent), Niedersachsen (8,4 Prozent), Nordrhein-Westfalen (5,5 Prozent) und Schleswig-Holstein (4,5 Prozent) ist der Netzausbau weiter als im Bundesdurchschnitt. Eine vollständige oder nahezu vollständige mobile Breitbandabdeckung gibt es in den Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin. …

Das ist eher kein gutes Zeichen, denn derzeit steht die Versteigerung der neuen 5G Fequenzen vor der Tür und es gibt aber immer noch Lücken in den 3G und 4G Bereichen. Es besteht daher zu befürchten, dass auch im 5G Bereich zuerst die Ballungsgebiete versorgt werden und sich in den 41.000 Quadratkilometern, in denen derzeit schnelles Internet fehlt, auch zukünftig nichts tun wird. Bei der Versteigerung der 4G Lizenzen hatte die Bundesregierung zwar die Auflage erteilt, zuerst die weißen Flecken bei der Versorgung zu schließen, das scheint aber nach wie vor nicht vollständig abgeschlossen zu sein. Etwas ähnliches ist auch im 5G Bereich geplant, allerdings gibt es noch keine konkreten Details zur Ausgestaltung dieser Regelungen. Die Bundesnetzagentur schreibt dazu lediglich:

Die Bundesnetzagentur beabsichtigt, die Vergabe der Frequenzen an eine Versorgungsverpflichtung zu koppeln, die den Mobilfunknetzbetreibern Auflagen zur Netzabdeckung macht. Der Umfang dieser Verpflichtungen – insbesondere hinsichtlich der zeitlichen und finanziellen Realisierbarkeit – ist noch zu klären. Erörtert wurden zudem die Interessen von Diensteanbietern. Diensteanbieter tragen wesentlich zum Wettbewerb bei. Die bislang aus den UMTS-Lizenzen geltenden Diensteanbieterverpflichtungen enden im Jahr 2020. Daher ist zu prüfen, wie Diensteanbieter diese Rolle beibehalten können.

Es bleibt also abzuwarten, ob mit der Vergabe von 5G auch Bereiche geschlossen werden können, in denen es bisher noch kein schnelles mobiles Internet gibt, oder ob man auch hier wieder eher auf hohe Einnahmen setzt und die Anforderungen an die Bieter entsprechend gering hält.

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