iPad Air: OLED Display wohl vorerst keine Option für Apple

iPad Air: OLED Display wohl vorerst keine Option für Apple – Laut Apple Analyst Ming-Chi Kuo hatte das Unternehmen geplant, im nächsten Jahr die iPad Air Modelle mit neuen OLED Display auszustatten und so die Modelle technisch auf den neusten Stand zu bringen. Von diesen Plänen hat das Unternehmen aber wohl Abstand genommen, es gibt sowohl Bedenken hinsichtlich der Qualität der Display als auch der Kosten – ein OLED Display in dieser Größe könnte den Preis der iPad Air deutlich erhöhen. Daher arbeitet das Unternehmen wohl auch im nächsten Jahr mit den bekannten LCD Displays.

Bei Macrumors heißt es dazu:

Im März berichtete Kuo, dass Apple für nächstes Jahr ein ‌iPad Air‌ mit OLED-Display in der Pipeline habe. Heute hat Kuo seine Vorhersage revidiert und erklärt, dass dies nicht der Fall sein wird, da Apple diese Pläne aufgrund von Kosten und Leistung, die nicht den Erwartungen des Unternehmens entsprechen, abgesagt hat.

Kuo hatte zuvor erklärt, dass das 11-Zoll-iPad Pro nächstes Jahr ein Mini-LED-Display erhalten würde, und Kuo verdoppelte diese Behauptung heute, indem es sagte, dass es der „Schwerpunkt [der] iPad-Linie im Jahr 2022“ sein wird. Derzeit enthält nur das 12,9-Zoll-iPad Pro die neuere Mini-LED-Technologie. Ein Grund, warum Kuo angibt, dass Apple sein OLED-„iPad Air“ abgesagt hat, ist, dass dies möglicherweise den Verkauf des bevorstehenden 11-Zoll-iPad Pro mit einem Mini-LED-Display beeinträchtigt hat.

Während Apple plant, bei einem LCD-Display für das „iPad Air“ zu bleiben, sagt Kuo, dass das Unternehmen weiterhin an neueren Display-Technologien für die „iPad“-Linie forscht und entwickelt. Ein Bericht von letzter Woche deutete darauf hin, dass Apple und Samsung ihre gemeinsamen Pläne zur Entwicklung eines OLED-Displays für ein bevorstehendes aktualisiertes 10,9-Zoll-iPad Air aufgegeben hatten.

Der Hinweis auf eine mögliche Konkurrenz zu den iPad pro Modellen ist natürlich auch nicht von der Hand zu weisen. Apple will natürlich verhindern, dass sich die eigenen Produkte untereinander kannibalisieren.

BILD: iPad Pro 2021

Weitere Links rund um das iPhone

LCD, AMOLED, Retina und Co. – alles Wissenswerte rund um Displays

Monatlich präsentieren große Smartphone-Hersteller neue Geräte. Die Unternehmen versehen die neuen Smartphones stets mit der aktuellsten Technik. Unter anderem sind oftmals Begriffe wie LCD-Bildschirm oder AMOLED-Display zu hören. Apple nennt die eigene Bildschirmtechnologie Retina. Bei einer solchen Vielzahl von Begriffen kann der Überblick schnell verloren gehen. Daher werden im Folgenden die Begriffe und Unterscheide näher erläutert.

Pixel Bildschirm RGB Pixabay CC0Die Bildschirmauflösung: HD, Full HD, QHD, 4K

Beim Kauf eines Smartphones ist die Bildschirmauflösung elementar. Diese spiegelt die Anzahl der Pixel in der Höhe und Breite wieder (zum Beispiel: 1.920 x 1.080 Pixel). In den vergangenen Jahren haben sich Auflösungsstandards etabliert:

  • Full High Definition (Full HD): 1.920 x 1.080 Pixel
  • High Definition (HD): 1.280 x 720 Pixel
  • Quad High Definition (QHD, WQHD oder 2K): 2.560 x 1.440 Pixel

Die Auflösung Ultra High Defintion (4K) wird wiederum in zwei Kategorien unterteilt:

  • 4K2K: 4.096 x 2.160 Pixel
  • Quad Full High Defintion (QFHD): 3.840 x 2.160 Pixel

Das Xperia Z5 Premium von Sony war/ist mit einem 4K-Display (als eines der ersten Geräte auf dem Markt) ausgestattet. Bei Filmen und Bildern schafft es eine maximale Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel. Ansonsten löst es in Full-HD auf.

Die Bildwiederholungsrated – wieviel Hertz hat das Display?

Mittlerweile ist noch ein weiterer wert bei den Bildschirmen in den Fokus gerückt: die Frequenz der Displays. Diese lag bisher bei den meisten Modellen bei 60Hz (also 60 neue Bilder pro Sekunde), bei den aktuellen Topmodellen wurde sie auch 90Hz und teilweise sogar auch 120Hz erhöht. Das soll für eine schönere Bedienung sorgen, weil Scrolling beispielsweise flüssiger läuft und weniger ruckelt.  Tatsächlich gewöhnt man sich recht schnell an diese neue Technik und bemerkt dann den Unterschied, wenn man ein Gerät mit weniger Hertz in der Hand hält. Diese Technik braucht dann aber auch mehr Energie und belastet den Akku zusätzlich, viele Hersteller schalten die hohen Frequenzen daher adaptiv zu und auch wieder ab, wenn sie nicht mehr gebraucht wird.

Die Pixeldichte

Die Pixeldichte ist ausschlaggebend für die Schärfe des Displays. Die Angabe ppi (pixel per inch) zeigt, wie hoch die Pixelanzahl auf der Länge eines Zolls ist. Beim Kauf sollte immer der ppi-Wert beachtet werden. Beispielsweise kann ein 7-Zoll-Tablet mit Full-HD auflösen, wobei die Pixeldichte bei 315 ppi liegt. Demgegenüber kann die Pixeldichte eines 5-Zoll-Smartphones mit der gleichen Auflösung bei 440 ppi liegen. Im Vergleich erreicht das Smartphone eine schärfere Darstellung.

Video: 60Hz, 90Hz und 120Hz im Vergleich

Y-OCTA Technik – Tochscreen direkt im Glas

Bei neueren Modelle findet man oft den Hinweis auf Display mit Y-OCTA Technik. Dahinter steckt ein neues Fertigungsverfahren, mit dem die Touchscreen Technik direkt im Display mit verbaut wird. Es ist dann keine extra Schicht für den Touchscreen mehr notwendig und das reduziert die Dicke des Display deutlich. Dazu soll auf diese Weise auch Gewicht gespart werden und wahrscheinlich sind diese Display dann auch etwas stabiler.

Die verschiedenen Displayarten

Das LCD-Display:

Die einzelnen Bildpunkte des liquid crystal displays (LCD) bestehen aus Flüssigkristallen, welche nicht selbst leuchten. Lediglich der Hintergrund ist beleuchtet. Das Licht scheint durch die einzelnen Pixel. Somit ist das Display entweder komplett beleuchtet oder vollständig ausgeschaltet.

Ein Pixel besteht jeweils aus einem roten, grünen und blauen Subpixel. Insgesamt erreichen LCD-Displays eine höhere maximale Helligkeit. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Farbdarstellung natürlich wirkt.

Das Retina-Display:

Das Retina-Display ist ausschließlich in Apple-Produkten zu finden. Dahinter verbirgt sich ein LCD-Display mit IPS-Technologie. Der Begriff Retina steht für die menschliche Netzhaut des Auges. Mit der Wahl des Namens möchte Apple darauf hinweisen, dass die Auflösung des Displays sehr hoch ist, sodass das menschliche Auge keine einzelnen Bildpunkte mehr erkennt. Im Vergleich lösen bereits aktuelle Android-Smartphones deutlich schärfer auf. Die IPS Technik verringert die Blickwinkelabhängigkeit des Kontrastes in dem die Pixel teilweise gedreht werden.

Das AMOLED-Display:

Das active-matrix organic light-emitting diode-Display (AMOLED-Display) benötigt keine Hintergrundbeleuchtung, da selbstleuchtende Dioden zum Einsatz kommen. Jedes Pixel wird einzeln angesteuert. Bei dunklen und schwarzen Darstellungen kann dadurch viel Strom gespart werden. Beispielsweise nutzen Technologien wie Motorolas Active Notifications und Samsungs Quick Check diese Eigenschaft. Bei den genannten Technologien werden lediglich die Pixel aktiviert, die auch wirklich benötigt werden.

Die Pixel des AMOLED-Displays setzen sich aus roten, grünen und blauen Subpixeln zusammen. Diverse Samsung-Smartphones weichen allerdings von diesem Schema ab. In diesem Zusammenhang werden die Subpixel nach der PenTile-Matrix angeordnet. Diese nutzt das RGBG-Schema (Rot-Grün-Blau-Grün). Dadurch kann eine höhere Auflösung kostengünstiger erreicht werden. Zudem sind sie stromsparender. Im Vergleich zu den LC-Displays gelten diese als unschärfer.

Vor- und Nachteile von LCD und AMOLED-Displays:

AMOLED-Displays erreichen eine hohe Sättigung und Kontrast. Außerdem sind sie bekannt für tiefe Schwarzwerte und gute Blickwinkelstabilität. Im Vergleich zu LCDS können sie flacher produziert werden. Lediglich mit der OLED-Technologie können flexible und gebogene Bildschirme hergestellt werden.

LCD erreichen eine höhere Helligkeit und sind kostengünstiger. Zudem ist die Haltbarkeit von LCD höher.

Super AMOLED-Display:

Ähnlich wie Apple, verwendet Samsung ihren eigenen Marketingbegriff. Bei den meisten Super AMOLED-Displays kommt ein traditionelles RGB-Schema (Rot, Grün und Blau) zum Einsatz.

IPS:

Die meisten aktuellen Smartphones, welche über einen LCD verfügen, sind mit der IPS-Technologie ausgestattet. Durch In-Plane Switching (IPS) wird die Blickwinkelstabilität verbessert. Dadurch kann das Display aus verschiedenen Winkeln betrachtet werden, ohne dass sich Farben, Kontraste und Helligkeit sichtbar verändern. Notebook-Bildschirme werden nur selten mit dieser Technologie versehen, bei Smartphones setzt vor allem Apple auf diese Technik

LTPO Displays

LTPO steht für Low Temperature Poly-silicon and Oxide Display (LTPO) und ist eine neue Form der Fertigung von AMOLED Display. Auf diese Weise kann man sehr energiesparende Displays fertigen und auch kleinere Display mit guter Auflösung werden möglich. Apple hat erste Displays dieser Form in der Apple Watch verbaut, mittlerweeile kommen diese Bildschirme aber auch zunehmen in Smartphones zum Einsatz. Die Fertigung ist aber teuer als bei normalen LTPS Amoled Bildschirmen, daher kommt diese Technik meistens derzeit nur in teureren Modellen zum Einsatz.

Fazit

Worauf ein Kunde beim Kauf eines neuen Smartphones zu achten hat, hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab. Wird beispielsweise viel mit dem Smartphone gelesen, muss ein gerät mit hoher Auflösung gesucht werden. Dabei sollte die Pixeldichte 300 ppi nicht unterschreiten, da die Schrift unscharf wirken könnte. Dies könnte zu einer schnellen Ermüdung der Augen führen.

iPhone X – gedrosselte Produktion sorgt für OLED-Überschuss bei Samsung

Bisher war das iPhone X ein gutes Geschäft für Samsung, denn das Unternehmen lieferte die neuen OLED Displays für die Modelle und verdiente auf diese Weise am Erfolg des iPhone X mit. Nach Berichten des Magazins Nikkei (zitiert von 9to5mac) gibt es nun an dieser Stelle aber ein Problem. Apple hat die Produktion des iPhone X in den ersten drei Monaten reduziert und damit gibt es nun einen deutlichen Überschuss bei der Produktion von OLED Displays bei Samsung. Das Unternehmen hatte die Produktionskapazitäten ausgeweitet, um die Nachfrage durch Apple bedienen zu können. Dazu hatte man auch erwartet, dass neben Apple auch andere Hersteller auf OLED setzen würden. Das hat sich bislang so nicht bestätigt (unter anderem weil die OELD Displays nach wie vor teuer sind) und durch die Reduktion der Bestellungen bei Apple scheint man nun auf einem Überschuss an OLED Display und den entsprechenden Produktionskapazitäten zu sitzen.

Im Original heißt es in diesem Bericht:

“Samsung is increasingly selling OLED panels to outside clients,” said an official at an electronics trading company in Tokyo. Production of the iPhone X, whose sales have been sluggish, is expected to drop by half in the first three months of this year from the initial estimate of over 40 million units. Having ramped up production capacity to meet demand for the latest iPhone, the first model to incorporate the panels, Samsung is now saddled with excess production capacity

Unklar ist bisher, wie Samsung mit dieser Problematik umgehen wird. Prinzipiell ist es natürlich immer ein Prroblem, wenn man von einem Kunden (in dem Fall auch noch Apple) abhängig ist und daher immer darauf reagieren muss, wie sich die Nachfrage beim Kunden verhält. Es ist also durchaus denkbar, das Samsung versuchen wird, weiter Hersteller von der OLED Technik z überzeugen – möglicherweise auch, in dem man preislich neuen Nutzern entgehen kommt.

iPhone X – Apple spricht von eingebrannten Bildern und visuellen Änderungen

Update: Um es noch mal klar zu machen – da einige Nachfragen kamen: Apple warnt an der Stelle nicht aufgrund von tatsächlichen Fällen sondern beschreibt die Eigenschaften (auch die eher negativen) durch die Umstellung auf OLED Displays. Das man selbst von einem solchen Fehler betroffen ist, bleibt also höchst unwahrscheinlich und dazu hat Apple die Tipps veröffentlicht, mit denen man solchen Problemen vorbeugen kann.


Apple setzt beim iPhone X zum ersten Mal ein OLED-Display ein und mit einer Größe von 5,8 Zoll und einem Kontrastverhältnis von 1.000.000:1 ist es eines der besten mobilen Displays, die man derzeit bekommen kann.

Allerdings kann auch Apple an dieser Stelle nicht zaubern und so gibt es die bekannten Effekte von OLED Displays (die man auch von anderen Geräten her kennt) auch beim neuen iPhone X. Das Unternehmen hat dazu ein eigenes FAQ-Dokument erstellt, in dem man die neue Technik erklärt und auch auf einige Gefahren hinweist. Unter anderem schreibt das Unternehmen von „leichten visuelle Änderungen“, die auftreten können, wenn die Geräte lange Zeit sehr intensiv genutzt wurden. Dazu schreibt Apple auch, das es in extremen Fällen zu einem „eingebrannten Bild“ kommen kann. Dies kann passieren, wenn Bilder mit sehr starken Kontrasten sehr lange Zeit aktiv auf dem Bildschirm bleiben. Dann kann es passieren, dass ein Abbild dieses Bildes sehr schwach bestehen bleibt, auch wenn man mittlerweile andere Bilder anzeigt.

Allerdings weist Apple auch darauf hin, da vor allem ein Einbrennen eines Bildes nur in absoluten Ausnahmenfällen passiert und dass die Bildschirme der neuen iPhone X Modelle so gebaut wurden, dass dies sogar noch deutlich seltener Auftritt als bei der Konkurrenz. Bisher wurde auch noch kein entsprechender Fall bekannt, aber die Geräte sind ja auch erst einen Tag auf dem Markt.

Unabhängig von der Technik besteht bei allen OLED Displays diese Gefahr und man sollte daher auch als Nutzer darauf achten, die Geräte gar nicht erst mit Dauerbildern zu überlasten. Daher gibt das Unternehmen auch gleich einige Tipps, wie man das Display am besten nutzen sollte. In den FAQ dazu heißt es konkret:

  • Aktualisieren Sie Ihr iPhone X auf die neueste iOS-Version. Sobald ein Update verfügbar ist, erhalten Sie eine entsprechende Meldung. Unter „Einstellungen“ > „Allgemein“ > „Softwareupdate“ können Sie ebenfalls nachsehen, ob ein Update verfügbar ist.
  • Mit Auto-Helligkeit passen Sie die Helligkeit Ihres Displays automatisch den bestehenden Umgebungslichtbedingungen an. Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert. Überprüfen Sie diese Einstellung unter „Einstellungen“ > „Allgemein“ > „Bedienungshilfen“ > „Display-Anpassungen“.
  • Stellen Sie Ihr iPhone X so ein, dass das Display ausgeschaltet wird, sobald es nicht in Gebrauch ist. Es empfiehlt sich, hier einen kürzeren Zeitraum einzustellen. Die Einstellung kann unter „Einstellungen“ > „Anzeige & Helligkeit“ > „Automatische Sperre“ angepasst werden.
  • Vermeiden Sie es, über längere Zeit Standbilder bei maximaler Helligkeit anzuzeigen. Falls Sie über eine App verfügen, die dafür sorgt, dass das Display auch dann eingeschaltet bleibt, wenn Sie Ihr iPhone X nicht aktiv nutzen, können Sie die Helligkeit über das Kontrollzentrum vorübergehend reduzieren.

 

iPhone 8 – setzt Apple auf Plastik-Displays statt Glas?

Die Gerüchteküche um die neuen iPhone 8 Modelle ins 2017 ist im vollen Gange und es gibt zum Display neue Informationen, die dem KoreaHerald von einer nicht genannten Quelle zugetragen wurden. Nach diesen Infos sollen alle neuen iPhone 8 Modelle mit „curved Screens“ ausgestattet sein. Bereits jetzt war spekuliert worden, dass Apple beim iPhone 8 auf gebogene OLED Displays setzen wird – das scheint sich nun zu bestätigen, denn mit LCD Technik sind gebogene Bildschirme extrem schwer umzusetzen. Dazu war man bisher davon ausgegangen, dass nur ein Modell beim iPhone 8 mit OLED-Technik kommt. Nach den neusten Angaben sollen nun alle Modelle mit OLED-Technik ausgestattet sein.

Im Original heißt es dazu:

“The OLED versions of the new iPhone will all have curved screens as Apple ordered only plastic OLED — not glass — from Samsung Display. Samsung is capable of supplying a little less than 100 million units of curved OLED displays to Apple,” a source familiar with the matter told The Korea Herald.  Plastic OLED has been used for curved panels for devices like the Galaxy S7 Edge, while glass OLED is typically used for flat panels.

Interessant ist an der Stelle vor allem der Hinweis, dass man auf Kunstoff-Displays setzen will. Bisher hatte Apple immer auf eine Display-Oberfläche aus Glas gesetzt, das könnte sich beim iPhone 8 ändern. Angeblich hat Apple dabei 70 bis 100 Millionen Einheiten dieses Dsiplay-Typs bei Samsung geordert. Das ist das allerdings im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger – es scheinen also auf jeden Fall nicht alle Modelle mit diesem Display Typ ausgestattet zu werden. Stattdessen wird Apple wohl noch weitere Dsiplays nachordern – im Gespräch sind hier LG Display und JDI als Zulieferer. Es scheint also doch so zu werden, das unterschiedliche Modelle des iPhone 8 mit verschiedenen Display-Typen ausgestattet sein werden.rahtloses Laden bis zu 4,5 Meter weit

Neben dem Display wird Apple wohl in 2017 auch auf die induktive Aufladung der Akkus setzen. Die Technik von Energous ist dabei bereits auf dem Markt zu finden.  Dabei wird ein neues Modul im Gerät verbaut, dass die drahtlose Aufladung ermöglicht, dazu gibt es einen Transmitter, der in die Steckdose gesteckt wird und dann im Umfeld die Geräte aufladen kann. BGR schreibt dabei von einer Reichweite von bis zu 15 Fuß – also etwa 4,5 Meter – in der die neuen iPhones geladen werden können. Das wäre eine wirkliche Revolution, denn bisher musste man mit den aktuellen Geräten auf den Markt bis auf wenige Zentimeter an den Transmitter heran gehen, nur dann werden die Geräte korrekt geladen. Die Erhöhung dieser Reichweite auf mehrere Meter würde eine deutliche Änderung im Nutzungsverhalten bedeuten und die Geräte weitgehend unabhängig vom Standort einer Steckdose machen. Das wäre wirklich ein Feature, mit der es Apple der Konkurrenz zeigen könnte.

Energous hat für diese Technik und dem Einsatz im Smartphone* auch bereits die Patente angemeldet – die Technik funktioniert also auf jeden Fall auch im mobilen Bereich und auch mit Smartphones*. In der Anmeldung des Unternehmens heißt es dazu:

We are developing technology that can enable wireless charging or powering of electronic devices at distance. We believe our technology is a novel approach, in that it charges or powers devices by surrounding them with a three dimensional (“3D”) pocket of energy formed by radio frequencies (“RF pocket”). In our laboratory, our prototype devices have enabled wireless transmission of energy from a transmitter (similar in size and shape to a Wi-Fi router) to multiple receiver test boards at a distance of up to 15 feet. Our test boards are constructed from commercially available parts and components, are not optimized for our receiver application and are too large to be incorporated in commercially marketed products. We intend to develop a receiver chip to integrate into additional test devices. We believe this receiver chip will optimize our technology into a significantly smaller space and allow for the incorporation or our receiver technology into various products. If the receiver chip we expect to develop is integrated into a low-power (under 10 watts) electronic device, the chip should be able to utilize the received energy to either power the device directly or charge the battery that powers the device.

Mobile Emitter mit geringeren Reichweiten

Auf der eigenen Webseite spricht Energous derzeit aber nur von einer Distanz von etwa 2 bis 3 Fuß (bis zu einem Meter). Der Unterschied liegt hier bei den eingesetzten Transmittern. Die kleineren Geräte für die Steckdose schaffen weniger Leistung und damit auch nur geringe Reichweiten. Möglicherweise hat man mittlerweile aber die Technik weiter entwickelt und bietet mit Apple zusammen eine deutlich effektivere Lösung an.

 

iPhone 8 – drei Modelle, kabelloses Laden und Glas-Gehäuse

Analyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities hatte bereits vor einigen Tagen erste Informationen seiner Quellen zum neuen Lineup des iPhone 8 im kommenden Jahr veröffentlicht und dabei unter anderem auf drei kommende Modelle verwiesen, die ab einer größer von 4,7 Zoll beginnen sollen.

Nun hat er noch einmal weitere Details veröffentlicht, die vor allem das kleinste Modell des iPhone 8 betreffen. Das Gerät mit 4,7 Display soll dabei ein Glasgehäuse bekommen und zum ersten mal auch das drahtlose Aufladen unterstützen. Diese Funktion gibt es bei Konkurrenz-Modellen wie dem Samsung Galaxy S7 bereits länger und Apple scheint nun auch dazu über zu gehen, diese Lade-Möglichkeit zu unterstützen. Entsprechende Gerüchte gab es bereits länger, das Apple hier wohl mit einem etablierten Anbieter aus der Branche zusammen arbeiten wird.

Im Original bei Macrumors heißt es dazu:

Our rationale is as follows: (1) the OLED model may trigger replacement demand among high-end users given its completely all-new-design form factor and notably superior specs in comparison to the TFT-LCD models; and (2) the new 4.7” iPhone, featuring glass casing and wireless charging, looks well positioned to tap replacement demand at the entry level.

Ming-Chi Kuo bestätigt damit auch noch mal, dass wohl nur die größere Top-Version des iPhone 8 ein OLED Display bekommen wird, während die beiden kleineren Geräte wahrscheinlich weiterhin auf normale LCD Displays setzen werden, wie man sie auch aus den bisherigen iPhone Modellen gewohnt ist.

Glas-Body für alle drei neuen Modelle

Der Analyst geht zusätzlich davon aus, dass Apple wohl bei allen drei kommenden Modellen auf ein Gehäuse aus Glas setzen wird. Das hat zwei Gründe. Zum einen möchte man den Form-Faktor des kommenden iPhone 8 deutlich verändern und dafür scheint Glas die beste Variante zu sein. Zum anderen macht Glas es deutlich einfacher, das drahtlose Laden umzusetzen. Auch wenn 2017 wohl nur das kleinste Modell diese Funktion bekommen wird, macht sich Apple mit dem Wechsel auf Glas bereit, 2018 weitere Modelle mit induktivem Laden auszustatten.

Neue Verkaufsrekorde erwartet

Sowohl die Änderungen beim Design als auch die neuen Features könnten bei den Apple-Fans eine neue starke Nachfrage auslösen. Die aktuell eher verhaltenen Verkaufszahlen von iPhone 6s und iPhone 7 deuten auch darauf hin, dass viele Nutzer auf ein Modell warten, dass einen wirklichen Fortschritt darstellt. Sollten die iPhone 8 Modelle dies erfüllen, würde wohl eine größere Wechselwellen von iPhone 6, 6s und möglicherweise auch dem iPhone 7 auf die neue Version stattfinden.

Ming-Chi Kuo ist daher überzeugt, dass beim iPhone 8 wieder neue Verkaufsrekorde fallen werden. Er rechnet damit, dass Apple wohl zwischen 120 bis 150 Millionen Stück der neusten iPhone Generation in 2017 verkaufen wird. Das wären deutlich mehr als beim Rekordjahr mit dem iPhone 6 – dieses Modell brachte es im Einführungsjahr von September bis Dezember auf 110 bis 120 Millionen Modelle. Die beiden Nachfolger schaffen diese Zahlen nicht mehr ganz und lagen 10 bis 20 Millionen Stück darunter.

Wenn Kuo recht hat, dürfte 2018 ein recht interessantes Jahr für Apple Fans und Technikfreunde allgemein sein, denn es ist nicht zu erwarten, dass es dies schon mit den Features war – wahrscheinlich gibt es in den nächsten Wochen und Monaten noch einige weitere Leaks mit weiteren Neuerungen, auf die man sich beim iPhone 8 freuen kann.

iPhone 8 – Sharp President bestätigt OLED Display

Es gab im Vorfeld bereits verschiedene Gerüchte und Spekulationen darum, dass Apple beim iPhone 8 wohl auf ein OLED-Display wechseln würde. Als Lieferant wurde in dem Zusammenhang Samsung aber auch Sharp genannt und daher kann man den Worten von Sharp Präsident Tai Jeng-wu und angeblich auch ein Manager von Foxcon bestätigen, dass Apple zukünftig für das iPhone wohl auf OLED Displays setzt.

Im Original heißt es als Zitat von Tai Jeng-wu:

„The iPhone has been evolving and now it is switching from LTPS (low-temperature poly-silicon) to OLED panels,“ Tai told students at Tatung University, his alma mater, during a ceremony in which he was awarded an honorary doctorate degree. We don’t know whether Apple’s OLED iPhones will be a hit, but if Apple doesn’t walk down this path and transform itself, there will be no innovation. It is a crisis but it is also an opportunity,“ Tai said.

Derzeit nutzt Apple in den iPhone Modelle vor alle IPS-Bildschirme, die bisher auch gute Ergebnisse geliefert haben. Allerdings bestehen die OLED-Displays – vor allem von Samsung – durch sehr hohe Kontraste und leuchtende Farben, so dass die Bildqualität hier oft deutlich besser eingeschätzt wird.

Dünner und auch biegsam

Dazu bieten OLED Displays noch eine Reihe weiterer Vorteile, vor allem bei der Weiterentwicklung der Geräte wichtig werden könnte. So sind OLED Displays dünner von der Bauweise her und bringen auch weniger Gewicht mit. Das spart beim Einbau Platz und lässt mehr Raum für anderen Komponenten. Damit wird mehr Leistung auf dem gleichen Raum möglich oder aber dünnere Geräte – die ja derzeit sehr im Trend liegen. Da sie ohne eine Hintergrundbeleuchtung auskommen, benötigt diese Form des Displays auch etwas weniger Strom.

Darüber hinaus sind OLED Displays, die in erster Linie aus einer Folie bestehen, auch flexibel bzw. biegsam. Man kann die Displays also auch auf runden Oberflächene einsetzen. Ohne diesen Vorteil wären die Galaxy Edge Modelle wohl nicht möglich gewesen, denn mit einen LCD Display kann man den Bildschirm nicht so einfach in einem abgerundeten Bereich unterbringen.

Möglicherweise sind das die Punkte, die Sharps Präsident meint, wenn er davon spricht, dass ohne OLED Displays bei Apple kaum weitere Innovationen möglich wären.

Wie zuverlässig sind die Infos?

In der Vergangenheit gab es einige Meldungen, wonach es zumindest Gespräche zwischen Sharp und Apple gegeben hat, die OLED Displays für das neue iPhone 8 betrafen. Sharp scheint also zumindest Einblicke in die Planungen von Apple zu haben und daher ist es durchaus plausibel, wenn Sharp Präsident Tai Jeng-wu diese Variante ins Spiel bringt. Auf der anderen Seite wird es noch einige Zeit dauern, bis die neuen Geräte auf dem Markt sind und bis daher kann sich noch viel ändern. Allerdings müssen die Lieferketten bereits im Vorfeld stehen, damit die Millionen Modelle im September 2017 termingerecht zu Verfügung stehen – wenn es also wirklich Gespräche über OLED Displays gab, wird Apple auf Jahresfrist an dieser grundlegenden Entscheidung nicht mehr viel ändern.

Was Tai Jeng-wu aber nicht gesagt hat, ist die Modellreihe, in welcher man auf OLED setzt. Ein aktueller Wechsel kann sich natürlich auch das iPhone 8 beziehen, er könnte damit aber auch Produktreihen meine, die derzeit gerade erst in der Entwicklung sind.