Xiaomi: neues Patent zeigt Smartphone mit abnehmbaren Display

Xiaomi: neues Patent zeigt Smartphone mit abnehmbaren Display – Xiaomi hat ein neues Patent zugesprochen bekommen, dass die Technik von Smartphones mit abnehmbaren Display zeigt. Die Modelle verfügen dabei über Standart-Kontakt an der Vorderzeit und darauf lassen sich passende Bildschirme aufsetzen. Dabei soll man nicht nur das Display im Schadensfall wechseln können, sondern hinter dem Display verbirgt sich auch die Frontkamera, so dass man bei Selfies einfach das Display abnehmen kann. Mittlerweile gibt es auch ein Video dazu, dass diese Technik nochmal im Detail zeigt. Das Video basiert dabei auf einem Patent, das LetsgoDigital gefunden hat und daher stammen auch die Bilder dazu.

Die Kontakt an dem Dummy im Patent erinnern dabei sehr stark an die Anschlüsse der Moto Mods, die man von einigen Motorola Modellen her kennt und tatsächlich geht dieser Ansatz etwas in die Richtung von modularen Smartphones. Allerdings wird nur das Display ausgetauscht, alle anderen Komponenten der Modelle bleiben gleich. Dennoch wäre das durchaus ein interessanter Schritt, denn das Display ist mit einer der größten Kostenfaktoren bei den Smartphones und ein Wechsel teuer. Mit wechselbaren Bidlschirmen könnte man hier die Kosten etwas senken – zumindest wenn die Konstruktion stabil ist und das Display sicher befestigt werden kann.

Das Video zum abnehmbaren Display im Original

Wie immer gilt dabei: Papier ist geduldig und ein Patent bedeutet leider noch lange nicht, dass die Modelle und diese Technik auch in der Praxis so umgesetzt werden. Es gab schon viele Patente, die nie in den Status von Prototypen oder normalen Modellreihen kamen.

Daher gibt es auch noch keine Hinweise, ob Xiaomi ein neues Smartphone mit dieser Technik plant. Das Unternehmen hat eine ganze Reihe von interessanten Ansätzen in der Hinterhand, wie man die Displaytechnik verändern kann – das abnehmbare Display scheint nur ein Weg zu sein und daher bleibt offen, welchen Ansatz Xiaomi weiter verfolgen wird.

Xiaomi: Earbuds sollen zukünftig im Handy aufbewahrt werden

Xiaomi: Earbuds sollen zukünftig im Handy aufbewahrt werden – klassische Kopfhörer werden mittlerweile immer mehr durch In-Ear Modelle ersetzt und diese kommen oft mit einer eigenen Box zur Aufbewahrung und auch zur Aufladung der Modelle. Xiaomi hat sich nun Gedanken gemacht, wie man dies direkt in die Handys und Smartphones integrieren kann und hat sich eine Technik patentieren lassen, mit der man Earbuds direkt in den Handys unterbringen kann. Nach dem Patent werden die Earbuds dabei von oben in die Handys geschoben und schließen dann komplett ab. Sie werden auch direkt über das Handy aufgeladen.

Bei AndroidAutorithy schreibt man im Original dazu:

According to the patents, the earbuds slot into shafts at the top of the phone. The heads of the earbuds can pivot to point upward when stored, but also at right angles to fit the users’ ears when in use. This design suggests these earbuds could double as loudspeakers for the smartphone, but it does raise questions of cleanliness too. It’s unclear just how unhygienic earbuds would be exposed to your hands, pockets, and the outside world, and then placed in your ears.

Xiaomi’s design could face other roadblocks to reality too. It’s not clear if Xiaomi would need to fit its smartphone with a larger battery and additional components to adequately charge the earbuds. This may also negatively impact the room available for other components too. 

Es gibt auch bereits Visualisierungen, wie diese Technik aussehen könnte.

Anhand des Patents scheinen die Earbuds aber trotz dem abklappbaren Oberteil recht viel Platz in den Smartphones zu beanspruchen und es ist auch nicht klar, wie sich diese Technik auf Staub- und Wasserschutz bei den Modellen auswirken wird. Dazu scheint auch nicht mehr viel Platz für ein Kameramodul zu bleiben, außer vielleicht in der Mitte. Das Patent wird daher wohl so schnell nicht umgesetzt werden, aber das ist ja bei vielen Patenten leider so.

Bilder und Quelle: letsgodigital

Samsung: Patent zeigt Tablet mit ausrollbarem Display

Samsung: Patent zeigt Tablet mit ausrollbarem Display – In diesem Jahr werden wir bereits die zweite Generation von faltbaren Handys bei Samsung sehen und das Unternehmen scheibt die Probleme beim Start dieser Technik mittlerweile in den Griff bekommen zu haben. Der nächste Schritt sind nun wohl Tablet mit flexiblen Display, denn das Unternehmen hat ein Konzept patentiert, mit dem man ein ausrollbares Display integrieren kann und so beispielsweise aus einem Handy ein Tablet macht ohne es falten zu müssen.

Bei pigtou schreibt man im Original dazu:

“The touch bar is disposed between the roller housing and the touch display panel and contacts the touch display panel. The panel driver divides a display portion of the touch display panel into a display area and an non-display area according to positions of touch sensing elements contacting the touch bar,” the patent states.

While the patent doesn’t make the mention of a tablet anywhere, its utility seems to be very well suited to such devices. Samsung could technically use such a rollable mechanism to make tablets much smaller and give a whole new meaning to portability. 

Samsung könnte damit die Modelle mit flexiblen Display im eigenen Angebot erweitern und vor allem eine Lösung anbieten, die ohne das anfällige Scharnier in der Mitte der Smartphones und Tablets auskommt. Bei den aktuellen Geräten hat sich gezeigt, dass vor allem dieser Bereich sehr stark belastet wird und daher immer eine Schwachstelle ist – mit dme Patent könnte man dies von Anfang an umgehen.

Das Patent ist dabei recht neu und wurde erst am 16. Juni 2020 gewährt, so dass man wohl davon ausgehen muss, dass es zumindest kurzfristig noch keine Umsetzung von diesem Konzept gibt. Darüber hinaus sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass ein Patent selbst noch keine Garantie für ein Serienmodell ist, es wäre nicht das erste Mal, dass die technischen Probleme bei der Umsetzung ein Patent in der Schublade verbleiben lassen.

Xiaomi: neues Patent mit skurriler drehbarer Kamera

Xiaomi: neues Patent mit skurriler drehbarer Kamera – Die Hersteller suchen nach wie vor nach guten Möglichkeiten, die Frontkamera der Smartphones so anzubringen, dass sie möglichst wenig Platz für das Display wegnimmt. Xiaomi hat ebenfalls in dieser Hinsicht experimentiert und verschiedene Ansätze durchgespielt. Eine skurrile Lösung ist jetzt in einem Patent aufgetaucht: das Unternehmen hat sich die Technik schützen lassen, das komplette obere Teil der Smartphones zu drehen. Auf diese Weise kann man die Hauptkamera auch gleich als Selfie-Kamera nutzen. Wahrscheinlich müssen die Nutzer aber die Kamera selnst drehen – eine Automatik wie bei den Popup-Kamera scheint es nicht zu geben.

Bei techradar schreibt man im Original dazu:

This weird smartphone design was spotted by Tiger Mobiles from a patent filed with the Chinese National Intellectual Property Administration (CNIPA). It was filed directly by Xiaomi, and it may be used for a future product. The sketches show a tall phone with no notch, and when you need a selfie camera the top portion of the phone, including the display, horizontally twists backwards in a way that the primary array of cameras now face the user.

Ob dieses Patent jemals umgesetzt wird, ist eher fraglich. Der Mechanismus wirkt vergleichsweise fragil und das Gelenk für den drehbaren Teil muss ziemlich viel Belastung aushalten. Dazu braucht man zwei Bildschirme und muss diese synchronisieren – es wird also auch noch eine zusätzliche Anforderung an die Software gestellt. Insgesamt wirken daher die aktuellen Lösungen mit der Kamera unter dem Display ausgereifter als dieses Patent.

Dazu bedeutet ein Patent noch kein fertiges Modell. Offen ist auch, ob Xiaomi bereits einen passenden Prototypen für diese Lösung hat oder ob es bisher beim Patent geblieben ist.

Ein letzter Punkt: selbst wenn es Prototypen und Kleinserien geben sollte, bedeutet dies noch lange nicht, dass die Modele auch offiziell in den Handel gehen. Man kennt dies vom Mi Mix Alpha von Xiaomi. Das Samrtphone mit dem innovativen umlaufenden Display wurde bereits im Herbst 2019 präsentiert, aber bisher fehlen marktfähige Modelle. Daher wird wohl auch dieses neue Patent eher in der Schubalde verschwinden und keine Umsetzung bei realen Modellen finden.

Das Mi Mix Alpha

Xiaomi: neues Patent zeigt Design mit umgekehrter Notch

In den letzten beiden Jahren haben die Hersteller im Bereich der Handys und Smartphones versucht, Lösungen zu finden, wie man ein möglichst großes Display ohne Rand produzieren kann und dennoch Platz für die notwendige Technik wie beispielsweise die Kamera hat. Es gab das Notch-Design mit Aussparung, das neue Infinity-O Display von Samsung mit Loch und verschiedene Formen von Slider- und Popup Kameras, bei denen sich der Technikbereich ausfahren und auch wieder einfahren lässt.

Xiaomi hat nun Design patentieren lassen, die nochmal eine andere Variante zeigen. Das Unternehmen lässt sich Displays schützen, bei denen es am oberen Rand einen kleinen Technikbereich gibt, der über das Display hinaus ragt. Man könnte von einer Art umgekehrten Notch sprechen, denn diese Aussparung ragt nicht in das Display hinein, sondern nach oben hinaus.

Das Original sieht bei Tigermobiles wie folgt aus:

Das Unternehmen hat das noch unterschiedliche Formen dieses externen Bereichs patentieren lassen – teilweise etwas höher mit wahrscheinlich dem Mikrofon unter den Kameraobjektiven und teilweise auch etwas flacher aber dafür breiter. Das deutet darauf hin, dass man derzeit wohl experimentiert, welches Design sich am besten umsetzen lässt und möglicherweise auch prüft, wie Nutzer darauf reagieren.

Auf jeden Fall wäre diese Variante eine Lösung, wie man ein komplettes Display ohne Unterbrechungen darstellen kann und dennoch beispielsweise eine Dual Lens Frontkamera unterbringt. Es wären auch mehr Objektive denkbar, wenn die Aussparung am oberen Rand noch größer gemacht wird. Auf diese Weise kann man sich wohl auch Anpassungen am Display sparen, denn die ausgestellte Notch wird wohl nicht direkt mit zum Display gehören und muss daher auch nicht separat angesteuert werden. Gleichzeitig spart man sich aber auch die Technik für das Aus- und Einfahren einer Popup- oder Sliderkamera.

Derzeit sind diese Designs aber vorerst nur ein Patent und es bleibt offen, ob und wann Xiaomi diese Form der Bildschirme wirklich auf den Markt bringen wird und bei welchem Modell dies kommen könnte.

Bild: Xiaomi Mi 9

Qualcomm – Teilsieg den USA im Patentstreit mit Apple

Qualcomm und Apple liegen derzeit auf mehreren Ebenen und in mehreren Ländern miteinander im Streit um die Nutzung von Patenten. In Deutschland hatte Qualcomm in dieser Hinsicht sogar ein Verkaufsverbot für ältere iPhone Modelle durchsetzen können, Apple reagierte darauf mit modifizierten Geräten und verkaufte weiter.

In den USA gibt es nun in einem Teilbereich ein Urteil zu Gunsten von Qualcomm. Die Geschworenen im U.S. District Court for the Southern District of California gaben dem Unternehmen recht und bestätigten, dass Apple iPhone 7, 7 Plus, 8, 8 Plus und X Patente von Qualcomm verletzen. Auf dieser Grundlage wurde ein Schadensersatz von 31 Millionen US Dollar ausgesprochen.

Qualcomm schreibt im Original dazu:

“Today’s unanimous jury verdict is the latest victory in our worldwide patent litigation directed at holding Apple accountable for using our valuable technologies without paying for them,” said Don Rosenberg, executive vice president and general counsel for Qualcomm. “The technologies invented by Qualcomm and others are what made it possible for Apple to enter the market and become so successful so quickly. The three patents found to be infringed in this case represent just a small fraction of Qualcomm’s valuable portfolio of tens of thousands of patents. We are gratified that courts all over the world are rejecting Apple’s strategy of refusing to pay for the use of our IP.” 

Die Schadensersatz-Summe dürfte für Apple kaum ein Problem sein und auch Qualcomm kaum weiter helfen. Für das Unternehmen ist es wohl eher wichtig, dass ein Gericht die Verletzungen von Patenten bestätigt hat.

Es stehen aber noch Prozesse aus, in denen es um deutlich höhere Summen geht und bei denen Milliardenbeträge im Raum stehen. In dieser Hinsicht könnte das Urteil des District Court for the Southern District of California ein Vorteil sein und auf die Argumentation aus dem Urteil werden sich die Anwälte von Qualcomm nun zusätzlich stützen können.

Patentstreit: Apple soll 460 Millionen Euro von Samsung bekommen

Die Patentstreitigkeiten zwischen Apple und Samsung laufen nun bereits einige Jahre und es gibt mittlerweile wieder ein neues Urteil in dieser Sache. Es ist bereits geklärt, dass Samsung mit dem eigenen Design einige Apple Patente verletzte hat. Unklar ist allerdings weiterhin, wie hoch der Schadenersatz für diese Rechtsverletzung ausfallen soll. Unterschiedliche Gerichte sind hier zu verschiedenen Schadenshöhen gekommen.

Nach der neusten Entscheidung haben Geschworene die Berechnung des Schadensersatzes neu geprüft und sind zu einem Schadenersatz in Höhe von 539 Millionen Dollar (etwa 460 Mio Euro) gekommen. Im ersten Urteil lag dieser Betrag noch bei 399 Milllionen US-Dollar. Mit dem neuen Urteil wurde die Zahlung also nochmal deutlich nach oben geschraubt. Es geht bei dieser Summe aber nicht nur um ein Patent, sondern um mehrere Rechtsverletzungen und daher ist die Berechnung des Schadens und des Schadensersatzes recht komplex.

Die Reaktionen der beiden Unternehmen fallen natürlich recht unterschiedlich aus. Bei der WELT schreibt man dazu:

Der iPhone-Hersteller wertete die neue Entscheidung auch als moralischen Sieg. «In diesem Fall ging es immer um mehr als nur Geld. Apple hat mit dem iPhone die Smartphone-Revolution entfacht, und Tatsache ist, dass Samsung offensichtlich unser Design kopiert hat», sagte ein Sprecher. Samsung erklärte, man werde alle Optionen erwägen, um ein Ergebnis zu erzielen, dass die Kreativität und den fairen Wettbewerb für Firmen und Verbraucher nicht behindere, teilte der Elektronikriese demnach mit.

Das könnte darauf hin deuten, dass Samsung möglicherweise wieder gegen die Entscheidung vorgehen wird (in welcher Form auch immer) und auch dieses Urteil unter Umständen keinen Bestand hat. Dann würden diese Streitigkeiten in eine weitere Runde gehen und es wird wohl ein weiteres Jahr dauern, bis es neue Entscheidungen gibt. Die Entscheidung basiert auf eine Klage aus dem Jahr 2011 und ist damit bereits einige Jahre alt. Es wäre daher keine Überraschung, wenn es in diesem Streit zwischen den beiden großen Herstellern noch weiter gehen würde.

Neues Samsung Patent zeigt einige Ideen zu neuen Smartphones

Samsung hat unter Nummer PCT/KR2017/007043 bei der World Intellectual Property Organization (WIPO) ein neues Patent eingereicht, dass einige Ideen und Konzepte zeigt, wie Smartphones in den nächsten Jahren weiter entwickelt werden könnten. Dabei bezieht sich das Patent allerdings noch auf kein konkretes Modell und es ist auch unklar, wann und ob diese Idee überhaupt umgesetzt werden, aber es zeigt zumindest, in welche Richtung die Entwickler bei Samsung denken und was uns zukünftig erwarten könnte.

Die Entwicklung bei Samsung geht dabei (wenig überraschend) vor allem im Bereich des randlosen Designs weiter. Im Vergleich mit den aktuellen Modellen hat die Darstellung im Patentantrag deutlich geringere Ränder am oberen und unteren Bereich und ein Teil der Technik scheint ins Display integriert worden zu sein. Interessant sind dabei vor allem drei Bereiche bei diesem Patent:

  • mit der Bezeichnung 340 ist die Kamera in einem Bereich an der rechten oberen Seite platziert und nimmt einen Teil des Displays ein. Es gibt also eine kleine Aussparung für die Kamera. Das scheint auch darauf hin zu deuten, dass Dual Lens Kameras in der Front für Samsung derzeit keine hohe Priorität haben, denn es ist nur eine Aussparung vorgesehen.
  • die Bezeichnung 350 steht für einen durchbrochenen Bereich, der wahrscheinlich die anderen Sensoren und den Lautsprecher enthält. Samsung setzt also auch mit diesem Patent nicht darauf, diese Elemente ins Display zu integrieren, sondern lässt dafür einen (deutlich kleineren) Bereich frei
  • Im unteren Bereich gibt es unter der Bezeichnung 360 einen angedeuteten Button oder Sensor. Das könnte der Home-Button sein, ebenso denkbar wäre hier aber auch ein Sensor für die Fingerabdrücke, der zukünftig dann wohl unter das Display verlegt wird. Sollte letzteres zutreffen scheint Samsung auch zukünftig auf die Fingerabdrücke zum Entsperren zu setzen und nicht nur auf die Gesichtserkennung, wie es Apple bereits vorgemacht hat.

Ein weiterer interessanter Punkt ist die Aussparung am unteren Rand, die wohl für den Kopfhöreranschluss steht. Es scheint so, als würde Smausng auch zukünftig darauf setzen. Man sieht diese Öffnung auch nochmal in der Sicht auf die Skizzen von unten. Allerdings ist dies kein Teil des Patents und hat auch keine Nummer, daher sollte man sich nicht zu sehr darauf verlassen.

Insgesamt sind die Änderungen aus dem Patent-Antrag aber eher wenig spektakulär und sprechen eher für eine Weiterentwicklung der bisherigen Modelle als für einen radikalen Umbruch beim Design und dem Aussehen der Geräte. Da sich die Änderungen vor allem auf das Infinity-Disply beziehen, kann man wahrscheinlich davon ausgehen, dass sie – wenn sie denn kommen – zuerst bei den Topmodelle eingesetzt werden. Möglicherweise wird es also bereits beim Galaxy S10 und dem Note 10 entsprechende Änderungen geben. Sicher ist das aber leider nicht, denn es gab schon viele Patentanträge die dann doch nicht umgesetzt wurden.

iPhone 8 – auch mit Dual Edge Design?

Bei iPhone 8 wird Apple – nach drei Jahren mit weitgehend  ähnlichen Modellen – wieder auf ein neues Design setzen und die Erwartungen der Fans und der Fachwelt an das Unternehmen sind groß. Man erhofft sich ein neues Konzept, dass auf die alten Stärken von Apple setzt, aber auch deutlich neuer und moderne aussieht als die bisherigen Geräte. Der Druck auf Apple ist also groß.

Ein neues Patent von Apple, das Mitte des Jahres eingetragen wurde, könnte einige Anhaltspunkte liefern, welche Richtung Apple bei neuen iPhone 8 einschlagen möchte. Das Patent mit der wenig aussagekräftigen Überschrift „Electronic Devices With Display and Touch Sensor Structures “ beschreibt dabei ein Konzept von abgerundeten Seitenleisten, die mit Sensoren bestückt sind. Im Original der Patentschrift heißt es:

The front wall and the curved sidewalls may be formed from a glass layer or other transparent member. A touch sensor layer and display layer may extend under the glass layer with curved sidewalls. A touch sensor layer may also extend under the opposing rear wall. A foldable electronic device may have a flexible transparent wall portion that joins planar transparent walls. Components may be interposed between the transparent planar walls and opaque walls. Display and touch layers may be overlapped by the transparent walls and the transparent flexible wall portion. Touch sensor structures may also be overlapped by the opaque walls.

Besonders interessant sind hier die „curved sidewall“. Diese abgerundeten Seitenränder kennt man bereits vom Samsung Galaxy S6 edge und dem S7 egde. Samsung hat mit diesem Designkonzept sehr gute Erfolge erzielt und die Abrundungen kommen gut bei den Nutzern an. Mittlerweile haben Anbieter wie Huawei diese Technik bereits übernommen und setzen sie bei ihren Modellen (beispielsweise bei Mate 9) ein.

Apple scheint nun ebenfalls in diese Richtung gehen zu wollen. Allerdings geht das Unternehmen noch einen Schritt weiter und zieht nicht nur das Display um die Ränder sondern nutzt diese Bereiche auch, um zusätzliche Funktionen unterzubringen. Samsung hat an der Stelle nur ein Seitendisplay integriert, das in erster Linie dazu dient, Informationen anzuzeigen. Bei Apple liest sich die Patentschrift so, als wolle das Unternehmen in diesem Bereich weitere Buttons und Bedienelemente unterbringen. Dort soll es unter Umständen virtuelle Buttons geben – möglicherweise lässt man auf diese Weise die mechanischen Buttons für Lautstärkeregelung ganz verschwinden. Apple schreibt zu dieser Technik:

Touch sensor structures and display structures may be formed from thin layers of material and may therefore sometimes be referred to touch sensor layers and display layers. The touch sensor and display layers may be formed on rigid substrates such as glass layers and rigid printed circuit board layers and/or may be formed on flexible substrates (e.g., flexible printed circuit material such as flexible layers of polyimide or sheets of other flexible polymer material). In some configurations, touch sensor structures and display structures may be formed as coating layers on the surface of an enclosure wall. Combinations of these approaches may also be used, if desired.

Es ist natürlich nicht gesagt, dass dieses Patent bereits 2017 bei den neuen iPhone Modelle eingesetzt wird und zur Anwendung kommt. Allerdings scheint Apple sich mit diesem Bereich intensiv zu befassen und ein curved Design beim iPhone wäre auf jeden Fall eine Neuerung, die es bisher bei Apple so noch nicht gab.

 

Apple vs. VirnetX – 302,4 Millionen Dollar Schadenersatz für Face-Time

Die Prozessgeschichte von Apple gegen die Patent-Verwerter von VirnetX hat ein neues Kapitel bekommen.Die Klage gegen Apple wegen einer Patentverletzung bei Facetime läuft bereits seit 2010. Eine Bundesjury in Texas hat in diesem Fall nun entschieden, dass VirnetX das gültige Patent besitzt und Apple daher 302.400.000 US-$ Schadenersatz zahlen muss. Das hört sich viel an, in früheren Urteilen lag die Strafe aber noch viel höher und war mit mehr 600 Millionen US-Dollar beziffert worden. Dagegen war Apple aber vorgegangen.

Bei Reuters schreibt man dazu:

In the latest trial, jurors were asked to determine damages on two VirnetX patents that Apple had already been found to infringe, and to determine both infringement and damages on another two patents. The $302.4 million award was in line with what VirnetX had been demanding.

Apple spokeswoman Rachel Tulley declined to comment. An attorney for VirnetX could not immediately be reached. According to court documents, Apple is to face another court proceeding over whether it willfully infringed the patents, which could lead to higher damages.

Auch diesmal dürfte das Urteil noch nicht das Ende des Prozesses sein sondern man wird sich sicher weiter über die Höhe des Schadenersatzes streiten und die gesamte Palette der Rechtsmittel ausschöpfen.

Dazu gibt es auch bereits weitere Klagen von  VirnetX, unter anderem wird auch das iMessage System bemängelt und auch hier sehen die Patentverwerter Verstößte gegen Patente. Apple und  VirnetX werden sich also noch häufiger vor Gericht treffen und den Patentanwälten von Apple wird so schnell die Arbeit nicht ausgehen.