Samsung Galaxy S3: US-Netzbetreiber deaktivieren „Unified Search“ mit Hilfe von Sicherheitsupdate

In der vergangenen Woche hat sich Apple das Referenz-Smartphone von Google geschnappt und kurzerhand mit einer einstweiligen Verfügung vom Markt genommen. Das Unternehmen aus Cupertino konnte dies unter anderem mit Hilfe des Software-Patentes „Unified Search“ erwirken, welches personalisierte Suchergebnisse aus verschiedenen Quellen auf dem Smartphone ausspuckt. Gegen dieses Patent soll das Samsung Galaxy Nexus verstoßen und demzufolge wurde jedes Android-Smartphone auf dem Markt kurzfristig angreifbar.

Daher ist es auch kein Wunder, dass die Koreaner keine Zeit verloren haben und bei ihrem aktuellen High-End-Smartphone, dem Samsung Galaxy S3, die nötigen Änderungen vorgenommen haben, damit das Flaggschiff weiterhin auf dem Markt bleibt. Diesbezüglich haben die US-Netzbetreiber AT&T und Sprint ein Sicherheitsupdate für das Gerät ausgerollt, welches die Unified Search in Android deaktiviert. Die Google Suche liefert nach dem Update nur noch Ergebnisse direkt aus dem Internet, also nur aus einer Quelle und verstößt damit nicht gegen das Software-Patent von Apple.

In Deutschland hat sich noch nichts getan, denn bislang konnte Apple das Galaxy Nexus nur in den USA kurzfristig vom Markt nehmen. Hierzulande bleibt also erstmal alles beim Alten, es könnte aber in absehbarer Zeit auch uns treffen.

via AllAboutSamsung

Samsung Galaxy Nexus: Aussetzung der einstweiligen Verfügung erwirkt

In den letzten Wochen sorgte der Patentkrieg zwischen Apple und Samsung für riesiges Aufsehen und zahlreiche Android-Fans sind auf die Barrikaden gegangen. Nachdem das Unternehmen aus Cupertino erfolgreich eine einstweilige Verfügung gegen das Samsung Galaxy Nexus erwirken konnte und kurze Zeit später auch die Sicherheitsleistung von knapp 96 Millionen US-Dollar bezahlte, wurden verschiedene Aktionen ins Leben gerufen, um gegen das gerichtliche Kräftemessen zu protestieren. Mittlerweile kann das Google-Smartphone auch nicht mehr im eigenen Play Store erworben werden und wurde auf Grund der einstweiligen Verfügung aus dem Store genommen.

In der Zwischenzeit arbeitet der Suchmaschinengigant an einer Anpassung der bald erscheinenden Android-Version Jelly Bean, damit das Update keine Software-Patente von Apple mehr verletzt. Dementsprechend könnte es sein, dass Google in Zukunft entweder auf einige Funktionen in Android verzichten muss oder die entsprechenden Änderungen im System ausreichend sein werden. Gleichzeitig konnte Samsung bei dem zuständigen Berufungsgericht (United States Court of Appeals for the Federal Circuit) eine Aussetzung der einstweiligen Verfügung erreichen und somit kann das Smartphone erstmalig wieder verkauft werden. Die Aussetzung tritt solange in Kraft, bis das Berufungsgericht eine endgültige Entscheidung über die Vollziehbarkeit während der Dauer der Berufung getroffen hat. Jetzt müssen die Kalifornier reagieren und bis zum 12. Juli dem Gericht einen Grund nennen, warum das Samsung Galaxy Nexus weiterhin verboten bleiben sollte. Dementsprechend müsste Apple dem Gericht daliegen, dass der weitere Verkauf des Gerätes einen erheblichen Schaden dem Unternehmen anrichten würde.

Die nächste Woche wird also eine vorläufige Entscheidung hervorbringen, ob das Galaxy Nexus während der Verhandlungen verkauft werden darf. Aller Wahrscheinlichkeit wird Apple nicht genügend Gründe für den Verkaufsstop aufbringen können. Demzufolge wird das Google-Smartphone sehr wahrscheinlich nächste Woche wieder zum Verkauf stehen und vielleicht sogar bereits mit Android 4.1 Jelly Bean auftrumpfen.

Quelle FOSSPatents via AllAboutSamsung

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Samsung Galaxy Nexus: Apple erwirkt einstweilige Verfügung gegen das Google-Smartphone in den USA

Die Woche stand ganz im Zeichen der Entwicklerkonferenz von Google und hat einige spannende Produkte hervorgebracht, jedoch hat die Woche für die Konkurrenz auch einen herben Beigeschmack, denn das Unternehmen aus Cupertino hat mal wieder außerhalb des Marktes zurückgeschlagen und die Rechtsabteilung losgelassen. Erst kürzlich konnten die Anwälte von Apple ein Verkaufsverbot für das Samsung Galaxy Tab 10.1 in den USA erwirken und haben damit einen Grundbaustein für weitere Rechtsstreits gelegt.

Cupertino’s Anwälte haben aber keine Zeit verloren und bereits die nächste einstweilige Verfügung gegen ein Konkurrenz-Produkt erwirkt. Dieses Mal hat es das Samsung Galaxy Nexus erwischt, welches in Zusammenarbeit von Google und Samsung entwickelt wurde. Hierbei wurden aber keinerlei Patentmuster oder andere äußerlichen Ähnlichkeiten verwendet, sondern Apple hat konkrete Patente für die Software ins Spiel gebracht und damit die Richterin Lucy Koh überzeugt. Zum einen geht es um die alten Hüte „Slide to Unlock“, Datalinking und die Autokorrektur, aber auch um die Unified Search, die durch Jelly Bean erneute Aufmerksamkeit bekommen hat. Das zugrunde liegende Patent 8,086,604 handelt von einem universellen Interface, welches zum Abrufen von Informationen in einem Computersystem genutzt wird und somit der Grundbaustein für Siri ist.

Wie immer kann ein Verkaufsverbot nicht direkt durchgesetzt werden, ohne das Apple eine gewisse Sicherheitsleistung hinterlegt. Beim Samsung Galaxy Tab 10.1 musste das Unternehmen aus Cupertino nur 2,6 Millionen Dollar hinterlegen, beim Galaxy Nexus muss Apple schon tiefer in die Tasche greifen und run 96 Millionen Dollar in die Kasse zahlen. Samsung wird natürlich mit allen verfügbaren Rechtsmittel gegen das Urteil angehen und versuchen den Verkaufsstop zu verhindern. Am kommenden Montag sollen detaillierte Informationen zur einstweiligen Verfügung veröffentlicht werden.

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